Sa
28
Aug
2010
Gähn...
Aquarell auf Leinwand
Hier ist es so heiß im Moment das man zerläuft. Es ist zu heiß um Sport zu machen oder sich zu bewegen. Chiara ist nur am rumhecheln und schmeißt sich von einer Ecke in die nächste. Das Zimmer bei Jon hab ich mir richtig schön gemacht. Ich hab eine Terrasse dabei, die direkt neben dem Pool ist. Kann man nicht meckern, grins..
Jeden Tag nehmen ich was von der WG mit und schlepp es mit meiner Omakutsche (Einkaufswagen auf Rädern) zu Jon. Es sind gut 800m zur Wohnung, doch ich bin völlig fertig wenn ich da ankomme. Bin schon allein außer Atem weil ich von Schatten zu Schatten hechte, im Schlepptau mein Hundi.
Die erste Nacht in dieser neuen Wohnung ging ich im 4h in Bett. Der folgende Tag ist unser freier Tag und ich wollte so richtig schön lang schlafen. Pfeifendeckel, um 8.10h stand ein gut gelaunter Jon vor mir und rief „ Darling, aufstehen du verschläfst ja dein Leben.“ Ne, oder? Aber diesem Kindskopf kann man einfach nicht wiederstehen. Die Nacht war somit vorbei und ich happy, das mein Jon langsam auf dem Weg der Besserung ist und, das Beste, das rauchen aufhört. Heute hat er mich schon mal vorgewarnt. „Wenn ich schlecht gelaunt sein sollte oder dich anpöble, nimm es bitte nicht ernst. Entzugserscheinungen, ok.“ Claro..:-)
Mi
25
Aug
2010
Die neusten New´s..
Ja die Neuigkeiten reißen nicht ab…
Seit gestern weiß ich wie es sich anfühlt so richtig Angst zu haben etwas verlieren zu können, was man doch so lieb hat. Ich wusste das Jon eine Hundehaarallergie hat, aber nichts von seinem Asthma. Als ich gestern zu ihm kam um nach ihm zu sehen da ich wusste er bekommt eine Erkältung und fühlte sich schon am Abend nicht wohl, saß er am Tisch und schnappte immer wieder nach Luft. Ich fuhr ihn sofort in die Klinik, die ihn gleich Sauerstoff gaben und eine Infusion. Seine Bronchien waren total dicht und er kann erst heute wieder aus der Klinik. Somit hab ich mich gestern um den Club gekümmert und alles organisiert. Nachdem ich da schon ein paar Wochen arbeite war das ganz gut zu schaffen. Unsere Sängerin war da und so haben wir den Club zu Zweit geschmissen. Nun hatten wir auch noch die beste Band im Club die ich je gehört hatte. „Dio mio“, habe diese Jungs gespielt und einer cooler als der Andere. Um 4h bin ich dann nach Hause und hab erst mal so richtig losgeheult. Den ganzen Tag musste ich mich zusammenreißen, aber dann war´s vorbei. Meine Mitbewohner saßen in der Küche, rauchten wie immer ein Pfeifchen und standen völlig neben sich. Die Küche war wie immer ein Dreckloch. Seit Tagen sag ich sie sollen den Herd sauber machen, da ich vielleicht auch mal kochen will. „Ja Morgen“ Ich sehe es nicht mehr ein ihnen das abzunehmen, ich mach nur noch das von mir sauber, den Rest lasse ich liegen. Dementsprechend sieht es auch aus. Gut das es Domestos auch hier gibt. Sonst würde ich mich im Bad übergeben müssen. Als ich am Morgen sah, das nichts gemacht wurde und Mittag auch noch von meinen Sachen gegessen wurde, war das Fass übergelaufen und dazu fehlte nicht viel, nachdem mein deutscher Mitbewohner mal wieder das Gas die Nacht über vergessen hatte auszustellen. Ich ging zu Jon in die Klinik. „Ich muss mit dir reden“ Uh, dieser Satz ist ja für gewöhnlich ein rote Karte. Ich erzähle Jon von dem Vorfall, die ihn nicht überraschten, da er ja die Wohnung kennt. „Darling, ist es möglich dass ich bis das Haus soweit renoviert ist, was noch gut 2 Monate dauern kann, zu dir ziehe in das hintere große Zimmer?“ Jon sagte sofort ja. Wow! Das hatte ich nicht erwartet. Das ist doch mal eine Aussage. Somit werde ich den Jungs morgen sagen dass ich meine 2 Sachen packe und verschwindigus machen J Soll sie sich doch das restliche Hirn rauskiffen und ich bin mal wieder so glücklich….
Mo
23
Aug
2010
Costa Blanca Nachrichten
Vor lauter Müdigkeit hätte ich fast das Allerbeste vergessen zu erwähnen. Also ich bin ja Eine. Am Freitag war doch das Porträt von mir in der Costa Blanca Nachrichten. Eine ganze Seite mit Farbfoto. Am nächsten Tag hatte ich dann auch schon die ersten Besucher im Laden die wegen des Berichtes gekommen sind. Im Club hat man mich auch schon mehrmals angesprochen „Du bist doch die Artista die auf dem Campo ausgestellt hat und den Laden in der Loreto.“ Ich werde auch auf der Straße angesprochen „Tolle Bilder in deinem Laden“ Das hier ist echt ein Dorf. Es ist wie Coburg so familiär. Doch muss man schon sagen dass der Start hier gelungen ist. Zumindest der Erkennungswert und im Gegensatz von Coburg finden mich die Leute hier nicht arrogant und eingebildet, nur weil ich ein wenig anders bin. Ich hab das Gefühl die Menschen hier sind viel zufriedener und selbstbewusster. Sie freuen sich über den Erfolg Anderer und sehen dich nicht neidisch an. Sie klopfen dir auf die Schulter und wünschen dir Glück. Klasse!
So
22
Aug
2010
bin so müde..
Unser Sängerin im Club
Die letzten Tage hab ich wirklich viel gearbeitet. Am Tag im Laden bis um 24h, in der Nacht bis um 4h im Club.
Das Problem ist, dass ich schlecht schlafe. Es ist einfach zu laut in der Straße. Ich wache ständig auf und schlafe nicht durch. Nur wenn ich bei Jon übernachte, dann bin ich am Morgen fit, da es sehr ruhig ist in seiner Wohnung. Ich freue mich so sehr darauf in das neue Haus einzuziehen, denn meine Arbeit im Club wird wohl nicht weniger. Ich hab schon seit einigen Wochen die Idee, eine Cocktailbar wäre super im Club. Platz dafür wäre da und die Bar hätte mehr Zeit für die normalen Drinks. Außerdem können die hier alle keine Cocktails machen. Der Mojito schmeckt grauenvoll und der Rest auch. Ich erzählte Jon von der Idee und dass das doch eine gute Idee für nächstes Jahr wäre. Ha, von wegen. Er war total begeistert, „Das machen wir gleich“. Somit werd ich nun wohl demnächst ein wenig shaken und eine regelmäßiges Einkommen haben. Jippi, ich werde mein Sortiment im Kühlschrank erweitern könnenJ
Gestern Abend nahm mich der Barmann zur Seite und fragte mich wie lange ich schon kellner. Ich sagte ihm, erst seit ich hier bin und früher als ich jung war neben der Schule in den Ferien. „Kikii, du bist verdammt gut.“ Hm, es ist vielleicht nicht das Wichtigste ein guter Kellner zu sein, aber ich liebe es. Ich verwöhne Menschen gerne und mich ärgert ein schlechter Service. Mich sprechen viele Gäste an, dass ich die freundlichste Camarera in Denia bin. Gestern wieder drei Personen. Mein Ausstrahlung wäre was besonderes. Jon sagt immer die Madrilenen wären so arrogant, nö, nicht bei mir. Ich entzauber sie mit meinem Lächeln. Ich denke, es ist egal was man tut, man muss es gerne machen und dahinter stehen. Ich werde sicher nicht mein Leben lang kellnern, aber jetzt ist es gut für mich und ich lerne sehr viele Menschen dadurch kennen und knüpfe Kontakte und solange ich das mache, werde ich 100% dazu stehen.
Mo
16
Aug
2010
Glück...
Heute hat es ein wenig abgekühlt und geregnet. Es sind nur noch 26 Grad, brrrr…, aber ideal zum joggen. Das war nun wirklich nicht möglich in den letzten Wochen vor 23 Uhr. Somit habe ich das nach der Siesta ausgenutzt. Ich laufe immer in die Richtung Marinas, wo ich 2 Monate gewohnt hatte und dann am Meer zurück über las Rotas, das ist so ca. eine Stunde. Von dem Touristentrubel bekomme ich kaum etwas mit, außer in meiner Straße. Als ich da so lief ist mir wieder vieles bewusst geworden. Schon mal, dass ich echt viel arbeite. Ich schlafe nur noch die Hälfte von dem in Deutschland, was glaube ich immer noch genug ist, wenn man bedenkt, dass ich in Deutschland 10-12 Stunden geschlafen habe. Doch habe ich wieder nicht das Gefühl, zu arbeiten, da alles was ich tue mir so viel Freude bereitet, sogar das Gläserschupsen im Club. Ich hab jetzt auch schon Stammgäste die wegen mir kommen. Jon sagt immer, der das natürlich mitbekommt „Ist schon ok, wenn du ein bisschen flirtest, aber gegessen wird Zuhause!“ Dies wäre mit einem Spanier undenkbar. Die sind alle sehr nett und zuvorkommend solange sie dich nicht haben, aber wehe wenn! Da hast du nichts mehr zu lachen. Ne, ne, ich hab zu viele Geschichten von Frauen gehört. Sergio mein Mitbewohner ist Chilene und er ist der Meinung wenn er eine Frau als Novia akzeptiert, dann darf sie mit keinem Anderen tanzen. Echt!
Jon hat ein Haus gekauft. Am Berg und ca. 5 Minuten mit dem Auto in die Stadt. Ein Traumhaus. Er hat mich mitgenommen zum ansehen und ich hatte mich sofort in das Haus verliebt. Drei Tage später nach Verhandlungen des Preises, und er hat gepokert, es wirklich gekauft. Es ist ein Haus mit „Alma“(Seele) ich hab das sofort gespürt. Es hat drei Terrassen, eine Pool, einen Terrassengrill, eine großen verwilderten Garten, eine Blick auf das Meer, keine Nachbarn die noch bauen können und zwei abgeschlossene Wohnungen. „Magst du die Einliegerwohnung mieten?“ fragt er mich. Was für eine wundervolle Idee. So sind wir zusammen und haben doch Beide unser Reich zum zurückziehen. Es ist einfach wundervoll. Wir kennen uns ja erst 4 Monate, somit ist es doch eine fantastische Lösung sich kennenzulernen ohne das Gefühl zu haben, sich zurück nehmen zu müssen, nur weil man mit dem Anderen zusammen wohnt. Ich finde das sehr modern und perfekt. Ich werde also mit diesem wundervollen Mann in einem Haus leben und es mit ihm gemeinsam renovieren. Es stand einige Zeit leer und gerade meine Wohnung hat es nötig, da die Wände ein wenig feucht sind. Ich freu mich so sehr darauf. Mein Glück ist einfach nicht mehr greifbar. Einmal die Woche gehe ich in die Kirche, was ich nie zuvor tat und bedanke mich. Wenn all der Schmerz der vergangenen Jahre dazu geführt hat, dass ich hier endlich glücklich sein darf, dann würde ich das Ganze noch einmal leben. Denn das hier ist nicht von dieser Welt. Jeden Tag denke ich es ist keine Steigerung mehr möglich und dann passiert wieder etwas was mich nur mit dem Kopf schütteln lässt, weil es so wundervoll ist. Es sind oft die kleinen Dinge die mich so glücklich machen. Ein Wein den mir der Verein von Gegenüber bringt und sagt „He du arbeitest zu viel, entspann mal“ oder ein Gespräch mit einem interessanten Menschen, der am nächsten Tag wiederkommt. Die Jungs, die seit einer Woche vor meiner Tür Musik machen und mich auf der Straße ansprechen „Du bist doch die Artista, tolle Bilder die du malst.“ Oder der Senior, der jeden Tag ins gleiche Cafe geht und mich dann in ein Gespräch verwickelt und mir seinen Freund vorstellt der Kunstprof ist. Die alten Damen die jeden Tag mehr mit mir reden, die Kunden die hier in meinem Laden stehen und die Bilder bewundern und mir dann Email aus Madrid schicken, mit Glückwünschen dass ich es schaffe. Jon der mich immer zum Lachen bringt und dann wieder Momente hat in dem er mich ansieht ohne zu sagen wie lieb er mich doch hat. Die Gespräche in Spanisch, die mich manchmal zur Verzweiflung bringen und ich weiß ich werde wieder zur Schule gehen sobald die Saison vorbei ist. Dafür wird mein Englisch jeden Tag besser. Mich macht diese Wärme so glücklich und meine Freundin das Meer und dass sich Chiara wohlfühlt. Manchmal ist es nur der Gang in den Supermarkt, wenn ich Fisch kaufe und denke „Das wäre in Deutschland unbezahlbar, was ich hier kaufe“. Das Lächeln der spanischen Männer die mich grüßen und mich nicht kenne, die Camareros die jeden Tag fragen wie es mir geht, meine Ladennachbarn mit denen ich plaudere und und und … Das ist Glück!!!
Sa
14
Aug
2010
Ohlala
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Fr
13
Aug
2010
Heute ist ein blöder Tag..
Den ganzen Tag Regen. Erst nur wenig, dann ein Wolkenbruch nach dem anderen. Fühl mich heute wie ausgespuckt und weggeworfen. Kann mich kaum aufraffen zu malen. Male Meerbilchen für die Touris. Abends schlepp ich mich in den Laden um ihn frustriert nach 1 Stunde zu verlassen. Es schüttet wie aus Eimern und es ist eh keiner auf der Straße. Nur der Verein gegenüber macht Musik mit der eigenen Kapelle. Aber so laut, dass einem fast die Ohren abfallen. Chiara hat sich schon ins Klo verzogen. Somit ziehen wir Beide es vor den Ladenabend abzubrechen. Ich backe einen Bananenkuchen für Jon und ein Curry für morgen. Das ist doch was produktives. Um 00.30 h darf ich zum arbeiten. Heute ist Salsaabend angesagt, da geht die Post ab. Ich freu mich drauf….
Do
12
Aug
2010
Heute bin ich echt zornig…
"Du bist wie ein Honigtopf..."
Klasse wenn man nach Hause kommt und die Küche wie ein Saustall aussieht. Leider nicht das erste Mal. Mein deutscher Mitbewohner macht hier echt keinen Schlag zu viel und wenn er in der Nacht noch kocht schaut’s jedes Mal aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Nur war heute um 15h immer noch alles so eklig, dass mir das Kochen vergangen ist. Also Obst und mein Magen knurrt. Sergio und ich sind hier die vollen Putzschlampen. Er hat dann die Küche sauber gemacht. Puh, ein Dauerzustand darf das hier nicht werden. Die Jungs sind echt supernett aber manchmal könnte ich schreien, so wie heute.
Mi
11
Aug
2010
Hat nicht lange gedauert...
Nachdem ich nun den Auftrag nicht verkauft habe und die Auftraggeber sich nicht mehr gemeldet haben, steht das Bild als Beispielbild im Laden. Was soll´s. Hält mich nicht vom Malen ab. Nun sitze ich vorm Laden, trinke einen Kaffee und genieße es zu sehen, dass meine schüchterne Chiara, das erste Mal aus dem Laden kommt und sich 5m vom Laden entfernt um Zeitung zu lesen. Ja die Nachbarschaft schreibt viel Neues an die Hauswände. Eigentlich wollte mich Marisa eine Bekannte aus Madrid um 13h abholen um gemeinsam zu essen, aber, das ist auch Spanien. So sitze ich halt in der Sonne und genieße den Augenblick, während ich auf mein angefangenes Bild sehe, das ich zu dem Satz von Jon male.“Du bist wie ein Honigtopf, alle Männer fliegen auf dich.“ Ja mein Jon und ich.
Bin ich doch wie jeden Tag um 18h, gestern zum Stand um eine halbe Stunde zu schwimmen. Und wer liegt da und grinst mich an? „He wo warst du gestern, ich lieg hier schon 2 Tage und warte auf dich“ Stimmt, die letzten Tage war ich 2 Stunden früher. „Ich hab dich vermisst.“ Hm… Ich ihn ja auchJ Das Ganze endete in einer pubertären Sandschlacht und liebvollen Küssen. Herrlich.
Ich bin wirklich jeden Moment im Laden um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen, auch nicht einen kaufkräftigen Kunden zu verpassen. Somit saß ich gestern bei meiner Kunstvereinsitzung, bei der ich allemal nur die Hälfte verstehe und konnte meinen Hintern nicht ruhig halten. Nach 20 Minuten sah mich der Vorsitzende an „Los, geh schon“. Ich muss einfach die Saison ausnutzen und diese geht nur noch ein paar Wochen. Um 23h begann es an zu regnen, aber wie. Wurde auch mal Zeit. Gegenüber meines Ladens ist ein Verein und dieser feiert mit den anderen Vereinen der Stadt irgendwas hochoffizielles und alle sind verkleidet und machen einen riesen Radau. Plötzlich hatte ich einen Whiskey-Cola in der Hand, ein Gespräch, zwei Namen bei denen ich wegen den Bildern vorsprechen soll. Also diese Freundlichkeit erstaunt mich Franken doch immer wieder aufs Neue.
Um 0.00h bin ich dann in den Club und wurde erst mal zum arbeiten verdonnert, was mir grad recht kam, ob ich da nun rumstehe oder arbeite ist mir das Zweite schon lieber….
Mo
09
Aug
2010
Lernerfahrung..
Da steht man drei Tage an einem Bild und nun kommt das Pärchen zum abholen und will 50€ dafür bezahlen. Ich hab sie angesehen wie ein Auto das über ne Katze fährt. Ja, sie hätten das so verstanden. Klar, ich sag ihnen das ich drei Tage brauche und sie verstehen statt 500€, 50 €. Dabei hängt kein Bild von mir im Laden in der Größe unter 500 €. Nun gut, eine neue Erfahrung, und dass ich nichts mehr ohne Anzahlung und Vertrag machen werde. Gut, nun hab ich ein Beispielbild für die Auslage, was soll´s. Mich bringt hier wirklich nichts so schnell aus der Ruhe. Von Jon hab ich mich am Samstag getrennt. Warum? Weil er im Gegensatz zu mir nicht weiß was er will. Einmal stellt er mich als sein Freundin vor, dann will er das ich die Einliegerwohnung in einem Haus miete das er kaufen will, ich soll mit zu einer Einladung seiner Exfrau und dessen Mann und im nächsten Moment sagt er mir, dass er keinen Freundin will. Schluss damit, ich hab`s satt mich wie ein Spielzeug behandeln zu lassen und ich hab die Nase voll von Männern die sich nicht sicher sind was sie wollen. „Du bist einfach nicht alt genug für mich“ hab ich ihm gesagt. Aber mir geht es gut, ich bin nicht traurig, weil mein Glück das Leben hier ist und ich nicht alleine bin. Sagte er doch zu mir „Ich weiß erst das ich eine Frau liebe wenn sie mich verlässt.“ Gut, das kann er haben und ich hab ihm gesagt, dass die Wölfe vor der Tür sitzen und nur darauf warten. Das weiß er auch. Aber mich interessieren die Wölfe gar nichtJ Das weiß er aber nicht. Somit sitze ich das ganze aus. Was mir nicht schwer fällt, den ich hab hier genug zu tun. Wär nur schön, wenn ich endlich mal ne Einnahme im Laden verbuchen könnte. Ich sag nur, dass werd ich wohl auch aussitzen müssen. Schon komisch, wenn man den Kühlschrank aufmacht und nix gescheites drin ist außer Salat und Sojamilch.
Es ist fast 1.00h und es hat immer noch 30 Grad, was will ich mehr. Alle schnaufen, auch meine Chiara. Ich hab mir das untersagt. Dieses Jahr noch nicht. Nächstes Jahr sag ich dann auch in jedem 2ten Satz „Hace calor (es ist zu heiß)“ Ich finde es einfach herrlich!
Das Meer war heute so ruhig, dass man beim schwimmen bis auf den Grund sehen konnte wie durch eine Glasscheibe. Da kann man die Fischle sehen und das Seegras. Ich möchte das nicht mehr missen.
So
08
Aug
2010
Platt...
So, nun ist der erste Auftrag fertig und ich auch. Es ist echt anstrengend Porträts zu malen, damit die Gesichter so genau sind, dass sich die Personen erkennen. Nach 4 Stunden bin ich so platt, wenn jemand reinkommt und mich was fragt, bin ich nicht fähig einen vernünftigen Satz auf Spanisch zu reden, weil ich noch so auf das Bild konzentriert bin. Eine neue Erfahrung für mich.
Seit ich Musik im Laden habe, dank der Anlage von Jon ist das alles schon viel Angenehmer. Dazu das Geschenk von ihm, dass ich auf Spotify Zugriff habe. Ich kann damit jede Musik hören die ich will, es ist wie ein CD Kaufhaus, oder besser wie ITunes, nur dass ich alle Titel vollständig hören kann. Nina Pastori ist mein Favorit im Moment und höre es rauf und runter. Flamenco vom Feinsten!
Nachdem ich die letzten 2 Tage bis 24h im Laden arbeitet und anschließend im Club arbeitet, werde ich heute die Pinsel nicht mehr ansehen und lieber an meinem Buch arbeiten…
Sa
07
Aug
2010
Ausstellung ...
Es ist einfach ein Glück, gleich auf die richtigen Menschen und Kontakte zu treffen, wenn man in ein neues Land kommt. Freunde zu finden ist hier gar nicht so schwer, wenn man auf die Bevölkerung zugeht und einmal die deutsche Mentalität ein wenig hinten anstellt. Doch berufliche Kontakte zu finden ist schon eine andere Sache. Ich weiß nicht ob es an meiner Fröhlichkeit liegt, die mir hier alle Türen öffnet, es Glück ist oder einfach eine Führung von Oben? Die Ausstellung war auf jeden Fall ein großes Ding und hat die Presse aufgescheucht und die Menschen die reichlich da waren, um die Bilder zu betrachten. In der Künstlergruppe haben wir ein paar richtig gute Maler, das mich stolz macht dazu zugehören. Ich bin dort so herzlich aufgenommen, dass ich es manchmal gar nicht glauben mag. Das erste Mal in meinem Leben habe ich das Gefühl richtig dazu zugehören und voll akzeptiert zu sein. Vor allem aber mit meiner Malerei. Ich bin hier Künstler, durch und durch und so werde ich auch gesehen. In Deutschland war ich meistens der bunte Hund. Die Konkurrentin der Frauen, die Nageltussi, die Arrogante, wenn ich mal wieder in Gedanken an jemanden vorbei gelaufen bin ohne zu grüßen, die Pilipp, sehr selten die Freundin oder die, die so komische Gedanken hat und sich traut das auszusprechen. Hier bin ich die Guapa aus Alemania, die Artista. Immer wieder höre ich, dass mein Lächeln und meine Ausstrahlung etwas besonders sei, meine Fröhlichkeit unschlagbar. Ja, vielleicht ist es das was mit die Herzen der Menschen hier öffnet. Ich bin so in meiner Mitte wie nie zuvor. Doch wie viele Jahre hab ich gesagt, dass ich ans Meer möchte, dass mir Deutschland zu kalt ist, dass mir die Menschen zu kalt sind. Mein Bruder sagte immer „Das liegt nur and dir, wie du auf die Menschen zugehst.“ Das Mag schon sein, doch ich habe es oft genug versucht und bin immer wieder enttäuscht worden, irgendwann habe ich einfach resigniert. Hier lächle ich die Menschen auf der Straße an, die alten Señoras die Abends auf der Straße sitzen und mit ihren Nachbarn ratschen. Jeden Abend reden sie ein wenig mehr mit mir. Und dann höre ich wieder Ausländer die gar nicht an die Bevölkerung herankommen und wie schwierig das sei. Ja, aber die sprechen nicht mal Spanisch oder versuchen es. Was erwarten sie. Wenn ich in ein Land reise muss ich mich mit der Landessprache und den Gegebenheiten anfreunden. Ich muss akzeptieren, dass es hier Vorteile und Nachteile gibt, wie in Deutschland auch. Aber die Meisten sind so eingefahren in ihren Gewohnheiten und ihrer Erziehung und denken sie könnten hier herkommen, alles Gute aus Deutschland integrieren und sich das beste von hier rauspicken. Das geht aber nicht! Wenn ich hier leben will muss ich lernen wie ein Spanier zu denken und zu leben und dabei muss ich meine deutsche Mentalität nicht vergessen. Ein gutes Beispiel, der Mann der mich gestern Nacht als er aus dem Club ging und ich nach der Arbeit auf der Straße stand um Luft zu schnappen ansprach. Ich hab schon beim Arbeiten gemerkt, dass er interessiert war. Nicht gerad unattraktiv um die 50 Jahre alt, Deutscher. Wie sich herausstellte, ein Nürnberger der seit 10 Jahren in Spanien lebt. So, der glaubte nun mich damit beindrucken zu können in dem er mir erzählte, wie Wichtig er sei und was er alles erreicht hat und wie gut er sich hier auskennt und dass er erst seit 2 Jahren Spanisch spricht, da er vorher keine Lust hatte sich auf das Niveau der Bevölkerung seines Dorfes zu begeben, denn es wäre sowieso kein intellektuelles Gespräch möglich. Na, da war er ja genau richtig bei mir. Er redete 20 Minuten nur von sich, wenn er mich mal was fragte, ließ er mich kaum ausreden, so beeindruckt war er von sich selber. Als er mich dann aber etwas fragte, was ich ihm schon beantwortet hatte, sagte ich zu ihm „He, sag mal, hörst du eigentlich zu?“ „Oh, hab ich das nicht?“ fragte mich, „das ist aber toll das du mir das sagt.“ Ich sah ihn an „Ja, und merkst du nicht, dass du nur von dir sprichst und von dem wie toll du bist?“ „Na, das hat mir auch noch niemand gesagt, danke das du das tust.“ Beindruckte mich aber auch nicht. „Würdest du mit mir trotzdem essen gehen und wir vertiefen das Gespräch?“
Meine Freundlichkeit hatte nun ein Ende, „Nein danke, ich hab ein tollen Freund mit dem ich gute Gespräche führe, wenn auch nicht in Deutsch.“
Also da begeb ich mich doch lieber auf das Niveau der Dorfbevölkerung und hab ein richtig nettes Gespräch übers Wetter, die Familie oder den Hund….
Mi
04
Aug
2010
schon der vierte Bericht..
Con la intención de dar a conocer las manifestaciones artísticas de un grupo de creadores que forman parte de la Asociación de Artistas de la Marina Alta (ADAMA), la iniciativa Art al Carrer
convertirá un tramo de Marqués de Campo en sala de exposiciones por un día. Escultores, pintores y fotógrafos contarán con un espacio para mostrar sus creaciones a quienes paseen por la calle el
jueves que viene, a partir de las cinco de la tarde. La iniciativa, que ha partido de la Concejalía de Cultura, se enmarca en la filosofía del programa Artístics de promocionar a los artistas
locales y de llevar la cultura a la vía pública.
Ángel Ruiz, Javier Saldaña, Rosa Montoro, Fátima García, Txin, Kikii Rose, Mercejuan, Mamalú, Jenko, Mario Cardona, Guadalupe y Jeane Feitosa son algunos de
los integrantes de ADAMA. Les une “la chispa del arte y la creación”, según ha indicado Montoro, y el entusiasmo por ofrecer sus obras a todo el mundo. Saldaña ha precisado por su parte que la
intención es repetir la experiencia del próximo jueves en otros municipios de la Marina Alta y la Safor con nuevas exposiciones del colectivo de artistas.
Di
03
Aug
2010
Bericht in der Zeitung..
La Regidoria de Cultura, amb Juan Sancho al cap, i l´Associació d´Artistes de la Marina Alta (ADAMA) han anunciat hui la
celebració de la primera edició d´"Art al carrer", amb la qual es pretén que els creadors de la comarca puguen mostrar les seues obres als ciutadans. L´esdeveniment tindrà lloc dijous que ve, 5
d´agost, en el carrer del Marqués de Campo, de 17 a 23 hores.
Com ha dit el regidor Sancho, este no és l´únic objectiu de l´esdeveniment, sinó també que "els artistes manifesten la seua creativitat en el vessant pictòric, l´escultòric i el fotogràfic i que
l´art no es quede en les galeries". Sancho ha afegit que "Art al carrer" serà un reclam per als "habitants de Dénia, però també per als que visiten la ciutat".
Els artistes mostraran les seues obres (unes deu cadascun) en uns estands que estaran ubicats en el carrer del Marqués de Campo i en ells, més de deu creadors tindran la possibilitat de donar a
conéixer diverses de les seues obres en estes "galeries improvisades" que el públic podrà contemplar i conéixer, que és el que es pretén amb "Art al carrer".
Juan Sancho ha estat acompanyat en la roda de premsa per diferents membres d´ADAMA que han coincidit a recalcar que es tracta d´una associació que treballa diverses tendències artístiques i la
seua il·lusió és poder mostrar al públic les seues creacions. El seu objectiu és, segons Guadalupe, component de l´associació, "unir-nos per a oferir el nostre art i, una vegada cohesionats,
donar a conéixer i mostrar a la gent l´art que es fa a Dénia".
El titular de Cultura ha manifestat que, des d´Artístics, "continuem donant veu a les associacions de la nostra ciutat i recolzem esta iniciativa d´"Art al carrer", ja que cal acostar les obres i
manifestacions a la gent perquè sàpia la qualitat i el nivell que tenen els artistes de Dénia".
Sa
31
Jul
2010
Mittelalter??
Bild des Anstoßes..
Tja Spanien ist ein katholisches Land, weiß ich ja, aber im Mittelalter leben wir nun wirklich nicht mehr. Stolz stellte ich das Bild als Blickfänger auf die Straße. Nachdem ich nur eine Staffelei habe, stand es einen Nachmittag vor dem Landen. Gestern 14 Tage später nahm mich ein Bekannter der auch hier in der wohnt mich im Jazzclub zur Seite und fragte mich was ich mir dabei dachte als ich das Bild ausstellte. Ich könne hier in der Fußgängerzone nicht ein Bild von mir ausstellen auf dem eine „Titte“ von mir zu sehen ist. Ich sah ihn verdutzt an. Und ich könnte auch nicht das neue Bild ausstellen, auf dem eine Frau mit Netzstrümpfen und einem Hund zu sehen ist, die sonst nichts anhat und man die „Titten“ sehen kann. Ich solle doch meine Vergangenheit nicht öffentlich verarbeiten. Es wäre besser ich malte Landschaften und das Meer. Dieses neue Bild ist ohne Vorlage gemalt und alle denken ich würde mich selber malen, nur weil ein Hund zu sehen ist und eine Frau mit dunklen glattem Haar. Und wenn, ich kann das nicht wirklich nachempfinden. Ich bin Künstlerin und wer glaubt ich kümmere mich um das was Andere sagen, der kennt mich nicht wirklich. Ein Künstler hat die Freiheit das zu malen was er will und wenn ich nackte Unterkörper malte, worauf ich gar nicht stehe, dann wäre das meine künstlerische Freiheit. Ob der Laden in der Fußgängerzone ist oder sonst wo. Vor allem sage einer Kikii nie sie darf etwas nicht tun, mein nächstes Bild wird sicher ein klein wenig nackter. So und nun geh ich erst mal mit Jon ans Meer und halte Siesta…
Fr
30
Jul
2010
Pressetermine..
Pressetermine…
Um 10.30h kam die Journalistin der Costa Blanca Nachrichten für das Interview. Nach einer halben Stunde musste ich lossausen um rechtzeitig im Rathaus zu sein. Dort fand ein Interview mit der Künstlergruppe Adama statt. Doch das dies so hoch offiziell wusste ich vorher nicht. Gut das ich ein wenig gestylt war in eines der schönen KikiiRose SeidenkleiderJ
Da saßen 9 Presseleute an einem großen Tisch, auf dem Tisch Kameras und Aufnahmegeräte. Wir saßen wie die Stars in der Front an einem großen Extratisch und hatten 6 Mikrofone vor uns stehen. Es war das Radio anwesend, 2 Fernsehsender und die Presse. Hatte schon was, kann ich Euch sagen.
Nach dem Termin ging ich zurück zu der Reporterin der CBN und saß mit ihr noch bis um 14 Uhr am Interview. Gelungener Vormittag!
Ach übrigens: Die Ikea ist wie überall gleich und wir haben gerade knapp 2 Stunden gebraucht für die 170 Km. Hab also die Wette gewonnen, smile…
Do
29
Jul
2010
Wir fahren zu IKEA…
neues Bild
Na da bin ich ja mal gespannt. Mein Boss brauch Gläser für den Club und was weiß ich nicht so alles. Ikea ist hier 144km entfernt in Murica, doch mein Boss denkt wir brauche 4 Stunden dorthin. Na Ja, selbst bei einer Geschwindigkeit von 120 km wird es wohl weitaus weniger. Ich musste auf jeden Fall arg schmunzeln. Ich hab grad mal dreieinhalb Stunden geschlafen, denn ich war in der Nacht arbeitent und um 3.30h aus dem Club. Es war eine so super Stimmung und ich hab einfach irre viel Spaß an dem Job. Nun kenne ich schon einige Stammgäste, weiß was sie gerne trinken, plaudere ein wenig mit ihnen. Chris unseren Barmann verstehe ich weniger als die Spanier hier. Er kommt aus, ich weiß nicht wo England, und spricht ein Englisch als hätte er einen Kaugummi am Kiefer hängen. Ich spreche wirklich viel Englisch hier, aber das ist nicht zu verstehen. Jon fragte mich gestern am Strand, als ich mein Spanisch-Grammatik Buch aus der Tasche zog, wann ich Englisch lerne. „Wenn ich perfekt Spanisch spreche“ Ich red hier eh schon mehr Englisch als Spanisch. Er wird wohl mit meinem schlechten Englisch noch eine Weile leben müssen, doch bis jetzt hat er noch alles verstanden..
Morgen hab ich meinen ersten Pressetermin, oder besser gleich zwei. Den Ersten um 10h mit der Costa Blanca News, die ein Interview mit mir machen wollen und den zweiten um 11h mit der Künstlergruppe wegen der Ausstellung am 5. August in der Calle Marqués de Campo. Unglaublich was in den ersten 4 Wochen alles passiert ist.
Mo
26
Jul
2010
Dumme Menschen...
Da gibt es doch wirklich eine Person, die mir hier in meinem Blog eine derartig blöde Bemerkung schrieb, dass ich mir immer mehr klar werde, wie oberflächlich doch Menschen sein können und wie weit ich mich von dem entfernt habe. Dachte Dieser, Ian, der Gitarrist wäre Jon und mokierte sich über dessen Optik, ziemlich einfältig. Und selbst wenn Ian, Jon wäre, wäre das ganz allein meine Sache über die Optik eines Menschen zu entscheiden. Wenn ihr Ian reden hörtet, mit was für einer Ausstrahlung er Gitarre spielt, dieses Charisma, das ist das was Menschen schön macht. Deswegen hat er auch eine wunderschöne und liebenswerte Frau an seiner Seite. Jon selber ist sich unsicher, was ich von ihm will, doch ich sehe ihn an und bin fasziniert von ihm. Wenn er Piano spielt, lacht oder mit mir über die wichtigen Dinge im Leben spricht. Ja, manche Menschen brauchen einfach noch ein paar Leben um zu kapieren um was es wirklich geht und was Glück bedeuten kann. Doch wer nur nach der Optik geht wird nie wissen was Schönheit sein kann und hat selber noch nichts im Leben gelernt.
So
25
Jul
2010
Männer...
Männer
Das im Jazzclub eine Klimaanlage angebracht wäre ist nun auch dem Boss klar und am Mittwoch kommt das Ding um den Club endlich in einen Kühlschrank zu verwandeln. Viele Gäste gehen gleich wieder, weil du es nicht aushältst. Dann kam gestern noch dazu, dass Jon an diesem Samstag keine Lifemusiker buchen konnte und sich notgedrungen einen DJ buchte. Er hatte schon bessere Launen, doch ich kenne das ja nun schon. Nach dem ich keine Lust auf das hatte, bin ich nach einer Stunde wieder verschwunden. Ich war eh so müde, da wir in der Nacht erst um 5 h ins Bett sind. Heute hat er sich dann auch nicht gemeldet. Soll er sich doch ausmoggeln. Er wird wieder grübeln ob das alles so richtig ist mit uns. Aber ich lass ihn dann einfach in Ruhe. Melde mich nicht und geh auch nicht in den Club. Irgendwann steht er dann wieder vor der Tür. Wenn nicht werd ich´s auch überleben. Ich bin so froh, dass mein Glück nicht mehr von einem Mann abhängt. Mein Glück ist das Leben hier und ich bin hier nicht allein. Heute Abend saßen zwei Freunde mit mir in dem Laden. Er ist Deutscher und sein Lebensgefährte Spanier. Wir haben einen Wein getrunken, gemalt, Musik gehört. Schön. Um 23h bin ich mit den Hunden ans Meer. Die Beiden liegen den ganzen Tag platt in der Wohnung und so ab 22h wird es hier erträglicher. Was für ein Spaß wenn die kleine Hündin sich am Meer austobt. Sie rennt wie angestochen durch das Wasser und Chiara ihr hinterher. Ein Genuss dem Schauspiel zuzusehen. Bin dann am Club vorbeigekommen als ich nach Hause lief. Hab Jon durch die Tür gesehen. Es war noch nichts los, viel zu früh, doch ich bin nicht stehengeblieben.
Jetzt ist es 0.00h und ich sitze an meinem Balkon und sehe dem Treiben unter mir zu. Ich bin müde. Ich schlafe sehr schlecht hier in der Wohnung. Es ist so heiß in der Nacht…
Fr
23
Jul
2010
Wolke 7
Jon(LInks) Leila und Ian (Rechts)
Also jetzt wird hier schon gemotzt, wenn ich meinen Blog nicht regelmäßig schreibe. Na das sollte mir doch zu denken geben. Ich war allerdings selber erstaunt, dass ich ihn 4 Tage vernachlässigt habe. Doch ich schwebe hier im Moment auf Wolke 7 und bin ein wenig abgelenkt. Jon und ich haben uns nun doch endlich mal eingestanden ganz schön verliebt zu sein. Ich weiß das ja schon lange, doch Jon wollte sich das einfach nicht eingestehen, dabei hab ich es doch lange in seinen Augen gesehen, doch nun ist es raus und es fühlt sich einfach nur gut an. Wir haben so viel Spaß. Sein schottischer Humor ist einfach zu herrlich. Entweder er steht unten am Balkon und hält ein Ständchen für mich und freut sich das ich vor Lachen mich krümmen muss, da er irgend einen Quatsch singt, der ihm grad so einfällt. Ist ihm auch total egal, dass die Straße grad voll ist. Vorgestern saßen wir in der Bar gegenüber meines Ladens und ich steckte ihm die Ohrenstöpsel meines IPODs in die Ohren, da ich ihm ein Lied anhören lassen wollte. Da saß er nun und lauschte der Musik und ich fragte ihn was, als er das schreien begann „Hey baby, ich kann dich nicht verstehen, ich hab die Ohrenstöpsel drin, was sagst du?“ Alles drehte sich um weil er doch sehr laut war. Ich bin fast vom Stuhl gefallen vor Lachen, denn er verzog keine Miene dabei. He, der Mann ist 56 ok! Aber ein herrlicher Kindskopf. Und dann sieht er mich wieder ganz ernst an, nimmt mich in den Arm und sagt „You are a so nice woman, i am glad to meet you.“ Ja, ich bin schon ganz schön glücklich. Donnerstag ist Karaoke im Club und sein freier Tag, so hab ich den Tag auch zu meinem freien gemacht. Er hat mich nach Javea gefahren um in einer Bucht zu Picknicken. Ich hab Meeresfrüchtesalat gemacht, Obstsalat und Kuchen gebacken, Wein und Wasser. Das Meer in der Bucht ist kristallklar. Man kann von den Klippen springen und weit hinaussehen. Am Abend als die Sonne weg ging sind wir bei einem seiner Freunde vorbeigefahren. Ian Bairnson der ehemalige Gitarrist von Alan Parsons Project. Eine Legende. Wow und ich durfte ihn sogar spielen hören. Was für ein Erlebnis. Jeden Tag lerne ich hier neu Künstler kennen. Sei es Musiker durch Jon oder durch meinen Laden oder den Club. Nun bin ich hier zu Künstergruppe hier in Denia gestoßen und sie haben mich zu sich genommen. Ich hab nun die erste Ausstellung hier in der Hauptstraße am 5. August. Unglaublich wie schnell das alles geht. Nun hoffe ich auch endlich mal ein Bild zu verkaufen.
Grad an meinem Angsttag ist das passiert, so als will mir jemand sagen „schau mal, das ist dein Weg, geh ihn weiter und hab keine Angst.“ Nein, ich will keine Angst mehr haben! Mein Glück ist so unbeschreiblich….
Mo
19
Jul
2010
Wundervoller Tag
Was für ein schöner Tag..
Am Vormittag war ich im Laden um zu malen und Nachmittag mit Jon verabredet. Ein Freund von ihm hat ihn eingeladen. Ich war doch ein wenig überrascht, als Jon fragte, ob ich mit ihm dorthin gehen möchte. Jon sollte vor einiger Zeit auf den Goldfisch von seinem Freund Phil achtgeben als dieser im Urlaub war, doch der Fisch verstarb am zweiten Tag. Ich sah das schon voraus, denn diese armen Kreatur schnappte unentwegt nach Luft, so dass ich schon mit dem Trinkhalm nachhalf. Nun musste er das leere Glas zurückbringen. Ich malte also einen kleines Porträt von dem Goldfisch und stellte es in das Glas. Das kam gut! Phil hat in Denia auch ein Lokal und dort kann ich nun auch ausstellen. Das Barbecue im Garten war großartig. Als wir hereinkamen lagen da ca. 9 Gitarrenbags rum. Im Garten saßen die Musiker und machten Musik. Jon erzählte es seinen Freunde von Phil, die aus London und Texas hier sind um ein Konzert zu geben. Nun saßen sie hier und machten die tollste Musik. Was für ein tolles Erlebnis. Am Frühen Abend waren wir dann mit Chiara am Meer, die mal wieder Meerwasser säuft und darauf kotzt. Blöder Hund. Noch kurz auf das Konzert und die Jungs hören, dann erst mal nach Hause. Jon geht in den Club, ich brauch ne Dusche. Auf der Straße spricht mich der Nachbar an, der auch einen Laden hier hat und der Ladenbesitzer gegenüber, der seit 3 Tagen geöffnet hat und auch Künstler ist, ob ich nicht mit ihnen ein Bier trinken möchte. Klar doch. Ich sause nach Hause, dusche, umziehen zurück. Marco spielt Violine und hatte auch noch einen Gig im DeLola. Ob ich nicht Lust hätte mitzugehen? Das war schon auch ein Ohrenschmaus. Bossa-Nova und dazu Violine. Großartig. Der Typ fing an zu flirten und so ging ich nach einer Stunde wieder in den Jazzclub, sah auf die Bühne, sah Jon und dachte > das fühlt sich gut an<
Heute Morgen bin ich nach dem Aufstehen in den Laden zum arbeiten, aber heute hab ich ein Tief. Ich hab heute einen Angsttag, dass ich es vielleicht doch nicht schaffen kann. Seit ich nur noch den einen Tag im Club habe fahr ich Sparflamme, der Kühlschrank ist fast leer und auf Leckereinen wird verzichtet. Aber irgendwie wird es schon weitergehen. Es wird schon irgendwas passieren. Nur Geduld, Kikii.
Sa
17
Jul
2010
Fast fertig..
Fast fertig..
Heute stand ich bei 38 Grad in der Sonne an meinem Laden und habe die Fassade gestrichen, das Schweinchenrosa hat mir nicht wirklich gefallen. Also entschied ich mich für ein dunkles und ein helles Grau. Es fehlt nur noch das Schild.
Um 16h hat mir dann der Kellner von nebenan ein eiskaltes Bier hingestellt und mich kopfschüttelnd angesehen „Mucho Calor!“ Das was die Spanier laufend sagen, so ungefähr wie “Hallo“ und heißt, Dio Mio ist das heiß heute! Na wir Deutschen halten da doch schon mal was aus, was?! Nach dem ich nun mein Leben lang gefroren hab ist mir das so schnuppe. Jetzt klemme ich mir Küchentücher ins Dekolleté und Sergio lacht sich fast tot, vor allem wenn sie irgend ein Küchendesign haben das durchschein. Mir egal, ich schwitze.
So stand ich nun bis um 18h und hab das fertig gemacht. Hatte nun wirklich keine Lust noch mal anzufangen. Jetzt bin ich fertig, fix und fertig aber happy. Sitze im Laden, trinke ein Jazzygirl (Sanbitter mit Cava) eine Erfindung von mir, denn die Spanier kennen weder einen Aperol, Ramazotti oder sonstiges was wir Zuhause so wegschlabbern. Am Mittwoch mache ich im Jazzclub einen Ramazotti Abend und werde den Jazzygirl vorstellen. Mal sehn obs klappt, aber Jon ist für so was ja offen.
Aber heute Abend werde ich nicht malen, mein Part mit Farbe war für heute reichlich. Ich werde an meinem neuen Buch schreiben. Nicht „Nautghy Girl“ Das hab ich bei Seite gelegt. Nein, Ich schreibe nun an einem Roman. „Mia-Lotta und das Leben an der Costa Blanca“ Nachdem es äußerst schwierig ist eine Biografie zu veröffentlichen, selbst wenn man Pseudonyme verwendet, hat mich mein Anwalt erst mal eingebremst das Erste, das ja nun fertig ist, so zu veröffentlichen. Also muss ich es umschreiben, dazu hab ich aber grad wenig Lust. Also schreib ich mal ein Neues. Mia, ist eine Frau die von Deutschland an die Costa Blanca auswandert und beschreibt ihre Gründe, Hindernisse, Erfolge aber vor allen alles was sie durchstehen musste um hier Fuß zu fassen, was doch recht Hilfreich sein kann. Ich werde alle Adressen weitergeben, Bars, Ämter, Adressen die Mia geholfen haben. Doch vor allem wird das ganze natürlich ein Roman, witzig, zynisch, traurig. Das Mia etwas mit mir gemeinsam hat ist reiner Zufall ;-)
Fr
16
Jul
2010
La Vida Loca…
so feiert Spanien die WM
Vorgestern bin ich noch fast gestorben(so hat es sich wenigstens angefühlt) und heute sitze ich schon wieder lächelnd in meinem Laden. Das erste Mal in der Nacht. Es ist fast 23 Uhr und die Menschen sitzen auf meiner Straße und essen. Menschen kommen in meinen Laden, bewundern die Bilder. Ich spreche Spanisch, Englisch, Deutsch, es ist einfach nur wundervoll. Ich gehöre nun in diese Straße. Ein Kellner von gegenüber grüßt und fragt ob ich etwas trinken möchte. Jeden Tag haben sie gefragt, ob es mir denn endlich besser geht. Richtig erleichter kamen sie mir vor, als ich gestern von meiner Besserung berichtete. Jon hatte gestern seinen freien Tag und nach dem wir ja eine „Jueves Affair“ haben, dass so viel heißt, dass wir seinen freien Tag immer gemeinsam verbringen, waren wir erst mit Chiara am Meer, dort wo die Steine sind, nicht der Sand und das Wasser so klar. Am Abend hatten wir gemeinsam gekocht. Das erste Mal. Es ist so lange her, das ich das tat und ich finde das so romantisch, gemeinsam kochen, einen guten Wein und viel und lange zu genießen. Wir haben uns Gambas gekauft und Polio, das sind die Krakenarme, Dorade, die wir gar nicht mehr schafften und einen Ananas. Ach was für ein herrliches Festessen. Doch der schönste Moment ist dann doch, wenn wir gemeinsam am Piano sitzen, er für mich spielt und ich dazu singe, was gestern natürlich nicht möglich war, da ich immer noch huste und keine Stimme habe. Ich hab den Schotten echt gern. Manchmal sehe ich ihn an und frage mich was es wohl ist, was ich so anziehend finde. Aber wenn er mich dann mit seine Augen ansieht, mit diesem Dackelblick der so schelmisch schauen kann und mich küsst, wie es nicht liebevoller sein kann, dann weiß ich warum ich ihn so mag. Und trotzdem, ich lass es nicht so weit kommen, dass er mich verletzten kann, das brauche ich grad gar nicht. Deshalb treffe ich mich mit meinem Fischer, flirte mit meinem Mitbewohner Sergio der ein großartiger Koch und Salsatänzer ist und mich seit heute immer küssen will, ach wie herrlich dieses Kinderschauspiel was wir Beide da abziehen. Nein, ich kann mich jetzt nicht verletzen lassen, ich brauche dieses wundervolle Gefühl des Glücks, das ich gerade habe noch sehr lange. So lange bis alle Wunden verheilt sind, so lange bis ich hier meiner Existenz sicher bin und ich mir keine Sorgen um meinen Unterhalt mehr machen muss. Jon lässt mich nun auch nicht mehr am Wochenende arbeiten. „Du bist nicht stark genug. Der Wechsel von Deutschland nach hier, das Klima, der Schlafmangel, der mentale Stress, der Rauch am Wochenende und die Ventilatoren im Club das war das was dich umgehaun hat. Du arbeitest den Mittwoch wenn Jazzabend ist und sonst malst du und verkaufst Bilder im Club oder in deinem Laden. Jetzt ist Saison, jetzt musst du im Laden sein.“ Ja, ich vergesse manchmal, dass der Kindskopf doch 11 Jahre älter ist als ich und hier schon 4 Jahre lebt und mit dem Wechsel lange die gleichen Probleme hatte. Tja, nur hab ich jetzt grad mal ein Einkommen von 30 € in der Woche. Wow! Was soll da schon schiefgehen? Erst war ich enttäuscht, doch eigentlich hat er recht. Ich bin nicht hier um Nachts die Gläser durch die Gegend zu tragen und krank zu sein. Ich bin hier um meinen Traum zu leben, zu malen und Künstler zu sein!!! Und Der Herr über mir, hat alles gegeben damit ich mich hier schnell einlebe. Das ich meine unendliche Fröhlichkeit widerfinde und Menschen treffe die so wundervoll sind wie ich es nie zuvor erfahren hatte, das Meer meine Freundin, mein gesunder alter Hund, mein Laden nach drei Tagen, meine Agentur die alles arrangiert, Jon, meine WG, Luis mein Fischer, Nachbarn, zwei neue Sprachen die ich spreche, meine Familie zu der ich wieder gefunden habe und einfach verdammt glücklich zu sein. Und daran hab ich gedacht und weiß das es einen Grund hat nicht mehr so viel im Club zu arbeiten. Nein, ich muss in meinem Alter nicht mehr Nachts so hart arbeiten, da hat er recht, der Herr da Oben. Und somit werde ich die Lösung erwarten….
Do
15
Jul
2010
hab nun endlich Internetanschluss..
So, nun lieg ich mal wieder im Bett, aber nicht weil ich müde bin sondern krank. Halsschmerzen vom Schlimmsten. Es ist ja auch wirklich kein Wunder bei den Temperaturen. Es sind in unserer Wohnung gut 35 Grad und mehr. Das Wasser läuft einem nur so runter und kaum kommst du irgendwo rein denkt man, man geht in einen Kühlschrank. Die spinnen die Spanier, anstatt sie sich freuen dass es so warm ist. Meine Jungs lachen sich schepps, weil ich auch noch mit meinem Kaschmirschal am Hals rumrenne und heißen Tee trinke. Ja, Kikii hat einen Knall, weiß doch Jeder. Das ich trotz Halsschmerzen gearbeitet hab hat mir wohl den Rest gegeben. Wen wundert es, bei uns im Club fliegt man ja weg von den Ventilatoren. Jetzt hat gestern auch noch Spanien gespielt und gewonnen. Die Party war perfekt. Mein neuer Rhythmus und der Lärm ließen mich nicht schlafen so bin ich um 2 Uhr noch mit den Jungs um die Häuser und im Club gelandet. Na das war eine Überraschung. Mein Jon war ganz anhänglich. Ich hab ihn ja schon sehr gern. Er ist derjenige, der keine Beziehung möchte, aber sagt, dass wir ja doch irgendwie eine haben, weil wir Beide uns regelmäßig treffen, essen gehen, am Strand liegen oder zusammen arbeiten. Wir haben einen Deal gemacht: Sollte sich einer von uns Beiden für eine oder einen Anderen interessieren, es auszusprechen bevor es alle Anderen im Dorf wissen. Ich hab ihm gesagt, solange wir nur „Amigos“ sind (Das ist der Partner mit dem man Spaß hat aber keinen Stress und Verpflichtungen) und keine“ Novios“ Das ist der Lebensgefährte, werde ich meinen Blick auch auf andere Männer richten, da ich nicht auf Dauer alleine sein will. Das hat ihn zum Nachdenken gebracht, denn er sieht genau auf mich, wer im Club mit mir flirtet. Blödes Spiel, aber funktioniert nach wie vor. Somit rufe ich ihn selten an, außer ich hab ne Frage zum Club und der Arbeit und seit dem steh oft unerwartet vor der Tür um mit mir zum Stand oder zum Essen zu gehen. Das freut mich ungemein, er ist zwar 11 Jahre älter als ich und er sagt „was willst du von mir, ich bin noch nicht mal schön, du kannst hier Jeden haben“, doch hat er etwas, das ich mag. Wundervolle Augen, Tiefsinn, er ist Künstler wie ich und seine Küsse sind die süßesten von Allen. Seit ich meine Einstellung geändert habe und loslasse, küsst er mich auch wieder im Club vor den Gästen. So ungefähr wie „He Jungs, das ist meine. Flirten könnt ihr aber küssen tu ich sie.“ Ein herrliches Schauspiel, das ich gerne zulasse. Aber gestern war er doch anders. „Ich hab dich heute den ganzen Tag vermisst“ und dabei sieht er mich mit seinem Dackelblick an, dem ich nie widerstehen kann. „Das ist schön, dass du das sagst“ und küsse ihn kurz. „Hm, und ich hasse mich dafür“ seine Antwort. Männer!!! Normalerweise würde ich nach dieser Szene wundervoll schlafen, doch die Halsschmerzen waren zu schlimm. Um 7h hab ich das letzte Mal auf die Uhr gesehen. Als ich dann um 12h ins Bad wollte und das Licht nicht ging war mir klar, der Strom ist weg. Die Jungs hatten vergessen die Rechnung zu bezahlen. Klasse, wenigstens reichte das Gas noch für einen Kaffee, den das war dann auch leer. Ich nahm’s mit einem Lächeln. Meine Mitbewohner sind sofort losgeschossen um das zu regeln. Nachdem der Kühlschrank auch flöten ist war es eh wurscht. Das einzige was mich an diesem Morgen wirklich aufregte war die extrem laute Musik der Nachbar. Ein rumänische Familie. Grauenvolle Musik. Ich hätte sie so gerne mit Simply Red übertönt, aber ohne Strom? Eine Stunde ging das bis mir die Ohren abgefallen sind. Am Abend war dann alles wieder Ok und Sergio kochte uns ein gigantisches chilenisches Essen mit Huhn und Muscheln. Das Beste was ich hier bis jetzt gegessen habe. Ich hätte so viel Lust in meinem Laden zu arbeiten, doch ich bin einfach richtig krank. Gut, aber nun bleib ich im Bett, den am Mittwoch muss ich wieder im Club arbeiten…
Der nächste Tag..
Die Nacht war der Horror. Ich hab vor Schmerzen nicht geschlafen. Zusätzlich hab ich noch einen Ausschlag am Hals der furchtbar juckt. Selber schuld wenn man dauernd ein Halstuch trägt bei 40 Grad. Jon hatte mir noch in der Nacht homöopathische Medizin gebracht, doch es half nichts. Um 7 Uhr rufe ich Luis an, ob er einen Arzt weiß. Er kommt sofort und fährt mich in die Klink, die ist gleich um die Ecke von mir. Er besteht darauf zu warten, obwohl er gerade mit dem Schiff für ein paar Tage fischen gehen muss. An der Rezeption stellt er mich als seine „Pareja“ vor, dass so viel wie seine Lebensgefährtin heißt, was mir ein wenig aufstößt, aber ich bin so froh, dass er das mit mir macht. Ich muss drei Tage Antibiotikum nehmen und ins Bett. Kein Problem, so wie ich mich fühle ist eh an nichts anderes zu denken.
2Tage später..
Ich dachte zeitweise ich sterbe. Also ich kann mich nicht erinnern so krank gewesen zu sein. Aber nun hab ich das Schlimmste überwunden und… ich hab endlich einen Internetzugang im Laden und muss nicht laufend ins Cafe rennen. Somit kann ich mich wieder mehr um meinen Blog kümmer und um alle anderen Dinge. Jetzt muss ich erst mal noch ein Problem lösen: Der Provider hier hat einfach nach Anfrage einer eventuellen Kündigung meiner Fingerfertig-Immerschön Seite ohne Bestätigung von mir die Seite gelöscht und meine Emailadresse und die Seite sofort weitergegeben. Unglaublich!
Bis zur Klärung hab ich einen neue Emailadresse: KPilipp@gmail.com..
So
11
Jul
2010
Heiß, heiß, heiß..
Da gab es doch wirklich einen kleinen Moment in dem ich am zweifeln war, nach dem ich mich mit einem Steuerberater getroffen habe um die Geschäftseröffnung zu besprechen. Also, das das so schwierig ist, hätte ich nicht gedacht. Und jeder hält erst mal die Hand auf. Mein Laden war vorher ein Internet/Telefon Laden. So und nur weil ich nun nicht das Gleiche mache braucheich eine neue Lizenz. Schlappe 1000€ kostet das mal. So und dann hab ich gleich wieder das Problem mit der Krankenversicherung, denn hier MUSS ich in das soziale Netzwerk eintreten und bin dann Renten und Krankenversichert, aber halt nur normal, nix mit schnell mal zum Spezialisten gehen, oder so. Das stinkt mir am meisten. Also muss ich nun doch in Deutschland kündigen und hier noch eine Zusatzversicherung anlegen. Auf vier Ämter muss ich rennen, das eine Amt braucht das eine Papier und das andere Amt das Nächste und so weiter. Es kann sich also nur um Jahre handeln bis ich da fertig bin. Puh, in Deutschland ist da schon einfacher. So jetzt hab ich das Gespräch auch noch in Englisch geführt und war mir nicht sicher ob ich alles richtig verstanden habe, doch meine kleine Familie die hier ja schon ne Weile lebt, hat sofort ein anders Büro für mich. Also ab zum nächsten äußerst sympathischen Büro. Spanisch aber perfekt Deutsch redend. Super! Diesen Service hätte ich nicht erwartet. Für einen geringen Aufschlag machen die mir alles. Jeden Behördengang, Lizenz und und. Schon in der nächsten Stunde war ich mit dem Herren beim Ingenieur, der den Laden abnehmen muss . Perfekt. Der Moment des Zweifelns war so schnell verflogen wie er gekommen ist. Meine Probleme lösen sich alle in Luft auf. Wahnsinn. Jetzt muss nur mein Geld reichen. Also renne ich weiter mit meinem Dauergrinsen durch die Gegend.
Gestern war ich mit meinem Jon wieder am Meer. Es ist einfache herrlich. Es ist so unglaublich heiß hier, dass ich schwitze wie in der Sauna und ich schwitze doch nie! (In Deutschland) Alle jammern, ich glaub bei mir dauert es auch nicht mehr lang, grins. Abends um 22h sind wir zum Essen. Ja, ich um 22h, wo ich sonst um 18h das letzte Mal esse. Ha, dafür schlafe ich nun auch bis um 11h und frühstücke gar nicht mehr sondern esse zu Mittag um 14h. Anderer Rhythmus halt, gell. Das wird ganz schön hart, wenn der Laden auf ist und ich Nachts noch arbeiten muss. Tja, mit dem Lotterdeutschleben ist nun Schluss.
Heute stand ich im Laden um ein neues Regal aufzubauen. Es dauerte keine 15 Minuten stand schon mein Mitbewohner grinsend in der Tür und half mir. Die Menschen gehen neugierig vorbei und fragen was ich hier machen möchte. Die Bilder stehen noch am Boden und jeder wünscht dir Glück. Ach ist das herzlich alles hier. So aber nun muss ich noch ne halbe Stunde schlafen denn um 24.30h beginnt meine Arbeit im Jazzclub….
Der Tag danach..
Das Wochenende im Club zu arbeiten ist wirklich hart. 24.30h bis 3.30h und ich geh mit 29€ heim.
Prima, wenn man bedenkt das mein Stundenlohn in Deutschland oft 100€ oder mehr betrug. Die Musik ist life und laut. Rauch, Hitze und die verdammten Ventilatoren überall. Ich merke schon beim Arbeiten wie ein Anflug von Halsschmerzen immer schlimmer wird. Die Nacht gibt mir den Rest. Ich hab kaum geschlafen und wache vom Lärm früh auf. Meine Augen muss ich suchen und Stimme nicht mehr vorhanden. Also wie lange ich das körperlich durchhalte weiß ich nicht. Aber ich brauch das Geld um nicht nur von meinen Reserven zu leben, das eh für Behörden und Miete draufgehen werden. In solchen Momenten packt mich die Angst und ich frage mich ob das alles richtig ist. Doch dann denke ich an den Herren da oben, der mich echt hierher geprügelt hat und mir die Probleme alle in kürzester Zeit vom Hals hält. Ich bin echt gespannt was er für mich noch vorgesehen hat. Heute Abend muss ich wieder arbeiten und egal wie ich mich fühle, da muss ich durch….
So
04
Jul
2010
Trallala und dideldum..
Unbeschreiblich..
Nun sitze ich in meiner Straße, gerade ging hier die Post ab, mit Musik und Trara.. Es ist einfach nur herrlich. Über mir mein Balkon und gegenüber mein neuer Laden. Ja, ich hab mir einen Laden gemietet und werde ein Atelier eröffnen und das tun, was ich immer schon machen wollte. Am Meer als Künstler arbeiten. Mein großer Traum ist nun endlich Wirklichkeit geworden. Ich kann es kaum glauben und zwicke mich ständig selber. Das Glück das ich empfinde ist unbeschreiblich. Nicht nur, dass ich jetzt meinen Traum verwirklicht, nein, ich habe auch eine kleine Familie geschenkt bekommen. Ich wohne in meiner WG mit zwei Jungs, einer Katze und zwei Hunden. Es ist immer jemand zuhause, wir helfen uns alle gegenseitig und die Harmonie ist nicht normal. Gestern stand Sergio in der Küche mit Ingo und sie haben gekocht. Währenddessen habe ich die Hemden der Jungs gebügelt. Mir standen die Tränen in den Augen, echt. Ich kenne das nicht. Immer war ich allein, selbst wenn ich in einer festen Beziehung war. Ich musste immer alles alleine managen, niemand hat mir je was abgenommen und nun ist immer jemand da. Ich muss keine Regale mehr zusammenschrauben, das wird nun für mich gemacht, dafür schrubbe ich halt mal die Wohnung, oder bügle. Der Laden wird nun von Sergio und einem Freund renoviert, für einen guten Preis. Seit 10h sind sie schon am arbeiten. Ich denke ich hab schon genug in der Hinsicht geschuftet.
Das Bild von Miles Davis hängt jetzt im Jazzclub direkt über der Bühne. Auf einer schwarzen Wand und man sieht nur noch die Konturen und Schattierungen des Gesichtes. Einen besseren Platz dafür gibt es nicht. Jeder ist beeindruckt. Das tut so gut.
Das Leben ist so anders wie es keiner in Deutschland verstehen wird. Ich muss hier viel lernen, eigentlich alles. Der Rhythmus ist es an dem ich als brave Deutsche zu knabbern habe. Aufstehen um 7.30h ist nicht, wenn man erst um 3 h ins Bett geht. Sei es weil ich im Club gearbeitet habe oder wie gestern Abend mit Sergio Salsa tanzte. Um 0.30h war im Club noch nichts los und innerhalb von einer halben Stunde das Lokal brechend voll. Lifemusik und Salsa, eine gigantischen Lehrer und dessen Freunde. Jeder will tanzen, egal ob man das kann oder nicht, dann wird einem das gezeigt und keiner schämt sich. Wenn man dann so gegen 10h einigermaßen ausgeschlafen ist oder besser vom Lärm der Straße geweckt wird, dann wird gefrühstückt und beginnt ganz langsam den Tag. Wenn der Laden fertig ist werde ich um 11h anfangen und um 13h schließen. In dieser Zeit sitzen die Menschen auf der Straße und essen. Ab 13h geht nichts mehr, viel zu heiß. Man schläft. Ich auch. So ab 16h geht ich dann mit Jon an den Strand. Und ab 19h werde ich den Laden wieder öffnen und bis 23h arbeiten. Doch dann ist der Tag noch nicht vorbei, jetzt geht erst los. Heim, duschen, umziehen und um 24h geht’s zum Tanzen oder für mich 3 mal die Woche in den Club arbeiten. Das ist alles so neu für mich aber ich werde es lernen. Sehr schnell.
Denia ist wirklich ein Dorf. Nicht anders als Coburg. Jeder kennt jeden nur mit dem Unterschied, dass die Herzlichkeit hier viel größer ist. In der Straße in der ich lebe ist das nicht anders. Mich kenntman nun auch und weiß das ich mit den Jungs wohne. Seit gestern wissen auc alle in der Straße, dass ich einen Laden habe und seit Miles Davis im Club, dass ich Künstlerin bin. Jeder grüßt hier, jeder spricht mit jedem, alle sitzen auf der Straße, auch die Besitzer der Geschäfte sitzen gegenüber im Cafe. Die nächsten 7 Tage ist hier Fiesta. Das Fest an dem die Jungs sich von den Stieren durch die Straße jagen lassen und am Ende in den Hafen springen. Ein Konzert jeden Tag. Die besten spanischen Musiker. Da freu ich mich drauf. Nein, ich kann mein Glück kaum fassen und renne hier nur mit einem Dauergrinsen durch die Gegend, das ist wiederrum so anziehend, das die Jungs in der Reihe stehn. Aber auch das hab ich nun mal verdient! Nur komisch, es interessiert mich im Moment nicht im Geringsten J
Fr
02
Jul
2010
Hatte gestern mal wieder Probleme mit dem Server..
Blick aus meinem Fenster
So, nun wird das hier mal ein wenig ausführlicher. Ausgeschlafen bin ich zwar gar nicht, aber heute spielt Spanien gegen Portugal und es ist die Hölle los vor meinem Fenster. Chiara hat sich schon verdrückt, da die Spanier ja immer knallen wenn sie ein Tor schießen, gut gelaunt sind oder Feiertag ist. Nachdem es gerade getobt hat im Lokal gegenüber, nebenan und unter mir, denke ich sie haben ein Tor geschossen. Ja, so wohne ich gerade. Inmitten einer der wenigen Straßen hier, in denen so richtig die Post abgeht. Calle Loreto. Hier ist eine Tapasbar neben der Anderen und die Menschen sitzen auf der Straße. Engländer, Spanier, Deutsche und und.. Es ist ein herrliches Gefühl, dort leben zu dürfen wo andere Urlaub machen. Heute Mittag hab ich aus Verzweiflung noch den Putzteufel bekommen und war ein wenig traurig. Doch genau in diesem Moment rief mein lieber Pianist und jetziger Chef an um mich mit an den Strand zu nehmen. Er zeiget mir einen wunderschönen Abschnitt in Las Rotas, hatte 2 Stühle dabei, die man in Wasser stellt und so saßen wir ein wenig romantisch verträumt im Meer und sahen den Schiffen zu. „Weißt du“ sagte ich zu ihm „mein Leben lang habe ich davon geträumt am Meer zu leben und die Sonne spüren zu dürfen, nun sitze ich hier und lebe hier.“ „Yes Darling“ und dabei nahm er mich in den Arm „du hast dir diesen Traum erfüllt, so wie ich, denn auch ich wollte immer am Meer leben und kann dich so gut verstehen.“
Ich hab ihn mir erfüllt, alleine. Ohne Hilfe. Ohne Unterstützung oder finanzielle Mittel anderer. Ich bin so sehr stolz auf mich! Auch wenn ich vielleicht noch nicht in der Wohnsituation bin die ich gerne hätte, hab ich es doch geschafft hier zu leben und abgesehen davon, dass es in dieser Straße sehr laut ist, ist auch so nett mit 2 Jungs zu wohnen. Ich glaube sie genießen es ein wenig das jetzt wieder ein Mädel hier ist, die ein wenig nach dem Rechten sieht und ihnen Knöpfe annäht. Dafür lerne ich von Sergio Salsa tanzen, Chiara hat eine entzückende Freundin, ein kleines Kampfhundemischlingsmädchen die so liebenswert ist und sich immerzu freut. Im Moment ist es so heiß dass ich mit den Hunden vor 20h nicht vor die Tür kann, aber hier in der Wohnung ist Steinboden und die Mäuse liegen darauf um sich abzukühlen. Mein Pianist sagt, in 14 Tagen wird es hier unerträglich heiß sein und wenn wir dann aus dem Club gehen um 3h morgens, dann erst einmal ans Meer. Schon schön, was? 25 Jahre war ich in einem Hamsterrad und schon da hatte ich das große Glück nie das Gefühl zu haben, arbeiten zu müssen, da ich all das mit dem ich meinen Lebensunterhalt verdiente mit Freude und Leidenschaft tat. Doch nun darf ich wie ein Künstler leben. Mein Job ist nun malen, schreiben, denken. Ja, unglaublich, doch jeden Satz den ich denke ist nun Arbeit, jede Idee die ich habe ist Arbeit, jede Emotion die ich habe ist nun Arbeit, jedes Gefühl sei es Freude oder Trauer ist nun meine Arbeit. Selbst der Moment mit meinem Pianisten am Strand ist Arbeit, den dieses romantischen Stunden nehme ich mit in meine Bilder. Was bin ich doch für ein glücklicher Mensch. Und wie dankbar bin ich dafür mich wieder spüren zu dürfen. Jetzt in Freude und Glück, morgen vielleicht in Traurigkeit, Wut oder Verzweiflung. Doch das ist die Waage des Lebens. Ich habe das lange akzeptiert…
Was mich aber überaus glücklich macht ist, dass ich mich nach den letzen 2 Jahren, die mit mir sehr anstrengend waren für meine Familie, mich ausgesöhnt habe. In den 4 Wochen Coburg ist mir sehr bewusst geworden was es heißt einer solchen Familie anzugehören. Auch war es ein wundervoller Moment als Gast nach Coburg zu kommen und die Stadt mit ganz anderen Augen zu sehen. Doch den einzigen Menschen den ich nach meiner Familie wirklich vermisse ist meine liebste Freundin Antje. Wir sind uns in den letzten Jahren sehr nahe gekommen. Eine wirklich tiefe und liebevolle Freundschaft mit gegenseitigem Respekt ist daraus gewachsen. Etwas sehr wertvolles. An meinem letzten Abend in Coburg saß ich mit ihr in der Cortina und trafen 2 Bekannte von uns. Nach diesem Gespräch war mir mal wieder klar, warum ich hier in Denia bin und mich in Coburg nicht wohl fühlte. Einer der beiden Personen ist mir ein sehr lieb gewordener Mensch den ich schätze und seine Menschlichkeit mag. Der Andere eine Person der immer zum Coburger Bild gehört und eines der größten Klatschweiber ist. Das ganze Gespräch ging es nur über seine Familie die dem Sohn alles ermöglicht um ein Snob zu werden, über eine Frau die vorbeilief und an der sofort herum gelästert wurde, es ging um, mein Haus, mein Sohn, meine Wohnung, meine Jacht usw. Doch in dem Moment in dem dieser damit begann „ach übrigens ich habe deinen Ex(Sowieso) gesehen und weiß du was der für ein Haus hat und…“ „STOP“ sagte ich, „Halt die Klappe, es interessiert mich nicht im geringsten was meine Vergangenheit tut und wenn du dich profilieren möchtest bitte nicht bei mir.“ Oh, da schluckte dieser, aber mein Ton war wohl unmissverständlich. Nein, ich will das nicht mehr. Menschen die so leer sind und glauben sich wichtig zu machen in dem sie von Anderen berichten. Aus diesem Grund hab ich mich schon von ganz Anderen distanziert. Es ist ein herrliches Gefühl sich selber zu genügen und auf die Gesellschaft solcher Menschen verzichten zu können. Zu sagen was man denkt macht unheimlich frei. Aber vor allem weil dein Gegenüber deine Stärke spürt und dich in Ruhe lässt und es auch nicht erneut versuchen wird. Großartig.
Di
29
Jun
2010
So, nun bin ich wieder in Denia…
Die Fahrt was sehr anstrengend und ich bin so froh endlich hier zu sein. Mein Zimmer in der WG ist sehr klein. Vielleicht so 8 m2. Ein kleines Bett, ein kleiner Kleiderschrank und ein Nachtischchen. Dafür ist aber die Küche groß, ich hab Gas zum kochen und einen Herd um mein Brot zu backen. Das Wohnzimmer ist auch groß und in der Abstellkammer hab ich genug Platz um die Kisten vom Atelier unterzubringen. Aber es ist immer erst mal ein Schock. Neue Umgebung, neue Mitbewohner, die sehr nett sind. Sergio ist Chilene und hört den ganzen Tag Salsa, singt und tanzt in der Wohnung. Ingo hat gestern gemerkt wie traurig ich war und hat mich gleich mal zu einem Glas Wein zu viel verführt. Bis um 2 war ich dann noch im Jazzclub und ab Mittwoch arbeite ich das erste Mal dort. Ingo hat vielleicht ein sehr schönes Lokal in dem ich ausstellen kann und auch arbeiten. Ich seh schon, ich werd mal wieder `ne Gastrofee. Ach was soll´s, Hauptsache ich hab Sonne und ein Dach über den Kopf. Und die Männer können mir im Moment eh alle mal gestohlen bleiben. Ich werd jetzt malen, arbeiten und viel schlafen. So, und nun werde ich erst mal Putzzeug kaufen, denn die Jungs sind halt Jungs….
Fr
25
Jun
2010
Ich werde in meine erste WG ziehen..
Neue Technik
Der Herr da oben will das ich nach Spanien gehe. Bis heute Nachmittag hatte ich noch keine Wohnung. Mir ging es nicht gut. Ich hatte richtig schiss und noch nichts gepackt. Ich wartet auf den Anruf von einem Freund der mit seinem Mitbewohner reden wollte ob ich mit in die WG ziehen kann, nachdem ein Zimmer frei ist und noch ein Hund in der Wohnung. Ich wusste nicht was ich machen soll, mein Bauch sagte mir „Geh nicht zum Fischer, mach dich nicht abhängig, geh jetzt deinen Weg allein“. Als der Anruf kam war ich den Tränen nah aber er hat mir das Zimmer zugesagt. Ich kann nun bei den Beiden einziehen. Wie glücklich ich bin! Ich werde den Weg nun allein gehen und ich habe heute wieder erfahren, dass ich den richtigen Weg gehe, denn alle Probleme lösen sich auf. Alle Zeichen stehen auf grün. Nun hab ich nur noch eine Sorge: wie bekomme ich alle Sachen in meine Karre? Meine Mutter lacht nur noch und schüttelt laufend mit dem Kopf als sie mich nach dem Anruf hat packen sehen. „Das willst du alle mitnehmen? Wo!“ war Ihr Kommentar. Oh je….
Abends war ich noch auf der Vernissage in Schloss Callenberg von Gerd Kanz. Diese Ausstellung ist wirklich gigantisch. Läuft noch bis 13.3.2011. Ein gelungener Abend und heute Nacht werde ich ruhig schlafen und mich endlich auf die Fahrt am Sonntag freuen.
Do
24
Jun
2010
Die Spannung steigt..
So, nun wollte ich ja eigentlich bei meinem Fischer einziehen. Nachdem in sein Apartment keinen Hunde dürfen wollte er sich einen neue Wohnung für uns suchen. Doch er ist auf dem Meer und hat immer noch keine andere Wohnung gefunden, oder gesucht. Das heißt, ich hab am Montag kein Bett wenn ich in Denia ankomme. Das Auto bis oben hin voll und todmüde. Prima! Jeder normale Mensch würde sagen, „Ok, ich verschiebe es“ Nö, Kikii nicht! Ich werde fahren und wenn ich am Strand schlafen muss oder in meiner Dachbox. Nun sind auch noch meine Stoßdämpfer hinüber und müssen bis morgen gemacht werden, klasse, wieder ein Haufen Kohle. Aber ich geb jetzt nicht auf, jetzt nicht, verdammt noch mal!!!! Aber spannend bleibt es. Nun hab ich ja schon ein paar Freunde in Denia und hab den einen, der auch Wohnungen makelt angerufen. Vielleicht komme ich ja sogar bei ihm in der WG unter, das wäre mir am Allerliebsten. Es ist eine Wohnung direkt in der Stadt, groß genug und noch ein Hund. Wenn der Mitbewohner kein Problem mit 2 Hunden hat, dann geht das in Ordnung. Morgen weiß ich mehr. Also Daumen drücken…
So
20
Jun
2010
Nur noch eine Woche..
Neues Bild für den Jazzclub Öl auf Maltuch 100cm x 100cm
Dann sitze ich schon wieder im Auto in Richtung Spanien. Ich bin sehr gespannt, ob ich all meine wichtigen Dinge wie Atelier, Klamotten , Hund, Essen usw. ins Auto bekomme. Nun hab ich mir wenigstens eine Dachbox gekauft um meine Bilder mitzunehmen aber der Rest ist nicht ohne. Doch es muss für mindestens ein Jahr reichen. Langsam werd ich wirklich aufgeregt, denn ich hab werde einen Laden noch eine Wohnung. Gut, wohnen werd ich erst mal bei meinem Fischer und arbeiten bei meinem Pianisten. Was will man mehr. Zwei Fliegen mit einer Klappe! Hab doch gesagt, dass die brave Kikii gestorben ist, es lebe das „Naughty Girl“. Übrigens hab ich nun einen Verlag für mein Buch gefunden. Ja! Bis zur Veröffentlichung dauert es aber noch ein paar Wochen. Ich brauche noch einen Buchumschlag und einen Rat vom Rechtsanwalt, der mir sagen muss wie weit ich mich aus dem Fenster legen darf, auch wenn ich alle Namen mit einem Pseudonym belegt habe. Ich freu mich so sehr. Ich werde bald mein erstes Buch in den Händen halten, wow…..
Di
15
Jun
2010
Zwei Tage Kurs…
Also erst mal ein großes Kompliment an Gisela Pröls-Beck, von dem wunderschönen Geschäft in der Judengasse „Feuerwerk“. Ich habe selten so eine Gastfreundlichkeit erlebt. Sie kann es einem einfach vermitteln mit einer unendlichen Ruhe und Sachlichkeit. Dazu wird man noch vom Feinsten bekocht und hat ein tolles Gespräch. Gisela ist eine kreative Seele durch und durch. Wir haben viel Gemeinsamkeiten und verstanden uns sofort. Zusätzlich gab´s noch eine kurze Einleitung des Bilderschlagens, das ich schon immer lernen wollte. Gerd Kanz ist für mich der Pionier hier in dieser Technik und ich liebe seine Bilder. Gisela hatte einen Kurs bei ihm belegt und arbeitet wunderschöne Bilder in dieser Technik. Ich hab ihr riesen Löcher in den Bauch gefragt wie das geht und werde mich morgen sofort daran machen das zu erlernen. Nachdem ich diese Woche eines meiner schönsten Porträts an eine Firma verkauft habe, welches ich niemals verkaufen wollte, ich aber ein Vollidiot gewesen wäre dieses Angebot auszuschlagen, bin ich grad wieder voll motiviert mich auf die Malerei zu konzentrieren. Das Perlendrehen ist schön und macht Spaß, doch es ist sehr anstrengend für die Augen und die Handgelenke. Mein Karpaltunnelsyndrom war grad weg und nach zwei Tagen drehen wieder da. Ich wollte immer ein Atelier am Meer und malen. Das werd ich nun tun und mit dem Erlös des verkauften Bildes ist mir das Möglich. Ich werde mir in Denia einen Atelier einrichten, in der Stadt, mit Verkaufsfläche und gebe mir ein Jahr Zeit. Ich schaffe das, denn meine Bilder sind verdammt gut und ich weiß die geschlagenen Abstrakten werde auch super! Morgen fahre ich zum Großhändler und kaufe für mein Atelier ein und hoffe, dass ich alles in meine Auto bekomme.
So
13
Jun
2010
Coburger Klatsch..
Nun bin ich seit über einer Woche in Coburg zu Besuch und wollte in der ersten Woche seit langem mal wieder in die Adria oder besser zu Antonio zum Essen. Ich war seit August nicht mehr dort, weil mir einige Dinge aufgestoßen waren, aber ich wollte sehen ob sich was geändert hatte in fast einem Jahr. Und was sich geändert hat. Antonio hat wohl pleite gemacht. Ups.., na am Umsatz kann es ja wohl eher nicht gelegen haben, denn das Ding war ja immer voll. Die Preise waren leider nicht der minderwertige gewordenen Qualität angepasst und die tunesischen Deppen als Bedienungen die immer einen auf Kumpel machten gingen mir ziemlich auf die Nerven. Doch als mir Antonio beim Verabschieden des letzten Besuches ungefragt von seinem Liebesleben erzählte und wie toll doch seine kleinen Jungs wären, natürlich mit dem Nachsatz, dass diese ja schon das 18 Lebensjahr erreicht hätten. Echt, das war zu viel. Kann er das nicht für sich behalten? Ich bin auf jeden Fall froh, wenn Luciano das Lokal wieder übernimmt, denn da war die Qualität des Essens und der Gäste immer vom Feinsten und das Auge isst ja schließlich mit J Und was ist eigentlich aus dem Tapeos geworden? In das geh ich ja auch nicht mehr seit der Architekt von mir 10 € für ein Glas Lugano wollte, das ich Tagelang für 5.80 €, was auch schon viel ist, verlangte. Größenwahn, sag ich da nur. Coburg ist zwar klein, aber alles muss man sich wirklich nicht antun. Da geh ich doch lieber ins Kreuz oder ins Miles and More und im Miles gibt’s eh das beste Essen. Und wenn ich italienische Gelüste habe mach ich einen Tisch im „Mama Mia“ oder im „Maccaroni“. Nen`Guten!
Fr
11
Jun
2010
Alles nicht so einfach..
Tja, da sitze ich nun im meinem Garten in Löbelstein und sinniere vor mich hin. Im Ohr die Musik von Liza Minelli die ich mir geladen habe, nachdem ich mir gestern Abend Sex an the City mit Begeisterung angesehen habe. Was für ein Spaß und ich dachte schon ich müsse mir das in Spanien ansehen und dann nur die Hälfte verstehen. Oh ne, geht gar nicht. Den ganzen Tag war ich heute am organisieren meiner Krankenversicherung. Die EU hat halt Vor und Nachteile. Ich bin nun 25 Jahre in der privaten Krankenversicherung und habe im Moment Null Einnahmen und zahle 505 € im Monat ohne Extras. In Spanien würde ich die Hälfte bezahlen, doch ich kann nicht einfach kündigen. 18 Monate muss ich noch warten. Ich hab die Möglichkeit mich arbeitslos zu melden, Sozialversicherung zu bekommen und dann kann ich sofort kündigen, dann kann ich aber nicht mehr aus dem Land und bin verpflichtet hier Arbeit anzunehmen und natürlich finanziellen Anspruch vom Staat was ich gar nicht will und brauche. Klasse was? Ich kann auch kündigen wenn ich in Spanien sozialversichert bin. Aber da hab ich noch keinen festen Arbeitsplatz. Nur einen Aushilfsjob im Jazzclub. Brauche ja die meiste Zeit zum Malen. Ich war völlig verzweifelt, doch ich hab was gemacht, was in den letzen Monaten sehr neu ist von mir. Ich hab mich daran erinnert, das ich seit geraumer Zeit das Gefühl habe „beschützt zu sein, von da Oben“ und das ist mir in diesem Moment wieder eingefallen und ich sah Chiara an und sagte „ Ich hör jetzt auf zu heulen und verlasse mich mal auf den da Oben, ich bin beschützt!“ Eine halbe Stunde später, ich saß gerade an der Nähmaschine um mir ein neues Hammerteil zu designen, klingelte das Telefon und die nette Mitarbeiterin der Versicherung war am Apparat. „Mir ist da noch was eingefallen“ sagte sie. „ Sie haben die Möglichkeit einer Auslandsversicherung wenn sie mindestens 6 Monate bleiben.“ Was kein Problem für mich sein wird.“Dann zahlen sie nur 247€ und haben eine höhere Selbstbeteiligung im ambulanten Bereich. „Und sie können jederzeit, wenn sie wieder nach Deutschland zurückkommen wollen in ihren alten Vertag.“ Wow, was war ich froh. Das hört sich doch gut an. „Ich brauche nur Unterlagen von Spanien, dass sie dort ab Juli wohnen.“ Na, die ID Nummer hab ich schon und Jon schreibt mir sicher was, dass ich im Club ab Juli arbeite. Perfekt, Problem gelöst, Kikii happy! Und das Beste, ich muss mindestens 6 Monate bleiben und meine Reserven werden auch reichen. Jippiii…. Somit konnte ich mich auf die wichtigen Dingen des Lebens konzentrieren, Rasen mähen. Und weil ich das so gerne mache, gleich den Rasen von meinem Bruder mit. Ja, wir wohnen ja hier alle in einem Haus. Bruder mit Familie, Mum und ich. Eigentlich ein südländisches Modell. Klar gibt’s Streit ab und zu aber ist das nicht normal, doch am Ende hocken wir alle gemeinsam im Garten und Grillen. Ich finde es herrlich! Und ich weiß meine Mum ist nicht allein wenn ich nicht da bin.
Di
08
Jun
2010
Glücksmoment..
Öl auf Maltuch 100cm x 100cm
Am Sonntag wollte ich eigentlich ein Meerbild malen. Groß 115cm x 150cm in Acryl. Weil das Zeug schneller trocknet. Wenn ich nach Denia zurückfahre nehme ich viele meiner Bilder mit. Nun sind die aber so groß, dass sie nicht in mein Auto passen. Also Dachbox kaufen, die Bilder vom Rahmen nehmen, rollen und in Spanien wieder aufspannen. Puh... An dem Bild hab ich nun 2 Tage gemalt und es anschließend in den Müll geworfen. Schade ums Material. Ich bin fast geplatzt vor Wut. Wie ein HB Männchen. "Scheiß Acryl" Hab ich geflucht. So heute hab ich mein geliebtes Öl rausgekramt und ???? Die Leinwand war weiß und vorgezeichnet und nun beginnt das ewige Spiel mit mir selber. Den ganzen Vormittag bin ich um die Leinwand geschlichen. Ach, ich müsste das noch machen, oder das, aber das auch noch. Jedesmal das Gleiche! Ich sprech dann mit mir selber und lach mich aus, weil ich mich dabei beobachte. Doch dann kommt der Moment in dem mir keine Ausrede mehr einfällt und nehme die Farbe und gebe sie auf die Palette, dann den Pinsel in die Hand und dann, dann gehts los. Der erste Strich. Ich bin nicht mehr zu halten. Mein Kopf ist völlig frei und ich denke an nichts. Manchmal vergesse ich zu atmen so gespannt bin ich und konzentriert. Die Musik im Raum ist laut, sehr laut. Die Zeit vergeht im Flug. Dann der Moment in dem man schon etwas erkennen kann. Ich stehe davor und mir stehen die Tränen in den Augen "Ich kann´s noch, nach fast 2 Jahren, als wäre nie Zeit verstrichen." Das ist Glück! Mir wird wieder so sehr bewusst, dass malen alles für mich ist. Dann brauche ich nichts und niemanden mehr und ich höre erst auf wenn das Bild fertig ist...
Sa
05
Jun
2010
Sonne..
Na, was sagt ihr zu der Sonne die ich mitgebracht habe? Kann man nicht meckern, was?
Stand heute endlich mal wieder an der großen Staffelei. Schon ein gutes Gefühl, wenn ich mich auch erst wieder daran gewöhnen muss. Acryl ist halt einfach keine Öl. Aber wenn ich die Bilder in drei Wochen mitnehme sind die in Öl nicht getrocknet. Und nach dem ich ja ab Juli eine Job im Jazzclub habe muss ich fleißig Texte lernen....
Do
03
Jun
2010
In Coburg...
Mein erstes Meerbild
So, nun bin ich wieder in Coburg. Mal schnell 2000km hinter mich gebracht und schon bin ich wieder in der vertrauten kalten Heimat. Nur diesmal hatte ich ein ganz freudiges Gefühl in mir, als ich in Coburg eintraf, denn ich bin hier nur als Gast. Genau so hab ich mir das auch vorgestellt. Nach Coburg zu kommen und zu wissen wieder in die neue Heimat zurückzukehren, Spanien. Schön wieder in meiner kleinen hellen Wohnung mit einem Blick der hier in Coburg unübertrefflich ist, zu sitzen, zu schreiben und die letzten 9 Wochen Revue passieren zu lassen. Die letzte Woche in Spanien war nun wirklich so ereignisreich, wie alle Wochen zusammen. Noch am letzen Tag vor meiner Abreise geschah so viel, das es mir so sicher machte den richtigen Weg zu gehen. Seitdem laufe ich mit einem gebräunten Dauergrinsen durch die Gegend. Leider hat sich der letzte Blogbericht nicht setzten lassen, wer weiß wofür das gut warJ Aber ich werd natürlich meine Gedanken trotzdem los. Der Anstoß waren die Gedanken einer ehemaligen mir sehr vertrauten Kundin, die nicht versteht, dass ich mir immer wieder diesen Klotz(Mann) ans Bein hänge und nicht viel lieber nur Spaß hätte. Es würde sich fast wie eine Midlifecrisis anfühlen. Hm, also dann hab ich diese Midlifecrisis schon mein Leben lang. Blöd! Warum sagt man mir erst jetzt, dass es dafür einen Namen gibt? Also ich kann das ja schon irgendwie verstehen, dass der Eindruck herrscht, ich suche einen Mann dabei mein Auswandern völlig aus den Auge verliere. So, und nu sind ma mal ehrlich, alle! Wer bitteschön ist schon gerne alleine, he? Ich manage mein Leben alleine seit ich denken kann. Bestand bei Heirat auf Eheverträge und verzichte gerne auf gemeinsame Konten in der Ehe. So also an der Kohle liegts ja wohl eher nicht. Gut aber da gibt es natürlich andere Gründe die sich dann wohl eher in den Vordergrund drängen. Zweisamkeit? Zuneigung? Gemeinsamkeit? Vertrautheit? Gespräche? Hab bestimmt noch was vergessen. Ich hab´s jetzt endlich mal satt, diesen Mist mit „Du musst erst mal zu dir selber finden, dich selber lieben bevor dich jemand richtig liebe kann.“ So, also erstens liebe ich mich richtig. Jeden Abend wenn ich vorm Spiegel stehe, vor allem vorm Ausgehen sag ich zu mir „Wow Baby, du bist der Hammer.“ Ich finde ich sehe superklasse aus, vor allem seit ich mich erholte und eine gigantische Farbe von der Sonne habe. Mein Innerstes, damit meine ich meine Intellektualität ist so ausgeprägt, dass es mir schwer fällt eine Gesprächspartner zu finden, deswegen bin ich auch nach Spanien, denn durch das noch vorhandene Sprachdefizit erübrigt sich ein intellektuelles Geplauder. Aber wieso auch reden, ich bin ja schließlich nicht zum Spaß nach Spanien gegangen sondern zum Auswandern, also schön mein Ziel vor Augen behalten und nicht einen Moment abweichen. Das mir nun 2 sehr unterschiedliche männliche Objekte vor die Linse laufen, damit war natürlich nicht im Vorfeld zu rechnen. Was nun? Die Augen verschließen, sich abwenden mit einem „Oh nein, ich bin noch nicht auf der richtigen Spur“ oder lieber, „Kiss me, baby“ Ich hab mich für das zweite entschieden und für mich war es das Richtige. Ich hab nämlich was gelernt. Den Schritt den ich grad gemacht hab, den Weg den ich grad eingeschlagen habe, den verdammten Mut den ich hatte und nun diesen Weg weiter zu verfolgen ist verdammt noch mal ziemlich schwer alleine durchzuziehen. Nur einen Moment zu erleben in der Zeit in der man zweifelt, einen Menschen an seiner Seite, der sagt “Kikii, kämpfe für deinen Traum. Du bist nicht allein. Male, das was du fühlst, ich helfe dir.“ Jeder Mensch braucht Hilfe, Kontakte. Ich reiße ja bekanntlich jede Tür auf und stecke meine neugierige Nase hinein, doch den Schritt um meinen Fuß dazwischen zu klemmen den geh ich schon allein. Ich will damit sagen, jeder der einen Schritt nach vorne macht, braucht Hilfe oder Kontakte. Sei es Mitarbeiter oder einen Vermieter, einen Freund zum Reden, eine Bank zur Unterstützung oder die Familie oder was weiß ich, aber alleine zieht das keiner durch. Ich, mach das auch nicht alleine. In meinem Leben sehen mich immer wieder zwei Augen an, denen ich mich nicht entziehen will. Das ist einfach meine Art von Energie rauben. Wenn ich verliebt bin, reiße ich Bäume aus. Wenn ich das nicht bin sind es Büsche. Mamma Mia, Dio mio, so ist es halt. Jeder hat da sein eigenes Rezept. Ich bin Künstlerin und ich mal die besten Bilder wenn ich, nein, nicht unglücklich, sondern verliebt bin. Wenn ich unglücklich bin male ich gar nicht! Da leide ich wie ein Hund. Und grad bin ich nicht zu bremsen, mit dem malen. Warum? Weil ich entschieden habe mein Leben komplett zu ändern. Ich will in Spanien leben und so wie ich hier gelebt habe ist das in Spanien nicht Möglich, das hab ich nun auch verstanden. Meine brave Mentalität passt nicht ans Meer. Und Paulo Coehlo schrieb in einem seiner Bücher „Um dein Leben ändern zu wollen, musst du Dinge tun die du nie zuvor getan hast“ Das tut ich gerade und beginne gleich noch mit meinem neuen Buch: „Naughty Girl“ oder, jetzt dreh ich den Spieß um. Seit dem hab ich eine Wohnung in Denia und eine Job…. Noch Fragen? Ach wer es noch nicht weiß, ich liebe Zynismus.
Do
27
Mai
2010
230 Seiten und kein bisschen schlauer..
Den letzte Satz vom Buch geschrieben! 230 Seiten, fast 2 Jahre Arbeit. Und jetzt?
Beginne ich mit dem zweiten Teil? Nein. Das Leben der KikiiRose muss mal zum Ende kommen und außerdem glaube ich nicht mehr an ein Happy End. Deshalb ist nun Schluss, aber vielleicht sollte ich mich nun einmal an einem scheußlichen Schnulzenroman trauen, oder an einen Krimi. Erfahrungen, hab ich nun genug von mir gegeben und bin keinen Deut schlauer als vorher. Nur das ich dem Autor des Buches „Scheißkerle“ völlig Recht geben muss. Frauen die attraktiv sind, unabhängig und intelligent, haben in der Liebe die Arschkarte gezogen. Nun gut, gibt es schlimmeres? NeinJ
Somit auf zu neuen Abenteuern. Meines hab ich schon vor Augen….
So
23
Mai
2010
Das Wort zum Sonntag...
letzter Tag mit meiner Süßen
Es ist schon erstaunlich, dass ich Nachrichten bekomme in denen mir liebe Menschen etwas sagen wollen, betreffend dessen was ich das so von mir gebe. Es sind vor allem die männlichen Leser, die sich fragen "Spinnt sie jetzt?". Also so sagen sie es nicht, aber sie meinen es so. Genauso wie sie sagen, dass sie dich lieben und sich im nächsten Moment einen anderen Hintern ansehen. Die Frauen sind es die da schon mehr Verständnis haben, sei es weil sie sich wieder erkennen oder es auch leben möchten. Ich hätte gerne Kommentare. Ich kann gut mit Kritik umgehen. Warum schreib ich das den alles. Ich kanns auch lassen. Mein ganzes Leben ist ein Liebesroman. Es hat schon einen Grund warum ich ein Buch schreibe. Es gab viele Männer in meinem Leben die mir sagten dass sie mich lieben. Doch wenn ich ehrlich bin, hat das nicht einer von ihnen wirklich so gemeint. Liebe ist das wundervollste auf der Welt. Ein Gefühl von "Ich lebe". Der Moment des Verliebt seins auszukosten, Schmetterlinge im Bauch, Übelkeit, der erste Kuss, das erste Wort der Liebe, Jahre der Zweisamkeit und dann der Verrat. Der Schmerz, der Kummer. Wieder Übelkeit, Tränen, Wut. Angst sich erneut einzulassen. Viele trauen sich gar nicht mehr sich einzulassen. Aber ich schon. Ich werde nicht aufhören. Ich werde daran glauben, dass es den Deckel für mich gibt. Manchmal glaubt man einen Moment es sei ein Fischer, ist halt dann doch nicht so. Denn im Laufe der Jahre der Erfahrungen wird man zum Fuchs und wachsam, glaubt nicht mehr alles was einem so erzählt wird. Das war ich, gut so. Und das mir der Herr da oben mir nun ein anderes Exemplar vorstellt, kann ich was dafür? Und das mir dieser auch noch ausgesprochen gefällt ist doch wunderbar. Und das dieser anscheinend auch nicht ohne ist und glaubt ich bin ein bisschen blond, ja mei, so sind sie halt die Jungs. Wenn sie nicht ans Ziel kommen sind sie beleidigt. Ich bleib mir auf jeden Fall treu und ich hab gesagt, dass der nächste Mann dem ich das Dessert serviere, mir die Sterne vom Himmel holen muss und zwar vorher. Ich habs nicht eilig.
Aber mal zurück zu dem Thema, „die spinnt ein wenig“. Ja, ich hab einen Knall, und? Langweiler gibt’s doch genug auf dieser schönen Erde. Und nur weil Männer nicht Multitasking fähig sind und sich nur auf ein Ziel Konzentrieren können, muss das Frau noch lange nicht sein. Frauen können gut ihr Ziel im Auge behalten, in meinem Fall, der Wunsch mir in Spanien etwas aufzubauen und sich trotzdem den schönen Dingen des Lebens widmen, wie in meinem Fall sich ein wenig zu verlieben. Ja und? Was glaubt ihr eigentlich da draußen, dass das hier leicht ist für mich? Das das ein Zuckerschlecken ist? Nur weil ich das Meer vor der Haustüre habe und nicht so frieren muss wie Ihr in Deutschland? Ich hab meine Existenz aufgegeben, schöne warme finanzielle Pampers. Meine Ersparnisse hat mein toller Ex in eine Bank angelegt in der er nicht arbeitet und ich froh sein kann, wenn ich es tröpfchenweise zurück bekomme. Hier in Spanien tobt der Krieg, jeder kämpft ums Überleben. Ein Laden zu mieten ist kein Problem, denn sie stehen zum großen Teil leer. Doch was nützt mir ein Laden wenn keiner kauft? Soll ich es wagen? Nicht? Für 5 Euro im Service arbeiten? Was mach ich mit meiner Privaten Krankenversicherung? Melde ich mich in Deutschland ab? Oder warte ich noch?
Den ganze Mist muss ich alleine durchkauen. Da ist keine Schulter an der ich mich mal ausheulen kann, niemand der mir sagt, „das schaffen wir schon.“ Ne…, da muss ich allein durch. Also, was bitte ist so spinnert daran, dass ich mich dabei zwischendurch verliebe und vom küssen bekommt man nicht gleich Kinder. Hab ich zumindest in der Schule gelernt. Und wenn das jemand nicht glaubt was ich da so von mir gebe, dann sollte derjenige erst mal mein Buch lesen. Das Wort „Leben“, kommt von dem Wort Leben und nicht von dem Wort „Ich trau mich nicht oder lass erst mal die anderen voraus gehen.“ In diesem Leben, leben wir nur einmal und ich mach mal meine Kiste zu und sag „Klasse war´s.“ Ich denke, wenn man Menschen so behandelt wie man selber gerne behandelt werden möchte, mache ich nichts verkehrt, und dass mein Gegenüber manchmal nicht so denkt, damit muss nur ich klar kommen, in dem Moment wo ich mal wieder verständnislos mit dem Kopf schüttle und ohne mich umzudrehen des Weges gehe. Und das war das Wort zum Sonntag… Halleluja würde Stefan Gwildis sagen und in seinen nächsten Song einstimmen.
Fr
21
Mai
2010
Das Universum...
Das Universum lenkt uns halt doch dahin, wo es uns gerne hat. Der erste Tag an dem ich mich wieder stundenweise vor die Tür wage, nachdem ich nun 4 Tage das Bett gehütet hatte, sitze ich mit meiner Freundin in Once. Seit dem letzten Gespräch mit dem wundervollen Pianisten, kein Kontakt. Doch Dieser stand nun plötzlich vor mir, strahlte mich an und fragte mich ob er mich am Abend zum Essen einladen darf. Ha…, wusste ich es doch, ihm geht’s nicht anders als mir. Mein Gefühl hatte sich nicht getäuscht. Das bisschen Stimme was ich noch hatte nutzte ich um ihm zu sagen, dass ich mich noch krank fühle, doch er gab nicht auf und ich ließ mich überreden (dauerte ca.3 Sekunden). Das Lokal in dem wir am Abend saßen ist eines der Schönsten in Denia „EL PEGOLI“ http://elpegoli.restaurantesok.com Anscheinend hat man es mir an den glänzenden Augen angesehen, denn wir bekamen den schönsten Platz direkt am Fenster mit Blick auf das Meer, Und dieses hatte an diesem Abend auch noch die schönsten Farben die ich sah. Der Sonnenuntergang stand bevor und eine Postkarte hätte nicht kitschiger sein können. Ja und da saßen wir nun. Ich strahlend mit glasigen Augen von diesem Anblick, er irgendwie erleichtert, dass ich doch nicht gleich ausgerissen bin nach unserem Gespräch. Der Moment war so perfekt und so romantisch. Er nahm meine Hand und sah mich an, so wie man jemanden ansieht der nicht nur das Dessert möchte. „Du hast es geschafft, dass ich mich getraut hatte mein Herz zu öffnen, doch nach unserem Gespräch bin ich damit beschäftigt es wieder zu stopfen, mit all den Fäden die ich finden konnte. Solange du dir nicht sicher bist, werde ich es nicht zulassen, dass du diese Fäden wieder herausziehst, auch wenn ich gerade der glücklichste Mensch dieser Welt bin“ Als ich das sagte, stand er auf, ging um den Tisch herum, küsste mich und nahm mich fest in den Arm, das die Leute sich umdrehten störte ihn recht wenig dabei. Der Abend endete mit einem Spaziergang am Hafen, eine Menge heiße Zitrone und Halswehtabletten und keinem Ergebnis, doch dieser Moment war es wert. Im Übrigen geht er jeden Tag den gleichen Weg von seiner Wohnung zum Club, nur an diesem Tag nicht, er sagte es gäbe keinen Grund und er war selber überrascht als er plötzlich im Once vor mir stand. Danke, liebes Universum.
Di
18
Mai
2010
Frosch geküsst ?
Tja, so schnell kann´s gehen. In einem Moment ist alles noch perfekt und der nächste Moment kommt einem doch gleich wieder so bekannt vor. Nur diesmal bin ich erstaunt, dass sich jemand offenbart, bevor er sich bis zum Dessert durchgegessen hat. Nun gut, mein Pianist, machte mir klar, dass er zwar gerne etwas näher kommen würde wollen, doch er keine Beziehung möchte, da seine langjährige Trennung erst 6 Wochen zurückliegt und er Zeit für sich braucht, da er sich eigentlich immer in langjährigen Beziehungen befand. Hm, was soll man dazu sagen? Ich wusste es ja schon und war nicht wirklich überrascht. Meinen Lenormand Karten hab ich ja immer an der Frau. Letzte Woche legte ich diese und sagte noch zu meiner Freundin: „Der liegt noch viel zu weit weg von mir und zwischen uns liegt die Schlage, der ist noch nicht richtig frei, da fahr ich mal lieber einen Gang runter.“ Ja, das war dann wohl auch gut so. Doch sich das Dessert trotzdem schmecken lassen ist halt nicht. Das hab ich ihm schon deutlich gemacht und das hat ihm nicht gefallen. Darauf hat er gleich mal die Woche mit mir verplant. Alles klar… Aber so läuft das nicht. Ich weiß das ich ihm gefalle, wie stolz er mich in seinem Club nicht aus den Augen ließ und sich sofort vor mich stellte wenn jemand mit mir flirten wollte. Ich weiß schon was er will, doch Kikii gibst nur ganz oder gar nicht. Männer sind so einfach gestrickt und das Muster kann man gut erkennen solange man die blickdicht-rosarote Brille nicht aufhat. Meine Brille ist im Moment ziemlich klar und ich werde mich hüten sie abzusetzen. Ich bin gespannt was passiert. Aber jetzt lieg ich erst mal mit fetten Halsschmerzen im Bett und ärger mich, dass ich nicht in die Schule gehen kann. Hab ich doch nun nur noch 2 Wochen, dann bin ich Obdachlos und die Schule ist beendet und keine Ahnung was dann wird, doch ich bin komischerweise ganz ruhig und lass alles auf mich zukommen. Notfalls packe ich meine Koffer und fahre wieder nach Löbelstein. So einfach ist das.
Mi
12
Mai
2010
Keine Fischergeschichte..
Manchmal bedarf es einfach nur einer Freundin, die einen mal so richtig schüttelt. Ach wie schön, denn eigentlich bestätigte sie mir ja nur das was mir mein Verstand sagte. „Ne, Süße, das geht ja gar nicht, das ist nun wirklich nicht deine Liga.“ Tja, nur lieb sein und hartnäckig reicht halt einfach nicht aus. Aber ich wusste es ja schon bevor sie kam, denn ich hatte auf einmal einen Vergleich der mir blitzartig die Augen und mein Herz öffnete. Dieser Vergleich ist groß, schlank, um die Mitte fünfzig, charmant, lebt seit 4 Jahren in Denia, hat zwei Beine, zwei Arme mit Händen die wundervoll Piano spielen können und nur einen klitzekleinen Fehler, ist ein Scottishboy, das heißt nix mit spanisch reden. Dafür hat er die weichsten Lippen. Ach küssen ist so schön, vor allem wenn es so lange her ist. Ich dachte schon ich hatte vergessen wie das geht. Das das schön sein kann hab ich allerdings nicht vergessen. Dieser Schotte hat mir ja vom ersten Tag an gefallen, als ich in seinem Jazzclub mit ihm Musik gemacht habe. Ach ich steh halt auf Stil und vor allem auf vornehme Zurückhaltung, auf eine feine Art. Somit wird mein Buch nicht zu einem Fischer und Mädchen Pilcher Kitschroman, sondern eher zu einem zumindest für mich spannende Geschichte, denn ich weiß ich werd mich schrecklich verlieben und hab so eine scheiß Angst davor. Jeden Abend sag ich mir, „Nein Kikii, nicht verlieben!“ und dann sieht er mir so lange in die Augen, die sagen „Schön, das du hier bist, lauf nicht gleich wieder weg, ich weiß noch viel zu wenig über dich.“ Nimmt mich fest in den Arm und küsst mich so sanft wie das nur einmal zuvor erlebt habe und das ist sehr viele Jahre her. Also ich finde ja, dass ein Kuss besser sein kann als Sex. Nene, gelacht wird jetzt aber nicht, gell… Mein nächstes Buch schreib ich ja eh über den Kuss. He, ich hab den Lacher nun doch gehört! Meine Mum wird mich gleich wieder schimpfen und sagen ich soll hier nicht immer so ins Detail gehen. Ja mei, ich weiß doch das die Meisten genau das wissen wollen, aber ich kann auch gern übers Wetter reden.“He, Mum, ich wird nun doch keine Fischerin!“ Im Übrigen bin ich nach wie vor über die Statistik meines Blogs überrascht, denn ich dachte den lesen halt so`n paar Freunde oder meine Kundinnen, aber so viele Kundinnen hab ich nicht gehabt und Freunde schon gar nicht und ich bekomme richtig Spaß an dem Ding. Ich werd mich auch anstrengen jeden zweiten Tag etwas zu schreiben. Es passiert ja auch jeden Tag was neues und spannendes. Seit Sonntag ist ja nun meine liebe Antje hier und nun leben wir auf 18 m2 mit Hund, obwohl Angie sag, „ne, das sind nie und nimmer 18 m2, höchstens 15“ , auch egal. Sonntag musste sie natürlich mit mir in den Jazzclub. Wir sind um 2.30 Uhr dort wieder raus, nach dem wir drei Stunden zu gigantischer Lifemusik getanzt haben. Ich genieße es einfach so sehr, dass Denia zwar ein genauso kleines Kaff wie Coburg ist in dem sich alles kennt und man nach einer Woche die selben Leute tifft, nur mit dem Unterschied, dass die Menschen hier aus der ganzen Welt kommen, meistens über 35 sind und einfach nur gut drauf weil sie fast alle aus demselben Grund hier leben: die Sonne und dem Meer. Irgendwie haben sie alle die gleiche Geschichte: Lange Selbständig und die Nase voll vom Trott und dem Wetter und den Wunsch dem Leben noch mal eine kompletten Wechsel zu unterziehen, bevor man sich festgefahren hat. Mein Scottishboy hatte zuvor in England Musik produziert und hatte es satt jeden Tag 12-15 Stunden im Tonstudio zu sein, hat sich ein Apartment hier gekauft um zu pendeln und sich dann doch entschieden hier neu anzufangen, da er den Jazzclub angeboten bekommen hatet. In dem Club sind Spanier, Holländer, Deutsche, Engländer einfach alles gemischt und jeder hat Spaß. Heute ist wieder Jamsession und Antje hat mein Songbook aus Coburg mitgebracht und ich freu mich aufs singen und einen schönen Abend, auch wenn ich am nächsten Morgen ziemlich müde in der Schule sein werde. Da bin ich ja echt konsequent. Schule wird nicht geschwänzt. Es gab Zeiten da hab ich anders gedacht, aber da war ich ja auch noch gaaaaaz jungJ
So
09
Mai
2010
Meine Freundin kommt
Jippi, heute kommt meine Freundin und wird 14 Tage bei mir Urlaub machen. Ich freu mich vielleicht. Das wird ein Spaß, in meiner 18 m2 Wohnung mit Hund und zwei Weibern.
Hier scheint die Sonne endlich wieder und es ist heiß und einfach nur schön. Mir geht es sagenhaft gut. Ich hab mich in den letzten Wochen so sehr erholt. Langsam bekomme ich wieder Ideen und ich schlafe auch nicht mehr den ganzen Tag, gehe wieder Abends lange weg und bin trotzdem am nächsten Tag in der Schule fit. Schon irre wie sich Krankheit äußern kann, bei mir in einer unendlichen Erschöpfung. Lese gerade ein klasse Buch das mir einen Liebe Freundin und Kundin auf den Weg mitgab. „Scheißkerle“ heißt das und ich lese es gerade im richtigen Moment. Einfach nur herrlich. Leider bestätigt es nur, das was ich ja schon weiß, dass genau der Typ Frau, der ich auch bin, einfach die Arschkarte gezogen hat im Hinblick auf Männern. Und es sind immer die tollen Weiber, unabhängig, stark, attraktiv die sich die Deppen aussuchen und auch hereinfallen. Ich lach mich fast kaputt, den in jedem zweiten Abschnitt erkenne ich mich wieder. Solche Bücher braucht die Frau, das ist sicher! So und nun hole ich meinen Süße in Alicante ab, wenn die wüsste was ich alles auf dem Programm stehen hab in den 14 Tagen. Heute Abend geht’s erst mal mit Lifemusik im Jazz`n&Blues Club los, aber das Schätzle kann ja im Gegensatz zu mir morgen ausschlafen.
Mi
05
Mai
2010
Doch`n kitschigen Roman..
Was mich immer wieder glücklich macht sind Menschen die mir sagen was sie denken, ohne Rücksicht zu nehmen ob das jetzt gut oder weniger gut ankommt. Heute bekam ich von so einem Freund eine Mail der mich nicht so gut kennt wie wohl viele andere, die diesen Blog lesen. Und doch hat er mir Worte vermittelt, die mich sehr nachdenklich gemacht haben. Im Bezug auf Oberflächlichkeit. Wie kann er behaupten, dass mein bisheriges Leben oberflächlich war, was für einen Annahme! Doch im Nachhinein, muss ich ihm recht geben. Vielleicht ist oberflächlich nicht der richtige Ausdruck, den dieser ist doch negativ belegt. Denn nicht jeder lebt seine Oberflächlichkeit auch bewusst. Oft sind Faktoren wie Erziehung, Erwartungshaltung Anderer nicht unbegründet. Sich davon frei zu machen ist oft nach dem Erkenntnis ein sehr großer Schritt. Mich hat das auf jeden Fall wachgerüttelt, dieser einzige Satz meinen Zweiflern zu widerstehen und meine Situation doch noch einmal neu zu betrachten. Zu erkennen, dass ich intuitiv in die richtige Richtung gegangen bin und doch fast wieder einen riesen Umweg machen wollte.
Ich hab so viel Mut bewiesen, das zu tun um hier zu sein, hab viel zurück gelassen was mir immer Wichtig war, was ich mir in vielen Jahren aufgebaut habe um nun Menschen zu treffen die Besonders sind, einen Menschen der so sehr um mich kämpft, wie nie ein anderer zuvor. Nein, ich mache keinen Umweg, ich muss lernen was für mich wirklich richtig ist, wer meiner Seele guttut und genau deshalb bin ich doch von Coburg so weit weg, damit ich mich nicht beeinflussen lasse sondern in mich hinein höre.
Und somit wird das ganze wohl doch noch ein Rosamunde Pilcher Roman auf Kikiisch..
So
02
Mai
2010
Kein kitschiger Roman..
Die meisten Menschen leben doch in ihrer Schublade. Ich schließe mich da gar nicht aus. Wenn ich so in meinen Vergangenheit blicke hab ich mir mein Kästchen schön ausgeschmückt mit allen möglichen Dingen die mir wichtig geworden sind. Dazu gehört vor Allem Menschlichkeit und Freundschaft. Zuverlässigkeit und Dinge aus und anzusprechen auch wenn es unbequem ist. Doch zu all den schönen Idealen gehört natürlich auch mein kleiner materieller Luxus, der mich glücklich macht. Designermöbel, mein Auto das ich am liebsten sauber habe, Klamotten vom Feinsten die ich mir selber nähe, denn von dem Markenfanatismus hab ich mich ja schon vor Jahren frei gemacht. Schuhe, denen kann ich mich einfach nicht entziehen und die Dinger sind meistens teuer. Meine Wohnung ist ein Schmuckstück und auf meinen Dreikaräter möchte ich auch nicht verzichten, obwohl, doch auf den schon. Doch was mein Kästchen immer am meisten geschmückt hatte war meinen Liebe. Ein Mann der besonders ist. Immer intelligent, oft sehr vermögend, gutaussehend mit fetter Kiste in der Garage und im Nachhinein, ein Verräter, Betrüger oder einfach nur ein Blödmann.
Ich war stolz auf den Typ wenn er erfolgreich war. Ein Mann den Jede haben wollte und ich bekam. Fragt sich bloß zu welchem Preis.
Und nun? Nun dreht sich auf einmal die Welt andersherum und mir wird schwindelig davon.
Der Kummer und der Schmerz dieser so tollen Schmuckstücke auf zwei Beinen haben mich einen riesigen Schritt machen lassen auf den ich jeden Tag immer stolzer werde, das ich das wirklich durchgezogen habe, denn jetzt beginnt meine Seele sich zu erholen und mein Kopf beginnt klar zu denken und mein Herz beginnt sich zu öffnen. Ich spüre wie sich mein Horizont erweitert in eine Richtung, in die ich immer wollte mich aber nie getraut habe zu sehen. Vielleicht liegt es einfach nur an den Menschen hier in Spanien, die nichts so sehr lieben wie das Leben. Ich lerne hier jeden Tag, dass der materielle Besitz nicht im Vordergrund steht. Bei Denen die ihn haben gleich so wie Denen die weniger haben. Die Lebensfreude ist in allen Gesichtern die Gleiche. Niemand sieht den anderen anders an nur weil er mehr oder weniger hat. Nun treffe ich auf einen Menschen dessen Art und Liebeswürdigkeit, seine Ruhe und Geduld mich nachdenken werden lassen was wohl wichtiger ist im Leben. Ein erneuter Supermann auf Zeit, der mich irgendwann bescheißt, weil er so ein Tolli ist und eigentlich kein Selbstbewusstsein hat, aber ein Schmuckstück, oder ein Mann mit diesen Charaktereigenschaften. Ein Mann der keinen Porsche vor der Türe geparkt hat sondern ein Fischerboot, für das man sich übrigens 3 Porsche kaufen könnte, dafür aber raue Hände , weil er so schwer arbeitet. Wundervolle Augen die ganz groß werden wenn ich ihm sage wie wundervoll sein Fisch schmeckt den er mir mitgebracht hat. Der mir sagt, wenn ich glücklich bin, ist auch er glücklich und wenn ich traurig bin ist auch er traurig, und wenn mir mal wieder die Tränen in den Augen stehen weil ich so viel sagen möchte und mir die Vokabeln fehlen mich in den Arm nimmt und sagt, „Bleib ruhig und entspann dich, ich habe so viel Zeit.“ Der sich nichts mehr wünscht mit mir zu leben obwohl ich ihn immer wieder zurückstoße und sage „Ich kann nicht meine Narben sind nicht verheilt“ und er lächelnd sagt „Ich habe Zeit zu warten“. Der sagt, wenn du in Not bist dann sag es mir, oder rufe meinen Bruder an wenn ich auf dem Meer bin, sie haben dich lang akzeptiert. Ich ihm sage, dass ich schwierig bin und eine Vergangenheit habe, die ihn überhaupt nicht interessiert. „Lebe jetzt, Kikii und lass die Vergangenheit hinter dir, komme nach Spanien und male.“ Ist das denn nicht immer mein größter Wunsch gewesen am Meer zu leben und zu malen. War ich nicht auch dafür bereit mein Geschäft aufzugeben, hab ich nicht gesagt, ich bin lieber am Meer allein als in Coburg? Hab ich nicht die letzten 2 Jahre nur Zuhause verbracht und war traurig. Fange ich nicht gerade jetzt wieder an zu leben, begegne ich nicht jetzt Menschen nach dem ich keine suchte.
Soll ich mich verschließen nur auf Grunde meiner schlechten Erfahrungen und nie wieder einem Menschen vertrauen der mir sagt, dass er mich liebt? Ich möchte nur glücklich sein und das bin ich hier am Meer. Warum nicht auch mit einem Mann der das Meer so liebt wie ich auch wenn dieser Fischer ist und kein Schreibtischhengst. Liegt es denn nicht an mir selber mir meinen kleinen Luxus zu verwirklichen? Vielleicht ist das viel leichter als man denkt, wenn ich erst einmal zur Ruhe komme und von allen Zweiflern dieser Welt mich fernhalte um wieder zu spüren was leben ist. Oder ist es besser auf das zu hören was einem gesagt wird? Ich weiß nur eines ganz sicher, ich werde aufpassen und zwischen den Zeilen lesen und meine Alarmglocken stehen auf Sturm. Denn das klingt alles zu schön.
Ich glaube nicht, dass ich das auf Dauer kann. Und ich glaube auch nicht an Engel auf Erden sondern nur noch das was mir mein Bauch sagt, und der sagt, „Pass auf dich auf.“
Ich glaube, dass ich besser zu einem spannenden Blödmann passe. Und hab mich entschieden keinen
kitschigen Rosamunde Pilcher Roman zu schreiben. J
Di
27
Apr
2010
Ich spreche...
Heute bin ich wirklich richtig glücklich. Es ist der erste Tag an dem es so richtig heiß ist und der erste Tag, an dem ich strahlen und stolz wie Oskar aus der Schule gegangen bin. Denn heute war der Tag an dem ich merkte, es zieht, ich fange an zu reden ohne so viel nachzudenken. Dank dem Tipp meiner Lehrerin die sagte, „du lernst nicht einen Moment am Wochenende sondern entspannst und sprichst auf der Straße, oder in der Bar mit Freunden, keine Bücher!“ Ich hab das auch gemacht und Louis hat am Wochenende fleißig mit mir über die Liebe und über das Leben mit mir geredet. Also in Sachen Liebe bin ich jetzt fit. In der Schule sind wir nun auch nur noch zu dritt. Perfekt. Das italienische Ehepaar ist so weit wie ich und wir reden sehr viel. Nach der Schule bin ich mit Chiara ans Meer um meine Hausaufgaben zu machen. In der Sonne war es so heiß und im Schatten zu kalt. Nach einer Stunde musste ich gehen. Sonnenbrand ist nicht so mein Ding, macht schnell alt! Außerdem bin ich eh schon schwarz von so wenig Sonne. Die Sonne ist hier intensiver als in Thailand, unglaublich ich war noch nie so dunkel nach so kurzer Zeit. Chiara liegt in der prallen Sonne und hechelt sich einen ab, liegt im Schatten um sich abzukühlen und liegt wieder in der Sonne. Ein Straßenköter halt, sie liebt es. Heute hab ich an eine deutsche Zeitung geschrieben, ob sie nicht jemanden für eine Kolumne brauchen, mal sehn was dabei rauskommt. Themen hätte ich ja genug.
Am Nachmittag rief dann der Bruder von Louis an, einfach so und fragte wie es mir geht und er sei im „Clima“ mit seinen Freunden. Ich war so gut gelaunt und hatte Lust auf reden und sagte, ich komme auf ein Cafe. Das waren dann doch 2 Stunden und ich hab so viel verstanden dass mein Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht verschwand. Einer der Freunde hat für Chiara ein Parasitenhalsband gekauft. Hier hat es am Stand ziemlich fiese Mücken von denen ein Hund sterben kann. Seinen hat er erst vor 2 Monaten einschläfern müssen und ist immer noch so traurig darüber, das ihm jedes Mal die Tränen in den Augen stehen. Ich bat ihm mir eines zu besorgen und schon war eines da. Klasse.
Wenn Chiara etwas zustoßen sollte, das wäre für mich wirklich das Schlimmste, sie ist mir so wichtig.
Sein Bruder sagt immer zu mir „Du bist immer am lachen, ich hab das noch nie bei einem Menschen gesehen wie bei dir.“ Ja, ich kenn das, meine große Liebe sagte immer “du bist der fröhlichste Mensch den ich je kennengelernt habe“. In den letzten 2 Jahren seit der Trennung von diesem habe ich wenig gelacht. Aber hier, hab ich meine Fröhlichkeit wiedergefunden und die Menschen bemerken es. Ich bin wieder ich….
Sa
24
Apr
2010
Traumtag
Frauchen ist heute schon ganz früh mit mir an den Strand weil es heute der erste richtige heiße Tag ist. Ach, ist das schön, wau... , es sind kein Menschen da, wir waren ganz alleine. Ab und zu laufen mal ein paar Leute mit kleinen Kollegen vorbei mit denen ich mich dann beschnuffel. Ist aber selten. Dann kam der Fischer, den mag ich, der streichelt mich immer ganz viel und lacht immer, außer wenn Frauchen böse wird, wenn er davon spricht wie lieb er sie hat. Dann lacht er nicht mehr und sieht sie genauso an, wie ich wenn ich ein Guddi haben will. Da muss ich immer lachen. Wouuuu...
Und jetzt liege ich mal wieder im Cafe und warte bis Fraule fertig ist mit dem tippen, dann gehn wir heim und ich darf ins Bett, weil sie nämlich ein schlechtes Gewissen hat, da sie heute Abend zum Salsaabend geht. Und dann sehe ich sie mit gaaanz traurigen Augen an bevor sie geht und ich bekomme dann ein Guddi, grins.....
Do
22
Apr
2010
Vida Loco
Nach meinem vorletzten Blogeintrag hat mich ein lieber Mensch gefragt, ob ich mich hier nicht, ich sags mal in meinen Worten, „Mich zu nackig mache“.
Hm, mag schon sein, dass ich ein wenig viel preisgebe, doch: Bin das nicht Ich?
Ja, das ist das meine Persönlichkeit. Ich tuschel nicht hinter einen Nachbarn oder lästere über Menschen die ich kenne, oder halte meinen Mund nur um gut da zustehen. Nein, ich hab mich daran gewöhnt das meine Leben bunt ist. Mit all seinen Höhen und all seinen Tiefen. Menschen die mich kennen wissen, dass ich zu all dem Blödsinn den ich so verzapfe auch stehe, dafür passiert aber auch sehr viel wundervolles. Ich suche das Ereignis. Und ich lasse Menschen daran teilhaben, schon allein um Mut zu machen. Das Leben ist verdammtes Glücksspiel. Einmal gewinnst du, einmal verlierst du. Ist es Dummheit davon zu erzählen? Erzählt man denn nicht auch gerne die schönen Dinge dass Lebens? Wenn man Erfolg hatte oder frisch verliebt ist, einen Job bekommt den man sich immer gewünscht hat, sollte man dann nicht auch von den Dingen reden die einem Kummer bereiten? Das ist doch menschlich. Den Weg den ich genommen habe, ist ein großes Wagnis gewesen, ob er richtig war, wird sich noch herausstellen. Wichtig war allerdingst die Entscheidung für Mich. Die Entscheidung zur Auszeit nach 25 Jahren Selbständigkeit und vor allem den letzten 2 Jahren des Kummers. Ich stand oft in meinem Leben auf dem Gleis und wartet auf den Zug, doch irgendwas hat mich dann doch abgehalten. Vor dieser Auszeit, stand ich auch auf dem Gleis und hab entschieden mir doch erst mal eine Chance zu geben. Viele bewundern meinen Mut dafür, doch es war kein Mut dabei, sondern der Wunsch zu leben. Ich bin sehr hin und hergerissen. Mir fehlen meine Kundinnen. Wirklich! Diese wundervollen Frauen die einmal im Monat zu mir kamen zum Kaffeeklatsch und sich dabei verschönert lassen haben. Mir fehlt die tägliche Aufgabe, mir fehlt aber auch so sehr mein Atelier, mein Loft, das ich ja schon vor 2 Jahren aufgeben musste. Seit dem fehlen mit die Abenden mit meinen Freunden die an meinem drei Meter fünfzig Tafel saßen und ich sie bekochen durfte. Mir fehlt meine große Liebe die mich so verraten hat und die intellektuellen Gespräche und Diskussionen mit Ihm und damit meinen ich nicht den jüdischen Betrüger. Mir fehlen die Kinder die mir das Universum nicht geben wollte, mir fehlen meine zwei besten Freudinnen, meine Mutter und mein Bruder. Und trotz allem ist die Sehnsucht in mir eine gewisse Leere auszufüllen stärker gewesen.
Das Meer hier und der Strand an dem Chiara und ich jeden Tag fast alleine sind tut meiner Seele so gut. Die Wärme unter den Fußsohlen vom Sand fühlt sich toll an. Jeden Tag hat das Meer eine andere Farbe je wärmer es wir riecht es mehr. Die Menschen sind so freundlich wenn sie merken dass du spanisch reden willst. Die Mentalität ist schon sehr anders, sehr schön. Ich würde so gerne hier bleiben oder an einem anderen Ort am Meer. Das Leben findet draußen statt. Ich gehe alleine aus, sitze im Cafe und arbeite. Man wird immer angesprochen, selten angemacht. Es ist normal hier. Keiner bezeichnet dich hier als Freiwild. Ich vermisse das Leben im Freien in Deutschland. Hier regnet es heute auch, aber ich werde trotzdem ein oder zwei Stunden mit Chiara rausgehen und meinen Blog bearbeiten. Es ist gut das ich kein Internet zu Hause habe. Das alles macht mich glücklich und auch Angst, weil ich glaube das meine Zeit hier begrenzt ist, weil es sehr schwer wird seinen Lebensunterhalt hier zu bestreiten.
Morgen kommt mein Fischer wieder nach drei Tagen auf dem Meer. Er bringt mir sicher wieder den tollsten Fisch mit und wird mich bekochen wollen. Er wird mir wieder sagen wie sehr er mich liebt und ich werde ihm wieder sagen, dass ich nicht verliebt bin und werde dabei schmunzeln, weil ich ihn überhaupt nicht ernst nehme. Und das mache ich alles auf Spanisch, das kann dauern…
Di
20
Apr
2010
Frusttag..
Wahrscheinlich kennen das Einige. Man will etwas unbedingt erreichen und macht und tut und überhaupt, aber in einem Moment geht einfach nichts mehr.
Heute ist so ein Tag. In der Schule hatte ich ein völliges totales Blackout, dass sich schon mutig den ganzen Tag über breitgemacht hat. Meine Laune ist am Boden und die Tränen stehen mir nicht nur auf halb8. Ich hab angefangen zu malen, doch natürlich nicht in der mit gewohnten Größe sondern viel kleiner und nicht mit Öl sondern Akryl wegen der Trocknungszeit. Es ist ein ganz anderes Arbeiten und ich muss mich umgewöhnen und umlernen. Das fällt mir nicht schwer, aber alles nervt mich heute. Louis hat mir gestern Abend eine riesen Liebeserklärung gemacht und möchte sich mit mir einen neue Wohnung suchen damit ich malen kann und Chiara kein Problem hat. Prima! Da lerne ich einen Mann kennen, der mir genau das geben möchte was ich immer gesucht habe, all die Jahre. Und ich? Ich bin einfach nicht verliebt! Gehört ja wohl schon dazu, was?
Übrigens, in dem Moment als ich das hier schreibe, sitzt Jon am Tisch vor mir und flirtet mit mir. Jon ist der Betreiber der Jazzclubs und der Pianist. Er gefällt mir ganz gut. Ca. um die 55 würde ich schätzen, sehr groß schlank und ein verdammt markantes Gesicht. Der hat was. Aber leider raucht er wie alle hier, außer Louis. Und er ist Engländer, also wieder nix mit Spanisch.
Was mich so richtig frustriert ist einfach die Tatsache, dass es für mich hier nichts zu tun gibt. Die halbe Stadt steht leer. Alles zu vermieten.
Und dann frustriert es mich, dass ich für ein kleines Bild genauso lange brauche wie für ein großes.
Ach heute ist nicht mein Tag. Morgen ein Neuer und jetzt treffe ich mit Juan der mir seine Wohnung in der Stadt vermieten möchte, groß mit Dachterrasse. Einen Wein hab ich hier im Cafe getrunken dann werd ich wohl ein paar Sätze rausquetschen. Morgen ist wieder Jazzsession und Jon hat mich schon gefragt ob ich komme um zu singen. Na klar, das kann ich wenigstens....
Hast luego!
Sa
17
Apr
2010
Salsaabend
Man soll es nicht glauben, aber ich hab es doch wirklich geschafft mich um 23.30h aus dem Bett zu rollen und noch mal aufzusteilen. Salsaabend im Jazzclub Denia. Die 12 cm High Heels schenke ich mir das nächste mal. Den die Jungs können mir dann nicht in die Augen sehen beim Tanzen.
Was für eine Stimmung, da gehts ab. Da steht man keinen Moment allein, sofort wird man zum Tanzen aufgefordert. Ich hab das bis um 2h ausgehalten und dann noch eine halbe Stunde gebüffelt weil ich so aufgekratzt war. Ach wie schön...
Werd ich mich wirklich noch vom einem Couch Potato zur Partymieze wandeln?
Fr
16
Apr
2010
Fin de Semana
So können Fischer aussehen, das ist aber nicht Louis
Fin de Semana oder Wochenende. Es ist zwar Regen angesagt aber was solls. In den Kneipen regnet es ja nicht. Heute Abend ist Salsa im Jazzclub und vorher hab ich so viel Schulaufgaben zu erledigen, dass ich eh wenig Zeit habe. Gestern war ich zum Essen bei meinem Fischer eingeladen und zum Nachtisch gab es noch einen Liebeserklärung. Oh jeh, ich bin doch gar nicht verliebt und schon gar nicht an einer Liebesbeziehung interessiert.
Willkommen im Kikiileben!
Di
13
Apr
2010
Pause von der Sonne
El Novio de Chiara
Seit ein paar Tagen hab ich das Gefühl dasselbe Problem wie die Rentner zu haben. Ich hab überhaupt keine Zeit mehr. Mein Fischer und seine Brüder vereinnahmen mich und zwischendurch raucht mir der Kopf vom vielen Spanisch. Aber gut so, deswegen bin ich ja auch hier. Diese Menschen sind so nett, das ist unglaublich. Richtig blöd finde ich es, dass die Spanier mit Hunden so doof sind. Mein Fischer wohnt in einer so feinen Gegend, da ist nicht mal ein Hund in der Straße erlaubt. Unglaublich aber wahr, dabei hatte Chiara gestern das erste Mal ein Date mit einem Straßenhund vor unserer Haustür. Ja meine Gegend ist halt nicht so fein, grins.. Das war echt klasse, weil sie sich sofort verliebt hat. Ja, da ist sie schneller als ich.
Sitze oft am Abend im ONCE und schreibe an meinem Buch. Komisch, in Coburg würde ich nie alleine weggehen, hier tue ich das ständig. Jeden Tag lerne ich neue Leute kennen. Deutsche, Holländer, Spanier.., alle habe Lust zu reden, sind gut gelaunt und kontaktfreudig. Das fehlt mir so sehr bei uns!
Hier hat es ganz viele „Residenzier“ die seit Jahren hier leben und kein Wort Spanisch sprechen und echt unverschämt zu den Spaniern sind wenn die nicht deutsch mit ihnen reden. Ich finde es so unhöflich in einem Land zu leben und sich nicht zu integrieren.
Na ja, nicht mein Problem. Ich werde alles tun um Spanisch zu lernen. Es ist so schön diese freundlichen Menschen zu verstehen.
Do
08
Apr
2010
Bin nun angekommen..
Nun bin ich eine Woche in Spanien und wie traurig war ich doch die ersten Tage. Doch nun bin ich angekommen. Seit heute hab ich eine spanische Telefonnummer, weil mir das mit meinem Deutschen viel zu teuer wird. In den letzen Tagen bekomme ich laufend Anrufe oder SMS von Menschen die hier leben. Vorgestern war ich eingeladen in einem der typischen spanischen Lokale, in dem zb. berühmte Toreros zum Essen kommen. In der Sonne hängen die Kraken zum trocknen und werden dann scharf angebraten und in einer Sauce aus Zitrone und Olivenöl serviert. Diese Spektakel durfte ich mit einem sehr bekannten Denianer erleben und Louis, dem Sizilianer, seinem Ziehsohn. Wie wundervoll, ich durfte mich wie ein Prinzessin fühlen. Benito, einer der im Baugeschäft tätig ist , marschierte erst mal in die Küche und begrüßte alle, bevor wir an seinem Tisch gebracht wurden. Er sprach ganz langsam mit mir, damit ich auch alles verstehe. Allein diese wenigen Stunden in denen ich spanisch reden musste, zeigte mir, wie viel ich doch durch das Lernen im Kopf hatte. Es war fast wie wenn sich ein Hebel umlegt.
Seit gestern habe ich Schule und nachdem ich die einzige Schülerin bin habe ich Einzelunterricht. Perfekt!
Nach der Schule gehe ich ins ONCE um eine Cafe mit Katherina zu trinken. Dadurch, dass ich jeden Tag dort bin, lerne ich die Menschen kennen. Ein sehr nettes Ehepaar, das seit 15 Jahren hier lebt und den Lebensabend hier verbringt. Sie sind auch jeden Mittag hier. Den Chef, der sehr zuvorkommend ist und Chiara mag, eine Bauunternehmer der immer am Abend da ist und sein Feierabendbier trinkt und mit mir spanisch oder deutsch redet. Wir haben uns geeinigt, dass er nach 14 Tagen Schule nur noch Spanisch redet. Denia ist so klein, dass man schnell erkennt, dass doch immer die gleichen Menschen unterwegs sind.
Jeden Tag bin ich 2mal am Meer mit Chiara. Sie liebt es. Am Meer ist sie so entspannt wie ich. Es hat jeden Tag andere Farben und seit 2 Tagen hat es große Wellen, wundervoll.
Das Meer ist meine Freundin und wenn ich davor sitze weiß ich genau warum ich hier bin. Nichts kann so schlimm oder so traurig sein, was das Meer nicht wieder gut machen kann. Selbst mein Hund merkt das.
Ja, ich möchte hier leben. Ich möchte nicht mehr zurück. Schon, aber nur als Gast. Diese Mentalität der Menschen beeindruckt mich so sehr. Für sie zählt das Leben, nicht das materielle. Ich bin noch nicht so weit, doch auf einem richtigen Weg. Genau das ist das was ich zu lernen habe. Sich komplett frei zu machen. Ich bin gespannt ob ich das schaffe. Ich kann es nicht beantworten. Noch nicht!
Heute geht es mir gut und ich möchte bleiben, Morgen ist ein neuer Tag.
Mo
05
Apr
2010
Ostermontag
No Once, mein Mittagscafe
Das Restaurante No11 ist mein tägliches Cafe um hier meine Post zu machen. Chiara darf hier mit hinein. Die Spanier sind ja mit Hunden ein wenig blöd in den Lokalen. Aber das gehört einem sehr nette Holländer.
Gestern hab ich das erste mal nicht rumgejammert. Wird auch Zeit, dass ich endlich mal Urlaub mache und mich daran gewöhne hier zu sein, an dem schönen Meer.
Heute treffe ich mich mit Louis einem sehr netten Italieben. Er ist Fischer und der Freund meiner letzten Gastmama. Und superliebeswert. Mit ihm muss ich Spanisch oder Italienisch sprechen. Gut dass ich das nicht verstehe was ich da für einen Quatsch rede, aber er lächelt immer sehr erfreut.
Deswege trinke ich jetzt auch einen Cava. Ja, ist schon Mittag! Dann rede ich bestimmt auch noch Chinesisch....
So
04
Apr
2010
Ostersonntag
mein neuer Lieblingsplatz zu Chillen
Noch schlafe ich nicht gut. Die Klappcoach ist nicht sehr bequem. Die Wohnung ist direkt neben der Eingangstür und man hört jedes Wort vor der Tür oder den Fenstern.
Sorgen macht mir vor allem meine Chiara. Ich nehme sie ja überall mit hin und sie ist in der Stadt ständig am zittern weil so viele Menschen da sind. Laufend wird hier rumgeballert wegen Ostern, nur am Meer ist sie entspannt.
Ob es richtig war diesen Schritt zu tun, war richtig, selbst wenn es sich herausstellt, dass ich doch nicht für Spanien gemacht bin. Somit hab ich es versucht.
Es fällt mir so schwer von meinem Business loszulassen, mich fallen zu lassen und diese 2 Monate zu genießen. 25 Jahre Selbständigkeit lässt sich nicht einfach mal so abschütteln.
Alles nicht so leicht
Fr
02
Apr
2010
?
Denia
Chiara findet das Meer richtig klasse. Ich ja sowieso.
Man wird es nicht glauben, aber ich hab Heimweh?! Oder es fällt gerade der Schmutz und Dreck der letzten Monate von mir ab. Auf jeden Fall stehn mir die Tränen auf halb8. Werde heute mit Chiara an den Hafen gehen, mich in die Sonne legen und lesen. Abends ist SalsaNight im Jazzclub angesagt. Mal sehen ob ich das schaffe, denn das geht erst um 1.30h los. Daran muss ich mich gewöhnen. Nix mehr mit schlafen um diese Uhrzeit!
Mo
29
Mär
2010
Gähn...
Bin nun in Frankreich bei meiner Freundin angekommen und könnte nur schlafen. Ich hoffe, dass diese chronische Müdigkeit endlich mal aufhört wenn ich mich von den letzten Monaten erholt habe...
Sa
27
Mär
2010
Ende/Anfang
Nach einem so schönen Abschiedsabend mit meinen Freunden, bin ich nun endlich am packen. Ich stehe vor meinen Taschen und muss schallend lachen, denn ich werde einen Lkw brauchen.
Dabei habe ich nur 200 Paar Schuhe dabei und 50 Sommerkleider, Kissen und Decke, Hundesachen, Elktroartikel und die Ladesstationen, DVD Player für meinen Sportdvd`s, Aquarell und Akrylfarben, Stafflei, Blöcke und Leinwand. Oh jeh... dabei werde ich in 2 Monaten noch einmal zurück kommen, da ich einen Lehrgang machen will. Ich möchte Perlendrehen lernen und den Schmuck dann in meinem Künslerladen mit meinen Anderen Sachen arbeiten und verkaufen.
Als ich den Schmuck im "Feuer-Werk" in der Judengasse sah, war es um mich geschehen und es war wie eine Eingebung. Genau das ist das Richtige in einer Stadt mir viel Tourisen. Und somit fällt es mir sehr leicht morgen zu fahren :-)
Fr
19
Mär
2010
9 Tage
Was für eine Woche!
Was für tolle Frauen sind doch meine Kundinnen. Ich bin so glücklich, dass sie so viel Verständnis für mich und meine Entscheidung haben. Den Satz den ich immer wieder hörte "Ich werde dich vermissen nicht nur weil so gut arbeitest, sondern haupsächlich wird mir das Menschliche fehlen."
Es tut mir so gut, weil meine Kundinnen für mich ja wie eine kleine Familie geworden sind, die zu mir zum reden, lachen oder weinen kommen. Nebenbei hab ich meine Job gemacht. Ich kann das Gefühl schwer beschreiben, doch ich würde es mit "Glück" benennen. Ich bekomme einen Freibrief von Menschen die mir wichtig sind und kann zurückkommen wenn ich das möchte.
Vielen, vielen Dank!!!!
Di
16
Mär
2010
12 Tage
Der Laden sieht traurig aus. Es hallt wenn man ihn betritt. Die Bilder seit Wochen auf Ausstellung, die Stoffe und die Nähmaschinen bei mir Zuhause gelagert. Ein paar Möbelstücke schon weggegeben.
Doch die Sonne scheint heute, es hellt mein Gemüt auf.
Hab mich nun doch mal in Facebook angemeldet um mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben wenn ich 2200 km von Coburg entfernt bin. Und wie es natürlich so ist, wenn man kurz vorm aussteigen ist, lerne ich auch noch viele liebe Menschen kennen.
Sellerie, wie die Franzosen sagen würden… J
So
14
Mär
2010
Warum weg aus Deutschland?
Der Blick aus meiner neuen Wohnung, 100m vom Meer entfernt..
Wieder jeglicher Vernunft verlasse ich meine finanziellen Pampers meiner über 20 jährigen Selbständigkeit.
Der Traum am Meer leben zu dürfen schlummert schon mein Leben lang in mir. Die Trennung einer für wichtigsten Menschen bis jetzt, hat mich diesen Traum wieder auflodern lassen.
Der Wunsch zu gehen war nun manifestiert, doch die Angst eine Fehler machen zu können ließ mich abwarten.
Die folgende Begegnung mit einem Menschen vor 18 Monaten, gab mir den Mut meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Zwar mit dem Hintergrund das Gemeinsam zu tun, aber wer will schon mit einen Betrüger sein Leben verbringen? Na ja, irgendwann hab ich es sogar mal kapiert, was meine Umwelt schon Monate vorausgeahnt hatte. Spätestens als mir die Kriminalpolizei sagte „Der ist frei net ohne!“
Hm, jetzt sucht ihn der Staatsanwalt, und ich mein Eigentum.
Gut das ich darüber lachen kann. Obwohl man mir sagte, diesen anzuzeigen wäre nicht ungefährlich.
Aber was ist schon ungefährlich in diesem Leben. Sich in einen Zug zu setzten oder zu fliegen, ist auch alles andere als sicher, also warum sollte gerade ich, die ziemlich angstfrei durchs Leben marschiert so einen Gangster nicht versuchen einzubuchten. Und ich werde alles geben, dass es das nicht noch einer anderen Frau antun wird. Und ich hab da noch einige Trümpfe in der Hand.
Das muss ich alles noch erledigen, bis ich abreise.
Der Laden war längst gekündigt. Ich fühlte mich befreit, mutig aber auch ein wenig besorgt das Richtige gemacht zu haben. Doch diese Sorge wurde immer geringer.
Jeden Tag, nach dieser Entscheidung, öffnete sich eine Tür nach der Anderen. Ich rechnete damit, dass mir Steine in den Weg geworfen werden, doch diese blieben aus.
Der Freund meiner Freundin in Spanien, welche ich im Oktober 09 in der Schule in Spanien kennenlernte, besorgte mir in kürzester Zeit ein kleine Wohnung, 100 m von Meer entfernt.
Ich kündigte alle laufenden Verpflichtungen, Verträge, Anschlüsse. Sogar die GEZ, die sonst ja gern mal Probleme macht, ohne Einwände oder Verzögerungen. Gespräche mit Ämtern und Steuerberater, alles lief reibungslos. Monate schon suchte ich nach Platz für meine Möbel, doch auf einmal hatte ich von einem auf den anderen Tag ein professionelle Firma die sich für einen akzeptablen Preis darum kümmert.
Sogar der erste Interessent für meinen Laden zahlte mir die Ablöse und kaufte Möbel und Lampen aus meinem Laden dazu.
Ich würde von Tag zu Tag fröhlicher und mir wurde immer mehr bewusst, es ist der richtige Weg.
Selbst die Rennerei, zwischen meinem Anwalt und der Kripo. Ich nahm es einfach hin und versuchte das Beste daraus zu machen um wieder an meine Eigentum zu gelangen. Die Aussichten waren gut, dass ich mit einem blauen Auge davon kam. Doch dazu musste ich ein Spiel spielen, dass mir nicht schwer fiel.
Nun sind es aber nur noch 14 Tage bis zu meiner Abreise. Und die heftigste Aufgabe steht mir noch bevor. Meine Kunden zu verabschieden. Und das wird für mich nach so vielen Jahren sehr traurig. Denn viele meiner Kundinnen sind mir sehr freundschaftlich an mein Herz gewachsen. Viele haben mit mir gelacht , doch auch mit mir geweint. Es ist ein so großes Glück für mich gewesen, diese Frauen als meine Kundinnen bedienen zu dürfen.
