Mo

13

Feb

2012

Meine PMU Page

Kerstin Pilipp, Permanent Make-up

www.kerstin-pilipp.com

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Fr

10

Feb

2012

Alles im Fluss..

Der Blick aus meinem Fenster. Ich sehe im Hof die Enten vom Bauern herum watscheln. Sie putze, schütteln sich und fühlen sich wohl. Mir huscht ein Lächeln über das Gesicht, da ich mich an den Anblick der riesigen Puten erinnern muss, die im Herbst beim Bauern aufwachsen und sie so lustig aussehen, vor allem wenn man sie anspricht, dann machen sie ein unglaubliches Geräusch, das einen unweigerlich zum Lachen bringt. Ich denke kurz darüber nach, dass diese Tiere wenigsten bis zu ihrer Schlachtung frei sein dürfen und dass ich sie nicht esse, da ich mich dagegen entschieden habe den Massentierwahnsinn zu unterstützen. Mein Blick geht weit. Ich kann den Staffelberg erkennen und noch viel weiter sehen. Der Ausblick ist unbezahlbar. Unser Haus ist der höchste Punkt hier in Coburg und man kann unendlich sehen. Ich denke an mein Meer, dass mir den gleichen Blick dieser Unendlichkeit vermittelt. Ich denke darüber nach, wie sehr mich doch das Verlassen meines alten Lebens verändert hat, wie wach mein Geist dadurch geworden ist. Es erfüllt mich Stolz, dass ich Mut habe mein Denken in jegliche Richtung zu wenden, auch wenn ich vielleicht vor Monaten anders dachte. Das Verstand ist dazu da eine Situation nicht nur von vorne zu sehen oder von hinten, sondern von all den vielen Seiten die es gibt, nur dann kann man beurteilen. Man kann die Situation aus seiner Sicht beurteilen oder aus der Sicht des Gegenüber oder auch aus der Sicht eines Außenstehenden, all das führt letztendlich wieder zu einer neuen Einsicht.

Da Jon nun nicht gerade sehr redselig ist, vor allem was Gefühle angeht, muss ich mich in all die anderen Positionen der Sichtweise hineindenken um verstehen zu können. Da er mir wichtig ist tue ich das, was oft Zeit benötigt, vor allem wenn man in Gefühlen verstrickt ist. Doch die Zeit und die Auseinandersetzungen ließen mich die Gefühle, die einem den Kopf vernebeln vergessen und ich wurde klarer. Eines wusste ich immer, er ist mir ein Freund geworden, dem ich vertrauen kann. Jon wird mir nie sagen, dass er mich liebt, dass muss er auch nicht. Haben es so viel gesagt, und was ist davon übrig geblieben? Das Wort liebe muss nicht ausgesprochen werden. Liebe ist etwas das man spüren sollte. Viele Lektionen hat mich das Leben gelehrt und viele werden es noch sein, doch die Entwicklung die in einem stattfindet macht es sanfter.

Viele Gedanken warum Jon sich oft so hart und fies sich mir gegenüber benommen hat. Warum all diese Auseinandersetzungen und Kämpfe zwischen uns, viele die nichts mit einem gewöhnlichen Streit zu tun haben. Doch denke ich langsam dafür eine Erklärung zu bekommen. Hat er mich doch immer gefragt, was ich denn mit ihm will. „Du kannst hier jeden haben“ war immer sein Spruch. Doch jeden will ich halt nun mal nicht haben. Die Persönlichkeit macht uns doch einen Menschen interessant. Mimik, Gestik, Selbstbewusstsein und Handlungen. All das macht eine Person attraktiv. Wenn er am Piano sitzt, dann hat er eine sehr selbstbewusste Ausstrahlung und auch wenn er mit mir streitet. Er streitet, weil er anderer Meinung ist, nicht weil er Recht haben möchte. Das ist ein Unterschied, denn wenn ich mit ihm rede und ihm die Situation aus meiner Sicht erkläre, lenkt er schon auch mal ein. Er beharrt nicht auf seinem Stand wenn er eingesehen hat, dass man die Situation auch mal von unten oder oben ansehen kann. All das macht ihn mir attraktiv. Es gab Menschen die ihm sagten „Weißt du eigentlich was Kikii so alles über dich in ihrem Blog schreibt?“

Doch er antwortete immer „Und, lass sie doch wenn sie Spaß daran hat“. Natürlich weiß er was ich schrieb, da ich immer mit ihm darüber gesprochen hatte, doch dass er mir so den Rücken stärkt, macht ihn mir attraktiv. Jon war sich mir immer unsicher und fragte sich warum ich bei ihm bin, da kommt es doch nahe anzunehmen es müsse also wegen materiellen Dingen sein und was hatten wir für Auseinandersetzungen deswegen. Dio Mio. Natürlich hatte ich ihm ein wenig von mir und meinem alten Leben erzählt. Doch erzählen konnte ich natürlich viel. Im Grunde hat er mich mit nichts kennen gelernt. Eine fröhliche, glückliche in ihn verliebte Kikii, die nur mit ihrem Auto, Hund und Malsachen nach Spanien kam um dort von der Malerei zu leben. Ich kämpfte mit ihm über mein Verdienst im Jazzclub oder über Dinge die ich in meiner Wohnung im Haus wollte, war enttäuscht, dass er nicht sah wie viel ich für ihn ohne Bezahlung tat und er weil ich mich für alles was mit der Bar zu tun hatte bezahlen ließ. Im Grunde war unser Problem, jeder fühlte sich vom anderen Ausgenommen. Daher auch meine Entscheidung im Herbst, in der Bar nur noch als Aushilfe zu arbeiten die meine Miete übernahm und schon wurde unser Verhältnis besser. Ich zog mich ein wenig zurück und unternahm auch einmal etwas ohne ihn, ging aus oder genoss den Abend auf der Terrasse mit einem Glas Wein. Und ich begann meine Reise nach Deutschland zu planen um dort wieder beruflich aktiv zu sein, in dem was ich gelernt hatte und was mein Beruf ist. Das Permanent Make-up. Aus 6 Wochen Planung wurden 4 Monate. Doch Jon verstand mich, legte mir keine Steine in den Weg. Ich hatte die ersten Wochen viel Zeit zum Nachdenken. Wirklich Interesse vielleicht Jemanden kennen zu lernen der mehr als ein Freund sein könnte hatte ich nicht. Aus einem kurzen kennenlernen wurde mir schnell klar, dass ich genau das nicht mehr möchte. Es wären alte Muster gewesen, die ich nun wirklich nicht mehr nötig habe. Somit genoss ich die Zeit allein mit meiner Familie und mit der Arbeit.

„Ich komme dich besuchen, hab schon einen Flug gebucht“ schrieb mit Jon. Dass er es wirklich tut, hätte ich nicht gedacht. Nachdem ich meine Erwartungen anderen gegenüber runter schraube, war das eine schöne Überraschung, doch vor allem eine Geste von ihm, mir sein Interesse zu zeigen. Zwei Tage, doch Stunden die uns gut taten. Er lernte meine Familie kennen und auch ein Stück meiner Vergangenheit. Er weiß nun, dass mein Leben nicht nur aus meiner Kreativität besteht, sondern auch aus einem seriösen Background. Er versteht nun viel besser meinen Grund warum ich meine Pampers verlassen habe und mich in eine Ungewissheit stürzte. Doch auch, dass ich niemals meine Herkunft abstreifen will um ein unsicheres und ungeplantes Leben weiterzugehen. Wir sind beide geerdet und das ist gut so. Er weiß nun, dass ich regelmäßig in Deutschland arbeiten werde und ich weiß dass er damit kein Problem hat. Es ist wichtig, dass man einen Partner hat, der einem Freund ist. Der versteht, dass es Zeiten der Nähe gibt, sowie die Zeit der Entfernung. Wenn man vertraut, geht das auch. Somit werde ich die restlichen Monate hier in Coburg verbringen und mich so sehr auf Denia freuen, denn ich komme Ende April zurück und dann ist es dort wundervoll warm und die schönste Zeit beginnt. Vor August werde ich noch einmal zum Arbeiten zurückkommen und den restlichen Sommer und Herbst in Spanien verbringen bis ich mich dann in den nächsten Winter für einige Monate in mein warmes Studio mummle um ein paar Kundinnen glücklich machen. Alles ist im Fluss, man muss es nur zulassen …

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Sa

04

Feb

2012

Vorfreude..

Ich brauche nicht in den Spiegel zu sehen um mich im Spiegel zu beobachten. Die Musik ist laut. Es sind die Songs, die ich auch singe oder neue Musik die mich nicht den Hintern am Sofa kleben lässt. Ich freu mich, ich bin gespannt und tanze durch die Gegend. Immer wieder schupst mein Spiegelbild mich an und sagt „Wach auf und erinner dich an Zeiten in den du ihn verflucht hast“. Ja, ich weiß, doch heute freu ich mich, ihn morgen zu sehen. Ich freue mich auf seinen schottischen Humor und darauf mich zum Lachen zu bringen. Ja das kann er wie keiner zuvor, mich zum Lachen zu bringen und gleichzeitig so wütend zu machen, dass ich denke ich müsste diese Welt sofort verlassen. Nein, ich vergesse nicht eine Sekunde der Wut, der Verzweiflung und auch des Glücks mit ihm. Doch weiß ich auch, dass er genauso fühlte wie ich. Auch er war tagelang sehr unglücklich, wenn wir gestritten haben und nicht miteinander redeten. Auch er hatte Momente in denen er mich hasste. Wir sehen oft nur unsere Seite der Unglücks, des Streites. Doch auch das Gegenüber hat seine Gedanken dazu, seinen Schmerz oder Verzweiflung zu der Situation. Doch wer versucht sich schon in den anderen zu vertiefen um ihn zu verstehen? Ich tue das. Das heißt nicht das ich die Situation für mich gutheißen muss, doch ich verstehe den Gedankengang des Gegenübers und warum es zu der Auseinandersetzung kam. Die Lösung ist das nicht, doch eine Ansatz der Verständigung. Würden wir alle gleich denken und uns gleich verhalten käme es nie zu einem Streit, wie langweilig?!

Mein Auto ist ab Montag schon wieder in der Werkstatt. Die Kiste hasst den Winter wie ich. Irgendwie sind die Bremsklötze eingefroren oder die Bremszüge, auch egal. Auf jeden Fall stinkt es nach verschmorten Etwas, grauenvoll. Gut dass wir noch ein paar Kisten hier haben doch mit dem Smart meiner Mom ist das schon ne Strecke nach Nürnberg. Mein Bruder liebt es wie ich Auto zu fahren und holt Jon vom Flughafen ab. Ich würde ja gerne mitfahren doch es ist ein Zweisitzer. Ich schreibe also morgen ein Schild mit Jons Namen und mein Bruder wird das hochhalten wenn der Flieger ankommt. Ich weiß Jon wird es lieben. Er weiß eigentlich nicht viel über mich und meine Familie. Nur das was ich ihm erzählte, doch erzählen könnte ich ja viel. Seine Familie hatte ich kennengelernt und war sehr beeindruckt. Edinburgh war und ist nach wie vor für mich die schönste und fantastischste Stadt mit den freundlichsten Menschen die ich je sah. Ich würde sofort dort leben wollen wenn das Klima nicht so verdammt schlimm wäre. In Spanien weiß eigentlich niemand etwas über mich, außer dass ich Künstler bin, in einer Bar arbeite und ein netter fröhlicher Mensch bin. Die Spanier fragen auch nicht danach. Sie nehmen dich so wie du ankommst. Das Jon nach Coburg mich besuchen kommt ist eine schöne Geste von ihm. Mir zu signalisieren, dass ich ihm fehl, auch wenn er das nicht sagen kann, oder wenn, dann nur im Scherz, den ich natürlich versteheJ, bin ja nicht blöd. Anscheinend tut es uns gut, uns mal zu vermissen. Eine konventionelle Beziehung kann ich eh nicht führen und Jon schon gar nicht, vielleicht ist es ja das richtige Model. Ich bin so gespannt

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Do

02

Feb

2012

ich biem mich weg..

Heute biem ich mich weg…

Mein Bruder fragt „Wohin denn?“ In den Jazzclub, zu meinen Freunden. Tanzen, lachen, quatschen und ein guter Gin Tonic. War heute in vier verschieden Märkten in der Stadt um einen Gin zu kaufen. Fehlanzeige! Der Einzige der eine gute Auswahl hat ist der Real und da wollte ich nicht auch noch hin, da er am anderen Ende liegt. Gut, dann halt keinen. Habe heute mit Pappmaschee Dekoständer für die Vitrine im Hotel Masserberg gebaut um meine Ketten zu Trappieren. Schon erstaunlich was Energie so anstellt. Da war ich in Masserberg bei meiner Freundin im Hotel und haben die Bilder, die immer noch hängen neue Preise verpasst und schon drei Tage später ist eines verkauft. Die Energie die gerade hier abgeht ist unglaublich.

Jon hat sich einen Flug gebucht und kommt am Sonntag. Nur drei Tage, doch ich freu mich ihn zu sehen. Ich bin sehr gespannt wie unser Zwischenmenschlichkeit sich entwickelt nach dem ich nun wieder in meiner Unabhängigkeit bin. Interessante Situation in den nächsten Monaten. Es könnte sein, dass er das spürt und sich mir gegenüber anders verhält, dass alles beim alten bleibt oder ich mir eine neue Wohnung suche. Alles ist möglich nur eines nicht mehrJ

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Mo

23

Jan

2012

Happy End...

 

Die Anzeige in der Zeitung  vor einer Woche ein Erfolg und noch immer kommen Anrufe von Kundinnen. Nun war ich auch das erste Mal in Fürth in dem Studio. Die Inhaberin und Freundin meiner Mel, die mir diesen Kontakt vermittelte, eine supersympathische Frau mit einem super Team im Studio. Der Termin ein Erfolg, der Termine nach sich zieht. Doch wichtig, dass die Mädels im Studio von meiner Arbeit begeistert sind, denn jetzt reden sie mit den Kunden die unsicher waren, doch interessiert. Nürnberg ist halt doch noch mal was anderes. Da wird nicht gefeilscht. Da lieg ich eh noch mit meinen Preisen unter der Anderen, doch höher als in meinem eigenen Studio. Somit perfekt. Mehr als drei Kundinnen am Tag werde ich nicht annehmen. Das Pigmentieren ist wirklich sehr anstrengend, da ich hochkonzentriert arbeiten muss, gerade an den Augen. Mir ist es wichtig die Arbeit perfekt zu machen. Nicht umsonst ist dieser Beruf einer der bestbezahltesten. Stundenlohn von 200€ und mehr. Doch die Verantwortung ist auch hoch. Was mal in der Haut ist, ist drin. Klar kann man Kleinigkeiten korrigieren, doch ich will erst gar nicht korrigieren müssen, deshalb lieber alles in Ruhe. Ich sehe einfach auch viel schlecht gearbeitetes PMU von Mitbewerbern. Klar, denn die Kundin die zufrieden ist, wird immer wieder dort zurück gehen. Somit habe ich in meinem eigenen Studio nicht nur Neukundinnen, sondern auch diese, welche ich vor Jahren schon pigmentiert hatte.

Der Weg war richtig und so wie es aussieht werde ich wohl auch nach April öfter hier sein um zu arbeite. Es ist wichtig den Faden nicht abreißen zulassen. Ist mir auch recht, denn ich liebe es mich zu bewegen und zu reisen. Chiara kann ruhig mal 14 Tage bei Jon bleiben, der sie eh schon vermisst. Meine Familie ist happy, ich bin happy und wenn ich zurückblicke muss ich sagen, es ist gut einen Beruf zu haben. Ich habe versucht von der Kunst zu leben und musste erkennen, dass es nicht möglich ist, nicht jetzt. Doch was ich erreicht habe und es immer ein großes Ziel von mir war, unabhängig von dem Laden zu sein. Jeden Tag ins Geschäft und abends heim. Einen Urlaub von mehr als 14 Tagen hatte ich mich nie getraut zu machen, da ich einen Kundenbindung hatte und immer Angst, sie könnten in eine anderes Studio gehen. 25 Jahre lang war ich zwar gut versorgt, doch zu welchen Preis. In Spanien habe ich von fast nichts gelebt doch war ich das erste Jahr unglaublich glücklich. Löcher sind dazu da um nach einen Ausweg zu suchen. Ich hab das geschafft! Das erreicht was ich wollte. Frei sein und doch finanziell unabhängig. Somit zeigt es mir doch, dass Mut auch belohnt wird, dass es wichtig ist das zu tun was man spürt, dass was einen treibt, auch wenn es vielleicht zeitweise so aussieht, als würde man feststecken. Ich habe in Spanien so viel wie nie zuvor gearbeitet, gemacht, getan und so wenig wie nie verdient, doch ich habe meine Mentalität gefüllt mit sehr vielen Kostbarkeiten. Immer an mich geglaubt, mich den Zweiflern zur Wehr gesetzt und ich habe Freunde gehabt, die mich unterstützten und mich an mich erinnerten wenn ich doch mal wieder im Fischleleid zerfloss. Und ich vergesse niemanden der mich auf diesen Weg begleitet hat, da bin ich wie ein Elefant und Freundschaft ist für mich unbezahlbar!

Ja, mein Weg endet in einem Happy End. Ich werde in Spanien leben und in Deutschland arbeiten, meine Familie leben, Freunde hier und dort, meine große Liebe, das Meer, die Wärme und das Leben, dass dort mehr Stunden hat als hier in Deutschland. Nein, es macht mir nichts aus in Coburg abends Zuhause zu sitzen und vor der Glotze zu stricken, in Spanien werde ich keine Zeit dazu finden….

 

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Fr

21

Okt

2011

Newsletter..

neues Werk..

Einige sprachen mich an, ob ich den Blog nicht weiterführen könnte. Somit entschied ich mich ihn als Newsletter zu versenden. Er ist nicht mehr online und ich habe zumindest eine Überblick über die Menschen die ihn bekommen.

Der Weg den ich gerade einschlage ist noch nicht gegangen. Auch für mich wird es spannend, denn ich versuche nun einen Spagat zwischen mir lieb gewordenen Heimaten zu machen. Ob das sich so verwirklichen lässt steht noch aus, doch die Weichen sind gestellt. Begonnen hab ich mit einem Folder der sich auf das Permanent Make-up beschränkt, sowie auch die alte Homepage, komplett auf PMU abgespeckt. www.kerstin-pilipp.com

Als ich anfing mit der Kosmetik wurde mir schnell klar, dass man sich spezialisieren muss um gut zu sein. Von allem ein wenig halte ich nichts. Deshalb entschied ich mich damals dafür, ein Nagelstudio zu eröffnen (Ja, ich war einen Nageltussi), da es das erste in unserer Stadt und eines der ganz wenigen war die es überhaupt gab arbeitete ich mich blöd und verdiente gigantisch gut. 25 Jahre hab ich das gemacht, bis mir die Hand weh tat und ich oft nicht ohne Schmerztabletten die Nägel „schrubben“ konnte. Dazu kam der Wunsch von meiner Kreativität leben zu können und am Meer zu sein. Der Rest ist bekannt. Doch Jahre zuvor machte ich noch die Ausbildung des PMU und arbeitet einige Jahre in meinem Geschäft. Die Porträtmalerei, mein Verständnis für Farbe und meine Ausbildung als Visagist machten mir es leicht schnell Erfolgserlebnisse im diesem Bereich zu erhalten.

Als ich dann vor ein paar Wochen in Coburg war und die ehemaligen Studios mich anriefen und mich baten ein paar Kunden zu pigmentieren, war das für mich wie ein Geistesblitz, eine Fügung ein Zeichen? Ich entschied mich genau auf das werde ich mich spezialisieren. Eine Zusatzausbildung im humanmedizinischen Bereich die Krönung. Ich werde mich auch auf das entfernen von Tattoos schulen lassen sowie das entfernen von PMU. Den nicht jeder meiner Mitbewerber arbeitet korrekt oder natürlich. Da ich mit einer gigantischen Firma zusammenarbeite die vor allem auch mit Farben arbeitet die in Spanien zertifiziert sind, für mich ein Glück.

In Coburg werde ich mir nun in unserem Haus ein Studio einrichten und mit anderen Kosmetikstudios zusammenarbeiten die PMU nicht im Programm haben. Voraussichtlich werde ich bis Ende April dann in Coburg bleiben um dann den Sommer entspannt noch Denia in meine Wohnung zurück zukommen.

Auswandern definiert wohl jeder für sich selber. Auswandern kling so endgültig. Jeder Mensch hat jeden Tag die Möglichkeit seine Meinung zu ändern oder seinen Weg zu wechseln. Ich habe erkannt das ich viel gelernt habe und letzten 1,5 Jahre mit die Wichtigsten in meinem Leben waren. Natürlich hab ich meine Fischletiefen, doch hat mich das alles sehr stark gemacht. Ja ich hab es geschafft die Spirale, in die so viele verstrickt sind und heraus wollen, zu verlassen. Nichts ist mehr wie vorher, selbst wenn ich in Coburg bin. Und somit hab ich mich nun oft genug wiederholt. Jetzt geht’s weiter mit dem Tagebuch, den ihr über den Newsletter erhalten könnt.

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So

16

Okt

2011

El Final...

Eigentlich wollte ich das Tagebuch im Juli das erste Mal beenden. Zu dieser Zeit war ich nun ein Jahr in Denia. Zu dieser Zeit wusste ich nicht wo ich stehe. In den letzten Monate ist viel geschehen und ich nun bin ich mir sicher, dass ich den richtigen Weg gegangen bin. Dieser Weg war wunderschön, spannend, lehrreich, lustig und auch traurig, doch was ich vor allem daraus resultiere ist, dass ich einen riesen Schritt gemacht habe. In der Zeit hier habe ich ein Buch geschrieben. Bilder gemalt, Presse gehabt und Ausstellungen gemacht. Viel gearbeitet und von fast nichts gelebt, trotzdem war ich die meiste Zeit ein sehr glücklicher Mensch. Ich habe Sprachen gelernt, Freundschaften geschlossen, ein Traumhaus mitgestaltet und umgebaut, in einer Bar gearbeitet, ein Saison einen Laden betrieben und dadurch Kontakte geknüpft. Meine Liebe hat sich zu einer innigen Freundschaft entwickelt. Stehe wieder auf der Bühne und habe neue Lieder gelernt. Lebe in meinem Traumhaus mit Blick auf meine Freundin, das Meer, habe die meiste Zeit Sonne und Wärme. In der Zeit musste ich erkennen, dass es nicht möglich ist alleine von der Kunst zu leben und mich entschieden nun den Winter in Deutschland zu arbeiten um den Sommer hier in Denia kreativ leben zu können. Nach Deutschland gehen nur meine Winterkleider und ein paar Dinge die ich brauche um auch dort malen zu können, der Rest bleibt hier in meiner Wohnung. Habe ich große Sehnsucht, werde ich einen Flug nehmen und ein paar Tage das Meer besuchen, den Denia ist mir ein Zuhause geworden.

Es ist nun an der Zeit diesen Blog in dieser Form zu schließen. Die Webpage wird neu gestaltet und die Seite wie auch der neun Blog, konzentriert sich demnächst nur noch auf die Kunst.

Somit „ Hasta la luego“

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Do

13

Okt

2011

trallala and tideldum..

Dirndl in der Bar..

Von der Seite hab ich einen Anrüffler bekommen. „Letzter Blog 5.10!“ Ups! wohl wahr. Na dann werd ich mal zusammenfassen was hier so passiert ist. Nichts! Zumindest nichts worauf wohl die meisten warten. Das nächste Chaos, der nächste Absturz. Ich genieße die Zeit in der Sonne die mir mächtig auf den Pelz brennt, die Zeit die mir noch bleibt. Ich muss mich grad nicht krumm machen da ich in den letzten Tagen in Coburg so viel verdiente wie hier in drei Monaten Bar. Somit sehe ich das alles ein wenig relaxt. Die letzten Tage hab ich an meinem Folder gearbeitet und viel Hilfe von meinen Freunden über FB bekommen. Ich warte nur noch auf die Post und dann geht’s los, alle Kosmetikstudios in Denia und Umgebung abzuklappern.

Mir geht´s einfach gut. Das Leben hat so viel Überraschungen parat, mein Leben hat so viel Überraschungen parat. Das Nacho in der Zeit in der ich in Coburg war sich jemand anderen für die Galerie suchte macht mich nicht traurig, nachdem ich die erste Woche zwar gearbeitet hab aber keinen verdammten Lohn dafür bekam nicht mal die 20% die mir für die Arbeit zustanden. Da lach ich nur drüber. Es ist einfach gut zu erkennen das ich einen Beruf habe und nicht von der Kunst leben muss, wenn auch ich das gerne wollte. Die Gewissheit hier in Denia ein Zuhause zu haben und Freunde ist Erfolg für mich genug. Auch in Deutschland hab ich Freunde was mir die Zeit in Coburg gezeigt hat. Somit hab ich nun zwei Zuhause. Zwei Orte an denen ich mich wohl fühle. Wenn ich zurückblicke nun mit der neuen Erkenntnis kann ich mich mal wieder oben nur bedanken. Denn ich hab es geschafft aus meinem Hamsterrad zu entfliehen. Ich hab es geschafft meinen eingefahrenen Weg zu wechsel und damit auf meine finanziellen Polster verzichtet, Habe mit bewiesen von fast nichts zu existieren und meine Traum zu genießen, geschafft meinen Geist zu erweitern, ich habe mir unendlichen Mut bewiesen diesen Weg alleine zu gehen, habe gelernt wieder „Nein“ zu sagen und mich zu behaupten, ich habe alles aufgegeben um dann zu erkennen was ich bin und was ich brauche, was für mich das Leben ist. Ich bin einfach nur verdammt stolz auf mich und das ist das was auch mein Gegenüber spürt. Die Menschen in der Bar sprechen mich wieder auf mein Lächeln an. Jon ist grad so aufmerksam wie Monate nicht. Ich wünsche mir so sehr das dieser freundschaftliche Zustand anhält. Ich kann nun endlich auch das Haus genießen und meine Garten, meine Katzen, früh zu Bett gehen oder einen Film übers Internet ansehen weil ich nicht jeden Abend in der Bar arbeiten muss. Ich freue mich aufs Wochenende an dem ich arbeite und Spaß dabei habe. Facebook ist für mich der Bindfaden nach Coburg geworden, der die Freundschaften und die Familie bindet wenn ich in Denia bin. Devon sucht gerade einen Flug von Austin nach Denia, somit werde ich sie wiedersehen. Ich freue mich. Wer weiß schon welche Tür sich morgen öffnet., Mein Leben lang war ich auf der Suche nach der großen Liebe. Jetzt wo ich sie gefunden habe, nämlich die zu mir fügt sich alles andere. Ich wüsste schon wohin ich mein Herz lenken würde doch ich warte ab, denn der richtige Prinz wird wissen wie er mich erobert. Ich habe keine Eile. Und wieder hat mir das alles gezeigt, dass die extremen Tiefen die ich leben kann mich in die Höhe bringen. Das können die wenigsten verstehen und müssen sie auch nicht...

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Mi

05

Okt

2011

Happy End...

Es wird kühl hier. In der Sonne ist es warm doch der Schatten ist kühl, abends braucht man eine Pullover oder ein Tuch. Ich hatte ja schon ein wenig Angst vor dem Winter hier im Haus. Wird es richtig warm? Man wird sehen, bis Mitte Dezember werd ich es aushalten.

Weihnachten bin ich in Coburg und dort werde ich bleiben bis Ende April. Ich hab mich entschieden. Ich werde die Wintermonate in Deutschland verbringen und arbeiten was ich kann. Dem Jobangebot kann ich nicht wiederstehen. Ich werde in Löbelstein mein Studio für Permanent Make-up einrichten, den Job als Ausbilderin annehmen und mit meinen Kosmetikstudios zusammenarbeiten. Das Apartment im Haus von Jon werde ich so wie es ist weiter mieten und ab Mai bin ich dann den ganzen Sommer in Denia. Hier brauche ich nicht viel zum leben. Das ich mit wenig hier lauskomme kann hab ich mir bewiesen. Was ich brauche ist das Meer, die Hitze und die Menschen. Ich werde in Denia kreativ arbeiten und es in Deutschland verkaufen. Den Winter über werde ich nur Permanent Make-up machen. Wenn ich große Sehnsucht nach Denia habe nehme ich einen Flieger und bleibe einfach ein paar Tage. Ich hab hier ein Zuhause, genauso wie in Löbelstein. Die Krise in Spanien wird noch einige Jahre andauern. Die Spanier selber reden von bis zu drei Jahren um am Tiefpunkt angekommen zu sein, das heißt es wird noch härter. Das werde ich ausnützen um den Winter zu arbeiten und den Sommer zu genießen und kreativ zu sein. Dann kann ich endlich ohne schlechtem Gewissen hier abschalten. Ich kann meine Familie leben und meinen Traum. Für mich ein Happy End.

Ich spreche nun drei wichtige Sprachen, bin frei da ich nicht mehr an einen Laden gebunden bin. Das ich viel und hart arbeiten kann hab ich mir bewiesen, diese Energie werd ich nun in Deutschland nutzen und richtig einsetzen. Im November gehen meine Bilder hier noch einmal in eine Ausstellung einer Galerie, Madrid ist auch noch im Gespräch, dann bringe ich sie erst mal zurück nach Deutschland. Denn auch dort habe ich Angebote zum Ausstellen. Mein Leben wird spannend bleiben, da ich es mir selber gestalte. Die Höhen und Tiefen werden bleiben, da ich immer in Bewegung bin und der Weg niemals gerade verläuft. Ich habe das akzeptiert. So bin ich nun mal und stark macht mich meine Familie, die hinter mir steht und jetzt auch akzeptiert.

 

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