18.1.12

Endlich!

Ich fühl mich großartig! Der erste Tag in diesem Jahr in dem ich spüre, ich bin mir sicher, dass richtige getan zu haben. Ich muss an das Kreuz denken was ich im Club fand, dass ich seit diesem jeden Tag bei mir trage. Meine Karten die mir seit Wochen sagen, dass es Erfolg haben wird. Die Akquise trägt Früchte, zarte Früchte, doch sie sind groß genug um einmal tief durch zu schnaufen, die Augen zu schließen um danke zu sagen. Die ersten Kunden sind verschönt, das Studio ist eingerichtet.

Heute traf ich eine meiner liebsten Kundinnen aus vergangener Zeit und über die Jahre hinweg sind wir Freundinnen geworden. Wir hatten uns sein meinem Weggehen nach Spanien nicht mehr gesehen und trotzdem war es als hätten wir uns letzte Woche erst getroffen. Freundschaft besteht nicht daraus jeden Tag aufeinanderzusitzen, Freundschaft spürt man auch noch nach Jahren ohne ein Wort. Die Zeit in Spanien hat etwas mit mir gemacht, dass ich nicht mehr missen möchte. Mein Blick ist viel klarer geworden. Ich sehe nun Dinge und Menschen noch intensiver. Neid kenne ich ja nicht, doch kann ich mich nun noch mehr freuen wenn es Menschen die mir wichtig sind gut geht und glücklich sind. Ich freue mich so sehr darüber, dass es auf mich abfärbt. Das Leben ist ein Fluss und nach der Höhe kommt das Tief, nach dem Tiefe die Höhe und je tiefer oder höher du warst um so intensiver spürst du die Balance. Vielleicht liegt es auch am Alter, dass man einfach mehr erlebt hatte und daraus lernte, doch für mich ist es die Balance zum älter werden. Die Hülle reift, der Geist wird immer schärfer und klarer. Alles ist Ansichtssache. Gestern noch sah ich mich im Spiegel an und dachte, man siehst du grauenvoll aus, die Haare doof, die Haut wie ne verdorrte Pflaume von der Heizungsluft und überhaupt. Heute als ich von meinem Termin kam, die ersten Anrufe auf die Zeitungsannonce kamen, ich Termine eintrug, noch im Atelier Perlen drehte da ich nun einen neuen Ausstellungsplatz in einem Hotel habe, mich abschminkte und im Spiegel ansah, die Augen groß waren und mich anstrahlten, ich mich dabei ertappte wie ich mir zuzwinkerte und sagte „Wow Honey, nice lady“ Ha! Du kannst alles sein, wenn du mit dir im Reinen bist. Ich verstehe die Jungs da draußen, die sich über ihren Beruf oder Erfolg identifizieren. Es ist wichtig sich anzusehen und zu sage „ Hey Baby, hast du gut gemacht.“ Erfolg, ist das wichtigste im Leben und wir definieren uns darüber! Wie der Erfolg aussieht entscheidet jeder selber. Einmal ist es der zwischenmenschliche Erfolg, oft der berufliche Erfolg, doch immer ist es das selbe Ergebnis: Wir sehen uns anders im Spiegel als davor. Unglaublich was die Psyche alles mit uns anstellt.

 

 

24.12.12

Warten aufs Christkind…

 

…dass kurzfristig durch eine typisch fränkische Situation versüßt wurde. Gestern ging ich in den kleinen Laden wo ich meine kleinen Glasperlen kaufe die ich zwischen den von mir gearbeiteten setze, wenn ich ein Schmuckstück zusammenbaue. Das letzte Mal als ich da war hatte ich ein recht nettes Gespräch mit der Dame. Als ich heute mit den Döschen an der Kasse stand fragte ich sie freundlich „Geht ihnen gut?“ Sie sah mich versteinert an und meinte trocken „Wieso? Wünschen sie mir was schlechtes?“ Ich brachte erst mal meinen Mund nicht zu, doch als ich mich wieder fing sagte „Entschuldigung, ich wollte nur höflich sein und sie fragen wie es ihnen geht.“ „Ja wie,“ erwiderte sie „Seh ich wohl schlecht aus?“ Es machte keinen Sinn das weiterzuführen. Ich zahlte und ging. Einmalig. Willkommen in Frankenländle.

Das war allerdings die Einzige dieser Erfahrungen seit ich da bin. Im Gegenteil. Ich muss sagen dass ich teilweise sehr verblüfft war. Ich weiß genau werd den Blog gelesen hat. Die Reaktionen sind so deutlich und ich weiß auch genau wer sich angesprochen fühl, den diese Menschen sind plötzlich kühl. Allerdings hatte ich mehr Situationen, wo Menschen mit denen ich früher nicht so warm wurde, sie mich plötzlich sehr freundlich ansprechen und mich fragen wie es mir geht und mir schöne Tage wünschen. Das gefällt mir so gut. Blog hin oder her, für mich ist er eine wundervolle Erfahrung. Franken ist ein Ding für sich, das weiß jeder der von Auswärts hier her kommt. Doch dadurch, dass ich jetzt einen Teil dort verbringen kann wo ich immer hin wollte, ans Meer, fällt es mir leichter über gewisse Situationen wegzusehen, mich sogar hier wohl zu fühlen. Nein, es macht mir überhaupt nichts aus, dass ich jetzt eine Zeit lang hier sein werde. Doch das Schönste hier ist meine Familie. Meine Mom hat ein Dauergrinsen im Gesicht und mein Bruder ist ein großer Bruder wie man es sich nur vorstellen kann, genauso wie mein Vater und seine Frau. Ich fühle mich seit vielen Jahren das erste Mal daheim! Ein Weggehen, ein Loslassen kann ein Ankommen sein…

 

 

20.12.12

Bin angekommen…

Lange war die Fahrt. Mir hat es diesmal davor gegraust. Klar, es ist Winter, kalt und glatt. Meine Winterreifen waren aufgeschnallt und zuvor noch zwei weitere Reparaturen meines Autos. Mir wurde immer klarer, dass ich nur diese Chance habe um in Spanien zu leben. Ich muss in Deutschland Geld verdienen, denn nun geht’s richtig an meine Reserven. Am letzten Tag der Abreise rief mich noch meine liebe Freundin an um mir zu sagen, dass ich schnell meine Mathilda ins Auto packen soll, da sie für die nächsten 4 Wochen bei einer spanischen Ärztin hängt, die sich schon in der Ausstellung in sie verliebt hatte und als diese hörte, dass ich meine Bilder mit nach Deutschland nehme, wolle sie sich dieses Bild nicht entgehen lassen. Gesagt getan. Nun hängt Mathilda erst mal gut. Sie ist sehr verliebt in das Bild und wir denken schon, dass sie es auch kaufen wird. Somit war das ein guter Einstieg in den Ausstieg, vor allem, da mir noch ein Freund zuvor schrieb, dass ich doch nur nachahme mit meinen Bildern. Ich hab kein Problem wenn jemand sagt, dass ihm meine Bilder nicht gefallen, ich mag ja auch nicht jeden Künstler, doch mit dem Wort Nachahmen hab ich schon ein Problem. Ich kopiere werde einen Picasso, einen Rizzi, einen Chagall oder Lieschen Müller, sondern gebe einem Foto , dass ich oft auch selber mache meine Interpretation, meinen Pinselstrich. Man liebt oder hasst meine Bilder, ich weiß das und es ist gut so, denn das bin ich auch.

Da es zu kalt war um im Auto zu schlafen gönnte ich mir ein Hotel in Vienne, 1100km. Um 18h war ich in Coburg. 20 Stunden Autofahren ist einfach lang allein. Die letzten 50km Landstraße waren nicht wirklich ein Vergnügen. Schnee und eisglatte Straße. Das ABS machte nur noch „Klack, klack, klack“ nichts ging mehr. Ich hasse es. Mit einer geschlossenen Schneedecke hab ich wenig Problem, doch mit Eis, da bist du machtlos. Zwei Tage vor der Fahrt versetzte uns die Putzfrau in der Bar und kehrte die Bar aus, als ich am Boden etwas glitzern sah. Ich hob es auf und sah das es ein Jesuskreuz mit Metall umlegt war, ca. 4 cm groß. Ich nahm es in die Hand und wusste das ich beschützt bin und das mein Weg richtig ist. Seit dem trage ich diese Kreuz in meiner Hosentasche immer bei mir und auf der Heimfahrt war ich beschützt. Kurz nach Würzburg hab ich mich verfahren. Keine Ahnung warum aber ich fuhr eine Schlaufe um Würzburg, einen Umweg von ca. 20 Minuten. Als ich im Wald auf der glatten Landstraße mit 20km schlich und an einem Unfall vorbei kam, die Polizei noch da war und man sich ausrechnen konnte wie lange der wohl her sei musste, wusste ich auch warum ich diesen Umweg fahren musste. Ich war so erleichtert in Löbelstein zu sein. So waren wir doch wieder vereint. Mein Bruder, meine Mom und ich, schön!

Gestern hab ich dann erst mal meine Kisten ausgeräumt und versucht ein paar Termine zu machen. Doch mit den Studios zu telefonieren macht in dem Jahr keinen großen Sinn. Alle sind randvoll und nur gestresst. Somit muss das bin Januar warten denn dann sind die Studios erst mal leer und haben Zeit zum zuhören. Die ersten Termine sind schon gemacht. Das ehemalige Gästezimmer meiner Mom ist riesig und viel Platz für Studio und einen Kreativraum, da es eigentlich zwei Zimmer sind. Jetzt muss ich nur noch ein wenig streichen und meine eingelagerten Möbel holen, Werbung machen und schon kann´s los gehen.

Kelly hat mir meine Tonleitern auf den IPod gespielt und so kann ich meinen Gesangunterricht weitermachen. Ich muss fast alle Songs neu lernen zu singen und es macht mir viel Spaß. Am letzen Tag in der Bar musste ich Summertime neu singen. Jon spielte am Piano. Kelly war wirklich begeistert „Sie hatte nur drei Stunden und so ein Unterschied“ sagte sie zu Jon der grinste. Es hat ihm gefallen, auch wenn er es nicht sagte. Er war ja der Erste der zu mir sagte, ich müsse mehr in der Kopfstimme singen, doch ich wusste nicht wie er das meinte und erklären konnte er mir das auch nicht, so sag ich halt wie immer. Die Masse hört das nicht, doch ich hab es gehört als ich ein Video sah und dacht, ne ne, so will ich das nicht haben. Gefällt mir gar nicht. Kelly hat das Video auch gesehen und fragte mich ob sie mir helfen darf da ihr meine Stimme gefällt. Seit dem nehme ich Stunden bei ihr. Jetzt werde ich 4 Monate meine Tonleitern rauf und runter trällern und meine Familie nerven. Wenn ich mir was ins Hirn gesetzt hab, dann ziehe ich das ja gnadenlos durch.

Seit ich wieder in Löb. bin frag ich mich warum ich eigentlich das riesige Hundekissen mitgenommen habe. Chiara liegt Tag und Nacht in meinem Bett. Die genießt meine Viscoluxus Matratze. Reinlegen, einschlafen und so wieder aufwachen wie man sich reingelegt hat. Das Ding ist so was von klasse. Kein rumwälzen mehr, ein Traum. http://www.viscomatratze.de/

Jon hat sich vorgenommen mich im Februar zu besuchen. Na, ich bin gespannt. Er erzählt ja immer viel. Freuen würde ich mich aber schon sehr.

Kaum bin ich wieder in Löb. Verfalle ich im meinen alten Rhythmus: früh aufstehen und früh ins Bett. Ich war sicher mal in einem Leben ein Murmeltier oder ein Bär der sich in den Winterschlaf verkrümelt. Wenn´s kalt ist mag ich echt nicht raus. In Deutschland lebe ich nur die Hälfte und nun ist es 23h und ich gähne schon wieder rum.. Schlafanfall!

 

 

10.12.12

Jon hatte sich natürlich wieder schnell beruhigt, nach seiner kurzen Eifersuchtsszene. Die er aber dann doch gleich wieder fortsetzte, als wir gemeinsam am nächsten Tag auf dem Altstadtfest waren und ich einen Anruf bekam. Er regte sich sofort wieder auf „Wie konntest du nur mit ihm Ausgehen, wo du weißt dass ich Probleme mit ihm habe, wie steh ich den jetzt da.“ Ja, das ist sein größtes Problem. Ich sah ihn an „Jon, du verlierst dein Gesicht nur, wenn du das auch willst. Du solltest endlich mal lernen. Lies doch mal ein paar Bücher. Du verlierst nur dein Gesicht, wenn du ihm signalisierst, dass Du unsicher bist. Doch das musst du nicht im geringsten sein. Denn er will das, was du lange hast. Ich hab dir gesagt, dass ich nicht interessiert bin, also kannst du doch aufrecht lächelnd vor ihm stehen. Somit verliert wenn überhaupt er das Gesicht und nicht du. Du musst lernen selbstbewusster zu sein. Du kannst eh nichts halten was dir nicht gehört und ich gehöre nur mir selber.“

Viele Menschen denken sie könnten mit Besitzansprüchen jemanden an sich binden. Das geht sicher bis zu einem gewissen Niveau, doch nicht mit Menschen die Leben und leben lassen. Ein Mensch der nicht mit mir zusammen sein will, hat einen Grund und ich halte nicht fest. Trennung ist immer etwas sehr schmerzvolles, doch es macht einfach keine Sinn an etwas festzuhalten das sich erledigt hat. Außerdem muss ich sicher nicht mit einem Menschen meine Zeit teilen der das nicht zu schätzen weiß. Irgendwann hab ich das mal verstanden nach einigen leidvollen Erfahrungen, irgendwann ist man sich so selbstsicher. Das ist wirklich ein sehr gutes Gefühl, da man keine Angst mehr davor hat sich oder etwas zu verlieren. Ich schaffe es immer wieder, dass Jon runterkommt von seiner Explosion und mit zuhört. Er versteht die Worte. „Was haben wir für einen Beziehung?“ frage ich ihn. „Wir haben keine Beziehung“ sagt er. „Gut, aber was ist es dann?“ „Etwas einmaliges“ grinst er. „Siehst du, so einmalig wie wir Beide und genau deshalb wirst du dir Eifersucht schenken, denn du wirst mich nehmen müssen wie ich bin so wie ich dich und das ist oft nicht einfach für mich.“ Somit war alles gesagt. Er umarmt mich und lächelt.. „Mein kleiner Psychologe, vielleicht solltest du nicht so viele Bücher lesen, damit ich auch mal zu Wort komme.“

 

 

4.12.11

Hier in Denia ist grad viel los das Festtage sind. War am Meer mit Chiara die mich immer zum Lachen bringt und mich ablenkt von einem erneuten völlig unnötigen Streit. Der Schritt, der mein Leben komplett änderte, änderte vor allem mich, meine Einstellung zum Leben. Meine Ansichten sind so klar geworden und meine Akzeptanz Dinge zu bewerten. Doch das macht es nicht einfacher sich mit Menschen zu umgeben die das lernen sollten zu verstehen oder wenigstens zu akzeptieren. Vor allem denen ich nahe stehe wie Jon, da tut Unverständnis mir gegenüber richtig weh..Ich steh dann immer da wie ne Kuh beim kalben mit großen Augen und kann nur noch mit dem Kopf schütteln.. Bücher wie z.B. Coelho nicht nur zu lesen sondern zu verstehen, da es der Entwicklung entspricht, macht das Leben nicht einfacher..

Nachdem ich gestern Abend um 2h in der Bar Schluss machen konnte bin ich noch mit einem Freund in eine andere Bar um einen Gin Tonic zu genießen. Als ich da so im „Missing“ an der Bar stand und in die Runde sah, diese lebensfrohen Spanier die feiern können wie toll, gute Musik aus den Lautsprechern ist mir bewusst geworden, dass das der erste Abend seit eineinhalb Jahren war an dem ich mich ins Nachtleben stürzte. Das erste Mal an dem ich an einer anderen Theke stand außer bei uns, denn wenn wir schließen haben die Meisten auch zu oder nur noch einen Rest von Betrunkenen. Ich fand es auf jeden Fall wundervoll diesen Augenblick. Jeder quatscht dich an oder lächelt, egal ob Frau oder Mann. Da wird nicht geschupst oder gedrängelt, jeder ist entspannt, denn es ist Wochenende und da wirft man die Woche ab. Die Madrilenen sind in der Stadt, da Fest angesagt ist die Woche. In der Bar hat ein Gast den ich vom letzten Jahr seinen Pullover vergessen. Zu mindestens nahm ich das an. Nachdem er in dieser Nacht nicht kam zum abholen, nahm ich den Pulli in meiner Tasche mit. Zu 100% werden die Sachen nie abgeholt. Den hatte ich auf jeden Fall in der Tasche als ich im Missing an der Bar stand und den Gast sah. Ein äußerst attraktiver großer Madrilene, einer mit Stil und Charisma. Klar dass ich mich an diesen erinnerte. J Ich tippt ihm auf die Schulter, grinste bis zu beiden Ohren und fragte ihn ob er seinen Pulli in der Bar vergessen hatte. Er sah mich verdutzt an und sah mich wohl das erste Mal wirklich. „Ja, du arbeitest dort, richtig?“ dabei zog ich den Pulli aus meiner Tasche und gab ihn ihm. Er freute sich wie ein kleines Kind das Schokolade bekommt und fragte mich nach meinem Namen, während er all seinen Freunden mit einem Strahlen seinen Pulli zeigte. Das war so witzig. Na ja, die Situation dass ich das Ding grad dabei hatte war ja auch zu suspekt, grins.. Das nächste Mal wenn er in die Bar kommt, sieht er mich… einmalig. Ein schöner Moment.

Leider wurde der nette Abend, als ich nach Hause kam, von Jons Eifersuchtsszene wieder zum Alltag zelebriert. Tja, so ist er halt… der Jon. Ich will zwar keine Verantwortung einer Beziehung übernehmen, aber ein Anderer bekommt dich auch nicht. Kostet mich nur noch ein Lächeln..

 

 

28.11.11

Heute Morgen mal seit langem wieder in kleine Depriphase. Das Wetter ist echt zum, na ihr wisst schon wie. Es regnet und regnet, es hört einfach nicht auf. Mein Garten sieht aus das ich heulen könnte. Zwei kahle Palmen, die Steine weggeschwemmt, Klee überall, Schmutz und von der Straße werden alle möglichen Dinge angeschwemmt. Manche Menschen sehen das nicht. Ich aber schon und ich hasse Schmutz. Mein Ekelgefühl ist extrem ausgeprägt und deshalb macht mir auch der Hundekot überall in der Straße zu schaffen. Ich kann mich nicht daran gewöhnen. Wenn dann noch alles aufgeweicht ist hebt sich mir echt der Magen. Ich hab keinen Putzfimmel und bei mir kann man auch nicht vom Boden essen, da ich Tiere habe, doch es ist sauber. Jon z.B. könnte niemals das Zeugs von Chiara mit einem Beutel wegmachen, er kann nicht mal ein Hühnchen füllen da hebst ihm den Magen, darüber muss ich wieder lachen, dafür macht´s ihm vor der Tür nichts. So unterschiedlich ist man.

Dabei hab ich gar keinen Grund depressiv zu sein, denn ich hatte gestern Nacht ein Aha Erlebnis als ich den Zahir von Coelho ließ. Der Regen hat mich nicht schlafen lassen und um 5.30h begann ich wieder zu lesen. Das Buch fand ich erst sehr zäh, doch zum Schluss hin wird es sehr deutlich, was dieses Buch in sich trägt. Etwas, was ich lange verstanden habe ohne es zu wissen, ohne ihm einen Namen zu geben und das macht mich sehr zufrieden und glücklich. Wege zu gehen, ganz unbewusst und zu erfahren dass es Menschen mit Reife und Intellekt beschrieben haben. Meine große Liebe aus Nürnberg hat Coelho immer ein wenig belächelt. Mr. Big ist ein Genie, hoch intelligent, innovativ. Zwischenmenschlich Armseelig. Auch er wird noch ein paar Mal auf die Welt kommen müssen um zu kapieren was wichtig im Leben ist, doch nicht mehr mein Problem. Was Coelho in diesem Buch benannt hat ist, dass man seine Geschichte nur verlassen kann, indem man sie erzählt. Immer wieder. Durch das erzählen löst sich der Zahir auf und du beginnst dich zu verändern. Mich haben viele gefragt, warum ich den Blog schreibe und mich so öffne, so preisgebe, ich würde mich angreifbar machen. Ich konnte nie eine Antwort darauf geben, wusste nur dass es mir guttut das zu tun und mich frei macht. Ich passe nicht in die Gesellschaft mit meinen Gedanken. Ich will nicht gefallen. Die Masse will geliebt werden und dass von jedem. Dafür opfern sie Charisma, sind freundlich zu Menschen die sie nicht mögen, gebe Partys für Menschen nur um dazu zugehören, tragen Statussymbole um nicht abgewertet zu werden, sagen Ja, wenn sie Nein meinen um nicht anzuecken oder einer Diskussion aus dem Weg zu gehen. Sie sind einfältig und langweilig, diese Menschen, für mich. Sie sind gefangen und haben nicht den Mut dem zu entkommen, wenn sie es denn doch einmal erkannt haben. Ich hab das alles hinter mir gelassen. Das macht wirklich frei! Ich war nie in dem Trott, hab das früh erkannt, bin meinen Weg allein gegangen ohne mich zu fragen was denken die anderen. „Wenn ich sterbe, war ich lebendig“ schreibt Coelho. „ Wenn ich die Kiste morgen schließe, dann kann ich sagen, ich habe gelebt, wirklich gelebt“ das sage ich seit Jahren. Ist das nicht wundervoll das sagen zu können. Doch habe ich auch in den letzten Jahren bevor ich nach Spanien ging und alles zurück gelassen habe, das Gefühl gehabt, dass mein Kopf kurz vorm platzen ist. Ich vergaß viel und dachte ich beginne Alzheimer zu bekommen. Meine Worte „Ich hab das Gefühl mein Kopf ist so voll von den Ereignissen in meinem Leben, da passt einfach nichts mehr rein.“ Ich begann damit mein Buch < Die Bambirolle> zu schreiben. Ich startete damit als Mr. Big sich von mir trennte und ich beendete sie, als ich nach den ersten 2 Monaten Schule in Spanien mich entschied für immer zu gehen. Ich hatte mein Leben ab dem 18.Lebensjahr aufgeschrieben und danach? Es war wie wenn die Bombe platzt. Auf einmal war wieder Platz in meinem Hirn. Ich war wieder aufnahmefähig und ich begann mit dem Blog schon währenddessen. All das was ich in der Zeit meines Umzuges erfuhr und erlebte war dermaßen intensiv, dass es nicht wieder meinen Kopf so in Beschlag nehmen durfte und blockieren. Der Blog war ideal. Ich konnte meine Geschichte erzählen und ich war den Zahir los. Ja, ich bin weit gekommen, doch noch lange nicht angekommen. Eines ist sicher. Mein Kopf ist wieder aufnahmefähig, ich bin kreativer, bin menschlicher geworden, offener, noch direkter und suche mein Glück nicht mehr in einem Mann, sondern in der Liebe.

Warum aber habe ich dann doch Momente wie diese heute? Weil ich ab und zu Momente lebe in denen ich in mein altes Leben zurückfalle. In meine alten Ängste. Wer glaubt sein Leben von heute auf morgen ändern zu können wird sich wundern, da dies nicht funktioniert. Es hat immer wieder Momente in denen man in alte Muster zurückfällt. Doch diese Tage und Momente werden immer wenige, immer seltener. Ich weiß, dass ich eines Tages es geschafft haben werde, ein gutes neues Leben zu leben, ohne auf das was mir wichtig ist zu verzichten. Wenn man das verstanden hat, dann hat das Leben einen Sinn. Wenn man vor Veränderung keine Angst mehr hat geht der Weg geradeaus. Wer versteht das stehenbleiben sterben ist. Erkennen und Entwicklung, Erleuchtung. Mein Ziel ist es, dass mich nichts mehr, meine Vision aus den Augen verlieren lässt.

Eine Freundin von mir, von der ich dachte wir seinen uns sehr ähnlich musste ich innerhalb kürzester Zeit erkennen das wir wohl das selbe Sternzeichen und Aszendenten haben, doch lange nicht die gleiche intellektuelle Entwicklung. Für mich eine Erkenntnis, einen großen Schritt weiterzugehen ohne zurück zu blicken. Ich brauche keine Menschen in meinem Umfeld die mir erzählen wie schlecht die Spanier und wie unaufrichtig sie sind und ich dass alles erkenne wenn ich einmal länger hier wäre und besser sprechen würde. Sie habe so viele Jahre Erfahrung und hätte Recht. Sie selber ein Mensch der in der „Öffentlichkeit“ steht aber keiner darf etwas über sie wissen. Privates wird hinter der Tür geschlossen. Kein Problem für mich zu akzeptieren, zu erkennen dass auch sie Menschen freundlich ist, um ihrem „Stamm“ anzugehören und die Regeln befolgt. Schön, dass ich frei bin. Nein, ich brauche Menschen in meinem Umfeld die direkt sind, herzlich, offen, eigenständig in ihren Gedanken, Menschen die Freunde nicht manipulieren wollen oder herunterziehen weil sie grad selber nicht gut drauf sind. Diese Menschen die mir gut tun, habe ich kennen gelernt seit ich frei bin in meinem Kopf. Wundervoll.. und somit endet ein trister Tag und wandelt sich zu einem geistreichen…

 

 

25.11.11

So nun lieg ich mal wieder flach. Doch das ist auch kein Wunder nachdem ich mit Jon die Getränkekammer nach dem tagelangem Regen ausgewischt hab. Die Terrasse darüber ist undicht und das Wasser drückt in den Raum. Es ist sehr unschön. Die Feuchtigkeit hängt in den Wänden und ist sichtbar. Jon sucht eine neue Bar zu mieten, er hat schon zu viel Renovierung in die Bar gesteckt um diese Kosten zu tragen und ich muss ihm zustimmen. Den Tag zuvor hatten wir den alten Raum entrümpelt und dann das Ding. Kein Wunder!

Ich drehe Perlen, schlafe und trinke viel Tee. Heute Nacht bin ich um halb eins mit heftigen Bauchkrämpfen aufgewacht und stürzte ins Bad mit der Erkenntnis, dass ich nun wohl auch noch eine Darmgrippe bekomme. Das hatte ich Jahrzehnte nicht mehr und überlegte was ich denn gegessen hatte. Wenn ich erkältet bin esse ich immerzu Brot. Da ich kein Gluten freies hatte also Baguette, doch nie zuvor hatte ich so dermaßen Probleme darauf. „Überleg..“ Puh, da kam es mir wie ein Blitz. Heute Mittag hatte ich einen Tee im hinteren Bereich des Regals entdeckt und ich dachte es wäre Fenchel, hatte mich zwar gewundert warum er nicht danach schmeckte aber getrunken. Ja so ein Mist. Es war der Abführtee von letztem Jahr. Also wie blöd muss man sein. Mir spritzten die Tränen in die Augen vor Lachen über mich selber als ich den Tee in den Müll warf.. Kikiileben…

 

 

 

20.11.11

Es ist fast 4h und ich komme aus der Bar von der Arbeit. Es war wieder so extrem voll. Ich liebe den Salsaabend und den Stress. Dann geh ich richtig ab und auf. Ein großes Hallo, als meine Pariser an der Bar standen. Diese Franzosen kommen mehrmals im Jahr nach Denia. Sie sind unglaublich nett und sympathisch. Hab ich das grad von Franzosen gesagt? JAAAA!! Sie verbringen jeden Abend hier in der Bar und haben viel Spaß. Einer hatte mich im Sommer zum Essen eingeladen und wir hatten einen schönen Nachmittag. Jon ist damals ab wie ein Zäpfchen, was mir egal war. Dafür hatte ich tagelang Stress mit ihm. Diese Auseinandersetzungen haben wir nicht mehr. Irgendwie hat es einen Hebel umgelegt, seit ich nur noch am Wochenende in der Bar arbeite und ihm sagte, dass ich sein Businessleben nicht mehr organisiere sondern meines. Ja er hat sein Verhalten mir gegenüber verändert. Er kommt mir nun nicht mehr mit „Du müsstest mir dankbar sein, das ich dir den Job in der Bar gebe“ Ich habe in 8 Stunden Arbeit in Coburg mit meinem PMU so viel verdient wie in drei Monaten Bar. Jon weiß dass ich die Bar nicht mehr nötig habe seit ich mich entschied meine Kunst wieder als zweites Standbein zu betreiben und zurück in meinen Beruf zu gehen. Ich werde immer arbeiten wenn er mich braucht, vor allem am Wochenende wenn Stress angesagt ist, doch auch ich weiß nun, dass ich es nicht mehr muss. Das tut mir sehr gut. Nun habe ich eineinhalb Jahre gelebt wie ein Student. Immer wollte ich das tun und es hat mir so gut getan nach so vielen Jahren der Selbständigkeit. Ich bin erholt, habe Türen geschlossen und es haben sich viele Türen geöffnet. Jon und ich sind Freunde. Viele hier denken wir sind nach wie vor ein Paar. In der Bar bestätige ich das oft, schon allein weil ich meine Ruhe haben will vor Anmache. Aber wir sind kein Paar. Jon ist wirklich nicht fähig zu einer Beziehung und ich hab die Zeit gebraucht um mich zu finden und das war nur mit ihm möglich. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar. Ich hab wieder gelernt mich selber zu leben, keine falschen Kompromisse einzugehen. In der Zeit hier in Denia hat mich ein Mann geküsst und ich zwei, das war´s schon. Und das einmal aus Wut, als ich mich mit Jon so stritt und er mich aus dem Haus warf und aus der Bar und einmal als ich wusste das mit uns ist vorbei, ich mir wirklich klar war, dass Jon niemals fähig ist eine Beziehung zu haben. Es macht mich nicht traurig, denn er ist jetzt so viel mehr für mich, ein wirklicher Freund. Doch ich war nun lang genug allein und für mich. Nur durch die Veränderung meiner Selbst ist das nicht einfach, der Nächstbeste, der mir seine Liebe erklärt oder glaubt mich beschützen zu müssen, falle ich nicht mehr in die Arme so wie früher. Pech für die Jungs, gut für mich. Ich werde keinen verdammten Kompromiss mehr eingehen, was es nicht Zweisammer macht, aber einfacher!

Devon hat mir geschrieben. Sie hat diese wundervolle Schönheitsklinik in Austin und hat wohl eine Klinikserie entwickelt mit einer Firma die auch die Kosmetik für Chanel entwickelt. Sie möchte in Europa exportieren und vor allem in Spanien und Deutschland. Sie hat mir angeboten, mich gefragt ob ich Interesse daran habe. Natürlich habe ich das und wir werden sicher Gespräche führen. Vor einem halben Jahr dachte ich meine Challenge sei verloren, doch weit gefehlt! Ich komme dahin wo ich hin wollte und das geht nicht von heute auf morgen, doch es geht. Es ist unglaublich wenn man sich und das Leben komplett wechselt und ändert, dass man einfach auch Zeit braucht sich in der neuen Situation zu akzeptieren. Oft denke ich, dass ich zwar genäht habe und 10 Perlen gedreht, den Garten oder mich um die Katzen gekümmert, mit Jon für die Bar einkaufen war, doch Arbeit ist das nicht wirklich. Nie hatte ich das Gefühl in den 25 Jahren Selbständigkeit zu arbeiten. Nur die Gewissheit einen Laden zu betreiben, davon Abhängig zu sein gab mir das Gefühl zu arbeiten. Hier arbeite ich viel mehr und muss akzeptieren kein schlechte Gewissen zu haben. Es ist so spannend wenn man sich in diese Gedanken und in den Weg den ich ging fallen lässt.

Im Moment finde ich gerade zu meinen eigenen Perlendesing. Natürlich ist man erst mal von seiner Ausbilderin geprägt. Gisela vom Feuer-Werk in Coburg ist für mich ein riesen Vorbild in dieser Kunst. Ihre Farbgestaltung entspricht 100%tig meinen Geschmack. Nun habe ich eine Serie von ihren bunten Perlen gebreitet, sah aus dem Fenster meines Ateliers zum Meer. In dem Moment kam es mir wie die Eingebung. Ich will das Meer in die Perlen bringen. Gedacht, getan und die Perlen sind wunderschön. Haben die Farben vom Himmel, den Wolken, den verschiedenen Farben vom Meer und dem Stand. Sie sind gelungen und ich hab nun mein eigenes Design entwickelt, das ich weiter entwickeln werde und all die anderen Ideen.

Wie schön ist doch das Leben, wenn man die Tiefen als Tiefen erkennt und daraus wachsen kann um in den darauf folgenden Höhen dann positive Energien freisetzen kann um wieder zu wachsen zu können… Herrlich!

 

 

10.11.11

Jetzt hab ich seit dem Wochenende spanisches Fernsehen und ich glotz nicht. Irgendwie hab ich es mir wohl abgewöhnt. Dabei muss ich schauen den ich hab das Gefühl mein Spanisch ist grauenvoll! Schon blöd wenn man in die Köpfe der Menschen sehen will und verstehen und ich will das! In Coburg hab ich mich schon wieder bei meiner Lehrerin angemeldet. Im April muss mein Spanisch besser sein. Seit 2 Tagen hat es nun endlich mal aufgehört zu regnen. Da ich am Perlen drehen bin oder am nähen hab ich keine Zeit um in der Sonne zu sitzen, das heb ich mir für das nächste Jahr auf. Heute hab ich mein Auftragsporträt abgegeben und die Kundin war glücklich, dass ich natürlich auch war, denn nichts ist schwieriger als eine Auftragsarbeit. Seit ich mir das Jazzradio.com App runtergeladen habe, höre ich nur noch vom feinsten Jazz. Das motiviert mich schon beim Aufstehen und das höre ich beim Blog schreiben. Ich liebe Apple und mein IPhone. Ich telefoniere über das VIBER App umsonst in der ganzen Welt. Jeder der ein IPhone hat kann das kostenlos runterladen und sobald du Internet hast kannst du telefonieren wie am Handy, ein Traum für mich. Ich freu mich auf Löbelstein, auf meine Familie und auf meine Arbeit. Ich freu mich drauf wieder vor 24h schlafen zu gehen und am Morgen aufzustehen, joggen zu gehen und den Tag zu beginnen. Ich komme hier in keinen Rhythmus, auch wenn ich nun nur noch am Wochenende arbeite. Da kommt dann der Mittwoch der dann doch nicht um 23h endet oder ich finde einfach keine schlaf vor 1h. Dieser Rhythmus zieht mir einfach Energie, Ich schau müde aus und fühl mich auch so. Doch es sind nur noch ein paar Wochen dann starte ich durch mit meinem neuen Leben. Arbeiten in Germany, leben in Spain.

Wenn ich mal zurückblicke muss ich sagen ich hab hier sehr viele Menschen kennengelernt und ich muss sagen, nach wie vor, die Spanier sind mir mit den Britten und den Schweizern die Liebsten. Die schlechtesten Erfahrung machte ich nach wie vor mit den Deutschen und auch mit Holländern. Ausnahmen ausgeschlossen, klar. Und eins ist nach wie vor klar, mein große Glück hie war die Bar. Sie hat mich zu einem von Denia gemacht. Eine meiner deutschen Freundinnen erzählt mir laufend wie unehrlich die Spanier sind und dass sie dir nie sagen würden was sie wirklich denken. Und sie sei schon so viele Jahre hier und es läge sicher nur daran, dass ich nicht gut genug Spanisch spräche um das zu verstehen. Und ein Freund dem ich das erzählte sagte nur „Behalte dir deine Art, denn sie ist ehrlich und das mag man hier, so wie man in den Wald hinein schreit so schallt es zurück.“ Ich seh das auch so. Mag sein das ich in 10 Jahren anders rede, doch nun bin ich 1,5 Jahre hier und lebe intensiv und habe wenig schlechte Erfahrungen mit Spaniern gemacht. Sehr wenig. Ich mag die Mentalität und akzeptiere viel, was andere nicht akzeptieren können. Ich werde lernen mit dem System zu leben oder es lassen müssen und das ich mich über Korruption echofiere steht mir wie dem Rest der Welt zu. Die Spitze muss hier noch einiges lernen damit die Wirtschaft wieder anzieht doch da es dann an den eigenen Geldbeutel geht wird das wohl noch dauern. Wenn es hier wieder aufwärts geht werde ich wohl hier sein, denn loslassen ist nicht. Dafür fühle ich mich nach wie vor so willkommen. Dazu auch ein netter Satz gestern „Aber du kannst nicht die Seele des Jazzclubs mitnehmen wenn du 4 Monate gehst.“ Ich bring sie im April zurück, versprochen!

 

 

5.11.11

Mir passieren ja immer wieder so Dinge die mein Gewissen fordern. Wie oft hat man Situationen in denen man entschieden muss, was ist richtig, was falsch oder egoistisch. Doch kann man auch über sich dabei lernen wie man tickt. Mir Z.B. passiert es immer wieder, dass ich Dinge finde. Schon als Kind fand ich Geld. Als ich damit nach Hause kam sagt mir mein Vater, dass wir es aufs Fundbüro bringen. Es war klar, dass das keiner abholte und so bekam ich es nach einer Zeit zurück. Die ganzen Monat in denen ich hier so wenig verdiente, hätte ich ein neues Handy gebraucht da das Spanische eine Katastrophe war. Da erste das ich fand war eines auf einer Toilette. Ich nahm es an mich und konnte das Schauspiel förmlich sehen. Da saß mein Engelchen und mein Teufelchen auf meiner Schulter und die hatten eine lautstarke Diskussion. „Sie braucht ein Neues“ schrie der Teufel, aber „es wird sicher vermisst“ rief der Engel und so weiter. Bis zu dem Moment als ein Mädchen an den Nachbartisch kam und mit ihrer Mutter redetet. Ich sah zuvor, dass dieses kleine dicke Mädchen auf dem Handy abgelichtet war. Okay, schon war´s entschieden. Ich sah mir das Schauspiel noch ein paar Minuten an, damit sie echt einen Schreck hat. Als sie dann das heulen anfing ging ich zu dem Tisch, nahm das Handy aus der Tasche und gab es ihr. „Du musst lernen auf deine Sachen aufzupassen, versprich mir das.“ Ich kannte die Eltern von der Bar und die zwinkerten mir zu. Mein Engel grinste mein Teufelchen frech an. Ein paar Wochen später fand ich ein Handy in unsere Bar unterm Tisch. Dieses Schauspiel war allerdings schon geringer. Am Morgen als es läutete ging ich ran und sagte dieser Person, dass ich da Handy fand und sie doch der Besitzerin sagen sollte das es in der Bar liegt. Als ich dann in Coburg war, bekam ich von einer Freundin ihr altes Iphone geschenkt. Noch Fragen?

Seit dem ist mein Teufelchen abgetaucht.

In den letzen Tagen hatte ich Besuch eines Freundes aus der Schweiz und wir waren jeden Abend unterwegs. Ich wollte ihm das Beste zeigen was man in der kurzen Zeit genießen kann. Es waren außergewöhnlich schöne Tage mit ihm. Jon war super entspannt und verbrachte einige Abende mit uns. Doch am letzen Abend als wir ins Blanco und Negro fuhren lag einen Handtasche direkt vor uns auf der Straße. Ich schnappte sie und sah, das eine Vespa am Ende der Straße fuhr. Wir im Auto hinterher. Währenddessen sah ich in die Handtasche. Es war alles drin. Geld, Karten, Mobil, Make-up usw. Wir verloren den Fahrer aus den Augen, doch eine Minute später schoss eine Vespa aus der Parklücke. Mein Freund hupte und die Fahrerin hielt an. Ich grinste nur, stieg aus und hielt ihr die Tasche entgegen. Es war ein junges Mädchen und sie war sprachlos. Das einzige was sie rausbekam war hundertmal Danke. Dabei standen ihr die Tränen in den Augen. Also, das war für uns alle ein schöner Moment. Da machst du jemanden mit seinen eigenen Dingen glücklich. Herrlich!

Und ich sag Euch, so etwas kommen immer zurück! Lebe und handle wie du selber behandelt werde möchtest. Das ist so wichtig.

Bei mir kam es am nächsten Tag zurück. Eine Jobangebot einer großen Firma, die mich bat doch einmal darüber nachzudenken ob das nicht etwas für mich wäre. Seit dem denke ich… Es ist etwas, dass ich mir immer gewünscht habe..

 

 

 

 

30.10.11

Endlich kam die Sonne raus. Leider nicht so schön was ich dann im Garten sah. Jon kam und zog mich zum Pool. Ne, der ist nicht grün und umgekippt, der ist braun vom Schlamm. Mist. Da werden wir wohl uns was einfallen lassen müssen um das Wasser umzuleiten. Mein Zen Garten ist nix mehr Zen, sondern Chaos. Nicht nur dass man die Larven des Palmrüsslers aus dem Kokon nehmen kann die jetzt 5 cm groß sind und ich sie im Wasser ersaufen lasse, nein die meisten Steine sind vom Wasser weggespült worden und das Graspapier kommt zum Vorschein. Es ist einfach nur traurig, wenn ich an die Arbeit denke die ich damit hatte. Tja, so ist das halt hier. Nicht nur Sonnenschein. Doch dann weiß ich auf jeden Fall was ich zu tun habe wenn ich zurück komme. Doch vorher müssen die anderen Palmen geschützt werden. Das heißt ein Fachmann muss her und spritzen. Bäh..

Jons neue Vollkraft fragte mich gestern ob ich am Donnerstag arbeiten könnte, er hätte Geburtstag. Normalerweise kein Thema für mich, doch diesmal hab ich Besuch eines Freundes in meinem Haus und ich gehe an diesem Tag mit ihm ins Blanco und Negro ein wenig spanische Kultur anhören. Ja, da muss er durch, ich verbrachte meinen Geburtstag auch beim arbeiten in der Bar da mir Jon nicht freigab, da wir keine Aushilfe hatten und es Freitagnacht war. Doch kann ich den Mitarbeiter verstehen, denn es ist Donnerstag und Reggea. Wir hassen das alle, grins.

„Hast du Lust Sonntag von 1-3h arbeiten?“ fragte mich Jon heute. Ehrlich? Nein! Ich bin heute Morgen um 5.30h ins Bett und hab nur 5 Stunden geschlafen. Ich kenne meinem Jon. Jetzt wo ich nicht mehr so viel arbeiten will, er mir nicht mehr sagen kann dass er mir einen Gefallen tut wenn ich bei ihm arbeiten darf, jetzt weiß er was er an mir hat. Nein, ich hab kapiert was mir das Leben gesagt hat und ich werde mich nicht verbiegen. Es ist das Business von Jon und er muss sich um eine Aushilfe kümmern. Im Dezember bin ich 4 Monate nicht in der Bar. Die Entenlatschen von mir sind fast wieder zurückgegangen, nach der zweiten Woche Coburg hatte ich morgens keine Schmerzen mehr. Es kommt also von der Bar. Jetzt tun mit die Latschen wieder weh. 3 Mal die Woche ist genug. Somit sitze ich in meinem roten Raum mit all meine Kerzen trinke ein Coranita (Coronna) mit Lima und Salz und erfreu mich an meinem freien Tages und des Lebens….

 

 

 

29.10.11

Es regnet und regnet. Schon am Morgen ist es dunkel. Nun gut, es ist nicht untypisch für den Oktober hier. Als ich das erste Mal hier war um Spanisch zu lernen und mich hier umzusehen war das Weltuntergangsstimmung. Das war so als wenn einer volle Eimer mit Wasser aus dem Himmel schüttet, aber 8 Tage lang und Gewitterschläge mit Herzinfarktpotential. Da ist das, grad ein Pinkeln. Seit dem wir hier eingezogen sind fällt bei mir mehrmals der Strom aus. Seit Monaten red ich an Jon ran, dass er sich mal kümmern soll, denn wenn die Heizungen an sind dann geht nichts mehr. Blöd aber auch, dass ich meistens recht habe. Jetzt sitze ich hier und muss entschieden, warm oder Licht. Denn wenn ich die Lichtsicherung runter klappe, dann geht der Strom nicht mehr aus. Ich hab mich für die Heizung entschieden und die Tischleuchte die einen Stecker für die Steckdose hat. Alles was mit Lichtschaltern angemacht werden muss ist gekappt. Mein roter Raum hat natürlich jetzt großen Charme mit dem Kerzenlicht. Im offenem Kamin stehen Kerzen statt Feuer. Im Hintergrund läuft meine Lieblings CD >Night and the city< Charlie Haden & Kenny Barron. Chiara liegt eingerollt auf ihrem Kissen und denkt sich auch ihren Teil. Donner ist nicht grad das was sie liebt.  

Die Wohnung ist nun ein wenig lichter, da 8 Kisten nach Coburg gegangen sind. Mein Sportzeug samt Stepper und Hantel, die Sachen zum Malen, einer der Staffeleien, Winterklamotten und Schuhe, eine Kiste mit Dingen für die Küche. Nein, ich bin nicht traurig. Ich kann es eher nicht erwarten. Meine Lust zu arbeiten ist enorm. Diese Woche habe ich noch ein Porträt gemalt. Ein Auftrag einer Bekannten die ihre Mutter hat malen lassen. Doch diesmal war ich schlauer und hab mir die Hälfte anzahlen lassen. Man lernt ja! Ich muss nur noch ein wenig was an den Haaren malen dann ist es fertig. Doch dazu muss es erst antrocknen. Ich hab also hier nichts mehr zu tun. Flyer brauche ich nun auch nicht mehr groß austragen, denn die Kunden kann ich dann eh nicht mehr arbeiten, dafür schicke ich die Flyer aber schon mal nach Deutschland in meine Studios. Das mit dem Nürnberger Studio hat geklappt. Dort werde ich nun einmal die Woche den ganzen Tag PMU arbeiten. Meine Mom hat mir ihr großes Gästezimmer ausgeräumt und das werde ich nun einrichten und meine Kosmetikliege und ein paar meiner Möbel aus dem Lager kommen lassen. Schön das ich nun wieder ein Ziel vor Augen habe. Die letzten Wochen hier werde ich nähen und Perlen drehen, denn das bleibt hier in Denia. In Coburg werde ich malen wen ich Zeit habe und primär pigmentieren. Und ich werde einen Shop in DaWanda eröffnen, darüber meine Kreativität anbieten. Ist ähnlich wie Ebay nur nicht so kommerziell, sondern hauptsächlich für Kunstartikel. Mir gefällt diese Plattform sehr gut. Jetzt kann ich das ja alles entspannt sehen, schön.

Jon ziehe ich nun laufend auf, was er denn wohl ohne mich machen wird wenn ich bis April in Deutschland bin. Dann lacht er und sagt „ Unordentlich sein, keiner der mich schimpft und Ruhe. Nur den Hund werd ich vermissen.“ Dabei sieht er mich an und lacht. So, doch ab Montag bekomme ich erst mal Besuch eines Freundes für 4 Tage, auf den ich mich tierisch freue und ab Dienstag soll der Regen aufhören…

 

 

24.10.11

2Seit drei Tagen lieg ich im Bett rum. Bin seit langem mal wieder krank. Ich hab halt einen Schnupfen, nicht der Rede wert, wenn man an die vielen Infekte der Vergangenheit denkt. Doch ich fühl mich nicht fit und Jon hat mir am Samstag frei gegeben. Ich war froh drum und mummelte mich ein mit heißem Rotwein und Tee. Draußen verpasse ich eh nichts, das Wetter ist wie jedes Jahr im Oktober, regnerisch und bewölkt. Ich bastle an der Page rum und lese Coelho, der Zahir. Da ich grad jetzt oft aufwache mit Restless legs, lese ich viel in der Nacht. Tja das hab ich vererbt bekommen. Doch Gott sei Dank nur zeitweise. Es wird nun früher dunkel und ich bin heilfroh das ich mein Internet im Haus habe. Shila lag gestern das erste Mal bei mir auf dem Arm und schnurrte sich eingerollt einen ab. Schon süß wie sie immer mehr Vertrauen bekommt, aber sie braucht immer noch eine geöffnete Tür um den Fluchtweg zu sichern. Ich hab Zeit. Draußen hab ich ihr jetzt erst mal ein Häuschen unter dem Grill gebaut, dort liegt sie nun den ganzen Tag wenn sie sich nicht rein traut und schläft in Kissen und einem Mohairpulli von mir. Die Mama lässt sich mit den Jungen nicht blicken. Ich füttere sie wenn sie kommt, doch bin nicht traurig drum, dass sie die Kleinen nicht mitbringt. Bagira wird immer fetter. Ich hab Jon heute mal gesagt, dass seine Katze fett wird. „ Oh, yes, i can see it. You mean it´s the milk?“ Nein Jon, es ist die Wurst die du für sie einkaufst… Er ist echt der Knaller. Shila ist nach wie vor zart, klein und scheu. Doch die wird schon. Gestern hab ich mir weil ich Nachts nicht schlafen konnte alle Sendungen von der Pferdeflüsterin Andrea Kutsch angesehen. Ein Traum diese Frau. Was für ein Charisma. Mit Tieren hab ich es ja auch und meine Pferde waren mir immer Freunde. Ich hab eine riesen Respekt vor ihrer Arbeit. Ganz toll.

Heute habe ich die ersten Kartons mit Winterklamotten gepackt. Mein Gott hab ich viel Zeug. Doch die Frage ist was brauche ich in Deutschland außer warmer Kleidung und Abendgarderobe, denn ich werde mich sicher nicht Zuhause verkriechen. Die Nähmaschinen werde ich wohl in Denia lassen, meine Malsachen werde ich auf jeden Fall mitnehmen da ich einen Ebayshop eröffnen werde um Bilder zu verkaufen die völlig anders sind als meine Porträts. Abstrakte Bilder und meine Aquarelle. Die Porträts gehen wohl mir nach Deutschland da eine Ausstellung in Köln im Gespräch ist, aber noch nicht sicher. Die Ausstellung in Madrid hat sich als sehr unseriös erwiesen und hab sofort abgesagt. Sie wollten erst mal Geld um das Hängen der Bilder zu vermieten und dann noch Provision. Geht gar nicht! Das ist wie mit den Modellagenturen die erst mal Geld sehen wollen bevor sie dich aufnehmen. Unseriös.

Macht aber nicht. Spart mir viel Zeit und einen langen Weg nach Madrid wo es in dieser Zeit eh unsicher ist zu verkaufen. Ich füge mich dem, so wie es kommt.

Nervös bin ich schon, ob das alles so richtig ist, auch wenn mein Bauch sagt: JA. Werde es wissen wenn ich es versucht habe, zu verlieren habe ich nichts da hier eh nichts geht und von einem Hungerlohn kann ich immer noch leben, will ich aber nicht! Somit werde ich den Weg weitergehen müssen. Ein paar Guddis hab ich allerdings noch in der Tasche. Meine Songs und meine Musik. Auch das werde ich in Deutschland machen. Meine Songkiste ist gefüllt und zum üben habe ich wieder Zeit im Jazzclub da Jon nun zwei Mal in der Woche Jazz macht. Doch nun niese ich erst noch ein wenig durch die Gegend und morgen werde ich nähen und Perlen machen..

 

 

 

22.10.11

Jon versuchte noch eine Aushilfe zu organisieren da ich mich nicht wohl fühlte um zu arbeiten. Ein Wunder ist das grad nicht. Das Wetter schwenkt um, wie nach jedem Vollmond. Es wird kühler und die direkte Sonne ist immer noch heiß. Es ist nur einen Erkältung doch ich schwitze und fühl mich platt. Ich habe schon in der Bar gearbeitet und mich schlechter gefühlt, so bin ich dann doch gegangen. Das neue Team in der Bar ist noch nicht eingespielt und einiges lief nicht nach Plan. Doch um 2h trudelte dann gutgelaunt einer meiner Liebsten ein. Sie kommt am Wochenende immer, doch diesmal brachte sie noch einen gemeinsamen Bekannten mit in die Bar. Er ist mein Steuerberater in der Zeit gewesen in der ich den Laden hatte. Ein sehr einflussreicher Mann hier in Denia und Vorstand der Altstadt. Ilo sagt immer „Brauchst du irgendeine Lizenz dann geh zu ihm.“ Er und ich mögen uns sehr. Manchmal hat man das, dass man das Gegenüber einfach anziehend findet, auch flirtet aber den Grad des Gespräches niemals überschreiten würde, schon aus Furcht, diesen wundervollen Moment des Flirtens zu verlieren. Doch gestern war das anders. Wenn wir uns begrüßen ist das anders als man sich in Spanien begrüßt, irgendwie intensiver, doch respektvoll. Ich mag das miteinander umzugehen, dem Anderen zu signalisieren, dass man ihn toll findet und nicht einen Moment daran denkt einen Schritt weiter zu gehen. Ich drückte ihm meinen neuen Folder in die Hand und wollte ihm erzählen das ich für 4 Monate nach Deutschland gehen werde um zu arbeiten. Da zog er einen Folder aus der Hosentasche und sagte „Das weiß ich doch schon. Ich weiß doch alles über dich. Ich habe auch all deine Ausstellungen besucht, aber halt im Hintergrund.“ Ich sah ihn fragend an. Da lächelte er. „ Kikii“ sagte er „Du bist eine schöne und intelligente Frau, du weißt gar nicht wie viele Menschen dich hier in Denia respektieren und lieben. Du hast so viel Potential mit deinen Fähigkeiten und alle die ich kenne glauben an dich. Wichtig ist nur das du dich nicht in Abhängigkeit bringst dann kannst du so viel erreichen. Geh deinen Weg weiter, er ist gut.“ Mir stand das Wasser in den Augen. Jon hat schon immer gesagt „Alle liebe dich hier“ Doch bei meinem Bekannten weiß ich dass er mit ganz anderen Menschen verkehrt als Jon und das hätte ich nicht gedacht. Man hat mich entdeckt, ich hab es geschafft, kein Tourist zu sein. Das ist das was ich hier auch seit langem spüre, dieses Gefühl jemand von Denia zu sein. Doch eines macht es mir ganz klar, denn ich dachte immer es läge an mir, dass ich in Coburg anecke, dass ich so über Coburg denke. Nein, ich war nie anders, doch wenn man ist wie man ist und nichts zurückkommt verändert man sich. Hier kann ich sein wie ich bin und ich muss mich für Erfolg nicht entschuldigen. Das macht frei. Ich hab die Challenge gewonnen. Das gefunden was ich so lange gesucht habe. Ich werde den Spagat schaffen, den Winter über in Coburg arbeiten und den Sommer hier in Denia arbeiten und ich werde mein humanmedizinisches PMU in Denia für mittelose Patienten caritativ arbeiten. Zurückgeben für das was ich erhalte…

 

 

Do

13

Okt

2011

trallala and tideldum..

 Dirndl in der Bar..

Von der Seite hab ich einen Anrüffler bekommen. „Letzter Blog 5.10!“ Ups! wohl wahr. Na dann werd ich mal zusammenfassen was hier so passiert ist. Nichts! Zumindest nichts worauf wohl die meisten warten. Das nächste Chaos, der nächste Absturz. Ich genieße die Zeit in der Sonne die mir mächtig auf den Pelz brennt, die Zeit die mir noch bleibt. Ich muss mich grad nicht krumm machen da ich in den letzten Tagen in Coburg so viel verdiente wie hier in drei Monaten Bar. Somit sehe ich das alles ein wenig relaxt. Die letzten Tage hab ich an meinem Folder gearbeitet und viel Hilfe von meinen Freunden über FB bekommen. Ich warte nur noch auf die Post und dann geht’s los, alle Kosmetikstudios in Denia und Umgebung abzuklappern.

Mir geht´s einfach gut. Das Leben hat so viel Überraschungen parat, mein Leben hat so viel Überraschungen parat. Das Nacho in der Zeit in der ich in Coburg war sich jemand anderen für die Galerie suchte macht mich nicht traurig, nachdem ich die erste Woche zwar gearbeitet hab aber keinen verdammten Lohn dafür bekam nicht mal die 20% die mir für die Arbeit zustanden. Da lach ich nur drüber. Es ist einfach gut zu erkennen das ich einen Beruf habe und nicht von der Kunst leben muss, wenn auch ich das gerne wollte. Die Gewissheit hier in Denia ein Zuhause zu haben und Freunde ist Erfolg für mich genug. Auch in Deutschland hab ich Freunde was mir die Zeit in Coburg gezeigt hat. Somit hab ich nun zwei Zuhause. Zwei Orte an denen ich mich wohl fühle. Wenn ich zurückblicke nun mit der neuen Erkenntnis kann ich mich mal wieder oben nur bedanken. Denn ich hab es geschafft aus meinem Hamsterrad zu entfliehen. Ich hab es geschafft meinen eingefahrenen Weg zu wechsel und damit auf meine finanziellen Polster verzichtet, Habe mit bewiesen von fast nichts zu existieren und meine Traum zu genießen, geschafft meinen Geist zu erweitern, ich habe mir unendlichen Mut bewiesen diesen Weg alleine zu gehen, habe gelernt wieder „Nein“ zu sagen und mich zu behaupten, ich habe alles aufgegeben um dann zu erkennen was ich bin und was ich brauche, was für mich das Leben ist. Ich bin einfach nur verdammt stolz auf mich und das ist das was auch mein Gegenüber spürt. Die Menschen in der Bar sprechen mich wieder auf mein Lächeln an. Jon ist grad so aufmerksam wie Monate nicht. Ich wünsche mir so sehr das dieser freundschaftliche Zustand anhält. Ich kann nun endlich auch das Haus genießen und meine Garten, meine Katzen, früh zu Bett gehen oder einen Film übers Internet ansehen weil ich nicht jeden Abend in der Bar arbeiten muss. Ich freue mich aufs Wochenende an dem ich arbeite und Spaß dabei habe. Facebook ist für mich der Bindfaden nach Coburg geworden, der die Freundschaften und die Familie bindet wenn ich in Denia bin. Devon sucht gerade einen Flug von Austin nach Denia, somit werde ich sie wiedersehen. Ich freue mich. Wer weiß schon welche Tür sich morgen öffnet., Mein Leben lang war ich auf der Suche nach der großen Liebe. Jetzt wo ich sie gefunden habe, nämlich die zu mir fügt sich alles andere. Ich wüsste schon wohin ich mein Herz lenken würde doch ich warte ab, denn der richtige Prinz wird wissen wie er mich erobert. Ich habe keine Eile. Und wieder hat mir das alles gezeigt, dass die extremen Tiefen die ich leben kann mich in die Höhe bringen. Das können die wenigsten verstehen und müssen sie auch nicht...

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Mi

05

Okt

2011

Happy End...

  

Es wird kühl hier. In der Sonne ist es warm doch der Schatten ist kühl, abends braucht man eine Pullover oder ein Tuch. Ich hatte ja schon ein wenig Angst vor dem Winter hier im Haus. Wird es richtig warm? Man wird sehen, bis Mitte Dezember werd ich es aushalten.

Weihnachten bin ich in Coburg und dort werde ich bleiben bis Ende April. Ich hab mich entschieden. Ich werde die Wintermonate in Deutschland verbringen und arbeiten was ich kann. Dem Jobangebot kann ich nicht wiederstehen. Ich werde in Löbelstein mein Studio für Permanent Make-up einrichten, den Job als Ausbilderin annehmen und mit meinen Kosmetikstudios zusammenarbeiten. Das Apartment im Haus von Jon werde ich so wie es ist weiter mieten und ab Mai bin ich dann den ganzen Sommer in Denia. Hier brauche ich nicht viel zum leben. Das ich mit wenig hier lauskomme kann hab ich mir bewiesen. Was ich brauche ist das Meer, die Hitze und die Menschen. Ich werde in Denia kreativ arbeiten und es in Deutschland verkaufen. Den Winter über werde ich nur Permanent Make-up machen. Wenn ich große Sehnsucht nach Denia habe nehme ich einen Flieger und bleibe einfach ein paar Tage. Ich hab hier ein Zuhause, genauso wie in Löbelstein. Die Krise in Spanien wird noch einige Jahre andauern. Die Spanier selber reden von bis zu drei Jahren um am Tiefpunkt angekommen zu sein, das heißt es wird noch härter. Das werde ich ausnützen um den Winter zu arbeiten und den Sommer zu genießen und kreativ zu sein. Dann kann ich endlich ohne schlechtem Gewissen hier abschalten. Ich kann meine Familie leben und meinen Traum. Für mich ein Happy End.

Ich spreche nun drei wichtige Sprachen, bin frei da ich nicht mehr an einen Laden gebunden bin. Das ich viel und hart arbeiten kann hab ich mir bewiesen, diese Energie werd ich nun in Deutschland nutzen und richtig einsetzen. Im November gehen meine Bilder hier noch einmal in eine Ausstellung einer Galerie, Madrid ist auch noch im Gespräch, dann bringe ich sie erst mal zurück nach Deutschland. Denn auch dort habe ich Angebote zum Ausstellen. Mein Leben wird spannend bleiben, da ich es mir selber gestalte. Die Höhen und Tiefen werden bleiben, da ich immer in Bewegung bin und der Weg niemals gerade verläuft. Ich habe das akzeptiert. So bin ich nun mal und stark macht mich meine Familie, die hinter mir steht und jetzt auch akzeptiert.

 

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Mo

03

Okt

2011

So

02

Okt

2011

Seh doppelt...

  

Jetzt haben wir den Salat…

….oder besser wieder zwei neue Katzen. Ich denke ich seh nicht richtig. Eine Schwarze und ein Tiger, exakt das Gleiche wie Mutter und Vater, Schwester und Bruder, ca. 6 bis 8 Wochen alt. Heidernei..

Es muss was passieren!!!!

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So

02

Okt

2011

Sa

01

Okt

2011

Bin wieder in Denia...

… es regnet nach dem ich zur Tür rein bin.

Die Fahrt fand ich diesmal ungemein anstrengend. Den ersten Tag bin ich 1300km gefahren, am nächsten Tag den Rest. Übernachtet hab ich im Auto und bin oft aufgewacht weil mir der Rücken weh tat. Doch kein Stau, kein Regen einfach nur lang. Um 15h stand ich vor der Tür. Einmal gepfiffen, mein Fressi-ist-fertig-Pfiff, schon kam Bagira. Jon war gerade aufgestanden und am Kaffee trinken als ich überglücklich das Auto ausräumte. Nachdem er mal wieder keine SMS gelesen hatte war er echt angenehm überrascht.

Ich war so aufgekratzt, dass ich am Abend noch in der Bar arbeitete. Doch ab jetzt nur noch Freitag und Samstag. Was bin ich froh. Meine Rockerbraut Kollegin war krank, Katy und ich arbeiteten allein. Salsaabend die vollste Nacht in der wir sogar oft zu Viert arbeiteten, heute zu Zweit. Es war voll, doch der letzte im Monat und somit war es dann doch zu händeln. Die Zeit verging im Flug und um 4.30h war ich glücklich im Bett. Glücklich weil meine Freunde und Bekannten da waren, sie mich drückten, mir sagten wie schön es ist das ich wieder da bin und das sie mich vermissten.

Lange schlafen war nicht, da ich den Morgen Rhythmus drauf habe. Nach 4 Stunden zwang ich mich weiter zu schlafen was mir noch 2 Stunden gelang. Immer noch zu wenig. Nach dem Frühstück ging ich ins Haus von den Nachbarn da dort letzte Woche die letzten Mieter für diese Jahr das Haus verließen um es in Schuss zu bringen. Als ich zurückkam war mir so schlecht, das ich erst mal ins Bett musste. Doch an schlafen war nicht zu denken. Blöd, so ging es mir den ganzen Tag. Um 21h versuchte ich es noch einmal vergeblich. Okay, nur noch heute Nacht arbeiten und ab morgen schlafen. Montag bin ich fit und dann werden meine Pläne in Angriff genommen.

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So

25

Sep

2011

Horizont...

  

Was für schöne Tage hier in Coburg und dies liegt nicht nur an dem Wetter. Meine Gedanken gehen so weit wie der Horizont an den ich blicken kann. Das Lächeln kehrt zurück in mein Gesicht, in meine Seele. Ich spüre die Fröhlichkeit in mir. Sie kommt zurück. Den Grund dafür kenne ich und das macht mich glücklich. Seit vielen vielen Jahren habe ich eine Familie. Sie war immer da, doch jetzt weiß ich auch dass sie hinter mir steht und das macht mich nicht nur stark, sondern vor allem glücklich. Ich weiß nun das man akzeptiert, dass ich anders bin, auch wenn man es vielleicht nicht versteht, das dich so bin wie ich bin. Und weil das so ist, kann ich wieder klar sehen und denken. Ich fühle mich nicht mehr allein und es macht mich leicht, da ich niemanden mehr etwas beweisen muss oder mich erklären, warum ich manchmal so einen Blödsinn (in den Augen der Anderen) fabriziere. Für mich fühlt sich doch jeder Schritt richtig an, sogar der den ich als falsch erkenne und denke es wäre jetzt mal an der Zeit einen anderen Weg einzuschlagen. Ich akzeptiere die Fehler die ich mache, denn sie lassen mich lernen und verstehen. Das ich von der Kunst in Spanien nicht leben kann weiß ich nun, doch ich hab es versucht. Nun komme ich zu meinem Beruf zurück und werde in meiner Kunst trotzdem versuchen erfolgreich zu sein, denn ich weiß das ich das schaffe. Ich habe mir bewiesen von 350€ zu leben ohne an meine Reserven zugehen, aber jetzt ist mal gut . Mein Auto braucht neue Schuhe und neue Bremsen. Ich brauche Einlagen für meine Entenlatschen, eine Zahnreinigung und viel Benzin, denn ich will mir nun die Gegend in Spanien ansehen die ich immer noch nicht kenne, weil ich weder Zeit noch Geld hatte. Ich will Formenterra sehen, ein Wochenende dort verbringen und malen. Doch vor allem möchte ich meine Freunde einladen die mir so geholfen haben mit ihren Worten, Zusprüche. Freunde die an mich glauben, Menschen die ich nicht missen möchte…

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Fr

23

Sep

2011

PMU..

Chiara und ihr Freund Peterle in Löbelstein

7 Uhr. „He, ich hab Geburtstag, warum gratuliert mir denn keiner?“ Oh, Micha, weil´s vielleicht noch ein wenig früh ist?. So ist das wenn man in den Haus wohn das man sich mit dem Rest der Familie teilt. Herrlich. Groß genug ist es ja dass jeder von uns seine eigene Wohnung im Haus hat. Der Blick aus meine Fenster ist ähnlich, als würde ich aufs Meer sehen. Nur dass am Horizont kein Wasser ist, sondern eine Bergkette nach der Anderen. Meine Freundin  hatte recht als sie mir in Denia zum Abschied sagte „ Ein Wechsel aus der gewohnten Umgebung, bringt immer auch eine Wandlung mit.“ Wie recht sie hatte. In den 2 Wochen in denen ich nun hier bin hat sich so viel getan, das mein Kopf nun wieder raucht. Allerdings bin ich diesmal schon weiter, den ich kann den beruflichen Angeboten in Deutschland kaum wiederstehen. Ich müsste dumm sein das nicht anzunehmen. Meine Gedanken kreisen nun um die Planung, wie mach ich das am besten beides zu leben. Ist es möglich hier 6 Wochen zu arbeiten und dann 4 Wochen in Spanien kreativ zu sein? Natürlich ist das möglich, eine reine Organisationssache. Und im organisieren bin ich echt ein Meister. Die Flüge sind im Winter eh günstiger und den Hund würde ich bei meiner Mutter lassen. Ich muss zugeben, dass mich der Winter in Denia, also Januar bis April schon schockt, da es unangenehm kalt war. 7 Grad plus fühlt sich mit der Luftfeuchtigkeit richtig fies an. Ich bin wirklich gespannt wie das im Haus wird, das die Häuser schon anders gebaut sind und meine Wohnung am Anfang recht feucht war. Ich überlege ob ich bis Mitte Dezember in Denia bleibe und dann 2 Monate in Deutschland arbeite. Meine Firma hab ich nie abgemeldet und meine Steuernummer läuft nach wie vor. Somit kann ich sofort anfangen, was ich morgen gleich tue. Permanent Make-up hab ich immer gern gemacht, da ich ein ruhiges Händchen habe und es wie malen ist. Mein Vorteil ist, dass ich Visagist gelernt habe und Natürlichkeit im Vordergrund steht. Was ich bei PMU extrem wichtig finde. Was ich auf jeden Fall nicht mehr tun werde ist Nägel schrubben. 25 Jahre sind einfach zu viel und es ist mir zu langweilig. Mit der Zusatzausbildung des Humanmedizinischen Pigmentieren, kann ich Brustwarzenrekonstruktion arbeiten, Hasenscharte, Narben, lichtes Haar und kreisrunden Haarausfall. Feine Sache ist das, denn man macht Menschen die Krebs hatten sehr glücklich.

Wenn ich nun zurück komme werde ich erst die Kleider für Austin fertigen und meine Visitenkarten fürs PMU in alle Kosmetikstudios in Denia und die umliegenden Orte bringen. Ich hab nun keine Angst mehr, denn ich weiß ich geh wieder meinen Weg. Das ich erkennen musste, von der Kunst noch nicht leben zu können macht mich nicht unglücklich, den diesen Weg werde ich weitergehen und das ist noch viel einfacher wenn ich wieder ein normales Einkommen habe. Ich hab nun meine Studentenzeit beendet. Ich hab in einer WG gelebt und in einer Bar mit die Nächte um die Ohren gehauen, durch Jon hab ich gelernt wieder zu streiten und meine Meinung zu sagen, doch vor allem spreche ich durch ihn ein gute Englisch. Die Bar hat mir viele Türen geöffnet und durch den Laden hab ich Bekanntschaften gemacht und Kontakte. Das Jahr war genau so wie es war wichtig für mich und jetzt ist es an der Zeit, diese Zeit zu nutzen…

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Di

20

Sep

2011

Und Tschüss...

Es ist nicht mehr möglich Kommentare abzugeben. Wenn ihr was zu sagen habt, schreibt mir einen Email oder denkt euch euren Teil. Ich hab einfach keine Lust mehr auf dumme Kommentare von Menschen die mich nicht persönlich kennen, die Menschen die mich kennen schreiben mir per Email und ich muss sagen davon war noch nicht eine so geschrieben das ich das dachte was ich bei manchen Kommentaren denke, die anonym sind. Es sind Kommentare oder auch Ratschläge die ankommen da mich diese Menschen kennen und meistens sind es Mut Macher noch nicht aufzugeben. Es ist auch ein Unding jemanden zu bewerten und zu beurteilen den man nur über einen Blog kennt, schon allein anzunehmen sich einen Kommentar zu erlauben der dann vielleicht auch noch persönlich ist, geht gar nicht. Das mein Selbstbewusstsein recht groß ist, gegenüber für mich uninteressanten Kommentaren muss doch klar angekommen sein. Und dass ich für mein Alter nun mal viel jünger aussehe, hab ich den Genen zu verdanken, also warum soll ich damit keine Werbung machen? He?? Und Nein, ich hab kein Problem mit dem Älter werden, sonst würde ich mich mit Botox spritzen lassen. So ein Quatsch! Doch das behaupten ja immer die, die selber so ein Problem haben. Meine Lachfalten hab ich mir hart erarbeitet.. Und dass ich grad mal ne Fase habe wo es nicht so reibungslos läuft, ist normal. Auch das werd ich hinbekommen. Ich bin ein Fisch, ich brauch das! Ich hab meine Familie und Freunde und das sind die Einzigen die hier was bewerten dürfen und das tun sie reichlich. Alles andere sind Energieräuber und die lass ich jetzt draußen…

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Mo

19

Sep

2011

Ja, so ist er..

Ja so ist Jon. Einen Tag bietet er mir seine Apartment an und sobald eine bessere Option kommt bin ich mal wieder abgeschrieben. „Ich werde das Apartment an den neuen Mitarbeiter vermieten“ so seine Antwort auf meine Frage ob das mit den Apartment noch steht, da ich nun den Transport organisieren will. In der Nacht war ich so wütend das ich kein Auge zugemacht habe, doch heute sehe ich das anders. Alles kommt wie es kommen muss. Ich sehe es als Change mich endlich von ihm frei zu machen. Er hat mir mal wieder gezeigt, dass ich mich nicht auf ihm verlassen kann. Gut so, ich brauch das! Nun muss ich nur noch meine verdammte Angst überwinden und durchstarten, mutig und optimistisch. Dann werde ich halt alle Kosmetikstudios abklappern und Provision bezahlen. Nein, ich lass mich von Jon nicht mehr runtermachen. Er will mich nicht loslassen aber auch nicht alles geben. Das funktioniert nicht.

Heute hab ich den ersten Auftrag für Kleider von meiner Freundin in Austin/Texas bekommen. Ich werde also wenn ich zurück bin Stoff färben und nähen, und dann geht mein keines Modelable >KikiiRose< nach Texas in ihren Laden. Ich find das großartig!

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So

18

Sep

2011

Gut geht´s mir...

 Nun bin ich seit einer Woche in Löbelstein bei meiner Familie. Ich genieße meine Mutter, meinen Bruder und die Stunden die wir gemeinsam verbringen. Ich bin runtergekommen und finde zu mir. Die ersten Tage waren schlimm, da mich meine Ungeduld fast gaga machte. Ich war nur einen Moment in der Morizkirche, doch für mich genug um zu wissen was ich schon geschafft habe und das mich meine verdammte Angst blockiert. Loslassen heißt das verdammte Zauberwort. Wenn das mal immer so leicht wäre. Aber Mel hat recht wenn sie sagt „Für was hast du denn deinen Reserven, wenn nicht für jetzt. Wenn du nichts mehr hast musst du zurück und weißt du hast sofort einen Job hier.“ Ja das ist richtig. Somit hab ich nun Silber bestellt um aus meine Perlen schöne edle Ketten und Armbänder in der Galerie zu gestalten. In Jons Apartment in der Stadt werde ich mir ein Studio fürs Permanent Make-up einrichten. Flyer und Visitenkarten sind im Druck. Sowohl auch ein Booklet in dem ich meine Porträts präsentiere. Diese werde ich an Galerien verschicken. Mit 250 fang ich mal an. Ich werde sie Weltweit versenden. Am Wochenende arbeite ich in der Bar. Ein Freund in Denia rief mich an, der ein neues Haarprodukt für Frisöre vermarktet und fragte mich ob ich nicht Interesse hätte sie mit zu vertreiben. Es wartet Arbeit auf mich.

Ab morgen hab ich Urlaub. Eine Woche in der ich nichts tun kann. Ich werde lesen, Malen, den Möbeltransport meines Studios organisieren, joggen, neue Songs lernen und mich mit Freunden treffen. Wenn ich nach Denia zurückkomme ist Schluss mit lustig!

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Do

15

Sep

2011

Blut ist dicker als Wasser..

Seit Freitagabend bin ich wieder bei meiner Familie. Die Fahrt verlief reibungslos und ohne Überfall. Diesmal war ich allerdings auch mit meinem Pfefferspray und einem Messer gewappnet. Wie immer schlief ich in Frankreich auf einem Parkplatz zwischen 2 LKWs im Auto. Chiara war mit mir somit alles Okay. Da ich am ersten Tag 1300km gefahren bin, war der zweite Tag ein Klacks. Meine Mutter wusste natürlich schon das ich komme, da hat doch jemand gepetztJ Gefreut hat sie sich trotzdem so sehr. Als ich ankam waren es 30 Grad und fast so heiß wie in Denia, einfach wundervoll. Damit ist nun leider Schluss. Als ich gerade aus Kitzingen von meiner Freundin kam hatte es Denia-Winter-Temperatur- 7-Grad und ich sitze mit heißem Tee im Bett und dicken Stricksocken, igitt…

Die letzten Tage wurde mir klar wie stark unsere Familie ist und wir sehr wir füreinander da sind. Wir Pilipps sind schon klasse. Blut ist einfach dicker als Wasser. Nur es macht mir die Entscheidungen die ich zu treffen habe nicht leichter. Davon abgesehen weiß ich eh grad nicht was ich denken soll. Ich fühle mich wie eine Maus in einer Kiste die Versucht in jeder Ecke heraus zu kommen und vergeblich immer wieder aufs Neue in die nächste Ecke jagt.

„Arbeite in Deutschland und gib dein Geld hier aus.“ sagte Jon beim Abschied. „Deine Wohnung im Haus kannst du behalten“

Nun bin ich dabei eine Analyse zu erarbeiten, was ist hier Möglich, was ist in Denia möglich. Ist es sogar möglich hier und dort zu arbeiten? Zu viele Optionen, zu wenig Risikobereitschaft. Die Angst einen Fehler zu machen blockiert mich völlig klar zu sehen und das macht mich grad ziemlich fertig.

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Do

08

Sep

2011

Coburg?

Blick aus meinem Studio in Löbelstein

Mein letzter Abend in der Bar. Kelly singt, ein Genuss für meine Ohren. Nette Gäste die kommen um der Musik zu lauschen. Zuvor ein langes und intensives Gespräch mit Jon. „Ich gehe zu meiner Familie, brauche Gespräche und Abstand, und ich werde nicht mehr in der Bar arbeiten sollte ich zurück kommen. Ich habe nun ein Jahr dein Leben gelebt, dein Business, dich geschuppst, renoviert, geackert, verkauft, eingekauft, dir geholfen, nun ist mein Leben dran. Ich hab nicht mein Business in Deutschland aufgegeben um hier in einer Bar zu arbeiten. Meine Vision war von meiner Kunst zu leben und das hab ich aus den Augen verloren. Jetzt beginnt mein Leben.“

Jon hört mir zu , das erste Mal seit langen. „Ich hab es so satt um 4 oder 8 € extra zu kämpfen, die ich extra arbeite. Wenn du nicht weißt was du an mir hast, musst du dir Andere suchen. Nun ist es gut wie es ist.“

„Du gehst jetzt?“ sagt er „Jetzt wo alles in Frage steht?“ „Ja“ und ich sehe ihn ernst an, „Genau jetzt, denn es ist dein Business und deine Problem die ich dir schon vor einem Jahr versucht habe zu bewältigen. Doch du wolltest nicht auf mich hören. Nun muss du alleine dadurch.“

Jeder hat seinen Lernprozess. Jon und auch ich. Jon mit seiner verdammten schottischen Art und ich zu erkennen das ich mal wieder das Leben eines Anderen lebte und nicht das meine. Doch jeden Tag geht die Sonne neu auf und in Spanien fast jeden Tag.

Doch was mir in den letzten Tagen ganz klar geworden ist, dass ich Coburg den Rücken kehrte weil ich unglücklich war im zwischenmenschlichen Bereich. Ich gab alles auf um von meiner Kreativität zu leben mit der Erkenntnis, Geld gibt dir keine Kuscheleffekt. Ich dachte die letzte Zeit ich hätte mein Challenge verloren, doch das ist nicht richtig, was mir genau in diesen Tagen klar wurde. Ich habe das was mich aus Coburg trieb hier gefunden, in nur einem Jahr, Freunde. Das Gefühl von Heimat, ein Zuhause wie in Löbelstein bei meiner Mom. Menschen die mir sagen „Bitte komm wieder.“ Menschen denen die Tränen in den Augen stehen. Jon der das mitbekommt sagt „Dich lieben alle hier( Okay, nicht die Zigeuner und nicht die die-übers-Wasser-kommen) Ich komme wieder, denn genau das ist das was ich vermisste und was ich gefunden habe, wenn nur nicht die verdammten Moneten wären. Ich hab in einem Jahr hier eigentlich viel erreicht, meine Ungeduld lässt mich das wieder nicht sehen, aber die Anderen die hier leben. „Gib das nicht auf, gib dir Zeit und die Zeit ist hier heftig und du bist auf dem Weg.“ Nein ich gebe das nicht auf. Das Meer ist mein Magnet. Meine beiden Freundinnen in Denia, Luz in Madrid, Jon der mein Freund ist, weil ich ihn so wie er ist akzeptiere, die Rockerbraut die ein Herz hat so groß wie der Mond,  mein ehemaliger Kollege, die Gäste von der Bar, die vielen Musiker mit denen ich singe, die Menschen die mich auf der Straße grüßen und drücken, die Menschen in den Geschäften im Supermarkt, die dich fragen wie es dir geht, die Sonne die mich streichelt, meine 2 wilden Katzen die jeden Tag zutraulicher werden. Aber vor allem diese wundervolle Mentalität der Spanier die du nur erfährst wenn du seinesgleichen bist und Spanisch sprichst. Schon deshalb war die Bar für mich ein riesen Glück. Ich wollte hier integriert sein und das hab ich vor allem durch den Laden in der Loreto und mit der Bar erreicht. Alles hat seinen Weg, seine Zeit, alle ist gut und das Tief hat einen Weg nach oben gefunden… Doch nun werde ich erst mal in Coburg Urlaub machen und gannnnz viel schlafen, joggen und meine und Freundinnen genießen …

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So

04

Sep

2011

Abwarten...

Ein Glas Wein eine Zigarette und nur mit meinen Gedanken allein sitzend vor meiner Küche. Im Hintergrund Charly Hayden , Night and Day. Für mich einer der schönsten Jazz CD´s die ich im IPod habe. Zigaretten schmecken mir selten, doch heute schon. Meine Katzen sausen um mich herum und Chiara liegt in der Küche beobachtend dem Geschehen der Miezen. Meine Tiere waren heute die Einzigen die Worte und Streicheleinheiten erhielten. Ich schweige und das tut mir gut. Nur ich und meine Gedanken. Jon versucht nett zu sein, doch ich geh ihm aus dem Weg. Zu viel gegen die Wand geredet. Worte an meine Freundinnen per Email. Mein freier Abend, doch ich muss arbeiten in der Bar. Deshalb nur ein halbes Glas Wein, wenn ich mehr trinke werde ich müde und die Nacht wird lang. Noch eine Woche, dann wird sich etwas entscheiden. Hab heute nach Flügen gesehen, will aber gar nicht fliegen, da ich Chiara mitnehmen möchte. Möchte 14 Tage in Coburg bleiben. Ich brauche Gespräche mit meiner Familie. Ruhe und viel Schlaf, Erholung. Klares denken unmöglich. Keine Chance zu malen, Nähmaschine wieder in Reparatur. Energie reicht grad für die Bar und den Laden. Bin froh das mir Nacho sagt was ich machen soll, somit sitze ich an der Restaurierung und muss nicht denken. Hab nur Früchte und einen Salat gegessen. Das was mein Kühlschrank grad hergibt. Stelle fest das ich Zigaretten nicht mag und geh mir die Zähne putzen. Heute ist es wieder warm am Abend und die Moskitos da und muss ins Haus. Hab mich wieder mal gebissen. Die lieben mich, dabei bin ich alles andere als süß. Fühl mich machtlos. Doch ich weiß alles wird gut, deshalb bin ich nicht traurig und abwartend…

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Sa

03

Sep

2011

Mi

31

Aug

2011

Mo

29

Aug

2011

Di

23

Au2011

Steigerung möglich...

Nachdem Unfall war ich so schlecht drauf, dass ich dachte, legst dir mal ne Tageskarte mit den Lenormand Karten, damit du dich gut fühlst. Ha, von wegen. Mein Karten sagten mir den kompletten Exodus bevor. Ich dachte, klasse, kommt zu spät, denn den hatte ich ja mit dem Unfall, wer hätte gedacht das es an diesem Tag noch eine Steigerung gibt?

Als ich um 23.30h in die Bar kam war alles wie immer nur der Strom ging mal wieder nicht oder besser nur ein Teil. Wir hatten das gleiche Problem wie nach der Iberdrola-Sache. Jon stand mit dem Besen draußen und versuchte den Strom wieder in Gang zu setzten was schon fatal ist. Dazu kam, das der Laden brechend voll war, die Klima nur zum Teil ging und die Kasse nicht mehr aufsprang. In einem kurzen Strommoment ließen wir die Kasse offen um wenigstens rausgeben zu können. Jon wollte die Kasse nehmen und an eine andere Position bringen an dem der Strom vorhanden war, sie glitt ihm weg und knallte auf den Boden. Alles Kleingeld flog hinter die Bar und ich sah, das er am liebsten mal geschrienen hätte aber er machte nichts und blieb die Ruhe selber. Seit einer Woche bitte ich ihn mir Plastikrollen von der Bank mitzubringen um das Kleingeld zu rollen und abzugeben. Heute bekamen wir die Quittung als die übervolle Kleingeldkasse am Boden lag. Wenn´s nicht so grauenvoll wäre hätte ich gelacht allein über die Situationscomic dieses Tages. Victor und ich waren allen und wir versuchten unser Bestes zu geben und die Gäste glücklich zu machen. Sonst musst du sie zum Getränk zwingen, heute wollten sie alle was und standen an der Theke. Doch auch wir blieben cool, was der Boss kann…

Flamenco ist ja echt der Hardcore Abend in der Bar. Er kann gut sein doch meistens ist er die Hölle. Heute ging nicht ein Glas zu Bruch, dafür die Kasse. Die Luft stand in der Bar und der Schweiß sauste nur so runter. Die Toiletten gingen zwischendurch nicht wegen dem Stromausfall und das Wasser drückte hoch, kein Licht in den Toi´s, ein kompletter Chaostag. Victor und ich rollten nur mit den Augen, doch wir brachten diesen Abend super über die Bühne…

Mo

22

Aug

2011

Unfall....

Unfall…

Meine Verfassung ist nicht gerade stabil. Schon gar nicht nach dem ich heute Nachmittag noch einen Unfall baute. Gerade an einer Kreuzung an der man weiß das die extrem blöd ist und ich Jon immer schimpfe wenn er da durchschießt. Heute ist mir das passiert. Ich bin zwar nicht schnell gefahren, weil ich an dieser Stelle immer vorsichtig bin, doch mein Crash hat auch grad zur anderen Seite gesehen und so hat´s „Dogggg“ gemacht. Nicht viel passiert, Kratzer an der Stoßstange aber trotzdem unnötig. Im Moment bin ich einfach nicht konzentriert. Gestern war ich bei meinen Nachbarn im Haus um die Wäsche zu machen und bekam das Tor nicht mehr auf. Kein Rüttel half. Als ich über die Mauer stieg ließ sich das Tor von innen ohne weiteres öffnen. Nach einem Hilferuf und einem Rückruf sagte man mir, dass der Türgriff schon immer feststehen würde. Heute bin ich noch mal hin und? Ohne Probleme zu öffnen. Entweder ich hatte den falschen Schlüssel oder einen Knall, was ich eher annehme. Mein Körper zeigt mir den Stress mal wieder. Bunties 10 Tage zu früh und mein PNZ, dazu kommt dass ich den ganzen Tag schlafe. Zwei Mal bin ich heute in die Stadt gefahren um Medizin für den Kater zu holen. Das Gute bei dem Unfall war, dass die Familie Deutsche sind und super nett, 7 Katzen haben und mir ein Mittel gaben, da sie annehmen das der Kater Lungenwürmer hat. Ihre hätten das auch alle gehabt und mit diesem Mittel wegbekommen. Vorher hatte ich noch Antibiotikum besorgt was mir die Dame vom Markt sagte, doch das ist nicht einfach zu verabreichen allein. Ging voll in die Hose. Das Wurmmittel hab ich mit dem Butterkäse vermischt und er hat´s gefressen. Das bekommt er nun drei Tage und wenn´s dann nicht besser ist muss er doch an das andere Zeugs. Jon und ich haben heute kein Wort miteinander geredet und sind uns aus dem Weg gegangen, wo das endet weiß ich auch wieder. Wenn er doch einfach akzeptieren würde dass das mit uns nichts mehr wird….

Morgen hab ich frei und werde den ganzen Tag schlafen, lesen und vielleicht mal mein Papier raus kramen und meine Katzen malen. Sie sind einfach zu nett…

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Mo

22

Aug

2011

Was mach ich hier bloss....

Eine Nacht in der Bar die mir die Augen öffnete. Es war nur der Moment einer Sekunde der mich in die tanzende Menge blicken ließ und mir wie ein Stromschlag es bewusst machte >Was mach ich eigentlich hier?< Kurz zuvor hatte Jon uns angemeckert, dass wir in die Gläser nur 2 Eiswürfel geben sollen, da die Neuen größer seien. Augenroll! Es hat 30 Grad im der Bar und die Gäste bezahlen 7€ für einen Drink. Es macht mich wahnsinnig, das er nicht kapieren will, dass die Qualität stimmen muss. Da kommt auch schon der Erste und bittet um mehr Eis. Doppelte Arbeit für uns. Jon hat eh den Ruf als schottischer Geizhals hier in Denia, jetzt spart er noch am Eis. Am Mittag als wir in der Bar waren um die Bar vorzubereiten bastelte er am Ventilator rum um ihn an der Wand auf ein Brett zu stellen, was schon vorhanden war. Ich fragte ihn was er macht, da das Brett viel zu klein sei. Er glaubte mir nicht holte die Leiter und krabbelte auf das windige Ding mit dem schweren Ventilator. Irgendwann fragte er mich ob ich das nicht machen könnt. Ich sah ihn an und sagte „Ich brech mir nicht die Knochen für dich, schon gar nicht da ich sehe das das da nicht passt.“ Sauer machte er das dann doch um dann festzustellen das das Brett zu klein war und er den Ventilator wieder an seine alte Stelle zu stellen. Fragen?

Um 2.30h schickte er mich dann heim. Es ist ja eigentlich mein freier Tag doch im August ist alles anders. Um 12h war ich dann wieder auf dem Markt um eine Frau zu suchen die hier in Denia Katzen hilft und hoffentlich mir. Mein Schwarzer bekommt wenig Luft und rasselt beim atmen schlimm, er pumpt den ganzen Tag und such Luft. Das Geld um zu verschiedenen Ärzten zu gehen die alle nur Geld verdienen wollen hab ich nicht, somit fand ich diese Adresse im Internet. Sie sagte mir, dass die Beiden unbedingt auch kastriert gehören mit 6 Monaten. Heute Abend will sie mich anrufen und Katzenkörbe mitbringen. Ich bin gespannt. Dann hätte ich schon mal ein Sorge weniger. Wie ich das bezahle weiß ich noch nicht. Notfalls werde ich alle Freunde um eine Spende bitten. Wäre doch gelacht wenn ich das nicht zusammenbekomme, dafür dürfen die Racker dann auch bei mir bleiben und ins Haus. Da werd ich wohl noch eine Katzentür anbringen müssen. Chiara versteht sich ja auch gut mit ihnen. Aber jetzt sitze ich erst ml am Hafen im Zenza und warte auf einen Freund um ein wenig zu reden. Es ist so heiß hier und drückend. Ich bin nur müde und schlafe die letzten drei Tage den ganzen Tag durch, unglaublich… Aber vielleicht ist es auch der Stress der letzen Tage der mir so zusetzt..doch der ist noch nicht beendet… jeden Tag packe ich einmal gedanklich meine Kisten.

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Sa

20

Aug

2011

Austin/Texas...

Dio mio, wie verrückt ist das nun…

Gerade als ich einen Tag den Laden zu gesagt habe kommt eine Mail von Devon aus Austin/Texas. Ich schrieb ihr letzte Woche und fragte nach einem Job. Sie schreibt mir, dass sie mich so gerne in Austin hätte, ich könnte in der Klinik das PMU anbieten und drei Tage auf ihren Sohn aufpassen. Wohnen könnte ich bei ihnen. Sie will noch mit dem Anwalt sprechen wegen der Abdeckung einer Versicherung des PMU´s. Ja, so ist das. Gerne würde ich nach Austin für drei Monate gehen. Horizont erweitern, lernen..

Jetzt werde ich erst mal in der Galerie arbeiten und sehen ob das der richtige Weg für mich ist. Wenn mir das Spaß macht und ich mein Auskommen habe ist alles bestens. Sollte das nicht so sein, habe ich immer noch die Option nach Austin zu gehen.

Doch es ist ein gutes Gefühl und wundervoll, dass man sich sicher sein kann, wenn man glaubt vor einer Mauer zu stehen, irgendwann kommt der Moment da geht’s wieder weiter und in der Mauer entsteht eine Tür…

 

 

Und hier noch ein Auszug aus einer Mail, einer Freundin die mir schrieb als ich ihr schreib das ich nun den Job im Laden habe:

 

"Me alegro de tu trabajo y que no te vayas a Alemania porque perderíamos a una gran persona y artista. Aunque no nos veamos te llevo en mi corazó. Un abrazo muy fuerte"

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Fr

19

Aug

2011

Wunder geschehen doch...

Heiß, heiß heiß....

Nach dem ganzen Stress und Streit der letzten Tage ist Ruhe eingekehrt. Die Einzigen die keine Ruhe geben sind Shila und Bagira. Die Hängematte ist zum Spielplatz geworden. Sie springen hinein, hinaus, toben darin oder schlafen. Vor 21h geht hier gar nichts. Alle einschließlich wir sind von der Hitze völlig erschlagen. Die Katzen liegen im Schatten und manchmal denke ich sie sind gestoben so bewegungslos sind die. Shila hat nun ein Schwimmbad, eine kleine Plastikpfanne in der sie badet. Sie liebt Wasser und ich merkte das, als sie damit begann in Chiaras Wassertrog zu planschen. Was für ein Spaß als sie heute das kleine Becken entdeckte und vorsichtig Pfote für Pfote eintrat bis sie darin saß. Bagira interessiert das nicht, sie liebt es mich maunzend zu begrüßen und sich streicheln zu lassen. Shila immer noch nicht. Richtig durchdrehen tun sie wenn ich Butterkäse für sie auspacke oder Sardinen mache und sie die Köpfe abbekommen.

In den letzten Tagen führte ich Gespräche beruflicher Hinsicht. Eine Physiotherapie Praxis in der ich einen Raum anmieten könnte und dort Permanent Make-up anbieten würde, nebenan ist ein Frisör wo ich die Möglichkeit hätte Nägel zu machen. Da meine Lage hier grad nicht so rosig ist, war ich erst recht angetan von der Idee, doch nach der ersten Nacht schrie mich mein Bauchgefühl regelrecht an: HAST DU NOCH ALLE??? SCHON VERGESSEN WARUM DU HIER HERKAMST??? VISION; KÜNSTLER UND SO, HE??!! Ja ich habs ja kapiert. Da hätte ich auch in Coburg bleiben können, dazu kommt noch, dass auch meine Schmerzen in der Hand ein Grund waren damit aufzuhören Nägel zu schrubben. Selbst ich habe mich von den Dingern nach 25 Jahren ununterbrochenes tragen getrennt und meine eigenen Nägel sind kaum zu bändigen und toll wie nie zuvor. Die Sache mit dem PMU hab ich noch nicht abgehakt, da mir das immer Spaß machte und man Menschen die Kreisrunden Haarausfall haben, Krebs hatten sehr glücklich machen. Mein zweites Gespräch fand in einer Galerie statt. Der Galerist mag meine Bilder und bat mir an, mir ein Drittel des Ladens mit 5m hohen Wänden zur Verfügung zu stellen um meine Bilder zu präsentieren und dort auch arbeiten zu können. Ich zahle keine Miete, bin ich 4 Tage dreieinhalb Stunden im Laden. Er selber ist viel unterwegs da er Restaurator ist. Ich werde Kurse begleiten und lernen wie man Möbel und Bilder restauriert. Von jeder Arbeit die ich mache bekomme ich Prozente. Im Winter werde ich beginnen meine Perlen im Geschäft zu arbeiten und Kurse anbieten. Da er viel Arbeit hat, kann es sein dass ich auch in Kirchen mit ihm gemeinsam arbeiten werde. Er schafft es nicht mehr allein und braucht zwei Hände mehr.

Nach einer Nacht darüber schlafen und einem nochmaligen Gespräch werde ich mich darauf einlassen, denn lernen ist für mich wundervoll. Ich habe die Möglichkeit bei einem Restaurator nicht nur diese Handwerk zu erlernen sondern auch viele andere Dinge die man studiert und ich nie die Möglichkeit dazu hatte. Ich werde Spanisch reden müssen und komme nun endlich zu mehr Praxis mit der Ausbildung. Ich weiß das sich dadurch meine Malerei verändern wird und das ist gut so. Ich werde mich bewegen und nicht stehen bleiben, das Gefühl haben meine Vision nicht aus dem Auge verloren zu haben und dann wird auch alles andere gut. Wenn ich wieder in meiner Mitte bin dann geht es voran..

Danke Ilo!

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Mi

17

Sa

13

Aug

2011

Chiringuitos..

Denia ist voll. Irgendwie schön, doch ich bin auch froh wenn ich wieder in Ruhe am Strand mit Chiara spazieren gehen kann. In Denia gab es lange nur kleiner Chiringitos, das sind kleine Holzhütten in denen sie Getränke aller Art verkaufen. Ein paar Sonnenschirme, Liegen und Stühle, das war´s. Diese kleinen Bars hat es in Denia vielleicht 5 an der Zahl und liegen direkt am Sandstrand. Eine direkte Sandstrand Bar und Restaurantszene gibt’s hier ja nicht, höchstens in Marines am Hafen, doch auch da spürst du nicht den Sand unter den Füßen. In Javea ist das anders. Dort hat es sehr viele dieser Chiringuitos und eines schöner als das Andere. Große, Kleine und oft kannst du dort auch essen. Du sitzt am Steinstrand und trinkst deine Drinks aus eleganten Gläsern. Oft sehr schöne Deko und viele Kerzen. Einfach wundervoll.

In Denia werden diese kleinen Hütten vom Ayuntamento also vom Rathaus vergeben. Eine dieser Bars privat zu betreiben war wohl lange unmöglich. Doch nun hat Denia eines dieser großen Chiringuitos direkt an der Strandline und es ist jeden Tag voll vom Menschen. Geöffnet ist es bis um 8h Morgens. Niemand sonst hat so lange geöffnet. Mit einer Barlizenz kannst du bis maximal 3.30h geöffnet haben und ab 4h müssen die letzten Gäste gegangen sein. Viele reden hier von Korruption natürlich nur mit vorgehaltener Hand. Nun gut, so ist es nun, doch was für mich interessant ist, ist der Ablauf dieses „Saladino“.

Primär kann ich erzählen was ich persönlich an dem Ding nicht mag und ich kenne es in der Nacht. Die Jungs zahlen 10€ Eintritt und haben dann ein Drink frei. Mädels zahlen nichts. Getrunken werden die extrem teuren Drinks mit wenig Alkohol aus Plastikbechern, was mich als Stylist total nervt. Klar ist notwendig wegen dem Strand und den Scherben. Die Meisten sind sehr junge Leute, diese sich oft bist ins Koma saufen. Das tun sie aber vorher mit mitgebrachtem Alkohol. Die Musik ist House und du kannst auf dem Holzpanelenboden Tanzen. Die Toiletten sind für die Massen zu wenig und dreckig. Die Mädels stehen Stunden an. Das Licht am Strand ist grell und ziemlich spanisch. Ich finde das ganze Ding grauenhaft und ein Mal hat mir gereicht. Freunde erzählten uns, dass sie das gleiche denken. Einer hat gleich mal beim Eingang 2 tote Katzen gefunden und am Strand liegt Hundekot rum. Eigentlich darf kein Hund an den Strand, doch hier schon. Doch die neuste Story die ich eines Freundes der es selber erlebt hatte erzählt bekam, dass er dort angesprochen wurde, ob er nicht Extasy kaufen möchte. Er lehnte ab, ging tanzen. Als er wiederkam und seinen Drink schlürfte, wurde ihm ganz anders zu mute. Er konnte nicht mehr laufen und nicht mehr reden. Nach einer geraumen Zeit erbrach er sich selber und von da an wurde es wieder besser. Man hat ihm was in den Drink gegeben. Ich meine die Storys gibt’s auch in Deutschland, doch mich hat das total geschockt, denn dort sich einfach fast nur Kid´s in der Nacht. Ich werde auf keinen Fall mehr in dieses SALADINO gehen sondern nach Javea fahren und ein ganz edles Chiringuitos wie das „LA SIESTA“ oder das „MOSKITO“ zu genießen. Bei einem Gin Tonic, der zwar auch nicht geschenkt ist, allerdings in einem eleganten Glas serviert wir. Dazu bekomme ich gute Chiloutmusik, das Meeresrauschen und interessante Menschen zu sehen….

Kommentar zu Blog vom 9.8.11

Es ist völlig richtig dass ich im Moment auf viel zu vielen Hochzeiten tanze. Ich habe erkannt das mein Weg komplett kreuz und quer läuft. Meine volle Aufmerksamkeit hatte immer mein Geschäft das ich 25 Jahre betrieb, doch nach dieser langen Zeit und der Entdeckung meiner Kreativität wollte ich versuchen davon zu leben. Kreativ gesehen bin ich ein Phasenkünstler. Ich habe Zeiten in denen ich male wie ein Irrer oder dann wieder 30 Kleider nähe oder Tagelang Perlen drehe. Kreativität richtet sich bei mir nicht auf eine Art sondern auf so vieles. Dummerweise kapier ich auch alles so schnell und hab Freude daran. Ich suche gerade den Weg den ich anstrebe um hier in Spanien bleiben zu können. Ich mag das Land und die Menschen und ich bin entsetzt von der Politik hier. Man kann schon verstehen dass Deutsche nach Jahren wieder zurück gehen. Die Bürokratie und die Korruption ist hier unglaublich. Wenn man nur einigermaßen klar und logisch denken kann weiß man was hier schief läuft. Doch du kannst dich auch entscheiden zu prostituieren und das meine ich nicht als Frau, du kannst dich entscheiden das Spiel mit zuspielen und dich komplett zu integrieren, du musst das tun, wenn du hier ein Business aufbauen willst, oder du gehst zurück nach Deutschland und frierst. In jedem Land hast du Für und Wider. Nur das was wir gewohnt sind fühlt sich richtig an, muss es aber nicht sein.

Jedes Mal wenn ich so tief in meinem Loch sitze, so todtraurig bin, das ich grauenvolle Gedanken habe, dann sag ich mir selber, „Okay, du bist des Lebens überdrüssig und glaubst keine Kraft mehr zu haben um das zu überstehen, doch gib dir selber 4 Wochen Zeit, wenn du dich dann immer noch so fühlst dann geh den letzten Schritt.“ In vier Wochen geschieht so viel und mein Unterbewusstsein weiß genau dass sich in vier Wochen viel verändern kann und wird. So erklimme ich meine Höhen und Tiefen. Das was du, Schmetterling, schreibst ist korrekt, ich hab das erkannt und deshalb zwinge ich mich nichts zu tun in den nächsten 3 Wochen. Ich lasse geschehen, werde sein wie eine Flagge im Wind die sich mit dieser bewegt….

Den Alchemist hörte ich als Buch auf der Fahrt von Deutschland nach Denia, als ich das erste Mal fuhr und unsicher war ob ich das Richtige tue. Die Botschaft für mich, dass ich mein Gaspedal zielstrebig trat und mit jeder neue CD sicherer war das zu tun was ich muss. Einmal nicht den Verstand denken zu lassen sondern mich von meiner Intuition leiten zu lassen…

Di

09

Mo

08

Aug

2011

Schmetterling

Nachdem „Schmetterling“ mir eine Kommentar dagelassen hat den ich doch recht amüsant fand muss ich mich doch einmal dazu äußern. Schade ist schon mal, dass die Kommentare meistens anonym sind, somit weiß ich nicht ob das Männchen, Weibchen oder Beides ist. Seit ich das Buch von Bärbel Mohr vor 100tausend Jahren gelesen habe, bekomme ich IMMER einen Parkplatz. Dinge die ich mir wünschte sind alle irgendwann in Erfüllung gegangen. Manche brauchten Jahre und ich hatte sie schon vergessen. Wünschen ist nichts anderes als positives Denken, an sich selber glauben. Das mir das grad mal schwerfällt steht mir zu, nachdem ich einen extremen Schritt getan habe und der Erfolg noch ausbleibt. Als Außenstehender kann ich mich besser beurteilen und meine Reaktion total nachvollziehen. Als ich vor einem Jahr hierher kam kannte ich Jon wenig, doch ich war verrückt nach ihm. Beim Universum wünschte ich mir mit ihm zu leben. Dumm nur, ich hatte das Wort „glücklich“ vergessen. Man sollte sich wirklich genau überlegen wie man seine Wünsche formuliert, denn sie könnten in Erfüllung gehen. Okay, daran werd ich arbeiten. Übrigens ist Bärbel Mohr an Krebs gestorben, nur so nebenbei. Ein Burn Out haben viele erfolgreichen Menschen die überfordert sind, was das mit Wünschen zu tun ist mir nicht klar. Den Parkplatz bekommt man trotzdem, also: Quatschgelaber!

Diese Sprüche wie „Mensch wach auf“ oder „Hör auf zu träumen“ tun mir richtig gut. Ich tu nämlich immer das was ich nicht tun soll. Als ich meinen Laden aufgeben wollte, sagte meine liebe Mom „Du schaffst das nie von deiner Malerei zu leben, hör auf zu träumen.“ Das war der Grund warum ich mir sicher war zu gehen. Sag niemals einer Kikii sie schafft was nicht! Meine Geschichte begann in Euphorie die kaum auszuhalten war, da ich selber über meinen Mut vor Stolz platze. Geduld ist nicht gerade meine Stärke und das blockiert mich jetzt. Da ich ein Fisch bin leide ich mehr als andere und ich kann mein Leid wundervoll rüberbringen. Fischle leiden einfach anders und sterben jedes Mal Tode. Doch irgendwann wird mein Steinbock in mir aktiv und der rettet mir dann das Leben.

Danke dir „Schmetterling“, das hab ich gebraucht. Nicht an mich zu glauben gibt mir meinen Kampfgeist zurück. Eines Tages wird mein Blog noch zum Bestseller, denn es wird ein Happy End haben! Es reicht wenn ich daran glaube, den ich habe es mir gewünscht ….

 

Den freien Sonntag verbrachte Jon am Pool und ich, wie immer an der Nähmaschine. Dadurch das ich grad so gar keinen Erfolg habe, tue ich noch mehr. Ich gönne mir keine Auszeit, kein Tag an dem ich nicht nähe oder sonst was arbeite. Jon hat einen tolle Farbe im Gegensatz zu mir. Ich bin immer noch, naja hellbraun würde ich sagen. Ich lag einmal in der Sonne und las. Das war vor Wochen und ein Mal am Meer zum schwimmen, das war vor Wochen. Heute Nachmittag dann das Aus. Nähmaschine im Eimer. Reparieren kann ich sie nicht, da der Mechaniker, der die Durchsicht vor der Reise machte die Schraube vom Messer so fest zudrehte, das es unmöglich ist es zu wechseln. Blödmann! Das Gejammer war groß und Jon rollte nur mit den Augen „Dann bringst du sie eben zum reparieren“ jaul.. „Ich muss die Kollektion für Texas fertig machen.“ Nochmal Augenroll „Die ist doch für nächstes Jahr also wird sie wohl noch ein paar Tage warten können“ Hm, wo er recht hat, hat er recht. Irgendwie funktioniert grad gar nichts und jetzt ist Pause angesagt. Ich werde bis zum 31. August Urlaub machen. Jon lachte, „die beste Idee die du seit langem hast. Mach ne Pause um wieder eine Blickrichtung zu finden, im Moment verzettelst du dich in allem was du anfängst.“ Ich werde mir heute eine Hängematte kaufen und sie zwischen meine Palmen hängen. Ein Buch hab ich mir am Markt gekauft und nachdem Christian bald wieder kommt werde ich ihm eine Liste schicken mit drei weiteren Büchern. Jup, ich mach Urlaub auf Balkonien, kein Nähen, keine Malen nur lesen in der Sonne liegen. Gut ich geh in die Bar arbeiten und mach den Garten von Christian und das Haus meiner Freunde aber das ist schon alles…

Übrigens, als ich heute von meinem Haus, Garten und Pool Jobs zurückkam empfang mich ein kleiner schwarze Kater in der Küche. Hm? Dachte ich, hab ich den aus Versehen eingesperrt? Die Miezen sind nun oft auch mal im Haus und Bagira lässt sich jetzt schon streicheln und schnurrt sich dabei einen ab. Shila ist noch zu scheu. Als Jon später kam, ich war schon wieder beim nächsten Haus, sagte er, es wären beide Katzen im Haus gewesen, als er mir etwas in den Kühlschrank stellte. Als ich ins Schlafzimmer kam war alles klar. Das Moskitonetz war von der Decke gerissen und das Fliegengitter am Fenster auch. Da sind sie reingekommen, die Fregger. Die brauchen echt noch Erziehung. J

Jon und ich waren gestern wieder in Javea, diesmal beim Inder essen. Er ignoriert die Trennung völlig und ist süß wie Honig. Was soll ich denn tun? Jons Freundschaft ist mir wichtig, aber ich will auch wieder frei sein, somit sagte ich ihm das das nur funktioniert, wenn er mich endlich so akzeptiert wie ich bin, nämlich auch speziell wie er. „Du wirst akzeptieren müssen, dass es noch andere Menschen, vor allem auch mal männliche gibt, mit denen ich ausgehe ohne das du mir eine Szene machst. Ich kann nichts dafür, dass du introvertiert bist und nie mit anderen ausgehst. Ich muss so viel an dir akzeptieren was ich nicht mag oder was mir fehlt, somit wirst du das gefälligst auch tun.“ Rums..

Mal sehen wie lange das gut geht…

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Sa

06

Aug

2011

Presse..  

http://www.denia.com/18991/kikii-rose-inauguro-su-exposicion-en-el-barrio-marinero-de-denia/  

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Fr

05

Aug

2011

Bin so müde...

  

4h ins Bett, dummerweise vergessen das Telefon leise zu stellen. 9.30h Anruf von E. der mir die Musik für heute Abend absagt. Er war der Erste der zusagte. Muss morgen früh wegfliegen, da ist es natürlich nicht möglich von 20h bis 21h Gitarre zu spielen, alles klar. Na der Tag beginnt ja schon klasse! Heute Abend werd ich erleben wer Freund ist und wer Laberer. Gut ist, dass ich erst mal grundsätzlich davon ausgehe dass die Menschen von dem was sie dir versprechen kaum was halten. Musste ich leider schmerzlich lernen, da ich immer naiver weise von mir ausgehe.

Ich bin sehr müde. Seit zwei Wochen fehlt mir Energie. Die Nachtarbeit fällt mir schwer trotz 8 Stunden Schlaf. Die Anspannung der Vernissage, den Druck den ich mir mache, der Druck mit Jon und die Erkenntnis in meinem Traumkäfig zu sitzen aus dem ich nicht rauskomme, selbst wenn ich hundertmal sage wir sind getrennt, er will es nicht akzeptieren. Plötzlich von Liebe zu sprechen bringt das wundervolle Gefühl für ihn auch nicht mehr zurück. Zu viele Verletzungen gingen voraus. Immer wieder Eifersuchtsszenen wenn ein Freund, der in seinen Augen ein potentieller Nebenbuhler sein könnte mich in der Bar besuchen kommt. Jede Szene zerbricht mehr in mir. Dabei möchte ich die Freundschaft zu ihm nicht missen. Doch es war naiv zu glauben Jon hält sich daran als er sagte „Wenn wir nicht mehr zusammen sein sollten, dann leben wir halt als Freunde im Haus.“ Ja das sagt sich leicht, wenn man glaubt, dass man vielleicht derjenige ist der sich von dem Anderen trennt. Dabei geht es hier gar nicht mehr wer sich von wem trennt. Mein wundervolles Haus mit Blick auf das Meer, das mir einen Traum erfüllte wird nun zum goldenen Käfig.

Der Blick verweilt auf meinen Katzenkinder die auf der Terrasse toben. Bagira lässt sich jetzt schon ab und zu mal kurz streicheln. Jeden Tag muss ich sie schimpfen da sie es lieben in meinem Calla Beet zu toben und die Blätter umknicken. Mein Chili hab ich wieder in einen Topf pflanzen müssen den die kleinen roten Dinger sind ja perfektes Spielzeug. Freche Biester die Beiden, doch meine kleine Familie die mich viel zu lachen bringt. Beim Universum hab ich mir jetzt gewünscht alle Bilder zu verkaufen um dann nach Formentera gehen zu können, allein mit meiner Freundin Ilo um den Kopf frei zu bekommen. Ich bin so müde…

 

8 Stunden später..

Habe für den Abend ein neues Kleid aus einer wundervollen Seide genäht. Fühl mich immer noch wie ein aufgebähter Ballon und brauche was unter dem ich mich verstecken kann. Empirestyle das Beste für so was. Jon und ich gehen gemeinsam ins La Plaza. Der Abend mit vielen Gästen, meiner Freundin die die Laudatio hält und Freunden. Arley ist gekommen und spielt einen halbe Stunde kubanische Musik mit seiner Gitarre. Ein gelungener Abend.

 

Der Tag nach der Vernissage..

Nach diesem Abend sollte ich eigentlich motiviert aufstehen. Jon weckt mich in dem er vor meinem Fenster steht und einen seiner Späße macht. Es ist 12h und ich hab über 10 Stunden geschlafen. Kaffee, Tee und meine Kinder schimpfen, die wieder in den Callas spielen. Sehe in Richtung Meer und weine. Hör den ganzen Tag nicht auf. Immer wieder laufen mir die Tränen. „Bin ich krank?“ frage ich Jon der mich jedes Mal versucht zu trösten. „Nein“ und nimmt mich in den Arm „du wirst sehen, irgendwann geht’s dir wieder besser, spätestens wenn du ein Bild verkauft hast.“ Ich hab alles versucht, alles erdenkliche gemacht um diesen Abend erfolgreich zu beenden. Es waren viele Leute da, doch verkauft hab ich nichts. Die Preise weit entfernt von denen in Deutschland. Die Bilder an denen ich hänge sind nur für ein hohes Schmerzensgeld zu verkaufen, das ich hier nie erzielen kann, deshalb steht auf dem Preisschild >Nicht zu verkaufen<

Ich bin so müde, ich bin das kämpfen so leid. Keine Kraft mehr zum Denken, zum Malen, zum Nähen. Fragen: Wie mache ich es richtig? Was ist richtig? Wo ist es richtig? Keine Antworten, keine Energie, keine Freude und kein Lebensmut. Kein konkretes Ziel mehr vor Augen. Meine Augen sind leer. Ich bin traurig weil ich so traurig bin. Fisch zu sein ist nicht unbedingt ein Glück. „Hört das  den nie auf, diese Tal und Bergfahrten unserer Gefühle? Andere haben das doch auch nicht“ sage ich. Nein, ich kann glücklich sein wie kein anderer und traurig wie niemand sonst. Nicht einfach zu verstehen oder zu ertragen, doch morgen ist ein neuer Tag, an dem ich vielleicht ausgeschlafen habe und wieder ein Ziel vor Augen, doch jetzt muss ich schlafen, mich ausruhen…

Fr

05

Aug

2011

 

Mi

03

Aug

2011

Nerven liegen blank..

 

Dieses Gefühl kenne ich eigentlich gar nicht so, denn meistens strotze ich nur so von Energie wenn ich ein Projekt im Angriff habe. Diesmal liegen die Nerven blank. Mein Körper streikt total. Meine Bunties haben sich jetzt schon um 5 Tage verschoben deswegen fühl ich mich wie ein Ballon der gleich platzt, mein PNZ ist an den Händen und am Bein ausgebrochen, eine alte Verletzung am Fußballen aufgerissen, vom Entenlatschenproblem erst gar nicht zu reden, dass sie übrigens operieren wollen, ha,! 3,5mm wollen sie absägen. Manchmal ist ganz gut dass ich nicht perfekt Spanisch rede. Klar, ich hab nichts besseres zu tun als mir in Spanien den Fuß ansägen zu lassen. Die spinnen wohl.

Für die Vernissage, bin ich am Flyer verteilen. Ich sause an jeden Platz den ich kenne, zu jedem Geschäft was ich kenne, Touristeninfo, fahre Urbanisationen ab um die Dinger in den Briefkästen zu verteilen und drücke sie Menschen in die Hand oder hänge sie ans Auto. Keiner kann sagen ich hätte nichts versucht. Wenn Arley und die anderen Jungs vom Blanco y Negro kommen wie zugesagt und ihre Gitarrenmusik darbieten heul ich los. Die Anspannung dieser Vernissage bring mich fast um. Weil ich mir gesagt habe, wenn das nichts bringt werde ich gehen. Vorgestern war ich so unten das ich in die Kirche ging. Ein wenig Weihrauch schnüffeln und reden. Ich bat um Zeichen, wenigstens kleine Zeichen, dass ich weiß mein Weg ist richtig. Als ich dann am Abend joggen war, lief ich an einem Haus vorbei das den Namen KIKI trägt. Ich blieb stehen und musste schmunzeln. Nachts in der Bar kam dann mein Kollege der mir einen Mann vorstellte, der total begeistert von den Porträts ist. Er hat hier einen Galerie und möchte dass ich meine Bilder bei ihm nach dem LA PLAZA ausstelle. Braucht man mehr Zeichen? Ja wenn da nicht das böse Unterbewusstsein wäre das einem dann immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Dazu kommt noch, dass Jon seit unserer Trennung und dem großen Streit zuckerschockoladensüß mit Vanillegeschmack ist. Was das alles nicht einfacher macht. Drei Tagelang sagte ich ihm „He wir sind getrennt, vergiss das nicht“. Stört ihn aber nicht, für ihn war das ein Streit wie alle anderen und da sagt man viel was man nicht so meint. Gestern hat´s mich dann mal kurz zerlegt. Kleiner Heulkrampf zwischendurch. Wenn es Donnerstagnacht ist, geht’s mir hoffentlich besser. Richard vom LA PLAZA hat heute die Bilder geholt und wir haben die Plätze an den Wänden rausgesucht. Als ich mit dem aufhängen anfangen wollte sagt er „Ne, du gehst. Wir machen das schon.“ Da stand mir gleich wieder das Wasser auf halb acht. Wow, was für ein Gefühl mal Männer den Männerjob überlassen zu können und nicht selber machen müssen. Das erste Mal, dass das Jemand für mich tut. Als ich mich mit Jon im Once auf einen Kaffee traf und ich ihm erzählte, dass ich die Bilder nicht aufhängen muss, heulte ich schon wieder. Was für einen Heulsuse ich doch bin, unglaublich. Als ich meine Post las schrieb mir Devon aus Texas, dass sie meine Modenschau DVD ihren Businesspartnern gezeigt hat und dieses Für ihr Geschäft Kleider ordern wollen. Das wäre der Hit. Dann könnte ich hier in Denia nähen und mir noch Näherinnen suchen wenn ich es nicht alleine schaffe und schick das Zeug nach Texas. Das wäre der Hit! Somit werden meine Maschinen ab Freitag heiß laufen…

 

Fr

29

Jul

2011

Donnerstag, freier Tag, Single..

Oh, es gibt schlimmeres als das. Vielleicht ist es ja gut, dass das Haus grad voll ist und Jon nicht so kann wie er vielleicht gerne möchte. Zumindest lässt er mich in Ruhe und wir gehen freundlich aber distanziert miteinander um. Am Mittag kümmerte ich mich noch mal um die Wäsche und am Nachmittag kamen die neuen Mieter denen ich die Schlüssel überreichte. Danach frei!

Ich könnte ins Moskito nach Javea gehen, am PC arbeiten während ich mit Chiara am Meer sitze und einen Wein schlürfe oder ich geh ins Las Banos in Els Poblets, dort könnte ich das Gleiche machen, weiß aber nicht ob sie Wifi haben. Ich entschied mich für den Pool und meine Schnittzeitschriften und einem Alkoholfreien Bier mit Grapefruitsaft. Der Hunger trieb mich an den Herd. Da ich noch Brühe von den letzten Muscheln eingefroren hatte machte ich mir einen Paella. Die wird auch immer besser je öfter ich sie koche und Reis liebe ich. Als ich auf den Philippinen zum tauchen war, aß ich schon zum Frühstück Reis, was dort normal ist. Meine Freundin schüttelte nur den Kopf. Sie stürzte sich nach einer Woche auf Pommes. Hm, so sah sie auch aus. Drei Wochen Reis? Für mich ein Genuss. Während die Paella vor sich hin köchelte probte ich meine Songs und trällerte lautstark durch die Gegend. Jon kam und fragte mich ob ich mit zum Pizzaessen gehen wölle, doch meine Paella war mir dann doch lieber. Sicher war das ich am Abend erst in die Bar gehe um am Internet zu arbeiten um einen neuen Backtrack zu suchen und dann ins Blanco und Negro um spanische Gitarre zu hören und Freunde zu treffen. Vorher schickte ich meiner Freundin noch eine SMS ob sie nicht Lust hätte mitzugehen. Und wie sie Lust hatte. Wir hatten uns fast drei Wochen nicht gesehen und da war was nachzuholen. Keine versteht den anderen so gut wie wir uns. Es ist unglaublich. So muss das bei Freundinnen sein.  Wir lachten und schüttelten nur den Kopf über meine Männergeschichten und wie bescheuert wir Frauen doch manchmal sind und warum wir uns das jedes Mal so lange antun. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass meine Schmerzgrenze weitaus höher liegt als bei anderen, die viel früher das Handtuch schmeißen würden. Ein gelungener Abend…

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Mi

27

Jul

2011

„Mama mag ihn“ „Aber nu is mal gut“ Ich grüße mal wieder alle Gwildis Fans.

Was ich ab und zu kann ist, aus mir rausgehen und mich selber beobachten. Heute war wieder so ein Tag und ich muss sagen, wie bescheuert bin ich eigentlich, dass ich so mit mir umspringen lasse. Doch nu is mal gut. Seit Tagen wird hier im Haus nur noch eins gemacht, die Bude von Jon wohntauglich für 5 Familienmitglieder von ihm. Der Pool musste deshalb repariert werden, Betten gekauft, Deko und und. Doch vor allem musste seine Wohnung sauber gemacht werden. Erst sollt ich das machen, dann traf er einen Bekannten der sowas beruflich macht, der sollte das tun. Da war ich schon sauer weil ich das Geld viel besser gebrauchen kann. Dieser hat ihn dann sitzen lassen, somit war Kikii wieder gut genug. Ich hab die Wohnung 4 ½ Stunden geschrubbt, die seit dem Einzug nur von Jon selber oberflächlich geputzt worden ist. Spaß war das keiner und die 10€ die ich die Stunde dafür bekam nur gut. Heute Morgen wollte er früher aufstehen um noch den Kühlschrank voll zu machen und den Rest einzukaufen, aber er kam nicht aus den Federn. Ich ging früh noch was für die Bar einkaufen und für meinen Kühlschrank, kurz die Post im Internet bearbeiten, da ich auf Nachrichten warte. Vorher noch im Haus der Nachbarn um den Mietern die Wohnung abzunehmen und die Wäsche zu waschen da die Nächsten schon morgen kommen. Das heißt ich musste das Haus auch noch reinigen. Als ich um 15h zurück kam starb ich fast vor Hunger. In dem Moment kommt Jon vom Einkauf und schreit „Kikii, help mi“ „Kann nicht“ schrie ich zurück „Muss noch das Haus der Nachbarn sauber machen“ „Du weißt das meinen Familie kommt und du hilfst mir nicht?“ schrie er zurück. „Ja, deinen Familie und ich hab einen Job zu erledigen und den werde ich jetzt tun.“ Jon war so wütend und sagte zu mir „du hilfst mir wohl nur wenn du es bezahlt bekommst“. Dabei schmiss er mir seinen Matratze vor die Füße die in mein Wohnzimmer kommt, das ich natürlich vorher reinigte wegen den Hundehaaren. „Was bist du nur für ein großes Arschloch“ schrie ich ihn an, „Für mich hat es sich nun erledigt und komm nicht mehr angekrochen, es hat nun ein Ende“ „Ja“ und dabei warf er die Tür zu „damit bin ich einverstanden“.

Putzen bringt einen echt wieder runter und ich war froh darüber. Es hat sich nun ausgejon´t. Das Fass ist einfach übervoll. Er wird nun akzeptieren, dass ich beginne mein eigenes Leben zu leben und wenn er glaubt mich wieder erpressen zu müssen werde ich meinen Transporter anrufen, Kisten packen und bin von einem Tag auf den nächsten verschwunden. Scherz? Nein kein Scherz mehr. Nur weil ich dann vielleicht eine kurze Zeit in Coburg bin. Damit hab ich kein Problem. Dann tritt Plan B in Kraft. Die Welt steht mir offen mit den Sprachen die ich spreche. Dann geh ich nach Texas einige Zeit. Ich existiere hier wo die Krise am Größten ist, ich existiere auch woanders. Nur warm muss es sein.

Ich warte nun noch meine Ausstellung ab, gebe mir die Zeit über den Sommer und wenn sich dann beruflich nichts getan hat bin ich verschwunden. Loslassen hab ich lernen müssen…

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Mi

27

Jul

2011

Liebes Tagebuch..

Liebes Tagebuch…

Freier Tag, 100 Kerzen, Chillout Musik. MOSKITOS! Ich muss mir ein Netz in meinem Zen Garten zulegen. Jedes Mal wenn ich schreibe muss ich flüchten. Heute hab ich mir meine Räucherstäbchen in die Mauer gesteckt. Von den Dingern hab ich so viel. Alles Mitbringsel aus meinen so unendlichen wundervollen Reisen nach Thailand, Hongkong , Sri Lanka , Taiwan, Philippinen, Seychellen . Reisen aus Sehnsucht nach Wärme und dem Meer, dem Geruch nach Exotik, Palmen. Der Geruch der verdorrten Palmblätter in Thailand ist schon ein Geruch den du nie wieder in dieser Welt findest.   Neun Mal war ich in Thailand und ich hab Sehnsucht , auch obwohl ich immer weiß niemals dort leben zu wollen. Der Buddhismus verleiht den Menschen und dem Land einen besonderen Zauber.

Vom Essen will ich gar nicht sprechen, den das ist für mich die beste Küche der Welt. Ich kann hier in Spanien die frischen Thaigewürze nicht bekommen und somit koche ich für mich mehr mit indischen Gewürzen. Heute allerdings hab ich mich mal an >Boquerones vinagre< getraut. Diese kleinen Scheißerchen liebe ich. Wenn du sie als Tapa ist kosten sie jedes Mal ein Vermögen und ich fragte mich warum? Es sind die kleinen in Olivenöle, Knoblauch und Petersilie eingelegten Sardellen. Ich hab die mal im Juan Miquel in der Calle Loreto gegessen und da waren 6 habe Sardellen drauf und bezahl hab ich 6€, ich dachte ich spinne. So nun bin ich in den Supermarkt. Das Rezept entnahm ich der Costa Blanca Nachrichten. Die Fischverkäuferin zeigte mir wie ich die Scheißerchen sauber mache und die vier restlichen Zutaten waren auch schnell gefunden. Als ich nach Jerryessig fragte war keiner im Regal. Klar, ich lebe ja im Jerry-Land, unglaublich, doch die nette Verkäuferin drückte mir einen Weinessig für 35 Cent in die Hand und meinte, damit würde das wundervoll funktionieren und hier nimmt die Hausfrau diesen Essig. Nix Jerry-Luxus-Essig. Na gut, sie wird es wissen.

Sardellen saubermachen ist leicht. Kopf abbrechen, Finger durch den Bauch ziehen damit die Innereien rauskommen, Gräten nehmen und rausziehen. Eine schöne Schweinerei, doch einen Spargel zu schälen brauche ich länger, also wo kommt der Preis her? Die fertigen Sardellenfilets werden gewaschen abgetupft und in einen Teller geschichtet den man mit halb Essig und Wasser übergießt. Das zieht eineinhalb Stunden und in dieser Zeit sind die Dinger mariniert und Butterzart. Nun wieder Waschen, abtupfen, in Teller schichten, Salz Pfeffer oder Chili und viel feinst gehackter Knoblauch und Petersilie drüber. Reichlich Olivenöl und ein paar Zitronenscheiben ohne Schale darüber dekorieren. Noch ne Stunde im Kühlen marinieren, Esta! Poh, gigantomanisch! Doch den Preis versteh ich immer noch nicht. Kein Aufwand, die Sardellen kosten für 2 große Teller also ein halbes Kilo 3€ . Übrigens als ich die Sardellen sauber machte, kein Geruch von Fisch, nichts, so frisch bekommt man sie nur am Meer.

 

 

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Di

26

Jul

2011

Johannisbrot..

Johannisbrot..

Dieses Zeug hängt hier wie Unkraut an den Bäumen. Überall stehen die an der Straße oder in den Gärten. Ich kann mich erinnern das wir es Bananenbrot genannt haben. Gegessen hatte ich es nie zu vor. Ich nehme das Mehr um mein Gluten freies Brot beim backen zu binden. Nun las ich im Internet, dass das diese Frucht unheimlich gesund ist. Und zufällig, die Fettverbrennung ankurbelt. Jippi…

Nun hab ich so einen Baum auch im Garten und der wird nun fällig. Schmecken tut diese getrocknete Frucht gut, ok, ich hab ja einen komischen Geschmack, doch ich knabber gern dran. Sie schmeckt süß und die Kerne zermahle ich mit dem Mörser. Bevor ich in der Bar die doofen Erdnüsse esse, werd ich mir nun diese Früchte mitnehmen. Wenn sie reif sind kann man sie über Monate lagern. Genial.

Soviel zu meiner Ernährung J

Chiara war gestern eine große Runde mit mir joggen. Ich hab den Moment genutzt der bewölkt und windig war. Die Temperatur sinkt sofort. Chiara stand neben mir als ich in die Schuhe stieg und völlig nervös. Ich sah sie an und sagte „Okay, altes Mädchen, aber du musst die Runde durchhalte.“ Und wie sie das hat. Sie ist wirklich ein fittes Mädchen mit ihren 12 Jahren. Nur wenn es so heiß ist, dann baucht sie nur eins, kühle Fliesen. Als wir Nachts zu arbeiten gingen hat sie nicht mal mehr die Augen geöffnet so tief und fest hat sie geschlafen. Sie ist wirklich mein großer Schatz…

Am frühen Abend fahren wir nach Javea. Kelly und ihre Jungs machen Musik in einem Chirengito. Diesmal das MINTT. Ich hab einen neuen Rock an. Eines der Teile die ich am Tag nähte. Zuvor noch in die Discothek Hacianeda, die einen Hippimarkt veranstalten wollen und ich überlege daran teilzunehmen mit meinen Ibiza-Klamotten. Somit freute ich mich auf gute Musik, ein Essen und ein Glas Wein. Die Karte war nicht gerade so meins somit lande ich dann meistens bei einem Salat. Salat Mintt mit Lachsstreifen. Der Preis war knackiger als der Salat und die Portion betrug ca. 20 Salatblätter drei Scheiben Ziegenrolle, eine Hand voll Walnüsse und 4 klitzekleinen Schieben geräucherter Lachs. Dafür das alles in einer riesigen Schüssel, die den Inhalt noch mal verringerte. Jon sah mich an als der Salat kam und grinste. Da kein Brot dabei war musste ich es noch zusätzlich bestellen und es war das Beste an diesem Salat. Ich zog das erste Stück Lachs raus und fragte mich, ob das mehr Fisch oder mehr Fett sei. Ich hab sowas noch nie vorher gesehen. Selbst der billigste Lachs hat nicht solche Fettstreifen. Nach den ersten zwei Bissen hatte ich genug und rief die Kellnerin. Sie nahm den Salat mit und entschuldigte sich. Mein Brot nahm sie gleich mit ohne zu fragen. Was ich allerdings zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass ich es extra bezahlen musste. Jon sagte noch, er sei gespannt, ob das auf der Rechnung steht. Ich sagte nur, dass er mich dann mal richtig wütend erlebt und laut. “Mein Dobermann“ sagte er grinsend. Und wie war´s natürlich? Der Salat stand auf der Rechnung. Schnaubend ging ich an die Bar und fragte freundlich was das soll und schwubs war ne neue Rechnung da. Nächstes Mal gehen wir wieder ins >Moskito<, da war das Essen Okay der Service toll und das Ambiente chilliger.

An der Arena Promenade ließen wir im >Kandalar< den Abend ausklingen. Wir chillten in einer der Bettsofas mit zwanzig Kissen und genossen gigantische Musik eines DJ der super Ibiza Musik auflegte. Draußen liefen die Touristen vorbei oder blieben kurz stehen. Alles ist offen an der Promenade und der Strand nur 5 m entfernt. Das vermisse ich schon in Denia. Es hat keine Standpromenade. Da saß ich nun mit meinem Glas Wein, die Beine über die von Jon, eingelümmelt in die Kissen und beobachtete die Menschen. Ich liebe das, deswegen bin ich auch gerne am Flughäfen. Einen Moment steht eine Familie vor uns mit Kindern. Die Mutter um die 38 Jahre mit einer extrem coolen Jeans. Eine von denen die bis zu den Kniekehlen hängen, aber eine wirklich tolle. Nur diese Frau ist nicht cool, sie steht da und ihre Mimik und Gestik passt nicht zum Outfit. Gekaufte Coolness, einen Moment so sein wie die Menschen die hier leben, ein Moment weit weg von Zuhause vom Büro und den Nachbarn, die bei dem Outfit die Augen rollen würden. In dieser Situation war es so offensichtlich und ich musste ein wenig schmunzeln. Ich denke viele würden gerne so frei leben, doch die wenigstens haben den Mut oder zu viele Verpflichtungen. Vielen reicht es wohl sich einen Moment zu erkaufen und im Urlaub zu leben. Find ich Okay, kommt halt nur nicht authentisch rüber. Ich kann´s ja verstehen, denn auch ich hab das gemacht nur wusste ich das der Tag kommt an dem ich meinen Traum auch authentisch leben werde. So das hab ich nun davon. Ich nähe die coolsten Ibiza Klamotten und lebe wie ein Freak und coole Jeans für 250€ kann ich mir grad nicht leisten, doch dafür hab ich das Meer, jeden Tag Sonne und keine Kollegen im Büro mit denen ich mich verstehen muss…

 

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Sa

23

Jul

2011

Freundschaften..

 Hose im Ibizastyle Model: Devon

Devon und Charles. Viel Zeit hab ich vor allem mit ihr verbracht in den wenigen Tage die sie hier in Denia waren. Da war nichts oberflächlich, keinen Moment. Gute Gespräche und ein Spirit zwischen uns, wie ich ihn auch mit meiner Freundin Ilo habe. Wundervoll. Das ist hier natürlich auch viel einfacher, Menschen von überall her kennen zu lernen. Wir haben nicht gesagt, wir sehen uns bald wieder, wir haben gesagt, wir wünschen es uns beim Universum, dass wir uns wieder sehen können. Kontakt über Email und Facebook. Das Internet macht’s möglich. Ich hab Devon noch 2 Teile aus meiner neuen Ibiza Kollektion genäht da sie so begeistert ist und nicht ohne ein Teil fahren wollte. Während ich nähte hat sie ein gigantisches Essen gezaubert. Typisch Texanisch, wow lecker…

Sie nahm meine DVD von der letzen Modenschau mit um sie in Youtube zu setzen und an all ihre Freunde die mit Mode zu tun haben zu senden. „Bitte schick mir sofort Bilder von der neuen Kollektion damit wir was fürs Frühjahr 2012 machen können“ Somit weiß ich wo mein nächster Energieschub landen wird. An meinen Nähmaschinen. Ein Ziel, eine Vision, ein Weg? Wer weiß.. Ein Versuch ist es wert. So günstig wie hier an das Material komme ich nirgends. Und Jeder und Jede spricht mich auf meine Ibiza Kollektion an. Alles Unikate.

Somit hab ich grad das Gefühl aus meinem Loch ein wenig das Licht zu erkennen. Auch net schlecht..

 

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Do

21

Jul

2011

Hähnchen im Bratschlauch..

 Bin ich müde...

Man ist das einfach. Hähnchenschenkel, Kartoffeln, Gemüse, Zitrone, Knoblauch, halbe Zwiebel, Salz und Kräuter aus dem Karten. Alles zusammen in den Beutel. Dauert 5 Minuten. Beutel schließen und bei 180 Grad 45 Minuten oder länger in den Ofen. Fertig! Da haben nicht nur wir geschlabbert. Der Hund lag neben dem Tisch, die Katzen total nervös. Bagira der Schwarze, kam bis an den Tisch direkt an Chiara vorbei. Der Geruch dieses Hühnchens hat uns alle verzückt. Doch als der Kater vor Chaira stand und sie gelangweilt als sie die Augen öffnete, er völlig erschrocken ab ist, mussten wir schon sehr lachen. Diese Katzenstory bei mir im Garten ist schon sehr schön. Jeden Tag kommen sie nun ein wenig in die Küche und schauen mal nach dem rechten. Chiara ist wirklich ein guter Hund. Sie beobachtet das, doch dadurch, dass sie mit Katzen aufwuchs, völlig gelangweilt. Die Katzen sind nun wirklich den ganzen Tag bei mir im Garten, die Mama sehe ich kaum noch.

 

Jon ist grad mal wieder zuckersüß, seit ihm bewusst ist, dass ich bei der bestmöglichen Gelegenheit auch nicht davon abhält von Denia wegzugehen.

Durch den Blog habe ich wieder zu Menschen gefunden die ich viele Jahre aus den Augen verloren hatte. Oft gehen wir unterschiedliche Wege und doch fühlt es sich nach 25 Jahren so an als wäre die Zeit nicht vergangen. In den letzten Tagen bekam ich mehrmals Post dieser Menschen, die ich gerne als Freunde bezeichne. Ich bekam Worte die meiner Seele guttun, die mir Mut machen und mir den Blick zur Seite ermöglichen, nicht starr auf das zu sehen was mich grad runterzieht, sondern auch auf das was in dem Jahr geschehen ist und wo ich mich gerade befinde. Einige sagten mir damals „Du bist den Weg gegangen von dem wir alle träumen“ Ja, ich konnte das vor allem, weil ich keinerlei Verantwortung für Kinder oder Familie zu tagen habe. Ich war allein, was das ganze natürlich nicht einfacher macht. Denn ich muss hier auch für meinen Lebensunterhalt alleine aufkommen. Allerdings nichts neues, da ich das mein ganzes Leben tue. Es ist wahr, ich habe das Meer, die Wärme und nun sogar einen Pool mit Wasser im Garten, habe hier Freunde gefunden und fühle mich willkommen. Die Situation in Spanien ist fatal, das musste ich wie viele Andere erkennen. Ich weiß einfach grad gar nichts. Bin unbeweglich, doch was mir eingefallen ist, was ich immer wieder vergesse, dass ich immer wenn ich in dieser Situation was, nicht wusste ob ein oder aus, es das Beste war den Hintern ruhig zu halten und abzuwarten. Es kommt der Moment der mir eine Entscheidung ganz klar macht und ich dann wieder mein Ziel verfolge ohne nachzufragen und nach hinten zu sehen. Ja, Geduld war noch nie meine Stärke…

Danke, dass ich nicht allein bin!

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Mi

20

Jul

2011

Angstfrei...

  

Es geht mir etwas besser, doch die Gedanken sind die Gleichen geblieben. Sicher ist es, dass ich etwas ändern werde und gerade alle Türen aufreiße die sich mir öffnen. Ich kam hierher und hab versucht etwas zubewegen. Es hatte sich einiges bewegt. Ich gab mit ein Jahr Zeit um zu sehen, ob sich genug bewegt, doch ich musste erkennen, ich stehe gerade und das will ich nicht. Ich werde niemals einen dieser Personen werden die hierhergekommen sind und sich damit zufrieden geben was sie haben nur weil sie Sonne und Meer haben und hier vieles erschwinglicher ist als in Deutschland, dafür mit Zahnlücken leben weil sie sich den Zahnarzt nicht leisten wollen oder können, aber der Wein und das Bier kostet ja nur ´nen Euro, gell…

Stehenbleiben ist sterben und wenn ich sterbe dann richtig und nicht so. Man kann auch sagen man verblödelt am lebendigen Leib.

Ich rede hier nicht viel über das was in meinem Kopf vorgeht. Meine Künstlerkollegen haben mich angesprochen was mit mir los sei, da ich an der letzten Ausstellung nicht teilnahm und grad nicht zu den Meetings komme. Ich will das Wort Depressiv nicht aussprechen, da ich gelernt habe zu kämpfen und mich nicht gehen zulassen, doch ich fühle mich gerade sehr unbeweglich. Jon spürt das sehr, denn ich reden nicht mehr. Doch er hat mitbekommen, dass ich mich mit Devon angefreundet hab und wir einige Zeit zusammen verbringen. Sie sagte mir, dass sie sehr unzufrieden mit ihrem Kindermädchen sei und sie wechseln wird. Als ich ihr sagte, dass das etwas für mich wäre sagte sie, sie habe auch schon überlegt ob ich nicht nach Austen kommen könnte. Ich könnte mich drei Tage um ihren Sohn kümmern und in ihrer Klinik arbeiten und Permanent Make-up anbieten. Austen wäre die Stadt der Künstler und Musiker. Wir denken gerade darüber nach….

Nachdem ich nun fast eine Woche sehr zurückgezogen war und wenig sprach setzte ich mich mit Jon zusammen um mit ihm darüber zu sprechen. Wir hatten uns mal wieder heftig gestritten vor einigen Tagen und das trägt sicher auch zu meinen Gedanken bei. Ich hab über meine Gedanken mit ihm gesprochen und auch dass ich nachdenke für ein paar Monate nach Texas zu gehen. Im Laufe des Gespräches wurde ihm klar, dass es mir ernst ist mit meiner Situation hier in Denia. „Wenn du erst mal weg bist kommst du nicht wieder“ sagt er, „du wirst neue Menschen kennenlernen und bleiben.“

Ja es ist mir ernst. 25 Jahre war ich unbeweglich durch mein Geschäft. Doch nun hab ich nichts mehr außer ein paar Kisten die ich packen müsste. Keine Möbel, nicht viel was ich vermissen würde. Dinge die in ein Zimmer passen. Ich bin frei! Ja Jon merkt dass es mit Ernst ist, jetzt fängt er an über Gefühle zu reden…

                                  

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Fr

15

Jul

2011

nur in mein´ Gedanken..

 Treibholzidee

Nur in mein Gedanken… (Gwildis Fans wissen was ich meine)

 

Heute einen wundervollen Tag mit Devon verbracht. Sie, eine Traumfrau Mitte Ende 30, aus Austin Texas. Ihr Mann Musiker, sie im Joung Age Business erfolgreich. „Wenn du 10 Jahre jünger aussehen möchtest, dann kommst du zu mir, das ist mein Business“. Drei Jahre hat sie hart gearbeitet und nun hat sie die Staff, die sie trainierte um auch mal vier Wochen Urlaub mit der Familie zu machen. Vor 6 Wochen, erzählt sie auf meine neugierigen Fragen hin, hat sie in eine neue Technologie für 100 000 Dollar investiert. Damit kannst du Fett aus dem Körper transportieren ohne Messer. 8 Sitzungen und der Bauch ist weg, ohne Narkose ohne Skalpell. 3100 Dollar. Hab ich bei mir selber gemacht, sagt sie und lächelt. Sie sieht fantastisch aus! Ein Gesicht das einfach ein wenig exakter modelliert ist. Ein wenig Botox da, ein wenig aufgespritzt hier und keiner sieht es, da es super natürlich ist. Kein Millimeter zu viel, perfekt! Das ist Schönheitsindustrie in Perfektion. Niemand vermutet das in diesem schönen Gesicht. Diese Beautywelt ist so weit weg für uns und doch so nahe. Wir müssen nur ein Magazin aufschlagen und nichts ist mehr Realität. Doch was ist Realität? Das wir mit 30 noch nicht gebotoxt sind und die Lippen geformt haben oder natürlich erscheinen? Ich hatte einen Versuch mit Botox in Coburg gestartet, doch der war ein typisches Beispiel „Voll daneben“ Falsche Muskulatur entspannt und anstatt die Augenbrauen anzuheben, drückten die Dinger auf die Schlupflieder. Heute hab ich gesehen was ein wirklich gutes Botox bewirkt. Es hebt die Augenbrauen an und wirkt geliftet. Mein Botox trieb mich zu einer LidOp, die ich nicht bereue. Doch mein nächstes Botox lass ich mir in Austin setzen. Also echt, Frau Dr.H in der Bahnhofstraße. Linda Evangelista ist das beste Beispiel für ein gelungenes Botox, zu dem sie ja seit Jahren steht, die Augenbarauen sind ein Traum!

Seit Tagen schleppe ich mich hier durch den Tag. Meine Gedanken drehen sich immer wieder Kreis. Ich langweile mich hier. Der Job in der Bar ist das Spannendste. Meine Malerei? Ich male, aber wenn nichts verkauft wird für wen? Für mich? Ich hab ein paar schöne Bilder die ich nicht verkaufen werde, der Rest ist zum Verkauf. Ich brauche einen Anreiz um kreativ zu sein, einen Herausforderung. Die Vernissage im LA PLAZA soll am 28. sein, doch die Flyer sind noch nicht fertig. Warum? Weil ich Trottel mich mal wieder auf Zusagen verlassen habe, dass die Dinger der Sohn macht. Doch nachdem letzte Woche immer noch nichts kam, musste ich mich selber an den PC setzten. Ich mach mal wieder alles und das kotz mich schlichtweg an, obwohl wir uns die Arbeit teilen wollten. Das entmutigt mich völlig und am liebsten würde ich die Vernissage hinschmeißen. Meine berufliche Situation steht mir grad bis zum Hals und nervt mich total. Ich hab´s so satt von Jon abhängig zu sein und bin wirklich am überlegen was ich tue und wohin ich gehen könnte. Nach Coburg auf jeden Fall nicht, dafür hab ich nicht 2 Sprachen gelernt um wieder fränkisch zu Quatschen….

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Mo

11

Jul

2011

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen..

 

Eine der kleinen Miezen hustet. Klasse. Ich kann nichts tun da sie viel zu scheu sind und die Mama trägt. Ist das auch Natur? Nur die Stärksten kommen durch. Ich hab Kopfschmerzen und das nicht nur weil das Wetter wechselt. Mir ist ein Inlay rausgefallen und ich muss morgen zum Zahnarzt. Das Geld was ich mir gespart habe in diesem Monat da ich mehr arbeitet ist somit mit dem neuen Inlay verplant. Mein Gott, über so was hab ich mir früher nie den Kopf zerbrochen. Aldi hat die Preise auch angezogen, das Katzenfutter 2 Cent und die Eier 6 Cent, der Rest sicher auch. Klar, Touristenmonate.

Ja, meine Depriphase ist nicht vorbei. Ich bin hier total unterfordert. Das war ich allerdings in Coburg auch, was ein Grund warum ich weg bin. Nun gut, die Challange ist noch nicht zu Ende…

 

Am frühen Abend sind meine Kätzchen ständig bei mir im Garten. Der Kleine hat in der Zwischenzeit auch wieder aufgehört zu niesen, vielleicht nur einen Reiz gehabt, als er kam sah er auch ziemlich schmutzig und verstaubt aus. Als ich kurz bei Jon war um nach Chiara zu sehen, da sie gerne bei ihm ist, und von der Terrasse auf meine sah, spielten die beiden Kleinen heftig miteinander, die Mama lag vor der Tür und sah den Beiden zu. Der Papa war damit beschäftigt alle Büsche die über die Mauer hingen zu markieren um damit sein Revier zu bezeichnen. Schon interessant diese Katzennatur. Plötzlich tat es einen Schlag. Klein Kater stieß beim Toben an den Keramiktopf den ich mit Mosaik belegen wollte. Hat sich somit erledigt. Meine Tür ist ständig offen wenn ich Zuhause bin, schon allein damit Chiara rein und raus kann wie sie will. Doch als Chiara heute bei Jon war und ich aus dem Schlafzimmer vom dösen kam standen zwei kleinen Miezen in der Küche und sahen mich mit großen Augen an. Soweit sind wir also schon. NEIN!! Ich will sie nicht im Haus, miez miez…

 

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Mo

11

Jul

2011

Langweiliger Abend..

Der Abend in der Bar war der erste wirklich langweilige Abend mit einer neuen Band die keiner braucht. Unsere Samstag-super-Band kann im Sommer nicht mehr kommen und Jon brauchte schnell Ersatz. An diesem Tag trieben sie die Stiere zum Meer durch die Straßen. Denia ist voll von Touristen und spanischen Familien. Die die um 24h in der Straße liefen waren betrunken. Dazu kam noch die Band. Viel zu laut und zu rockig. Ich steh da eh nicht drauf, die Spanier auch nicht. Die Gäste, die ich gerne in der Bar gehabt hätte sind wieder rausgekommen. Na ja, Jon und ich waren uns einig, die spielen nicht mehr. Sollte da draußen einen gute Band sein mit einer Sängerin, wir suchen!

Als wir nach Hause kamen saßen wir noch in meinem Garten. Ich machte alle 100 Kerzen an und einen Wein auf. Es dauerte keinen Moment da huschten schon meine Kätzchen durchs Callabeet. Neugierig betrachtete die Kleine die Kerze die ich in einem Baumstamm unterbrachte. Das flackernde Licht war zu aufregend. Bis sie mit der Nase in die Flame kam. Kurzes Kopfschütteln und weiterspielen. Das müssen sie lernen. Woher sollen sie auch wissen was Feuer ist. Die Katzenmama ist trächtig. Denke mir das schon seit Tagen doch nun wird es deutlich sichtbar. Das heißt es werden wohl in den nächsten Wochen noch ein paar mehr Mietzen sein. Bin echt ein nachdenklich, was ich machen soll. Einfangen und kastrieren? Ich bin doch kein Alien. Außerdem lassen sie sich ja nicht mal anfassen. Heute als ich aufwachte saßen sie wieder im Garten und die Kleinen spielten vergnügt Fangeles auf meiner Palme. Schon sehr nett. Jon schüttelt immer mit dem Kopf und sagt das er es unglaublich findet wie nah und wie oft sie jetzt schon hier sind und sie bald im Haus wären. Doch das will ich nicht. Sie sollen ruhig wild bleiben.

Nachdem ich am Samstag meinen Depritag hatte ging´s mir am Sonntag besser. Jon und ich waren am Meer in der >Tona Beach Bar< etwas trinken und dann am Strand ein wenig spazieren. Ich bin erstaunt wie wenig Menschen am Strand sind. Das ist nicht wie in Italien wo man wie die Sardinen in der Büchse liegt. Eigentlich toll nur um Business zu machen erschreckend! Wo bitte sind all die Menschen? In Ibiza? Mallorca? Hier auf jeden Fall nicht.

Abends sind wir ins NO 11 um Jazz zu hören, die Marques de Campo war auf jeden Fall voll. Wir lernten wieder nette Texaner kennen die auch Jazz Musiker sind und hatten ein nettes Gespräch. Mit einem Wein in der Bar bei super Stimmung mit Ellie, der kubanische und internationale Songs singt beendeten wir den Abend.

Und jetzt ist es Montag, die Sonne scheint, ich hab gefrühstückt, werde ne Stunde Sport machen und dann kreativ werden. Heute möchte ich mit Mosaikarbeiten beginnen. Bin selber sehr gespannt was das wird…

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Sa

09

Jul

2011

aufgeben...

 

Ja, auch ich habe Momente in denen ich überlege Denia den Rücken zu kehren. Die Krise hier ist einfach so heftig. Jon hat ein gutes Business mit der Bar, doch reich wird man damit nicht, nicht in dieser Zeit. Du arbeitest viel und bekommst wenig dafür. Ich arbeite in der Nacht 5 Mal die Woche, ich arbeite am Tag mehrere Stunden im Atelier oder ab und an in den beiden Häusern. Ich lag genau einmal in der Sonne und war einmal am Meer zum baden. Nach dem Aufwachen und Frühstücken bin ich am arbeiten, bis in die Nacht. Zwischendurch brauche ich meine 20 Minuten Schlaf um fit für Nachts zu sein. Jon sagt oft „Geh mit mir ans Meer“, mach ich nicht, ich hab hier immer was an dem ich gerade arbeite. Sei es nur, dass ich eine Stunde meine Songs lerne, den auch dafür bekomme ich ab und zu Geld und ich will mehr daraus machen.

Was mich hier wirklich an Spanien stört ist, diese Wischiwaschi Bürokratie. Du gehst nicht auf ein Amt und sagst du willst morgen da ein Geschäft machen. Es dauert Monate bis du eine Genehmigung bekommst. Brauchst Ingenieure die dem Amt zusagen erteilen und was noch alles für einen Käse von dem du rein gar nichts hast. Und wenn du es dann doch mal geschafft hast kommt der nächste Ärger mit Ibertrola (Strom) oder Telefonica. Die buchen dir einfach mal 3000€ für den Strom ab und du hast die Rennerei um wieder an dein Geld zu kommen, das Gleiche mit Mobiltelefon ,Festnetzt oder Internet. Wenn du einen Vertrag hast, bist du der Gelackmeierte. Nach dem ich mir von einen Bekannten gestern mal wieder die heftigen Tefefonica Storys angehört haben war mir klar, ich verzichte hier auf einen Vertrag. Er hatte eine Simkarte im Schrank liegen seit Monaten und eins Tages kam eine Rechnung von 170€ fürs nicht telefonieren. Nur einen von vielen Geschichten. Doch der Knaller ist, was hier gerade in den Medien ausgeplaudert wurde. Jeden Monat kam ein Mann in die Bar und kassierte von Jon einen bestimmten Betrag, der für die Musiker bestimmt war. So was ähnliches wie Gema Gebühr. Jon sagte schon immer spöttisch zu mir, dass das Mafia sei. Doch es blieb ihm nichts übrig zu zahlen, da es auch wohl übers Kulturamt lief, oder zumindest die die Augen verschlossen. Alle die LifeMusik anbieten zahlten das. Diese Woche kam dann alles raus und wurde im Radio verbreitet. Diese Gesellschaft hat 400 Millionen Euro in die eigenen Tasche geschafft. Es ging kein Cent an die Musiker. Niemand von der Gastronomie wird hier wohl je einen Cent an irgendwen bezahlen. Ich bin kein Fan von der fränkischen Mentalität und hab große Probleme mit der Art der Menschen doch gegen Deutschland und ihre Bürokratie lass ich nichts kommen. Da sind wir einfach zu gradlinig. Bei uns gehst du aufs Gewerbeamt, meldest ein Gewerbe an, hast eine Woche später deine Steuernummer und dein Steuerberater macht den Rest. Du bezahlst genau das was du musst. Der Strom ist vielleicht nicht grad geschenkt, doch du zahlst das was du verbrauchst und wenn du mal eine Rechnung übersehen hast bekommst du ne Mahnung und dir wird der Strom nicht für 24 Stunden abgestellt. IN Deutschland hat es vielleicht andere Probleme doch wenn du ein Geschäft machen willst ist das reibungslos möglich ohne dass du jemanden schmieren musst. Zumindest war das bei mir immer so. Das Leben hier ist echt schön wenn du dein Auskommen hast, doch meins ist davon noch weit entfernt und das lässt mich doch an manchen Tagen nachdenklich werden. Sehr nachdenklich. Jon meint es wäre normal mal einen DepriTag zu haben. Doch an diesen Tagen bin ich kurz vorm Koffer packen, dann bin ich froh, dass ich keinen Möbel hab kommen lassen sondern nur Kisten packen müsste. Und solange ich diese Tage habe wird mein Bubble Chair genau da bleiben wo er ist. Eingepackt und eingelagert….

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Sa

09

Jul

2011

Vernissage..

Erst sind wir auf einer Vernissage und anschließend am Meer eine Kleinigkeit essen gewesen. Casa de Arroz hießt das Lokal, dass es auch noch mal an der Glorietta gibt. Das Lokal war leer, nur die fünf Tische am Meer waren besetzt. Als ich in die Speisekarte sah, gehobene Preisklasse. OK, bei der Lage. Ich werd einfach kein Freund von der spanischen Küche, auch nach einem Jahr nicht. Wenn du wirklich gut Spanisch essen möchtest musst du tief in den Dinerobeutel greifen, wie im El Pegolie. Doch dort ist es jeder Cent wert und du sitz auch direkt am Meer. Das hier war Okay, zumindest mein Sepia a la plancha. Die Fischle von Jon die er so lieb sind frittierte kleine Irgendwas-Übriggebliebene-im-Netz-Fische. Ich finde die schmecken wie Kentucky fride Chicken nur mit Fischgeschmack, Bäh!

Die kaufe ich für einen Spottpreis und hau sie in die Fritte, doch hier zahlst du 12 Euronen. Noch mal Bäh! Das Lokal hat den Stil eines italienischen Lokals, doch auf der Terrasse stehen Plastikstühle. Die sind mir eh ein rotes Tuch im Auge. Wie haben die auch auf der Terrasse und ich schimpfe jeden Tag über sie, seit einem Jahr. Fragt Jon! Und dann läuft im Hintergrund kein Pavarotti sondern harter Ibizachill in der Lautstärke einer Kirche. Also was nun: Chillout oder Pizzeria. Aber so was hast du hier oft. Passt alles nicht zueinander oder von jedem was. Wir waren uns einige, es war das erste und letzte Mal im Casa de arroz. Ich will ja nicht über die Preise meckern so wie manche Kunden bei uns über die Drinkpreise. Doch im Gegensatz bekommen unsere Gäste Lifemusik gratis dazu. Kein Eintritt.

Da kam doch mal einer mit einem Bekannten in die Bar und bestellte 2 Tenis Anis, ein Anis Chupito. Als ich ihn um 5 € bat flippte der fast aus. Was 2.50€ für einen Chupito und überhaupt und dann redete er mit seinem deutschen Freund und sagte „Was ist das denn hier für einen Assiabr.“ Ich drehte mich sah ihn forsch an und sagte „Ich spreche Deutsch und verstehe was du sagst. Und du hast recht, das hier ist nicht dein Niveau und du musst auch nicht mehr wiederkommen.“ Ich steh ja eh auf so Typen die aussehen als seien sie bei einer billigen Talkshow Stammgäste. Tätowiert mit Assi-selbst-gemacht-Tatoos bis zu Ohr, den härtesten Schnaps trinken und dann über Preise meckern. Na der kam mir grad recht. Der Typ wollte mit mir diskutieren als ich ihm sagte „Geh doch in die Kneipen wo das Bier nen Euro kostet da passt du auch besser rein.“ Mein Bekannter entschuldigte sich dann noch bei mir für den Typ, doch was kann er dafür. Mir doch egal, er muss mit den Deppen rumziehen nicht ich. Doch 99,9% haben keine Probleme mit den Preisen in der Bar, wenn sie denn was trinken. Den wir haben ja auch Gäste die kommen, tanzen und wollen Spaß und nichts trinken. Das geht aber nun mal nicht. Wie gesagt, keine Eintritt und fast immer LiveMusik. Die Bands kosten echt Geld und wir sind darauf angewiesen das die Gäste trinken. Der billigste Drink ist ein Chupito für 2€, also das sollte schon drin sein. Wenn du ihnen dann erzählst dass sie einen obligatorischen Drink nehmen müssen, verstehen das die meisten. Es hängen auch Informationen am Eingang auf denen das steht. Da hatte ich meinen besten Tisch mit vier Personen und eine Person trank nach 15 Minuten den ersten Drink einen Mojito, der wurde dann von zwei Personen geschlürft, als die Musik startete 20 Minuten später bat ich die restlichen drei um einen Drink, doch sie wollten nichts. Ich sagte ihnen dass sie dann gehen müssten. Eine Woche darauf kamen dann die zwei Mädels wieder und ich fragte sie was sie trinken möchten, da ging die Diskussion los. Und sie wären so sauer auf mich und was noch alles.. „No entiendo“ sagte ich und drehte mich um und ging meiner Arbeit nach. Einige haben nicht kapiert, dass wir Gäste die nichts trinken nicht in der Bar haben wollen. Sie verstehen nicht, dass sie uns keinen Gefallen damit tun, dass sie rumstehen. Der Jazzclub ist einen Bar und in dieser trinkt man, so einfach ist das. Wir warten immer eine gewisse Zeit, wenn die Gäste kommen und wollen noch warten mit der Bestellung, doch beim nächsten fragen nach 10 oder 15 Minuten müssen sie sich entscheiden. Was ist daran falsch? Unter der Woche wenn keine LifeMusik ist, ist das anders und wir drücken gerne ein Auge zu, doch wenn wir jeden Platz brauchen am Wochenende dann geht das nun mal nicht anders.

Ja so die kleinen Bargeschichten die in dem Jahr wo ich nun hier arbeite sehr gering geworden sind. Am Anfang war das Gang und Gebe das einige nichts tranken oder dann auch noch nach Wasser aus der Leitung fragten. Doch wir haben auch fast keine Zigeuner und Marokkaner mehr in der Bar. Böse Kikii.

 

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Mo

04

Jul

2011

Geburtstag..

Mein erster Geburtstag. Seit dem Wochenende bin ich nun ein Jahr alt. Ein Jahr Denía, ein Jahr Ausland, ein Jahr ohne die gewohnten Einkünfte, ein Jahr ohne mein Haus und meine Familie, ein Jahr der Wandlung, ein Jahr voller Neugier, ein Jahr in der Wärme, ein Jahr mit Jon , ein Jahr er Selbstfindung, ein Jahr in dem ich mich akzeptieren lernte wie ich bin, ein Jahr in dem ich erkenne ich bin genau richtig wie ich bin, ein Jahr in dem ich zwei Sprachen lerne, ein Jahr der kompletten Veränderung, ein Jahr der Begegnung mit Gott, mit Coelho, mit Menschen die mich mit ihrer Freundlichkeit bereichern, ein Jahr das mir bestätigt, dass meine Entscheidung richtig war, Coburg zu verlassen. Ein Jahr in dem die schönsten Füße die ich immer hatte zu Entenplattfüßen werden, jaul..

 

Vor einem Jahr kam ich hierher und hatte alles hinter mir gelassen, ich kam nach Denia und kannte Jon und meinen deutschen Mitbewohner. Heute gehe ich durch die Stadt und werde an jeder Ecke begrüßt, sei es von Gästen aus der Bar, Freunden oder Kollegen der Gastronomie. Als wir gestern Abend noch ins Once gingen um ein wenig dem Jazz zuzuhören, der Sonntags immer auf der Terrasse der Maques de Campo gespielt wird, war das schon ein herrliches Hallo. Es war unser freier Tag und ich hatte einen Flasche 1551 Cava geöffnet und saß vorher mit Jon im Zen Garten um auf meinen Geburtstag anzustoßen. Für mich ist das der einzige wirklich gute Cava, kommt einem Schampus gleich. Sicher hat es hier noch mehr gut Cava, die ich nicht kenne, doch dieser ist auf jeden Fall zu empfehlen und wir werden ihn nun auch in der Bar verkaufen. Somit hat ich einen im Tee als wir im Once eintrafen. Mein Glücksgrinsen stand mir im Gesicht und als ich so dem Jazz lauschte, ein kühles Glas Weißwein in der Hand, Jon an der Seite, Freunde am Tisch, 25 Grad in der Nacht war eines sicher. Ja, ich hab es richtig gemacht und ich fühle mich hier willkommen. Als ich dann mit der Band ein Summertime trällerte und die Gäste begeistert klatschten, mich Willem zuvor anrief und mich bat am Dienstag in der Arena zu singen, wusste ich auch, dass die Singerei die ich nur aus Spaß für mich machte nun doch mehr werden soll. Ich lerne laufend neue Songs und hab doch nun eine gute Stunde zusammen, werde sicherer in der Stimme und im Auftreten.

Habe nun auch berufliche Pläne, die ich im Herbst starte, nachdem ich in Berlin noch einen Zusatzausbildung absolvieren werde. Allein von der Malerei zu leben ist momentan nicht möglich. Doch nach der Saison muss ich mich auf mein Business konzentrieren und versuchen unter der Woche nicht nachts zu arbeiten. Doch diesen Sommer werde ich arbeiten und es ist wundervoll in der Bar zu stehen und Gäste die man letztes Jahr kennengelernt hat, Madrilenen, auf einen zukommen, mich umarmen und mir sagen wie schön es ist mich wieder zu sehen. Ja, am Wochenende haben die Ferien in Spanien begonnen und die Häuser ziehen die Rollos hoch. Die Ruhe ist vorbei, wie wundervoll!

 

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Mo

04

Jul

2011

Kindergarten..

Zen-Garten Klappe die 8te. Mein Garten werde ich wohl nun teilen müssen. Er wird nun zum Spielplatz und Kindergarten meiner Miezen. Für mich ist es ein reisen Geschenk, dass die Familie sich nun doch so nah an mich herantraut. Langsam aber sicher bekommen sie Vertrauen. Heute saß ich beim Essen dabei. Der kleine Schwarze ist eh der Neugierigste und hat wenig Angst vor mir. Er ist der erste am Tisch, egal ob ich dabei sitze oder nicht. Die Mama faucht mich immer noch heftig an während sie mir entgegen kommt. Auf die Art „ne ne, dir da auf zwei Beinen traue ich noch lange nicht, auch wenn du mich fütterst, aber nett von dir, Danke.“ Chiara hat sie heute auch ganz bewusst entdeckt, denn sie saßen alle drei im Zen Garten, der Papa auf der Mauer thronend. Ich hatte ein wenig gedöst, als mich die Vier mit ihrem gemaunze aufweckten. Sie kommen am Abend wenn es nicht mehr zu heiß ist aus dem Unterholz und geben deutlich zu verstehen das es nun endlich an der Zeit ist zu futtern. Sehr nett.

Heute war ich mal wieder mit dem Nachbarhaus beschäftigt. Sauber machen und Wäsche. Man merkt das die Mieter Freunde der Besitzer oder Bekannte sind. Das Haus ist jedes Mal top in Ordnung wenn ich komme. Das ist wirklich ein Genuss dies zu beobachten. So macht doch vermieten Spaß. Der Mieter der gerade das Haus verlassen hat, hatte es sich mit Blumen aus dem Garten dekoriert. Ich bin ja ein voller Dekorationsmuffel und hab das natürlich gleich mal in meiner Wohnung nachgemacht.

Jon war am Meer, doch mir ist das zu heiß. Ich kaufte mir einen Bambusrollo fürs Schlafzimmer und brachte ihn an, damit die Sonne nicht am Tag hereinscheint und es kühl bleibt. Malen wollte ich, doch ich musste immer wieder ins Haus und die Wäsche aus der Maschine nehmen und aufhängen, in die Bar fahren um meine Post im Internet zu lesen, poh, das nervt voll. Doch wenn du die Geschichten mit den Telefongesellschaften mitbekommst, möchtest du nicht wirklich einen Vertrag machen. Aber jetzt sitze ich hier im Garten mit meinem Mojito sin Alkohol und genieße meine Tierfreundschaft mit Hund und Katz. Das Rezept für den alkfreien Mojito ist von mir und in der Bar wird er gerne getrunken.

Mojito sin:

Limetten Würfel- brauner Zucker- Menta Blätter- einen fetten Schuss alkoholfreien Manzana (Apfel) Schnaps in ein Glas geben, mit dem Stößel die Limetten andrücken dann Eiswürfel und mit Aqua con gas ( Mineralwasser) auffüllen.

Ein Tag später:

Diese brennende Hitze ist durch die Wolken abgeschwächt und es ist angenehm draußen zu frühstücken. Kaffee, Tee und Früchte mit Joghurt sind mein Einstieg in den Tag. Jon ist auf dem Weg zu Polizei wegen unserem neusten Zwischenfall in der Bar.

Iberola ist hier der Stromanbieter und leider hat sie auch das Monopol, somit muss man den Strom über sie beziehen. Strom kommt hier auch aus der Steckdose, doch die Kabel sind nicht in der Erde verlegt sondern wandern an den Wänden der Häuser von einem zum Anderen. Letzte Woche hatten wir einen Tag keinen Strom. Ohne Vorwarnung kam Ibertrola und entnahm die Sicherungen an der Hauswand. Die Kühlung ging nicht und die Bar war einen Abend geschlossen. Zur Antwort warum, es wäre der Strom nicht bezahlt. Jon bekam aber keine Rechnung, was hier auch durchaus nicht ungewöhnlich ist oder man bekommt einen wo das Kommazeichen verrutscht ist und deinen Rechnung lautet plötzlich 3890€ anstatt 389€, hatten wir letztes Jahr. In Spanien musst du ins Oficina und dort bezahlen. Du hast hier keinen Kontonummer um einfach zu überweisen. Du musst ins Büro rennen und dort bezahlen oder du machst einen Abbuchung und musst genau kontrollieren was sie die Abbuchen und hast dann die Rennerei. Es ist hier einiges wie im Mittelalter. Jon bezahlte die Rechnung sofort im Büro und beschwerte sich der Strom kam dann nach 20 Stunden wieder gerade noch rechtzeitig um nicht noch einen Tag die Bar schließen zu müssen. Doch sie müssen einen Fehler gemacht haben als sie die riesigen Sicherungen wieder reinsetzten. Der fehlende Deckel der den Kasten Schütz wurde auch nicht ersetzt. Die drei Sicherungen sind mit einer dünnen Plastikwand von den anderen geteilt und durch den Wind war einen Verbogen die immer auf einen der Sicherung fiel und die Sicherung warf dadurch Funken. Plötzlich war wieder der Strom weg. Jon kam auf die Idee mit dem Besen dieses Plastik zu verschieben und man sah dass schon ein Loch eingebrannt war. Immer wieder musste wir an dem Abend mit dem Besen den Strom anmachen. Jon rief noch bei Ibertrola an und erklärte den Sachverhalt, auch dass die Jungs von der Firma die Sicherungen wohl falsch einschoben. „Nein“ kam da „Nicht unsere Schuld und nicht unser Problem“ Wir sprachen dann mit einem Gast der sich gut auskennt und er sagte uns, dass wir diese Sicherungen mieten und Ibertrola dafür zuständig sei. Den ganzen Abend sprangen dort Funken heraus, ich meine das Ganze ist nicht ungefährlich und kann einen Brand verursachen, unglaublich. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Und der gleiche Mist ist das mit der Telefongesellschaft. Deswegen überlege ich mir ganz genau ob ich einen Vertrag mache oder mich lieber damit abfinde Internet nur in der Bar oder im Cafe zu haben. Ja, jede Medaille hat auch eine andere Seite…

 

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Fr

01

Jul

2011

Geschenkter Abend...

Geschenkter Abend…

24h, sitze in meinem Zen Garten mit Kerzen und Räucherstäbchen und zwar nicht um das zu riechen sondern um die bösen Moskitos zu vergraulen, was auch funktioniert. Hab ich in Thailand das erste Mal gesehen Dort legt man Spiralen unter den Tisch die abbrennen. Chiara leidet am Tag. Sie schleppt sich von der Terrasse ins Haus auf die kühlen Fliesen und wieder zurück. Hechel, hechel..

Meine Katzen lassen sich auch erst am Abend blicken, die liegen sicher gefreckt im Gebüsch. Jetzt fressen sie schon 2 große Dosen und Trockenfutter. Der kleinen Schwarze kam heute ganz mutig auf mich zugerannt nicht ohne dabei mich heftigst anzufauchen. Das hat er von der Mutter, die macht das auch, hält allerdings Abstand. Er saß auf der Mauer direkt vor mir. 10 cm entfernt und hat wohl überlegt ob er das nun gut findet oder nicht. Sie fühlen sich auf jeden Fall wohl und liegen alle vier am Abend auf der Mauer und relaxen nach dem Fressen. Ich find´s herrlich.

Seit einer Woche mache ich wieder mein Pump, das Hantel Training mit der DVD. Ich raff mich echt auf was nicht zu unterschätzen ist bei der Hitze. Mein Bauch wird immer größer und ich hab Muskelkater von den Situps . Der Bauch muss weg und die Dellen auch. Meine Mutter sagt ich spinne, aber das ist ja nix neues. Es ist Sommer und ich hab nie zuvor so kurze Röcke und Shorts gesehen wie hier und die tragen alle! Ob sie sich das erlauben können ist den Spanierinnen schnurz, mir nicht.

Hier hat es einige Hallen in den Industriegebieten, die verkaufen die Möbel die zurückbleiben wenn die Menschen wieder ihre Häuser verkaufen. Jon und ich haben eine wundervolle Korbkombi entdeckt für einen Spottpreis. Die kommt auf die Terrasse im Club. Da war ich heute noch mal um sie auszumessen. Unglaublich was für tolle Möbel man da erwerben kann für wenig Geld.

Als ich wieder zurück war brauchte ich unbedingt ne Siesta. Es ist einfach nichts anderes möglich bei der Hitze. Als ich aufwachte drückte mein schlechtes Gewissen. Mein Bild war startklar, den Hintergrund hatte ich schon am Vormittag gemalt. Frida Kahlo. Aber kurz noch die Katzen füttern, Wäsche aufhängen, und und und… Blöde Kuh!

So um 18h fing ich doch mal an. Musik auf volle Pulle. Heute ein Jazzkonzert. Charly Haiden. Gerade als ich beim Auge bin und es hakte, steht Jon vorm Fenster „Komm raus, deine Katzen warten auf dich und liegen alle auf der Mauer.“ „Ich kann nicht!“ rief ich ihm zu. Er kam dann noch drei Mal und ich gab es auf. Okay, dachte ich. Dann halt morgen. „Machst du ein Curry?“ ich sah ihn an, „Ja.“

Meine Currymischung reibe ich mir im Steinmörser selber. Ca. 40 Gewürze hab ich hier und ein indisches Curry ist bei mir Original. Jon liebt das. Als wir fertig waren sagte er zu mir „Kannst eigentlich zuhause bleiben. Victor schafft das auch alleine heute. Och, dass lass ich mir doch nicht 2 Mal sagen., Danke, und ab in die Werkstatt. Kurz vor 24h war ich mit ihrem Gesicht fertig und konnte aufhören. Morgen dann den Rest. Kerzen an, Wein auf und ab in meinen Garten…

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Mo

27

Jun

2011

Großes Grins...

Ich wünschte mir mein Moskitonetz vom Bett auf die Terrasse auf der ich sitze und schreibe. Na ja es gibt schlimmeres als Moskitos, Cucarachas! Die haben wir Gott sei Dank nicht im Haus. Aber wir hatten heute wundervolle Menschen im Haus als Gäste zum BQ. John den Londoner hatte ich eingeladen als ich schon meine Freundin Ilo und Dani., Kollegen und seinen Freund und Sergio meinen Ex-WGler einlud. Gegen 17h waren alle eingetrudelt. Es war so verdammt heiß das wir in meinem Zen-Garten saßen und den ersten Drink zu uns nahmen. Jon und Dani kamen gerade von der Bar mit einem Kasten Bier zurück als Victor schon grillte. Er und sein Freund brachten Bratwurst mit und Koteletts. Ich machte Satay-Spieße mit richtiger Thai-Erdnusssauce. Eine Heiden Arbeit aber wundervoll, indischen Reis mit Rosinen, Koriander, Kardamon, Nelken und Anis. Jon seinen super Salat. Als wir auf der Terrasse saßen kam noch Sorra die Nachbarin mit Hund auf einen Drink. Als Jon ihr das Haus zeigte und sie aus meiner Wohnung kam grinste sie mich an und sagte „Nun weiß ich alles. Dein Name K.Rose.“ Ich sah sie an „Du hast den Artikel in der CBZ gelesen?“ „Nein“ sagte sie „ein Freund und der rief mich an ob ich wüsste wer das geschrieben hat, und du sprichst mir aus der Seele.“ Nachdem wir hier eingezogen sind haben wir ja Probleme mit der Hundescheiß vor unserer Tür. Den Brief an Freu Edith schrieb ich schon vor Wochen doch erst jetzt wurde er abgedruckt und beantwortet..

Unser erster BQ war auf jeden Fall einer meiner schönsten Tage hier im Haus. Wenn ich nur annähernd so nette Menschen in Coburg als Freunde und Bekannte bezeichnet hätte, wäre ich wohl immer noch dort. Fast alle sprechen Sprachen, nur die Britten nicht, grins.. „We are so lasy“ sagte John. In dem Fall ist mir das völlig schnurtz, da ich nun Englisch rede, es ärgert mich nur, dass ich noch nicht so gut Spanisch rede wie Englisch. Aber, man weiß nie wofür das gut ist.

Grad als ich hier sitze saust irgend ein Tier im Garten rum, ich kann es rascheln hören in den Büschen und ich weiß wer, muss mich nicht umsehen, sicher eines meiner Katzenkinder.

Heute hab ich echt einen im Tee. Wenn ich schon mal ein Zigarette rauche, das heißt was. Victor hat mir eine Flasche von diesem wundervollen Legendario geschenkt, weil ich für ihn in der Woche gearbeitet habe, was wirklich nicht von Nöten war, doch allein über die Geste hab ich mich riesig gefreut. Legendario ist ein süßlicher Rum der als Chupito oder als Cupata mit Cola oder Lemon lecker schmeckt. Ich frag mich echt manchmal, warum in meiner City Coburg die ja soooo Cosmopolitan ist keiner Drinks wie in Spanien verkauft. Sollte ich je zurückkommen, (Was nicht passieren wird!) dann eröffne ich eine Bar mit richtigen Drinks, die nicht mit 2 cl abgezählt sind, sondern Drinks für Kenner und Feinschmecker, die auch nach Alkohol schmecken und nicht nach Limonade.

Mit Jon hab ich besprochen, dass er mich auf einen Gin Lehrgang schickt. Es ist wie ein Weinseminar. Hier in Spanien sehr wichtig und interessant. Die Spanier trinken Rum oder Gin.

Doch das Resümee des Abends war, dass die Menschen die ich hier kennen lernen darf und in unser Haus einlade, Menschen sind die mir wichtig sind. Menschen wie ich, sehr speziell und besonders in ihrer Art zu denken und zu leben. Verletzlich und doch stark. Sie habe den Blick meiner Porträts, und wer sich meine Bilder wirklich ansieht, der weiß was ich meine ….

Ich liebe das Leben hier, bin sehr glücklich und danke Gott und dem Universum, für all den Schmerz der mich gezwungen hat diesen Schritt zu tun…

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So

26

Jun

2011

Alpträume..

Mein kleiner Schwarzer...

Der erste Tag an dem ich die Endreinigung im Haus meiner Freunde mache. Ich gehe sehr früh in das Haus, so früh, es ist noch dunkel. Ich weiß das die Mieter um 5h weggefahren sind. Sie haben die Endreinigung bezahlt. Als ich in den Wohnraum komme steht alles voll ungewaschenem Geschirr, alle Teller sind schmutzig und alle Gläser voll. Flaschen offen und es sieht aus als hätte einen Bombe eingeschlagen. Als ich in die Schlafräume gehe liegen dort nackte Menschen. Immer im Hinterkopf, dass der neue Mieter kommt, der Vater des Besitzers, Ich weiß nicht wann, es kann jeden Moment sein. Auf dem Sofa entdecke ich noch einen Nackten, ich beginne an zu schreien. Ich schreie alle die hier noch rumliegen wütend an. Ich schreie laut und schlage einem mit der Hand ins Gesicht. Aber der Schlag ist als würde er nie ankommen, doch plötzlich bellen Hunde. Ich wache auf. Es sind die nervenden Hund vom Nachbarn, die den ganzen Tag bellen. Draußen ist es schon hell. Der Blick aufs Telefon verrät es ist schon 12h. Ich bin erleichtert, dass ich doch so lang schlafen konnte. Bin erst um 5h ins Bett immer mit dem Wissen, es wird mich jemand anrufen der den Schlüssel fürs Haus braucht und es ist noch nicht sauber, da es die Letzten erst um 5h verlassen haben. Als ich in meinen alten Rosamunde Pilcher Stühlen im Zen-Garten sitze und auf das Haus der Nachbar sehe fallen mir die Augen zu. Ich frage mich warum träume ich immer wieder, dass ich Menschen anschreie, mit der Hand ins Gesicht schlage ohne sie zu verletzten. Mit fällt der immer wiederkehrende Alptraum ein den ich immer als Kind hatte. Ich muss sehr klein gewesen sein, denn ich erinnere mich nur noch an das. Feiner Sandlandschaft, in der Mitte einen Blume. Der Sand wird zu einem Sandkorn, dass immer größer wird so groß, dass es die Blume zerstört. Dieser Alptraum hat sich in mein Gedächtnis gebrannt weil ich so oft davon weinend aufwachte. Doch irgendwann war Schluss damit, er kam nie wieder.

Es war Salsanacht und vorher ging ich mit einem Bekannten etwas Essen. Ein sehr netter Senior aus London, der hier ein Häuschen hat, ein Jazzfan den ich im Once letzte Woche traf. Wir hatten ein nettes Gespräch über Gott und die Welt als das Handy ging und Jon total verärgert anrief und mich fragte wo ich bleibe es sei fast halb eins. Halb eins und sah auf die Uhr von meinem Gesprächspartner. Verdammt er hatte die englische Zeit auf der Uhr. Drei Minuten später war ich in der Bar in der es schon brummte. John der Engländer kam hinterher und deutete auf seine Uhr um Jon zu erklären wie es dazu kam. Mein Kollege lachte nur als ich mich bei ihm entschuldigte. Danke. Man war mir das peinlich. Ich komme nie zu spät.

Ich versuchte die halbe Stunde herauszuholen in dem ich doppelt durch die Gegend sauste. Was natürlich völliger Quatsch war. Der Abend verlief super wie immer und meine gute Laune nach dem ersten Entsetzen wieder zurück. Um 5h als die Kasse gezählt wurde war auch der Ärger auf mich von Jon verflogen.

Den ganzen Tag war ich beschäftigt. Erst hab ich das Haus auf Vordermann gebracht und angefangen einen riesigen Berg Wäsche zu machen. Da ich die Wäsche nicht in meiner Wohnung machen kann, da Jon sonst einen Stromkostenschreianfall bekommt, wusch ich die Wäsche im dazugehörigen Haus. Nur leider hat das Haus einen alte Waschmaschine die ewig braucht für das kleinste Programm. Somit war an dem Tag noch dreimal im Haus um Wäschen abzuhängen und zu waschen..gähn.

Irgendwann entdeckte ich dann auch in meinem Kalender, dass der neue Mieter erst am heute kommt. Ich Depp. Doch es ist nun auch schon 12h und Niemand sagt mir wann. Bin ein wenig angesäuert deswegen, denn auch ich muss meinen Tag planen und warte sicher nicht den ganzen Tag bis mal Jemand anruft, der dann vor der Tür steht und nach dem Schlüssel schreit. Da müss´ma echt noch dran arbeiten.

Heute um 16h ist BQ bei uns. Wir haben meinen Kollegen mit Freund, ein Freundin mit Partner, John der Londoner und Sergio meinen ehemaligen WGler eingeladen. Es ist die erste Einladung die wir hier am Grill haben und ich freu mich sehr darauf. Ich werde versuchen Satay-Spieße zu machen mit den Dingen die ich hier bekomme, Jon macht einen seiner tollen Salate, Viktor und Sergio Fleisch. Doch vorher renn ich noch mal ins Haus um noch ne Maschine Wäsche zu machen, puh..

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Fr

24

Jun

2011

Mit dir bin ich fertig, Junge...

Keith ist fertig…

Wurde auch Zeit nachdem ich nun lang genug an ihm rumgepfuscht habe. Es hat sich gelohnt. Das Wetter ist hier immer noch als würde einer eine Glasglocke über einen hängen. Es drückt unglaublich, man schwitzt aber es ist nicht wirklich heiß, bewölkt und man fühlt sich matt ohne Energie. Nach dem Frühstück bin ich schnell in den Aldi gesaust um einen Wasserkocher zu ergattern. Allerdings ist mein Frühstück nicht vor 13h beendet, somit waren die stylischen Dinger alle weg als ich kam. Nur das Preisschild erinnerte an den Platz an dem sie wohl standen. Mist. Mit Katzenfutter bin ich dann nach Hause. Meine Miezen fressen mir die Haare vom Kopf. Heute durfte ich sogar daneben sitzen als der kleinen Schwarze fraß. Er ist der Mutigste und Neugierigste. Er kommt auch mal allein und legt sich auf die Mauer um mich zu besuchen.

Ich hatte keine Lust und Energie für gar nichts. Lag im Bett und las. Irgendwann riss der Himmel auf und die Sonne kam und in diesem Moment auch wieder die Energie. Ich nutzte das und schrie „Keith mach dich bereit, ich komme!“ 2 Stunden später war unser Flirt vorbei und ich stell mir die Frage wer wohl der nächste auf meiner Liste ist. Ich denke Frida Kahlo. Sie malte ich schon, doch das Bild hängt in Coburg in meinen Studio und ich würde es eh nicht verkaufen. Somit werde ich heute eine neue Leinwand kaufen und loslegen. Die Ausstellung ist in vier Wochen und die Bilder brauchen auch Zeit um zu trocknen.

Jon kam um Keith zu bewundern und hing es gedanklich schon in die Bar. „Es braucht ein paar Tage um wenigstens anzutrocknen, dann kannst du es bis zur Ausstellung haben.“

Sant Juan, ein riesiger Feiertag heute. Allerdings auch für die Bar, denn die Menschen sind ALLE am Meer. Sie machen Feuer, grillen und haben Kühlboxen dabei für die Getränke. Alt und jung, arm und reich, alles sind da. Für mich das erste Mal, da ich letztes Jahr noch am packen war und in Coburg. Als wir ans Meer kamen war es schon dunkel, Jens und seinen Familie schon am feiern. Der ganze Strand war mit hunderten Feuerstellen bestückt. An jeder Ecke eine andere Musik. Der ganze Strand roch nach einem Grill. Um 24h sprangen dann alle über die Feuer in denen sie vorher Zettle warfen auf denen ihre Wünsche standen. Doch bevor noch alle ins Wasser rennen sind wir Beide verschwunden. Massenveranstaltungen sind nicht grad meins und Jon wollte in die Bar. Doch die war wie alle anderen an diesem Tag, sofern sie überhaupt geöffnet wurden leer. „Geh heim wenn du magst“ sagte Jon und das lass ich mir nicht zwei Mal sagen. Denn ich lese seit Tagen ein so tolles Buch das auf mich wartet. Adler Olson >Erbarmen< ein Thriller. Einer meiner ersten Krimis. Normalerweise zieh ich mir diese fetten mittelalterlichen Romane rein, wenn es mal kein Coelho ist oder ein Kochbuch. Dieses Buch hat´s mir so angetan, das ich es sogar zum Zähneputzen mit ins Bad nehme. Doof nur, dass ich nachts so schnell müde werde vom lesen, doch dann hab ich das Buch länger. Ich kann mich an den letzten Harry Potter erinnern, den las ich im 20 Seiten Tackt damit er niemals enden würde…

 

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Mi

22

Jun

2011

Gute Laune Verbreiter..

Keine Ahnung was mit mir los ist, doch diese unglaubliche gute Laune hält einfach an und verbreitet überall ein Fragezeichen mit lächeln in den Gesichtern. Ich sang gestern wieder mal bei Willem in der Arena Bar nachdem meine Stimme zurück ist. Ich hatte ein paar neue Songs vorbereitet unter anderem zwei mit deutschem Text. Just Imagination mit deutschem Text von Stefan Gwildis und Mack the knife, mit deutschem Text von mir. What a wonderful world im Style von Renee Olstead ein wundervoller Song in Englisch. Die ersten Abende saß ich auf der Bühne und sag sehr ruhige Diana Krall Songs mit viel Gefühl. Jon sagte immer, ich müsse mehr Songs mit Power singen damit die Leute nicht einschlafen. Ich sag ja, alles hat seine Zeit. Ich hab sie gebraucht um ein wenig sicherer zu werden und mutiger. Gestern stand ich dann auf der Bühne und hab sogar getanzt. Meine Songs waren mit „Power“ und meine Stimme voller. Jon war begeistert. „Baby, that´s good“ Meine Freundin kann zu mir und sah mich streng an. „Was ist mit dir, hm? Du hast heute anders gesungen und dieses funkeln in deinen Augen?“ Ich zwinkerte sie nur an und sagte, „Man hat mich wachgeküsst.“ An diesem Abend war auch E. da der wieder alle mit seinen spanischen Songs verzauberte. Ich hab mit ihm schon mal einen Song gemeinsam gesungen und mit ihm und anderen im Blanco&Negro. Er hat eine tolle Stimme. Gestern allerdings als eine Gruppe Salsa und Rumbamusik spielte hielt uns nichts mehr und wir tanzten alle. Einen Tanzlehrer als Tanzpartner zu haben ist schon was. Ich liebe es zu tanzen, doch die spanischen Tänze muss ich erst alle lernen. Salsa ist ok, aber ich bin natürlich weit entfernt von den Spanierinnen die das im Hintern haben. Doch ich bin auch ein Fisch und wenn mich jemand stark führt brauche ich nur die Augen schließen und ich kann die Schritte spüren. So war da dann auch und es war wundervoll so zu tanzen. Meine Freundin sagte nichts, sie sah mich und lachte nur. Flirten ist einfach was wundervolles. Aber an mir kommt man auch grad nicht vorbei mit meiner Laune.

Gestern hatte ich Keith auch endlich beendet. Mit ihm flirte ich nun schon drei Tage, ich sah ihn an und sagte trocken „Mit dir alter Junge bin ich noch nicht fertig.“ Hab´s ja vorher gewusst, dass der mich zur Verzweiflung bring mit seinem charismatischen Gesicht… puh!

Nun wollte ich heute Nachmittag weitermalen. Wenn ein Bild eigentlich beendet ist und man dann noch mal drin rum malen will ist das nicht ohne, da es teilweise schon angetrocknet ist. Das Öl vermischt sich dann nicht mehr mit einander und im Grunde male ich das Gesicht noch mal. Diesmal war alles vorbereitet. Das Atelier geputzt, die Ölfarben ordentlich nebeneinander aufgereiht, Keith stand auf der Staffelei, der Tisch mit Zeitungspapier geschützt und die Pinsel sauber im Glas. Alles wartete nur auf mich. Ich auch! Die Woche ist gespickt mit Terminen und ich sagte wegen Keith ein Essen mit meinem Kollegen und seinem Lebensgefährten ab, da der heutige Tag der letzte freie in dieser Woche ist an dem ich Zeit hätte zu malen. Schon als ich aufwachte dachte ich, heute fühl ich mich aber komisch. So als wäre mein Kopf nur 2/3 in Funktion. Ein leichter Druck der nicht auf zwei Gläser Wein zurückzuführen sind, wie Jon das annahm. Mittag fuhren wir in einen Nachbarort um uns einen Kühlschrank für die Bar anzusehen. Ich hatte richtig Probleme mich aufzuraffen, war matt. Es ist heute unglaublich heiß. Die Autoanzeige 36 Grad. „Ich muss mich sicher erst mal akklimatisieren“ sagte ich zu ihm während ich mir den Schweiß von der Stirn rieb. Es war drückend und komisch. Als wir um 15h nach Hause kamen musste ich mich hinlegen. Ich las drei Seiten und schlief ein, wachte auf las und schlief, dass ging drei Stunden so. Als ich dann aufwachte wusste ich was los ist. Der Himmel war dicht bewölkt und dunkel. Es ist das Wetter was einen so drin hängen lässt und ich bin doch immer wieder überrascht, wie sehr der Körber doch darauf reagiert. Für meine Teil hab ich das Malen heute abgehakt, werde mich um 22h in die Bar schleppen und hoffen dass es den Gästen nicht so ergeht wie mir, denn dann bleib ich heute allein mit den Drinks…

una noche explosiva...

 Keine Ahnung was gestern mit mir los war und warum ich so dermaßen gut drauf war. Vielleicht war es das Gesicht von Keith Richards, dass mich grad antörnt. Als ich anfing zu malen schrie ich ihn an, ob er noch ganz dicht ist so viele Falten im Gesicht zu haben. Das dieses Bild nicht grad einfach wird wusste ich vorher. Als ich es nach einer Stunde ansah dachte „Oh ne..“ Als ich es nach 5 Stunden ansah dachte „Ja, wow..“ Am Anfang muss ich mich immer wieder daran erinnern, dass jedes Bild was geworden ist. Öl ist echt geduldig.

Es könnte aber auch einfach nur das wundervolle Wetter sein dass mich so anmacht, oder der Blick in den Spiegel. Hab nun eine schöne Farbe, brauche kein Make-up, bin so happy mit meinen kurzen Haaren und der „Dauerwelle“, hatte ein Tuch in die Haare gebunden, dass lange nach hinten in den Rücken fiel, meine kürzeste Short in Kaki mit ausgefransten Rändern, den coolste Gürtel, ein anthrazitfarbenes Tankshirt, schwarze neue Clogs und einen riesigen Blumenohrring. Ich sah aus wie aus Ibiza und so fühle ich mich auch. Seit Tagen bin ich am Malen für die Ausstellung, ein Bild nach dem anderen. Ich fühle mich als Künstlerin. Es fällt mir so schwer die Erziehung abzustreifen. Eine Erziehung in der es um Arbeiten und Geld geht. Ich bin sehr dankbar für diese Erziehung, denn sie hat mich gelehrt genau in Situationen wie diese von fast nichts zu leben und glücklich zu sein. Sie hat mich gelehrt nach vorne zu sehen und niemals aufzugeben. Ich bin gut, das weiß ich, ich bin fleißig und kann hart arbeiten solange ich gesund bin und ich werde es schaffen, weil ich es will. Gott wird mir einen Tür öffnen in dem Moment wo ich kapiert habe um was es im Leben geht und was wirklich wichtig ist. Ich verliere langsam den Druck, der es mich schwer fallen lässt, loszulassen. Das blockiert mich beim malen. Doch langsam lerne ich mich zu entspannen. Ich gönne mir jetzt Momente in dem ich wieder lese, nicht nur in der Nacht um einzuschlafen, sondern Tagsüber. Einfach mal ne Stunde im Liegestuhl ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Nicht mehr zu sagen „ Ich muss, ich muss..“ nur weil zu der Zeit die Menschheit arbeitet. Mein Tag ist einfach länger, ich arbeite viel nur zu anderen Zeiten. Ich esse zu anderen Zeiten. Frühstück gegen 12h und das Letzte gegen 21h oder später. Mein Körper hat sich nach einem Jahr um gestellt. Ich habe wieder mein altes Gewicht und schlafe genug. Da in den Bars nicht mehr geraucht wird, ich auch nicht rauche mich gesund ernähre und die einzige Droge die ich nehme ist mein Glas Wein und die Musik die ich viel zu laut im Atelier höre, arme Nachbarn. Mir geht’s einfach nur gut. Jon und ich streiten so gut wie gar nicht mehr und das Leben im Haus in getrennten Wohnungen perfekt. In der Bar läufts fantastisch mit meinem Kollegen, der wie ausgewechselt ist seit dem Tag der Eurovision. Wir sind nun wirklich ein Team geworden und das fühlt sich toll an. Unsere gepierste Rockerbraut ist super und wir verstehen uns prima. Mit dieser Stimmung und in meinen Ibiza-Outfit kam ich gestern in die Bar und sie war gähnend leer. Die Musiker sie spielen sollten hatten den Termin verpeilt und Jon bekam erst um 1h Ersatz. Die war allerdings eine Überraschung und kam von Benidorm. Meine Kollegen standen gelangweilt rum und ich sagte nur „Heute wir einen gigantische Nacht“

Wenn ich gut drauf bin stelle ich mich vor die Bar und rede die Leute auf der Straße an, die vorbeigehen und erzähle ihnen was in der Bar los ist. Oft lassen sich Personen dazu animieren in die Bar zu gehen und zu sehen ob es ihnen gefällt. Viele bleiben, einige gehen wieder. Als die Band begann war die Bar voll. Die Musik war der Hammer. Tolle Songs von Pink Floyd bis ZZTop, Rock vom Feinsten. Am liebsten hätte ich auf der Bar getanzt. Meine Kollegin sah mich nur grinsend an und fragte mich was ich wohl zum Frühstück hatte. Miene Antwort „Keith Richards“. Das verstand sie nicht, musste sie auch nicht….

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Fr

17

Jun

2011

MM..

  

Marilyn ist fertig und großartig geworden. Darf ich das von meinem eigenen Bild sagen? JA!

Das nächste schon vorgezeichnete, doch dieses wird nicht einfach. Wer Keith Richard kennt, weiß wie viele Falten der Mann im Gesicht hat. Das Bild wird eine Herausforderung. Ich bin mir sicher da gibt es gaaanz viele Dinge vorher zu tun.

Gestern kam nun das lang ersehnte Wasser für den Pool. Nachdem das gestern auch noch der heißeste Tag in diesem Jahr war, zum richtigen Moment. Als wir das Equipment kaufen wollten waren die Geschäfte schon zu und als wir nach Hause kamen das Wasser fast weg. So isses halt wenn man alte Dinger mit Seele kauft. Der Pool wurde repariert und neu verfugt, doch der Druck ist anscheinend so hoch dass die Fugen aufbrechen. Der Pool stand einfach zu lange ohne Wasser. Nun bin ich echt auf die Lösung gespannt, denn Jon will auf jeden Fall Wasser im Garten. Mir ist das wurscht, ich kann gut auf einen Pool verzichten.

In der Bar war gestern die erste Reggae Night. Wir suchen händeringend eine Reggea Band doch keine Chance. Somit war die Lösung ein DJ. Klasse, super Musik. Es war mein freier Tag und wollte nicht so spät ins Bett, doch nachdem mein vierrädriges Baby in Wellness ist musste ich auf Jon warten. Ich kann´s einfach nicht lassen und musste natürlich zwischendurch arbeitet. Ich schaffe es nicht meine Augen zu schließen oder doof rumzustehen. Die beste Party für mich ist halt immer noch hinter der Theke. Wenn ich frei hab darf ich nicht in die Bar, sonst wird das nix mit dem freien Tag…

Der Tag heute war wundervoll heiß. Jon und ich sahen auf den Pool und entschieden, ab ins Meer. Herrlich einfach eine halbe Stunde im Meer zu schwimmen, da pfeif ich auf jeden Pool. Am Abend rief die Werkstatt an, dass mein Auto fertig ist. Wie erwartet blinkte natürlich noch die Warnanzeige. Jetzt darf ich am Montag noch mal hin. Allerding hatte mein Werkstatt in Deutschland das auch schon mal vergessen zurückzustellen. Ölwechsel, neuer Filter, Reparatur des Reifens. War wohl ein kleiner Nagel drin und ein Check 116,85 €. Kann man nicht meckern find ich. Als ich wieder zurück ins Haus kam warteten schon meine Miezen am Fressplatz. Mami und die Kleinen. Die Mami geht nicht mehr weg wenn ich komme. Sie faucht mich nur an um sich wichtig zu machen. Darf sie auch. Der kleine Schwarze ist der Neugierigste. Wenn ich auf der Terrasse schmeiße ich eine lange Schnur ihm entgegen und er spielt damit wenn ich sie bewege. Da kann er nicht wiederstehen. Die kleine Graue ist das viel vorsichtiger undachtet immer auf die Mama und die achtet sehr auf ihre Kinder. Schön das anzusehen. „Wenn du sie so weiter fütterst sind sie bald fett“ schreit Jon von seiner Terrasse runter. Na ein wenig können sie noch vertragen und fett wird bei mir kein Tier….

 

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Mi

15

Jun

2011

Was´n los...

0.55h und ich sitze in der Bar allein. Keine Ahnung warum nichts los ist. Allerdings ist im den Kneipen in der Straße auch nichts los. Wie eine Geisterstadt. Es ist auch keiner auf der Straße den man vielleicht versuchen könnte mit einem Lächeln zu animieren einen Drink zu nehmen. Nix, nada, niente. Da sitze ich nun mit Amy Winehouse an der Bar und erwarte der Dinge..

Der Tag war heiß und extrem windig. Ich stand auf der Terrasse und malte, als mir die Leinwand entgegen flog. Prima, alles einpacken und ins Atelier. Marlin Monroe kann das sicher nicht leiden. Öl ist ja geduldig. Ich war es heute nicht. Ich bin fast verzweifelt am ersten Auge. Immer wieder versuchte ich die Lienen der Vorzeichnung zu erkennen und bin fast wahnsinnig geworden. Irgendwann bekam ich einen Heulanfall. Nix neues, was? Nur diesmal vor Wut. Jo, kann ich auch. Nach 5 Minuten hatte ich mich beruhigt und drehte die Musik noch lauter als laut. Voller Wut griff ich zum Pinsel und dachte „Egal wenn´s Scheiße wird, jetzt nicht mehr denken und nur noch drauf los malen.“ Und? Und? Ja, genau das hab ich gebraucht. Aus langweilig ist super geworden. Denken ist da echt nicht angebracht, Wut schon eher. Das Bild ist noch nicht fertig, aber das Gesicht und es ist wie immer fantastisch.

Am Abend traf ich mich mit Richard vom La Plaza. Die Vernissage wird am 28.Juli sein um 20h. Wir werde Lifemusik machen, Cava für die Gäste, ein paar Schnittchen, eine Laudatio und anschließend ein DJ der Chillmusik auflegt. Doch nun geht die Organisation los. Ich bin froh, dass sein Sohn die Flyer übernimmt. Ich brauche jedes Mal Stunden dafür.

Die Nähmaschinen sind erst mal im Schrank verschwunden und nun geht’s ab mit malen….

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Mi

15

Jun

2011

Freier Tag..

 Die Zitronen vom Nachbarn

Freier Tag.

Ich sollte Songs üben. Hab mir vier neue Backtracks geladen und wollte mit den Texten von Stefan Gwildis die Songs singen, die ich in der „Arena Bar&Bistro“ singen möchte. Total frustriert brach ich ab. Meine Stimme ist von der Erkältung immer noch belegt und ich hab´nen Frosch im Hals, muss den Auftritt auf nächste Woche verschieben. Schade.

Malen wollte ich auch, doch es war heute ein so heißer wunderschöner Tag. Jon und ich sind mit Chiara ans Meer. Irgendwie hab ich gemerkt, dass heute kein produktiver Tag sein wird.Du kannst alles drei Mal machen und es wird doch nichts. Diese Tage hab ich wenig, doch ich weiß genau wann so einer ist und ich hab mir heute den freien Tag gegönnt, einfach nichts tun. Das Meer ist schon so warm dass man schwimmen kann. Also ich nicht, denn ich bin ja das volle Weichei, doch bis zur Hüfte um mit Chiara Stöckchen zu spielen hat´s dann doch gereicht. Mein Hund ist allerdings auch das Weichei schlechthin. Schwimmen? Ne bloß nicht. Ich bejaule das Stöckchen lieber so lange bis es von alleine zurückkommt. Schon sehr witzig mein Köter.

Die Kätzle stehen nun auch jeden Morgen an dem Futterplatz und warten. Süß wenn die Kleinen im Garten spielen. Der schwarze Zwerg ist schon neugierig und macht große Augen wenn er mich sieht. Doch wenn ich ihn anrede verdrückt er sich in den Büschen.

Um 19h, ich hab mir gerade ein Glas Wein eingeschenkt, kommt Jens, ein Freund von uns und der Schreiner der unsere Küchen gebaut und gemauert hat. Ich mag ihn, denn er hat auch ein Knall und weit ab von der Norm. Jens hat mir Fliesen die bei einem Umbau übrig waren mitgebacht. Dass sie teilweise kaputt sind ist egal, da ich sie für mein Mosaik sowieso zerdeppere. Ich hab so viele Ideen mit dem Mosaik. Doch erst werd ich noch ein Bild für die Ausstellung malen. Ich hab es heute vorgezeichnet und morgen geht’s los. Da ich noch einen freien Tag habe werde ich sicher weit kommen. Diesmal wird es Marilyn Monroe sein, die ich porträtiere.

Hatte für Jon und mich heute Hühnerbruststreifen eingelegt. In Kreuzkümmel, frisch im Mörser zerrieben, frischen Knoblauch zerdrückt, Zitronensaft, Sojasauce, ein wenig Zimt und Chiliflocken. Eine Stunde im Kühlschrank mariniert und ab in den Wok. Poh, war das lecker! Dazu nur ein Salat. Gigantisch. Morgen werd ich das mal mit Fisch versuchen.

Aber nun geh ich ins Bett und das heute vor 24h, gähn….

 

Hab fast 12 Stunden geschlafen. Wollte viel früher aufstehen, doch was mein Körper braucht, das nimmt er sich. Zur Zeit ist das allerdings nur Schlaf, grins..

In der Arena haben sie noch keinen Ersatz gefunden, das heißt ich werde wohl doch ein paar Songs krächzten. In die Stadt muss ich um den Termin im >LA Plaza< zu machen und die Flyer zu organisieren. Somit hab ich wieder keine Ruhe zum malen. Diese lange Schlaferei nervt schon. Doch was soll ich machen wenn ich erst um 4h oder 5h ins Bett komme, acht Stunden sind Pflicht und selbst wenn ich dann früher ins Bett gehe hat der Körper seinen Rhythmus. Ich wache dann nicht um 8h auf. Aber ich arbeite dran…

 

 

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Mo

13

Jun

2011

Puh, geschafft...

Die Woche ist vorbei und ich frag mich echt, liegt´s am Alter, dass ich so fertig von dieser Woche bin, lag´s daran, dass ich nebenbei noch mein Business mache, welches ich nicht als Arbeit empfinde? Jon hat auf jeden Fall gemerkt, dass ich kurz davor war den Job bei ihm hinzuschmeißen. Er hat allerdingst auch gesehen das ich verdammt gut arbeite und einen guten Umsatz in der Woche machte. Gestern am Samstag hat uns unsere Aushilfe versetzt. Einfach nicht gekommen, nicht angerufen. Die neue Aushilfe und ich standen alleine in der Bar. Ich muss sagen, Miss Piersing alias Rockerbraut war richtig gut. Muss meine Meinung über sie ändern. Sie war voll da. Allerdings gab es auch nicht einen Moment an diesem Abend nur eine Sekunde sich zu unterhalten. Aber wir haben es geschafft! Und die Zugenpiersingsprache verstehe ich nun auch ein wenig besser…

Gestern kam er und sagte „Du hast die nächsten drei Tage frei“ und ich überlege ob ich dir nicht in der nächsten Zeit drei Tage die Woche frei gebe.“ Ich sah ihn fragend an „Fürs gleiche Geld?“ „Ja, fürs gleiche Geld.“ Ups! was ist denn mit ihm los?

Gestern waren wir noch auf einen deutsch-spanische Hochzeit eingeladen. Ein Musiker und Freund von Jon. Ist für mich schon sehr schön, in eine Gesellschaft zu kommen, in der man die meisten Menschen kennt und mit ihnen befreundete ist. Vielleicht betone ich das immer so, weil ich das von Deutschland nicht so kenne. Immer dieses Cliquenverhalten selbst wenn du auf eine Feier kamst. Hier ist das anders. Da kommen die Spanier auf einen zu und reden neugierig mit dir, die Engländer mit den Deutschen. Es ist hier einfach anders wie die Menschen miteinander umgehen und das fasziniert mich. Ich bin so integriert in dieser kurzen Zeit in der ich hier lebe und fühl mich nur gut. Leider musste ich um 22h gehen, da ich die Bar aufschloss.

Am Sonntag schlief ich laaannng. Nähte mir schnell noch ein Kleid und traf mich mit einem Freund dessen Garten und Pool ich übernehmen soll. So nun hab ich zur Bar noch zwei Jobs. Jon ist voll happy, weil Kikii nun weiß wie man den Pool macht und was man alles dafür braucht. „Schön dann kannst du ja unseren Pool auch gleich machen, wenn du das alles weißt.“ Sagte er grinsend. „Nö, Darling. Ich werd dir zeigen wie es geht und dann machst du das schön selber“ zurückgrins…

Am Abend fuhren wir nach Moraira, ca. 20 km von Denía entfernt. Jon spielte mit der > Glitter Band < auf dem Musikfestival. Währenddessen saß ich am Strand in einem Lokal und hatte ein lustiges Gespräch mit 2 englischen Frauen. Eine dieser lebt seit 24 Jahren in Hongkong und wir hatten da einen gute Basis, denn zu dieser Zeit war ich auch viel in Hongkong, da mein Exmann seine Firma dort aufbaute. Boracay wo er die Tauchschule hat, kannte sie auch und erzählte mir dass es dort nun auch einen Starbucks und eine Shoppingmal gibt. Da war ich geschockt, denn es ist ein Taucherparadies 2003 gewesen. Natur pur nur ein paar Hütten in denen man Tücher oder Schmuck kaufen konnte. Ich hatte schon die Verwandlung von Puket erlebt und war geschockt. Als ich das erste Mal dort war hatte es noch Wasserbüffel am Meer, die Straßen waren nicht geteert, es gab 2 Hotels und am Meer hatte es nur Hütten als Bar mit kleinen Affen auf der Theke. Wie es heute ist weiß jeder. Sextourismus und Hotelburgen.

Als wir gestern durch Calpe gefahren sind sagte ich zu Jon, „Wir haben hier schon mit den schönsten Ort in dem wir leben“ Calpe hat fruchtbare Hotelburgen am Meer. Es ist grauenvoll. Moraira gefällt mir gut und hat eine Hafenpromenade direkt am Meer. Lauter kleine schöne Bars und Restaurants. Erstaunlich nur, dass wir in den Bars englisch angesprochen wurden. In Denía passiert dir das nicht. Dort spricht man Spanisch. Das mag ich schon lieber. Ich lebe ja schließlich in Spanien….

 

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Sa

11

Jun

2011

Aufgewacht...

Das hab ich wohl gebaucht um aufzuwachen, dank liebes Universum!

Diese Woche war für wirklich heftig. Nicht nur, dass ich keinen freien Tag hatte und von 22h an bis zum Schluss in der Bar stand. Ich organisierte auf die Schnelle (musste ja unbedingt noch diese Woche sein) die Präsentation meiner Kollektion für die angebliche auserwählte russische Kundschaft.

Meinen ersten Dämpfer bekam ich gestern auf dem Markt, als ich Nachschub meiner Häkeldecken kaufen wollte. Zwar war der Stand mit diesen da, doch die Ware war viel zu dick um als Kleider verarbeitet zu werden. Mit zwei Stück bin ich dann heim. Aber viel zu früh deshalb aufgestanden und schlecht geschlafen. Meine Fisch Aszendent Steinbock Freundin, also mein Zwilling rief mich an und gab mit 17h als Termin durch. 3 Stunden Zeit. Ok, ich bügelte also 40 Kleider auf, rannte noch ins Haus von den Nachbarn um Blätter zu fegen, da die ersten Gäste kommen, duschen und ab in Auto vollgestopft mit Klamotten. Punkt 17h stand ich im Lokal, doch… niemand war da. Weder die Besitzer noch Gäste. Gegen 17.30h trudelten wenigstens die Besitzer mal ein. „Jaa,“ sagten die, „die ersten Gäste kommen nicht vor 18.30h“ So und warum bin ich dann hier, he? Ich kochte innerlich. Merkt man mir an. So professionell wie mein Freundin bin ich dann doch nicht, die dann auch kam und mich beruhigte. Um 19h war immer noch keiner da. Meine Freundin ging und ich wartete nur noch weil man mir sagte, es werden schon die Gäste um 20h wenn das Büffet eröffnet ist, kommen.> What a fuck< würde Jon sagen, was so viel für die englisch Sprechenden wie >verdammter Mist< bedeutet. Um 20h kam dann endlich mal eine der Damen, die man sich so unter einer russischen Schönheit vorstellt, nur die war erst mal am Essen interessiert. Der Rest dieser Ausgewählten war weit entfernt von einer Größe 38, geschweige denn von einer 36. Um 20.30h verabschiedete ich mich mit meiner Kollektion und ging ins „Jamaika in“ um Arian und seine Frau zum neuen Lokal zu beglückwünschen.

Um 22h stand ich in der Bar. Umgezogen und mit knurrendem Magen.

Um 24h hatte ich einen toten Punkt dass ich fast im stehen schlief und um 00.30h sauste ich wie mit 100 Volt durch die Gegend. Der Laden brechend voll und ich allein mit 2 Aushilfen. Um 3.30h war das Schauspiel vorbei, als ich die Kühlschränke auffüllte, brach ich ein wenig zusammen und fing an zu heulen. Ich war völlig am Ende. Jon sah das und sagte „Geh Heim, ich mach das morgen“ Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. 20 Minuten später lag ich im Bett. Um 11h weckten mich die Gäste von den Nachbarn um ihnen den Schlüssel vom Haus zu übergeben und anschließend schlief ich bis Jon mich weckte. Es war 15h.

Doch eins hat mich der Tag gestern gelehrt. Alle wollen diese Modenschau möglichst schnell, doch es ist nicht wirklich was organisiert. Wir haben noch nicht einmal die Models komplett, doch das Wichtigste was mir gestern eingefallen ist, dass ich einen Laden brauche, wo die Gäste evtl. die Kollektion auch kaufen können. Was hab ich davon, meine Kleider zu zeigen wenn ich sie nicht verkaufe, nur viel Arbeit!

Ich werde die Schau erst mal auf Eis legen bis meine Vernissage vollständig organisiert ist und dann an der Modenschau arbeiten. Die Vernissage ist zu wichtig und braucht ab Montag meine vollständige Aufmerksamkeit….

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Fr

10

Jun

2011

Immer Ärger mit den Jungs..

  

Als ich heute um 20.45h die Bar eröffnete und das nur so früh, da wir Salsakurs am Donnerstag abhalten. Gut ich nahm mir die Zeit um am Internet zu arbeiten, doch in der Bar fallen mir dann doch nicht die Sachen ein die am Morgen wichtig waren. Ich hab einfach nicht die Ruhe. Ein wenig Blödsinn über Facebook geschrieben und mich dann ans Micro gesetzt und ein paar Songs geübt. Nach der Salsastunde ist es erst mal ruhig. Hab bei ITunes neue Backtracks gekauft und sie gleich mal gesungen. Währenddessen kamen Gäste die das gefreut hatte. Doch dann wieder eine Stunde allein. Jon ließ sich nicht blicken. Auch um 1h war er noch nicht da. Gut dachte ich, wenn bis 2 die wenigen Gäste weg sind komme ich wenigstens früh ins Bett. Teufel, kurz vor 2 war es mir der Ruhe vorbei.

Ich bekam Besuch von Freunden und gleich danach war die Theke voll mit Gästen. Die Spanier haben echt einen Knall, was die Uhrzeit betrifft ihr letztes Bier zu trinken. Es kam noch ein lieber Freund von mir, ein Spanier dem ich Christian vorstellte. Pepe gab noch eine Runde aus und wir hatten viel Spaß am Plaudern bis, ja wenn da nicht immer die wären, die ich nicht mehr bediene. Die Herren-die-übers-Wasser-kamen-um-sich-mit-mir-anzulegen…Mr-ich-verkauf-dir-was war auch dabei, er allerdings hat verstanden, dass er mich nicht nach einem Bier fragen braucht, auch nicht wenn Jon da ist, der ihn sonst bedient, da ich mich weigere. So heute war Jon aber nicht da und ich musste entscheiden. Ok, ich gab den Jungs ein Bier und wollte gleich abkassieren, da wurde sich das erste Mal mokiert. Doch mit mir zu diskutieren ist zwecklos. Sie gingen nach draußen um zu rauche und nahmen die Gläser mit, als sei wieder kamen bekam ich nur 2 von 4 zurück. Ich fragte wo die anderen Gläser sind, aber nur ein Abwinken. Ich ging auf die Straße und fand die Gläser zerbrochen auf der Straße. Gut, das wars.

Ich saß gerade bei meinen Freunden am Tisch als einer kam und noch ein Bier wollte. Es war spät und ich sagte ihm, es gibt nicht mehr. Da ging die Diskussion los. Also mir wäre das viel zu blöd überhaupt mit jemanden über ein Bier zu diskutieren, aber die vom-übers-und-überhaupt diskutierten mit mir. Nur ich nicht mit ihnen. Meine Stärke, ich lass mich nicht provozieren. Klar und deutlich sagte ich ihm dass es nichts mehr gibt und von mir überhaupt nicht mehr, nachdem die Gläser kaputt sind und das sicher nicht zufällig. Der Typ laberte und laberte auf mich ein. Ich saß ganz ruhig am Tisch und sah ihm in die Augen ohne ein Wort zu sagen. Er machte blöde Witze und laberte weiter. Das ging bestimmt 3 Minuten. Oh das kann ich gut, jemanden in die Augen sehen und ihm zu sagen das ich ihn verachte und er ein Vollidiot ist ohne ein Wort zu sprechen. Irgendwann mischte sich ein Stammgast ein und unterbrach sein Gelaber. Ich bedankte mich und sagte das alles in Ordnung ist. Der Laberdepp und seine Übers-Wasser-komm-Freunde gingen. Die Situation war nicht so schlecht, da sich nun die Liste ein wenig verlängert hat von Denen, die ich nicht mehr bediene. Das Schlechte daran ist, dass ich alleine in der Bar war, also nicht ganz alleine, da Gäste und meine Freunde da waren, doch Jon war nicht hier und das stößt mir schon auf, denn er weiß, dass ich die Bar nicht ohne Begleitung verlassen will. Gut würde er mich jeden Tag allein arbeiten lassen wären die Käsgelabertaschen-vom-Nachbarland auch nicht mehr in der Bar, den sie hätten ALLE Hausverbot. Ich arbeite nun im Juli ein Jahr in der Bar und ich kenne alle meine Pappenheimer. Doch eines muss ich sagen, das Niveau hat sich gewandelt und so soll es bleiben. Ich muss mich da wirklich wiederholen, doch ich bin auf alle, wirklich alle, sei es Zigeuner oder Marokkaner freundlichst zugegangen, hab mir viel angehört immer wieder, aber irgendwann ist es auch mit der Kikiifreundlichkeit einfach mal Schluss. Ich wäre echt ein gutes Musketier und Ritter der Tafelrunde geworden… ( Kann man verstehen, muss man aber..)

 

Heute Morgen weckte mich Jon, da wir auf den Markt gehen wollten. Hab schlechte 5 Stunden geschlafen. Es fragte mich wie es war und ich fragte ihn warum er nicht kam und nicht ans Telefon ginge. Er hat ab 21h geschlafen, bis heute Morgen. Hm. Ich erzählte ihm die Story und dass ich nun keinen mehr von denen bedienen werde und dass ich es nicht gut finde mich alleine in der Bar zu lassen. „Ruf doch die Polizei wenn´s Probleme gibt, ich brauche einen freien Tag“ Das ist wieder typisch für ihn. Wenn´s sonst Stress in der Bar hatte der weitaus heftiger war und ich ihm sagte, ich rufe die Polizei wurde mir von ihm erzählt, dass ich das nicht zu tun habe, da er Probleme mit der Polizei bekommt wenn er das zu oft macht. Klasse, Blödmann…

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Mi

08

Jun

2011

Gääähhhnnnn...

  

Also ich muss sagen, ich bin wirklich ein wenig neidisch auf das Wetter in Deutschland. Wenn ich nicht genau wüsste, dass wir hier auch bald mal Sommer haben, ich würde den Sommer in Deutschland verbringen. Ständig der Wechsel von Kalt nach warm, von Regen nach Sonne. Tisch, Stühle und Polster rein, Wieder raus. Blitzregen, Sonnenhitze, Gewitter, alles in einer Stunde möglich. Ich bin so müüüüüdeeeee..

Das liegt allerdings auch daran, dass ich Montag um 5h aus der Bar bin und gestern 4h. Jon ist nur noch am strahlen, weil ich Umsatz mache und gaaanz lieb zu mir. Hihi…

Dachte ich, ich könnte die Woche nutzen wenn ich um 22h die Bar aufmache, noch ein wenig am PC zu arbeiten. Von wegen. Und dadurch, dass ich für meinen Kollegen arbeite und für mich ist für nichts Zeit, allerdings vergehen die Stunden wie im Flug. Wenn ich denn mal endlich ausgeschlafen habe setze ich mich an die Maschine und nähe Kleider. Am Freitag ist eine Präsentation meiner Kollektion für ein paar russische Damen , die nicht bis zur Modenschau warten wollen. Am Samstag kommen die ersten Gäste von meinen Nachbarn um die ich mich ein wenig kümmere, um 19h sind wir auf eine Hochzeit eingeladen und um 22h muss ich die Bar aufschließen und arbeiten. Am Sonntag sehe ich mir den Garten eines Freundes an, der gerne möchte, dass ich mich darum kümmer. Ach ich vergaß, Bilder male ich auch noch zwischendurch. Ne, für Perlen bleibt da grad keine Zeit. Ich denke diese Arte der Kunst wird wohl eher mein privates Hobby bleiben, es braucht einfach zu viel Zeit. Nächste Woche werde ich mich um die Flyergestaltung meiner Einladungen für die Vernissage und die Modenschau kümmer und vor allem Termine so setzen dass ich Beides so unterbekomme und wenigstens eine Woche Zeit zwischen den Veranstaltungen ist.

Gestern nähte ich ein gigantisches Kleid aus einer Häkelbettdecke die hier auf einen der Doppelbetten lag. Ich steh nicht so auf Häkelkram in der Wohnung, hab sie aber erst mal gewaschen und sah sie immer als Kleid. 3 Stunden später hatte ich es an und es war genau wie ich es mir vorgestellt hatte. Ibiza Style von Feinsten. Schon beim nähen wusste ich „Genau, das isses“ Diese Decken oder auch Tischdecken bekomme ich hier nachgeschmissen, also kein Problem für Nachschub. Jedes Kleid wird individuell, schon allein da die Muster unterschiedlich sind. Ich muss nun noch rausfinden wo man Stofffarbe kaufen kann dann werd ich mit dem Färben loslegen. Als ich da so am zuschneiden war kam der Song von Luis Armstrong „What a wonderful world“ Da lief mir doch ein Tränchen über die Backe. Ach was bin ich doch für eine herrlich alte Heulsuse. Doch so fühlt sich das auch an. Ich starte grad ziemlich durch und ich spüre den Spirit in mir. Alles im Fluss….

Am Montag stand ein großer Beutel mit Zitronen und ein Beutel gezupfte Minzblätter vor unsere Haustür. Ich schrie gleich „He Christian war da, schade das wir ihn verpasst haben.“ Doch als er gestern Nacht noch in die Bar kam und ich mich bei ihm bedankte, sagte er, dass sie nicht von ihm wären. Wir wissen aber nicht wer uns das ohne Nachricht vor die Tür gelegt hat. Großes Fragezeichen, vor allem wissen die Wenigsten wo wir genau wohnen, hm, sehr mystisch…

Die Zitronen sind auf jeden Fall schon mal in Gebrauch und die Minze wir sicher auch bald in den Mojitos verschwinden…

Meine Katzenfamilie kommt nun auch jeden Tag zwei Mal zum essen. Erst die Mama, dann im sicheren Abstand die beiden Kleinen. Sie, lässt mich jetzt schon bis auf eine Armlänge an sich heran um ihr Futter zu geben. Der Kater hat ein Problem mit dem Auge und gehört eigentlich zum Tierarzt soweit ich das sehen konnte, denn er lässt mich noch nicht zu nah an sich. Doch keinen Chance ihn in eine Kiste zu bekommen. Es sind wilde Katzen, die hier in der Natur und mit ihr leben. In das Dickicht um unser Haus kommt kein Mensch. Es ist nicht möglich darunter zu kriechen. Ich möchte nicht wissen wie viele Tiere darin leben und geschützt sind. So ein alter wilder Kater, der wird schon wieder. Ich werd auf jeden Fall ein Auge auf ihn haben…

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Mo

06

Jun

2011

Na denn mal prrrrost..

 da kann ich nur lachen....

Das es mit mir nicht leicht ist zu arbeiten weiß ich selber. In der Bar mach ich einen Job für den man nicht viel Köpfchen braucht. Was man braucht ist Leidenschaft. Wenn das jemand nicht hat merk ich das. Und wenn mir jemand sagt, dass er schon in anderen Bar gearbeitet hat, doch rumsteht und darauf wartet, dass die Gäste zu ihr kommen, kann ich nur sagen „na denn Prost“. Ich hab mich heute dank meinem Antihistamin ganz gut gefühlt und war voll im Einsatz, außer dass ich noch nicht schreien kann weil mir die Stimme fehlt. Die Vertretung für meinen Kollegen hat ein so großes Piersing in der Zunge, dass ich sie nicht verstehe. Also wie blöd ist das denn. Sie spricht sicher viel besser Spanisch als ich , aber ich versteh sie nicht, schon gar nicht wenn es laut ist. Gestern hatte sie auch noch einen riesen Kaugummi im Mund und ich dachte sie plappert finnisch, dazu kommt dann noch der rumänische Dialekt. Anstrengend. Sie ist eine Freundin von unserer anderen englischen Aushilfe ,die ich sehr mag und diese nicht nur professionell arbeitet sondern auch eine richtig Süße mit viel Intelligenz ist. Doch das Mädel, von der ich nicht mal den Namen weiß, da sie sich mir nicht vorgestellt hat ist speziell. Ich könnte sie mir in einer Rockerkneipe vorstellen, mit Gästen die richtige Kerle sind, Motorräder vor der Tür stehen haben und sie könnten sich dann über die Tattoos an ihren Körpern unterhalten oder das so tolle Piersing in der Zunge. Ihre kurzen schwarzen Haare und das auffällige Make-up mit einem Liedstrich bis zu den Augenbrauen ein Markenzeichen. Ach im Grunde kann jeder sein wie er will, denn wenn er den Job einer Drinkschupse liebt, dann ist er richtig bei uns. Ich dachte erst sie sei neu in dem Metier, wollte ihr etwas erklären, doch sie erzählte mir sofort, dass sie ja schon viel Erfahrung hat. Na Danke fürs Gespräch. Doch eines macht mich schon nachdenklich. Spanien lebt von der Gastronomie und das Personal ist meistens schlecht ausgebildet, dass ich mich frage ob es nicht eine Marktlücke wäre, dem Personal mal Dampf unter dem Hintern zu machen.

Ich meine es ist einfach für das Business ein riesen Unterschied, ob ich Personal habe, die darauf warten dass die Gäste zum Personal kommen, oder das Personal auf die Gäste zukommt um Drinks zu verkaufen.

Ich hab das gestern in meinem Lieblingscafe getestet indem ich immer meine Post am Net bearbeite. Als ich kam bestellte ich einen kurzen Kaffee. Normalerweise bestelle ich immer noch was nach, schon weil ich ein schlechte Gewissen habe wenn ich länger als eine halbe Stunde in der Wifi Zone bin. Doch niemand fragte mich ob ich noch etwas möchte, obwohl ich meine Kaffee immer in 5 Minuten getrunken habe, fast 2 Stunden lang. Was soll ich dazu sagen? Geht einfach Umsatz verloren. Man kann einfach lernen den Gast zu fragen ob er noch etwas möchte ohne aufdringlich zu wirken, man kann es so hindrehen, dass der Gast selber entschieden kann, doch er das Gefühl hat, dass man um ihn besorgt sei. Wenn es in der Bar einen Moment ruhiger ist, dann stehe ich nicht hinter der Bar rum und schaue wer mich wohl rufen könnte weil er noch was möchte. Ich gehe rum, nehme einen Lappen mit, wische mal über die Tische und wenn ich sehe das die Gläser leer sind, frage ich freundlich ob alles gut ist, oder sie noch etwas möchten. Wenn viel los ist sause ich rum und suche leere Gläser oder Flaschen und frage dabei die Gäste. Es ist so einfach. Gähn…

Meine Agave steht kurz vor der Explosion. Die Arme der Blüten sind riesig und die Blüten müssten jeden Tag aufbrechen. Sie ist nun sicher über 5m hoch. Jon kam gestern und fragte mich wie es meiner Freundin geht und dabei ruckelte er an der 5m Blüte. Ich schrie in an. „Verschwinde von ihr und fass sie nicht an, du brichst sie ja ab.“ Er ist echt ein grober Lackel und lachte sich einen ab. „Geh in deinen Garten und lass die Finger von meinem, OK!“ sagte ich zu ihm. „Aber deiner ist schöner,“ sagte er. „Weiß ich“ grnis..

 

Unser Mitarbeiter hat nun seine verdienten Tage frei. Eine Woche. Der Ersatz steht auch parat somit kein Stress für mich, qqqqqquitsch, alles noch mal zurück. Die Rockerbraut hat gerade angerufen dass ihr Minirocker wohl krank sei und sie erst wieder am Freitag arbeiten kann. Jon sah mich an „Woher weiß sie dass ihr Kind genau 4 Tage krank ist?“ Augenroll. Ich (krächzende Stimme): „Hab ich dir nicht gleich gesagt, dass ich ein schlechtes Gefühl bei ihr hatte? Du weißt ich bin ne Hexe.“ Das weiß er nicht nur seit der Zeit, als ich ihm immer wieder seine ungarische Salami in den Karten gesehen habe und ihm sagte dass sie Stress machen wird, nein vor 2 Wochen träumte ich Nacht von einer lieben Bekannten in Coburg und ich sah sie mit einem Kleinkind auf dem Arm. Ich schrieb sie noch am gleiche Tag an und fragte sie ob sie Zuwachs in der Familie bekommen hätten. Die Antwort kam mit Foto. 3 Monate alter Labradorwelpe, der grad alle Zeit der Familie in Anspruch nimmt. Auch ein Kleinkind oder nicht?

Auf einer Seite bin ich heilfroh, dass Miss Piersing nicht arbeitet, doch wer hat die A…Karte gezogen? Bing, 100 Punkte: Kikii. Wir haben zur Zeit nämlich keine andere Aushilfe, das heißt für mich nicht nur Doppelschicht, sondern ich darf meine Person gleich mitarbeiten, da ich alleine bin. Kikii gibst also diese Woche im Klon und keinen freien Tag und bekomme auch noch meine Bunties, armer Jon, da wird der Junge nichts zu lachen haben mit mir. Scheiß! T´schuldigung…

>Übrigens, sollte da draußen eine Person sein, die glaubt sie sei bei uns im Club der richtige Mann oder Frau, fürs Wochenende oder Ausfälle dieser Art, bitte melden!<

Ich hoffe nur dass ich morgen wieder fit bin mit meiner Erkältung. Deshalb bleibe ich auch heute in meinem Bett und der Blog kommt einen Tag versetzt…

 

 

 

 

Sa

04

Jun

2011

Ja sowas aber auch..

 Ruft mich gestern spät Abend der Lebensgefährte unseres Mitarbeiters an um mit mir reden zu wollen.

„Äh, ich wollte mal mit dir reden, da ich dann nicht das Problem nicht mit der Verständigung bei Jon habe, du kannst es ihm ja dann übersetzten. Mein Freund fühlt sich nicht gut und ich lasse ihn heute nicht arbeitet…“ STOPP! Ich weiß das mein Kollege dringend Urlaub braucht, da wir uns drüber unterhalten hatten. Ich hatte ihm am Montag angeboten früher zu gehen, weil er so müde war und für ihn Schluss zu machen. Ich fühlte mich da noch gut, doch er wollte partout nicht gehen. So ging ich, denn zwei waren nicht von Nöten.

Doch in dem Moment als sein Freund mich anrief um mir das zu sagen, huschte mir ein Grinsen über die Backe. Schadenfreude ist halt doch die Schönste, und das sicher nicht weil es meinem Kollegen nicht gut ging, das nahm ich ernst, doch ich war die letzte Zeit ja immer die „Du bist hier nicht die Chefin, mir dir red ich nicht.“ Doch nun bin ich gut genug? Das nicht zum ersten Mal. Als mein Kollege frei haben wollte vor ein paar Wochen war ich auch gut genug um erst mal die Gemütslage von Jon zu klären bevor er befragt wurde.   Auf jeden Fall kam bei mir nur ein „Ich bin nicht der Chef, du wirst wohl Not oder Übel mit ihm reden müssen.“ OT vor Wochen seines Freundes in einer Mail an mich: „….,bist du ja auch nur einen Bedienung“. Ja und eine Bedienung kann ja wohl kaum über so etwas entscheiden, gelle? Wenn er sich bei Jon über mich ablassen möchte klappt das ja auch mit der Verständigung, somit nicht mein Problem. Um zu wissen, dass man an einem Freitagabend nicht krank ist, außer man hat grad ein Bein verloren, braucht es keine Antwort von Jon. Ich steh auch mit ´ner fiesen Erkältung hinter der Bar, ohne Stimme. Somit alles im grünen Bereich für die Bar. Die Crew war anwesend in dieser Nacht, die fast den besten Tag in diesem Jahr sprengte.

Übrigens, ich mag die Beiden wirklich, auch wenn`s manchmal kracht. Mir sei mein Zynismus verziehen, bitte…

Mein Kollege muss schnell möglichst frei haben und hat sich gleich 5 Tage nächste Woche genommen und auch einen Ersatz für sich organisiert. Nachdem es mir heute etwas besser geht bin ich ab Montag an Bord um die Neue zu unterstützen. Er soll sich mal schön erholen. Diese Nachtarbeit ist nicht zu unterschätzen. Ich erlaube mir 8 Stunden zu schlafen, doch er hat einen jungen Hund und muss mit ihm am Vormittag raus, schläft also sicher keine 8 Stunden am Stück. Für mich verständlich, dass er mal schlapp macht.

 

In dieser Nacht hatten wir aber dann doch noch einen unschönen Vorfall mit einer betrunkenen Engländerin. Keine Ahnung was sie mit mir hat, denn seit ich sie das erste Mal in der Bar traf, grüß sie mich nicht auch nicht wenn ich sie begrüße. Sie ist eigentlich ne hübsche Mittvierzigerin mit wasserstoffblondem Haar. Vielleicht liegt’s daran, dass sie ein wenig frustriert ist und nicht weiß was sie mit ihrer Kohle und ihrer Zeit anfangen soll. Hier hat es viele, die Probleme mit dem Alkohol haben, weil sie sich langweilen. Sie, hab ich noch nie nüchtern gesehen. Mich stört es auch nicht, dass sie hier in der Bar an der Theke mit einer Frau rumknutscht, dass sich alle Männer das Maul lecken. Jeder nach seiner Fasson, doch gestern hat sie echt den Vogel abgeschossen als sie die Bar verließ und uns nicht genug Geld auf dem Rechnugsdeckel hinterließ, ich nehme einfach mal an, dass sie den zweiten Kassenbeleg nicht sah. Ich lief ihr dann hinterher und bat sie mir den vollen Betrag zu begleichen und hielt ihr die 2 Kassenzettel hin. Sie machte nur einen läppische Handbewegung und ging. Ein Bekannter von ihr beglich dann die restlichen 20 €. Nach einer Weile kam sie wie ein Furie in die Bar an die Theke zurück und begann auf mich zu schimpfen. „You are a fucking bitch“ und so weiter. Wie ich nur ihrem Bekannten Geld abnehmen könnte und überhaupt bin ich das aller Letzte. Eins kann ich. In Englisch schimpfen. Da bin ich voll schmerzfrei. Ich warf ihr ein paar klare Worte über die Theke, drehte mich um und ging meiner Arbeit nach. Sie tobte noch ein wenig weiter während ich mit meinem Mitarbeiter sprach, ob die Beiden Kassenzettel wirklich offen waren. „Mach dich nicht verrückt, sie ist betrunken und ich hatte letzte Woche mit ihr hier einen Streit, sie ist „loco“, und die Zettel waren nicht bezahlt, somit nicht deine Schuld.“ Aber eins macht mich dann doch sauer. Wir wissen. dass wir immer gleich abzukassieren haben und keine Zettel anhäufen und dann nur, wenn die Zettel hinter der Bar verbleiben. Den Mist kann man sich damit nämlich schenken. Und egal wie bekannt die Leute sind, und vor allem wenn es vorher Probleme gab. Wenn das doch einer macht, dann hat er gefälligst dafür grade zu stehen. Punkt! Ich war mal wieder der Depp und konnte nichts dafür.. Willkommen im Kikiileben..

Jon kam dann heute Nachmittag vom Einkauf für die Bar zurück und traf meinen Kollegen, der ihm erzählte, dass das englische Toffee ihn heute Morgen angerufen hatte um ihm zu sagen: „Solange Kikii in der Bar ist, wird sie diese nie wieder betreten.“ Hm, das glaub ich erst wenn’s so ist. Doch eins macht mich schon stutzig. Also erstens ist klar, dass es nicht meine Schuld war, dass sie nicht genug bezahlte. Zweitens, hab ich sie freundlich darauf aufmerksam gemacht und drittens habe ich noch nie ein Wort mit ihr gewechselt, da sie mich vom ersten Moment an schnitt und nicht beachtet. Also was ist ihr Problem? Neidisch? Ich bin nicht lesbisch ambitioniert, also was könnte sie mit mir haben. Einen Mann kann ich ihr also nicht streitig machen, oder?

Manchmal haben Fragen einfach keine Antworten, zumindest nicht sofort, somit einen schönen sonnigen Sonntag an alle….

 

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Fr

03

Jun

2011

Quergedanken...

 Das wär mal wieder angebracht als Kampagne...

Minütlich verschlug es mir gestern Nacht beim Arbeiten die Sprache, oder besser die Stimme.

Den ganzen Tag war es kalt. Von 30 Grad auf 15 Grad, Regen. Kein Wunder dass ich mal wieder kränkel. Um 3h brach ich ab und kramte meine Winterbettdecke wieder raus. Antihistamin und Vitamin C. Heute Morgen dann mein erster Job in einem Haus. Unser Gärtner holte mich ab und ich half ihm die 12 Zimmer Villa vorzubereiten, sprich: zu putzen. Er kümmerte sich um den Pool und Garten ich um die Zimmer. OK, ich muss zugeben, Glückerfüllt ist dieser Job nicht. Da arbeite ich lieber 4 Stunden in der Bar als fremde Badezimmer sauber zumachen. Für mich ist es immer noch ein Unterschied ob ich die Personen die das Haus bewohnen kenne oder nicht. Ich freu mich auf das Haus meiner Bekannten, die selber liebevoll Hand anlegen wenn sie anwesend sind. Ist einfach ein Unterschied, aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich mich heute nicht wohl fühle und schlapp bin.

Heute Morgen standen die Nachbarn auf dem Weg und echofierten sich über die Hundehaufen vor ihrer Tür. Nicht mein Problem, den ich mach meine weg und hab immer einen Beutel dabei, den ich ihnen gleich mal fett unter die Augen hielt. Auf die Beiden bin ich eh nicht gut zu sprechen, denn an dem Tag als sie hier ankamen, begannen sie die Ankunft mit einem Hubkonzert, da Jon auf ihren Parkplatz stand. Auf dem wir jeden Tag stehen, weil ja keiner da wohnt, außer ein oder 2 mal im Jahr. Der Parkplatz ist auch nur einen Einbuchtung, kein direkter „Parkplatz“. Bevor sie sich überhaupt vorstellten, ermahnten sie uns den Platz frei zu machen. Ich bin dann auf ihn zu und sagte „Sie müssen Deutscher sein, so wie sich verhalten, und im übrigen mein Name ist Pilipp und ich bin ihre Nachbarin.“ Da ging das gestammel auch schon los. „Mir hat man gelernt sich erst einmal vorzustellen“ erwiderte ich ohne weiter zuzuhören und ging. Heute auf jeden Fall wollten sie mit uns reden. „Wir sind viel beschäftigt und haben keine Zeit um was geht’s den“ sagte ich trocken. „Sie können den Parkplatz nicht benutzen“ sagte der „Einmal die Woche kommt jemand der den Pool nachsieht .“ Haha, der Poolreiniger braucht keine Stunde. Und wenn Gäste da sein sollten wird keiner in der Einbuchtung stehen. Somit, rein ins Ohr und auf der anderen Seite wieder raus. Augenroll, umdrehen, Kopfschütteln und denken „Blödmann.., mach doch ne Kette vor wenn’s dich nervt.“ Obwohl das wird schwierig. Wie gesagt, ist ja nur ne Einbuchtung. Das nächste Mal hab vergessen dass ich Deutsch reden kann. Besser is.. Jon hat schon recht wenn er zu mir sagt, warum erzählst du jedem das du Deutsch bist. „Sag ihnen du bist Engländer oder Chinese.“ Schon klar, mit deutschem Kennzeichen, grins..

 

Doch meine Zynik findet heute kein Ende. Als nächstes muss ich mich mal über die alljährlichen Horror-Kampagnen auslassen. Was isses den dieses Jahr? Ach ja, ein EH irgendwas, ein Virus. Och, letztes Jahr wars auch ein Virus oder ne Grippe? SARS, war 2003, weiß ich genau, denn das war der heißeste Sommer in Deutschland und ich bin drei Wochen auf die Philippinen zu meinem Exmann zum tauchen geflogen, doch der lag mit SARS Verdacht in der Klinik in Manila. Musste schon lachen, weil damals alle mit Masken im Flieger saßen. Mein Ex kam dann auch putzmunter wieder aus der Klinik. Bei der letzten Schweine oder Fiedervieh Grippe sind 120 Menschen gestorben, Wow. An der normalen Grippe sterben jedes Jahr 1000ende. Hochinteressant! Wie doof sind die Menschen eigentlich, dass sie sich so einen Quatsch überhaupt anhören. Und wer verdient daran? Klar, die Pharma–Mafia und die Medien. Wer sind diesmal die armen Teufel, die Spanier! Ich muss sagen da hat sich Deutschland schon was geleistet, die Spanier liegen ja eh schon unten am Boden, da kann man gleich noch mal drauftreten, was? Wahrscheinlich ist eh alles nur erfunden, oder der Virus kommt aus dem eigen Land. Es ist auf jeden Fall die Krönung ohne fundamentierten Hintergrund ein Land an die Wand zu prangern um dann festzustellen dass es das nicht war und sich noch nicht mal dafür entschuldigen. Dafür fremdschäme ich mich. Ja ich denke Jon hat recht. Ich halt demnächst meine Klappe und spreche Englisch oder Spanisch. Und ihr da drüben, gaggert mal weiter und rennt dem nächsten Virus hinterher, somit habt ihr dann wieder ein Thema das von den eigenen ablenkt…

Ich sag nur 5 m Umkreisdenken und immer schön auf den Boden sehen… (Schutzenge von Coelho)

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Mo

30

Mai

2011

Schön...

 Neustes Werk..

Rote Wände, die ich mir weiß wünschte, doch in jenem Moment perfekt zu meiner Stimmung passen, somit ist das Weiß erst mal gestorben. Ich wünschte mir meinen Bubble Chair hierher, doch der ist immer noch in Coburg. Sitze in meinem Wohnzimmer, bin froh dass ich den Kamin nicht anheizen muss und es warm ist. Heute war es stürmisch, Jon und ich saßen draußen zum essen. Eigentlich kein freier Tag, doch unser Mitarbeiter machte einen daraus indem er uns sagte >> bleibt Zuhause, der Sonntag wird ruhig. Ist Ende des Monats.<< ich muss schmunzeln und denke, hab von meinen geringen Verdienst immer noch genug übrig um was zu sparen. Challenge für diesen Monat erfolgreich beendet.

Hatten gestern einen super Abend in der Bar. Glitter Band war zu Gange und hat Stimmung gemacht. Wir, das Team hatte richtig viel Spaß. Natürlich kann ich meinen Job machen, doch wenn das Team passt dann macht der Job einfach auch noch unheimlich viel Spaß. Dann ist das eine Arbeit, die keine ist. Mein Kollege und ich haben die letzten Tage sehr professionell zusammen gearbeitet. Doch seit zwei Tagen sind wir wieder Kollegen. Ein Unterschied? Ein riesiger! Unsere Aushilfe, mein Kollege und ich tanzend hinter der Bar, die Band anfeuernd. Ich bin nun mal harmoniesüchtig auch wenn ich Prioritäten setze und irgendwann dicht mache. Ich bin nie nachtragend, sehe erst mal auf mich selber und weiß wie schnell man was sagt weil man ärgerlich ist und es einem dann leid tut, oder nicht so gemeint ist. Das ist menschlich. Ich mag eigentlich Menschen die das sagen was sie denken. „Puta“ ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber vielleicht meint es für ihn das Selbe wie „Du Asch… „ Wie oft am Tag denkt man das. Die Sprachbarriere ist einfach auch nicht zu unterschätzen. Nur weil ich in Spanisch das sagen kann was sich möchte, kann ich noch lange nicht Spanisch reden. Eine Sprache reden kann man wenn man in dieser schimpfen kann J Da muss ich noch daran arbeiten.

Unser Mitarbeiter zeigt auf jeden Fall gerade großes Interesse an der Bar, kauft Gläser und Kerzen die Jon vergisst und kommt am Nachmittag um den Boden mal so richtig zu schrubben. Mich freut das so sehr. Ich versuche immer das was ich tue perfekt zu tun, das denke ich, was nicht hießt das ich es auch perfekt mache. Ich gehe einfach mal davon aus. Wenn mir jetzt jemand sagt, man das vielleicht anders machen könnte, mach ich mir wenigstens mal Gedanken drüber und entscheide dann für mich. Irgendwas ist auf jeden Fall angekommen und das ist wichtig. Ich möchte weiter mit ihm arbeiten, weil wir perfekt harmonieren, wenn wir uns die Hörner abgestoßen haben und kapiert wurde, dass es hier nicht um Macht geht, sondern rein um Spaß zu haben bei der Arbeit und einen reibungslosen Ablauf zu gestalten, dann ist es perfekt, dies merken auch die Gäste und wenn die Gäste sich wohlfühlen ist Jon happy wenn er am Schluss in die Kasse sieht.

In der Bar läuft grad alles gut. Privat mit Jon super, wenn man Abstriche macht was die Beziehungen mit Jon angeht, die keine normale Beziehung beschreibt. Ich hab grad so überhaupt kein Interesse an Männern, da kommt mir mein trockener Schotte grad recht. Somit alles im grünen Bereich.

Heute stand ich den Nachmittag auf der Terrasse um zu malen. Marlon Brando in der Rolle des Paten ist angesagt, für die Ausstellung “Famous People“. Wie immer wurde zuvor klar Schiff gemacht. Nicht nur in der Wohnung sondern auch in Garten. Dieses Spiel hatte sich diesmal über drei Tage hingezogen. Einmalig. Doch ich begann um mal wieder nach der ersten Stunde vor Frust alles hinzuschmeißen und zu denke wie grauenvoll ich doch male, mich dann wieder mit dem Satz „Es ist immer was geworden, und du denkst jedes Mal das Gleiche am Anfang“ zu motivieren. Am Schluss sehe ich in das Gesicht das ich malte mit Stolz und lache über mich selber. Jedes Mal das verdammte gleiche Schauspiel und jedes Mal das Gleiche Ergebnis.

Das letzte Bild mit dem Pferd hängt bei mir im roten Raum. Ich sehe es an und weiß, es wird nicht zu verkaufen sein, wie Kate, Mathilda oder meinen Clochard, für die man mir schon viel Geld geboten hat. Manche Dinge haben einfach keinen Preis. Es ist für mich wie, als wenn ich ein Kunstwerk gekauft hätte um es zu sammeln und mich jeden Tag daran neu zu erfreuen…

 

 

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Sa

28

Mai

2011

Es beginnt...

 Futterplatz

Es beginnt…

Seit mir klar ist, dass es wieder an Zeit ist Schuhe kaufen zu gehen, sprudeln nicht nur meine Ideen sondern eins fügt sich zum Anderen. Ich hab ja immer gesagt, wenn ich soweit bin kommt alles von allein auf mich zu,. Nachdem mein „Blick dem Horizont entgegensieht und ich mich nicht nur in einem Radius von 5m Durchmesser befinde“ (Schutzengel von Coelho) muss ich nur nach dem greifen was mir geschickt wird.

Gestern ging ich mit Chiara einen neuen Weg spazieren. Als ich auf dem Rückweg war, hielt ein Auto neben mir, ein Ehepaar das ich durch den Laden kannte und sie unsere gegenüberliegenden Nachbarn sind stieg aus um mich zu begrüßen. Was für eine Freude. Nach ein wenig Plaudern fragten sie mich ob ich nicht eine Person kennen würde die sich vertrauensvoll um ihr Haus kümmert wenn sie nicht da sind. Sie vermieten den Sommer über und brauchen Jemanden der das Haus vorher und nachher für die Gäste bereitet. Ich ging so alle durch, die ich kannte und kam zu dem Entschluss, dass das doch eigentlich was für mich wäre. Die Beiden waren sofort Feuer und Flamme, wie ich über meine Blitzentscheidung.

In der Nacht bekam ich im Club dann auch noch Besuch eines Freundes, der hier auch ein Haus seit letztem Jahr hat und gerade für 3 Wochen hier ist. Er hat Probleme mit seinem Gärtner und sagte, er las im Blog, dass ich gerade meine Leidenschaft für den Garten entdeckt hätte und ob ich nicht Lust hätte den Job zu übernehmen.

Mein Lebensmotto ist ja >> Ich kann viel, doch was ich nicht kann, kann ich lernen<< Also sagte ich ihm, dass ich mir das Ansehen werde und wenn ich das mit dem Pool lernen kann, dann mach ich das sofort.

Somit hab ich nun 2 neue Jobs und bin voll motiviert. Wer weiß, wenn ich das alles gut mache ob nicht der ein oder Ander noch dazukommt. Doch nachdem ich Dinge nur 100%tig mache oder lasse, wird das schon gut sein.

Kikii ist busy. Malen für die Ausstellung, nähen für die Modenschau, Bar und Housekeeping. Fast wie in alten Zeiten..

 

Katzenrettung..

Seit wir hier im Haus wohnen fütter ich im Garten 2 Katzen, zumindest dachte ich das. Einen schwarzen Kater und ein grau Getigerte. Als ich gestern auf der Terrasse von Jon meinen Kaffee trank und ich den Blick auf den wasserlosen Pool gleiten ließ dachte ich, ich träume. Da waren doch die beiden Katzen in einer Miniausführung im Pool. Immer wieder versuchten sie mit aller Kraft aus dem Pool zu kommen, doch dieser war für die Katzenzwerge viel zu hoch. Immer wieder rutschten sie verzweifelt an der Wand herunter. >>JON!<< schrie ich >>Wo sind die Gartenhandschuhe?<<

Mit den Lederhandschuhen geschützt stieg ich ganz langsam in den Pool um die Armen nicht noch mehr zu verunsichern. Währenddessen kam schon die Mama, die sonst wirklich sehr ängstlich einen großen Abstand von mir hält und stand oben auf dem Pool und sah mir zu. Nach ein paar Versuchen hatte ich das erste Katzenkind und setzte es aus dem Pool, das Zweite hinterher. Schon waren sie auch alle weg.

Am frühen Abend ging ich sie füttern und sah in den Büschen wo sie sich oft aufhalten, dass das Schwarze noch saugt. Somit sind die Miezen wohl keine 3 Monate alt, doch wohlauf. Nun gut, somit füttere ich eine Katzenfamilie…

Sobald der Pool Wasser hat werde ich Brettchen bauen, an dem ein kleine Stufe ist. Somit können alle Tiere die demnächst in den Pool fallen wenigstens wieder raus. Grauenvoller Gedanke, wenn die Kleinen ertrunken wären. Zumindest hat mich diese Situation wieder an dieses Brettchen denken lassen, dass mir schon eine Kundin vor Jahren erzählt hatte, dass sie das für ihren Pool benützt, damit die Mäuse wieder rauskommen können. Ich bau das ein wenig stabiler, dann hält das auch ne Miezekatze aus….

 

 

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Di

24

Mai

2011

Schutzengel...

Ich bin mir sicher, dass alles was wichtig für einen ist, auch zum richtigen Zeitpunkt greifbar wird. Die einen bemerken es, die Anderen nicht. Nicht weil sie ignorant sind, doch weil sie ihre Intuition nicht wahrnehmen oder nie in eine gewisse Spiritualität eingeführt worden sind, nur das glauben was sie sehen, anfassen können. Spirituelle Menschen wissen von was ich rede, wenn ich sage, dass ich genau zum richtigen Zeitpunkt das richtige Buch bekommen habe. Diesmal ist es „ Schutzengel“ das neue Buch von Coelho. Meine Mutter brachte es mir als Geschenk nach Denia mit und es lag nun eine Woche bei mir ohne es anzusehen. Ich wusste genau, die Worte darin werden ein Geschenk an mich sein und ich wollte es in aller Ruhe genießen. Gestern begann ich mit den ersten Kapiteln und ich kann nicht mehr aufhören. Immer wieder muss ich es weglegen und über die Worte nachdenken, nicht weil ich sie nicht verstehe, sondern weil mir diese Worte nicht unbekannt sind oder weil ich so verinnerlichen möchte um sie bei mir zu behalten. Immer wieder vergleiche ich die Geschehnisse oder stelle sie mir intensiv vor. Oft schlafe ich einen Moment darüber ein und wache mit einem neuen Gedanken auf. Wie ein Geistesblitz. Es ist wundervoll. Coelho ist nicht Jedermanns Sache. Viele haben den Alchemisten gelesen und waren begeistert. Doch ich glaube nicht alle haben das Buch auch verstanden. Coelho hat immer eine Philosophie in seinen Zeilen die wertvoll ist um sie zu verstehen. In „Die Hexe von Portobello“ war es ein Satz, der mein Leben komplett änderte. Weil ich verstand was gemeint war. Das neue Buch von ihm ist sicher für einige Menschen „ein Quatsch“ Engel sehen und mit ihnen reden wollen, können. Doch einen Menschen hat Paulo sicher damit erreicht, mich. Er hat mich wieder erinnern lassen, was ich schon einmal gelernt habe zu verstehen. Etwas, dass mich so sein lässt wie ich bin. Er hat mich erinnert warum ich so bin, was mein Weg ist. Und er hat mir bestätigt, genau jetzt, „ Geh weiter! Dein Weg ist der Richtige.“ Danke, Paulo

So

22

Mai

2011

Endlich...

Ich dachte schon der Sommer will gar nicht mehr kommen. Aber heute, heute ist ein Tag zum Bäume ausreißen. Das hab ich dann auch gemacht und den Baum, der mir die Sicht nahm auf mein geliebtes Meer, mit dem Brotmesser abgesägt. Tannen kann ich eh nicht leiden und werde dafür einen Zitrone einsetzen. Die Agave ist nun fast 4 m hoch und die ersten Blüten treten aus. Ich berede sie nach wie vor jeden Tag um ihr zu sagen wie schön sie ist. Meine Treibholzfunde hab ich neben ihr im Steingarten verteilt wie kleine Kunstobjekte.

Nachdem meine Mom wieder zurück ist, bin ich in der Realität angekommen und versuche Pläne zu schmieden. Es ist nun Schluss mit lustig. Auch ich will mal wieder Schuhe kaufen gehenJ

Ich hab mir nun ein Jahr Auszeit gegönnt, die ersten Monate fast Tag und Nacht gearbeitet, seit Januar nur Nachts und nun kommt meine Unruhe zurück. Erziehung lässt sich nicht abstreifen. Man ist gebrandmarkt fürs Leben. In unserer Familie sind alle Selbständig mit Unternehmen. Ich bin da reingewachsen. Von Vatter´n gab´s nichts umsonst. Seit meiner Schulzeit arbeite ich in der Gastronomie oder in der Fabrik, um mir in den Ferien mein Taschengeld aufzubessern oder mir den Führerschein zu ersparen. Wir wohnten luxuriös fuhren immer die dicksten Karren, doch dafür hatte ich auch nicht viel von meinen Eltern, denn die arbeiteten den ganzen Tag und mein Vater oft bis in die Nacht im Büro. Unsere Haushaltshilfe war den ganzen Tag da, doch Ersatz für meine Eltern war sie natürlich nicht. Für mich ist es normal mich um mein Leben selber zu kümmern, nicht nur materiell. Nach der langen Phase meiner Traurigkeit habe ich durch die Entscheidung von Deutschland weg zu gehen wieder zu mir gefunden und mich erholt. Lebte wie ein Student in einer WG und nun in meiner eigenen Wohnung. Mein Einkommen ist das eines Harz4lers allerdings mit einer höheren Lebensqualität. Mir aber nicht mehr genug, ich will wieder Schuhe kaufen und vor allem mein Fensterheber im Auto reparieren lassen. Meine Challenge ist es nicht an meine Reserven zu greifen außer es sei lebensnotwendig. Ja, so kann man es ausdrücken. Es ist ein Spiel das ich mit mir selber spiele. Von nichts auf 180 zurück. Meine Talente und Kreativität sind enorm, mein Geist wach. Immer bereit etwas neues zu lernen. Veränderung sehe ich als Chance nicht als Bedrohung wie so Viele. Klar lebe ich grad in einem Land das noch nicht mal unten angekommen ist, die Menschen kein Geld haben, die Arbeitslosigkeit hoch. Wer kauft da schon Bilder? Doch ich werde eine Nische für mich finden, das ist sicher.

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Fr

20

Mai

2011

Mi

18

Mai

2011

Heultag..

  

Staffelei vor mir. In der linken Hand der Pinsel in der rechten das Foto. Ein Foto dass mich seit Jahren fasziniert und jetzt der richtige Moment ist es auf meine Art zu interpretieren. Tränen in den Augen. Meine Gedanken gleiten ab. Immer wieder das Bild vor Augen des Abschieds am Flughafen. Wie viele Monate wird es wohl dauern bis ich sie wieder sehen kann? Ihr Geruch und ihr Lachen noch in meiner Wohnung. 5 Tage Geborgenheit. Nun bin ich wieder allein mit meinen Gedanken.

Der Pinsel gleitet über die Leinwand. Jeden Part des Pferdekopfes kann ich fühlen. So viele Jahre die Arbeit mit Pferden. Jeden Tag drei bis vier Stunden die ich mit meinen Tieren verbrachte. 12 Jahre lang. Ich kenne jeden Quadratzentimeter an einem Pferd und weiß wie es sich anfühlt, wie weich es ist. Jeden Knochen am Kopf der vorsichtig gebürstet wird, die Augen über die man sanft streicht um es zu beruhigen. Ich höre das brabbeln und das aufstampfen der Hufe wenn ihm was nicht passt, er sich langweilt und den Geruch, werde ich nie vergessen. Der Geruch eines Pferdes ist etwas besonderes. Während ich in die weiße Farbe tauche erinnere ich mich an meinen Schimmel. Das Wundertier, das über einen Mauer von 2,15 m sprang, Wassergräben so hasste, das er mich jedes Mal kurz davor absetzte, dann stehen blieb um mich auszulachen. Der auf dem ich ohne Sattel ausritt, er mucksmäuschenstill unter einem Apfelbaum weilte, während ich auf seinem Rücken stand um die Äpfel vom Baum zu holen. Er wusste immer, die Besten waren für ihn. Er war nicht nur mein Freund, sondern vor allem mein Schutzengel für viele Jahre. Die Ähnlichkeit mit dem großen Milton und seine Springmanier waren auf jedem Turnier ein Schauspiel für sich. Sein Quicken und das Springen mit allen Vieren in die Luft bevor wir galoppierten sein Markenzeichen. Ihn störte es auch nicht nach dem beenden des Parcours sich in den Sand zu legen während ich noch auf ihm saß oder Stundenlang im Fluss zu stehen und mit den Hufen zu scharren bis ich klatschnass war. Mit seiner Lebensfreud und Übermüdigkeit passten wir perfekt zusammen. Ich vermisse ihn sehr, ich vermisse das Gefühl eins zu sein mit dem Tier. Jede Bewegung, jeden Muskel zu spüren. So verschmolzen zu sein, dass die kleinste und geringste Bewegung in der Hand oder des Schenkels eine Reaktion auslöst. Einen fliegenden Wechsel oder Traversale. Tiefstes Vertrauen. Was für ein Geschenk der Natur diese wundervollen Tiere.

Ich lasse es zu traurig zu sein. Es ist mein freier Tag und ich werde auch nicht auf den Geburtstag gehen zu dem ich eingeladen bin. Der Abend heute gehört mir und meiner Sehnsucht nach meiner Mum. Schön, dass sie ein so wundervoller Mensch ist, dass sie mir fehlt.

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Mo

16

Mai

2011

Find ich gut..

Nachdem ich immer noch kein Internet im Haus habe gehe ich Nachts eine halbe Stunde früher in die Bar um meine Post zu lesen, zu beantworten oder meinen Blog zusetzten. Als ich mich heute in den kleinen Chillout Bereich setzte um zu arbeiten, fällt mein Blick auf den hinteren Bereich der Bar. Der Bereich in dem wir eigentlich die Cocktailbar geplant hatten. Ein Bereich der mit Paravent versteckt wurde weil dahinter alte Tische, Stühle, Bilder und ein Haufen Sperrmüll stehen. Oft hab ich Jon gefragt, ob wir diese Ecke nicht mal aufräumen könnten und den Müll wegbringen. „Ne, ich brauch das für Stauraum“ was dann seine Antwort. Doch heute als ich in den Bereich sah, standen dort zwei Tische und Stühle. Es war sauber und liebevoll dekoriert. Jon ist heute nicht aus dem Haus gegangen, also wusste ich wer das so schön gemacht hatte. J Mein Kollege. Doch was mich am meisten freut ist, dass er wohl gemerkt hat, dass er mit seinem Fernsehabend den Bogen total überspannt hatte und bei Jon was gut machen möchte. Feiner Zug von ihm, den ich weiß das war viel Arbeit…

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So

15

Mai

2011

Ganz schön dreist...

Da dachte ich kurzzeitig, eigentlich hab ich grad nichts für meinen Blog zu schreiben, doch es gibt ja meinen Kollegen, der immer wieder dafür sorgt, dass es nicht langweilig wird. Als wir gestern, Samstagabend um 23.30h in die Bar kamen stand direkt neben dem Zapfhahn fürs Bier sein PC. Angeschlossen mit Kopfhörern und Fernsehprogramm des Grand Prix Eurovision. Als ich 24h das arbeiten begann, stand das Ding immer noch da an der Stelle, an der man laufend Drinks über die Bar gibt doch vor allem auch die meisten Drinks umfallen. Eine Stelle an der am Abend am meisten gearbeitet wird. Normalerweise haben wir auf dem knappen Vorsprung unsere Getränke stehen oder die Wischlappen für die Tische. Doch heute hatten wir einen Fernseher dort. Jon stand direkt an der Bar daneben und ich sah ihn fragend an. Er drehte nur die Augen. „Sag mal, geht’s noch?“ fragte ich ihn „soll das Ding jetzt die ganze Nacht da stehen und er sieht weiter seine Sendung?“ „Nein, natürlich nicht.“ sagte er. Nachdem ich die ersten Drinks verkaufte und sie ja jedes Mal an dieser Stelle überreiche dachte ich nur, hat der keine Angst um seinen PC, den die Gläser tropfen immer, gerade die Bier. Immer wieder sah er in das Programm um den Punktestand zu kontrollieren, da ist mir der Kragen geplatzt. „Wir sind hier zum Arbeiten und nicht zum Fernsehen, bring das Ding jetzt weg!“ Jon stand direkt neben mir als ich das zu ihm sagte. Der Mitarbeiter ging hoch „Mala persona, tu eres una mala persona“ (du bist ein sehr schlechter Mensch) und klappte den PC zu und brachte ihn weg. Jon grinste, ich sah ihn zornig an. „super“ sagte ich zu ihm, ich bin nun wieder die Böse und du der Engel.“ „Genau deswegen hab ich nichts gesagt, ich weiß doch das du schneller bist als ich“ und grinste sich einen ab. Nachdem es mir völlig wurscht ist was eine Person wie mein Mitarbeiter über mich denkt tangiert mich das alles nicht im Geringsten und wir konnten endlich mal mit der Arbeit beginnen. Doch nun wissen wir natürlich auch was so ab geht, wenn er alleine arbeitet. Wie dreist kann man sein zu seinem Arbeitsplatz einen Fernseher mitzubringen und auch noch direkt vorm Boss sein Programm anzusehen? Ohne Worte!

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Sa

14

Mai

2011

Mama mag ihn...

Mama mag ihn…

Hiermit grüße ich alle Stefan Gwilis Fans! Die wissen schon was ich damit meine, grins..

Jon ist seit 2 Tagen wirklich ein Schnuckelchen. Als wir am Abend auf der Terrasse ein riesen Brathuhn aßen und den Blick aufs Meer genossen sagte ich zu ihm vor meiner Mum „ Schade, dass ich den alten Jon Turner wiederbekomme wenn Muttern weg ist, der hier sitzt gefällt mir gut.“ Jon ist aufmerksam und redet richtig viel, dass nicht heißt, das er redet wie ein Buch, doch für seine Verhältnisse schon prima. J Ich sitze daneben und übersetzte, doch meistens versteht Muttern eh was er sagt. Wir haben schon lange nicht mehr so viel Spaß zusammen gehabt. Er führt uns zum Essen aus, ins Blanco & Negro um spanische Musik zu genießen um unsere spanischen und englischen Freunde zu treffen. Schlendert mit uns durch Denia ins „La Plaza“, lässt einen Witz nach dem anderen los und ist einfach nur süß.

Gestern hatte ich mich das erste Mal getraut mir die Haare schneiden zu lassen. Den Frisör zu wechseln ist für mich das Schlimmste. Doch nachdem ich die nächsten Monate nicht nach Coburg komme musste ich mir was einfallen lassen. In der Bar kommt sehr oft eine junge Frau, die wunderschöne Haare hat und einen gigantischen Schnitt. Sie sprach ich an wo sie das hat schneiden lassen und sie sagte mir, sie mache das selber. Sie sei Frisörin. Somit bat ich sie mir doch die Haare zu schneiden und sie kam zu mir ins Haus. Sie hat das richtig toll gemacht. Jons Haare gleich mit und mir später erzählt, dass ich ihre erste Kundin außerhalb der Schule war. Klasse. Ich bin froh, dass sie mir das nicht vorher sagte und so selbstbewusst auftrat, dass ich es nie vermutet hätte. Nun hab ich hier eine Frisörin gefunden, eine super spanische Klinik, einen spanische Autowerkstatt und eine deutsche Zahnärztin zu der ich Vertrauen habe. Bestens! Im Moment kann ich echt nicht meckern, nicht mal über Mr. Turner…

 

 

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So

08

Mai

2011

Geht nicht ohne und nicht mit...

Mein Frühstücksplatz

Nachmittags saßen Jon und ich zusammen in der Bar und redeten noch mal über die nächtliche Auseinandersetzung mit meinem Kollegen. Wir Beide kommen meistens zur gleichen Erkenntnis, weil wir auf derselben Seite stehen und gleich denken. Jon weiß dass es mir nicht um dümmliche Machtspielchen geht, sondern allein um einen reibungslosen Ablauf in der Bar. Dieses ewige gezicke mit „Du bist hier nicht die Chefin mit dir rede ich nicht“ ist einfach ein kindisches Verhalten, gerade dann wenn man immer davon redet wie wichtig es doch ist ein Team zu sein (O-Ton seinen Lebensgefährten) Aber auch ein Team muss sich mal über grundsätzliche Dinge unterhalten können, sonst ist das nämlich kein Team.

Der Abend in der Bar war recht entspannt. Mein Kollege ist professionell genug, dass man mit ihm arbeiten kann ohne Spannung. Auch was wert. Dass sein Lebensgefährte mich nicht grüßte als er in die Bar kam macht mir nicht wirklich Kopfzerbrechen. Ist ja ein reger Blogleser, schon allein um Jon zu erzählen was ich da so schreibe.

Als wir am Ende der Nacht noch an der Bar standen und einen Absacker mit einer unserer süßen Aushilfen tranken und wir über Beziehungen sprachen und sie sagte, Ihre sei ähnlich wie meine zu Jon. Da lachte der. „Ja“ sagte er „und ich werde über meinen Beziehungsstand von Anderen aufgeklärt, die Kikii´s Blog lesen.“ Sie sah Jon fragend an „Kikii, schreibt einen Blog?“ „Heute fragt mich Jemand, den ich nicht kannte, ob ich noch einen Gärtner brauche, da ich ja anscheinend Gartenarbeit nicht mag“ dabei schmunzelte er. Ich sah sie an „ich hab ihm ein Programm zum Übersetzten gegeben, er kann alles lesen wenn er es möchte.“ Sie sah ihn an. „Es interessiert mich nicht.“ sagte er zu ihr. „Das ist Kikiis Art zu kommunizieren, soll sie doch machen wenn sie es glücklich macht.“

Das ist eben auch einen Seite von Jon, die ich mag. Er hat viele Seiten die ich mag, viele Seiten die ich akzeptieren kann und Seiten die ich nicht verstehe und mich zur Weißglut bringen. Ihm geht es mit mir genauso. Wir sind Beide ein wenig extrem, können nicht miteinander und nicht ohne. Eine Never-Ending-Story…

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Sa

07

Mai

2011

Bild verkauft..

Es zieht mir meine Energie wenn ich mit Menschen zusammen arbeiten muss die ihren Job nicht 100% machen aber die Klappe immer weit aufreißen wie perfekt sie doch sind und wie viel sie Erfahrung haben.

Als ich 19 war, eröffnete ich mit meinem damaligen Freund das erste Lokal. Er hatte seinerzeit keine Ahnung und ich lernte ihm was er wissen musste. Nun hat er sein 6. Lokal und wenn wir und treffen sagt er immer „ Wenn du damals nicht gewesen wärst, wäre ich nie da wo ich jetzt bin“ Mein Bertel war schon immer ein schlauer Kopf und hat ganz schnell gelernt, dass er in kürzester Zeit alles intus hatte. Mein Ex-Mann hat während unserer Ehe ein Szene Lokal eröffnet. Das Barrysphär in München. Ein Restaurant mit Bar und exzentrischen VIPs. Eine Bar zu bewegen, die nur in der Nacht 6 Stunden geöffnet hat ist wirklich nicht gerade sehr schwierig zu organisieren. Doch auch nur, wenn man sich auf die Mitarbeiter verlassen kann. Nachdem ich Donnerstag frei hab ist mein Kollege dafür verantwortlich die Getränkeliste zu schreiben. Die Liste muss jeden Abend neu geschrieben werden, damit Jon auch ernst nimmt was wir brauchen. Doch heute konnte ich es nicht glauben als ich in die Bar kam und es waren einige der wichtigsten Dinge nicht da. Ich meine, der Freitag ist der beste Tag in der Woche. Hallo! Ich fragte Jon was das soll. Kein Kommentar. Da kam mein Mitarbeiter auf mich zu und meinte, wenn ich Stress mit Jon hätte sollte ich Zuhause mit ihm reden. Ich fragte ihn was das soll und ich hätte werde ein Problem mit ihm noch hab ich ihn angesprochen. Er war sehr aggressiv und fuhr mich lautstark an, ich sei hier nicht die Chefin und wenn Jon nichts einkauft dann ist das die Entscheidung von seinem Chef und ich wäre einen „Puta“ (Das so viel wie Hure heißt) ich glaube jetzt geht’s los. Erstens Mal hat das nichts mit Chefin zu tun, wenn ich in meinen Job komme, Jon uns jedes Mal stresst einen guten Umsatz zu machen, aber nichts von dem guten Zeug da ist zum Verkaufen und da werde ich sicher nicht meine Klappe halten, schon gar nicht, wenn Jon nichts dafür kann weil keine Liste da war, denn im Gegensatz zu meinem Mitarbeiter stehe ich voll hinter der Bar und er sollte mal nicht vergessen wer ihm überhaupt den Job besorgt hat und Jon dazu überredet ihn zu nehmen vor allem weil er ja Englisch spricht, was Voraussetzung war. Nur wenn ich mit ihm Englisch rede versteht er mich nicht und ich versuche alles mit ihm in Spanisch zu klären. Doch er nimmt sich heraus mich in Spanisch zu beschimpfen und mir ins Wort zu fallen. Diese Schlage. Nur weiß ich jetzt was er für ein Spiel spielt.. Danke fürs outen. Hier raubt mir nichts so viel Energie, wie die Zusammenarbeit mit dieser Person. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als mit simplen Menschen eine Auseinandersetzung zu führen. Mit Menschen die immer Recht haben und mit 23 Jahren eine Erfahrung eines 80 jährigen. In ihrem Leben noch nichts auf die Beine gestellt haben oder erreichten außer in einer Bar zu arbeiten. Die Arbeitnehmer sind weil sie so denken. Klingt arrogant? Ist es! Privat kann ich mir die Menschen aussuchen mit denen ich Kontakt haben möchte, beruflich leider nicht.. Ich hab mich für diesen dämlichen Weg entschieden, also werde ich wohl noch eine Zeit mit diesem Klientel zu tun haben müssen, selber schuld…

Am Morgen musste ich früh aufstehen. Jon schickte mich wegen der Ausstellung früher heim, da er das wusste. Bis um 16h stand ich schlaftrunken in unserem Zelt der Künstlervereinugung. In diesen Stunden ist mir erst mal bewusst geworden wie viele Menschen ich hier kenne und vor allem wie viele Menschen in die Bar kommen.   Da wird dann neugierig geschaut warum man da jetzt an dem Stand steht. Nicht jeder der in die Bar kommt weiß auch das die Bilder in der Bar von mir sind. Nun sammle ich fleißig Adressen für die große Ausstellung im Juli im „La Plaza“. Doch nun muss ich erst mal wieder ein neues Bild ins „Als Gusto“ in der Calle Colone, hängen, denn da hab ich grad eins verkauft…

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Fr

06

Mai

2011

Zen Garten..

Ein Tag den man nicht missen möchte und einer den man nicht braucht. Wundervolles Wetter um Wäsche aufzuhängen und mein Bild fertig zu malen. Jon war heute Vormittag schon schlecht gelaunt und bat mich den Monteur für die Fernseher abzubestellen. Auf die Frage warum: Passt mit heute nicht. Doch das wir einen Termin ausgemacht haben und eine Woche darauf warteten und dem Mann vielleicht auch planen muss ist ihm ja wurscht. Erst wollte er die Installation übernehmen doch als er von der Stadt kam und ihm sein Handwerker sagte, dass er 3 falsche 50er bei der letzten Bezahlung hatte war die Laune vorbei. Wir sollten in der Bar mehr aufpassen und das Geld kontrollieren. Haha, soll er doch ein Testgerät anschaffen. Ich bin doch kein Falschgeldexperte. Somit war die Kostenübernahme der Installation gestorben, nachdem er mir ja schon den Fernseher und die Box zur Verfügung stellt. Ich hab das Zeug in Deutschland und nicht mitgebracht, da er mir das Seine anbot. Ich hab ein Jahr ohne Fernseher gelebt und ihm seinen Krempel zurückgebracht.

Heute hab ich gefühlte 1000 Kg Kieselsteine in meinem Gartenanteil verlegt und geschleppt. Er hatte sich einen Gärtner genommen, mit dem ich nicht privat reden durfte weil er 15€ in der Stunde kostet. Nach einer Stunde Steine schleppen dachte ich mein Rücken bricht auseinander. Kein Wunder, schließlich hatte ich diesen vor ein paar Jahren bei einem Reitunfall gebrochen und mein Schutzengel alle Hand voll zu tun. Mein unsägliche Wut auf Jon gab mir den Antrieb alles fertig machen zu wollen. Und wer saß am Abend in meinem Korbsesseln und genoss den ersten Teil meines Zen-Garten? Der Hausbesitzer. Ich sah es vor mich zu verdrücken und im Once einen Wein zu genießen und meine Post zu beantworten. Als ich zurück kam dämmerte es schon und ich machte meine Kerzen an, kochte mir was und sitze nun mit meinem PC in dem Zen-Garten, allein!

Den Gärtner den Jon engagiert ist ein super Typ mit den blausten Augen die ich sah. Ich fragte ihn nach meiner Agave. „Sie sterben oft, aber nicht immer!“ Gut, das wollte ich hören. Sie ist so schön und ihre Arme haben die Farbe eines Delphins und fühlen sich auch so an. Sie sind so stark und prall. Werder braun oder trocken. Jeden Morgen wenn ich zum Frühstücken in den Garten komme, begrüße ich sie, streichle sie, gieße sie und sag ihr wie schön ich sie finde und das sie durchhalten muss wie ich. Ich war dem Tod auch schon so nahe und hab mich dann doch für das Leben entschieden. Ich hab es nicht bereut. Den geringen Kummer den ich hier hab ist nichts gegen die letzten Jahre und lächerlich. Das Gefühl in seiner Mitte zu sein, niemanden lieben zu müssen der es nicht verdient hat, nachts alleine zu schlafen ohne trübsinnig zu werden, sich an Freundschaften zu erfreuen und einfach nur noch mit dem Kopf über Situationen zu schütteln ist ein Traum. Dass ich hier im Haus so viel mache liegt daran, dass ich mir den Bereich in dem ich lebe angenehm machen möchte. Ich brauche die Optik für meine kreative Seele. Ich zahle hier eine geringe Miete von 150€ , das sehr fair von Jon ist. Und es ist auch schön ihn in der Nähe zu haben. Er ist wie er ist, doch er ist wohl aus irgendeinen Grund auch so geworden. Keiner wird so geboren. Meine Toleranzgrenze ist hoch, doch dieses wundervolle Gefühl der Zuneigung für ihn, das verliebt sein ist weg und daran ist er schon selber schuld. Irgendwann ist der Letzte Versuch einfach auch der Letzte. Ich schätze ihn als Freund.

 

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Do

05

Mai

2011

Kann nicht schlafen..

Es ist 2.45 h, komme gerade von der Bar Nachhause und bin noch nicht müde. Dieser Rhythmus lässt sich nicht so einfach umstellen. Gestern um 1h ins Bett, doch dann schlafe ich schlecht und wache oft auf. Dann schlafe ich trotzdem bis um 11h und das ist zu lange. Heute hab ich mir einen Gin Tonic eingeschenkt, einen Bombay, mir die Kerzen im Garten angezündet und sitze mit Chiara in meinen alten Korbsesseln. Es ist so ruhig, dass man nichts hört. Ab und an ein Geräusch aus dem Naturschutz neben mir hinter der Mauer. Diese Stille ist unglaublich. Wenn ich da an die Zeiten in der Calle Loreto zurückdenke, Wahnsinn.

Der Abend in der Bar war klasse. Sehr viele nette Leute. Ein Mädchen, eine richtig Hübsche mit einer Wahnsinns Figur hat um 2h einen Strip hingelegt, dass man sofort wusste, dass sie das Professionell macht. Sie war recht betrunken, hatte aber ihren Freund dabei, der sie dann zum richtigen Moment von der Bühne holte. Das war echt ästhetisch und sie hat auch die kleinen Sachen anbehalten. Grins.

Leider gab es mal wieder ein Problem mit einem der Herren-die-übers-Wasser-kamen-um-uns- den-letzten-Nerv-zu-rauben. Ich oute mich jetzt! Ich mag die nicht, alle! Ich hab`s hundert Mal versucht, war freundlich wie zu allen, doch gegen ihre Kultur kommt Frau nicht an. Sie ignorieren jedes Wort, lassen dich nicht aussprechen, sind überheblich und arrogant. Sie stehen immer an der engen Stelle an der ich von der Bar rauskomme und ich keinen Platz hab um meinen Job zu machen. Ich bitte sie den Platz für uns frei zu lassen, doch nur einen Reaktion: Sie schreien nach dem Chef. Da sind sie bei Jon grad richtig, den der will sie eigentlich auch nicht in der Bar haben. Als ich mit einer schweren Flaschenkiste vorbei wollte, stieß ich wohl an einem an und der wollte mich gleich rund machen. Da ging dann Jon dazwischen. Als dieser die Bar verließ sah er mich an als würde er mir gleich ein Messer in den Rücken jagen. Ich sah ihn direkt genauso kalt an. Wenn ich jetzt einen Moment Angst zeige bin ich dran. Somit hab ich mein Pfefferspray wieder an meiner Seite. Die Zigeuner kommen nur noch selten und wenn überhaupt nur am Montag zum Flamenco. Die Herren-die-übers-Wasser-kamen-um-uns-den-letzten-Nerv-zu-rauben kriegen wir auch noch (los). Wenn du ein bestimmtes Klientel in der Bar haben willst musst du Eier zeigen, konsequent sein, teure Drinks in der Bar haben, wie Hendrick´s oder ganz feine Whiskeys und dich dann nicht wundern wenn die Staff am Abend von dem exklusiven Gin die Flasche verkauft um dann den zweitbesten Gin, den Bombay platt zu machen. Ich sag immer „Wenn du das Bier für 1€ verkaufst, hast du genau das Publikum das darauf angewiesen ist. Wenn du dein Bier für 2.50€ verkaufst hast du das Publikum das du haben willst. Es hat hier in Denia genug Menschen die Geld haben, doch diese wollen sich mit den Herren-die-übers-Wasser-kamen-um-uns-den-letzten-Nerv-zu-rauben abgeben oder den Zigeunern. Ich bin hierhergekommen, war offen für Alle, freundlich und voller Neugier, doch ich musste lernen, dass die Spanier Recht behielten als sie mir sagten „Sei vorsichtig mit den Zigeunern oder den Herren-die-übers-Wasser-kamen-um-uns- den-letzten-Nerv-zu-rauben.“ Doch nun sitze ich im meinem Garten mit meiner Agave, die wohl in dem Moment stirbt wenn sie geblüht hat und bedauere es. Sie ist wunderschön, groß und stark, dass man nicht glauben mag, dass sie nach der Blüte abstirbt. Ich werde es dokumentieren und hoffe darauf, dass sie es sich noch mal überlegt, meine Jukka im Loft hatte auch geblüht und das Ding war echt hässlich. Ich hab ihre Wurzeln mit dem Brotesser geschnitten und mit der Stichsäge alle Äste gekappt, das fand sie so toll das sie geblüht hat und wieder 3 m hoch wurde. Die ist nicht gestorben…

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Di

03

Mai

2011

Sommer...

Mein Alien..

Der erste richtige wunderschöne Sommertag. Jon war fleißig im Garten zu Gange. Er rupft Unkraut, unglaublich. Nach ein paar Stunden fragt er mich ob ich nicht gerne 10 € die Stunde verdienen möchte und in seinem Gartenanteil zu arbeiten, sonst würde er sich jemanden holen. Na klar. Das mach ich total gern. In der Sonne das Unkraut rupfen und im Garten werkel und dafür auch noch was zu bekommen. Meine Mum wird das alles nicht glauben wenn sie nächste Woche kommt. Ihre Tochter wird zum Gärtner. Ich mag das, wer hätte das gedacht. Mit meinem Alien hab ich heute Morgen sogar geredet als ich es gegossen hab. Die Agave hat nun einen Stängel von 2,50 m und ich bat sie schön zu wachsen und nicht abzubrechen wie bei einem Nachbarn. Ich werd sie auch schön weiter gießen solange sie mich nicht sticht. Ihre Auswüchse haben einen enormen Stachel der wie Sicheln scharf sind. Die Jukka hab ich schon teilweise komplett geschnitten, da sie in einem Bereich steht in dem man sich immerzu befindet und ihr Stachel ist echt nicht ohne. Die Callas mögen den Platz den ich ihnen gab, sie haben sich aufgestellt und gedeihen. Chiara findet das alles super. Sie liegt den ganzen Tag im Garten und wenn ich schoppen gehe bleibt sie in diesem. Sie geht nicht aus dem Grundstück, auch wenn wir immer noch kein Tor haben. Sie ist einfach der beste Hund und sie schläft jetzt so viel und so tief, dass sie mich oft gar nicht hört wenn ich komme, die alte Dame. Neben unserem Eingang befindet sich Naturschutz und alle glauben sie müssen ihren Müll da rein schmeißen. Jeden Tag könnte ich mich fast übergeben. Entweder ich trete fast in Hundekot vor meiner Tür oder ich sehe in den Müllberg. Heute hat´s mich gepackt und ich hab mir einen langen Holzstab als Harke umgebaut und den ganzen Müll raus gefischt. Hunderte von Hundekakebeuteln, bäh.. Nachdem ich dem Nachbarn, der jeden Tag seine 2 großen Hunde vor unseren Eingang scheißen lässt ihm sein Geschenk zurückgebracht habe und direkt auf seine Eingangsstufe gelegt habe, hoffe ich das nun endlich Schluss ist. Er ist ein widerlicher Mensch. Deutscher und laut den Nachbarn mit jedem hier verkracht. Ein freundlicher Schweizer Nachbar sagte mir, ich solle mich nicht mit ihm anlegen, er sei wirklich ein böser Mensch. Ich sah ihn an und sagte darauf „Ich bin noch viel böser!“ Häuser kann man sich aussuchen, die Nachbarn leider nicht. Allerdings sind unsere direkten Nachbarn auch gerade angekommen und aus Deutschland und die sind supernett! Hab auch gleich gebeichtet, dass ich mich an ihrem Zitronenbaum vergriffen habe, soweit die Äste in unser Grundstück hängen.

Zwischen mir und Jon hat sich eigentlich nichts geändert. Ich hab ihm gesagt, dass ich seinen Croissant Scherz nicht verdaut habe. Er findet das nach wie vor kindisch und wir leben wie vorher jeder sein eigenes Leben und sind nett zueinander.

Nun hab ich einen grauen Tiger im Garten den ich füttere, obwohl ich sehnsüchtig nach dem Schwarzen Ausschau halte. Dem Tiger war mein Futter heute nicht gut genug und er hat es verschmäht. Na ja, er sieht auch nicht wirklich wie ein Straßenkater aus. Der Schwarze schon.

Jon hat nun weiße Steine für meine Zen Garten geordert und am Donnerstag kommt ein Mann der den Fernseher anschließt. Nun hoffe ich dass das Internet nicht auch noch lange auf sich warten lässt und dann ist Kikii happy…

Immer wollte ich einen roten Chillaout-Room haben. Nun hab ich einen und überlege ob ich ihn weiß streiche. Jon hat nur gelacht. That´s Kikii life…

Heute müsste ich eigentlich bei Willem arbeiten, doch mein Job war ja zeitlich begrenzt, bis er eine Festangestellte gefunden hat. Das ich nun nicht mehr an meinem freien Tag dort arbeite macht mich keineswegs traurig, denn ich brauche einfach 2 Tage frei und Zeit für mich. Gerade jetzt wo man bis in die Nacht draußen sitzen kann freue ich mich an meinem Garten, meinen Kerzen, einem Glas Wein und meinen Quergedanken. Nächste Woche werde ich bei Willem wieder singen und Herbert wird mich mit dem Sax begleiten. Schön…

 

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Mo

02

Mai

2011

JOHN GALLIANO

Ich beobachte mich in meinem eigenem Spiel. Das Atelier ist fertig eingerichtet, die Leinwand bespannt und vorgezeichnet. Nun beginnt mein Spiel mit mir selber. Es wiederholt sich immer und immer wieder. Ich weiß ich will malen, ich will beginnen. Eigentlich ist alles perfekt vorbereitet, doch ist meine Wohnung sauber? Ich muss schnell noch ein Brot backen, gibt es nicht noch etwas im Gerten zu tun? Ja, die Terrasse, ich könnte sie schnell noch fegen und meine Wäsche in die Maschine schmeißen. Doch irgendwann kommt der Moment an dem alles getan ist, nichts was mich noch abhalten kann, es beginnt mit einem kleinen Knopf an meiner Stereoanlage. Das Drücken des Knopfes beginnt mit einem leisem Knacken und wird zu einer ohrenbetäubenden lauten Musik. Heute hab ich die Chillout Playliste gewählt, Siddharta X, eines der coolsten CDs die ich habe. Das erste Mal steht die Staffelei auf der Terrasse mit Blick auf das Meer. Ist nicht doch noch was zu erledigen, bevor ich beginne? Ein langer Blick auf die Leinwand, das Foto in meiner Hand, die Auswahl der Farben ist getroffen, der Pinsel taucht in das Öl und der erste Pinselstrich zurrt über die Leinwand. Jetzt ist die Angst überwunden, die Angst vor dem ersten Pinselstrich der mich wissen lässt, dass ich nun Stunden an dieser Arbeit verharren werde. Die Pinselstriche sind schnell und wild, zwischendurch höre ich immer wieder vor Konzentration kurz auf zu atmen. Die Musik im Hintergrund treibt mich voran, die Frage : Kann ich es noch nach so vielen Monaten? Sie erübrigt sich nach den ersten Pinselstrichen. Ich sehe mich lächeln und spüre wie die Anspannung meinen Körper verlässt. Nun beginnt der entspannte Teil der Arbeit. Immer wieder setzte ich den Pinsel ab, gehe ein Stück zurück um das Werk von Weitem zu betrachten. Nach Stunden ist der erste Teil beendet und ich verspüre unendliche Zufriedenheit und Stolz….

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So

01

Mai

2011

Scherz???

La Plaza

Am Abend kam Jon mit dem Beutel der Bäckerei sagte “hier deine Croissantes, es war nur ein Scherz.“ Ich sah nicht hinein, denn ich wusste, dass war nun kein Scherz mehr. Er wollte mich mal wieder auf den Arm nehmen und hatte sein angebissenes Teil vor mir aufgebaut. Komisch nur, warum ich es nicht als Scherz aufgefasst hatte? Darüber sollte er sich vielleicht mal Gedanken machen. Für mich ändert es nichts an der Sache. Denn mir hat dieser Streit, diese Wut einen Tag gekostet an dem ich nicht ins Atelier konnte um zu arbeiten, mir schlecht vor Zorn und Enttäuschung war. Und er hat mich bis zum Abend in dem Glauben gelassen. Er ist nicht gekommen und hat sich entschuldigt, sondern mir gesagt, mein Verhalten wäre kindisch. So einen Partner braucht niemand. Mein Respekt ihm gegenüber ist völlig dahin.

Nein ich bin nicht traurig. Warum auch. Es ändert sich nichts. Nur lasse ich gerade das zu, was ich seit Monaten weiß: Jon ist und bleibt ein Egoist. Mir hatte es nicht so viel ausgemacht, da ich zu sehr mit mir und meinen Gedanken beschäftigt war. Ich lebte mit ihm in seiner Wohnung, machte sauber, wusch unsere Wäsche, kochte jeden Tag. Jetzt wo er alleine wohnt, macht er sauber und bügelt seine Hemden selber. Er kommt nicht und fragt mich ob ich bei ihm essen möchte, er kocht für sich allein. Wir leben im Haus jeder sein eigenes Leben, jeder seinen eigenen Haushalt. Ich bin da wo ich hin wollte, nämlich hier um zu leben. Ich kam allein und lebe allein, doch ich habe Freunde, die Sonne, das Meer, meine eigene Wohnung und einen Job. Ich hab das was ich mir gewünscht habe. In einem warmen Land existieren zu können. Nun wird es Zeit mir zu wünschen, dass ich hier auch leben kann. Das heißt mich beruflich zu etablieren.

In der Nacht sprach mich ein Gast an. Sie fragte mich ob ich die Bilder die in der Bar hängen malen würde. Als ich ihr das beantwortete, fragte sie mich „Was machst du hier hinter der Bar?“ Keiner versteht das. Ich schon. Durch die Bar habe ich sehr viele Menschen kennen gelernt. Ich lebe. In Coburg hab ich meine Leben nicht verpennt, nein ich hab es verschlafen weil es mir zu langweilig war. Ich hab funktioniert wie man es von mir erwartet hatte, doch ich habe nicht gelebt. Nun lebe ich, doch vor allem durch den Job der Bar. Das werde ich Jon nicht vergessen. Natürlich hat er davon profitiert. Ein Geben und ein Nehmen. Nur halt nicht in unserer Beziehung. Diese Balance war nie ausgeglichen und hat nun ihren Höhepunkt erreicht. Er wird’s überleben und ich werde mich irgendwann wieder verlieben ..

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Sa

30

Apr

2011

Warum ein Croissant ein Trennungsgrund sein kann..

Traurig ist anders :-)

 Heute Mittag bin ich schnell in die Stadt um zum Schuster zu gehen und um Bilder abzuholen. Ich ging an unserem Lieblingsbäcker vorbei und nahm 2 Croissants und ein Stück Kuchen für Jon mit. Ich weiß dass er die Dinger liebt und wollte ihm wenn er aufwacht eine Freude machen. Ich esse sehr selten Süßkram da ich ja diese Glutenintoleranz habe, doch heute hatte ich richtig Lust drauf und freute mich Jon mit einem Croissant zu wecken und mit ihm zu Frühstücken.

Er stand gerade in der Küche um sich einen Kaffee zu machen und war grad 5 Minuten wach. „Ich hol mir schnell einen Tee und dann frühstücken wir gemeinsam, ja?“ sagte ich zu ihm. Ich sauste in meine Wohnung um den Tee zu holen. Als ich 5 Minuten später wieder zu ihm kam, war der halbe Kuchen weg, sein Croissant gegessen und von meinem die die beiden Enden. Ich sah Jon an und mir standen die Tränen in den Augen. Er lachte nur blöd. „Du bist das größte egoistische Arschloch das ich je traf“ schrei ich ihn an. Nahm meinen Tee, schüttete ihn über die Terrasse in den Garten und knallte die Tür bevor mir die Tränen vor Wut kamen.

Jetzt ist einfach gut. Ich hab mir nun genug bieten lassen. Ich mag nicht mehr. Ich hab das nicht verdient. Er ist ein riesen Egoist und nun hab ich ihm lange genug zugehört. Der Sommer beginnt, ich hab meine eigenen Wohnung, mein Atelier und im Juli eine große Ausstellung im „La Plaza“ für die ich nun viel arbeiten muss. Am Samstag eine Ausstellung mit der Künstlergruppe. Jetzt beginnt mein Leben, meine Sommer. Ich war nun lange genug allein und will mich wieder verlieben…

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Fr

29

Apr

2011

Calla..

Mein Mitbewohner Herr Gego

Sitze in meinem kleinen Garten mit einem Glas Schampus den ich mit Aperol gemischt habe, weil der ohne zu grauenvoll schmeckt. Die Flasche ist von Jons Geburtstag übrig geblieben. Nichts gegen 10 € Schampus, wie dekadent ich doch wieder bin, doch das Leben ist zu kurz um schlechten Wein oder Blubberwasser zu trinken. Die Gäste in der Bar trinken keinen Schampus, auch nicht wenn er im Angebot mit 29€ angeboten wird. Also trinken wir das Zeug mit Aperol.

 

Meine Callas sind nun eingepflanzt und bin echt stolz drauf, dass ich mit meinem pinkfarbenen Daumen Grünzeug hinbekomme, welches ich sonst nur Kiloweise esse. Mal sehen, die Blüten sind fast alle schon verblüht, doch dafür hab ich sie zu einem super Preis bekommen. 5 Töpfe für 20 €, ein Traum. Die Verkäuferin sagte schon, ich solle nicht traurig sein wenn sie nicht kommen, dann sind sie im nächsten Jahr wieder da. Ach egal, nun sind sie gepflanzt und ich freu mich dran. Morgen soll es wieder regnen, blöd! Ich kann mich erinnern, als ich im Juli ankam war es so heiß, dass ich nur mir Zewa im Dekolleté rumlief und es bis Dezember nicht geregnet hatte.

Meine Agave sieht grad aus wie ein Alien. Sie bekommt einen Blüte oder so was. Doch das Ding was da rauskommt ist jetzt schon 2m groß.

Morgen werde ich nun endlich mal ein paar Perlen drehen und ein Bild vorbereiten. Sollte das mit der nächsten Ausstellung im La Plaza klappen werde ich Porträts von berühmten Persönlichkeiten malen. Anfangen werde ich mit Carl Lagerfeld. Ich liebe ihn und seine dekadente Intelligenz. Sein Gedankengang ist so klar, dass ihn die Meisten gar nicht verstehen. Ich könnt ihm stundenlang zuhören und fresse jedes Interview mit ihm. John Galliano steht auch auf meiner Liste, allerdings bekommt er von mir einen neuen Bart verpasst ;-), Audrey Hepburn ein Muss und da fallen mir bestimmt noch ein paar ein.

Nun bin ich da wo ich hin wollte. Ich sitze im Garten und blicke auf meine Freundin, das Meer, meine eigene kleine Wohnung mit Atelier. Bis jetzt habe ich meine Ziele fast alle erreicht, den Rest mich beruflich zu etablieren, den werde ich auch noch schaffen.

Nun hat mir wieder jemand einen Job in einem sehr bekanntem Restaurant am Hafen angeboten. Er sah mich in der Bar und fragte mich was ich dort mache. Das fragen mich Viele. Ich habe mit der Erklärung, dass ich nicht alles aufgegeben habe, um Kellnerin zu werden freundlich abgelehnt. Sollte ich wirklich in der Gastro bleiben, dann sicher mit meinem eigenen Café oder Restaurant. Ich schieß hier die Drinks durch die Gegend und werde das sicher nicht zu meiner Profession machen. Klar vermietet mir Jon die Wohnung für wenig Geld und er hat all die Wünsche bei der Renovierung berücksichtigt, auch wenn das manchmal ein Kampf war. Doch mache ich auch sehr viel ohne dafür etwas zu verlangen, ich muss wieder in die Selbständigkeit zurück. Da bin ich hinein geboren worden und hab es auch gelebt. Da komme ich einfach nicht mehr raus und ich will es auch nicht, es ist mein Antrieb.

Grad als ich hier so sitze und schreibe denke ich, warum stellt Chiara ihr Fell so auf. Ich sehe mich um, da sitzt die schwarze Katze hinter mir auf der Mauer. Ich sah sie das erste Mal am Pool sitzen als Jon mich darauf aufmerksam machte. Seit dem füttere ich sie. Doch heute sitzt sie hier hinter mir an einer ganz anderen Stelle. Schönes Kompliment. Ich sprach sie an doch dann läuft sie weg. Macht nichts, ich kenne Katzen, sie wird wiederkommen und ich werde das nächste Mal nicht aufstehen wenn ich sie anspreche. Tiere verstehen mich gut und ich sie, besser als die Menschen …..

 

2h und ich komme gerade nach Hause. Den Abend beendeten wir im Blanco & Negro. Dieser Abend in diesem Lokal ist Kultur. Heute waren 7 Gitarristen am spielen und eine Klarinette. Es wird spanische Volksmusik gespielt und gesungen. Man kann es nicht beschreiben, es ist wundervoll. Die Musiker treffen sich spontan an diesem Tag und man kann nie vorher sagen wer kommt. Doch das sie sich alle kennen können sie improvisieren und machen ein High Light aus dem Abend. Durch den Club kenne ich die meisten Musiker hier. Viele wissen dass ich singe und heute baten sie mich wieder mich zu ihnen zu setzten und zu singen. Es ist ein so schönes Gefühl dazu zu gehören, nicht fremd zu sein, sondern einer von ihnen, den Musikern. Ein Abend der mich sehr glücklich sein lässt…

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Do

28

Apr

2011

Grrrr...

Dieses Verdammte Windows. Da hab ich meinen Blog geschrieben und dann fährt der einfach mal den PC runter ohne Ankündigung um Apdates zu installieren und dann ist alles weg. Grrrr…

Ich hab so wenig Zeit zum Schreiben, bin am einräumen vom Haus. Es hängt so viel dran bevor man sich wohlfühlt. Die Heizkörper die ich angebracht habe musste ich auch in den letzten Tagen benutzen, weil es so regnete und kalt war. Im Haus ist alles klamm. Daran muss man sich gewöhnen. Es ist einfach anders als in der Stadt. Meinen kleinen Garten hab ich mir schön gemacht. Er besteht aus drei Ebenen. In der Ersten sind die Kräuter gepflanzt, in der Zweiten wächst eine riesige Agave und ich hab einen Aloe Vera eingesetzt die ich aus Jons Garten habe. In der Mitte ist ein Beet das ich mit ganz vielen Callas bepflanzen werde. Ich liebe diese Blume und mal sie am liebsten. Da sie Schatten braucht ist der Platz perfekt da sie diesen von der großen Dattelpalme in der dritten Ebene bekommt. Dort stehen zwei Korbstühle und ein Tischchen . Wenn ich hier oben sitze kann über den Garten auf meine Terrasse sehen. Es ist wundervoll. Heute ist mein freier Tag und ich treffe mich mit Herbert in der Bar um Songs zu üben. Herbert ist ein sehr netter Schweizer Herr und spielt Saxophon. Nächste Woche werden wir in der Arena zusammen auftreten. Herbert und seine Frau leben schon unendlich hier und er ist jemand dem ich gerne zuhöre wenn er mir Tipps gibt.

Das Leben mit Jon ist im Haus viel ruhiger geworden, Der ewige Streit wegen seiner Unordentlichkeit die natürlich nur mich verrückt macht fällt komplett weg. Eine komische Beziehung die wir da leben. Ich wohne Tag und Nacht in meiner Wohnung und er in seiner. Eigentlich sind wir mehr Freunde als was anderes. Doch wenn er dann doch mal mitbekommt, dass sich ein Anderer für mich interessiert, bekommt er einen Anfall, das nicht mehr witzig ist. Dann will er wieder nur Freundschaft und dann doch nicht. Der Mann macht mich noch wahnsinnig. Wenigstens weiß ich was ich will. Meine Ruhe!

Jetzt geht auch endlich der Gasherd, nachdem ein Installateur da war, doch der Strom fällt nach wie vor jeden Tag zwei Mal aus. Gestern Abend hab ich dann endlich mal mein Atelier umgeräumt und entdeckt, dass da noch zwei riesige Kartons mit Sommer Klamotten aus Coburg sind. Was für eine Freude als ich meine olle Jeans rausholte und auch noch reinpasse. Viele sprechen mich an, ich sei so dünn geworden, doch das ist so nicht richtig. Ich hab nur wieder meine alte Figur, die die ich mein Leben lang habe. Mein Körper hat sich umgestellt. Das Antihistamin tut mir so gut. Ich fühl mich stark und gesund und ich fress wie ein Scheunendrescher. Sport mach ich immer noch nicht. Gut, das was ich hier im Haus mache ist mehr als Sport.

Ein Manko hat das Haus allerdings. Die Nachbarn mit ihren Hunden. Sie lassen sie überall hinscheißen. Jeden Morgen hab ich einen riesigen Haufen vor meinen Eingang. Jon ist nun auch langsam sauer und will mal mit dem Nachbarn reden. Er ist genau der Deutsch-Blödmann, den man nicht haben muss. Seine zwei riesigen Hunde kläffen den ganzen Tag vorm Tor und machen Haufen wie Häuser so groß. Nicht gerade ein Vergnügen. Sie lassen die Hund auch aufs Grundstück und wenn man was sagt, dann kommt da ein „ Bringen sie doch endlich mal ein Tor an“ Ja, genau so was hat mir in der Nachbarschaft gefehlt. Aber auch im Paradies gab es die Schlange, gelle…

 

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So

24

Apr

2011

:-)

Blick von Marquesa 6

Gestern war eine super Nacht im Club. Viele Madrilenen sind zu den Ostertagen in Denia und das verleiht dem lässigen Denia ein wenig Eleganz. Nun arbeite ich fast ein Jahr in der Bar und erkenne viele Gäste wieder. Anscheinend habe ich bei einigen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, denn sie sprechen mich an und fragen mich wie es mir ergangen ist in der Zeit. Sie bemerken das mein Spanisch besser geworden ist und ich mir ihnen plaudern kann. Gestern schenkte mir wieder mal ein Paar eine Rose, wegen meinem Service. Das kommt häufiger vor, vor allem von Frauen, dass macht mir Spaß. Die Arbeit bei Willem in der Arena ist eine Abwechslung, da es völlig andere Gäste hat, viel Ältere und wenig Spanier, doch den Stress und die Spanier möchte ich nicht wissen. Das Gefühl wenn der Laden bis oben voll ist, man kaum noch durchkommt und dann noch ein Tablett versucht zu balancieren. Die Musik die so laut ist, dass man den Gästen von den Lippen lesen muss. Ich sowieso, da ich mir in die Ohren kleine Tampons aus Taschentuchpapier stopfe um mich zu schützen. Die Arbeit mit meinem Kollegen der wie unsere Aushilfe immer noch einen Witz auf der Backe hat obwohl es stressig ist und du nicht mehr weißt wo dir das Kopf steht. In dem Moment funktionieren wir alle. Da sind wir ein Team. Wir haben schon einen echt lässigen Job und oft sehr viel Spaß. Unsere Aushilfen sind immer gut gelaunt, über meinen Kollegen könnte ich Tränen lachen wenn er seine Show hinter der Bar abzieht und tanzt wie eine Diva. Im Moment passen wir alle gut zusammen. Und selbst wenn´s mal Probleme untereinander hat. Wer ist schon perfekt? Von uns keiner, unser Boss eingeschlossen. Ich würde mir nur wünschen, dass wir mehr miteinander reden wenn´s mal ärger gibt um keinen bitteren Nachgeschmack zu hinterlassen, doch das wäre ja dann perfekt, wie langweilig…

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Fr

22

Apr

2011

Wetter schlecht..

Gestern den Garten schön gemacht. Heute vom Regen verwüstet. Ich hab das Gewitter und das Donnern nicht mitbekommen so fest hab ich geschlafen. In Deutschland ist grad schöneres Wetter als hier. Es regnet immer wieder. Aber es ist noch so viel im Haus zu tun, dass ich eh keine Zeit hab um mich in die Sonne zu legen. Gestern hab ich Heizkörper angebracht, Regale aufgehängt, Haken angebracht, Handtuchstangen und Lampen. Mein Liebstes, die Bosch Bohrmaschine. Jon lacht jedes Mal wenn er sieht was ich für einen Spaß dabei hab.

Vor Gartenarbeit hab ich mich ja immer gedrückt, doch mein Gartenanteil ist überschaubar und den mach ich mir schön. Drei Stunden Unkraut gezupft, Dreck und Bauschutt entfernt. Die alten Korbstühle die Jon wegwerfen wollte hab ich abgeschrubbt und neu besprüht. Ich werde mir Callas kaufen und einpflanzen. Sie ist die Blume die ich am liebsten habe und male. Bei meiner Freundin Gisela wachsen sie im Schatten und das ist mit meinen Garten ideal. Dann brauche ich Lavendel und eine Banane. Ach schön..

Internet haben wir noch nicht im Haus, somit muss ich ins Cafe oder in die Bar. Nun gut, es gibt schlimmeres. Nur meinen Tatort vermisse ich. Deshalb werd ich mir einen Schüssel besorgen um ein wenig fern zu sehen. Das hab ich seit einem Jahr nicht gemacht. Ich brauche dringend spanisches Fernsehen.

Alles zu seiner Zeit. Jetzt bin ich erst mal happy mit der Wohnung im Haus für mich allein. Kein Streß mehr mit Jon wegen der Putzerei, perfekt!

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Mi

20

Apr

2011

Hermes...

Als ich vorgestern in den Club zum Arbeiten kam, war ich früher da als sonst, da wir seit dem Umzug kein Internet im Haus haben. In der Bar hat es Internet und ich wollte meine Post checken. Ich saß keine 5 Minuten kam der Lebensgefährte unseres Mitarbeiters auf mich zu um mit mir über den letzen Blogeintrag zu reden. Er echauffierte sich darüber das ich mir erlaubte über „unsere“ Mitarbeiter zu reden. „Gehört dir die Hälfte vom Club“ fragte er mich mehr als ein Mal. „Wie kannst du von unseren Mitarbeitern reden, wenn dir der Club nicht gehört, hm! Du bist ja nicht einmal die Freundin von Jon!“ ???? Egal was ich erwidern wollte, er fiel mir sofort lautstark ins Wort. Ein Gespräch mit ihm war nicht möglich. Und als er mir auch noch drohte, das ich Ärger mit ihm bekomme, sollte ich den Blogeintrag nicht rausnehmen, stand ich auf und ging. Reine Zeitverschwendung. Allerding muss ich sagen, die Buschtrommeln funktionieren hervorragend. Nachdem mein Kollege, nicht in der Lage ist mit mir zu reden, da er mir ja ständig sagt, dass er nur mit Jon reden würde und nicht mit mir, habe ich ein hervorragendes Medium mit meinem Blog zumindest das zu sagen, was ich möchte. Ich weiß ja dass es gelesen wird J

Doch mein Kollege spricht immer noch nicht mit mir, sondern schickt seinen Lebensgefährten zu mir. Nur mit ihm will ich nicht reden, denn er arbeitet nicht mit mir. Ich sag zu ihm „ Beschwer dich bei Jon“ Da bekomme ich zur Antwort „ Den interessiert das nicht“ Klar, weil ihm das auch zu doof ist. Was soll er mit dem Lebensgefährten sprechen, der hier nicht arbeitet. Käse. Jon weiß eh was ich schreibe, da wir miteinander reden.

Und zu dem Thema „Unser Mitarbeiter“ : Wenn man sich mit seiner Firma oder Arbeitsplatz identifiziert, dann spricht man von seinen Mitarbeitern oder auch „Unsere Firma“, auch ohne das zB. dem Maschinenschlosser die Firma mit 200 Mitarbeitern gehört. Es ist ein Gemeinschaftsgefühl und Ausdruck und hat nichts mit Besitzanspruch zu tun.

Da wird sich darüber aufgeregt dass ich den Kollegen habe zum essen gehen lassen. Aber warum fragt er mich, wenn ihn meine Meinung nicht interessiert. Er macht doch eh was er will und wenn er sich es herausnimmt zur besten Samstag Nachtzeit auf die Terrasse zum Essen zu gehen und Jon das mitbekommt, ist das doch nicht mein Problem! Ich würde mir das nicht rausnehmen. Somit kann man mir drohen so viel man will, interessiert mich alles nicht. Seit ich in der Arena arbeite, weiß ich wie locker bei uns gearbeitet wird. Willem ist ein toller Chef und die Mitarbeiter verstehen sich super untereinander, seit Jahren. Doch eines ist sicher, niemand würde nur daran denken wären seiner Arbeitszeit sich zum Essen zu verabschieden oder 6 mal zum Rauchen zu gehen.

Davon abgesehen hatte ich den Kopf eh mit wichtigeren Dingen voll. Den eine halbe Stunde zuvor hatte ich einen Hund, den ich schon seit Wochen beobachtete und dieser immer auf der Straße ist zu der ich herunter fahre, schlafend und eingerollt an einer Hausmauer, entdeckt. Neu war mir, dass er zu dieser Uhrzeit auch dort ist. „Jon, wenn er beim Nachhause kommen immer noch auf der Straße ist, nehme ich ihn mit nach Hause.“

Um 4h lag er immer noch dort und ich hab ihn mitgenommen.

Er ist schwanzwedelnd mit mir nach Hause gelaufen. 10 Zecken hab ich ihm raus gedreht, dann hat er sich auf der Decke in der Küche eingerollt. Am Morgen wurden wir lachend begrüßt. Er hatet ein wenig gefressen und einen Kauknochen verdrückt. Nachdem er doch sehr schmutzig war, entschloss ich mich ihn zu duschen. Kein Hund mag das und es war ein Akt. Aber, anschließend war er ein superschöner Hund. Bernsteinfarbene Augen, Mischlingspodengo, etwas größer als Chiara, hellbraun. Ok, dachte ich, gehen wir ein wenig spazieren, damit er trocken wird. Ich legte ihm ein neues Halsband an und ging aus dem Grundstück. Kaum auf der Straße rannte „Hermes“ schon die Straße runter. Ich und Chiara hinterher. Jedes Mal als ich in seine Nähe kam, sprang er weg, so als wollte er mir etwas zeigen. Auf einmal sprang er über die Mauer unter der er in der Nacht lag. Dieser Sauhund! Er hat ein Zuhause. Er kam nicht mehr aus dem Grundstück und ich marschierte wieder zurück. Kurze Zeit darauf fuhr ich in die Stadt und durch diese Straße. Da stand „Hermes“ mit zwei anderen Hunden auf der Straße und strahlte in neuem Glanz, frisch gebadet und mit 100€ Halsband von Chiara. Als ich ausstieg, kam er auch schon auf mich zugesprungen. Ich ergriff die Chance und wechselte die Halsbänder aus, da sprach mich die spanische Nachbarin mit den anderen Hunden an. Ich erzählte ihr die Story und sie lachte. „Das hätte von mir sein können“ sagte sie freundlich und erzählte mir, dass der Hund immer vor dem Grundstück liegt und er spanische Besitzer habe. Somit hatte „Hermes“ eine Abenteuer und ich eine Nacht einen zweiten Hund…. Aber nun werd ich drei Mal hinsehen bevor ich wieder einen Liebling mit nach Hause nehme…

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Mo

18

Apr

2011

Lucky..

Er trägt ein rotes Halsband. Bitte wenn ihn Jemand sieht nehmt ihn mit und bringt ihn mir, bitte!!

Nicht einen Moment überlegt.

Heute Mittag bin ich mit den letzten Sachen ins Haus gefahren. Ich wollte den Rest ausladen und dann beim Umzug helfen. Als ich an den Mülltonnen vorbei kam, lag ein Mischlingshund eingerollt im Schatten der Mülltonnen. Ich sah niemanden und hielt an. „He Guapo, was ist mit dir?“ fragte ich ihn. Er hob den Kopf , sah mich an und rollte sich wieder ein. Ok, dachte ich, wenn ich zurückkomme und er liegt immer noch hier, dann werde ich ein ernstes Wort mit ihm reden. Ca. eine Stunde später führ ich zurück und er lag immer noch vor den Mülltonne im Schatten. Ich parkte mein Auto und stieg aus. Langsam ging ich auf ihn zu. Er hatte keine Angst und ließ sich streicheln. In dem Moment kommt ein deutsches Ehepaar um den Müll zu entsorgen, doch sie kannten den Hund nicht. „Ich hab schon drei Hunde ins Tierheim gebracht die ich gefunden hatte“ sagte sie zu mir. Puh, was mach ich nur, dachte ich. An den Tonnen lagen Klamotten rum. Ich nahm ein Shirt und nahm es als Leine. Der Hund sprang sofort ins Auto und rollte sich ein. Ok, dann hab ich halt einen mehr. Als ich im Appartement ankam, sah mich Jon lächelnd an und sagte „Neuer Bewohner?“ Hm.. Er streichelte ihn und lachte. Ok, morgen gehe ich zum Tierarzt und frage ob er einen Chip hat. Vielleicht wird er ja auch vermisst, was eher unwahrscheinlich ist.

Lucky, wie wir ihn nannten, war nun den ganzen Tag beim Umzug dabei. Chiara hat ja eh kein Problem mit anderen Hunden und war völlig relaxt. Als er im Haus war und ich die Tür schloss, stand er davor und kratze daran. Ich öffnete die Tür und er rannte hinaus. „Lucky“ rief ich ihm hinterher „Ich kann dich nicht einsperren, doch wenn du hier ein Zuhause suchst, wirst du es finden.“ Er ging zur Straße. Ich ging ins Haus um die Kisten auszupacken. Nach 10 Minuten stand er wieder an der Tür. Dann fing er auch endlich an zu fressen. Den ganzen Tag ging er mit mir und Chiara ohne Leine und folgte aufs Wort. Ich wollte ihn nicht anbinden, er sollte sich nicht eingeengt fühlen. Sein Fell war gepflegt und er roch gut. Eigentlich wollte ich nie einen Rüden, doch im Moment bekomme ich eh alles was ich nie wollte und es tut mir unheimlich gut. Schnell hatte ich mich damit abgefunden noch ein Tier zu füttern. Jon sagte, er habe einen guten Charakter und würde gut zu uns passen. Ja, er bellte nicht einmal und war verschmust wie Chiara. Vom Typ ihr sehr ähnlich und er hatte kein Problem mit dem Autofahren.

Als wir von der letzten Tour kamen war es schon dunkel. Lucky und Chiara sprangen aus dem Auto und ins Haus. Doch nach 5 Minuten rannte Lucky zur Straße. Ich rief ihn doch er kam nicht zurück. Jetzt ist es Stunden später und ich war wieder bei den Mülltonnen um ihn zu suche, doch Fehlanzeige.

Ich bin traurig darüber. Doch für mich sind Hunde sehr intelligente Tiere. Er hat gefressen und er ist vom Haus aus weggelaufen. Sollte er zurückkommen dann weiß er den Weg. Ich werde mich hüten ein Tier festzuhalten das trauert und seine Familie sucht. Ich bin mir sicher Jemand hat ihn an den Mülltonnen ausgesetzt und er wartete dort, dass sie zurückkommen. Ich werde morgen wieder nach im suchen. Ich weiß das Tiere mich verstehen, ich spreche mehr als drei Sprachen. Seelen suchen sich ihr Zuhause selber aus und wenn dieser Hund zu mir möchte wird er wiederkommen und ich werde ihn herzlich aufnehmen…

Ein spannender Tag. Jon und ich hatten lecker Essen vom Inder und ich öffnete einen Brolio 2003 ein Chianti Classico vom Feinsten. Es war die letzte Flasche von 12 und es war der richtige Anlass. Mien Traum hat sich erfüllt und es fühlt sich gut an, verdammt gut. Ab morgen bin ich wieder Künstler und im meinem Atelier tätig um die nächste Ausstellung zu bestücken….

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So

17

Apr

2011

Kein Abend wie jeder Andere..

Kein Abend wie jeder Andere..

Seit langem ein mittelmäßiger Abend im Club und wenn die Geschäftsführer der Nachbarrestaurants und Bars in die Straße kommen um zu sehen wie viel bei den Anderen los ist, weiß man dass es überall gleich war. Nur das Neue neben uns war recht voll. Rock gab´s heute nicht, da die Band absagen musste und wir hatten Ersatz. Sehr guten Ersatz eines Duos die Salsa und Cubana Musik machten. Da konnte auch keiner auf dem Stuhl sitzen bleiben.

Doch es gab mal wieder Stress mit einem Anderen der-übers-Wasser-kam. Ein Gast hatte sich völlig zurecht über diesen beschwert und ihn beschimpft. Den Gast konnte ich beruhigen und den Herrn der-übers-Wasser-kam, ging. Als er wieder kam, gab ich ihm ein Zeichen das er gefälligst draußen zu bleiben hat. Das gefiel ihm nicht und er wollte mit Jon reden. Der aber nicht mit ihm und sagte wohl zu ihm er hat keine Lust mit ihm zu reden. Da wurde der-übers-Wasser-kam aggressiv und schubste Jon. Ich nahm das Handy und sagte wenn er nicht sofort verschwindet ruf ich die Polizei. Er ging. Wieder einer weniger den ich nicht mehr bedienen werde. J

Jon war eh auf 180 weil sich unser Mitarbeiter zuvor auch noch auf die Terrasse verdrückte um zu essen. Samstagnacht zu besten Zeit! Selbst wenn grad mal alle bedient sind weißt du nie ob nicht im selben Moment ein neuer Schwarm eintrifft und dann steh ich alleine da. Schon dreist. Seine Antwort zu Jon war, er habe heute noch nichts gegessen. Nur, wen interessiert das, sein Dienst geht um 22h los, da hat er ja wohl genug Zeit gehabt, oder?

Im selben Moment als der Mitarbeiter wieder hinter der Bar stand, kam ein Gruppe von 6 Spaniern, die zuvor schon an der Tür standen aber ins Dorian Grey verschwanden, da die Musik noch nicht angefangen hatte. Wie versprochen kamen sie nach einem Drink im neuen Lokal in unseres zurück. Doch unser Mitarbeiter servierte ihnen nur 2 Drinks. Ich wartete einen Moment und fragte die Gruppe dann was noch fehlen würde. Die sagten mir die anderen 4 wollten nichts trinken. Ich sah sie lächelnd an und erklärte ihnen dass sie sich in einer Bar befinden und wir keinen Eintritt für die Life Musik verlangen usw. Ich verkaufte noch 2 Drinks. Als ich zu unserem Mitarbeiter ging um ihn zu bitten den Gästen zu erklären dass sie verpflichtet sind etwas zu trinken, machte der sofort wieder einen auf doof und schrie mich an „Ich rede nicht mit dir, nur mit Jon“ Typisches Verhalten von ihm und nichts Neues für mich. Als ich Jon heute Morgen fragte, ob der Mitarbeiter wegen dieser Situation mit ihm geredet hat, schüttelte er nur mit dem Kopf.

Jon ist wirklich sehr lange ruhig und sagt nichts, doch er hat ein Gedächtnis wie ein Elefant…

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Sa

16

Apr

2011

Sonntag wird umgezogen..

Meine wenigen Sachen die ich in der Wohnung von Jon hatte sind schon im Haus verstaut. Es fehlt nur noch das Bett, der Küchenschrank und 2 alte Sessel für die Terrasse. Da Jon diese Möbel nicht möchte darf ich sie in der Wohnung haben. Meine Möbel kommen ja erst übernächste Woche aus Coburg und dass sind genau 4 Teile. Vor vielen Jahren hatte ich mir für mein Loft einen Traumtisch gekauft. 400 Jahre altes Kirschholz aus der Toskana, 3,5m lang und 90cm tief. Diese Tafel war immer der Mittelpunkt im Loft. An diesem Tisch gab ich Menüabende und Feiern. 12 Jahre stand er im Loft. Nach dem Auszug im Laden und seit einem Jahr eingelagert. Verkaufen wollte ich ihn eigentlich nicht, weil ich das Teil echt liebe. Meinem Freund, der mir den Tisch damals im seinem Bulthaup Studio Nürnberg besorgte sagte ich, sollte er Jemanden haben der den Tisch so liebt wie ich und mir Schmerzensgeld dafür bezahlt, würde ich ihn verkaufen. Ja, und das ging nun ganz schnell. Diese Tische werden so nicht mehr hergestellt und man wird es nicht glauben, aber ich habe mehr dafür bekommen als ich bezahlt hatte. Nun ist er weg und wieder ein Stück von meiner Vergangenheit gegangen. Gut so.

Ich werde immer flexibler und mein materieller Besitz überschaulicher. Genau das wollte ich so. Nie war ich flexibel, spontan. Immer hatte ich das Geschäft an der Backe, Pferde, Verantwortung, Verpflichtungen. Jetzt hab ich nicht mal mehr einen Handyvertrag da ich mich nicht mehr binden möchte. Ich könnte theoretisch morgen nach Argentinien um dort zu leben oder nach Nimmerland. Ein wundervolles Gefühl. Doch erst werd ich mal in mein Traumhaus einziehen um meinen Traum zu leben. Ich möchte wissen wie es sich anfühlt, wenn ein Traum Wirklichkeit wird. Bin ich dann traurig, glücklich? Werde ich einen neuen Traum haben um wieder den Weg als Ziel zu sehen?

Doch zuvor noch ein Weg: Der Umzug….

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Mi

13

Apr

2011

Miezkatz..

So, nachdem ich mir angehört habe wo denn nun meine neuen Blogeinträge bleiben, werd ich das hiermit nachholen.

Im Moment hab ich kaum Zeit zum Schreiben, da ich einfach nur noch mit dem Umzug beschäftigt bin. Jeden Tag karre ich Kisten und Klamotten ins Haus. Bohre Löcher in die Wand um Ausstellungsleisten anzubringen, Haken oder was sonst halt alles so aufgehängt werden muss. Ich liebe meine Bosch. Was ich hier vermisse ist ein Hornbach oder so was. Der nächste Markt dieser Art ist in Gandia, 30 km entfernt.

Bis jetzt ist alles eingerichtet, es fehlen nur noch die Möbel von der Wohnung, doch diese sind am Sonntag dran. Von dem Stress ist mal wieder mein PNZ ausgebrochen und ich habe Blasen an den Fingern die hoffentlich nicht aufgehen, aber es tut mir weh bei jedem Griff den ich tue. Ist halt so, kann´s eh nicht ändern.

Als ich gestern meine Katzen an den Mülltonnen füttern wollte, stand dort ein Auto und ein Ehepaar dass die Katzen fütterte. Wir kamen ins Gespräch und ich erfuhr, dass sie, Deutsche und eine Engländerin sich abwechselnd kümmern würden und die Tiere auch kastrieren lassen. Prima. Hilda und Peter sind voll nett und gehen regelmäßig auf den Markt um Krusch zu verkaufen und damit die Katzen zu finanzieren. Als ich heute Abend aus dem Fenster in den Garten sah, saß da eine schwarze Katze am Pool. Man sieht den Katzen vom Weiten an, ob sie wild sind. Das Fell ist stumpf und sie sind sehr ängstlich. Da ich immer Futter im Auto habe, holte ich eine Dose und stellte sie vorsichtig in den Garten. Die Katze sah mich und beobachtete mich ängstlich. Ich kam ihr nicht zu nah und ging wieder nach dem ich das Futter abgestellt hatte. Es dauerte ein paar Minuten bis sie sich an das Futter getraut hat und sah sich immer wieder beim Fressen um. Nun gut. Somit hab ich meine Katzen im Garten um die ich mich kümmern kann. Auch nicht schlecht.

Gestern hatte ich bei Willem im Restaurant an der Bar gearbeitet. Ich mach das jetzt jeden Dienstag und anschließend singe ich eine halbe Stunde. Es ist eigentlich mein freier Tag, doch ich arbeite von 20h bis 22h und vor 1 oder 2h kann ich eh nicht schlafen. Davon abgesehen bezahlt er mich gut für die Stunde und ich lerne wieder neue Leute kennen, denn bei ihm ist das Publikum viel älter. Da ist mein Jazz auch gut aufgehoben. Die Gäste genießen diese Musik doch mehr als unsere Gäste im Club. Die wollen Stimmung, mein Jazzvocal ist eher ruhig. Somit hab ich den Kikii Tag vom Club in die Arena verlegt und glücklich, dass es so gut ankommt.

Vorhin hat meine spanische Freundin aus Madrid angerufen um sich in Denia anzumelden. Was für eine Freude. Sie ist bis Mitte nächste Woche hier und ich kann sie zu mir ins Haus einladen, denn ab Montag bin ich fertig. Ich warte dann nur noch auf die restlichen Möbel von Deutschland….

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Fr

08

Apr

2011

Puh...

Im Moment weiß ich nicht wo mir den Kopf seht. Das Haus steht in den letzten Startlöchern.

Mit dem Streichen bin ich nun endlich fertig. Die Lasuren brauchen Zeit und oft sind es 4 Schichten. Das Kaminzimmer werde ich mir als Chillout- Raum einrichten. Die Wände habe ich tiefrot gestrichen

und durch eine rotbraune Lasur haben die Wände tiefe erhalten. Die Küche bekam ein sehr helles Gelb-beige und zwei Wänden in grün-goldener Lasur. Das Bad eine braune Lasur. Klingt erst mal seltsam, doch die Bilder erklären sich dann von selbst. Die kommen aber erst wenn ich fertig bin. Es fehlen immer noch die Lampen, die Waschmaschine ist noch nicht angeschlossen und das Waschbecken im Bad ist nicht zum benutzen, da es leckte und ich auf Ersatzteile warte. Doch nach dem ich nun die Böden 2 Tage geschrubbt habe konnte ich es mir nicht nehmen lassen einige Kisten für die Küche auszupacken. Im Regal stehen nun meine 100 Gewürze die ich für meine indische und asiatische Küche brauche. Im Regal stehen meine Kochbücher und die ersten Buddha. Das alte Hängeschränkchen aus dem 18.Jahrhundert meines Großvaters hängt samt Holzwürmer im Eingang an einer blaulasierten Wand. Wunderschöner Stilbruch. Meine Mutter wollte es seinerzeit verschenken, da sie keinen Platz hatte, doch ich hänge an dem alten Zeug und hab es mir geschnappt, weil ich es habe hier hängen sehen. Die restlichen Möbel aus dem Lager samt Bubble Chair kommen nach Ostern. Solange müsst ihr Euch noch auf die Bilder gedulden.

Nachdem alle Handwerker die meine Lasuren gesehen haben, dermaßen begeistert sind, werde ich das hier mit zu meinem Business machen. Aber dazu mehr wenn ich fertig mit dem Haus bin. Mein Kopf platzt schon wieder vor Ideen seit ich mich so gesund fühle und Bäume ausreißen kann.

Die Sonne war heute so richtig heiß und ich hatte das erste Mal in dem Jahr Sandalen an. Auf meiner Terrasse ist den ganzen Tag Sonne und ich muss mir einen Liegestuhl kaufen und einen riesigen Sonnenschirm, damit ich draußen arbeiten kann.

Als Jon das Haus übernommen hatte, war es voll mit alten Möbeln. Das meiste Zeug verschwand im Müll, doch ein paar Teile hab ich mir unter den Nagel gerissen um sie zu restaurieren. Sie sind nichts Besonderes. Drei Stühle und 2 Schränkchen. Aber sie passen genau in mein Bad und die Stühle zum Tisch. Ich hab sie erst mal mit dem Schlauch abgespritzt da sie extrem von den Handwerkern eingedreckt waren. Denkt ja keiner dran das Zeug abzudecken. Einmal Sonne und schon waren sie trocken. Nun sind die Stühle rot gestrichen und bekommen morgen einen goldenen Anstrich. Die Schränkchen sind blau und morgen Silber. Nächste Woche wird der Umzug organisiert. Ich kann es kaum erwarten auf der Terrasse zu sitzen und einen der drei mitgebachten Barolo zu entkorken. Seit Jahren warte ich auf den richtigen Moment. Doch das wird einer von diesen Momenten sein…

 

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So

03

Apr

2011

Joggen am Meer...

 Es ist 21h und die Sonne hinterlässt ein Licht, dass sich im Meer widerspiegelt. Fast ein wenig kitschig, doch es ist keine Postkarte, es ist die Wirklichkeit. Das Blau des Himmels geht in ein Lila über, das sich in einem unbeschreibliches grau-blau auf dem Meer abzeichnet. Ich wünschte mir in diesem Moment meine Staffelei und Farben herbei. Doch diese stehen noch im Haus verpackt in Umzugskisten. Meine Leidenschaft das auf die Leinwand zu bringen was mich die letzten Monate beschäftigt hat, das was mich hat zweifeln lassen und das was sich gerade in diesem Moment an dem ich am Meer laufe sich in diesem Bild auflöst, macht mir klar wie wundervoll mein Leben doch ist. Ich rieche die Orangenbäume in der Stadt, die gerade wieder blühen nachdem sie ihre saftige Frucht gerade abgeworfen haben. Ich spüre den warmen Wind der mich berührt und mir sagen will „Der Winter ist vorbei“. Ich laufe im Shirt, der Schal ist schon für die nächsten Monate verstaut. 4 Monate Winter geschafft. Nun beginnt das Leben von Neuem. Die ersten Touristen sitzen rotgebrannt in den Cafés und wünschten einen Moment ich zu sein. Die die es wagte den Schritt über Grenzen zu gehen und alles hinter sich zu lassen ohne Angst sich in ein neues Leben zu stürzen, ohne einen Moment nach hinten zu sehen, alleine ohne Background. Doch das Glück gehört den Mutigen, denen, die diese Grenzen wagen zu überschreiten. Dieser Blick auf das Meer, das macht es mir wieder bewusst, warum ich das alles auf mich genommen habe, nur ein Meermensch kann das verstehen, ein Mensch für den Kälte Scherz bedeutet, ein Mensch der die Ferne braucht um atmen zu können. Jetzt erst wird mir bewusst wie wenig Luft ich zum Atmen hatte als ich noch in der Heimat lebte. Doch die Heimat ist dort wo sich meine Liebe befindet und meine große Liebe ist dieses wundervolle Meer. Jetzt bin ich glücklich, denn ich bin angekommen…

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Mi

30

Mär

2011

Was ich alles meiner Heimat zu verdanken habe..

 

  

Was ich alles meiner Heimat zu verdanken habe..

Ich solle mal aufhören mein Nest zu beschmutzen, denn ich hätte von meiner Heimat viel profitiert. Ach ja? Ich hab genau so viel profitiert, wie ich geleistet habe. Das ich einen guten Kundenstamm hatte, habe ich sicher nicht meiner Heimat zu verdanken, sondern meinem Perfektionismus und meinem Service am Kunden. Somit habe ich wie alle anderen jeden Monat meine Steuern bezahlt und mich am sozialen Netzwerk beeidigt. Ich habe 25 Jahre fleißig Beitrag geleistet damit Arbeitslose ihr Auskommen haben und ihren Kinderchen was zu essen kaufen können. Doch wenn ich nach 25 Jahren Pleite gegangen wäre, hätte ich zum Sozialamt gemusst. Meine Heimat gab mir nicht mehr oder weniger als ein anderes Land. Zwischenmenschlich war ich immer ein Einzelgänger, da ich auf Oberflächlichkeit im Privaten kein Wert lege. Freude hatte ich immer wenig und das ganz bewusst, da ich Freundschaft auch gerne als diese pflege. Deshalb habe ich sehr wenig „Freunde“ in Facebook. Freundschaft ist für mich ein ganz besonderes Wort, das ich nicht leichtfertig in den Mund nehme. Nicht viele kommen mit meiner Denke klar und ich buhle nicht danach. Ich ticke einfach anders. Eine Aushilfe die ich sehr mochte, da sie nie ein Blatt vor dem Mund genommen hatte, sagte mal zu mir „Mensch, du hast echt einen Knall“. Das hat sie ernst gemeint und ich wusste das. Sie hat das auch nicht böse gemeint, sondern wollte damit ausdrücken, das ich einfach völlig anders bin als viele. Ist es einfacher zu sein wie Viele? Ich frag mich das nicht, denn ich bin wie ich bin und das ist gut so.

Im Laufe der Jahre bin ich stark geworden gegenüber Belehrungen oder übler Nachrede. Mir zu sagen, dass ich vielleicht auch mal anders gedacht hatte zeigt doch nur eins: Ich bin nicht stehen geblieben und hab mich weiter entwickelt. Wie schlimm wäre es wenn ich noch wie eine 16 Jährige denken würde oder eine 26 Jährige. Das ist doch das Wundervolle am älter werden.

Nein, es macht mir nichts aus, wenn Menschen denken ich gehe einen falschen Weg. Er ist falsch in deren Augen, doch nicht in den Meinen. Jeder Schritt den ich gehe ist korrekt, selbst wenn ich entscheide dass es diesen nicht gebraucht hätte, hat er mich um eine Erfahrung reicher gemacht. Das ist Leben im vollem Maß. Ich überlege nicht ob es richtig oder falsch ist, ich höre nur auf meinen Bauch, auf meine Intuition. Ich bin ein Fisch. Jeden Fehler den ich gemacht hatte, habe ich nicht bereut , denn er hat mich weiter geführt in meinem Lebensweg. Ich bin angstfrei vor Fehlern, denn sie gehören dazu. Nur wer Fehler macht kann daraus lernen.

Ich weiß das Viele diese Worte nicht verstehen. Müssen sie auch nicht, denn ich schreibe nur für mich und diejenigen die es interessiert. Auch erwarte ich nicht das man mich versteht, denn die wenigsten der Leser kenne mich persönlich und selbst die die mich kennen verstehen mich oft nicht. Selbst wenn ich Momente habe in denen ich traurig und nachdenklich bin, meine Persönlichkeit und Selbstbewusstsein ist unantastbar. Ein Mensch der meinem Gedankengut folgen kann, ist ein vollwertiger Gesprächspartner für mich, der meine Sprache spricht. Ja, das würde ich mir wünschen, ein Gespräch mit solch einer Person. Einmal hatte ich dieses Erlebnis mit einem dieser zu sprechen, wenn auch nur virtuell. Das war ein Glücksmoment. Danke M.K. Da ich niemanden etwas zu leide tue, keine Kinder verspeise, Tiere liebe und schütze sollte es doch wirklich schlimmeres als mich geben um sich darüber zu aufzuregen.

 

 

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Mo

28

Mär

2011

Allergie..

Auch in unserem verwüsteten Garten tut sich was..

Nachdem ich nun wieder krank und völlig verzweifelt bin, ging ich nun doch in meine Klinik hier in Denia, der meiner Versicherung zugeordnet ist. Im Juli war dort schon einmal als ich das zweite Mal so krank war, dass ich dann doch Antibiotikum nehmen musste. Doch heute ging ich nicht als Tourist sondern mit meiner spanischen Versicherungskarte dorthin. Die nette Dame an der Rezeption sprach sehr gut Deutsch und schickte mich sofort zu einem Arzt. Eigentlich wollte ich nur einen Termin, doch das war mir noch lieber. Der Arzt auch sehr sympathisch und Spanier. Er sprach sehr langsam und klar, somit konnte ich alles gut verstehen.

>> Sie haben eine Allergie auf das Klima, das kann bis zu einem Jahr aber auch länger dauern bis sich der Körper darauf einstellt. << Na kann man es fassen? Nun bin ich doch nicht bekloppt, sondern hab ne Allergie. Prima! Ist mir allerdings lieber so. Er verschrieb mir Antihistamin für die nächsten 5 Wochen und dann sehn wir mal weiter was die Blutanalyse ergibt. Eine Stunde nachdem ich die erste Pille geschluckt hatte verschwand der Druck aus dem Kopf und meine Energie kam zurück. Ich bin so happy. Vor allem, da die letzten Arbeiter nun das Haus verlassen haben und ich morgen mit dem Saubermachen und dem restlichen Streichen beginnen kann. Das heißt das Haus wir diese Wochen fertig. Ich kann´s nicht glauben und freu mich so sehr! Halleluja, Brüder und Schwestern..

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Mo

28

Mär

2011

Außnahme bestätigt die Regel...

Ich würde keine Deutschen mögen...

 Das sagte jemand der meine Blog gelesen hat. Hm, weiß nicht ob man das so sagen kann. Womit ich ein Problem habe ist die typische deutsche Mentalität. Ja damit kann ich mich nicht identifizieren, das ist wahr. Doch nicht alle Deutschen sind gleich. Ich hab 1886 ein Jahr in Berlin gelebt und die Mentalität der Berliner ist extrem entspannt und lässig. Die meisten Deutschen die hier in Denia leben und ich kennen lernen durfte sind aus dem gleichen Grund hier wie ich. Ich hab von vielen gehört, dass sie sich mit der Lebensweise in Deutschland nicht mehr identifizieren können und Sehnsucht nach Sonne, Meer und Lässigkeit haben. Viel sind weitaus älter als ich um hier ihre Pension zu verbringen oder sie waren schon früh in Deutschland erfolgreich und wollen nun ihre Ruhe. Doch fast alle sagen, das sie nicht mehr zurück wollen. Vielleicht bin ich auch nur am falschen Fleck geboren worden und die fränkische Mentalität ist noch mal ein Stück mehr –Brett-vorm-Kopf.

Ist auch egal. Ich mag Menschen, die individuell sind, die für ihre Meinung einstehen, selbstbewusste Charaktere, die Andere nicht verurteilen ohne sie zu kennen, die Querdenke nicht verurteilen nur weil sie nicht mit dem Gedankengang klar kommen. Jeder soll doch leben wie er möchte. Die typisch Deutschen genauso wie der Rest, doch sollen sie mich einfach in Ruhe lassen mit ihren engstirnigen konservativen Ansichten. Die Deutschen die ich hier regelmäßig treffe sind klasse, individuell und ich mag sie. Bis jetzt sind mir nur zwei begegnet die mir so zu wieder sind, dass ich ihnen am liebsten jedes Mal ans Schienbein treten möchte wenn sie nur den Mund aufmachen, aber die sind so unglaublich, dass sie schon wieder ins Museum gehören. Ausnahme bestätigt halt auch hier die Regel…

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Sa

26

Mär

2011

Barschlange Susi...

Mal was Neues:

Bin schon wieder krank. Klasse, genau drei Wochen war ich fit, fünf Mal joggen. Seit gestern huste ich wieder und die Lymphdrüsen sind angeschwollen. Im Moment liege ich noch nicht flach und hoffe es mit  Umckaloabo hinzubekommen. Das ist nun das 10 Mal in dem nun fast einem Jahr, in dem ich hier lebe. Gestern war ich so verzweifelt, dass ich ernsthaft daran dachte alles hinzuwerfen. Was nützt mir das schönste Land, wenn ich laufend krank bin? Ich kann nicht noch gesünder essen. Man könnte fast glauben ich hab ein psychosomatisches Problem. Sicher nicht so abwegig. Mein Körper hat Stress, den ich nicht als Stress empfinde. Somit nicht einfach das Problem zu eliminieren. Das größte Problem für mich sicher das ich nicht mein eigenes Business lebe sondern das von Jon. Den größte Teil des Tages verbringen wir damit die Bar zu organisieren. Zuhause sind wir mit organisieren der Staff beschäftigt und zu überlegen was könnte man noch besser machen. Der Rest der Zeit geht fürs Haus drauf. Mir fehlt meine Arbeit an der Staffelei, an der Nähmaschine und ich bin heiß aufs Perlendrehen. Mein zierlicher Körper ist bestimmt auch nicht sehr glücklich mit der Nachtarbeit. Im Moment nehme ich ab ohne es zu wollen. Jetzt lache ich meine ollen Jeans aus, die ich ohne Kneifzange anziehen kann. Irgendwas stimmt auf jeden Fall nicht mit mir. Ich werd´s schon noch rauskriegen…

 

Vorgestern Nachmittag als wir in der Bar waren um die Getränkeliste zu holen rief Jon nach mir als ich im Getränkelager war. >> Baby, hier ist ne Schlage.<< Nachdem wir uns ja immer wieder gegenseitig versuchen auf die Schippe zu nehmen und uns dann Punkte vergeben, wenn einer reingefallen ist, kam von mir nur ein lässiges >> No points!<<

>>KIKII, kannst du jetzt mal kommen, ich mache keine Spaß!<<

Ich fand´s ja schon witzig als er auf das Bierfass zeigte und meinte das sie dort war. >>Spinner, du verarscht mich.<< und schob das Bierfass ein wenig zur Seite. Ups, ne Schlange! Aber klein, ca. 30 cm lang. Jon ekelt sich furchtbar vor den Dingern, ich weniger seit ich mich in Thailand in eine der Großen (4m lang) verliebt hatte. Doch wer kennt hier schon die fremden Schlangen. Ich nicht. Also erst mal die Polizei benachrichtigen. Die schickten dann auch einen Fachmann der mit Eimer und festem Schuhwerk und dicken Lederhandschuhen kam. Susi unsere Barschlange hat sich aber versteckt und war nicht mehr zu sehen. Ich erklärte ihm wie sie aussah und er beruhigte uns, dass das eine der harmlosen sei und wenn sie biss nicht schlimmer als ein Wespenstich. Na danke, auch das tut weh! Ok, das Ding wird bis zu 1,5 m lang, somit ist das ein Susibaby. Er ging ohne Susi und wir auch.

Als wir heute in die Bar kamen und die Tür aufschlossen, schlängelte sich Susi über den Boden. Jon erstarrte zu Eis. Ich vorsichtig an ihr vorbei um hinter der Bar meine Gummihandschuhe zu holen und ein Handtuch, da fiel mein Blick auf den Besen und die Schaufel. Nicht lange rumgefackelt. Susi aufgekehrt und ab auf die Straße. Da lag sie nun und tat mir leid. Auch nicht der richtige Platz für sie. Doch da entdeckte ich ein Loch im Gehsteig der bestimmt zur Kanalisation führte. Also Susi wieder aufgekehrt, nun standen schon ein paar Leute zum schauen und ab in zu dem Loch in das sie auch gleich verschwand. Gut gemacht!

Aber nun haben wir keine Barschlange mehr….

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Sa

26

Mär

2011

Teamwork...

Seit mir Jons Freund den Job angeboten hat um bei ihm die Bar in seinem Restaurant aufzubauen sind zwischen mir und Jon nun einige ungeklärte Dinge klar und es läuft ziemlich gut zwischen uns. Die Probleme intern in der Bar nerven, da sie völlig unnötig sind. In dem Job in dem ich arbeite, egal ob als Drinkschupse oder Selbständig, ich tue das 180%tig. Ein riesen Problem, denn mir reichen 100% nicht. Das was ich selber tue, erwarte ich auch von Anderen. Ein großer Fehler von mir. Doch erwarte ich nicht wirklich große Dinge für die man viel Intelligenz benötigt, sondern einfach ein wenig mehr Leidenschaft für den Job. Ich werde genau so bezahlt, wie ich es akzeptiert habe, genauso die Anderen. Somit kann mein Boss davon ausgehen das ich ihm dafür die Beste Leistung biete und vor allem muss man Freude daran haben in einer Bar zu stehen. Der Job ist es nicht Flaschen zu öffnen, sondern den Gästen etwas zu verkaufen, dazu gehört auch ein wenig Entertainment. Es gehört dazu auf Menschen zugehen zu können und wenn die Bar noch nicht voll ist , den Gästen die an der Bar sitzen ein wenig das Gefühl zu geben dass sie nicht alleine sind. Es ärgert mich, wenn ich mir von Freunden die eine Drink bei uns nehmen und dazu noch selber ein Lokal führen anhören muss, dass unser Personal hinter der Bar lieber am iPhone rumspielt als sich um die Gäste zu kümmern. Und das haben wir nun schon von verschieden Personen gehört. Von 22h bis 24h ist oft nicht viel los, da die Gäste erst spät eintrudeln, doch bis dahin gibt es anders zu tun, wenn man es sehen will. Flaschen abstauben, Kühltruhe sauber machen, Gläser polieren, aufräumen, das ist auch der Job der Bar. Niemand hat ein Problem damit wenn die Staff raucht oder am Handy rum dillert solange niemand in der Bar ist aber wenn der Chef kommt und die Staff auf der Terrasse mit Freunden, raucht obwohl sich Gäste in der Bar befinden und reinkommen, finde  ich das schon heftig. Nur Kleinigkeiten, die sich aber summieren und ein Bild abzeichnen.

Heute kam Jon zu mir und erzählte dass ihn ein gemeinsamer Bekannter darauf ansprach, ob er wüsste was ich alles so in meinem Blog über ihn und die Bar ablasse. Aus welchem Grund dieser das tat ist klar, für uns Beide. >> Ich hab dir den Übersetzter geschickt um alles lesen zu können<< sagte ich lächelnd zu ihm, denn über das Meiste weiß er eh Bescheid, denn wir reden über fast alles. Und wenn er mich fragt, was ich über ihn geschrieben habe sage ich ihm das auch. Somit war das für ihn keine große Überraschung und sagte nur >>Kikii, mich interessiert es eigentlich auch nicht, wenn du eine Soap schreiben möchtest, denk nur dran das das hier ein Dorf ist.<<

Das ist auch Jon und ziemlich lässig von ihm. Ihn interessiert auch nicht was Andere reden, da ist er genauso ignorant wie ich. Wir haben in den 11 Monaten heftig gestritten, haben uns versöhnt, doch egal wie schlecht sich einer von uns gefühlt hat, wir haben darüber geredet und es geklärt. Ich hab Jahre nicht mit einem Mann zusammen gewohnt geschweige denn noch mit ihm gearbeitet und Jon ebenso. Wir haben in den letzten 11 Monaten viel über uns gelernt, wir haben uns kennengelernt, vor allem in Extremsituationen, doch sind wir nicht daran gescheitert sondern gewachsen.

Heute Mittag sah ich ihn lächelnd an >> Wir sind ein Team geworden, was? << >> Ja, Baby, das sind wir<<

Ein verdammt gutes Gefühl zu wissen, dass wir Beide nichts auf Gerede geben und uns nicht manipulieren lassen. Zu wissen, dass man sich auf den Anderen verlassen kann wenn es darauf ankommt. Das Leben ist ein nicht endender Lernprozess. Gut so, bei mir passt noch viel rein…

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Mi

23

Mär

2011

Kindergarten..

Um 3h stand ich geistig schon mit einem Fuß in meinem Bett um von Schäfchen zu träumen, als ein Schwung Teenager in die Bar stürmten. 30 Sekunden später war die Bar mit Kindern voll und vier Erwachsenen. Als ich fragte was sie trinken wollten stellte sich heraus, dass es Deutsche waren. Die Teenies wollten nichts trinken, nur tanzen, nachdem ich ihnen erklärt habe dass sie nicht in ihrem Wohnzimmer sind sondern in einer Bar in der man was trinkt, hatte ich 5 Getränke von 15 Personen. Als ich dann mit der Rechnung kam und einem der Erwachsenen hinlegte wollte der nur seinen Wein zahlen. Ich sah ihn an und sagte „Tut mir leid, aber sie sind in Spanien und hier wird die Rechnung nicht einzeln bezahlt das macht ihr unter Euch selber aus.“ Da ging´s um kein 20€, ok. Der Typ wurde gleich mal unheimlich psychologisch und wollte meine Namen wissen um mich damit auch persönlich anreden zu können. Das kann ich grad leiden und wusste genau was er damit bezweckte. Funktioniert allerdings nicht bei mir. Nach ca. 15 Minuten hatten sie endlich den Betrag zusammen und wollten dann auch noch DJ spielen. Um 3.30h ist Schluss bei uns und der Schlauberger im Anzug wollte noch einen Wein. Ich sagte ihm dass wir nun Ende machen und es keine Getränke mehr gibt. Da rennt der doch zu Jon und fragt ihn. Der ihn natürlich noch was gab, da er nicht auf die Uhr gesehen hatte. Solche Leute liebe ich. Und am Schluss hat er sich noch aufgeregt, weil ich ein Glas weggenommen hatte in dem angeblich noch ein Schluck gewesen sei.

Danke für diesen Moment, der mir wieder ganz klar macht, warum ich nicht mehr in Deutschland lebe.

Wie kann ich ein Land besuchen und mich nicht vorher über das Land informieren. In Spanien sind es so wenig Dinge die man beachten sollte und sie stehen in jedem Handbuch oder Info über dieses Land, an erster Stelle.

1.Setzte dich nicht zu anderen an einen Tisch, wenn du sie nicht kennst und 2. zahle die Rechnung nie aufgeschlüsselt sondern macht das unter Euch selber aus. So einfach ist das!

Und das ist von mir: 3. Gehe nie davon aus, dass man dich in Spanien in deiner Landesprache anspricht, grins..

Also, was ist so schwer daran….

 

Hierzu ein Link den ich grade entdeckte:

http://www.costa-info.de/cgi-bin/wopo/page.pl?id=14010

Jetzt wundert mich gar nichts mehr. Oberstudienrat oder einfach nur Lehrer..

Alles klar.

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Mo

21

Mär

2011

Familie..

Das Wochenende war toll. Denia war voll, die Menschen waren gut gelaunt und das Arbeiten hat trotz enormen Stress viel Spaß gemacht. Man spürt wieder den Spirit des Sommers, das Leben mit den Touristen die Urlaubsfeeling und Freude am Leben verbreiten. Die Sonne war präsent und das Leben fand auf der Straße statt. Die harte Zeit ist überstanden.

Heute Mittag als ich aufwachte, lag ein entspannter Hund an meine Füßen der nicht zitternd wie die letzten 10 Tage sich im Bad verkroch. Die Knallerei war vorbei und die letzten Blindgänger wird sie überleben. Jon und ich gingen ins No:11 in der Campo um noch ein paar Takte vom Sonntagsjazz in der Sonne zu genießen. Fränk, ist ein Freund von Jon und hat das Once vor ein paar Wochen übernommen und ist mit seiner Lebensgefährtin gerade extrem motiviert diesem Lokal seinen bestmöglichen Ruf zurückzugeben, was er sicher auch schaffen wird. Hier in Denia kennt jeder jeden und die Gastronomen unter sich allemal. Willem, der Freund von Jon sagte zu mir letzte Woche „ich hab nur einen Tag frei und wenig Zeit für Freunde, doch die meisten sind auch in der Gastronomie“. Klar, denn das Leben in der Gastronomie hat mehr Stunden als ein normaler Job. Viele kennen sich und sind befreundet. Die Spanier kommen zu uns, sowie wir auch in die spanischen Lokale zum Essen gehen. Der Nachbar leiht uns ohne murren auch mal ne Flasche Jack Daniels aus wenn die grad ausgeht oder ein paar Limetten für den Mojito, der freut sich dann , über den Chupito, wenn er in der Bar seinen Absacker trinken will. Das ist hier wie eine Familie. Du diskutierst miteinander, bekommst Adressen vom Weinhändler und Preislisten von den Getränkehändler, der gerade der Günstigste ist, gibst dafür eine andern Tipp weiter, oder sitzt einfach nur im Lokal und genießt ein gutes Essen und plauderst über die letzte Woche. Jeder weiß irgendwas vom Anderen. Jeder geht zum Anderen ins Lokal, Neid ist da nicht zu spüren. Da sing ich auch mal einen Song mit den Jazzmusikern in der Campo, ganz spontan ohne Micro. Da wird Jon gefragt, ob er nicht mal zum Jazz Piano spielen möchte. Oder Willem fährt ganz spontan mit mir nach Benidorm um Getränke einzukaufen, da in Denia Feiertag ist und wir leergetrunken wurden. Hier entstehen Freundschaften und bestehen seit Jahren. Spanier mit Holländern, sowie mit Engländern. Schön ist das.

Der Job in der Bar hat mir hier viele Türen geöffnet. Ich habe durch diesen viele Einheimische kennengelernt, gehöre dazu, fühle mich willkommen und einfach nur glücklich.

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Sa

19

Mär

2011

Erfolgreicher Tag...

 

Am Nachmittag war ich mit einem Franzosen den ich in der Bar kennengelernt hatte zum Essen verabredet und hatte 2 Stunden ein nettes Gespräch. Er spricht ausgezeichnet Spanisch und nach den ich kein Wort Französisch rede, unterhielten wir uns in Spanisch. Für mich ist das wie eine Schulstunde, weil er natürlich Castellanisch spricht wie ich und ohne Dialekt. Als ich nach Hause kam fragte mich Jon wo ich war. Also ein eifersüchtiger Jon ist schon was herrliches. Aber ich krieg ihn dann immer wieder zum Schweigen wenn ich ihm sage, „Du sagt´s doch immer das wir keine Beziehung haben, also kann ich ausgehen mit wem ich will.“ Tja, was soll er darauf antworten.

Für mich sind die Momente in denen ich Spanisch sprechen wichtig, da ich diese Sprache wirklich gut sprechen möchte. Somit sehe ich solche Verabredungen zweiseitig.

Der Freund von Jon, der mir das Jobangebot für sein Restaurant am Meer machte, rief mich an und bat mich doch noch einmal vorbeizukommen.

Ich erzählte Jon, als wir letzte Woche mal wieder so einen Streit wegen den Stunden in der Bar hatten, ich bei ihm war und nach einem Jon fragte. „Das hattest du mir nicht erzählt“ sagte er. „Klar, es kam ja für mich auch nicht in Frage“ Jon schaute nicht schlecht.

Als ich Abends joggen ging und das Lokal am Meer auf meiner Strecke liegt, ging ich doch gleich mal vorbei. Jons Freund machte mir ein tolles Angebot. „Du bist eigentlich perfekt für mein Restaurant. Nachdem du weg warst hab ich mir Gedanken gemacht und bin darauf gekommen, dass ich die Bar im Lokal wieder mehr in den Mittelpunkt bringen möchte. Ich will aber selber langsam weniger machen und so könntest du drei Tage die Bar übernehmen. Du sprichst Deutsch, Englisch und Spanisch, bist immer freundlich und gehst auf die Gäste zu und plauderst mit jedem, genau so etwas brauche ich. Jemanden mit einem selbstbewussten Auftreten.“

So, nun bin ich in der Zwickmühle.

„Ich möchte dich keinen Falls abwerben, denn Jon ist mein Freund und ich werde mit ihm auch sprechen, dass ich dir dieses Angebot gemacht habe.“

Jon sah mich fragend an „Und was hat er dir angeboten“. „Den selben Job den ich bei dir habe mit besseren Konditionen und nur drei Tage Arbeit“.

Das Angebot im Restaurant wäre interessant für mich und ich würde das gerne machen, sehr gerne. Doch ich liebe auch meinen Job im Club und ich lebe mit Jon und meistens haben wir viel Spaß miteinander. Es steht eigentlich nur immer dieser Job zwischen uns, in dem ich mich zeitweise ausgenutzt fühle. Doch nun bin ich in der Position zu entscheiden und Jon weiß das.

„Jon“ sagte ich „Wenn ich im Club bleibe, möchte ich nie wieder das Gefühl haben ausgenutzt zu sein. Ich habe meine 2 freien Tage und wenn ich extra arbeiten soll, dann wird das bezahlt und nicht für selbstverständlich gesehen, denn ich habe den Halbtagsjob, den ich auch nur halb bezahlt bekomme und auch nur bestimmte Anzahl von Stunden arbeite.“

1:0 für mich…

Als ich hierher nach Denia gehen wollte, fragte mich mein Vater was sein wird wenn das alles nicht so klappt wie ich mir das denke. „Dann habe ich eine neue Sprache sprechen gelernt.“ War meine Antwort. Nun habe ich zwei neue Sprachen sprechen gelernt und merke das es so wichtig ist Sprachen zu sprechen, doch vor allem Spanisch und Englisch, den das sind die Sprachen die man auf der Welt spricht. Und selbst hier in Denia ist es ein großer Pluspunkt. Somit hab ich schon ein Ziel auf meinem Weg erreicht.

Doch auch mein Jon hatte an diesem Abend eine erfolgreiche Nacht. Der Club war so voll wie nie und der Umsatz das Beste seit drei Jahren. Jon war extrem happy und entspannt. Ich denke er hat heute sehr gut geschlafen…

Sommer in Sicht..

Seit gestern Abend ist Denia voll. Auf dem Campo wo die Fallas stattfinden Spanier und Touristen. Überall knallt es, selbst die Kleinsten schießen mit den Böllern durch die Gegend. Immer am Mann, meine Ohrenstöpsel. Heute traumhaftes Wetter. Heiß und sonnig. Als ich mit Chiara nach las Marinas ans Meer fahre um meinem Hundemädchen einen Moment der Ruhe zu gönnen, begegnen mir die ersten Touristen vom Strand. Rot gebrannt und mit den luftigsten Sommerkleidchen. Ich sehe mich an und denke, „komisch, ich hab noch einen dicken Flies an und Socken“. Dabei muss ich schmunzeln. Ich hab mich den Gegebenheiten der Spanier schon angepasst. Ich bin so froh, dass ich grad gesund bin und werde sicher nicht übermütig nur weil die Sonne scheint. Um meine schönen Sommerkleider zu tragen, hab ich noch viel Zeit, denn ich ja lebe da wo andere Urlaub machen…

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Mi

16

Mär

2011

Neueröffnung ..

Was für ein Abend in der Bar. Ich liebe Überraschungen wie diese. Doch zuvor zu Eröffnung der neuen Bar „ Dorian Grey“ in der Calle de Mar also 2 Häuser weiter vom Jazzclub. Als Jon und ich eintraten, bekamen wir auf den ersten Blick echt große Augen. Wir kannten die Räumlichkeiten zuvor und waren sehr gespannt was man den aus so  gigantischen Räumen machen könnte. Zuvor befand sich der schönste Möbel und Dekoladen darin. Hohe riesige Räume mit Wintergarten. Ein Traum. Und nun? Alles auf alt „gemacht“. Stil Paddys gleich, doch im Paddys ist alles aus Holz und sehr stilvoll ins kleinste Detail Original. Im Dorian Gray ist alles aus Plastik. Die Wände sind aus Plastikvertäfelungen, Ansicht Holz. Die Bücher in den Plastikregalen sind aus Plastik, die Bilder an den Wänden sind Drucke in Plastikrahmen auf Barock getrimmt die Tische haben ein Plastikholz Ansicht. Ich war echt sprachlos. „Jon, das ist der selbe Kitsch wie im „Isla Tortuga“ am Hafen.“ sagte ich zu ihm. Da stand unser spanischer Nachbar neben uns und sagte „Claro, ist der gleiche Innenarchitekt“ Schade, sehr schade. Da schmerzt mein Herz wenn ich sehe was man hätte aus diesem wunderschönen Anwesen hätte machen können. Doch vielleicht gefällt`s den Anderen, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Wir finden es jedenfalls gut, dass in der Calle de Mar nun noch ein Lokal mehr gibt.

Jon war ziemlich frustriert, da er einen richtig tollen Blues Musiker an diesem Tag engagiert hatte und keine kam, da natürlich alle erst mal ins Neue rennen. Ich sagte zu ihm „Entweder wir gehen heute früh ins Bett oder sie kommen wenn sie  fertig sind da drüben“ Ich hatte für diesen Abend meine erste Sangria de la Casa gemacht und wir schlürften selberdavon . Bis um 1h hatten wir 4 Gäste. Und ich hasse es mich zu langweilen. Um 1.30 h war der Club voll und Kikii in ihrem Element. Dazu trifft immer noch der gute alte Spruch „Konkurrenz belebt das Geschäft“! Um 4h bin ich nach Hause mit einem glücklichen Chef….

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Di

15

Mär

2011

Jump and Pump  

 www.sportlaedchen.de

Grad mal ein Tag Sonne und nun schon wieder Regen. Bin froh dass ich gestern noch joggen war. Ich fange gerade wieder langsam damit an. Anscheinend hab ich wohl fast wieder meine alte Figur, da mich viele darauf ansprechen, wie viel Gewicht ich verloren hätte, ich sei so dünn. Ich hab auch bemerkt, dass die Jeans besser passen und die Gürtel bis zum Ende schließen, freu. Die letzte Erkältung hat mich einiges an Gewicht gekostet.

Da ich aber weiß, dass ich in den letzten Monaten keinen Sport gemacht hatte, ist mir klar, viel Muskeln verloren zu haben und die müssen nun wieder her. Also beginne ich wieder mit dem Joggen. Sobald das Haus fertig ist starte ich mit meinem Jump and Pump Programm. Zwei nette amerikanische Boys, die mir mit der Handelstage und einem Stepp etwas vormachen und ich ganz fleißig, natürlich nicht ohne zwischendurch über die schweren Übungen zu schimpfen, eine Stunde mich quälen lasse. Ich liebe es und es bringt ganz viel, denn durchs Joggen wird der Oberkörper nicht gefestigt.

Das Bad im Haus ist nun fast fertig und Jon ist voll neidisch. Ich muss sagen dazu hat er auch allen Grund. Es ist ein Traum aus Marmor. Jedes Detail musste ich mir bei ihm erkämpfen, doch jetzt wo es fertig ist freu er sich, dass er die Ideen von mir hat verwirklichen lassen. Sobald nun all der Sperrmüll entfernt ist und die Decken gestrichen, werde ich loslegen und den Rest streichen und dann endlich mal die Kisten auspacken.

Lorenzo ist ja grad für eine Woche im Urlaub und hat uns für diese Wochen einen Ersatz gebracht. Sie ist sehr nett, lernt schnell, spricht Spanisch und Englisch und ist gelernte Grundschullehrerin für Sprachen. Ich werde bei ihr ein wenig Unterricht nehmen, damit mein Spanisch nun endlich mal besser wird. Wenn du hier drei Sprachen sprichst, hast du einfach viel mehr Chancen für alles. Da freu ich mich jetzt drauf….

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Sa

12

Mär

2011

Regen...

  

Es regnet.. 

Und wenn es hier regnet ist das genauso eklig wie in Deutschland, die jetzt grad mal besseres Wetter haben als wir hier. Nun gut, hier hört´s wenigstens irgendwann wieder auf und dann wird es heiß. Hoffentlich!

Meine 12€ Chino Gummistiefel sind hier auf jeden Fall das richtige Schuhwerk. Wahrscheinlich sind da so viele Weichmacher drin, das ich krank werde. Meinem Hund kauf ich auf jedenfalls kein Quietsch Spielzeug von diesen Chinesenmärkten. Ist schon echt verrückt wie viele Sachen man für fast Nix, was auch nix taugt dort kaufen kann. Und trotzdem rennt man immer wieder dahin wie wir zu Ikea.

Die letzten Tage war nichts mit mir anzufangen. Was auch. Es regnet, mein Studio ist nicht fertig, Internet im Haus ging auch tagelang nicht, Telefon auch nicht, jeder verkrümelt sich bei dem Wetter, ich auch. Jon hatte schlechte Laune, wir uns mal wieder in den Haaren wegen dem Club und 2 Tage nicht geredet. Diesmal bin ich aber los um nach einem neuem Job zu suchen. Kontakte hab ich hier nun genug und die Meisten kennen mich aus der Bar und wissen wie ich arbeite. Schon beim zweiten Anlauf hätte ich eine Arbeit ab Mai haben können. In einem sehr gutbesuchten Restaurant am Meer. Ein lieber Freund von Jon, den ich auch sehr mag sucht für die Saison jemanden der drei Sprachen spricht, vor allem Deutsch. Er kennt mich von der Bar und mag meine Arbeit. Doch es ist ein Ganztagsjob, leider. Ich hätte viel Lust dort zu arbeiten, nur hab ich dann keine Zeit mehr für meine Kreativität und genau deshalb bin ich hier. Wenn ich hierhergekommen bin um Kellnerin zu werden, dann hätte ich mein Business in Deutschland nicht aufgeben müssen. Meine Intension ist es hier von meiner Kreativität leben zu können. Wenn das nicht möglich ist, werde ich weiterziehen. Ich liebe den Job in der Bar, doch es ist nicht meine Berufung, es ist lediglich eine Möglichkeit zu überleben bis ich Fuß gefasst habe. Auch ich möchte irgendwann mal wieder Schuhe kaufen gehen, die nicht aus dem Chino sind. Somit warte ich ungeduldig, dass endlich das Haus fertig wird und ich losarbeiten kann. Die ersten Bilder hängen in der Calle Loreto neben meinem ehemaligen Laden zur Ausstellung und ich brauche noch 40 mehr für das Hostel Loreto und für den Club. Es gibt viel zu tun, packen wir´s an…

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Mi

09

Mär

2011

Graupapagei

 

 Gestern gingen Jon und ich an einem Tiergeschäft vorbei und dort entdeckte ich im Schaufenster einen wunderschönen Graupapagei. Große Vögel, doch vor allem Papageien faszinieren mich schon seit ich denken kann. Ich war von der Scheibe nicht mehr wegzubekommen. Der Käfig in dem er saß war klein. Maximal 70 cm hoch und 50 cm breit. Ich weiß das diese Tiere mehr Platz brauchen und war traurig dies zu sehen. Ich sprach mit Jon darüber dass man doch im Graten eine riesige Volliere bauen könne mit einem kleinen Steinhaus, indem sich der Vogel bei Regen oder Hitze verkrümeln kann und wenn wir Zuhause sind ist er im Haus. In der Nacht malte ich mir das schon aus und sah den Vogel in den riesigem Gehege fliegen. Jon ist echt lieb, er würde das mitmachen.

Heute sind wir nun zu dem Laden um nachzufragen was das Tier kosten soll. Doch die Enttäuschung kam im Laden. Dieser Vogel und auch der Andere, die Mutter, den ich noch entdeckte sei nicht zu verkaufen. Ich könne aber für 1000 € einen bestellen. Auf meine Frage was die Vögel dann in diesen kleinen Käfigen machen „ Hier reden die Kinder mit ihnen. Zuhause wären sie ja allein.“ Diese Tiere sitzen sein Jahren in diesen Käfigen. Mir standen die Tränen in den Augen. Aber das ist das halt hier auch. Keiner schaut da hin. Ist ja nur ein Vogel…  

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So

06

Mär

2011

Burzeltag..

Blöd, ich hab immer noch den Coburg-Rhythmus und wache zu früh auf. Die letzen Tage war ich echt komisch drauf und jedes Mal traurig wenn ich einen Mail von meiner Mum bekam. Die letzten Jahre waren nicht leicht für uns, und zu akzeptieren das die Tochter weggeht auch nicht einfach. Doch seit dem letzten Besuch ist mir klar, dass sie voll akzeptiert hat, dass ich nicht zurückkomme und auch dass es mein Weg ist, um glücklich zu sein. Sie ist wirklich der entzückendste und liebevollste Mensch den ich kenne und ich vermisse sie schrecklich.

 

Jon hat gestern einen schönen Tag mit mir verbracht. Ich habe niemanden gesagt, dass ich Geburtstag habe weil ich ihn mit meinen Freunden im Haus feiern wollte. Doch nachdem das nicht klappte werde ich meinen ersten Jahrestag mit ihnen feiern. Na bis dahin wird ja wohl mal alles fertig sein.

Am Nachmittag waren wir mit Chiara am Meer in Las Rotas und entdeckten wieder ein tolles Lokal >>El Trompoli<< www.dondevivelagamba.com . Das Restaurant ist komplett weiß und mit vielem modernen Design dekoriert. Eine große Terrasse mit Bar und Blick aufs Meer. Am Abend sind wir dann in dieses neue Lokal neben dem Once, Marqués de Campo 9 ins >>La Naviera<<. Essen gut, Hauswein ausgezeichnet, Ambiente Spanisch. Ich denke die Mannschaft brauch noch ein wenig um sich zu orientieren, doch wer hat gleich alles im Griff. Uns gefällt’s.

Das >>Once<< wird nun im März umgebaut, da es einen neuen Besitzer hat. Ein Freund von Jon. Wird bestimmt auch wieder toll.

Hier macht ständig was zu und im Frühjahr vor den ersten Festen mit einem neuer Besitzer auf. Die Spanier sind schon eigen mit ihrem Geschmack und wenn’s nicht wirklich anhaltend gut ist, geht da bald nichts mehr. Und die Touristen sind im Winter nicht da. Das ist mit den Läden nicht anders. Ich werde mal eine Bilderserie machen über diese Geschäfte, es ist erstaunlich wie tot diese Denia ist.

Heute Abend hab ich frei und werde für Jon eine neue Playliste über Spotify für den Club erstellen. Diesmal mit spanischen Interpreten. Somit bin ich mal wieder einige Zeit beschäftigt…

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Fr

04

Mär

2011

Lokaltipp..

Gut das ich mein Hundi habe, der mich zwingt bei jedem Wetter vor die Tür zu gehen. Wenn’s hier regnet mag man nicht aus dem Haus. Doch dann ist der Spuck plötzlich vorbei und die Sonne zurück.

Gestern waren wir noch bei der Firma Arguti wegen der Fenstern. Der deutsche Mitarbeiter hat nicht schlecht geschaut als ich ihm sagte, dass das seine Firma vermurkst hat. Nach 15 Minuten kam dann sein Boss, sah die Fotos und entschied, dass das erledigt werden muss. Na, ist doch prima gelaufen und alle glücklich.

Am Abend hatten wir frei und sind in ein neues Lokal in der Marques de Campo, neben Once. Typisch spanisches Ambiente mit einer langen Bar aus Marmor, an der man Tapas essen kann. Das Lokal betreibt der gleiche Besitzer „Juan Miguel“ in der in der Calle Loreto. Morgen an meinem Geburtstag werden wir dort essen gehen. Bin gespannt. Lecker hat das alles schon ausgesehen und der Wein ist gut.

Anschließend sind wir in die Bar eines Freund von Jon, das „La Plaza“ am Plaza San Antonio. Also das ist doch eine Bar nach meinem Geschmack. Durch Glasböden ist die dreistöckige Bar getrennt. Vom Toilettenbereich aus kann man unten die Gäste sehen, sie aber nicht dich. Die Wände der Bar sind aus Stein. Diese Bar muss man sich einmal geben wenn man hier ist. Wirkliche ein Schmuckstück und sie haben alle tollen Gin Sorten mit dem passendem Tonic. www.laplazadenia.com

Tja und heute Abend ist Salsa angesagt. Anscheinend war letzte Woche so viel los, dass manche nicht mehr reinkamen. Also stelle ich mich auf Vollstress ein und auf einen lange Nacht die ich auf jeden Fall mit einem guten Gin beenden werde, nach einem Rezept von meinem Vater und auf meinen Geburtstag anstoßen….

Ach übrigens hab ich meine Apple ID wieder. Der Service von Apple ist wirklich vom Feinsten! Schnell und kompetent. Ich werde das nun auch anzeigen, denn ich hab die Email von dem Typ, und er hat mir seine Telefonnummer und sein Geburtsdatum in der ID hinterlassen. Ein 24 Jähriger mit spanischen Handy, unglaublich für mich, doch mal wieder mit ´nem blauen Auge davon gekommen.

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Do

03

Mär

2011

Käs´gelaber...

so sollte ein Scheibe nicht aussehen

Es gibt ja hier Menschen die behaupten, dass sie von den Spaniern über den Tisch gezogen worden sind, dass die Spanier so schlechte Menschen seien und ich mir ihre Freundlichkeit nur einrede. Das kommt dann genau von Jemanden der wortwörtlich zu mir sagte, dass er von den Spaniern erwarte, dass sie mit ihm Deutsch reden, obwohl er schon seit 10 Jahren hier lebt. Das muss man sich echt mal geben. So unglaublich das auch klingt. Solche Menschen gibt es hier wirklich. Hat vielleicht schon mal derjenige daran gedacht, dass es vielleicht ein Kommunikationsproblem sein könnte, das da was schief läuft? Tja, wenn man keine anderen Sprachen spricht hat man einfach Pech gehabt. Diese Ignoranz muss ja bestraft werden. Ich frag mich nur, warum man dann nicht zurück geht, wenn ja alles sooooo schlecht ist, und man sich nicht mehr auf die Straße traut. Ich kann die Reaktion der Spanier jedenfalls verstehen.

Davon abgesehen, gibt es schlechte Menschen hier und im eigenen Land. Die heile Welt gibt’s halt nun mal nicht. Doch mit dieser Einstellung vergiftet man sich selber. Man wird zum verbitterten und negativen Menschen. Solche Menschen sind Energieräuber und ich werde mich ganz bewusst davon distanzieren und ich werde nicht zulassen das diese Personen über meinen Blog Werbung für sich machen und dann auch noch beleidigt und ziemlich kindisch reagieren. Das kostet mich nur ein Lächeln, den es bestätigt mir mal wieder, wie einfach manche Personen gestrickt sind und wie voraussehbar diese Reaktionen sind. Weiter werde ich darauf auch nicht eingehen, da ich mich nicht auf dieses Niveau begeben werde. Meine Erfahrungen mit den Spaniern hier ist nach wie vor positiv, was wohl daran liegt, dass ich mit ihnen reden kann.

 

Wer schon mal ein Haus gebaut hat und mit Handwerkern und Firmen zusammen arbeiten musste, weiß, dass das nicht wirklich lustig ist und ohne Komplikationen verläuft. Da das Haus Jon gekauft hat und ich meine Wohnung nur miete, habe ich mich erst mal nicht eingemischt. Jon hat sich für Fenster mehrere Angebote eingeholt und sich dann für die Firma Arguti entschieden. Der Großteil der Fenster sind von Rehau, nur 5 kleine runde Fenster wurden von der Firma selber geformt. Da ich Ahnung vom Umbau Häuser habe, selber handwerklich alles machen kann, habe ich natürlich einen anderen Blick als Jon. Als der erste Regen kam und ich sah das das Wasser in den einer der neu gefliesten Stufen stand war mir klar, dass das nicht 100%tig war. Eine Wasserwaage brauchte ich nur um es zu demonstrieren. Das sind nur Kleinigkeiten, die mich aber Wahnsinnig machen, denn jeder will auch sein Geld haben. Als ich nun die Fenster saubermachte, entdeckte ich, dass das Silikon in das die Scheiben gesetzt werden, extrem unsauber verarbeitet wurde. Es lief auf die Scheiben und wurde so abgezogen, dass es Nasen gab. Im Nachhinein stellten wir fest, dass der Preis für diese 5 Fenster extrem hoch war. Also sind wir zu der Firma Aguti marschiert um nachzuhaken. Angeblich sei aber alles Ok mit dem Preis und wegen dem Silikon sollten wir mit dem Mitarbeiter reden der das bearbeitet hatte. So, nachdem der nun im Urlaub war machten wir das gestern. Ich brachte Fotos von den Fenstern mit und sprach mit diesem deutschen Mitarbeiter. „Nein, das waren nicht unser Leute, sowas ist nicht unsere Arbeit.“ sagte er zu mir. Die Fenster komme wohl ohne Scheiben und werden nachträglich eingesetzt, welches wohl unsere Arbeiter gemacht haben müssen. Hm, bevor ich mich aufrege frag ich dann doch erst mal bei unseren Arbeitern nach. Das hab ich nun heute gemacht und die sagten mir, dass drei Mitarbeiter der Firma Arguti im Haus waren und die Scheiben einsetzten. Bingo! Ich musste nur schmunzeln, da man mir in der Firma sagte, dass diesen Mist niemals die eigene Mannschaft fabriziert hätten. Bin gespannt wie das ausgeht, vor allem weil Jon noch eine Rechnung einbehalten hat, da er sagt, es ist besser nicht alles zu bezahlen bis alles auch in Ordnung sei. Das war sehr schlau von ihm. So und? Fühle ich mich nun von den Spaniern hereingelegt? Nein! Nichts, was nicht auch hätte in Deutschland passieren können. Ich hab genug Storys von meinem Hausumbau in Löbelstein. So, aber ab nun werde ich alles ein wenig überwachen, Jon ist froh drum und mir macht’s Spaß…

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Do

03

Mär

2011

Apple

So, nun bin ich langsam aber sicher angekommen und bekomme wieder meinen alten Rhythmus. Ich habe zu trockenen Augen und musste in Deutschland immer Tränenflüssigkeit träufeln, was ich in Spanien nicht mehr musste da die Luftfeuchtigkeit höher ist. Wenn das Auge zu trocken ist, hat man das Gefühl, dass man ständig müde ist. Nun gut, alles wieder ok.

Einen kleinen Schock hab ich bekommen, als ich eine Mail von Apple bekam, die mir schrieben, dass mein Kennwort erfolgreich zurückgesetzt wurde. Nachdem ich dann feststellte das ich nicht mehr in meinen Account kam und nach vielen Emails zu den Accountservice, wurde klar, jemand hat meinen Account geknackt, meine ID entfernt und gewechselt. Da ich niemals Bankdaten hinterlege oder sowas nur mir sicheren Zwischenvermittlern mache, hatte ich schon mal diese Sorge weniger, dass jemand bei mir abbuchen kann. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich alle Passwörter gewechselt. Man denkt ja immer, so was passiert einen nicht, doch nach dieser Aktion, werde ich noch vorsichtiger sein.

Dazu kommt noch, dass ich mich wegen Verletzung meines Urheberrechts auch noch rumärgern muss. Es gibt Menschen die glauben ich lass mir alles gefallen. Die Anwälte werden sich freuen. Willkommen im Leben.

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So

27

Feb

2011

Bin wieder zu Hause..

Der richtige Tag um nach Hause zu fliegen. Als ich heute Morgen erwachte, dachte ich erst ich träume, Löbelstein lag unter einer gezuckerten Schneelandschaft. Ich hatte wirklich Glück mit dem Wetter in Coburg. Es war kalt, aber die Sonne schien jeden Tag. Heute war es düster und verschneit. Punkt 8h stand der kleine rote Mini von meiner besten Freundin vor der Tür um mich nach Nürnberg zu fahren. Zum Abschied standen meiner Mum und mir die Tränen in den Augen. Am liebsten hätte ich sie mit eingepackt. Doch hatte ich auch diese Vorfreude auf Jon, den ich vermisste und natürlich mein Hundemädchen. Die Swiss Air ist für mich in Europa die beste Fluglinie. Der Service ist ausgezeichnet, das Bordpersonal äußerst freundlich und zuvorkommend. Am Flughafen in Zürich bieten sie kostenlose Zeitschriften an und selbst der kleine Snack im Flieger ist aus Vollkorn und mit Schweizer Käse, dazu Getränke, Nachschlag und Schoki. Swiss-Air bucht man am besten über Ebookers.de, da sie einem die Verbindung bis Nürnberg raussuchen. Ein Online-Check in ist möglich und so muss man nur 20 Minuten vor Abflug am Nürnberger Flughafen sein. Prima.

Als der Flieger zum Landen anflog, man das Meer und die Küste sehen konnte war da ein Gefühl von „Ich komme nach Hause“. Früher als ich das Meer anflog war das immer nur zum Urlaub. Heute ist es meine Heimat.

Jon und ich freuten uns so sehr aufeinander. Nur eine Woche ist vergangen, doch haben wir uns ordentlich vermisst. Ja, es war richtig alleine zu fliegen.

Die größte Freude hatte natürlich mein Hundi, als die alte Dame aus dem Schlaf gerissen wurde und ihr Frauchen vor ihr stand. Da wurde gesungen und gelacht. Ja, mein Hund kann lachen und das tun nicht alle Hundis.

Die Ernüchterung kam als ich ins Haus fuhr. In der Woche in der ich nicht da war wurde nichts gemacht. Aber soll ich Euch was sagen? Ist mir egal, dann ziehe ich halt ne Woche später ein. Über so was reg ich mich nicht mehr auf…. Nicht bei dem Wetter!

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Sa

26

Feb

2011

In einer Stunde kommt die Spedition um meine Kisten abzuholen und ich zitter, ob der Platz reicht um alles mitzunehmen. Ich hab einfach keine Lust deswegen noch einmal hierher zu fliegen. Eine Woche Coburger sind genug. Lästerattacken und Getuschel hinter der vorgehaltener Hand. Anstrengend! Ich hab gelernt, Menschen zu mögen, auch wenn ihre Lebensweise nicht der meinen entspricht. Somit höre ich mir auch Dinge an, wie zb die Story eines Mantel der aus Tier gemacht ist, das zum Töten gezüchtet worden ist. Muss jeder für sich selber verantworten.

Die schönsten Momente hatte ich mit meiner Mum und mit meiner besten Freundin, mit der ich viel Zeit verbrachte. Doch nun will ich heim. Ich vermisse Jon und meine Arbeit, bin neugierig was sich in einer Woche im Haus getan hat und hoffe das ich gesund bleibe um endlich die Wohnung fertig zu streichen. Außerdem ist mir das hier grad echt zu kalt. Ich will keinen minus Grade mehr ertragen müssen. Doch vor allem möchte ich mich von typischen fränkischen zwischenmenschlichen Szenen, die ich hier mal wieder erleben durfte weit entfernen. Ich denke 2000 km reichen dafür aus!

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Di

22

Feb

2011

Ich hab Locken...

in Coburg

Dio mio ist das kalt. Doch komischerweise bin ich hier innerhalb eines Tages gesund geworden. Ich fühl mich großartig. Nachdem ich heute die ersten Kartons gepackt haben ist mir bewusst, dass ich echt verdammt viel Zeug habe. Sei es Schuhe, Bücher und vor allem den Krusch den man auf jeden Fall braucht, sei es zum dekorieren, restliche Malsachen, Bilderrahmen, CD´s, Fotos, Erinnerungen, es nimmt einfach kein Ende. Aber das Schönste ist dass ich meinen Bubble Chair mitnehmen kann, ich weiß ich wiederhol mich, aber dieses Ding liebe ich so sehr. 10 Jahre habe ich gebraucht um mich zu überwinden so viel Geld für einen Stuhl auszugeben und nun sollte meine Glücksschaukel eingelagert bleiben? Da bin ich echt wie ein kleines Kind das vorm Weihnachtsbaum steht. Aber nun darf er mit und ich seh mich in ihm hängen vor meinem Kamin und an meinem Buch schreiben. Für mich ist das Umfeld extrem wichtig um kreativ sein zu können. „Warum malst du nicht in der Küche oder so.“ hat mich mal jemand gefragt. Weil ich Künstler bin und ich brauche mein Atelier, wo ich rum schweinsen kann, verdammt laute Musik, alle Dinge die ich vielleicht je gebrauchen könnte, auch wenn sie Jahre nur rum liegen, irgendwann ist der Moment in dem ich genau das Zeug brauche um es irgendwo hinzuschmieren. Einen Tee oder ein Glas Wein, meine Küche in der Nähe, wenn mein Magen mich anknurrt, den ich beim Malen sträflich vernachlässige und jetzt natürlich den Blick aus dem Fenster auf dieses wundervolle Meer und wenn ich schreibe brauche ich das auch, einen ganz besonderen Platz.

Heute war ich endlich wieder beim Frisör. Meine liebe Heidi hat die einen Anfall bekommen als ich ihr sagte „Dauerwelle“ „WAS!!“ schrie sie, „mach ich dir nicht.“ Ich sah sie nur an „OK, wir kennen uns nun 30 Jahre und ich weiß es hat keinen Sinn mit dir zu diskutieren und weh du erzählst Jemanden das ich dir das gemacht habe“. Ich konnte meine wunderschönen glatten Haare nicht mehr sehen. Jeden Tag waschen, wenn ich eine Stunde im Club stehe batschen sie wieder zusammen. Hätte ich dickes Haar, kein Problem. Gut, nun hab ich Locken und finde es herrlich und wenn ich es über habe föhn ich sie glatt, also wo ist das Problem.

Während ich schreibe höre ich Musik über Spotify, Larry Carlton, Bob Reynolds, Chuck Loeb, Fourplay, Joyce Cooling um nur einige meiner Lieblinge zu nennen. Dieses Spotify ist wirklich ein wundervolles Geschenk von Jon gewesen. Ich finde dort alle meine Backtracks zum Singen und entdecke immer wieder neue tolle Musiker. Musik ist für mich der Antrieb in meinem Leben, ohne Musik könnte ich nie existieren und Jon fühlt das Gleiche wie ich. Klar, er ist Pianist. Die Musik ist sein Leben. Ich vermisse ihn. Schön! Wir haben schon eine außergewöhnliche Partnerschaft, doch wir sind auch Beide extrem, beide Künstler, beide aber auch geerdet und sehr klar in finanziellen Bereichen. Wir lassen unsere Kreativität zu wenn es wirtschaftlich Möglich ist, wir würden Beide nie von der Hand in dem Mund leben. Liegt bei ihm daran das er Schotte ist und ich Dagobert Duck als Vater habe. Als ich meiner Heidi heute erzählt habe, von was ich gerade lebe und von dem Wenigen schaffe auch noch was beiseite zu legen, lacht sie nur „Also wenn es Jemand schafft, dann du. Du hast schon mit 18 als du in den Kneipen jobbtest und gemodelt hast, jeden Freitag dein Geld auf die Bank gebracht und zwar alles.“ Ich hatte das vergessen, ich hab so viel vergessen aus dieser Zeit. Aber es stimmt, egal was ich verdiente, ich schaffte es immer 2/3 zu sparen und vom Rest zu leben. Ja, ich weiß ich schaffe es und bin so glücklich nun die Dinge die mir wichtig sind mit in meine neues Leben nehmen zu können, zu spüren dass meine Familie mich langsam beginnt, vielleicht nicht zu verstehen aber zu akzeptieren. Wundervoll!

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Mo

21

Feb

2011

Coburg..

Schön das ich eine Schritt weiter gegangen bin in meinem Lebensweg, doch Coburg nicht. Alles ist wie immer. „Und?“ fragte mich meine Mum als ich von der Stadt wieder kam, „wie ist Coburg nun für dich?“ „Langweilig, wie immer.“ War meine durchaus wenig beindruckende Antwort. Meine Mutter schmunzelte. So empfand ich das als ich heute durch die Stadt ging. Nichts hatte sich verändert, warum auch. Veränderung bringt immer etwas Neues mit sich und Neues macht den Meisten Angst. Somit bleibt alles beim Alten und Gewohntem.

Ich habe in der Woche ein strammes Programm. Telekom, ein Horror. Ich hab zwar rechtzeitig mein IPhone Vertrag gekündigt aber anscheinend ist der nie angekommen, die Post hat ja 20% Briefe die sie verliert, also nicht ihre Schuld und nachdem ich keine Bestätigung erhielt ist die Kündigung nicht rechtskräftig. Kotz…

Aber die nette Beraterin im Laden versucht nun alles. Kann ich mir grad gar nicht leisten 50 € im Monat für nichts zu bezahlen. Mist.. ich hab mir so was schon fast gedacht.

Moritzkirche um mich mal wieder bei dem netten Herrn da oben zu bedanken, Steuerberater, Spedition um die Möbel auszusuchen die mit nach Spanien gehen, mich freuen wie ein kleines Kind, das der Bubble Chair doch durch die Tür gehen wird und ich mich schon in ihm schweben sehe um mein 2.Buch weiter zu schreiben, meine wunderschöne Wohnung zu genießen mit Musik aus Spanien, mit meiner Mutter zu essen und zu philosophieren, meine beste Freundin Antje zu treffen um in der Adria essen zu gehen. Das war mein erster Tag.

Was für eine Freude zu hören, dass Luciano seine Adria wieder selber betreibt. Das Essen wieder ein Traum und der Service unaufdringlich perfekt. Jeder spricht mich an, wie es mir geht und man hätte die Zeitungsartikel über mich gelesen, dass ich ja nun in Spanien lebe. Jeder freut sich für mich, zumindest sagen sie es und wünschen mir viel Glück und schön, dass man sich mal wieder gesehen hat. Ich bemerke, dass ich viel offener auf die Menschen hier zugehe, liegt sicher daran, dass ich das in den letzten Monaten in der Bar gelernt habe. Ich fühl mich gut, denn ich weiß dass ich diese verdammte Kälte hier, minus 8 Grad, nur eine Woche ertragen muss und es in meiner Heimat grad 20 Grad Plus sind, ja…

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Sa

19

Feb

2011

Chinin...

Gestern hatte ich seit einer Woche Bettruhe den ersten Abend im Jazzclub. Doch das Wichtigste für mich an diesem Abend war, mich bei Lorenzo zu bedanken. Er hat die Woche durchgearbeitet und die nächste Woche auch, weil ich in Deutschland bin. Er hat echt Charakter gezeigt und Kollegschaft. Er hat nun wirklich einen Stein bei mir im Brett.

Es war gar nicht so einfach den Menschen die dich sonst mit einem Bussi begrüßen zu erklären, warum ich das nun nicht mehr will. Doch ich muss das durchziehen. Gegen 2h fühlte ich mich ziemlich wacklig auf den Beinen und stürzte mich auf ein Tonicwater. Das trinke ich sonst nie. Ich bemerkte kurz danach, dass das Halskratzen weg war. Ich trank noch eins bevor ich ging und fühlte mich prima. Da erinnerte ich mich, dass man das Zeug nicht gegen Malaria getrunken hatte? Im Internet wurde ich fündig. Chinin ist das Zauberwort. Das wird in China bei grippalen Infekten verwendet. Noch Fragen?

Nach dem meine Ärztin mir geraten hatte ein heißes Bad zu nehmen wenn ich das Gefühl habe es kommt was, weil die Vieren Hitze nicht überleben, poh gut, dass ich kein Vegetarier bin, werde ich nun jede Nacht, wenn ich vom Club Heim komme heißen Dampf inhalieren, das dauer grad mal 3 Minuten. Müsste theoretisch klappen.

So aber nun werde ich mal meine Reisetasche packen, denn morgen geht’s ab nach Coburg. Eine Woche Zeit um meine Mum zu genießen, meine Freunde zu sehen, Kisten zu packen, Möbel zu organisieren. Mitte der Woche wird dann alles abgeholt und in meine neue Heimat gebracht. Das ist nun der letzte Schritt in mein neues Leben. Loslassen……

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Do

Di

15

Feb

2011

Di

15

Feb

2011

Blödmann...

Hab gelesen, dass es mehr als 200 verschiedene Sorten Viren gibt. Gut, wenn man dann rechnet, dass ich 8 mal im Jahr krank bin, dann hab ich´s in 25 Jahren überstanden. Super, das erste Jahr hab ich ja fast hinter mir.

Seit Sonntag schlepp ich mich vom Bett in die Küche und zurück. Irgendwie hab ich das Gefühl die Vieren sind hier aggressiver. Ich leide wie ein Hund. Freitag und Samstag hatte ich ja noch gearbeitet, obwohl ich mich nicht gut fühlte, daraufhin musste ich mir anhören, dass ich doch mehr aus mir machen könnte wenn ich da im Club stehe, wäre ja schließlich nicht mehr die Jüngste. Danke für den Tipp. Ich war froh, dass ich am Freitag wenigstens ein dezentes Make-up auflegte, Jeans und Logoshirt vom Club. Also nachdem ein Spanier an dem Abend mit mir geflirtet hatten, werd ich wohl nicht so schlimm ausgesehen haben wie ich mich fühlte. Dann bekam ich auch noch von meinem Lieblings-nerv-Deutschen, der sowieso immer alles besser weiß und ich ihm schon sagte, dass ich keinen Wert auf seine Kommentare lege, eine Nachricht über Facebook, ich sollte mal wieder ein wenig mehr Adrenalin tanken, er wäre erschrocken mich so zu sehen. Sag mal geht’s noch? Blödmann…

Ich gehörte ins Bett und arbeitet damit Jon keine Problem bekommt mit dem Service. Er schicke mich auch sofort heim als es weniger wurde. Es gibt einfach Tage an denen bin ich nicht die lustige-super-gut-drauf-Kikii. Jeder Andere in Deutschland würde sich eine Krankmeldung holen und ne Woche relaxen. Ich könnte das auch, den Jon bezahlt mich trotzdem, doch dafür bin ich einfach zu sehr ne Pilipp. Wir legen uns erst hin wenn´s echt nicht mehr geht. So wie Sonntag und gestern. Keine Chance mehr, doch heute geht’s mir etwas besser und ich werde arbeiten gehen und ganz sicher wieder nur mit einem dezenten Styling. Die Tage werden schon wiederkommen, in denen ich präsent und auf gestylt im Club stehe, macht Euch da mal keine Sorgen, den ich mach mir auch keine…

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Fr

11

Feb

2011

Hatschieee..

Kranke Kikii mit Wärmflasche

Ich wiederhol mich, aber ich bin schon wieder krank. Was geht mir das auf die Nerven! Ich weiß nun echt nicht mehr was ich machen soll. Kaum geht’s mir gut, hab ich den nächsten Infekt. Dabei esse ich viel Obst und Gemüse, ernähre mich gut, rauche nicht, trinke wenig Alkohol und schlafe 8 bis 10 Stunden, in den Lokalen wird nun auch nicht mehr geraucht. Das ich immer noch nicht im Fitnessstudio bin liegt daran, dass ich einfach noch nicht gesund genug dafür war. Jetzt ist aber Schluss mit lustig. Ab 1. März werde ich mich anmelden für den Schwimm, Spa, Aquagymnastik und Saunabereich anmelden und Jon muss mit, nachdem wir uns Beide ewig gegenseitig anstecken. Vor allem die Sauna werde ich nutzen um mal mein Immunsystem auf Trapp zu bringen. Sonst fällt mir echt nichts mehr dazu ein. Hab ja schon überlegt, ob das was mit dem Nachtarbeiten zu tun hat. Doch was will denn dann ein Bäcker sagen? Der Arbeitet auch nachts, oder ein Schichtarbeiter. Ich würde es ja verstehen wenn ich während der Arbeit Alkohol trinke oder rauche, doch dem ist nicht. Man könnte es natürlich auch psychosomatisch sehen „Ich hab die Nase voll“ hm, hab ich auch schon drüber nachgedacht. Doch ich hatte in Deutschland wesentlich mehr in der Nase als hier und war nicht krank. Das kann´s also auch nicht sein. Das Auf und Ab mit Jon ist ja eher normal, wenn man ständig beinander ist. Ich finde das auch nicht so schlimm. Ich lasse mich dann mal wieder in meinem Blog darüber aus und dann geht wieder. Und wenn ich mich oft ausgenutzt fühle hab ich doch auch wieder Momente in dem mir bewusst ist was er für mich tut. Es ist nichts anders als in anderen Beziehungen, oder? Ein Auf und Ab…

Doch diese verdammten Erkältungen, das muss aufhören.

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Di

08

Feb

2011

Sauer...

Viele die in der Gastronomie arbeiten sagen sie könnten ein Buch darüber schreiben, das kann ich gut verstehen. Ich weiß manchmal nicht, ist es eine Glück oder einen Bürde sein Leben lang selbstständig gewesen zu sein, Verantwortung zu tragen über seine eigenen Entscheidungen. Ich bin dadurch total verdorben, weil ich mich einfach viel zu viel einbringe. Der Job in der Bar ist nun wirklich alles andere als was Besonderes, auch wenn er mir viel Spaß macht, ist er primär mal ein Job in dem ich meine kleinen Brötchen verdiene. Doch trotz allem ist es ein Arbeit und ich kann nicht aus meiner Haut. Ich identifiziere mich mit dieser 100% und stehe voll hinter der Bar. Das ist aber auch ein Problem, weil ich einfach vieles sehe was mich aufregt weil es nicht professionell gehändelt wird und das ist nun wirklich nicht schwer. Was mich an dieser Arbeit völlig nervt ist, das inkonsequente Verhalten meines Chefs. Vor allem weil es schon dazu führte, das Alicia und ich Stress bekamen und nun auch noch mit meinem Kollegen. Und jeder denkt ich bin die Böse. Sogar mein Chef und das macht mich wirklich sauer. Schon bei Alicia gab es Dinge die ihn furchtbar gestört haben. Sei es dass sie laufend geraucht hat oder mit Gloria gequatscht, die Bar aufgefüllte wenn der Laden am vollsten war, und die Stühle hochstellte obwohl wir nicht gar nicht schließen. Jedes Mal kam er zu mir. Ich sagte ihm, er solle mit ihr darüber sprechen, wenn es ihn stört. Doch angeblich war niemals der richtige Zeitpunkt dafür. Gestern das Gleiche mit meinem Kollegen. Mir erzählt er seit Tagen, was ihn stört und und.. „Red mit ihm und sag es, damit er es weiß.“ Aber wenn ich ihn frage ob er mit ihm gesprochen hat, war mal wieder nicht der richtige Zeitpunkt. Einer der Kühlschränke kühlt nicht mehr. Jon meinte, man müsse ihn einmal im Monat reinigen. Gut, ich sage, dass ich es machen werde. „Ne, ist der Job von deinem Kollegen, muss du nicht machen.“ „ Ok,“ sage ich, weiß er das?“ „Ich rede mit ihm.“ erwidert er.

Gestern ging dann gar nichts mehr und wir schafften die Getränke in den Kühlraum. Nachdem nicht viel los war ergriff ich die Chance das Ding zu reinigen, nachdem es schon stank, mit der Zustimmung von meinem Boss. Ein Vergnügen war das nicht grad, denn es kommt vor, das Flaschen auslaufen oder auch mal eine zerspringt. Die Suppe die darin stand war echt eklig. Alle Flaschen stellte ich an der Bar oder auf der Bar damit ich sie abwaschen konnte. In diesem Moment kommen ein paar Gäste. Mein Kollege bekommt Stress, sagte er brauche Hilfe in dem Moment als ich den Schlotz aus der Truhe wischen will. Ich seh mich kurz um und denke >also bei 30 Gästen und 5 Neunen braucht er jetzt nicht die Krise zu bekommen< Ich sehe Jon fragend an der mir zunickt, ich soll weitermachen. Nachdem mein Kollege die 5 Gäste bedient hatte war er verschwunden. Jon kam währenddessen und ich fragte ihn wo er sei. „Keine Ahnung“ sagte er. In dem Moment kamen Gäste und wollten Caipis. Ich stand aber mit dem Arm im Schlotz und konnte nicht. Jons Mitarbeiter aber war zum rauchen auf der Terrasse. Ich kochte vor Wut. Er war sauer auf mich weil ich ihm nicht bei den 5 neuen Gästen half. Geht’s noch? Jon war auch sauer aber er sagte mal wieder nichts. Aber ich, mir platzte ein, „du wirst doch hier nicht fürs rauchen bezahlt“ Nicht nett von mir, aber ich war so wütend. Der Kollege war sauer auf mich und wollte die Jacke nehmen und gehen. Jon schrie mich an, ich sollte meine Klappe halten sonst vergraule ich diesen Mitarbeiter auch noch. Da war´s bei mir aus. Jon ging zum rauchen vor die Tür und ich hinterher. Ich fragte ihn ob er noch ganz dicht sei mich hier anzuschreien hinter der Bar obwohl er das Weichei sei und immer alles auf mich abwälzt, anstatt mal sein Klappe aufzumachen um mit SEINEM Personal zu reden. Ich hab Jon gesagt, dass er sich bei mir nicht mehr ausjammern muss, ich werde nicht mehr zuhören. Da war er ruhig. So wie er mit mir redet würde er nie mit Mitarbeitern reden, aber ich bin ja nur die Freundin, die kann man schon mal blöd anmachen.

Mein Kollege und ich haben uns in den nächsten 10 Minuten wieder ein bekommen, wir mögen uns und jeder von uns weiß das wir gut miteinander auskommen und arbeiten, wenn Jon uns nicht dazwischen funkt oder uns in den Rücken fällt, wie zB mit den Zigeunern. Einer von denen hat ja angeblich Hausverbot. Dieser hatte in meinem Laden das Handy eines Freundes gestohlen und hier in der Bar auch schon Stress gemacht. Nun war er aber wieder da, ausnahmsweise nicht betrunken bis zum umkippen und trank einen Wein? Ich fragte meinen Kollegen warum er da sei und er sagte nur „Jon“.

Alles klar. Als ich ihn darauf ansprach sagte er nur zu mir, ich sei halt nicht diplomatisch genug. Wir stehen da wie die Deppen weil Jon inkonsequent ist, genauso wie mit dem Nachbarn der übers Wasser kam. Der auch wieder an diesem Abend an geschleimt kam, grinsend. Ich beachte ihn nicht mehr und nehme mir raus ihn nicht zu bedienen. Ja, in dieser Hinsicht bin ich sehr unprofessionell. Gestern hat er mir dann Grimassen geschnitten, während er neben Jon stand. Ich sah ihn an ohne eine Miene zu verziehen, mein Blick ging durch ihn durch. Das ging eine Weil bis er weg sah.

Ich bin hier die Einzige, die ihm symbolisiert, was ich von seiner falschen Freundlichkeit halte. Ob das richtig ist oder nicht ist mir egal, ich hänge mein Fähnchen nicht in den Wind.

Gegen 3h kam eine Frau zu mir und sagte, es würde eine Handtasche in der Toilette liegen. Das passiert öfter und wir nehmen sie dann an die Bar, bis sie vermisst wird. Sie lag am Boden neben der Toilette. Eine halbe Stunde später wurde sie vermisst und ich sagte grinsend, denn die Freude wenn die Tasche auftaucht ist immer sehr groß, dass sie hinter der Bar sei. Die Frau nahm die Tasche, zog den Geldbeutel heraus um nach dem Geld zu sehen. Weg!

Ich weiß nicht wie lange die Tasche in der Toilette lag bis sie entdeckt wurde, aber das Geld wurde in dieser Zeit herausgenommen. In der Toilette sind oft auch die Männer. Es könnte jeder gewesen sein. Die Frau rief die Polizei, was ich auch gemacht hätte. Wie sich herausstellte, hatte sie 1000€ in ihrem Geldbeutel weil sie an dem Abend von ihrem Job bezahlt wurde. Also da frag ich mich aber auch, wie naiv muss man sein um mit 1000€ in eine Bar zugehen, so viel zutrinken, dass man die Tasche am Klo vergisst und sich wundert das dann was fehlt. Sehr unschöne Situation. Die mir aber mal wieder klar macht, dass es einfach besser ist auf manche Gäste zu verzichten und konsequent zu sein und nicht diplomatisch!

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Sa

05

Feb

2011

 

Sa

05

Feb

2011

Liebeserklärung an ein Haus..

Liebeserklärung an ein Haus..

Als ich gestern ein paar Stunden im Haus war um zu streichen, ich so durch das Haus ging und sah wie es langsam seine Hülle wechselt, die Sonne mir warm auf den Buckel schien und aufs Meer sah überkam mich dieses schöne Gefühl von „angekommen sein“.

Ich erinner mich gut, an den Tag, als Jon mich das erste Mal zu dem Haus brachte um mich zu fragen wie ich es finde. Es war so eingewachsen, dass man es kaum sehen konnte. Wir schlossen die Tür auf und es empfing uns eine schweinchenrosane Wand im Flur und blaue kleine Zimmer. In der Einliegerwohnung erschlug uns fast der Schimmelgeruch von feuchten Wänden, doch alte Fliesen im Wohnraum und wunderschöne Einbauschränke. Das Haus ist hell und hat 4 Terrassen, eine Garten der einem Dschungel ähnelt und einen extrem renovierungsbedürftigen Pool. Doch trotz allem konnte ich es spüren, diesen Spirit den das Haus hat. Jon sah mich fragend an „Und, und, wie gefällt es dir?“ „Es ist ein Traum für das du nicht nur viel Zeit brauchst .“ Ich hab schon so viel renoviert, allein die alte Autowerkstatt meines Großvaters in ein Loft verwandelt in dem ich 11 Jahre lebte. Ich hab mauern, fliesen und alles andere gelernt in dieser Zeit. Der Stockgeruch in meiner Wohnung war mir klar, dass das nicht nur mit zu wenig lüften zu tun hatte sondern Feuchtigkeit ist. „Ach da müssen wir nur mal lüften und dann neu streichen“ sagte Jon. Ich sah ihn an und schüttelte mit dem Kopf, vor allem als er mir vorrechnete was er noch in das Haus investieren muss um es zu renovieren. „Damit wirst du nicht hinkommen. Mach dir eines klar, wenn du ein altes Haus kaufst und das beginnst zu renovieren, kommt eins zum anderen. Mit nur mal streichen, neue Fenster und Türen ist das nicht gemacht.“ Er wollte es nicht glauben. Heute bin ich froh darüber, denn sonst hätte Herr Schotte das Haus wohl nicht gekauft. Die Wände waren natürlich feucht, weil das Haus direkt in den Berg gebaut wurde, deswegen kann er auch nicht den Pool versetzen, denn die Steine im Garten sind Berg. Das Wasser vom Regen drückt ins Haus. Die Wasserleitungen mussten erneuert werden und und.. Allein der Garten hat fast 4 Wochen gedauert um ihn zu bearbeiten. Nachdem er ausgeschnitten war entstand ein Blick auf Terrassen und Stein vom Berg. Der Pool wird jetzt einfach mal renoviert und bleibt wo er ist. Er ist sehr klein doch für meine Goldfische wird’s schon reichen.

Die Räume bei Jon sind nun weniger, dafür aber größer. Er hat wirklich jede Idee von mir für sich umgesetzt und ist total happy damit.

Ich liebe dieses Haus und möchte ihm seine eigene Seele wiedergeben in dem ich versuche den alten Stil zu bewahren. Jon staunte nicht schlecht als ich ihm sagte ich will meine Küche gemauert haben. „Wie gemauert?“ fragte er mich. Jens unser toller Handwerker und Schreiner baut uns nun eine Küche aus Stein. Ich habe eine riesige Keramikspüle und ein Gasfeld. Für die geflieste Oberfläche habe ich naturbelassene Marmorfliesen ausgesucht. Als ich dann auch noch nach alten antiken Türen fragte, hielt mich Jon echt für Plemplem. Jens wusste was ich meine und zog sofort welche aus der Werkstatt. Teilweise waren die Türen nicht fertig abgebeizt und es schimmerte mehrere Farben durch. „Die will ich an meiner Küche“ schrie ich begeistert. Jens sagte „Ne die mach ich dir erst sauber“ „Nein,“ sagte ich, „genau so will ich die haben.“ Kopfschütteln bei Beiden. Doch als ich Jon Bilder aus den Internet zeigte von gemauerten Küchen war auch er infiziert. Seine Türen sind allerdings fein sauber abgebeizt und lasiert. Ich bin echt ein Meister was es angeht Raum zu schaffen. Aus kleinen Wohnungen oder Zimmern das bestmöglichste rauszuholen. In der Küche hat mir Jens dann mit Stein Regale an die Wände gemacht, bis zur Decke. Somit bekomme ich alles unter was ich an Küchensachen von Deutschland mitbringen werde.

Am Schlafzimmer ist ein zweites kleines Bad, das nun als Kleiderschrank umfunktioniert wird. Was brauche ich 2 Badezimmer, quatsch. Ich brauche Platz für meine 10 000 Paar Schuhe und noch so viele Klamotten. Gestern hab ich dann angefangen das Atelier mit Lasuren zu bearbeiten. Lange genug hatte ich mir das Beige angeschaut, dass ich ne Woche zuvor gestrichen hatte und jeden Tag mochte ich es weniger. Nachdem ich teilweise meine Farben zum Malen selber anmische ist es ein Leichtes für mich eine Lasur zu erstellen. Jon legte mir ein Foto aus einer Zeitschrift hin und sagte, „So will ich meine Wände“ OK, dachte ich. Dann probiere ich das gleich mal in meinem Atelier aus. Es hat auf Anhieb geklappt und dazu waren drei Lasuren nötig. Das ist echt viel Arbeit, doch das Ergebnis ist wunderschön und typisch für so ein Haus. Jon ist hin und weg und nun hab ich den nächsten Job wenn ich bei mir fertig bin. …

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Do

03

Feb

2011

Marquesa VI

Blick vom Berg hinter meiner Haustür..

Ich hab mich ja schon gewundert, wenn jemand erzählt hatte, dass er in Marquesa VI wohnt immer ein anerkennendes Raunen durch die Anwesenden ging, doch gestern durfte ich dann doch mal erfahren warum das so ist. Durch meinen Laden hab ich vor ein paar Monaten ein „entzückendes“(klingt immer so blöd) deswegen sag ich lieber ein tolles Ehepaar kennengelernt. Die Beiden verbringen seit Jahren hier ihre Zeit und sind Rentner (Klingt noch viel blöder, denn die Beiden sind alles andere als Rentner). Also Ihr merkt schon, ich find die Zwei einfach nur klasse. Nachdem sie nun keine Hunde mehr haben, baten sie mir an meine Süße mal zu sitten, wenn ich unterwegs bin. Gestern fuhren wir zu Ikea um fürs Haus und für die Bar einzukaufen und vorher brachte ich Chiara in Marquesa VI. Nachdem wir in Marquesa II wohnen dachte ich es sei ein Katzensprung zu VI. Ha, von wegen. Der Weg wurde immer länger und veränderte sich zusehends. Als ich vor dem Haus stand dachte ich so bei mir „Wow, hier liegt keine Hundscheiße vor der Tür wie bei uns, schön“. Doch der Hammerschlag kam als ich auf der Terrasse stand und in die Ferne blicken durfte. Was für ein Ausblick!!!!!! Da bekommt man Gänsehaut. Wow, wow, wow…..

Dazu kann ich nur eines sagen, die Beiden haben was in ihrem Leben richtig gemacht. Als ich nach Hause kam sah ich Jon ganz ernst an und sagte „Jon, du musst das Haus wieder verkaufen.“ „Warum“ fragte er mich. „Ich will in Marquesa VI wohnen und da will ich auch sterben, auf der Terrasse.“ Jon schüttelte nur den Kopf und lachte sich schepps.

Also ich kann jetzt alle verstehen die dort wohnen und alle nur beglückwünschen. Ich hab zu den Beiden gesagt, ich komme jetzt regelmäßig mit ner Flasche Wein und dann hab ich nicht nur einen supernetten Abend sondern auch noch diesen Blick.

Ja, so hat jeder sein Traumhaus gefunden. Ich würde Jon immer wieder zu seinem Haus zureden. Denn es ist eines der Häuser mit „Alma“ (Seele) und ich kann es nicht erwarten dort einzuziehen um endlich den Barbecuegrill anzuschüren, Freunde einzuladen, auf der Terrasse zu sitzen und diese unglaublich schönen Farben vom Meer zu beobachten…

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Di

01

Feb

2011

Lasur..

Handyfoto...

Endlich kommt die Sonne wieder raus. Das wurde auch Zeit, denn die letzten Tage war es kalt und sehr nass. Seit Wochen hab ich nicht gemalt, da ich keinen Platz in Jons Wohnung habe und die Ateliersachen im Haus in Kartons verpackt sind. Es kribbelt mir in den Händen. Dann hab ich mir auch noch BoesnerTV gegeben, bin voll motiviert und mein Hirn explodiert vor Ideen. Ein Sonnenstrahl reicht um mich nicht mehr in der Wohnung zu halten. Das ich Lasurtechnik an Wänden gearbeitet habe ist schon ne Weile her und meine Bücher mit allen Rezepten und Ideen in Löbelstein. Der letzte Restaurantbesuch mit Jon hat mich die Wände genauer ansehen lassen. Eine wunderschöne Technik mit eindrucksvollen Farben. Dafür habe ich ja ein Auge. Ähnlich wie für die Schnitte der Designer. Ich seh mir das einfach genau an und weiß relativ fix was zu tun ist. So war´s auch mit der Lasurentechnik in dem Lokal. Heute wollte ich das umsetzen. Ab in Haus. Der Eingang meiner Wohnung musste dran glauben. Ein helles Grau war der Basisanstrich. Die erste Lasur war ein dunkles Braun, dass ich erst mit einem breiten Pinsel auftrug und dann mit einem Schwamm verwischte. Dadurch, dass die Wände so stark strukturiert sind und nicht plan bleiben die Pigmente vor allem in den Vertiefungen hängen. Nach dem Trocknen ein Dunkelblau. Diesmal nur mit dem Naturschwamm in kreuzartiger Bewegung. Ich sah es an und dachte „Hm, noch nicht sehr beeindruckend.“ Der nächste Schritt war das Dunkelblau mit Schwarz zu mischen damit es noch dunkler wurde. Perfekt. Im dritten Anstrich, den ich wieder mit dem Naturschwamm machte kam endlich die erhoffte Tiefe. Ja, so hatte ich mir das vorgestellt. Nun noch ein wenig mit dem Sandpapierschwamm die Farbe dort abschleifen, wo der Putz hervorsteht. Fertig. Ab zur Decke vom Wohnzimmer. Als ich da so am werkeln war kam Jon und George. George ist einer unserer Handwerker die den Umbau seit Wochen mit uns machen. „Wow“ schrie Jon, „Thats beautyfull, i´m impressed“ und „Ich will das auch in meiner Wohnung haben“ „Hm,“ grinste ich „10 € die Stunde“ George lachte. „Baby, thats my bussines“ lachte ich und zwinkerte ihm zu.

Nach 3 Stunden Lasur und Decke streichen hatte Chiara genug. Wenn sie den bestimmten Blick hat, weiß ich genau sie hat Hunger. „Ja meine Süße, wir machen Schluss und sehen dass wir sie vielleicht sehen und ihr Futter geben können.“ Aber leider Fehlanzeige. Ich hab die Straßenhündin seit 2 Tagen nicht gesehen. Doch am Weg hab ich noch mal Futter gelassen. Die Dose vom Vortag war blitzeblank, doch das können auch Katzen gewesen sein. Egal, einer hat´s gefressen der Hunger hatte. Und heute Nacht stelle ich dem Obdachlosen der jede Nacht in der Seitenstraße vom Club im Eingang einer Boutique liegt auch was zu essen hin. Doch mit der Story bin ich noch nicht fertig nachdem mir Jon sagte, es gäbe hier niemanden der sich um Obdachlose kümmert, kein Suppenküche oder Tafeln. Das kann ich nicht glauben und werde mich erkundigen. Und ich weiß auch bei wem. Sollte es hier wirklich keine Organisation in der Hinsicht geben, dann……

Schwachsinn...

Der Januar ist in Spanien der ruhigste Monat. In meinem Blog nicht. Mit 5624 Klick wurde in diesem Monat die Schallmauer durchbrochen  ...

Das kann natürlich nur sein , weil den Schwachsinn keiner liest...

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Mo

31

Jan

2011

Trockenfutter, nein Danke...

Als Jon und ich gestern ins Haus fahren um Notizen zu machen was wir noch alles besorgen müssen begegnete uns beim nach Hause fahren wieder diese schöne Hündin mit den blauen Augen. „Ist sie das ?“ fragte Jon und hielt an. „Ja, das ist sie“ schrie ich. Da war ich aus schon aus dem Auto gesprungen mit einer Tüte in der ich Chiaras Trockenfutter hatte. Ich kniete mich hin und sprach sie an. „Hola Guapa, hast du Hunger?“ dabei warf ich ihr das Trockenfutter entgegen. Keines Blickes hat sich mir gewürdigt und ist auf die andere Straßenseite gewechselt. Wieder ins Auto und hinter ihr her. Ganz langsam um zu sehen wo sie hinläuft. 4 Mal bin ich aus dem Auto und habe ihr Futter aus den Weg gelegt, doch sie ist jedes Mal daran vorbei gelaufen. Chiara ist ganz verrückt nach dem Zeug. Beim 5. Versuch hat sie sich endlich einmal zu mir umgedreht und mich angesehen als ich sie ansprach und nach ihr pfiff. Ich mach das bewusst, dieses pfeifen, damit sie sich daran erinnert wenn ich sie wieder sehen sollte. Jon sah mich nach der Aktion an und sagte „ Hm, das ist ein Kikiihund, war mir klar als ich sie sah.“ Sie ist so dünn und hat ein glattes kurzes Fell. Heute Nacht hatte es so sehr gewittert. Es war kalt und nass und ich musste immer an sie denken, das sie da draußen ist, allein und friert. Chiara lag neben mir und drückte sich fest an mich, denn sie hat auch immer so einen Angst wenn’s donnert. Heute werde ich erst mal ne Ladung Leberwurst kaufen und um 17h werde ich die Strecke erneut abfahren und hoffen dass ich sie wieder treffe. Und dann werde ich wieder pfeifen…

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Sa

29

Jan

2011

Straßenhunde...

  

Seit mehreren Tagen beobachte ich einen grauen Schnauzer hier in meiner Gegend. Er hat ein sehr schmutziges Fell und einen kupierte Rute. Ein Rassehund. Erst dachte ich er sei vielleicht einer von den Hunden der hier einfach mal alleine durch die Straßen läuft, aber ein Zuhause hat. Doch nachdem ich ihn diese Woche um 4 Uhr morgens in der Straße sah ist mir klar er ist ein Verlassener. In der Nacht war es auch noch so kalt. Sofort als ich aus der Garage kam , begann ich ihn zu suchen, doch er war weg. Seit dem hab ich ihn nicht wieder gesehen.

Heute als ich vom Haus in die Stadt fuhr, ich war Streichen, begegnete mir ein Hund bei dem ich sofort wusste das er ein Straßenhund ist. Klapperdürr, eingeklemmte Rute, schmutzig. Ein wunderschönes Tier. Könnte der Bruder von Chiara sein, die gleiche Farbe, auch 4 weiße Pfoten aber strahlend blaue Augen. Ich fuhr ihm hinterher, überholte ihn und stieg aus dem Wagen, rief ihn, doch er beachtete mich nicht. Ich bin ihm noch eine Weil gefolgt, dann machte es keinen Sinn mehr. Ich hatte nichts dabei. Ab morgen habe ich Hunde und Katzenfutter in meinem Auto, eine Decke und ein Halsband. Eine sehr nette Tierklinik ist direkt bei mir um die Ecke.

Solange ich noch mit Jon in einer Wohnung lebe ist das mit einem 2ten Hund nicht möglich, da er allergisch auf Hunde ist. Doch wenn wir erst im Haus sind wird’s gefährlich. Ich bin nur froh das er auch so hundeverrückt ist wie ich, trotz Allergie.

Übrigens habe ich mir für Chiara Tabletten aus Deutschland schicken lassen, die sie schon mal von mir bekam, ich sie hier aber nicht kaufen kann. Chiara hat sich ewig gehaart, das ganze Jahr über, grauenvoll. Eine Freundin sagte zu mir „gib ihr Biotin“. Nachdem das Hundezeugs ja so teuer ist, bin ich in den DM Markt und hab eine Packung von der Marke OPTISANA BIOTIN 5mg, gekauft. Spottbillig. Ergebnis: unglaublich! Sie hat nach ein paar Tagen aufgehört mit dem Haaren und ein dermaßen weiches Fell bekommen, wie mit Perwoll gewaschen. Kein Scherz. Hier hab ich das Biotin vom Aldi versucht und es hat überhaupt nichts gebracht. Deshalb musste Muttern ran. Nun bekommt sie die Pillen seit einer Woche und Jon ist aufgefallen, dass sie so weich geworden ist. So nun nehme ich das Zeug gleich auch und hoffe das ich davon nicht noch mehr Haare auf den Zähnen bekomme…

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Do

27

Jan

2011

Regen...

Es regnet schon seit heute Morgen. An solchen Tagen wird mir wieder klar, warum ich von Coburg weg bin. Dieses Grau macht mich echt lümmelig. Lust zu gar nichts. Es ist unser freier Tag und ich darf faul sein. Wie sich das wieder abhört „Ich darf“. Ja das ist wieder so typisch deutsch. Schlechtes Gewissen, wenn man mal nix tut. Ich freu mich so darauf wenn das Atelier fertig ist und ich endlich wieder malen kann. Hab tolle Ideen und will sie umsetzten. Nächste Woche werde ich mich mit Wolfgang treffen. Er ist der Mann der den Transport meiner Möbel machen wird. Sobald ich einen Termin habe werde ich mich um eine Flug kümmern. J. hat angefangen die Küche zu bauen. Die Marmorfließen sind da und jede hat eine andere Farbe, doch alle in Sandfarben, von hell bis dunkel. Im Haus befand sich ein alter Holztisch, erst wollte ich ihn benutzen doch er ist rund und eigentlich schäbig. Nun werde ich nur die Beine nehmen und mir einen MDF-Platte besorgen und sie mit Mosaiksteinen belegen. Ich möchte versuchen einen großen Buddha aus Pappmache zu machen und ihn in meinen Zen-Garten setzten. Mein Hirn platzt vor Ideenreichtum. Alles wird in meinem kleinen Notizbuch festgehalten, damit ich nichts von dem vergessen werde…

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Mi

26

Jan

2011

Zu früh gefreut...

Leider zu früh gefreut. Wer stand natürlich gestern wieder im Club. Klar XY-der-aus-dem-Nachbarland-übers-Wasser-kam. Da staunte ich nicht schlecht als er nicht rausgeworfen wurde, nachdem er ja angeblich Hausverbot hat. Seine schleimige Begrüßung konnte ich abwehren in dem ich vom Stuhl ausstand und einfach ging. Da fing auch schon eine Diskussion an. Er hätte ja die Flasche nicht genommen und überhaupt hätte er ja gar nichts mit der Sache zu tun gehabt. Ich hab ihn gar nicht mehr beachtet und Jon redete mit ihm. Ich verstand die Welt nicht mehr. Fragte Jon was das nun sollte. „Es ist besser so.“ „Und du glaubst ihm, ja?“ „Nein“ sagte Jon.

Ok. Du bist der Boss. Wenn du der Meinung bist er bleibt ein Gast, dann werde ich ihn bedienen, doch mein Lächeln wird so freundlich sein, dass selbst er merkt, dass es nicht echt ist. Ich werde kein Wort mit ihm reden was nichts mit seinem Getränk oder der Rechnung zu tun hat.

Ich verstehe schon warum Jon so reagiert. Er kann ihm wohl diese „Mittäterschaft“ nicht 100% beweisen ;-) und somit werde ich ihm seinen Drink servieren. Es ist nicht mein Club und die Entscheidungen bleiben immer noch bei Jon.

Als ich heute die Geschichte mit einem Freund hier besprach, sagte er zu mir. „Die Leute haben kein Geld und verklopfen alles was sie kriegen auf dem Markt, im nächsten Monat stoppt für viele das Arbeitslosengeld, da wird’s noch schlimmer.“ Seit dem Vorfall, glaube ich ihm das sofort….

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Di

25

Mo

24

Jan

2011

Sa

22

Jan

2011

Immer noch glücklich...

 Mein Blick vom Haus

Um 5h ins Bett und um 11h klingelt die Post oder was weiß ich wer, denn wie ich an der Tür stehe ist keiner mehr da. Keine Ahnung wie Jon da weiterschlafen kann ohne mit der Wimper zu zucken. Verschlafen schlurche ich in die Küche um mir meine Tee und Kaffee zu machen. Jon lacht jeden Morgen „Ich hab noch nie jemanden gesehen der Beides gleichzeitig zu sich nimmt“ Augen halb geschlossen, Chiara hinter mir her „He, Frauchen wo bleibt mein Fressi“ Gleich mein Süße, sobald ich aus meine Augen sehen kann. 6 Stunden Schlaf für mich zu wenig. Doch der Abend im Jazzclub war klasse und brechend voll. Wenn Salsaabend ist, Inti und Arley die Luft zum brennen bringen, die Spanier abtanzen bis zum letzten Ton, alle gut gelaunt sind, da macht der Abend extrem Spaß. Als ich dann um 4.30h nach Hause kam las ich mich noch mal in einen Link rein, der mir mein Nachbar geschickt hatte. Nicht mit dem Nachsatz >nur lesen und schmunzeln<. Das hab ich auch getan.

Ja hier hat es doch einen alten Wiener "Grandler" (fränkisch mit einem rollendem R und einem harten D), der über mich schreibt. Anscheinend ist mein Blog doch so interessant, das er damit Zeit verbring über mich zu schreiben oder einfach nur gelangweilt. Natürlich sehr zynisch und oberflächlich, aber witzig. Er kennt mich ja nicht, somit beruht sich alles was er schreibt auf eine Annahme. Interessant fand ich aber dann schon, dass er mich in die Nageltussischublade wirft und versucht mich dadurch abzuwerten, im gleichen Moment aber in seinem eigen Blog darauf hinzuweisen, dass er ein Ex-Krimineller ist, mit Drogen handelte und Frauen laufen ließ. Sehr traurig und mutig fand ich allerdings das er über den Freitod seiner Frau spricht. Ein schreckliches Erlebnis, dass ihn bestimmt zu diesem verbitterten Mann gemacht hat.

Er schreibt, dass ich mir das hier alles nur schön rede, dass hier alles gar nicht so ist und die Spanier auch nicht nett seien. Dazu kann ich nur eines sagen, „So wie man in den Wald ruft, schallt es heraus“. Die meisten Ausländer hier sprechen noch nicht mal die Landessprache. Wie bitte, soll man dann von den Einheimischen erwarten dass sie mit einem kommunizieren. Wir Deutschen regen uns über die Türken auf, die kein Deutsch in Deutschland reden, aber selber gehen wir ganz selbstverständlich davon aus, dass man uns im Ausland zu verstehen hat. Die Spanier sind so freundlich wenn sie merken, dass du ihre Sprache sprichst oder zumindest lernst. Nur dann kann man auch Freundschaften hier aufbauen. Ich bin hier hergekommen um mich zu integrieren, deswegen habe ich Spanisch gelernt. Ich will hier leben und arbeiten und nicht in einem Kolonialverhalten verfallen. Mehrmals wurde ich von Spaniern zum Essen in ihr Haus eingeladen. Der Großteil meiner Freunde hier sind Spanier. Aber ich rede auch mit ihnen in ihrer Sprache und wenn´s doch mal nicht ausreicht, wird mit Händen und Füßen weitergequatscht. Auf jeden Fall hat Herr Grantler viele Worte für mich übrig, doch anstatt so viel Gelaber zu machen über eine Person die er nicht persönlich kennt, sollte er mal aus seiner Urbanisation rauskommen und mich im Club besuchen, da er schon hier lebt. Aber dazu ist er wohl nicht taff genug. Schade!

Nun lebe ich 9 Monate hier und ich muss sagen ich bin nach wie vor immer noch hell auf begeistert von der Mentalität der Menschen. Ich werde nach wie vor immer noch tagtäglich dafür beschenkt, das ich den Schritt gewagt habe und sei es manchmal einfach nur der Blick auf dieses schöne Meer oder ein Kaffee in der Sonne im Winter bei 20 Grad…

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Fr

21

Jan

2011

Der Vorhang fällt...

 Ausstellung Deutsche Bank Denia

Zu Kommentar 20.Januar

Ganz genau Frau Susi. Das hier ist mein Blog, meine Page, die ich mit viel Liebe und Zeit aufgebaut habe. Hier geht’s allein nur um mich. Das hat eine Webpage nun mal so an sich. Eine Webseite ist dazu da, sich darzustellen und zu präsentiere. Punkt.

So, nun habe ich einigen erlaubt, hier ihr Gesicht zu verlieren oder sich bloßzustellen. Nun ist aber mal gut damit. Das ich ganz sicher keine Verbündete brauche und mein Klappe groß genug zum reden ist müsste jetzt mal klar rüber gekommen sein, schon gar keine die ihr Fähnchen in den Wind hängt, so wie ich Frau Susi auch eingeschätzt habe, eine Person, die Andere in die Arbeitslosenschublade schmeißt, nur weil ihr der Kommentar nicht gefällt, das gefällt mir nicht. Das hat nichts mit dem Blog zu tun sondern ist einfach sehr oberflächlich und dumm. Doch das ist so typisch für die Masse, zu urteilen aufgrund einer Annahme oder eines gehört Habens. Davon bin ich weit entfernt. Nur weil mir nicht jemand nach dem Mund redet werde ich ihn noch lange nicht verurteilen und schon gar nicht, da ich ihn nicht persönlich kenne. Anonymität kann ich nicht wirklich ernst nehmen und bewerten. Ein interessantes Schauspiel, ein Danke an die Akteure, aber nun fällt der Vorhang.

Intellektuelle Kommentare, konstruktive Kritik und Vorschläge gerne, der Rest darf sich verabschieden.

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Fr

21

Jan

2011

Hallo...

Zu den Kommentaren vom 6.19.und 20.1

 

Wie viele Frauen bauen sich ihr Leben um einen Mann auf. Also bitte, jede die mindestens ein Kind mit ihm hat, dann Zuhause sitzt und sich ernähren lässt. Wie viele von Euch da draußen sind das? Die meisten leben dann noch mit diesem Partner zusammen, auch wenn sie sich nicht mehr lieben, der Kinder wegen oder des Geldes. Ha! Da kann ich nur lachen. Wie scheinheilig ist das denn. Bloß nicht vor der eigenen Tür kehren, genau darum geht es doch. Es ist so einfach mit dem Finger auf andere zu zeigen das lenkt doch von eigen langweiligen Leben ab.

Da schrieb mir doch gestern die Heidi, deren Namen ich hier nicht entferne denn sie hat sich ja damit vorgestellt und darunter fleißig kommentiert, dass sie mir einen <KikiiRose Altar> aufbaut und nie wieder in den Blog schaut. Hab ich nun nicht wirklich ein Problem damit. Witzig fand ich´s nur, dass sie mir heute wieder eine Email schrieb, ich solle ihren Namen hier rausnehmen, das ich auch tat, aber halt nicht ihr Pseudonym. Na, da hat sie doch wieder rein gelesen. Ja, der Blog macht anscheinend süchtig. Wie auch immer, diesen verbödeten Schwachsinn muss man sich geben. In der rechten Seite vom PC ist ein rotes Kreuz, beim Mac gegenüber ein roter Punkt. Wenn man den anklickt, geht die Seite zu, wirklich. Ich hab auch so einen Kreuzchen, der mir sagt „Kommentare ausblenden“. Aber mir gefällt das mit den Kommentaren. Ich sitze dann am PC und selektiere aus: Neidische Person, frustrierte Person, Schlauberger, intelligenter Mensch (das lese ich dann 2 mal und mach mir Gedanken dazu ), netter Mensch oder jemand der meine Blog dazu benutzt sich selber darzustellen (Habilitation oder ich war auch mal erfolgreich in meinem Beruf). Der Teil der was zu sagen hat ist so gering zu denen die ihn lesen und keinen Kommentar abgeben die vielleicht einfach nur genießen, sei es weil sie es witzig finden, blöd, erfrischend oder spannend. Bleibt mal alle schön ruhig, ich geh jetzt mit Jon auf den Markt und such mir ein schönes Keramikwaschbecken für meine Küche aus, bevor ich wieder zum streichen marschiere..

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Do

20

Jan

2011

Bin heute zu müde...

Bin heute zu müde um zu schreiben, konnte mich grad mal zum Kommentar der Nadine aufraffen. Im Haus ist so viel Arbeit, ein Chaos und Sergio hatte heute Kopfweh und kam nicht zum Streichen. Aber ich hab mein Schlafzimmer in Türkis gestrichen und es sieht so schön aus, denn die Wände sind nicht plan sondern über die Jahre hinweg unsauber verputzt. Die Farbe ist nicht gleichmäßig und da wo sie gleichmäßig war habe ich sie vorsichtig verwischt. Somit sieht das alles ein wenig alt aus. Die Decken sind weiß und 10cm unterhalb ein weißer Rand. Die Sonne schien heute in den kleinen Raum und die Farbe war so brillant wie ich es mir gewünscht hatte. Als ich das sah hab ich entschieden mehr mit Farbe zu arbeiten und einzelne Wände zu betonen. Ach schön, das macht so viel Spaß. Jon steht immer ein wenig hilflos rum, aber so ist er halt. Dafür schmorte ein Brathuhn in der Röhre als ich nach Hause kam.

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Mi

19

Jan

2011

Na, nun kommt doch mal Schwung in die Bude!

  

 

Endlich mal ein paar Kommentare und endlich mal konstruktive Kritik, die meine Flachbusen, Dürrheit und verlebtes Äußere außer Acht lassen. War ich doch sehr erstaunt als ich noch nicht lange in Spanien war und das im Vesteblick über mich zu lesen fand:

Kommentar von maniac
am:
16. März 2010, 20:00

wie doof kann man denn sein????
Ich wage die Prognose die Frau wird entweder mittellos und reumütig irgendwann mal bei der family auf dem Fußabtreter stehen, oder mit durchtrennter Kehle am Strand angespült.
Viel Glück im neuen Leben!

Das ist ein Coburger und dazu muss ich nicht etwas sagen, er und die Anderen sprechen für sich Selber.

KikiiRose, ist ein eigetragener Künstlername, der auch in meinem Pass steht und mit dem ich berechtigt bin zu unterschreiben. Soviel dazu.

Dass ich in Coburg nichts erreicht hätte kann wirklich nur ich entscheiden. 25 Jahre ein Geschäft zu führen und zusätzlich meine Kreativität auszuleben, finde ich „klasse“. Mein Geschäft hab ich nicht aus finanziellen Gründen geschlossen, sondern weil mir die Kälte zu schaffen machte und ich versuchen möchte von meiner Kreativität zu leben. Auf was soll ich warten? Auf mein nächstes Leben? Viele Menschen geben sich mit dem was sie haben zufrieden. Dem Job am Schreibtisch mit einem Vorgesetzten der ihnen jeden Tag sagt was sie zu tun haben. Da muss man nicht denken. Ist das „Was geleistet?“ Ja! Ist es. Genau für diese Person die das möchte. Doch ich will was anderes, ich will mein Leben selber entscheiden und gebe mich nicht mit einem monotonen Leben zufrieden. Ich brauche die Ektase, den Schwung zu spüren das ich lebe. Warum gehört für die Meisten immer wieder das Geld zum Erfolg. Ich denke das kommt doch im meinem Blog klar rüber, dass das für mich grad gar nicht zählt. Was ist so verwerflich daran, in einer Bar zu arbeiten und Spaß dabei zu haben. Für mich ist es Erfolg auf der Bühne zu stehen, zu singen und den Gästen Freude zu bereiten. Wie viele Coburger standen am Schloßplatzfest oder bei den offiziellen Stadtanlässen an der Bühne und lauschten der Coburg Collage Combo. Wie viel haben mir die Hand geschüttelt und mir gesagt, wie gerne sie zuhören wenn ich singe. Das ist auch Erfolg, auch wenn man dafür kein Geld bekommt. Erfolg ist eine Ausstellung hier in Spanien mit meiner Künstlergruppe in der Hauptstraße zu haben, Zeitungsartikel, auch ohne dafür Geld zu bekommen. Erfolg ist es Kleidung die ich selber entwerfe, hier in den zwei exklusivsten Boutiquen zu verkaufen, auch wenn es nur ein paar wenige Teile sind, sind es meine Kleider die zwischen den edlen Designern hängen. Erfolg ist es für mich, dass meine Bilder in der Deutschen Bank hängen und ich angerufen werde um Visitenkarten zu bringen, weil die Kunden nach den Bildern fragen. Erfolg ist es für mich, dass der Blog gelesen wird und eine Reaktion erzeugt. Von was lebt den ein kreativer Mensch, von der Publizität. Bilder werden auch über die Person verkauft. Wer hat nicht alles über das Bohlenbuch abgelästert, doch vor allem die, die es „Nicht;-)“ gelesen haben. Deswegen sind ja auch so viel verkauft worden.

Erfolg definiere ich für mich selber? Für eine Reinemachefrau ist es Erfolg einen Teerfleck entfernt zu haben, für den Bürohengst, seine Unterlagen abgearbeitet zu haben, für den Psychologen, den Patienten zu analysieren. Nur weil ich mich traue völlig anders zu leben und zu denken bin ich verwerflich? Nein, ich bin ich und ich gehöre nur mir, das ist wichtig. Ich lebe mein Leben wie es mir gefällt und lasse Andere ihr Leben leben. Natürlich weiß ich dass es viele Leser gibt die darauf warten das ich scheitere. Doch was heißt denn gescheitert? Das ich nach Coburg zurückkehre? Natürlich werde ich das immer wieder tun. Ich hab da mein Haus und meine Familie. Und was ist so schlimm daran, keinen Kontakt zur Verwandtschaft zu haben? Also bitte. Woher kommt wohl der Ausdruck „bucklige Verwandtschaft? Der ist nicht von mir erfunden. Die Meisten hocken bei Familienfesten zusammen und lästern hinten rum. Man tut sich das nur an weil es die Familie der Familie ist. Ich nicht, die Zeit die ich mit Menschen verbringe will ich genießen. Und wer von Euch hat noch nie Stress in der eigen Familie gehabt der lügt. Streit und Auseinandersetzungen gehören dazu, wichtig ist doch nur das man weiß, wenn´s drauf ankommt ist Blut dicker als Wasser. Also kommt, das ist nun wirklich kein Grund mich zu analysieren. Keiner kann mehr sagen ich sei gescheitert, denn es ist zu spät, ich habe schon das erreicht was ich für mich primär erreichen wollte. Nämlich den Mut zu haben, alleine nach Spanien zu gehen um dort zu leben. Ich bin in der Sonne, ich habe zwei neue Sprachen gelernt. Ok, mein Spanisch ist verbesserungsfähig, doch ich hab ja noch ein wenig Zeit. Mir habe ich es mal wieder gezeigt, dass ich auch mit wenig auskommen kann, ohne Luxus. Das bedeutet nicht, dass ich ewig darauf verzichten muss. Mein „finanzieller“ Erfolg kommt dann, wenn ich ihn brauche.

Mist, jetzt schreib ich mich warm…

Mich trifft auch keiner damit, mir wären die Männer alle davongelaufen. Schon gar nicht, weil es nicht so war. Ich denke dass Jedem schon ein Partner gesagt hat „Ich möchte mich trennen“ oder man selber es ausgesprochen hat. Das ist doch wirklich Kinderkram und darauf mag ich auch nicht reagieren.

Konstruktive Kritik ist was ganz Feines und es freut mich sehr, dass sich das Niveau der Kritiker angehoben hat, denn dann macht es auch mir Freude, mal über ein paar Dinge nachzudenken. Mache ich übrigens oft, was nicht heißen muss, dass ich meine Ansichten ändere, aber es durchaus möglich sein kann. Mein Lebensphilosophie ist „Ich kann vieles doch was ich nicht kann, kann ich lernen“. Also her mit den guten Ratschlägen.

Die Florentine, macht ne Analyse, das find ich klasse (übrigens sage ich immer klasse, weil ich mir abgewöhnt habe „alles ist so geil“. Ich finde es erschreckend, wie viel Erwachsene diesen Ausdruck verwenden. Die Aussprache hat auch was mit Stil zu tun. Ohhhoooo, da war´s wieder, Tschuldigung.

Du weißt aber schon, liebe Florentine, solltest du Texte aus meinem Blog verwenden ist das geistiges Eigentum und da verstehe ich keinen Spaß und Emailinfo bekomme ich über meinen Provider ist zwar ein riesiger Akt, aber möglich. Also bitte schön anständig bleiben. Soviel dazu, ob „Michael“ ein Verwandter ist. Ich weiß es nicht. Antje ist auf jeden Fall meine beste Freundin und sie kennt auch Jon den sie hat mich hier schon 2 Mal besucht. Übrigens liebe Frau xxx (Name wurde von der Redaktion geändert, da man zwar gerne schießt, aber schön anonym, gell) Heidi: Sie hat mich wegen dem Fischer auch geschimpft und meine Mum sowieso. Aber! Hätte er nicht zu mir gesagt “Du schaffst das auch allein“ würde ich immer noch im Kaff hocken. Somit alles ein Puzzle. Eines fügt sich zum Anderen. Das ist wie im Labyrinth. Wenn man den richtigen Weg geht, kommt man ans Ziel. Und da bin ich nun….

Liebe Nadine, deine Kritik fand ich gut, dass ich mich immer wieder darstelle wie toll ich doch alles mache, (übrigens danke das du darauf hinweist, dass du mal sehr erfolgreich in deinem Beruf warst) da magst du wohl recht haben. Ich hör auf damit, denn die es nicht verstehen wollen, verstehen es auch nicht. Danke.

Herr Thomas. Zu sagen, dass Sie mich KENNEN ist nicht ehrlich, denn ich kenne Sie nicht. Das ist aber wieder typisch für eine oberflächliche Bewertung. Menschen zu beurteilen, ohne sie wirklich zu KENNEN. Sie kennen mich sicher von ihrem Biertisch, weil dort andere über mich reden, aber Sie kennen mich nicht und zu behaupten, dass das in meiner Familie liegt, zeigt mir, dass sie uns überhaupt nur aus der Presse kennen, denn meinen Vater, kennen die Wenigsten, meine Mum ist einfach nur entzückend und wen sie damit ansprechen, das kann nur mein Bruder sein der im letzen Jahr seine ersten Film erfolgreich produziert hat. Da spricht doch wieder ein wenig der Neid, oder?

Ich denke dazu ist nun mal vorläufig alles gesagt….

 

 

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Di

18

Jan

2011

Warum schreibe ich eigentlich den Blog..

 Flamanco mit Sax, gigantisch gut...

Die Intension des Blogs waren primär meine Kundinnen, die mich baten, sie doch auf dem Laufenden zu halten. Nachdem das nicht wenig waren erstellte ich den Blog in meiner Seite. So konnten auch meine Freunde immer lesen wie es mir so ergeht. Selbst meine Mum, mit der ich täglichen Emailkontakt habe informiert sich darüber. Natürlich nicht, ohne mich auch zu kritisieren.J

Das das Ding sich im Laufe der Zeit so entwickelt hat und so stark frequentiert ist, liegt sicher daran, das ihn keiner liest, weil´s ja so ein Quatsch ist, den ich da so von mir gebe. Doch anscheinend macht der Quatsch wohl süchtig. Für die Einen ist es Müll, für die Anderen Information, für Einige erfrischend. Was auch immer, der Blog wird gelesen. Interessant machen ihn natürlich auch die Kommentare. Wünschen würde ich mir diese mit vollem Namen und nicht anonym. Aber gut, so sans hold die Menschen, schierßen kennans, aber orstecken net. Jo mei…

Eines will ich aber nun doch mal erwähnt haben: In dem was ich da schreibe ist nichts erfunden. Es sind meine persönlichen Erlebnisse oder sehr private Gedanken dazu. Das Universum hat mir ein sehr buntes und erfülltes Leben geschenkt, dass nicht nur witzig war. Doch alles hat seine Balance. Ich hab viel traurige Dinge erleben müssen/dürfen, doch dafür ist diese Balance ein unglaubliches Glück und viel Freude am Leben. Es liegt nur an uns selber am Leben zu wachsen, zu zerbrechen oder zu resignieren. Ich hab mich fürs Erste entschieden, und dazu benötigt es keine Erfindungen. Jeder ist seines Glückes Schmied. Und wenn es sich dann doch einmal so unglaublich anhören sollte. Dann war es das auch. Oft sind es Geschehnisse die ich selber nicht glauben kann, genau deswegen bringe ich sie zu Papier.

 

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Mo

So

16

Jan

2011

Mandelblüte...

Der Jazzclub ist renoviert. Es fehlen nur noch die neuen Tische und ein Schriftzug an der Wand. Den Chillout Bereich hab ich mit roten Samtvorhängen dekoriert Teelichter an den Wänden, neue Kissen und die Holztischen von der Terrasse. Es ist einfach nur schön. Der Club hat nun ein Gesicht. Den Gästen gefällt das Rot an den Wänden und die warme Atmosphäre. Jon ist happy und erleichtert, dass wir das nun endlich mal durchgezogen haben.

Morgen werde ich mit dem ersten Raum in meiner Wohnung im Haus anfangen.

Hier blühen  die ersten Mandelbäume. Es ist jeden Tag blauer Himmel und in der Sonne herrlich warm. Viel davon mitbekommen habe ich nicht in den letzten Tagen, doch nachdem das hier jeden Tag schön ist, habe ich auch nicht das Gefühl etwas zu verpassen. In Deutschland muss man jeden warmen Tag genießen und voll auskosten.

Der Januar und Februar sind wohl mit dem November die ruhigsten Monate hier in Denia. Wenn man durch die Stadt geht kann man beobachten, das jede Woche ein anderer Laden schließt. Es ist schon erschreckend. Viele sagen, dass Spanien einer der schönsten Orte ist wo man leben kann, nur Business, das macht man lieber woanders. Ich habe  das Gefühl, dass Gastronomie noch eines der wenigen Geschäfte sind mir denen man hier überleben kann. Schon heftig. In Deutschland ist die Kriese wohl so gut wie überwunden, hier ist sie am Tiefpunkt und so tief war Deutschland nie annähernd. Wer hier nicht lebt, kann sich das nicht vorstellen. Doch trotz allem sind die Menschen hier nicht im geringsten frustriert. Hier jammert auch keiner. Die Lebensqualität ist einfach unschlagbar….

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Do

13

Jan

2011

Mi

12

Jan

2011

Renovieren...

  

Ich hatte echt vergessen wie gern ich das eigentlich mache, malen. Was hab ich mich gedrückt seit Tagen, doch wenn ich dann erst mal loslege finde ich kein Ende. Dann muss ich fertig werden. So wie heute. Sergio hat mir beim Streichen geholfen. Er ist wie ich, ein Macher und flott. Wir haben den großen Raum in einem Aufwasch gestrichen. Es sieht so toll aus. Nun bekommt das Ganze ein Bild. Morgen hängen wir die Bilder auf und ich streiche noch den Chillout Part. Dann geht’s ab zu Ikea und Deko kaufen. Kissen, Kerzen die neuen Tischplatten, Lampen und und…

Jon hat erst einen Schock bekommen als ich die Säulen auch rot strich, obwohl das vorher geklärt war, doch daran konnte er sich nicht mehr erinnern. Jetzt sind die weißen Säulen rot und er ist voll begeistert. Hm?!

Mit Sergio werde ich auch das Haus streichen, denn ich mag ihn, auch wenn er meine Matratze verhökert hat. Ich bekomm sie ja wieder, halt ne Neue. Er hat Power ist immer gut drauf und spricht Spanisch und er liebt es wie ich bei Salsamusik zu arbeiten. Nur die Feinheiten, die mache ich lieber selber, denn ich bin Perfektionist. Ich hasse Patzer. Doch ich glaube das geht klar.

Aber nun muss ich mal schlafen, ich spüre meine Muskeln, meinen Rücken und meine Hände. Ein gutes Gefühl!

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Mi

12

Jan

2011

Puh, geschafft..

  

Also den Abend heute kann ich Euch nicht vorenthalten, denn es ist das Heftigste was ich in den 6 Monaten Jazzclub erlebt habe.

Um 22h schossen Jon und ich den Club aus, um 23.30h sahen wir uns gelangweilt an und überlegten noch ob wir heimgehen oder bleiben. Phil und seine Frau kamen, Freunde von Jon. In der Zwischenzeit kamen noch 4 Spanier, das war´s. Phil und ich sangen ein wenig und die Spanier wurden warm. Ein Copa nach dem anderen. Gerade in dem Moment als ich zu den Toiletten gehen wollte kommen 15 Gäste. Ok, umdrehen zum Gassi gehen ist später auch noch Zeit. Doch als ich gerade die Drinks zubereite, kommt ein neuer Schwung mit noch mal so Vielen. Kikii ist aber alleine Zuhause, da Lorenzo frei hat. Hilfe! Das hörte nicht mehr auf. Gegen 1h war der Club voll und ich am zaubern. Jon versuchte mir zu helfen in dem er mir im Weg rumstand. Irgendwann als er mich fragte, genau in dem Moment als ich versuchte meine Drinks nicht zu vergessen und einzuschenken, ob ich auch nicht den Gin Tonic vergessen hätte abzurechnen, da platzte mir der Kragen. „Raus aus der Bar“ schrie ich ihn unsanft an. Das war deutlich genug, den er vertrollte sich hinter sein Piano. Ich bin wirklich schnell, ich kann Stress aushalten, aber wenn mich jemand dabei stört in dem Moment in dem ich voll konzentriert bin, nichts zu vergessen was eh schwer für mich ist bekomme ich Nerven. Die laute Musik macht es mir nicht wirklich einfach zu verstehen. Das Spanisch der Gäste ist oft undeutlich oder im Dialekt. Versteh mal „White Label mit Cola“ von einem angetrunkenen Spanier. Das hört sich an wie „ Bailabl con ola“ oder„ J&B“ ist gleich „Hota-W“ oder „Whiskey“ ist „ Wiggej“. Daran muss man sich erst mal gewöhnen. So nun steh ich da, bin am einschenken und von der Seite ruft mir jeder was anders in Englisch oder Spanisch zu und Jon will dann auch noch irgendwas unwichtiges. Zwischen durch höre ich ein Glas zu Boden fallen, sause mit dem Besen hin um die Scherben aufzukehren, schreie nach Jon der mir Eis bringen muss, was macht er bringt einen Beutel der eh in 5 Minuten leer ist, vergisst die Flaschen wegzubringen, ich schreie wieder nach Hilfe, er bringt die Flaschen weg, kommt wieder ohne leere Gläser von den Tischen zu räumen, denn in der Zwischenzeit sind alle sauberen Gläser unterwegs. Ich dreh fast durch. Lächle, aber das ist diesmal nicht echt. Währenddessen sind fast alle völlig betrunken und es wird nicht einfacher. Der eine will einen Chubito mit mir trinken, ich trinke aber seit dem 1.Januar keinen Alkohol mehr, mach ich immer einmal 4 Wochen im Jahr, trinke mit ihm also einen alkoholfreien Chubito. Die eine Gruppe will zahlen. Jon muss es ausrechen, da ich keine Zeit hab. Als sie bezahlen fehlen 10 Euro, also wieder hinsausen und warten bis sich 10 Leute einig sind, wer nun die 10 € zahlt. An der Bar warten auch Gäste die Copas wollen, eine Frau schmeißt ein Glas vor die Füße ihres Freundes, sie ist total betrunken, Jon kehrt es diesmal weg, danke, war immer noch nicht Gassi und keine Zeit dafür. Doch plötzlich gehen die Lichter an und Jon sagt „Schluss, keine Drinks mehr.“ Ich seh das erste Mal auf die Uhr: 4h

Ein Grinsen auf Jons Gesicht als er die Kasse macht. Ich ab heute den Umsatz von 2 gemacht.

Ist alles gut gelaufen, aber noch mal muss ich das nicht haben…

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Di

11

Jan

2011

Summertime...

  

Was für ein wunderschöner Tag heute. Blauer Himmel und warm. In der Sonne 26 Grad. Saßen Mittag im Cafe und trafen ein Ehepaar, das Jon kennt. Sie Spanierin, er Deutscher. Er erzählte mir, dass die letzten 10 Jahre hier keine schönen Winter mehr gab. Es war kalt und nass. Dieses Jahr wäre seit langem ein Winter wie früher. Warm und sonnig. Ich kenne das ja nur so, denn es ist mein erstes Jahr hier in Spanien. Somit fällt mir nur dazu ein „Wenn Engel reisen?!“

Ja, so hab ich mir das erträumt und gewünscht. Um 18h, Mitte Januar auf der Terrasse zu sitzen und zu genießen. Wie viele Jahre hab ich nur damit verbracht, den Winter zu verschlafen. Schlafen, schlafen, nur damit schnell der erste warme Sonnenstrahl mein Gemüt erwärmt. Jeden Tag hier, sag ich einmal „Danke“, weil ich es immer noch nicht glauben kann.

 

Wir haben angefangen den Club zu renovieren. Die Spinnweben und die Deco entfernt. Morgen geht’s los mit dem Streichen. Ich bin gespannt wie das aussieht wenn es fertig ist und freu mich darauf. Und wenn der fertig ist geht’s los mit dem Streichen im Haus und dann wird’s Zeit für einen Umzug…

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So

09

Jan

2011

Ich will....

 da soll der Pool hin ...

Vielen Dank für den Kommentar im Blog. Auf die Zitronen werde ich mich freuen. Ich will auch einen Baum im Garten. Doch das ist hier ja das wenigste Problem. Aber vor allem brauche ich eine Kafir Limette damit ich meine Blätter zum Thai kochen verwenden kann, einen Kräutergarten, einen Feigenbaum, eine Banane, damit ich meinen Fisch in den Blättern dämpfen kann, Datteln haben wir schon und Aloe Vera, da hab ich immer ein Blatt in einem Glas in meinem Bad stehen und schmier mir den Glibber Nachts ins Gesicht. Ich werde Callas anpflanzen und mich davor setzten um sie zu malen. Die Gänse sind gestorben, da Jon in den Gartenanteil seinen Pool setzten will. Ich werd´s überleben. Dann gibt’s eben Goldfische im Pool. Ich will Bambus, damit uns die Leute von der Straße nicht rein sehen wenn ich „nackert“ am Pool liege (Scherz) So eine hohen Bambus gibt’s nicht und weiße Kieselsteine für meinen Zen-Garten und ein IPad….

Noch Fragen?

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Sa

08

Jan

2011

Sonne, Strand und Meer...

 Soll mal ein Bad werden...

20 Grad. Sitze mit Jon und Chiara bei einem Kaffee im Helios in las Rotas in der Sonne. Das Helios ist ein kleines Lokal direkt an den Klippen. Wunderschön, sehr einfach, doch der Platz ist einfach genial. Das Meer war ruhig und du kannst bis auf den Grund sehen. Wie ich das liebe. „Weißt du, genau das ist der Grund warum ich hier bin, das ist Glück“ Jon sieht mich an und sagt „Ich weiß was du meinst, das ist auch mein Grund warum ich nicht mehr in Schottland lebe“ Momente die unbezahlbar sind. Momente dir mir sagen, ich hab alles richtig gemacht.

Das Haus ist nun soweit, dass die Küchen gemauert werden können und die Wände gestrichen. Als wir im Bad stehen das renoviert werde muss waren wir Beide überrascht, wie klein es doch eigentlich ist. Hätte man mich eine halbe Stunde vorher gefragt, wäre es dreimal so groß gewesen. Wir sahen uns an und schüttelten nur mit dem Kopf „Ne, unsere Idee ist hier nicht zu integrieren.“ Wieder umdenken, wieder ins Geschäft. Fliesen für meine Küchenplatte hab ich immer noch nicht. Seit den handgemachten Fliesen aus Ibiza finde ich keine mehr schön genug. Aber soll ich Euch was sagen? Das sind echt schöne Probleme. Denn ich hab ja nun Zeit für das alles. Kein Laden mehr. Ich schlafe jeden Tag 8-9 Stunden und bin am Nachmittag nicht mehr platt.

Gestern Nacht hat die Luft im Club gebrannt. Salsaabend mit Inty und Arley. Die Beiden machen einfach super Salsa, Rumba, Cubana und alles andere. Die Spanier lieben diesen Abend und tanzen die ganze Nacht. Jon hatte ja Sorge dass die Gäste wegbleiben, weil nicht mehr geraucht werden darf. Doch es ist so wie in Deutschland. Auf einmal kommen ganz andere Gäste. Nämlich die, die wegen der schlechten Luft nicht kamen. Das Publikum ändert sich ein wenig. Mir ist es auch gestern extrem aufgefallen, dass die Biertrinker viel weniger sind. Das sind die Gäste die auch gerne viel rauchen. Wir hatten gestern fast nur Copas ( Longdrinks) verkauft oder Softdrinks. Es ist auch fast keiner vor die Türe oder auf die Terrasse zum Rauchen gegangen. Klasse. Eine sehr angenehme Atmosphäre. Als ich das erste Mal auf die Uhr sah war es kurz vor halb Drei. In der Zwischenzeit hatte ich noch einen sehr netten Besuch an der Bar. „Ich lese jeden Tag deinen Blog“ stellte er sich vor. Da musste ich schmunzeln. Hiermit ein „Hallo“ an dich über den Blog. „Ist das nicht komisch für dich, dass ich über den Blog so viel über dich weiß?“ fragte er mich. Kurz mal nachdenken. „Nö.“ Wenn mir das was ausmachen würde dürfte ich den Blog nicht schreiben. Und wenn ich´s mir genau überlege, die Leute reden doch immer was über dich, und wenn sie nichts wissen erfinden sie was. Mit dem Blog sind sie immer auf dem neusten Stand, grins…

Tipp: http://www.tripsbytips.de/reisetipp/helios-bar/10216819.html

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Do

06

Jan

2011

Gesicht verloren...

Also jetzt müsste der letzte Leser dieser Webpage langsam wissen das ich rechts/links Legasthenikerin bin. Auch müsste nun endlich der Letzte mal kapieren, dass ich damit nun wirklich kein Problem habe. Albert Einstein hatte das sicher auch nicht. Wer versucht mich daraufhin zu beleidigen ist leider bei mir an der falschen Adresse. Mein Selbstbewusstsein aufgrund meiner Kreativität und meiner Persönlichkeit ist unantastbar. Menschen die mich als „Sowieso“ oder „Nageltussi“ bezeichnen verlieren genau in diesem Moment ihr Gesicht. Wären diese Menschen intelligent genug, würden sie es auch merken. Meinen Blog als „Schwachsinn“ zu bezeichnen, hat jeder das Recht dazu. Doch es im Blog zu äußern zeugt nicht gerade von viel Verstand, denn es ist nicht wirklich konstruktive Kritik sondern rein emotional. Diese emotionale Äußerung resultiert ja wohl aus einem Gefühl von Neid und Missgunst. Sollte diese Äußerung mich etwa vom Schreiben abhalten? Wohl eher nicht. Menschen die versuchen Kritik zu üben, sollten vielleicht doch vorher mal überlegen was sie so von sich geben und ob das wirklich einen Wert enthält. Doch mir zeigt es mal wieder, dass mein Weg richtig ist. Mitleid bekommt man umsonst, Neid muss man sich verdienen.

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Mi

05

Jan

2011

Mein erster Abend allein..

 KIKII ALLEIN ZUHAUS

Jon sitzt am Klavier und spielt mir was vor, während ich am PC sitze und über den gestrigen Abend sinniere. Es war mein erster Abend allein in der Bar. Jon war nur kurz da um mir die Mikrofone einzustellen und ist dann wieder ins Bett verschwunden, wo er auch hingehörte. Da stand ich nun alleine in der Bar und es ging natürlich alles zu Ende im Laufe des Abends. Aber ich hab tapfer das Bierfass gewechselt und als die Papierrolle in der Kasse zu Neige ging wurde mir schon ein wenig Bange, denn ich kann mich erinnern als das Alicia passiert ist, das erste Mal war das ein riesen Akt, da Jon nicht da war und uns ein Kunde aus einer anderen Bar geholfen hatte. Doch die Kikii ist ja ne Schlaue und hat einfach bevor die alte Rolle zu Ende war die neu darauf gelegt und eingezogen, so mache ich das bei meiner Overlock Nähmaschine auch, hat voll funktioniert. Kartenzahlungen auch kein Problem und somit war die Taufe gelungen und ich bin fit. Jetzt kann ich eigentlich meine eigene Bar aufmachen. Um 1h hab ich dann noch ein paar Lieder geträllert und einen Song mit einem arabischen Spanier gesungen. Ein Backtrack von Diana Krall. Er sag dazu in Arabisch was ihm so eingefallen ist und ich in Deutsch. Das war echt toll. Er war so glücklich und hat mich immer wieder gedrückt. Den Gästen hat das auch gefallen. Um 3h bin ich dann aus der Bar. Die Kopfschmerzen die ich schon seit 2 Tagen habe waren heute nicht verschwunden. Dazu kamen Schluckbeschwerden die auch keiner braucht. Ich war echt verzweifelt heute Morgen. Am Nachmittag hab ich mir einen Infrarotlampe gekauft und mich 15 Minuten daruntergelegt. Und? Die Kopfschmerzen sind schon mal weg. Wow. Das werde ich jetzt drei Mal am Tag machen. Vielleicht geht’s mir dann endlich mal wieder besser. Ich will jetzt wieder sporteln! Manno…

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Di

04

Jan

2011

Wenn man will geht alles...

Tee kochen, einkaufen, kochen, Bar organisieren, Bier für Bar kaufen, in die Bar fahren, Brot backen, Hühnersuppe für Jon kochen, dauert drei Stunden, Dates mit Rosa für morgen gemacht, schnell ins Haus gefahren um den Jungs die mir beim Umzug halfen Geschenke zu bringen, dabei gleich nach dem Rechen sehen und wie weit sie sind, ist alles ok, muss jetzt mal gestrichen werden, mit Chiara Gassi gehen, Paula für heut Abend zum Singen organisiert, freu mich auf sie weil ich sie total klasse finde, bin ja allein im Club ab 22h, wird ne lange Nacht, Post beantworten und meiner Mum schreiben, in die Stadt um Schuhe zu kaufen, kann aber keine in meiner Größe und Preisklasse finden, brauche aber dringend zum Arbeiten ein paar bequeme Schuhe, ärgere mich, weil ich Schuhe nach dem Preis aussuchen muss, geht aber grad net anders, find auch keine und ärgere mich wieder, die die ich habe sind zu hoch oder zu flach und mir tut der Rücken oder die Füße weh, Marisa meine Freundin aus Madrid ruft an, sie kommt morgen Abend nach Denia, freu, freu, Marisa find ich auch total klasse, hab grad nen hipe mit den Mädels und muss Spanisch reden, klasse, wird auch Zeit dass das besser wird, Suppe ist fertig, Jon abfüttern, wieder ins Bett bringen, mich ins Bett bringen um den Blog zu schreiben und kurz meine Songs zu testen, jetzt bloß nicht die Augen zumachen, sonst ist alles zu spät…..puh, geschafft!

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Mo

03

Jan

2011

Gähn....

Heute Mittag waren es 16 Grad und die Sonne hat schon Kraft und ist warm. Wundervoll. Jon ist krank. Kein Wunder nach dem ich ihn 4 Wochen angeschnupft habe. Ich hab ihm verboten aus dem Bett zu kriechen. Bin schon froh, dass er nicht gleich wieder in die Klink muss. Hätte das Universum für mich Kinder vorgesehen hätte ich welche, nun hab ich eins und das ist 56 Jahre alt. Meinen ersten Tag ohne Laden habe ich damit verbracht Tee zu machen, Wäsche zu waschen, die Bar zu arrangieren, Bild zur Deutschen Bank gebracht wegen der Ausstellung, einkaufen, kochen, Tee machen, Bett beziehen, Wohnung wischen da Putzi im Urlaub, wieder Tee machen, Däumchen drehen und dabei zu überlegen ob ich mich gesund genug fühle ins Fitnessstudio zu gehen um mich anzumelden. Nach dem ich immer noch verschleimt bin, entschieden es zu verschieben, dafür geh ich zu Stefan der mir mein IPhone frei macht, oder wie man das nennt. Bin nun endlich kein Telecom Kunde mehr und werde warten bis das 5er rauskommt um mir einen Vertag in Spanien ans Bein zu binden, solange habe ich ein Kartenhandy, bis ich meine erste Millionen gemalt habe und mir dann verschwenderisch das neue IPhone plus IPad kaufen werde. Die Agentur von Vox hat mir geschrieben, dass sie sich melden sobald Spanien auf dem Terminplan steht. Gut. Somit alles Bestens, gähn….

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Sa

01

Jan

2010

Happy New Year

  

Ich wünsche allen ein supergutes neues Jahr.

Meins hat damit begonnen im Jazzclub bis um 6.30h zu arbeiten. Ohne Alicia! Kein Stress, kein Streit, einen entspannten Jon den ich an diesem Tag das erste Mal im Club hab richtig lächeln sehen. Er wirkte richtig glücklich. War sehr schön für mich das zu sehen.

Lorenzo ist ein lustiger Typ und wir schmeißen den Laden schon. Somit, alles happy, alles Bestens, auf ins gigantische 2011…

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Fr

31

Dez

2010

Ich bin frei...

  

Heute habe ich den Laden ausgeräumt. Ohne Wehmut sondern mit voller Freude und Zuversicht.

Ich bin nun frei. Das erste Mal seit 25 Jahren habe ich keinen Laden mehr nach dem ich mich richten muss. Ich habe meinen Job im Jazzclub und meine Malerei. Malen und schreiben wird nun meine Arbeit sein. Noch ist das Haus und das Atelier nicht fertig, doch bis dahin werde ich viel mit der Renovierung der Bar und streichen im Haus zu tun haben. Ich werde mich heute im Fitnessstudio anmelden und lernen wieder ein wenig mehr auf mich zu achten. Seit über drei Wochen bin ich nun krank und immer noch nicht 100 % gesund. 4 Kilo hab ich in den letzten 6 Monaten zugelegt und meine Jeans lacht mich aus wenn ich sie nur ansehe. Dabei hab ich die tollsten Jeans im Schrank und kann sie nicht tragen. Neue kaufen? Dafür hab ich grad keine Moneten übrig und selbst wenn, im Leben kaufe ich mir keine Klamotten eine Nummer größer, ha, das wäre doch gelacht. Hab ich meine Figur ein Leben lang, lieber jogge ich von Denia nach Madrid und zurück um mein Gewicht zu verlieren. Nönö, das wird schon wieder wenn ich endlich Zeit zum sporteln habe. Jon ist nur am futtern. Sein Tommy, ist wohl ein schottischer Ausdruck für Bauch, wird stätig größer. Er futtert nur Süßkram. Er schiebt es auf´s Nichtrauchen. Nochmal ha, das hat er grad mal 4 Wochen durchgehalten. Jetzt schiebt er es auf den Stress. Er wird immer eine Ausrede haben. Als ihn fragte ob er noch seine Füße sehen kann ( so schlimm ist es noch nicht ) fand er das total witzig. Dieser Mann macht mich wahnsinnig mit seinem Humor.

Als Jon gestern vom Club kam und nach dem Rechten sah war er ziemlich geknickt. Der Umsatz war nicht der Hit und Alicia hat viel zu viel Personal mit sich arbeiten lassen, obwohl sie an den meisten Tagen allein zu arbeiten hatte. Als wir Chiara von Stefan und Lorenzo abholten hörten wir gleich noch ganz andere Geschichten über sie. Sie hat wohl nur über den Club gelästert und das sie keine Lust mehr habe und überhaupt. Dabei hatte sie gerade 24 Stunden vorher Jon eine Mail geschrieben in der sie schrieb den Job unbedingt zu behalten und sie ja so glücklich ist mit allem. Diese Schlange. Aber ich weiß das ja schon länger, doch Jon wollte mir das nicht glauben. Es ist ein, Entschuldigung, scheiß Gefühl wenn man Selbständig ist und man keinen entspannten Urlaub machen kann, weil man schlechtes Personal hat. Ich kenn das noch von mir. Mein Urlaub hatte mich immer das doppelte gekostet, den ich machte mein Geschäft immer allein und der Laden war zu in der Zeit. Kein Umsatz, doch die Kosten laufen weiter. Sehr unschöne Situation für Jon, der sich ja sehr gerne mit Entscheidungen windet wie ein Aal. Meine Mund kann ich ja auch nicht halten und so musste er sich dann schon was anhören. Er wüsste nicht wie er ihr sagen soll, dass sie gehen muss. Ganz einfach: „Tschüss?“ Aber das ist halt Jon und das bin ich. Wenn jemand glaubt mich hintergehen zu wollen hab ich für nichts mehr Verständnis. Doch wie das Leben so spielt, erledigt sich das Wichtige oft von selber. Am Nachmittag kam eine Mail, dass sie kündigt. Ja! Feiner Zug von Ihr, endlich hat sie was kapiert. Somit bekommt Lorenzo ihren Job und Ruh´ is im Stall. Und wir starten neu ins Jahr 2011. Jon mit neuem Personal, ich mit einem Leben in „Freiheit“. Es ist ein so gutes Gefühl allen Müll im alten Jahr zu lassen und gereinigt ins Neue zu gehen.

Somit wünsche ich heute Allen ein gute Entsorgung und ein gigantisches neues 2011!

Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder…

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Mi

29

Dez

2010

Ich kann nicht wegsehen..

Ich kann nicht wegsehen…

Bin grad total aufgewühlt und weiß gar nicht wie ich mich fühle und was ich denken soll, ich sehe immer wieder das Gesicht von dieser Frau vor mir. Ein Gesicht unter wunderschönen blondem Haar, aufgedunsen, verprügelt mit Hämatomen übersät, offenen Wunden, die Augen nicht mehr zu sehen, da eingeschwollen. Der Mann der vor ihr steht als wir zum Bus kommen, schreit sie an, dabei spuckt er vor Erregung, immer wieder schupst er sie und schreit. Sie versucht sich die Tränen mit einem Taschentuch abzuwischen. Ich spüre wie mein Herzschlag immer schneller geht, ich und jeder Andere hier auf der Straße weiß was hier geschieht doch Jeder dreht sich weg. Der Bus kommt, wir steigen ein und auf einmal schubst dieser Typ seien Freundin in den Bus, so das sie fast auf mich fällt. Ich drehe mich um da schreit er mich an, ob ich ein Problem habe. <Yes> sage ich und stehe direkt vor ihm, ich sehe ihm in die Augen und mein Blick wird hasserfüllt und eiskalt. Wenn er jetzt noch was sagt, schreie ich einfach los. Da zieht mich Jon in den Bus. Ich sitze und beobachte das, währenddessen werde ich etwas lauter beim sprechen und frage Jon <Warum tut hier niemand was? Warum sehen alle zu? Warum ruft keiner die Polizei? > Da ich in Englisch rede versteht mich auch Jeder. Der Bus fährt ab, ohne die Beiden, der Busfahrer hat sie nicht mitgenommen. Ich sehe den Beiden hinterher. Meine Wut erdrückt mich fast, mein Herz schlägt mir bis zum Hals, ich hagere mit mir, Gedanken springen wie verrückt? Was kann ich tun? Ich hab kein Handy, bin hier fremd. <Jon, ich steig aus und laufe zurück, ich muss was tun. Ich kann nicht wegsehen wie alle hier> In dem Moment hält der Bus und ich raus. Was Jon macht interessiert mich grad gar nicht, doch ich sehe er steht einen Moment später auch auf. Da bin ich aber schon dabei die Straße am zurückrennen. Ich sehe die Beiden. Er schreit immer noch auf sie ein und schupst sie auf die Straße. Ich weiß nicht was ich tun soll, ich spreche einfach einen jungen Mann an der gerade an einem Schaufenster steht und das beobachtete. Er ruft für mich die Polizei an und spricht mit ihnen, während ich ihm die Geschichte erzähle. Da kommt Jon. Die Beiden sind nicht zu sehen, doch die Polizei erzählt dem jungen Mann am Telefon dass sie gerade jemanden angehalten haben der auf die Beschreibung von mir passt. Der Bus hat eine Kamera und so werden sie, die Beiden identifizieren können. Ich bin ein wenig erleichter. Als ich im nächsten Bus mit Jon sitze muss ich weinen denn ich sehe immer wieder das Gesicht von dieser jungen Frau. Was mag sie in den letzten Tagen mitgemacht haben, hat sie keine Nachbarn? Irgendjemand muss doch hören wenn er sie schlägt. Wie kann man da wegsehen? Ich weiß das es sehr dumm ist von mir mich da einzumischen, aber ich kann mich nicht kontrollieren, meine Wut und mein Hass, mein Gerechtigkeitssinn ist so stark ausgeprägt, dass es einen Hebel in mir umlegt und es mich völlig neben mir stehen lässt. Ich ärgere mich das ich mein Pfefferspray nicht dabei habe. Das wäre genau richtig gewesen….

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Mi

29

Dez

2010

Picasso der alte Gauner...

 Kamera Obscura

Sitze im Wohnzimmer vorm Kamin in dem schönen Haus von Jons Bruder, Jon ist am duschen und ich genieße die Ruhe. Am Christbaum leuchten die Lichter und unter diesen liegen Schokoladen und Keksdosen. Überall im Haus fliegt Schokolade rum, grauenvoll! Ich hasse das Zeug. Weiß genau warum ich nie was Zuhause habe, ich würde alles vertilgen und genauso blöd dabei aussehen wir das Krümelmonster von der Sesamstraße. Ne ne, nix für mich, was bin ich froh wenn ich aus dieser Gefahrenzone wieder herauskomme. Langsam geht’s mir besser. Zumindest hab ich das Gefühl wieder gesund zu werden ohne Antibiotika nehmen zu müssen. Als Kinder haben wir vom Arzt wegen jedem Niesen Penicillin bekommen und dafür hab ich heute eine Allergie darauf. Bin nicht scharf drauf resistent gegen Antibiotika zu werden.

Die letzten Tage waren entspannt, wenn man nicht gerade meinen Magen damit meint. Nationale Art Galerie, Modern Art Museum, ein paar alte Schinken perfekt ausgeleuchtet, Rubens, van Dyck, Rembrandt oder Picasso, alles da. Ich hab die Ausstellungen genossen. Als ich vorm Picasso stand ist mir mal wieder ein Tränchen entsprungen. Dieser Gauner, selbst die schlechtesten Bilder von Ihm machen mir Gänsehaut und dieses war nun echt nicht der Hit. Manchmal hab ich so den Eindruck mit einigen seiner Bilder nimmt er uns ganz schön auf den Arm und wir bezahlen Millionen dafür. Das war so eines und ich konnte mir ein Augenzwinkern nicht verkneifen. Aber gut, dafür ist es Kunst.

Den restliche Tag werde ich wohl mit Jon in den Charity Shops verbringen, denn nachdem wir unsere Taschen gepackt und gewogen haben und feststellten wir haben noch 2 Kg Platz, entzückte ihm ein Lächeln <He Baby, du weißt was das bedeutet?> Oh ja, ich weiß das: Shopping…

Darüber hinaus habe ich an den letzten zwei Tagen eine neue Webseite für den Jazzclub erstellt. Jimdo hat mir einen Gutschein über 6 Monate geschenkt und das nahm ich zum Anlass, endlich die überfällige Aufgabe zu übernehmen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Dafür gab es einen neuen Haarschnitt gratis und das war auch überfällig.

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So

26

Dez

2010

Werde nie wieder was essen...

 Kamera Obscura

Oh Mann, bin ich vollgefuttert. Weihnachten ist in Schottland am 25. Und was gibt es hier? Turkey 8 Kg schwer und Plumpudding. Wie lecker. Was bin ich froh ab dem neuen Jahr ins Fitnessstudio zu gehen. Jon und ich waren in der City und haben Sightseeing Tour gemacht. Castle, Camera obscura, Whiskey Museum und Bars. Das Castle ist schon klasse. Für meine Verhältnisse ein wenig kitschig erklärt. Mit einer Tour, im der man die Geschichte sehen kann. Es hat lebensgroße Figuren in verschiedenen Posen die erklären was so alles passiert ist. Nicht so mein Fall. Erstaunt war ich, als ich in einen der wunderschönen Räume kam und drei von den ganz alten Schinken an der Wand sah. Porträts von den Bewohnern, lebensgroß. Ich liebe diese Malerei. Doch als ich davor stand, konnte man nicht mehr sehen? Ne, kein Schoßgeist sondern ein Kronleuchter der mit grauenvollem Licht auf alle Bilder leuchtete, sodass man weit zur Seite treten musste um das Bild zu erkennen da es reflektierte. Ich konnte das nicht fassen, vor allem, dass die wenigen Bilder die sie hängen haben und kleiner sind hinter normalem Glas liegen und wieder das Licht so spiegelt, das man nichts sehen kann. Wie blöd muss man den dafür sein? Wenn ich solche wundervollen Bilder hätte würde ich sie besonders beleuchten, damit man jedes Detail erkennen kann, vor allem wenn man so viel Geld in kitschige Figuren investiert. Unfassbar.

Was war ich froh aus dem kalten Castle rauszukommen. Ich bin nicht wirklich der Fan von alten Burgen. Ähnlich wie mit Tempeln in Thailand oder Kirchen. Einige werden mich steinigen, aber ist doch alles gleich. Ich bin nur heiß auf die Malerei.

Der nächste Akt war die Kamera Obscura. Konnte ich mir darunter nicht wirklich viel vorstellen, doch genial. All so´n Zeug was optische Täuschung ist und dem Auge etwas vormacht. Sehr sehenswert und extrem lustig. Vor allem das Letzte. Eine Röhre in der sich Lichtpunkte drehen. Du sollst über einen Steg durch die Röhre laufen. Ich hab es 5 Mal versucht und ich falle jedes Mal wieder über das Geländer. Ich kann mich nicht kontrollieren. Sehr sehr witzig.

Der Weg zurück zur Morning Side war lang und wir mussten in einer Bar stoppen und uns innerlich aufwärmen. Nachdem die Bar einer der Ältesten ist, werde ich sie auch unter Sightseeing ablegen J

 

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Sa

25

Dez

2010

Edinburgh

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Do

23

Dez

2010

Liebeserklärung an Edinburgh

 Ein Jugendzimmer :-)

Der Blick aus dem Auto als wir von Jons Bruder vom Flughafen abgeholt wurden ließ mich staunen.

Da ich vorher werde in England war oder in Schottland, wusste ich nicht was so auf mich zukommen wird. Doch der erste Eindruck war bleibend. Was für eine schöne Stadt. Ich bin ja ein Häuserfreak. Entweder hochmodern und stylisch oder alt. Das Stadtbild der Häuser hier ist beeindruckend. Die Häuser sehen alle gleich aus und stehen eng aneinander, doch jedes Haus ist anders. Die Fensterfronten ist meistens offen, keine Vorhänge, so dass man hineinsehen kann, Alter Sandstein und hohe Räume. Im Moment stehen dort überall geschmückte Weihnachtsbäume. Jedes Haus hat einen riesigen Kamin und an den Bildern der Wände kann man den Einrichtungsstil erkennen. Es ist herrlich die Straße entlang zu gehen und in die Fenster zu sehen. In der Einkaufsstraße wieder ein ähnlicher Stil der Häuser, eng aneinander, doch wie in der Wohngegend ist jeder Laden anders gemacht. Eine andere Farbe oder Dekoration. Die Häuserfronten sind mit schönen alten Holztüren , die Schaufenster groß und in Holz gefasst. Wunderschöne Weihnachtsdeco und in den Läden alles so schnuckelig. Viele Restaurants und Bars, eine schöner als die Andere. Ich schreibe nur noch Ideen auf, die ich im Club verwirklichen will. In den Straßen ein Charity Shop nach dem Anderen. Da kann man Kleidung kaufen für 3 -8 Pfund und das ist voller Vintage. Wie herrlich. Und ich hab noch nie so viele Frisöre gesehen, ein Laden toller als der andere. Ich werde mir dort heute einen raussuchen und mich endlich mal wieder stylen lassen. Ich geh nur mit großen Augen und heute mit der Kamera.

Die Familie von Jon ist nur klasse. Drei Kindern, 15,17,19 und eins intelligenter als das andere. So stelle ich mir die perfekt Familie vor. Die Mittlere ist glaube ich in einer verspäteten Pubertät. Ich hab noch nie zuvor ein Mädchenzimmer gesehen wie das Ihre, in Deutschland würden wir RTL holen um eine Mess-Story zu drehen. Aber die Mutter bleibt total gelassen. Kein Grund zur Beunruhigung. Herrlich.

Ich bin voll Stolz auf mein Englisch. Wäre doch mein Spanisch auch schon so gut. J

Den besten Auftakt hatte ich am ersten Morgen, denn da hab ich die halbe Küche in Brand gesetzt. Krank und schlaftrunken stellte ich den elektrischen Wasserkocher auf den Gasherd. Also wie doof muss man dafür sein? Als ich 3 Minuten später nach dem Wasser sehen wollte stand der Topf in Flammen, klasse. Aber ich hab es geschafft, das geschmolzenen Plastik vom Herd und Kacheln zu bekommen, so dass er wieder wie neu aussieht. Fragt mich nicht wie lange ich geschrubbt habe. Ein neuer Wasserkocher war schnell gekauft. Gut das ich bei VVC in Coburg versichert bin und einen Haftpflicht habe, das ließ mich ein wenig beruhigen. Willkommen im Kikii-Leben.

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Mi

22

Dez

2010

Flug nach Schottland...

 Über den Wolken, muss....

Nun sitze ich im Flieger, weit über den Wolken, dort wo immer die Sonne scheint. Kitschig was? Aber Ryanair macht einem das Vergnügen nicht leicht. Gut, das unser Handgepäck in der richtigen Größe war. Das wird teuer wenn es ein wenig größer oder schwerer ist. Nun gut, Info ist alles. Doch nach 30 Minuten Verspätung sitzen wir nun doch endlich im Flieger und hoben ab. Ich bin müde, da ich nur 4 Stunden Schlaf hatte. Die Flamenconacht war busy und ich erst um 4h im Bett. Doppelt anstrengend, da ich mich noch so richtig krank fühlte. Doch heute geht’s das erste Mal aufwärts und ich hab keine Halsschmerzen mehr. Wird auch Zeit nach einer Woche. Jon ist in den letzten Tagen sehr unruhig gewesen weil er den Club alleine lässt. Auch er hat nicht wirklich mehr 100% Vertrauen in Alicia, wir haben noch am letzten Tag eine Webcam über der Bar angebracht. Alicia weiß das und so hoffen wir einfach das alles gut läuft. Der Stress mit ihr, hat ihn nachdenklich gemacht. „Ich habe gerade die Lust am Club verloren.“ Darauf konnte ich nur erwidern „Ich weiß, man sieht es dir an und man merkt es dir an, du stehst nur noch schlecht gelaunt und gelangweilt in der Gegend rum und jammerst mir die Ohren voll, weil der Club in den letzten Wochen unter der Woche nicht so läuft. Frag ich mal warum?“ Erstaunter Blick. „Ich will den Club verkaufen und was Neues machen.“

„Ha!“ sage ich zu ihm „Weglaufen willst du. Sehr einfach.“ Wieder ein fragender Blick. “Du glaubst du kannst den Club so wie er gerade dasteht, halbfertig, abgeben?“ ich wurde Ernst. „Was willst du, aufgeben? Ha, der Club hat so gut Tage und die Anderen schupsen wir auch an, wenn du das willst.

Wir renovieren ihn fertig, das er endlich mal ein Bild gibt und dann starten wir mit neuem Programm. Ich entwerfe die Flyer und wir machen richtig gute Werbung.“ Er sah mich an. „Willst du das? Du hast jetzt die Chance, denn noch hab ich Lust und Power, sonst mach ich meinen eigenen Club auf.“ Da wurden die Augen immer größer. „Ok Kikii, du hast Recht, wir starten nach dem Urlaub durch.“ Gut! Das wollte ich hören. Wo gibt’s denn sowas, einfach hinwerfen. Der Junge braucht einfach mal Urlaub und vor allem mindestens 2 Tage in der Woche frei. Er ist 56 und steht wie ich jeden Abend in seinem Club. Das muss nun wirklich nicht sein.

Ich habe so gut Ideen wie wir anfangen können um den Dienstag, Mittwoch und Donnerstag zum Laufen zu bringen. Ging ja früher auch. In den Wintermonaten sind fast nur Spanier da und da muss man das Programm halt umstellen. Spanier wollen tanzen und spanische Musik hören, dann sollen sie das doch haben, oder nicht? Im Sommer wenn die Touristen da sind kann man wieder das alte Programm laufen lassen. Flexibel muss man sein. Das Leben ist Bewegung und nicht stehen bleiben. Wer stehen bleibt stirbt….

 

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Mo

20

Dez

2010

Urlaub!!!!!

Morgen  fliegen Jon und ich nach Schottland, für 9 Tage. Endlich habe ich  Zeit mich zu erholen und viel zu schreiben.... Vor allem am Blog

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Do

16

Dez

2010

Bubble Chair...  

 Mein Bubble Chair im Coburger Laden

Jetzt lieg ich schon wieder 2 Tage im Bett. Das nervt. Ich wollte eigentlich damit anfangen den Club zu streichen wenn ich schon nicht arbeiten muss aber Jon mich trotzdem bezahlt. Aber gut nun mache ich das halt wenn wir wieder zurück sind. Dann muss ich den Laden ausräumen, die Sachen ins neue Haus bringen und hab ohnehin nichts zu tun, bis mein Atelier im Haus fertig ist. In dem ist die Wand nass, weil das Haus in den Berg gebaut wurde und das Wasser reindrückt. Nun müssen sie eine zweite Wand einziehen und das dauert noch ein wenig länger als gedacht. Aber dann ist der erste Raum fertig und ich kann schon mal das Atelier einrichten und arbeiten.

Nun habe ich seit 2 Jahren eine Bubble Chair. Es war so viele Jahre ein Traum von mir und in meinem letzten Laden in Coburg hab ich mir diesen Traum verwirklicht und der hing im Geschäft. Ich hab in diesem Stuhl mein halbes Buch geschrieben, weil das Ding einfach so gemütlich ist. Ich liebe ihn. Nun ist er seit 6 Monaten eingelagert und ich habe einen Platz im Haus gesucht. Ich hab auch einen Platz dafür gefunden und war überglücklich als die Handwerker mir sagten, dass sie ihn mir an der Decke befestigen werden. Bald kam die Enttäuschung. Er passt nicht durch die Türen, das heißt ich bekomme ihn nicht in Haus. Ich könnte heulen. Die Türen sind alle nur 68 cm breit und der Chair 88 cm tief. Schnief… Was ist wenn ich den in den Garten hänge? Rostet mir dann der Metallring? Hat jemand Erfahrung damit?

Den Club werde ich renovieren. Ich liebe sowas ja. Im Moment ist er unfertig. Ein wenig zusammengestückelt. Da ne Wand halbfertig, die Tische wackeln, die Bühne noch nicht fertig und der Teppich schon fleckig. Im Chilbereich fehlen Kissen und und, da gibt’s eine Menge zu tun. Die Terrasse muss eingerichtet werden. Wenn ab Januar nicht mehr geraucht wird, müssen sich die Gäste wohlfühlen. Ne Menge Arbeit, ich werde meinen Laden erst mal nicht vermissen. Wenn dann mein Atelier fertig ist, hab ich den Club auch renoviert. Dann geht’s los mit der Malerei…

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Di

14

Dez

2010

Hühnergrippe...

Was soll ich schreiben?

Das ich schon wieder krank bin und mit Halsschmerzen zu kämpfen habe? Mich nervt es ja selber schon. Man könnte auch sagen „ich hab den Hals voll“. Der Streit mit Alicia ist so eskaliert, dass es ihr zwar leid tut, mich geschlagen zu haben (Haha), doch sie nicht mehr mit mir arbeiten kann, da ich nicht ihren Anweisungen folge leiste. Muss ich auch nicht, da ich eh viel schneller sehe was zu tun ist oder was fehlt. Im Gegensatz zu ihr stehe ich nicht rum und qualme eine nach der Anderen oder quatsche. Ich hab auch keine Zeit mich zu streiten, weil ich zum Arbeiten da bin.

Jon und ich habe viel gesprochen. Die Enttäuschung stand mir 2 Tage in den Augen und immer wieder purzelten die Tränen. Er weiß das ich schneller bin als sie, aufmerksamer und fleißig, doch er braucht sie, den sie macht den Laden jeden Tag auf. Ich hab den Halbtagesjob und will ihren Job nicht machen. Das packe ich gesundheitlich einfach nicht. Mit ihr zu arbeiten hab ich das wenigste Problem, wenn sie endlich mal mit den hysterischen Anfällen aufhörte. Aber das Huhn hat sich einfach nicht im Griff. Bin eh nur in der Stoßzeit da. Diese Woche arbeite ich an meinen Tagen allein und am Wochenende arbeitet sie mit Lorenzo. Jon und ich sind Beide total sprachlos über diese Situation, da uns das noch nicht vorher passiert ist. Wir werden für diese Hühnergrippe ein Medikament finden und den Virus eliminieren. Kommt Zeit, kommt Rat oder Gut Ding will Weile haben. Sucht Euch was aus…

Wichtig ist nur, dass wir es mal wieder geschafft haben uns Beide zusammen zu setzten und konstruktiv zu reden. Alles nicht so einfach, doch wenn Beide das gleiche Ziel haben und nicht gegeneinander arbeiten, dann kann das was werden, auch bei Auseinandersetzungen. Langweilig wird das bei uns auf jeden Fall nicht.

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Mo

13

Dez

2010

Hühnersuppe...

Nein, Jon hätte sich nicht lautstark einmischen müssen, zwischen uns. Das ist schon richtig. Doch nachdem das schon Tage zuvor angefangen hatte, hätte er einfach mal, das hysterische Pollo zur Seite nehmen können und ihr erklären das er ihr Hühnerfutter bezahlt und sie sich mal zusammen reißen soll und nicht am Käfig stehen und dem Straßenhuhn noch den Rücken zu stärken in dem er beobachtend daneben steht. Sorry, doch das geht mir nun zu weit. Mir dann noch am nächsten Tag sagen, dass ich nicht mehr arbeiten brauche. Also was ist das denn? Ist ja schön und gut, wenn ich drei Tage frei habe, doch ich liebe diesen Job und meine Gäste und das weiß er. Dieses Straßenhuhn schlägt mich hinter der Bar, beschimpft mich vor den Gästen und ich verliere den Job? Hallo geht’s noch? Irgendwie bin ich im falschen Film. Wenn das so weitergeht mache ich meine eigene Bar auf..

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So

12

Dez

2010

Hier geht´s echt ab...

 

Kennt man doch das Gefühl, dass man schreien möchte, um sich schlagen, kurz vorm platzen ist und man tut es nicht weil man genau weiß, dass es das ist was das Gegenüber will, weil man sich nicht auf das gleiche primitive Niveau herablassen will. Also was tue ich. Ich lächle und „Knall“ Hab ich schon die Plastikschale am Kopf. Hinter der Bar, in dem Moment wo der Laden brechend voll ist. Heute ist das Fass voll. Und das nicht nur mit Alicia sondern auch mit Jon. Der saß an der Bar und hatte den Vorlauf, die Schikanen von Alicia vor den Gästen mitbekommen und sich  verdrückt. Das sie mir die Schale an den Kopf knalle hat er nicht gesehen, da sich der Herr verzogen hatte, anstatt sie mal zu packen und ihr die Leviten zu lesen.

Ich bin Diejenige, die am Tag mit Jon die Getränke einkauft und in die Bar schleppt. Als ich sah das der Wodka zur Neige geht schrieb ich es auf die Liste. Alicia strich das fett durch. Ich schrieb es erneut auf und noch einen Rum dazu. Gerade als ich an der Bar mit einem Gast sprach der bestellen wollte, rammt sie mich von der Seite an was das soll, sie mache die Liste. Ich bat sie zu warten da ich grad mit dem Gast sprach. Da packt sie mich und schrie mich an. An der Bar drehten sich alle um. Ich versuchte sie zu beruhigen und dabei möchte ich dem Zwerg einfach mal ein Knallen. Aber das denke ich mir nur und lächle. Den ich weiß genau das sie das zur Weißglut bringt. Der Dampfkessel kocht. Ich sehe den Rauch aus ihren Ohren und Nasenlöchern steigen. „Hol Eis“ Streit sie mich an. „Hol´s selber!“ sag ich ganz ruhig und lächle, dreh mich um und „Bumm“ Hab ich schon die Schale am Kopf. Ist die volle Comedy. Mein Augen suchen Jon und ich sehe das er sich schon verdrückt hat. Ich bleibe gelassen (Nicht wirklich, aber ich kann gut schauspielern) nehme den Schlüssel, meine Jacke, treffe Jon, erzähle ihm was passiert ist und gehe. Er sitzt an der Bar und weiß nicht was er tun soll. Ich schon. Ich geh Heim, mach mir einen Riesling auf. Adios amigo….

Der 2 Teil folgt Morgen, bleiben sie dran, bei Kikii ist immer was los und schalten sie um die gleiche Zeit ein…

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Sa

11

Dez

2010

Antikmarkt...

Salsaabend...

Gestern war wieder Antikmarkt. Meine 2 Cremeschachteln schrien „gib uns zurück“! Jon sagte „Mach das nicht, die werde dich auslachen“ Mich auslachen? Mir doch egal, ich werde es versuchen. Hab also den Stand gesucht und in dieser Zeit, noch 2 von diesen dubiosen Ständen entdeckt. Ich bin also zu dem Ersten hin und erkärte ihm, dass ich die Creme gekauft habe und mein Geld wieder will. „Ne, nicht bei mir“ sagte er, „das war sicher ein anderer Stand.“ Er war sehr freundlich und zeigte mir die anderen Beiden. Der Eine bei dem ich kaufte war schon weg, also ab zum Anderen. Ich sprach also dort mir der Frau, die gerade zusammenpackte, doch auch sie erinnerte sich nicht an mich. Ich ließ mich auf nichts ein und sagte zu ihr, wenn sie keinen Ärger haben will soll sie die Creme nehmen und mir das Geld wiedergeben. Sie wollte mir weiß machen, dass sie Creme echt sei und sie nur neue Verpackungen hätten. Ich erklärte ihr kurz, dass sie den Quatsch jemanden anderen erzählen kann und dann gab mit ihr Mann das Geld und ich verschwand. In dem Moment kam der Stand, an dem ich kaufte vorbeigefahren und sie grüßten sich untereinander. Klar, die gehören eh alle zusammen, somit hab ich auch kein schlechtes Gewissen mir das Geld von einem Anderen geholt zu haben.

Ich war gespannt was am Abend in der Bar passierte. Ich sah Alicia drei Tage nicht und hoffte sie hätte sich beruhigt. Sie war 2 Tage Zuhause und hatte genug Zeit runterzukommen. Als ich in die Bar kam war sie reserviert und kühl. Gut, ihr Problem. Ich bin professionell genug um mir und den Gästen nicht den Abend zu verderben. Somit verhielt ich mich wie immer freundlich zu ihr und machte meine Job. Ich sah wie Jon uns beobachtete. Er sah das ich sehr freundlich auf sie zuging und sie mich immer wieder kühl abfahren ließ, doch ich jedes Mal noch freundlicher wurde. Ich tat meine Arbeit so als wäre sie gar nicht da und organisierte alles für mich selber, so musste ich nicht mit ihr sprechen und konnte jedem Gefühlsausbruch ihrerseits aus dem Weg gehen. Hat auch prima funktionier. Jon war stinksauer. Ich sah ihn hilflos an „Nicht deine Schuld, Baby, du hast dich völlig korrekt verhalten“, sagte er zu mir. Sie ging ohne sich von mir zu verabschieden. Ich weiß ja was ihr Problem ist, doch Jon versteht das nicht und macht sich einen Kopf darüber. Er mag manchmal sein wie er ist, aber er hat ein Herz für Menschen die er mag. Und das hat ihn heute Nacht nicht schlafen lassen…

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Fr

10

Dez

2010

Wildnis...

Es hat hier einen Menschen den ich im Sommer durch die Bar kennengelernt habe. Einen Mann, sehr attraktiv. Er lebt 800km entfernt von Denia und besucht ab und zu seine Familie hier. Er ist 36 und sehr verliebt im mich. Doch weiß er auch, dass ich mit Jon lebe. Ich gehe mit ihm, wenn er hier ist ab und zu mal einen Kaffee trinken und er schreibt mir Emails. Jon kennt ihn auch und weiß von seinen Absichten. Vorgestern war ich mit diesem Mann auf dem Fest und vorher mit Freunden vor meinem Laden gesessen. Jon kam vorbei und sah das. Da ich keine Geheimnisse vor ihm habe wusste er, das er in Denia ist. Schon allein deswegen, weil er in der Nacht zuvor den Abend in der Bar verbrachte. Schön und gut. Jon sagt ja immer, dass er nicht lieben kann und nicht weiß wie sich das anfühlt. Doch an diesem Abend in der Bar hat er mir doch glatt eine Szene gemacht wegen diesem Mann. Ich musste ein wenig darüber schmunzeln denn ich weiß ja, dass ich nichts von diesem Mann will und er das auch weiß. Doch Jon kratzt das anscheinend doch. Das macht gar nichts, denn ab und zu kann er ruhig mal wissen, dass es da draußen in der Wildnis noch Wölfe gibt. Da saß er nun neben meinem jungen Manager, dem ganz anders wurde als Jon ihm von meinem Verehrer erzählte. „Kikii, ich weiß gar nicht wie ich reagieren soll“ Ich musste nur lachen. So kannte ich Jon nicht. Er hat Jorge sogar einen Drink ausgegeben und mit ihm über die Situation der Wildnis gesprochen. Herrlich!

Mag schon sein, dass ich Momente habe an den ich Jon kopfschüttelnd ansehe, aber ich bin auch nicht gerade pflegeleicht. Ich mag Jon und hab immer wieder Momente in denen ich ihn ansehe und extrem liebevolle Gefühle für ihn empfinde. Ich fühle mich wohl mit ihm zu leben, zu arbeiten und alles andere auch. Warum sollte ich mich auf etwas Neues einlassen. Alles was neu ist glänzt. Nein, das werde ich nicht tun und Bestätigung brauche ich grad gar nicht. Ich bin so mit mir und meinem Leben beschäftigt, dass ich gar keine Zeit habe. Unser Glück ist, das wir zusammen leben und arbeiten sonst würden wir wenig Zeit miteinander verbringen.

 

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Mi

08

Dez

2010

Plagiate..

Das Original , im Plagiat fehlt der Aufdruck "EYE"

Nikolaus hab ich total vergessen, es sei mir verziehen, denn in Denia waren es heute 24.5 Grad und um 23h immer noch 20. Blauer Himmel, Sommersandalen, T-Shirt und am Meer laufen. Wow.. das ist echt gigantisch. Ne, ne, mich bringt keiner mehr zurück, das hier ist unbezahlbar. Genau so hab ich mir das vorgestellt. Ja!

So, nach dem ich mir mal die Verpackungen von meinen Luxuscremes mal genauer angesehen habe, bin ich immer mehr der Meinung, dass das gefälschte Kosmetika ist und nach dem ich mit geschwollenen Augen reagierte war ich mir sicher. Die Internetrecherche ergab, das auch der Aufdruck der Verpackung ein klein wenig anders ist und das Töpfchen auch nicht identisch. Die beiliegende Beschreibung kam mir auch spanisch (Hihi) vor, denn sie sah aus wie aus einem Kopieshop und bei einer Creme für fast 140€ darf man schon ein ordentliches Papier erwarten. Ok, ich bin mir sicher, es sind Plagiate. Da verstehe ich keinen Spaß und das unterstütze ich auf keinen Fall. Am Freitag werde ich mir einen großen Mann schnappen und zu dem Stand gehen um das Zeug zurückzubringen. Alicia glaubt mir das Ganze nicht und ist sich sicher sie schmiert sich da was gutes ins Gesicht. Aber das ist mir im Moment eh egal, den mit Alicia bin ich durch, nach dem sie mir den dritten Tag in Folge einen riesen Ärger im Club gemacht hat. Grad an dem stressigsten Abend. Flamenco und die Stadt voll, das heißt voller als voll der Club und dann noch eine neue Person im Service. Ich bin nur am rennen gewesen und Drinks einschenken als das Eis ausging. Ich fragte Alica ob wir noch Eis hinter der Bar haben, da fachte sie mich sofort an „Wenn kein Eis da ist, hol dir welches.“ Sie ist für die Bar zuständig und wenn ich draußen arbeite kann ich schlecht wissen wann das Eis weg ist. Ich reagierte gar nicht denn sie vergriff sich im Ton. Das machte sie so wütend, das sie wieder das schimpfen anfing. Aber lauter als in den letzten Tagen. Jeder an der Bar hörte das trotz des Lärmes. Ich reagierte nicht und machte meine Arbeit, da hielt sie mich am Arm fest, so dass ich heute ein Hämatom habe und schrie mich an, „Du glaubst wohl du bist die Prinzessin, du redest jetzt mit mir“. Ich grinste sie nur an und schlug ihr die Hand von meinem Arm, dabei zischte ich sie an „Ich bin hier zum arbeite, hat die Klappe und wenn du ein Problem hast dann klär das später mit mir.“ Ich ging zu meinen Gästen und hörte sie weiter toben. Unglaublich! In der folgenden Nacht hat sie sich krank gemeldet. Es war ein super entspanntes Arbeiten ohne sie. Obwohl ich doppelt arbeitet. Keine Ahnung was mit ihr los ist, doch das, werde ich mir als „Prinzessin“ nicht bieten lassen. Ja, die Prinzessin, die ihrer Meinung nach keine Kisten schleppt oder Eis holt. Diese Prinzessin arbeitet wenn sie schläft mit Jon für den Club. Ich warte auf die Bierlieferung oder gehe mit Jon Getränke kaufen und schleppe die Kisten ins Lager oder suche Farben für die Renovierung stundenlang raus, entwerfe Flyer für den Club, male Blackboards, räume mit um und was noch alles. Das sieht sie nicht und ich mach das umsonst…. Aber Jon, der sieht das und weiß was er an mir hat und nur das ist Wichtig. Wenn sie so weitermacht verspielt sie sich ihren Job, meine Freundschaft hat sie schon verloren….

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Mo

06

Dez

2010

Fähnchen in den Wind...

Hab nun einen eigenen Bonbon

Es ist grad irgendwas um 3.30h und ich komme aus dem Club. Hab ab 19h bis um 22h gearbeitet und dann von 24h bis jetzt. Alicia hat mich um 22h abgelöst und Jon und ich sind noch was essen gegangen. Als ich um 24h zum arbeiten zurück komme, pfeift mich Alicia gleich an, ich hätte irgendwelche Flachen nicht weggebracht. Hatte nicht alles verstanden und schüttelte nur mit dem Kopf fragte sie warum sie gleich wieder laut wird, da ist sie wütend geworden, so wie gestern. Ich verstand echt die Welt nicht mehr. Verdammt noch mal, was hat sie nur auf einmal mit mir. Ich hab mich umgedreht und nicht reagiert, lass mich hinter der Bar auf nichts ein. War mir keiner Schuld bewusst, da ich die Bar komplett so verlassen habe, wie ich es seit Monaten tue. Seit gestern kommt sie laufend mit dem Spruch ich wäre wohl der Chef von der Bar und so was.

Ich weiß was sie für ein Problem hat, ganz genau. Seit dem Tag an dem wir am Markt geredet haben und sie mir allen möglichen Mist erzählt hat, den ihr die Leute über die Bar und Jon erzählen, ich mit Jon darüber geredet habe und mir damit bestätigt wurde dass das einfach die Meinung von Menschen ist, die entweder schon hinter Gitter saßen, oder die, die beleidigt sind, weil Jon nicht jedem einen ausgibt. Die Leute würden reden er wäre geizig, das sagen genau die, die hier so gut wie nichts konsumieren. Das ich Jon in sehr vielen Dingen recht geben muss ist ihr schon aufgestoßen. Der Spruch „Du sitzt ja zwischen den Stühlen“ hat mich aufmerksam gemacht. Ich sitze nie zwischen zwei Stühlen. Danke Vater, dass ich das von dir geerbt habe, denn ich mache mir meine Eigene Meinung und die spreche ich auch aus. Macht man sich oft keine Freunde, doch auch das hab ich von meinem Vater „ Ist mir völlig egal“ Meine Fähnchen hänge ich nicht in den Wind. Die letzen zwei Wochen hat sie sich immer wieder beschwert wenn Jon sagte, dass ich gehen kann weil nicht mehr viel los war. Da hat sie sich mokiert dass ich ihr nicht bis zum Schluss helfe. Ja Alicia, ich hab auch nur den drei Stundenjob und nicht den vollen Job. Es ist nun mal ihre Aufgabe und ihr Job bis zum Schluss da zu sein und alles soweit fertig zu machen. Dafür bekommt sie auch das doppelte bezahlt. Und ewig das Gejammer, Jon würde ihr nicht genug bezahlen. Soll sie doch mit ihm darüber reden, wie ich das auch tat, warum kommt sie dann zu mir? Und der Spruch gestern „Ich muss hier arbeiten in der Zeit wo so viel los ist und du machst Ferien mit Jon“ Hallo geht’s noch? Ich hab mir das nicht ausgesucht und freu mich trotzdem wie ein Kind drauf und selbst wenn, geht sie das gar nichts an. Dafür hat ihr Freund den Job von mir und sie arbeitet zu Dritt, also was soll das Ganze? Und ja, ich bin die Freundin von Jon und ja, er nimmt viele Vorschläge von mir an und ja, ich denke einfach in die Richtung Arbeitgeber. Menschen die nie Selbständig waren sehen immer nur die Vorteile die ihr Chef hat, nie die Seite der Verantwortung von der die Arbeitnehmer leben. Sie sehen nicht, dass jemand schlaflos ist, weil der Laden vielleicht mal nicht so brummt in der ruhigen Zeit. Das die Kosten trotzdem weiterlaufen. Ich hab grad mal 5 Minuten gebraucht um auszurechnen was nach meiner Meinung nach am Monat übrig bleibt. Jon hat nicht schlecht gestaunt als ich ihm das sagte. Ich weiß wie viel erst mal vom Umsatz weggeht bevor was verdient ist. Ich war mein Leben lang Selbständig, hab zwei Lokal mit meinem Männern eröffnet, eines davon in München und eins kann ich gut, rechnen. Deswegen macht mir das hier überhaupt nichts aus nichts von meinen Reserven zu leben und nur das auszugeben, was unbedingt sein muss.

Alica war sehr froh als Jon ihr den Job angeboten hat, genau zu den Konditionen. Wenn ihr das nicht passt, muss sie das selber ausfechten. Das ist nicht mein Problem. Ich hab die Fechtstunde schon hinter mir…. Und mein Job ist drei Stunden, wenn viel los ist länger, wenn´s ruhig ist weniger und das hat im November gut geklappt und ich fühl mich nicht ausgenutzt sondern gut. Und Jon hat sich an das gehalten was er mir zugesagt hat.

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So

05

Dez

2010

Geheimtipp..

JazznBlues

Zwei Tage hintereinander erst um 5h ins Bett. Das geht nicht spurlos an mir vorbei. Ich seh „scheiße“ aus. Wie meine Mutter sagen würde. Aber hier ist die Stadt und jede Bar voll. Heute werde ich eine Doppelschicht drehen. Alleine von 19-22h und dann zu Dritt von 24h bis Ende. Im Laden war ich auch schon und habe Perlen gedreht. Ach was freue ich mich auf Januar. Dann werde ich mir das neue Fitnesscenter hier gönnen, 25m Sportpool, Aqua Aerobic, Pump, Gewichte, Step, Spa, Sauna. Mindestens 2 Bis 3 Monate, na und dann passe ich auch wieder in meine Jeans. Die geht grad mal über den Hintern und das ist auch schon alles, heul… Im Gesicht sieht das ja gut aus mit drei Kilo mehr, aber der Rest? Wenigstens hab ich nun einen Geheimtipp wo ich meine Cremes kaufen kann die mir die Falten aus dem Gesicht ziehen. Das Einzige was ich verrate ist: Auf einem Markt… irgend wo hier Nähe Denia… … Stand mit allen Cremes die man so niemals kaufen würde und ich schon gar nicht… jedes Töpfchen zwischen 10 und 15€.. Chanel.. Shisedo… Clinique.. Ich hab heute mal im Internet geschaut was so meine Creme im Laden kostet: 135€ für ne Augencreme von Chanel, Original verpackt und eingeschweißt. Ob das Originalware ist?

Miguel der Schriftstelle aus Madrid, der eines meiner Porträts gekauft hat, und ich haben uns angefreundet. Er ist nun öfter hier in Denia, da er ein Haus kauft, das in 4 Monaten zu einem Künstlerhaus werden soll. Musik, Malerei, Poesie usw. Er hat mir angeboten, dass ich mich einmieten kann für wenig Peseten, was ich auf jeden Fall machen werde.

Miguel ist ein interessanter Mann, malt, schreibt, tanzt und singt. Ich genieße diese Intelektuellen Momente mit ihm. Da er nur spanisch spricht und schlecht Englisch ist das nur gut für mich. Ich will besser Spanisch reden! Paula mit der ich am Dienstag den ganzen Abend gesungen habe, kam heute auch zu mir in den Laden. Das ist so schön für mich. Ich bin hier nicht allein. Immer wieder treffe ich Menschen mit denen ich mich anfreunde, die Interesse an mir zeigen und gerne wie ich mit ihnen Zeit verbringe. Schön!

Heute Nacht hatte ich in der Bar einen heftige Auseinandersetzung mit Alicia. Ich mag Alicia extrem gern und weiß sie hat grad private Probleme und keine gute Zeit. Wegen einer Kleinigkeit ist sie explodiert. Unprofessionell war nur, dass sie hinter der Bar laut wurde und ihrem Ärger Luft machte. Ich ließ mich darauf nicht ein und reagierte nicht auf sie. Irgendwann sagte ich zu ihr „Jetzt halt mal die Luft an und mach das hier nicht vor den Gästen du reagierst unprofessionell.“ Da war Ruhe, nur die Türen knallten noch von den Kühltruhen aus denen wir die Getränke holten. Eine Stunde später fielen wir uns wieder in die Arme. Jeder reagiert halt anders in Stresssituationen. Wichtig ist nur, dass man es klären kann, denn mit jemanden zusammen zu arbeiten mit dem die Energie nicht stimmt ist sehr unschön und geht gar nicht.

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Sa

04

Dez

2010

Freundschaft gekündigt...

Abdul ein Freund und Jon

„Hallo,“ sagte ich zu ihm „was soll das bitte! Ich hab die genau gesagt, dass du diese Möbel NICHT mitnehmen kannst, sie sind für mich und bekommen einen neuen Anstrich verpasst.“ Ich liebe alte Möbel und sie zu verschönern. Sergio wusste ganz genau welche Möbel er mitnehmen durfte zum Verkauf und welche nicht. Ach was war ich sauer. Kikii wütend ist nicht ungefährlich. Nach kurzen hin und her und Jon hätte es ihm erlaubt (so´n quatsch) sagte er, er bringt mir die Sachen zurück. Am Nachmittag als wir dann im Haus waren fehlte auch noch eine Matratze die ich für meinen Chilloutbereich haben wollte. Also, das war echt der Knaller. Ich dachte Sergio wäre ein Freund. Ich hab ihm den Job bei Jon im Garten besorgt, dort hat er fast 4 Wochen arbeiten können und die Möbel die wir nicht brauchen zum verkaufen mitnehmen können und nun beklaut er mich mit dem Spruch, Jon hätte es erlaubt was natürlich nicht so war. Tja, somit hat er sich den Job als Gärtner und Mädchen für alles im neuen Haus verspielt und meine Freundschaft. Und die, ist was besonderes. Viele sagen die Chilenen, Peruaner und Argentinier seien so, das glaube ich nicht, ich denke jetzt einfach Sergio ist so. Doch bei den Zigeunern hatten die Leute ja auch Recht. Da hatten wir gestern wieder so einen Fall im Club wo ich explodiert bin. Drei von denen, einer total betrunken. Sie bestellt zwei Bier und ich dachte schon, ich vergess das lieber. Mein verdammtes Bauchgefühl. Ein paar Minuten später stand sie sauer an der Bar, wo ihr Bier bleibt. „Hab ich vergessen“ lächel.. Ich brachte die Bier und… Klar, keiner konnte zahlen. Kikii macht da nicht lang rum, Bier geschnappt und adios amigos. Für mich prima, den denn wenn sie das nächste Mal kommen müssen sie gleich gehen.

Eh eine ungewohnte Art hier, in einen Club zu gehen und tanzen zu wollen aber nichts zu trinken. Kommt jeden Tag vor. Vier kommen, zwei wollen was trinken, oder nur Einer. Das kenne ich von Deutschland nicht. Denn das sind ja alles Erwachsene, keine Kids, die vom Taschengeld leben müssen. Du musst hier für so was ein Schild anbringen. Das du mindestens ein Getränk verzehren musst, keine Getränke mitbringen darfst, auf deine Sachen aufpassen musst, das du gehen musst wenn du unerwünscht bist, und und.. Doch zu 99,9% ist das ein Traumjob für mich. In der Nacht als wir zuschlossen, kam dann eine junge Frau, gab mir ihre Rose und sagte, „Gracias“. Dieses Lächeln von mir hat wohl was, was sie hier nicht so oft sehen und sie sagen es immer wieder und das macht mich glücklich..

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Mi

01

Dez

2010

Open MIC con Kikii…

 MIC bedeutet, offenes Mikrofon, ähnlich wie ein Session. Es war der erste Abend für mich und ich hatte zuvor noch neue Backtracks aus Spotify gesucht. Einige Stücke kannte ich noch von den Jahren mit der Coburger Collage Combo, doch Jon wollte eher was moderneres als die alten Jazz Klassiker. Nur mit den neuen Stücke war ich natürlich noch nicht vertraut. Doch das ist ja etwas was ich wirklich gut kann, spontan sein, wenn ich dann doch mal einen Fehler mache lächel ich drüber. Ich war gut gelaunt an diesem Tag, denn ich hatte im Laden Perlen gedreht und gemerkt, wie schnell ich doch das wieder lerne. Drei Tage mach ich das und die Dinger werden alle rund. 6 Stück hab ich am Abend gedreht und ich werde langsam süchtig danach. Wenn man das geschmolzene Glas mal so weit hat, dass es nicht mehr macht was es will dann ist wohl alles möglich. Ab und zu hab ich schon noch eine Auseinandersetzung mit dem heißen Zeug, doch ich merke, ich werde langsam zum Alphatierchen.

Mit dieser Stimmung ging ich in den Club. Dienstag arbeite ich mit Jon alleine und wir schließen die Bar um 22h auf. Bis die ersten Gäste kommen ist es oft 23h und wir hatten noch Zeit um ein paar Songs zu üben. Ich war gerade am letzten Stück da kommt Paula mit einem Freund. Ich hatte sie noch nie in der Bar gesehen aber ich wusste, diese Frau singt. Schwarz, Rastazöpfe und eine Ausstrahlung, wow.. Jon stellte sie mir vor und ich bat sie später mit mir zu singen. Sie startet einem Song von Whitney Huston und ich sang den Back. Kennt ihr das Gefühl einen Menschen getroffen zu haben und zu glauben ihr kennt diesen ein Leben lang? Paula und ich hatten beide das Gefühl und wir sagen ein Stück nach dem Anderen. Jorge, mein junger Manager, hatte Geburtstag und gegen 3h suchte er uns Songs raus, auf die wir irgendwas sangen. Paula in Englisch und Spanisch, ich in Deutsch. Also das ist echt klasse!. Ich mach das ja oft im Auto auf langen Strecken, dass ich mir Texte einfallen lasse. Die Worte sprudeln nur so aus meinem Hirn und erzählen immer eine Geschichte. Ich weiß nicht viel von Rap, aber so stell ich mir das vor, nur dass es eben sehr melodisch ist. Die Gäste waren begeistert und wir richtig Spaß. Jon stand nur hinter der Bar und grinste. Das was an diesem Abend in mir an Energie freigesetzt wurde, wird mich sicher noch einige Tage begleiten oder von dem nächsten wunderschönen Moment abgelöst. Ich kann immer noch nicht glauben, was ich hier alles erlebe. In Deutschland war mein Leben halt ein Leben. Arbeiten, essen, schlafen 90% ohne Ereignisse. Hier Arbeiten, arbeiten, arbeiten, essen, wenig Schlaf und 90% spannendes Leben mit unglaublichen Momenten….

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Mo

29

Nov

2010

Dieb im Haus..

11 Stunden geschlafen, gähn. Ein Traum vor 24h ins Bett zu gehen und auch müde zu sein.

Kommt nicht oft vor. Da hilft nur eins: ein Glas Rotwein.

Am Morgen war viel zu erledigen. Meine Liste ist lang. Das Wichtigste aber, meinen Steuerberater anrufen und das soziale Netztwerk eliminieren. Ich bin nicht mehr „Autonom“ ab Dezember und somit bezahle ich auch nicht mehr in diese blöde Krankenversicherung und Rente ein, denn die bezahle ich doppelt. Ich habe die Private KV und die „Autonomo“ so ein Quatsch. Dani, mein Steuerberater regelt das für mich.

Als ich von der Bank zurückkam um den Einzug zu wiederrufen, saß Jon im Wohnzimmer am Couchtisch und genoss sein Frühstück. Eggs and Sausage with Toast. Da ich ein Problem in der Küche hatte half er mir dabei. Es dauerte nur einen Moment doch es war sehr ruhig, zu ruhig für mich. „Stopp, Jon“ sagte ich zu ihm und ging ins Wohnzimmer. Da kam mir schon ein Schnauze schleckender und ganz kleinlauter Hund entgegen. Mist! Ich musst mir das Lachen verbeißen, dabei war ich am platzen. „He“ sagte Jon „Where are my eggs?“ Chiara fraß das Spiegelei, die Wurst und den Toast. Das Schimpfen nahm sie dafür in Kauf und vertrollte sich auf ihren Platz. Ich glaube gesehen zu haben das sie dabei lachte.

Der Tag ist echt langweilig hier wenn es regnet. Keiner ist auf der Straße. Die wenigen Tage an denen es regnet bleibt man zu Hause. Wir gingen nur einkaufen denn der Kühlschrank war so leer, dass mir auffiel ihn mal zu reinigen, was ich auch tat. Ein Sportstudio ansehen war mein größtes Erlebnis an diesem Tag. Nun blubbert ein Chili auf dem Herd und um 23.30h geht’s zum Job in den Club. Aber vorher werde ich noch Songs lernen müssen den Morgen am Dienstag ist „Kikii open Mic“ das erste Mal. Ich bin gespannt. Erst sollten es nur ein paar Jazzsongs sein, doch da nun Angie nicht mehr hier ist muss ich einspringen, was ich natürlich gerne mache, doch ich werde wohl mehr als nur Jazz Standards singen, aber vor allem lernen müssen. Nun gut, ab Januar hab ich ja Zeit mich um das alles zu kümmern. Dann wird der Club von Alisha und mir neu gestrichen, es kommen neue Tische, die Cocktailbar und der Chilloutbereich. Wenn ich ganz gut drauf bin werd ich ein riesiges Bild ( 3x3m ) hinter die Bühne malen, doch da brauche ich echt Muse….

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Sa

27

Nov

2010

Laden gekündigt!

Gestern Abend nach dem Laden und den ersten Perlen drehen bin ich zur Versammlung von meinem Kunstverein. Philip, der Künstler der in meiner Straße den Laden hat und ihn schließen wird war dabei und mit ihm hatte ich ein sehr langes Gespräch. Er hat nun eine große Garage oder Lagerplatz gemietet und arbeitet dort mir einem Künstlerfreund gemeinsam. „Kikii“ sagte er zu mir, „Ich bin Künstler und ich kann nicht den ganzen Tag auf Kunden warten die eh nicht kommen, ich muss malen, ich bin kein Verkäufer und ich muss groß malen, frei sein. Das ist nicht möglich in dem kleinen Laden in der Loreto. Deshalb werde ich den Laden aufgeben, nur Kosten, keine Einnahmen, das kann es nicht sein.“ „Bei mir ist das nicht anders“ sagte ich zu ihm, „Ich hatte nicht einen Kunden in diesem Monat und ich hab zu nichts Lust mehr ich bin nur noch frustriert, kann nicht malen und mache irgendwas um mein Gewissen zu beruhigen und bin laufend krank.“ Doch während dieses Gespräches ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Warum bin ich eigentlich aus Deutschgland/Coburg weg? Weil ich nicht mehr an einem Ort fest gebunden sein wollte. Hab ich nicht immer gesagt „ Wenn ich von der Malerei leben kann, dann kann ich überall auf der Welt malen.“ Hab ich nicht immer gesagt, „Ich will nie wieder einen Laden und geregelte Öffnungszeiten?“ Verdammt noch mal. Ja, ich wollte immer ein Atelier am Meer, gut, hab ich nun gehabt und jetzt ist Schluss damit. Heute habe ich den Laden gekündigt. Ich bin auf dem richtigen Weg, ich hab nur mal kurz einen Umweg gemacht, doch nun bin ich wieder bei mir! Obwohl auch das gut war, denn ich hab viele Kontakte durch den Laden geknüpft und jeder hat mich einen Schritt weitergebracht. Es macht einfach keinen Sinn jeden Monat 650 € von meinen Reserven zu investieren und nichts zurück zu bekommen. Ich habe so viele Möglichkeiten meine Bilder auszustellen. In Restaurants, in Hotels, Möbelhäuser und dort kostet es mich keine Miete. Malen kann ich zuhause auch, dort werde ich mehr Platz haben als im Laden. Die Künstlergruppe will sich ein Atelier von über 200 qm mieten. In einer sehr guten Lage der Stadt. Dort können wir verkaufen und malen. Die Miete wird dann geteilt. Sollte es nicht dazu kommen, wird es Philip nehmen und kann mich mit einmieten. Ich werde also auf jeden Fall ein Atelier haben, doch nicht allein. Das ist nur von Vorteil.

Seit ich das entschieden hab und weiß ab Januar bin ich frei, geht´s mir wieder gut. Jorge, der Mann der meine Kleidung verkauft hat Platz in seinem Haus für all meine Sachen die im Laden stehen. Er wird ein Fenster in dem Laden seiner Eltern mit meinen Bildern dekorieren und am Montag hab e ich Gespräche wegen weitern Ausstellungsmöglichkeiten. Ich bekomme meine Bilder schon aufgehängt.

Ich fühl mich so gut! Doch das erste was ich machen werde, ich suche mir ein Sportstudio, damit ich wieder ein Körpergefühl bekomme und mich in diesem auch wohl fühle. Mir fehlt mein Sport so sehr. Wenn ich im Haus bin mach ich das dort, doch bis dahin werde ich mir 2 Monate Studio gönnen. Jetzt werde ich das tun was ich von Anfang an machen wollte. Malen und Bilder schlagen, schreiben, nähen wenn ich eine Pause vom Malen brauche und Perlen, die ich hier bei Freunden im Laden verkaufen kann…

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Do

25

Nov

2010

Ach schön...

Eigentlich hätte ich heute frei im Club. Am Tag war ich damit beschäftigt den Laden umzuräumen um mich auf das Perlendrehen vorzubereiten. Ich bin total aufgeregt. Kann ich das Gas anschließen ohne in die Luft zu fliegen? Ich hab zwar eine spezielle Versicherung für das arbeiten an der offenen Flamme, aber das wir mir nichts nützen wenn das Ding hochgeht. Nun gut, wird schon klappen, bin ja nicht superblöd. Als ich mir dann so den Laden ansah als alles an seinem Platz stand hätte ich am liebsten schon angefangen, doch ich wollte vorher noch ein Shirt für Jon nähen. Ok, Morgen!

Als ich dann mit dem Rad nach Hause fuhr war das irgendwie anders als wenn ich gehe. Ich saß auf dem Rad und genoss es durch die Straßen zu fahren. Mir fiel auf, das die Stadt viel bunter und beleuchteter ist als Coburg und viel heller. Die Häuser sind anders gebaut ,es ist November, die Menschen sitzen immer noch am Tag draußen und trinken ihren Kaffee. Manchmal kann ich mich ja selber beobachten und heute sah ich mich lächelnd auf dem Rad durch die Straßen fahren. Die letzten Tage waren echt nicht grad toll so krank, aber heute hatte ich wieder einen langen Moment des Glücks.  Nun sitze ich im Club mit dem PC. hatte gerade 5 Lieder gesungen. Als ich zu Jon sagte das ich heute nicht arbeiten muss, meinte er „Komm lass uns Spaß haben und du singst.“ Irgendwie schön, dass er nicht alleine in den Club will. Wir leben zusammen, arbeiten gemeinsam und trotzdem habe wir uns nicht satt. Wir verbringen viel Zeit miteinander, doch meistens sind wir dabei am lachen und Blödsinn machen…

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Mi

24

Nov

2010

Sonne, Licht...

Das hier jeden Tag die Sonne scheint ist schon ein Traum, auch wenn es hier nun auch kalt wird (15Grad), habe ich jeden Tag Licht. Seit ich nun hier bin hatte ich vielleicht eine Woche schlechtes Wetter, in einem halben Jahr. Da kann man nicht meckern, was? Die wenigen Tage an denen es dunkel ist, so wie in Deutschland, an denen bin ich genauso schlecht drauf wie in Deutschland. Das ist unglaublich. Kann ein Mensch so sehr vom Licht und der Sonne beeinflusst sein? Jon, der ist immer gut gelaunt und hat einen Spaß drauf. Hab noch nie einen Mann getroffen der so witzig ist und immer Blödsinn im Kopf hat. Schön ist das.

Meine Straße ist nur nicht ruhig, ganz Denia ist ruhig. Der einzige Künstler mit mir in der Straße der einen Monat nach mir geöffnet hatte, hat den Laden gekündigt und geht weg. Für Maler ist das hier echt schwer. Ich muss sagen ich bin auch am überlegen ob ich den Laden dicht mache. Im November hab ich nichts verkauft und es waren vielleicht 5 Kunden im Geschäft. Ich muss mit meiner Vermieterin sprechen ob sie Miete nachlässt, den der Februar ist hier wohl genau so ruhig wie der November. Gestern standen Jon und ich mit 15 Gästen im Club. Nachdem um 22h noch Keiner da war suchten wir Songs für mich in Spotify. Als ich gerade bei Masquerade im Georg Benson Backtrack am Singen war, kam Herbert ein Jazzgast. „Mann“ sagte er im Schweizer Dialekt, „Du hast eine glasklare Stimme, toll, gefällt mir.“ Schön, geht runter wie Öl. J

„He Jon, kann ich Musik raussuchen?“ fragte ich. „Klar, lass mal hören.“ Ich suchte also in Spotify meine Lieblingssongs und begann mit „Home“ von M. Buble. Das ging über Renee Olstead bis zu Earth Wind and Fire. Jon war so begeistert, das ich nun Playlisten erstellen muss. „Ich mag Menschen die eine guten Musikgeschmack haben“ dabei nahm er mich in den Arm und drückte mich mal ganz fest. „Und du musst mehr Songs haben, ich will das du mehr singst.“ Na klar, warum nicht, ich liebe es. Somit weiß ich mal wieder womit ich meine Zeit verbringe…

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Mo

22

Nov

2010

Heftig!

So richtig fit bin ich immer noch nicht. Das Arbeiten am Freitag fiel mir echt schwer. Salsaabend, der vollste Abend in der Bar und die Spanier lieben es zu rauchen. Oh wie bin ich froh, wenn das im Januar ein Ende hat. Dann müssen sie hier auch vor der Tür rauchen oder auf der Terrasse. Jon hat mich gehen lassen sobald nicht mehr so viel los war. Somit war ich um 3.30h im Bett und hab sofort geschlafen. Samstag ging`s mir dann schon besser. Es war der letzte Abend unserer Sängerin aus New York. Sie geht mit ihrem Mann nach Miami. Auch nicht schlecht. Heute sollten ihre Hunde verladen werden. 2000€ für den Flug für 5 kleine Wuffis. Die Pässe waren schon am Flughafen als das Taxi für die Hunde kam um die Hunde nach Madrid zum Flughafen zu bringen. Der Fahrer fragte nach den Pässen und ihr Mann erklärte ihm das diese bei der Fluggesellschaft sind. Der Typ hat die Hunde einfach rausgeschmissen aus dem Auto, ist handgreiflich geworden und die 5 Hunde sprangen auf der Straße herum, dabei ist einer so erschrocken, dass er jetzt noch vermisst wird. Also das ist echt heftig. Nun fehlt einer der Hunde, der Mann von unsere Sängerin, die schon auf dem Flug ist, will morgen früh fliegen und einer der Hunde ist verschwunden. Ein Alptraum!

Ich bin mal wieder ziemlich müde. Da ich Sonntags nur bis um 22h arbeite, lag ich um 24h in der Kiste, doch an schlafen war nicht zu denken. Kaum hatte ich mich hingelegt, fing ich an zu husten und hab nicht mehr aufgehört. Da half kein Honig, keine Globuli, keine Chemie. Heute hab ich mir Zwiebeln mit Zucker angesetzt, ich bin echt gespannt ob das hilft, es hört sich auf jeden Fall grausam an…..

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Fr

19

Nov

2010

Überraschung..

Alfonso mein ehemaliger Nachbar, der mit dem Rad einmal die Welt umfahren hat

Jippiii, es geht aufwärts. Ich fühl mich heute schon viel besser. Vielleicht hat das Ölziehen, Sesamöl in der Nase, Globuli, Vitamine und die Streicheleinheiten von Jon doch was genützt. Der war ja wirklich zuckersüß in den letzten Tagen. Gestern hatte er wieder eine Überraschung für mich. „Wir gehen Essen, ich habe einen Tisch reserviert in einem speziellen Lokal das mit empfohlen worden ist.“ Freu freu, und er hat mir 2 Tage nicht verraten in Welches. Am Nachmittag fuhren wir nach La Nucia, ein kleiner Ort in den Bergen nach Altea. Der Tipp eines Freundes. Dort hat es ein riesiges Stoffgeschäft.

Der Weg dorthin wäre ohne das TomTom nicht so leicht zu finden doch als wir dann endlich vor dem Laden standen war das wie Weihnachten und Ostern zusammen. Tolle Stoffe, tolle Preise und viel Seide, Chiffon. „Du strahlst wie ein Mädchen das ihre Weihnachtsgeschenke aufmachen darf“ sagte Jon und lacht. Ja so fühlte ich mich auch. Ein Laden in dem man die Stoffe noch bezahlen kann. Mit einer riesigen Tüte voll Stoff fuhren wir zurück. Kurz umziehen und dann zum Überraschungsessen.

Vorher hielt er bei McDonald und lachte sich kaputt, als er mein erstauntes Gesicht sah. Nach dem wir ein Stück gelaufen sind standen wir vor einem meiner Lieblingslokale in dem ich ein paar Mal mit Alfonso meinem Nachbarn, meiner ersten Wohnung war. „Ist gut, he?“ fragte mich Jon. Ich grinste als Chimon, der Chef kam und mich begrüßte. „Du warst schon hier?“ dabei sah er mich verdutzt an. „Ja Jon, ich hab oft zu dir gesagt, dass wir mal zu Chimon gehen müssen weil es hier die Besten Tellinas gibt.“ Das Essen war herrlich, rote Garnelen, die es nur in Denia gibt, Tellinas, Miesmuscheln, Calamari und Sardinen. Ein wundervoller gelungener Abend.

So und heute geh ich wieder in meinen Bauchladen, werde meine Stoffausbeute begutachten, Schnitte machen und in der Nacht ist Salsa, da werd ich arbeiten. Ich hoffe ich bin fit genug.

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Di

16

Nov

2010

Mo

15

Nov

2010

Mandelentzündung..

So, nun lieg ich mal wieder flach. Mandelentzündung. Warum und wieso? Egal ob Stress, warm kalt oder was auch immer nun hab ich Bettruhe. An arbeiten ist nicht zu denken. Fühl mich ja schon seit Wochen immer wieder mal schlecht, dann wieder gut, blöd. Jon ist total lieb und verwöhnt mich ein wenig, obwohl er aufpassen muss sich nicht anzustecken. Ich schick ihn schon immer aus dem Zimmer. Wenn er eine Erkältung bekommt, wandert er ja gleich wieder in die Klinik. Doch seit dem letzten Mal hat er mit dem rauchen aufgehört. Ab und zu erwische ich ihn mal, dass er einen Zug bei einem Freund macht, doch er hält sich sehr gut. Bin echt stolz auf ihn.

Am Samstag hatten wir einen sehr komischen Vorfall im Club der sich gerade zuspitzt und ich Euch daran teilhaben lassen möchte. Ich hatte 4 Gäste mit einem Jungen, so um die 16 an einem Tisch. Sie orderten Getränke und ich fragte den Mann ob er seinen Wodka mit Fanta oder mit Saft möchte. Vodka Naranja kann das oder das andere sein. Er sagte mit Saft. Ok. Der Junge bestellte eine Cola. Als ich kam und den Wodka mit dem O-Saft, der in einer extra Flasche ist, sagte der er will den O-Saft frisch gepresst. Na, klar! Also alles zurück und dann doch lieber die Fanta. Als ich damit zurück kam wollte der Junge keine Cola mehr sondern ein Wasser. Die Cola war aber schon geöffnet. Ok, Kikii macht ja fast alles möglich. Augenverdreh und ein Wasser geholt. Da saßen die nun zu 5 mit 4 Drinks und das für Stunden. Irgendwann brachte unsere andere Servicekraft Nachschub und ich sah dass sie tanzten. Als die Lifemusik zu Ende war und fast alle gingen, begannen sie zum Personal zu rennen und ihnen wäre eine Handtasche abhanden gekommen. Im Laufe der nächsten Minuten wurden es dann schon 2 Taschen und am Schluss beschuldigten sie unsere Kellnerin die Taschen geklaut zu haben. Nur die saß nach ihrer Arbeit noch eine Stunde an der Bar. Georg ein Freund der hier schon ne Weile lebt und grad das Haus für Jon umbaut sah mich an und sagte. „Gute Schauspieler“. „Du meinst das ist nur gespielt?“ fragte ich ihn. „Klar“.

Die 5 Personen gingen und seit dem ist Telefonterror bei Jon, sie waren bei der Polizei und haben unsere junge Kellnerin angezeigt. Unglaublich. Ich bin echt gespannt wie das weitergeht. Aber eins weiß ich sicher: Unsere Kellnerin hat die Taschen sicher nicht geklaut…

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Mo

15

Nov

2010

Spotify

www,spotify.com

Liebeserklärung..

…an Spotify, das größte Geschenk das mir Jon je gemacht hat und nicht zu übertreffen ist. Von 19h bis 22h hab ich im Club gearbeitet und nun darf ich im Bettchen sitzen und dieses Programm genießen, für „um-a-sonst“. Meine Freundin liegt neben mir, schnarcht, wenn sie träumt strampelt sie mit den Pfoten und bellt. Jon ist wieder im Club und ich hab die Stöpsel im Ohr und geb mir die beste Musik der Welt. Hätte ich so viel Kohle wie Karl Lagerfeld, ich hätte auch den Schrank voll mit 100derten von IPods wie er und jeder IPod mit einem anderen Musiker. Spotify ist die gigantischste Musikbibliothek die ich je gehört habe. Es ist wie ITunes oder Amazon, nur das man alle Titel bis zum Schluss anhören kann. Jon bezahlt jeden Monat, dafür darf er das Programm an 5 Personen weitergeben. Ich hab zwar alle 3 Lieder eine kurze Werbung, doch das macht überhaupt nichts, da ich nichts zahlen muss. Ich bekomme in dem Programm auch alle Backing Tracks die ich zum Singen brauche, einfach unbeschreiblich genial!!! www.spotify.com Es geht einfach nichts über gute Musik. Musik ist mein Leben. Wenn ich male höre ich sehr laut Musik. Manchmal Klassik oft Chillout, aber immer laut. Ich geh auch keinen Schritt joggen ohne Musik und wenn ich traurig bin dann höre ich laut Musik, am liebsten Stefan Gwildis, dann geht’s mir wieder besser. Diego mein Nachbar mit der Tapabar gegenüber kommt und beschwert sich, wenn ich keine Musik an hab. Es kann gut sein, dass sie das nicht dürfen als Gastronomen und eine extra Lizenz haben müssen. Der Gastwirt vom Lokal Loreto fragte mich schon ob ich ihm nicht Musik aufnehmen könnte weil die so gut wäre. Alles Spotify. Man kann dort auch Musik kaufen doch leider hab ich dafür grad keine Mäuse. Macht ja nix.

Mein Schloss vom Laden funktioniert auch wieder. Jens, der Liebe, hat es mir repariert. Er sagt ich soll zur Polizei gehen und es anzeigen. Das werde ich auch machen.

Seit ein paar Tagen fange ich an meine Mum ganz dolle zu vermissen. Eigentlich seit dem Moment als sie die Videos vom Haus gesehen hat und von der Wohnung und vom Laden, meine Freunden. Da schrieb sie mir „Ich weiß jetzt das du nicht mehr zurück kommst“. Das war wie ein Stich in mein Herz. Ich weiß auch nicht warum, vielleicht weil ich weiß das sie mich auch vermisst und wir doch immer sehr eng waren. Wir schreiben uns jeden Tag eine Mail oder telefonieren. Sie ist der Mensch der immer 180% in meinem Leben hinter mir stand und steht, egal was passiert. Sie fehlt mir sehr! Wenn ich an sie denken hab ich ganz fett Tränen in den Augen. Sie ist der wundervollste Mensch den ich in meinem Leben treffen darf. Wenn ich nicht wüsste dass sie mit meinem Bruder und seiner Familie im gleichen Haus wohnte, würde ich wohl nicht so frei und unbeschwert sein können. Doch im Frühjahr wenn das Haus fertig ist, wird sie sich wohl in den Flieger setzen müssen um mich zu besuchen. Auch wenn man hier wenig Französisch spricht. Verdammt ich brauche Hilfe im Garten mit meinen zwei rechten Daumen( bin Linkshänder) !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

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Sa

13

Nov

2010

Benjamin an der Glorieta

Wie viele sind´s?

Mein „Manager“, der junge Mann, der sich meiner Klamotten angenommen hat, war nun doch schon tätig und hat das erste Teil meiner Kollektion verkauft und 6 der schönen Teile hängen nun in 2 der edelsten Boutiquen in Dénia, zwischen Armani, D&G, Versace. Was will ich mehr. Und ich hab die ersten Aufträge für diese Läden zu nähen. Nun werd ich nächste Woche in einen Stoffgroßhandel bei Altea fahren und sehen was ich dort so alles kaufen kann. Er hat ausgehandelt, das ich 50% sofort bekomme und den Rest beim bringen. Für den Laden habe ich vielleicht nun auch zwei Künstler gefunden, die in der Zeit in der ich in Schottland bin, ihn öffnen und ihre Bilder mit hineinhängen. Heute Abend stand dann einer der echt miesen Gitanos in meiner Ladentür und grinste mich blöd an. Es war der, der auch das Handy von Stefan in meinem Laden geklaut hat und angezeigt worden ist. Der schon Laden ausgeräumt hat und im Gefängnis saß. Ich schrie ihn an das er verschwinden soll, doch er ging nicht. So knallte ich die Türe voller Wucht vor der Nase zu. Dann war er weg. Als ich Abends aus dem Laden bin und absperren wollte, ließ sich das Schloss nicht mehr doppelt sperren und ich sah, das einer versucht hat mit dem Stemmeisen die Tür zu öffnen, da das Holz eingedrückt war. Kein schönes Gefühl. Ich versuchte es immer wieder, doch keine Chance. Morgen kommt Jens ein Freund und Nachbar und will es mir reparieren. Gut dass ich nun eine Versicherung für den Laden habe. Nachdem ich heute ein Teil verkauft habe und ich mich gut fühlte ging ich auf dem Heimweg bei „Benjamin“ vorbei um einen Wein zu trinken. Ich finde seit der kleinen Weinprobe mit Jon am Donnerstag, dass er die besten Weine hat. Ich saß kaum, „Hola, que tal?“ als er den Wein brachte der eine wundervolle gelbe Farbe hat, legte er mir noch in Salz eingelegte Erdnüsse hin, eingewickelt in ein festes Papier. „Die gibt’s nur bei mir“ sagte er und lächelte. Gleich kam noch seine Frau und der Kellner und fragten mich wie es mir geht und schön mich zu sehen. Da saß ich nun. Vor mich hin grinsend, glücklich mit meinem Wein, dem kurzen Gespräch und dieser warmen Herzlichkeit die mir entgegengebracht wird und dachte nur „Danke“. Als ich nach Hause kam empfang mich ein schwanzwedelnder Hund und ein freudiger Jon. Was will ich mehr?

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Sa

13

Nov

2010

Was sich doch so manche Typen einbilden..

 Gestern Nacht im Jazzclub war der angesagteste Abend, Salsa. Wir hatten einen wohl recht bekannten Sänger und die Mädels waren happy und der Laden voller als voll. Wir hatten Zeitweise keinen Gläser mehr. Zu der Zeit kam ein Gast, den ich schon ne Weile nicht mehr gesehen hatte. Er fragte mich vor Monaten schon ob ich mal mit ihm ausgehen würde. Er ist ein echt gutaussehender Spanier, doch interessiert mich das nicht, da ich mit Jon zusammen bin. Ich sagte ihm, dass ich nicht möchte und er ging. Gestern war er wieder da und umarmte mich zur Begrüßung und küsste mich 4 mal auf die Wangen. Nach einer halben Stunde fing er wieder an, dass er mit mir ausgehen möchte. Dabei hielt er mich fest am Arm. Es war mir unangenehm. Ich solle doch nach hinten zu den Toiletten kommen und mit ihm reden. Ich sagte ihm ich hab keine Zeit und muss arbeiten. Irgendwann musste ich ins Lager um Eis zu holen und leere Flaschenkästen. Der Schlüssel steckte draußen als der Typ reinkam, den Schlüssel abzog und versuchte von innen zuzuschließen. Ich dachte ich spinne. Riss ihm noch rechtzeitig den Schlüssel aus der Hand und schmiss ihn raus. Als ich total verdutzt zu Jon ging und es ihm erzählte, war der Typ verschwunden. Keine schöne Situation, muss ich nicht noch mal haben.

Heute Mittag bin ich dann in meinem Laden am nähen als zwei Frauen vorbei laufen die ich in der Nacht bedient hatte. Sie bemerkten das erst als sie im Laden standen und ich ihnen erzählte das ich ja noch im Club arbeite. Ja, am Tag seh ich schon anders aus. Die eine ist erst seit 4 Wochen hier. 32 Jahre in Deutschland verheiratet und hat es nicht mehr ausgehalten. Sie ist Spanierin und hat die Heimat immer vermisst. Nun lebt sie hier allein und ihre Familie überlegt nachzukommen. Die Andere, ihre beste Freundin und auch Spanierin und auch erst seit Mai hier. Sie hat wohl fürs Fernsehen gearbeitet und hat die Nase der Oberflächlichkeit voll. Sie hat wie ich alles abgebrochen um hier ihren Lebensweg zu verfolgen. Sie wird Taschen nähen lassen und sie im Internet verkaufen. Wir hatten sofort einen Draht zueinander und wollen in Kontakt bleiben. Ich bot ihr an in der Zeit, in der ich Schottland bin den Laden als Verkaufsraum zu nutzen, da hier viel los ist. Mal sehen..

Das war auf jeden Fall mal wieder ein Moment der mich mutig sein lässt, wenn ich grad alles hinschmeißen möchte und am Zweifeln. Gut so…

Doch was mir mal wieder bestätigte, dass die Deutschen anders sind, als diese Frauen mir den Grund nannten warum sie hier sind. Die Mentalität der Deutschen ist so kalt. Diese Herzlichkeit ist einfach nicht zu bezahlen. Ja ich bin nicht alleine mit dieser Meinung.

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Sa

13

Nov

2010

Gluten Frei

Nachdem Jon meinen Kuchen probiert hatte..

Ich hatte in den letzten Monaten unglaublich viel Energie. Der Wechsel von Deutschland, das Gefühl alleine gekommen zu sein, mein Laden, die ersten Erfolge, die Menschen, das Meer und diese unglaublich tolle Hitze, all das war für mich so als würde ich anhaltend meine Finger in eine Steckdose halten. Im Moment ist Stromausfall und ich fühl mich schlapp, müde und bin andauernd kränklich. Laufend hab ich Schnupfen oder Halsweh. Es bricht nicht richtig aus, geht aber auch nicht weg. Sobald ich mich besser fühle und mich wieder voll reinhänge, ist es da und bremst mich. Ich hasse das nur auf 80% zu fahren. Ich hatte vor Jahren schon einmal so eine Zeit. Ich begann damals meine Ernährung auf Gluten Frei umzustellen. Die letzten Monate hab ich hier gesündigt und die letzten Wochen normal gegessen. Gut möglich, dass es damit zusammenhängt, den bei einer Mehlunverträglichkeit leidet das Immunsystem. Jetzt hab ich mir in der Nacht noch einen Kuchen mit meinem speziellem Mehl gebacken und mich grad darauf gefreut. (Ja, Mami, Jon ist der gleichen Meinung wie du, das das Zeug was ich da backe grauenvoll schmeckt) Normalerweise schmeckt der klasse, den ich mag es wenn´s nicht so süß ist und nehme kaum Zucker zum Backen, doch heute hat er wirklich grauenvoll geschmeckt. Ich weiß jetzt auch warum. Diese Silikonform war so verschlotzt vom vielen Backen, dass ich sie in der Waschmaschine gewaschen hab, mit meine Klamotten. Der Kuchen schmeckt nach Waschpulver, bäh…, gut das ich keinen Weichspüler verwende, wer weiß wie das geschmeckt hätte…

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Do

11

Nov

2010

Spontan..

Das war mal wieder so ein Abend…

 Als ich vom Laden zurückkam, erwartete mich ein herrlicher Geruch. Jon hatte sich ein Steak gemacht und mir lief das Wasser im Mund zusammen. „Hunger?“ fragte er mich. 10 Minuten später stand ein fettes Steak vor meiner Nase und eine grinsende Kikii am Tisch. Das war nun schon das zweite Mal das er für mich kochte seit unserm letzten Streit. Find ich klasse! Und seit dem verstehen wir uns auch viel Besser und sind noch enger.

Der Abend im Club begann sehr ruhig. Fernando und Jon machten Musik. Gegen 1h kam Chiara. Sie ist auch eine Sängerin, die hier ab und zu gebucht ist. Ich mag sie total gern, aber vor allem ihre Stimme. Sie ist so speziell und einmalig. Ganz spontan sang sie mit Jon und Fernando, doch am Schluss saßen wir Beide am Bühnenabsatz und trällerten im Duett. Ein durchaus gelungener Abend!

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Mi

10

Nov

2010

Feng Shui

Wer braucht das bitte?

Gestern war nicht mein Tag. Erst hab ich verschlafen, weil ich in der Nacht nicht vor 5h schlafen konnte, dann hat´s geregnet, ich fror und war schlecht gelaunt was äußerst selten vorkommt, seit ich hier lebe. Ich saß im Laden wollte an meinen Flyern arbeiten und hatte kein Internet, weil mein Nachbar bei dem ich mich einklinke es abgestellt hat. Ich hab noch nicht gezahlt in dem Monat. Habs einfach vergessen vor Stress. Der soll sich mal nicht so haben, er steckt sich das auch nur privat ein und sein Chef zahlt die Rechnung. Nach 10 Minuten bin ich gegangen. Als ich nach Hause kam hab ich fast geheult. Ich war so weit mit dem Laden alles hinzuschmeißen. Jon drückte mich fest „Baby, morgen scheint die Sonne wieder und es ist ein neuer Tag und dieser ist noch nicht beendet.“ Somit beschloss ich den Laden auch am Abend nicht zu öffnen. Dafür war ich mit Jon im Haus und haben uns die Baustelle angesehen. Um acht bin ich zu Stefan, der mir die Videos für Vox komprimiert hat. Um 22h begann mein Bar Abend, da unsere schwarze Sängerin krank ist. Um diese Zeit ist noch nichts los und wir probten ein wenig die neuen Stücke. An diesem Abend ist immer „Open Mic“, Phil vom „al Gusto“ kam und wir sangen ein Duett. Klasse!! Somit war dann der Tag doch noch gerettet.

 

Seit Tagen bin ich im Kontakt mit einem jungen Mann der meine Bilder und meine Kleider verkaufen will. Eine Art Manager. Ich war und bin immer noch sehr skeptisch, denn den Letzten, den ich hatte, endete in einer Klinik für Depression. Haha, nicht wegen meinen Bildern, sondern weil er schon immer krank war und ich das nicht wusste. Das Ganze war ein riesen Reinfall und ich hab daraus gelernt. Tagelang habe ich nicht reagiert, doch er kam immer wieder und machte neue Vorschläge. Er gehört zu einer dieser alten Familien in Denia und kennt Gott und die Welt hier. Er schleppte mich erst mal samt meiner schönsten Teile in die abgesagteste und teuerste Boutique. Als wir davor standen sagte ich „Da soll ich jetzt mit meinen Kleidern rein?“ „Ja ja, ich hab dich schon angekündigt.“ Die Besitzern sah sich alles an und ihr gefielen einige Teile die sie gerne gehabt hätte, doch ihr war mein Preis zu hoch, der mir hier eh schon weh tut. Aber klar, sie will das ja widerverkaufen. Ich dachte ja auch wir verkaufen die Kleider Privat und nicht in einer so edlen Boutique. Frustriert bin ich mal wieder Heim. Für mich war´s das. Doch er stand am nächsten Tag wieder in meinem Laden und erzählte mir, dass die Dame die Teile gerne in Kommission nehmen würde. Wow, klasse! Meine Klamotten zwischen, D&G, Versage usw..

„Bevor wir sie dort reinhängen werde ich versuchen sie zu verkaufen ich kenne noch ganz andere Läden.“ Somit hat mein „Manager“ nun 80% meiner Teile mitgenommen und der Laden ist wieder leer. Und was soll ich sagen? Ich fühle mich erleichtert das die Teile raus sind und ich wieder durchatmen kann. Seit die Stange in der Mitte von dem kleinen Raum hing, wurde meine Laune von Tag zu Tag mieser. Wer von Feng Shui Ahnung hat weiß was ich meine. Ich wusste das schon vorher, doch gab es keine andere Möglichkeit sie unterzubringen. Jetzt hab ich wieder Chi und fühl mich leichter. Komisch was?

Lorenzo der Freund von Stefan wird meinen Laden machen während ich in Schottland bin und die Beiden nehmen auch Chiara zu sich. Nachdem sie jetzt einen Welpen haben mit 4 Monaten, der genauso aussieht wie Chiara ist das perfekt, meine Süße nicht allein und abgelenkt. Alle Probleme lösen sich mal wieder von selber auf. Somit kann ich meine Urlaub genießen, viel schlafen und schreiben.

Heute habe ich alle 12 Videos für VOX geschickt und bin froh dass ich da nun den Kopf frei habe. Somit wird morgen genäht oder gemalt.

Im Club ist heute Abend Gitarre angesagt. Fernando, der auch im Negro y Blanco Donnerstags spielt wo ich manchmal singe wird uns heute beglücken. Ich freu mich drauf. Da werd ich sicher wieder ein wenig trällern….

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So

07

Nov

2010

So

07

Nov

2010

Heidenei...

Nun hab ich mir mal eine Liste erstellt, um nicht zu vergessen was ich alles zu tun habe. Diese Liste ist ziemlich lang. Es gibt nichts schöneres als etwas abhaken zu können. Wenn ich das Casting für Vox abhaken kann bin schon mal happy. Dafür hab ich nun wirklich Zeit gebraucht. Was mir auch ein wenig im Magen liegt, dass Jon einen Flug nach Schottland für uns gebucht hat. Ich freu mich auch sehr darüber, nur erst wollten wir 5 Tage fliegen nun sind es 9 Tage und das genau in der Weihnachtszeit, in der viel los ist und ich im Laden stehen möchte. Urlaub kann ich gut gebrauchen, doch nicht in diesen Tage. Zu spät. Er hat mich nicht gefragt. Nun darf ich mir Jemanden für den Laden organisieren, das der wenigstens ein paar Stunden geöffnet ist. Macht mir echt Bauchschmerzen.

Der Laden ist so ruhig. Ich hab noch nichts in dem Monat verkauft. Ein scheiß Gefühl! Ich bin im Moment so sparsam, dass ich nur vom Trinkgeld lebe und den Lohn von Jon für die Miete vom Laden ab Januar zurücklege, denn der ist nur noch bis Dezember bezahlt. Dio Mio, es ist echt spannend.

Als ich gestern vom Laden Nachts nach Hause lief, stand in der Straße eine Frau die Ihre Tür nicht aufsperren konnte. Sie war betrunken und ich fragte sie ob ich ihr helfen kann. Sie hatte den falschen Schlüssel im Schloss und so sperrte ich ihr auf. Als sich die Tür öffnete traute ich meinen Augen nicht. Ich hab die Slums in Manila gesehen, Armut in Sri Lanka, Dreck in China, doch dass es das in Europa gibt?! Es gab keine Fußboden, die Wände waren nicht verputzt, Dreck und Müll. Als ich den restlich Weg nach Hause lief musste ich weinen. Jon war erschrocken als er mich so sah, doch nach der Erklärung war ihm klar warum. Mensch geht’s mir doch gut!

Der Hausbau geht voran. Im Moment haben wir ein riesiges Loch im Haus, da sie die Wand eingerissen haben um das Wohnzimmer von Jon zu vergrößern. Der Garten ist total nackt und kahl. Grad nicht schön aber, ich hol mir alle 3 Tage frische Aloe Vera, für mich und Jon. Jon hat eine Art Neurodermitis und ich schmier mir das Zeug unter die Augen und ins Gesicht. Klasse! Jon sagt, seine Haut und das Jucken wird viel besser davon.

Gestern war ein sehr schöner Abend in der Bar. Die Band war prima und die Stimmung fantastisch. Spät bekam ich Besuch. Ein Madrilene, den ich vom Sommer her kenne, da er viele Abende in unserer Bar verbrachte. Es ist ein Riese und ein so Netter. Als ich ihn sah bin ich ihm gleich mal um den Hals gefallen. Da hat er mich gedrückt und aus seiner Jacke eine Rose gezogen. Für die netteste und liebenswerteste Frau hier in Denia. Da hab ich mich echt gefreut. Dann hat er auch noch Bonbons aus der Tasche gezaubert auf denen als Markenname KIKI stand. Ach schön. Jon hat nur gegrinst und sagte wieder „ All love you.“

 

 

 

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Fr

05

Nov

2010

Freier Abend...

Also ich glaube, GinTonic macht blöd, zumindest auf jeden Fall am nächsten Tag müde. Jon sagt immer, die Leute die zu viel von dem Zeug trinken sind „strange“. Warum hat man immer diese Gefühl sich an seinem einzigen freien Tag etwas gönnen zu müssen?

Wir waren also erst mal bei „Benjamin“ und tranken einen wundervollen Schluck Wein. Es ist eine kleine extrem typische spanische Wein Bar an der Glorietta. Eine von denen die schon immer in der Stadt waren und von Generation zur nächsten weitergegeben wird. Große Fässer mit Wein liegen hinter der Bar und es wird gezapft. Wundervoll. Jeden Tag laufe ich dort vorbei und denke, ich möchte dort mal einen Moment verweilen. Nach diesem Glas sind wir zu Tommasets in der Calle Loreto. Dort isst man die besten Tapas. Ach wie herrlich. Eigentlich müssten wir die Kamera im Moment immer dabei haben, weil wir so einen Spaß machen. Dieser Schotte ist einfach unglaublich witzig. Es hat am Tag hundert Situationen in denen ich denke „Oh ne, Filmreif, die Szene“ Nach diesem traumhaften Essen noch einen Abstecher ins Negro y Blanco.

Donnerstag ist der Tag an dem die Spanier Gitarre spielen und dazu singen. Das ist wirklich ein Erlebnis. Der Laden war voll, das Durchschnittsalter lag bei ca. 70. Aber egal, dafür sind die Musiker jünger. Diesmal hatte ich die Kamera dabei. Ich dachte, falls ich doch zum Singen aufgefordert werde, kann Jon das filmen und wir sparen uns den Dreh im Club. Ich nahm meinen GinTonic und setzte mich zu ihnen. Jon saß auf der Empore und hatte ein Gespräch mit einem Freund. In der Zwischenzeit fragte mich Fernando ob ich singen würde. „Claro“!

Ach was macht mir das Freude. Zu „Summertime“ setzte sich eine Wow-Spanierin, die vorher sang, zu mir und wir sangen das im Duett, nur klasse! Und? Kamera? Klappe die 100dertste? Nö, Batterie leer! Echt!!!!!!!!!!!!!!!!!! Aber ich sag ja der Gin macht „strange“ Ich hab darüber nur lachen könne. Diese Spanier, die sind so klasse. Wenn ich ihre Musik höre, diese Freude in den Liedern, diese Leidenschaft, das sind Momente von großem Glück für mich. Dass ich da auch noch mit trällern darf ist unbezahlbar. Und jetzt mach ich Siesta und geh ins Bett, gähn….

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Do

04

Nov

2010

Frei!

Aquarell auf Leinwand

Sitze um 17h in der Bar und warte auf das Bier. Ich habe am Vormittag ein Bild zu Ende gebracht und gönn mir den Abend frei. Die Straße ist so ruhig und es ist mein einziger freier Tag von der Bar mit Silberfuchs. Er ist gerade mit der einer Maklerin unterwegs und ich sitze dafür hier und warte auf die Getränkelieferung. Es ist zwar erst 17h aber ich gönne mit gerade einen kleinen Ballantines Black. Ohoh, wenn das Jon wüsste. Sein teurer Whiskey. Nein Mami, ich werde nicht zum Alk, brauchst mich nicht darauf ansprechen, grins..

Wenn wir frei haben, dann gönne wir uns immer etwas. Wir gehen schön essen und heute Abend noch ins Negro y Blanco. Eine Bar in der heute Abend Gitarrenmusik gespielt wird. Spanische Musik. Das letzte Mal habe ich dann mit Fernando der bei uns in der Bar ab und zu Jazzgitarre spielt gesungen. Mach ich sicher wieder wenn sie mich fragen. Ich liebe es zu singen, doch ein Showgirl werd ich in diesem Leben nicht mehr. Ich mach das einfach weil ich Freude daran habe. Gestern Abend hatten wir dann ein Video für Vox gedreht, oder besser drehen wollen. Ging natürlich schief. Am Vortag war hier Jazz und ich sag richtig gut. Die die mich noch nicht gehört hatten waren angetan. Heute spielte Jon irgendetwas neues als Intro und ich kam nicht in den Song, das Micro war anders eingestellt, da Chiara vorher sang und die Gäste waren sehr laut weil es PartyAbend war und nicht Jazz. Als ich das Video Nachts noch ansah war ich erst begeistert weil ich meine Stimme echt gut fand. Doch ich hab den falschen Text gesungen, merkt hier keiner von den Spaniern, aber ich, ach Mist. Bin eh so genervt von dem Drehen für das Casting weil ich das selber machen muss. Also, das heißt alles noch mal. Puh..

Aber heute mach ich gar nichts mehr. Ich hab frei! Vielleich nehm ich die Kamera mit ins Negro y Blanco. Wenn ich dann dort singe, schenke ich mit die Aktion in unserem Club.

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Mi

03

Nov

2010

In der Zwischenzeit traf ich eine Bekannte, eine Deutsche, die ich vom Laden her kenne und wir gerade dabei sind uns anzufreunden. Ich denke sie ist in meinem Alter und mir sehr sympathisch. Sie kennt Paare die den Dreh schon mitgemacht hatten da sie mit ihrer Familie schon viele Jahre in Denia lebt. Die Erkenntnis, dass ein Sender natürlich Menschen so hinstellen kann wie er das möchte hab ich schon mit dem Dreh bei RTL für Punkt12 erlebt. Da ging es um eine lapidare Geschichte des Orientierungssinnes. Der Dreh war sehr lustig und hatte viel Spaß gemacht, doch am Ende war das Ergebnis, dass ich als volle Zicke rüberkam. Ich meine ich bin echt nicht blauäugig was das angeht und mach mir einfach so meine Gedanken dazu.

Doch ich werde abwarten und dann entscheiden und mit der Redaktion reden, wie sie meine Person sehen und darstellen wolle. Sollte Jemand Erfahrung mit diesem Thema haben, bitte ich hiermit um Tipps J

So, und nun beginnt mein Tag 11.30h. Da werden manche auch denke „Um die Uhrzeit denke ich an die Mittagspause, was für ein Leben“ Tja, nur mit dem Unterschied, ich bin heute Morgen erst um 4h von der Arbeit gekommen. Somit „Moin, an alle“

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Di

02

Nov

2010

Ich sitz das aus..

Kann mich grad mal wieder zu nichts aufraffen. Bin einfach zu müde. Um 4.30h war mein Job beendet. Der Flamencoabend war ausgesprochen gut besucht. Wir hatten  diesmal keine Zigeuner da. Das mag daran gelegen haben, dass wir diesmal ein Sax und ein Schlagzeug anstatt der Sänger hatten. Eine tolle Kombination. Einfach mal was anders. Alisha und ich haben sofort gemerkt, dass etwas anders ist, aber sie ist auch ein spiritueller Mensch und spürt das. Die Zigeuner bringen hier eine unschöne Aura in die Bar. All das Leid und die Wut, tragen sie mit sich und das raubt Energie und Freude. Es war wirklich ein völlig anderer Abend ohne sie.

Gegen 1.30h, ist dann noch die High Society von Denia gekommen und habe Einiges konsumiert. Als ich auf die Toilette wollte war die mit ein paar Herrn belegt, die sich wohl einen Kick versetzten. Soll´n sie doch machen was sie wollen, ist ihr Leben. Einer fragte mich freundlich, ob ich auch was haben möchte. Ich hatte es nicht gleich verstanden , denn wenn Jemand mit dem Zeug drauf ist, versteht man fast nichts mehr, doch irgendwie hab ich es dann doch kapiert und lehnte freundlich ab. Ich hab´s einfach nicht mit Drogen. Meine Droge ist das Meer und ein Glas Weißwein. Wenn ich mir was gönne, dann mal eine Gin Tonic Bombay. Ne, Pulver und so was brauch ich echt nicht und Jon auch nicht. Die Herren waren sehr nett und es hat Spaß gemacht sie zu bedienen. Ungewöhnlich ist es ja bei den Spaniern Trinkgeld zu geben, doch an dem Abend konnten Alisha und ich uns nicht beklagen.

Am Nachmittag war ich mit einem Freund im Kino. Das erste Mal . Ich hab es genossen, auch wenn ich zwischendurch fast eingeschlafen bin, weil ich plötzlich runterkam. Der Streit mit Jon geht mir ganz schön an die Substanz und ich rede immer noch kein Wort mit ihm außer auf der Arbeit. Ich bin so harmoniesüchtig, doch wenn das Fass überläuft ist es aus mit meiner Liebe zur Harmonie. Und ich sitze das aus und wenn ich so richtig sauer bin, kann ich das ganz lange…

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Mo

01

Nov

2010

Unglaublich, aber klasse...

Seit April schreibe ich an diesem Blog. Begonnen hat er mit 1400 Klicks. Heute, nach über einem halben Jahr sind es 4761 Klicks. Das finde ich schon enorm. Motiviert mich natürlich weiter zu schreiben und freut mich sehr. Ich frage mich ja schon manchmal, was so gedacht wird über den Blog. Einige werden denken "Was für ein Quatsch die da schreibt" die Anderen "Mutig was sie so macht" von meiner Freundin weiß ich das ein Freund von ihr gesagt hat "So ein Mist was die schreibt, aber ich bin süchtig danach." Eine Frau schrieb mir "Er lenkt mich vom Alltag ab, ich finde ihn herrlich"

Aus welchem Grund auch immer, er wird gelesen. Und ich schreib ihn weiter, denn ich bin noch lange nicht da angekommen wo ich hin will!

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So

31

Okt

2010

Dio Mio..

Hab heute von 19h bis 22.30h gearbeitet. Den restliche Tag kein Wort mit Jon gesprochen. Ich hatte keine Lust mit ihm zu reden, schon gar nicht als ich nach Hause kam und das Geschirr immer noch in der Spüle stand. Es hatte mich schon genervt in der WG den Jungs den Dreck wegzuräumen. Hier mach ich das auch, allerdings ist damit jetzt Schluss. Ich bin immer noch so sauer. Vor allen nachdem ich mit Alisha gesprochen habe und sie noch weniger bekommt als ich. Was ist das eigentlich für ein verdammter Mist den Jon da so verzapft. Kein Wunder das ihm unser Barmann davongelaufen ist. Alisha und ich arbeiten wirklich hart. Der Job ist einfach verdammt hart. Sie trägt auch noch die schweren Kisten und ist halb so viel von mir und ich hab schon nicht viel. „Fuck off“ würde ich jetzt sagen wenn ich keine Kinderstube hätte. Die Bar war noch nie so sauber seit wir Beide arbeiten und wir wissen Beide das die meisten Kellner bescheißen. Wenn wir uns unsicher sind ob das nun Trinkgeld war oder doch nicht, legen wir es in die Kasse, bevor wir nur daran denken es einzustecken.

Sowas wie uns findet er nicht so schnell wieder. Ich hab so viel in der Gastro gearbeitet und ich hab in dem SzeneLokal meines Exmannes in München gesehen wie die Kellner bescheißen und mit welchen Tricks sie arbeiten.

Jon ist natürlich nicht entgangen, dass er sich heute um sein Essen selber kümmern musste. Auch nicht, dass ich in der Bar nur das Nötigste mit ihm redete und nach meiner Arbeit gegangen bin. „Kiss me Baby“ sagte er zu mir. Ich sah ihn nur an und erwiderte „Es hat sich ausgeküsst.“ Daraufhin „Willst du mehr Geld?“ Ich denke nicht das die Bar der richtige Platz ist über solche Probleme zu reden und das war auch meine Antwort.

Den Laden hab ich heute allein geschmissen und es war gut was los. Jon meinte dann „Du warst echt gut so alleine.“ „Ich weiß!“ kam von mir. „Na, dann muss ich dir das ja nicht noch mal sagen“ war der Kommentar. „Nein, musst du nicht!“

Ich weiß das ich schnell bin und verdammt gut. Weil ich es liebe den Menschen einen schönen Moment mit einem freundlichen Service zu bieten. Die Gäste können nichts für meinen Stundenlohn.

Dann kam auch noch das nette Paar, das ich im Businessforum kennengelernt hatte. Leider hatte ich zu wenig Zeit um eine Plausch zu halten, doch als sie gegangen sind sagte er zu mir „Konzentriere dich auf 2 Dinge wenn du kannst, aber vor allem auf deine Malerei, denn deine Bilder sind gut.“ Wie gerne würde ich das tun. Aber im Moment brauche ich das Geld vom Club, doch ich werde mich nicht ausnutzen lassen. Für weniger als 6 Euro kann ich überall arbeiten.

Aber nun muss ich erst mal abdampfen und das werde ich morgen mit einem Freund machen, den ich lange nicht gesehen hatte und mich sehr freue das er ein paar Tage hier ist.

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So

31

Okt

2010

Ich bin so sauer...

 

Komme vom Laden, es ist Sonntag 15h. Hab sauschlecht geschlafen und das Glück gehabt mit der Zeitumstellung, sonst hätte ich wieder verpennt. Es ist ja nun Monatsende und ich habe meine Stunden zusammen gerechnet, die ich in diesem Monat in der Bar arbeitet. 85 Stunden! Und ich bekomme von Jon 500€ im Monat. Bevor ich mich auf den Deal mit dem Monatsgehalt eingelassen hatte, verdiente ich 8 € in der Stunde. So und nun sind es 5,88€, Klasse!

Als ich mit Jon darüber reden will macht er sofort dicht. Er würde mir ja einen Gefallen tun, dass ich nun mehr arbeiten könne und so. Ich wäre ihm am liebsten gleich ins Gesicht gesprungen. Ich rechnete damit, dass ich mit 7€ und ein wenig mehr Arbeit gut fahren. Somit hat er mehr Stunden mit mir und ich einen geringeren Stundenlohn, aber 5,88€ sind zum „kotzen“. Vor allem ,weil ich in der Stoßzeit arbeite, in der am Meisten los ist. Ich gebe vollen Einsatz und die Stunden die ich mit ihm für die Bar einkaufen gehe, wegen einem Umbau Stunden verbringe, oder Flyer entwerfe sind noch nicht mal eingerechnet. Was mir das Leben gelernt hat ist, wenn man gutes Personal haben möchte, die sich mit der Firma identifizieren, dann musst du auch was dafür bezahlen. Ich bin in diesem Trotteljob perfekt und dafür möchte ich auch bezahlt werde. Jetzt ist Schluss mit lustig. Ab sofort mach ich nur noch den Job im Club und hau sofort ab, wenn es ruhiger wird. Und das ich für ihn auch noch den Haushalt schmeiße, neben meinem Laden, das ist nun auch vorbei und ich werde mich nach einem anderen Job neben dem Laden umsehen. Ausnützen lasse ich mich nicht.

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Sa

30

Okt

2010

Schnupfen...

Mein neues Rad..

So, die Castingvideos sind nun alle bei der Agentur. Mal sehen was daraus wird, smilie..

Ich bin mal wieder verschnupft. Kein Wunder. In der Sonne ist es heiß, dann der Wind wieder kalt. Ich hab immer das Falsche an. Entweder ich schwitze oder friere. Muss ich halt lernen. Gestern Nacht hatten wir fast 22 Grad, am Mittag nur 18. Da hat man nie das Richtige an. Ich saß dann gestern bis um 23h im Laden und hab an einem Teil gestickt. Jens ein Freund fragte mich, „Ist ja schon viel Arbeit was du da grad machst?“ „Ja“ sag ich „und das bezahlt mir auch Keiner hier, das mach ich für mich, muss mir auch mal was gönnen.“ Ich hab mir seit 6 Monaten nichts mehr gekauft und hab jeden Tag was anderes an. Jon fragt mich immer wo ich das rausziehe. Aber das kann ich gut. Meine Klamotten so kombinieren, dass es immer anders aussieht. Davon abgesehen habe ich aber auch einen Menge an Kleider mitgebracht und Schuhe natürlich. Meine Klamotten sind klassisch und individuell, somit zeitlos und mit einem supermodernen Teil top kombiniert. Was mich grad echt nervt ist, dass alles kneift. Ich muss wieder Sport machen. Mir fehlt das so sehr. Doch ich weiß nicht wann!

Gestern was Salsa und die Hölle los. Klar, denn am Montag ist hier Feiertag und die Madrilenen sind hier. Gestern hatten wir einen sehr Unangenehmen seiner Art. Betrunken und prollig. Dachte er ist der Was-Weiß-Ich. Erst Mal pfiff er mich an. Da bin ich zu ihm hin, hab ihm mal tief in die Augen gesehen und gesagt „No go!“ Mich umgedreht und nicht bedient. Dann kam er und hat sich entschuldig. Das ging dann so weiter, dass er noch blöd zu Alisha wurde und die ist dann ausgeflippt. Wir waren froh als er weg war. Jon sagt, das sind die arroganten Madrilenen. Weiß nicht, aber so unrecht hat er nicht, denn die Denianer sind anders. Wenn hier einer betrunken ist, ist er nicht aggressiv, außer man ist eine ungarische Eselsalami. Die Menschen hier sind nicht arrogant. Es wird mir immer wieder bestätigt, dass Dénia sehr speziell ist und etwas besonderes an der Costa Blanca. Ich glaub ich hab echt großes Glück, gleich hier gelandet zu sein. Nachdem die Bar nun in Mädchenhand ist und Jon im Hintergrund agiert, ist es gut zu wissen, dass immer jemand in der Bar sitzt der auf uns aufpasst. Die Gäste mögen uns und sind immer bereit uns zu helfen und wehe wir wollen was Schweres wie eine Kiste Bier heben. Da kommt schon einer und macht das.

Grad eben, ich sitze schon wieder vorm Laden:

Kommt Lars vorbei. Lars ist ein älterer Herr, Künstler und Norweger. Sehr nett und er leibt immer am Laden stehen und hält einen Plausch mit mir. Wir reden Spänglisch und habe gute Gespräche. Schöne Momente sind das….

Kaum sitze ich ohne Lars, kommt ein sehr guter Freund. Er ist zu Besuch hier bei seiner Familie und ich hab ihn seit Wochen nicht gesehen. Das war ein Hallo. Vor allem weil wir nur Spanisch reden, das tut mir so gut. Ich muss das viel mehr tun. Blöder Perfektionismus von mir...

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Mi

27

Okt

2010

Mo

25

Okt

2010

Packen wir´s an...

Eigentlich wollte ich noch in der Nacht an meinem Blog schreiben, doch ich war einfach zu müde. Es war mein freier Abend in der Bar. Fast frei. Ich arbeite am Freitag von 19h bis 22h, dann kommt Alisha und macht weiter. Erst war der Sonntag mein komplett freier Tag, da ich den Laden ab Nachmittag geschlossen habe, doch Jon fiel es ein, am Sonntag die Bar schon um 19h zu öffnen und Jazz zu machen. Wer musste dafür hinhalten, Ich. Ok, so hab ich wenigstens die Nacht frei. Doch abgemacht war auch, dass ich an diesem Abend mit den Jazzmusikern singe. Als ich das gestern Abend mal ansprach sagte er, „Dann musst du deine Texte lernen, es sieht nicht schön aus, wenn du deine Texte vor dir stehen hast.“ Rumps! Das war genau das was ich hören wollte. Mir schossen sofort die Tränen in die Augen, die ich grad noch abtauchen lassen konnte. Gut das ich Schluss hatte und gehen konnte, was ich auch sofort tat. Ja, das ist ein Thema mit dem ich nicht wirklich gut umgehen kann. Ich würde gerne Texte lernen, ich habe das auch oft versucht, aber sie bleiben halt einfach nicht in meinem Kopf. Ähnlich ist es mit der Rechtschreibung. Ich habe diese scheiß Rechts/Links Legsthenie und es bleibt einfach nicht im Kopf. Ich kann Texte singen, die mir gerade einfallen wenn ich Musik höre. Doch auch die habe ich sofort wieder vergessen wenn ich sie nicht gleich aufschreibe. Ich kann mich vor 100 Menschen hinstellen und über ein Thema reden, nur kann ich nicht vorher etwas dazu auswendig lernen. Ich habe mich in den letzten 3 Jahren wieder umgestellt und schreibe links. Schon allein weil mir die rechte Hand immer wieder so weh tut, wenn ich mein PZN habe, so das mir der Stift aus der Hand fällt. Doch hatte ich mir mehr davon versprochen. Ich hab mich immer sehr dafür geschämt, immer wieder dieselben Fehler zu machen bis zu dem Tag als meine große Liebe aus Nürnberg, der ein Genie ist, vor allem was Grammatik und der Gleichen angeht, das entdeckte und mich fragte warum ich immer so viel Fehler mache. Unter Tränen erzählte ich ihm von meinem Problem. Da lachte er und sagte „ Na und, Albert Einstein hatte das auch und wenn du so gerne schreibst, dann tu das und ich korrigiere deine Texte. Du kannst so vieles was andere nicht können, also mach dir deswegen doch keine Sorgen.“

Jon kam dann etwas später nach und fragte mich warum ich einfach abgehauen bin. Nun musste ich ihm was erklären. „Ja und, dann singst du halt mir Text und hau nicht immer gleich ab.“

 

Heute ist mein freier Tag im Laden. Die Agentur für VOX möchte Videomaterial. Puh, das ist gar nicht so einfach. Wir haben also versucht uns zu filmen. Ich hab uns gefilmt als wir „ die Key´s“ für die Songtexte raussuchten. Jon sitzt am Klavier und ich singe. Mich sieht man nicht, hört mich nur. Als wir das ansahen, haben wir uns fast totgelacht. Dieser Humor von diesem Schotten reißt dich um. Er ist so trocken und hat immer einen Spruch auf Lagen. Es ist echt kein Wunder, das so viele Lachfalten bekomme. Wir Beide sind ein so verdammt witziges Paar das ich selber darüber lachen muss. Gestern war die Frau von unserem Saxofonisten in der Bar. Sie ist noch cooler. Erzählt die härtesten Sachen und verzieht keine Miene dazu. Wenn sich Jon dann noch einklinkt, kann ich mich nicht mehr halten. Da kommt keine Comedy mit.

So, nun muss ich das Material bis Morgen 17.30h in der Redaktion haben. Dazu gaben sie mir einen Link, in diesem Programm kann ich das hochladen, ich, der volle PC Depp. Bin froh, dass ich mich da angemeldet habe und dann war´s auch schon vorbei. Somit werde ich mal einen Hilferuf zu Stefan und Lorenzo starten. Zwei Freunde von mir, die PC Profis sind.

Also, packen wir´s an…

 

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Fr

22

Okt

2010

Fr

22

Okt

2010

Romantik...

Sitze vor meinem Laden. Es ist nach 20h und die Straße wird ruhiger. Viele sitzen schon in den Lokalen nicht mehr davor. Ich schon. Ich möchte es bis zum letzten Moment genießen. Weiß ich doch in Coburg ist es kalt, die Heizungen sind an. Bei uns hat es noch 24 Grad am Tag, die Sonne ist heiß. Die letzen zwei Tage waren anstrengend. Ich hab viel gearbeitet, genäht und mich mit Jon gestritten. Ich hab so wenig Zeit für mich und die fordert er oft auch noch von mir. Wenn ich dann am Nachmittag bevor ich den Laden wieder öffne, nicht schlafen kann bin ich einfach platt. Der letzte Kommentar meines Blogs hat mich echt zum Nachdenken gebracht und irgendwie dachte ich was Wahres ist schon dran. Jon raubt mir Energie im Moment. Er ist auch grad recht viel mit sich beschäftigt und ich fühlte mich wie Jemand der im alles hinterher räumt, die Wäsche macht und und.

Das Grübeln wurde nicht besser und so ging ich am Nachmittag nach Hause um mit ihm zu reden. „Jon, ich habe das Gefühl, dass wir mehr Freunde sind als ein Paar.“ Er sieht mich an und sagt“ „Ja du magst recht haben, wir sind eher Freunde..“ „Jon, ich denke es wird das Beste sein, dass wir Freunde bleiben. Ich weiß dass du nicht lieben kannst, doch ich vermisse das und ich möchte nicht ohne Liebe leben und ich will wieder ausgehen und nicht nur arbeiten, ich will Romantik erleben und küssen. Ich denke so ist es besser.“ Er sieht mich an und sagt nichts. Eine Stunde später steht er vor meinem Laden. „Kikii, kiss me“ Warum wachen Männer immer erst dann auf, wenn man sich trennen will? Die Nacht in der Bar war lang und ich war müde am nächsten Tag. Mittag kam ich nicht zum Schlafen, da ich mit Jon im Haus war und einkaufen für die Bar. Ich stand am Abend ein wenig neben mir im Laden und hatte nur „Rubbish“ (Mist) gegessen, ich fühlte mich schwach und fiel die Treppe hoch als ich nach Hause kam. Jon schrie schon „He Baby, come, kissy..“ „Ich muss erst essen.“ „Ok“ sagt er „Mach mir auch was.“ Da bin ich geplatzt. „He Jon, was hältst du davon mal was für mich zu machen. Du liegst hier im Bett und relaxt, während ich im Laden stehe. Du kannst schlafen bevor wir in die Bar gehen, ich habe 2 Jobs. Einen am Tag und einen in der Nacht und ich schlafe verdammt noch mal zu wenig, weil ich in den drei Stunden die mir freie Zeit bleiben, einkaufen gehe, Wäsche mache, koche oder mit den Handwerkern in der Bar stehe um deine Renovierung mit dir zu organisieren. Ich hab´s einfach satt, das du nicht mal „Danke“ sagen kannst.“ Wumm, und schon war die Tür hinter mir zu. Ach was war ich wütend. Aber das musste jetzt mal raus. Jon sagte nichts. Er ging in die Bar. 2 Stunden später kam ich dann auch um zu arbeiten. Er stand am Klavier und lächelte ein wenig als er mich sah. Wir sind Beide nicht nachtragend und ich lächelte ein kleines wenig zurück, aber nur kurz. Eine Stunde später nahm er mich in den Arm, küsste mich und lächelte „Naughty Kikii!“

Gestern hatte Jon frei. Es ist der Einzige Tag in der Woche. Die erste Zeit nahm ich mir auch frei, doch der Donnerstag ist zumindest im Sommer ein sehr guter Tag. Nun hab ich aber den Montag frei, da meine Lokale vor der Türe auch geschlossen haben und die Straße sehr ruhig ist. Ich hab noch kein Gefühl für die Öffnungszeiten und so versuche ich mich an den anderen Geschäften zu orientieren. Am Mittag kam ich nach Hause, da wartete schon ein gut gelaunter Jon auf mich mit einem Kaffee in der Hand. Er lächelte, küsste mich und nahm meine Hand. „Come Baby.“ Wir liebten uns und das war in der letzten Zeit auf der Strecke geblieben. Er stand auf, ging ans Piano und spielte mein Lieblingsstück von Rachmaninov-Rhapsody on a Theme of Paganini. Und da soll man nicht schwach werden? Mir standen mal wieder die Tränen in den Augen, vor Glück und Romantik. Ja, du Döddel, das ist das was ich brauche. Momente wie diese. Dann mach ich auch wieder deine Wäsche J

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Mo

18

Okt

2010

Es wird kalt..

Es ist der Tag an dem mein Laden geschlossen hat. Ich schlafe aus, frühstücke und geh joggen. Chiara muss leider zuhause bleiben, sie ist nun zu alt um die Strecke zu gehen. Ich laufe an der Hafenpromenade entlang bis zu Meer. Der Strand ist nun wie verlassen. Die kleine Bar ist verschwunden und die Algen überdecken den Sand. Nur wenige liegen in der Sonne und genießen die letzten warmen Momente am Tag. Man liegt nun mit Kleidung am Strand und lauscht der Musik der Wellen. Das Meer ist nun so unruhig und laut, dass ich es trotz meiner Chilloutmusik im Ohr hören kann. Wenn ich dann so in dieses wundervolle Blau sehe und dagegen das Grün der Bäume und Palmen hinter denen sich die schönen Villen verstecken werde ich melancholisch. Wie schön das doch ist. Wie glücklich mich dieser Blick macht. Immer wieder höre ich mich sagen „Ich lebe hier, ich wohne hier, ich bin nicht im Urlaub“. Oh nein, das ich hier nicht im Urlaub bin wird mir grad dann wieder bewusst als ich gähnend um 23h im Bett sitze. Am Blog schreibe und gleich zur Arbeit gehe. Flamencoabend, Hölle! Stress ohne Ende. 4h Schlafen. Ich merke das ich Halsschmerzen bekomme, kein Wunder bei dem Wetterwechsel. Es wird nun kalt. Es hat nun in der Nacht nur noch 14 Grad, am Tag heute 17,5 Grad. Ich hab den Kaschmirpulli an. Mir fällt auf, dass ich keinen Mantel habe der warm ist. Blöd, hab ich in Coburg vergessen. Werd also morgen zu Mango gehen und schaun ob ich ein Schnäppchen bekomme. Mehr ist grad nicht drin. Die Polizei hat mich verwarnt, weil meine Staffelei vorm Laden steht und zwei Schneiderpuppen mit Kleidern. Man braucht eine Lizenz. Das heißt ich muss aufs Rathaus und sehen ob ich so was bekomme, was fraglich ist, denn keiner hat was vor der Tür stehen. Nur Blumendeko ist erlaubt und da können die Töpfe nicht groß genug sein. Schwachsinn! Nachdem ich immer noch keine Lizenz für den Laden habe, aber schon kräftig bezahle, kann das alles dauer. Aber wenigstens hab ich jetzt mal ne Versicherung für den Laden und bald eine Private Krankenversicherung. Puh…

Heute Abend war ich zum Essen eingeladen, ein Bekannter von Jon. Er lud mich auf ein feines Steak ein und ich konnte dem nicht wiederstehen. Jon war angepisst und saß schmollen im Bett als ich ging. Er redet seit Monaten von dem besten Steak hier und geht nicht mit mir. Mein Englisch ist sehr gut geworden und ich hatte einen netten Abend und ein gigantisches Steak, grins.. Ja, da ist Jon schon manchmal echt sehr schottisch... Es gibt schon Dinge die ich sehr an ihm vermisse, oder Dinge die mich stören, doch wer ist schon perfekt. Ich nicht und er auch nicht. Im Moment überwiegen die schönen Dinge und die genieße ich . Mit dem Anderen werde ich mich arrangieren…

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Sa

16

Okt

2010

Eine ungarische Tragödie...

 

 

Der Abend in der Bar hatte so gut angefangen. Alisha und ich sind ein Topteam. Der Salsa Abend ist ja immer voll, doch gestern war er noch voller. Der Stress war unglaublich. Genau da kommt die ungarische Kuh, Jons Ex, mal wieder heftigst angetrunken. Diesmal hat sie 20 Luftballons dabei die sie erst mal über der Bar anbringt. Ich hatte sie vor Stress gar nicht gesehen, erst als mich Alisha auf sie aufmerksam machte und sagte „Nicht mit ihr reden, OK“ Nichts lieber als das. Doch in der Masse war das grad recht einfach. Jon hat sich gleich mal in die letzte Ecke verdrückt um jedem Streit aus dem Weg zu gehen. So gegen 3h wurde es ruhiger, da der Part der Lifemusik beendet war und dann fast alle nach Hause gehen. Fast alle! Ungarische Ex-Kuh setzte sich erst mal zu Jon in die Ecke und verwickelte ihn in ein Gespräch. Ich ließ sie keinen Moment aus den Augen, den ich wusste wie sie drauf ist. Das ging ne ganze Zeit gut, bis zu dem Moment als Jon das zu blöd wurde, er aufstand und hinter die Bar ging und so tat als müsse er was arbeiten. Kuh kam ihm hinterher und stand nun auch an der Bar. Nun war alles vorprogrammiert. Ich wusste was sie wollte, sie war ein Bombe, dessen Zünder schon glühte. Jon sagte zu ihr sie soll nun gehen und ihn in Ruhe lassen. Da fing sie wieder an, an ihm rumzumachen und versuchte mit ihm zu tanzen. Jon drehte sich weg da explodierte die Atombombe. Sie schrie ihn an und ging auf ihn los. 4 Männer, Gäste aus der Bar wollten sie zurückhalten den sie begann nun die Gläser zu zerschlagen und die Metalltabletts gegen Jon zu werfen. Ich zitterte vor Wut und hätte ihr am liebsten mal so eine Richtige verpasst. Aber ich mischte mich diesmal nicht ein. Alisha rief die Polizei an. Sie reagierte richtig. Die Männer versuchten sie aus dem Lokal zu bringen, sie hielt sich an der Tür fest und beschimpfte Jon. Ich wusste ihm tat das weh sie so zu sehen, er kannte sie so nicht. Ich dagegen kannte sie nur so. 10 Minuten später war die Polizei da. Die Kuh war aber ins Nachbarlokal verschwunden. Während die Polizei den Vorfall aufnahm kam die ungarische Eselsalami zurück und ging auf die Polizei los. Jon verzichtete auf eine Anzeige und so mussten sie die Paprika laufen lassen, doch nicht ohne vorher ihre Daten aufgenommen zu haben.

Eine Stunde nach dem Vorfall waren wir endlich Zuhause. Inzwischen war es 5.30h. Ich sagte Jon, wenn sie noch einmal nur die Fußspitze ins Lokal setzt rufe ich die Polizei und sie bekommt auch nichts mehr zu trinken. Er ist damit einverstanden. Ich weiß sie wird es wieder versuchen, denn sie ist krank, sie will nicht akzeptieren das es vorbei ist und schon gar nicht, dass er nun mit einer anderen Frau lebt. Ich hab noch niemanden kennengelernt, der ein gutes Wort an ihr lässt. Puh, das ist traurig…

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Fr

15

Okt

2010

Warum ich hier so glücklich bin...

Heute ist mir das mal so richtig bewusst geworden, warum ich mich hier so wohl fühle auch ohne den ganzen Luxusscheiß.

Mein Jon ist schon ein Macho. Heute war wieder so ein Abend an dem ich ihm am liebsten an die Wand geklatscht hätte. Warum? Das wollt ihr nicht wissen. Ich sag nur „Schottischer Macho.“ Doch als ich dann den Club zum arbeiten betreten habe, war alles vergessen. Dieser dämliche Job des Gläserschupsen, das ist im Moment mein großes Glück. Was lerne ich über diese Abende nur für Menschen kennen. Da ist so großartig. Eigentlich hab ich ja schon das Gefühl nicht anders gewesen zu sein als in Deutschland. Meine Fröhlichkeit war nur im letzten Jahr eingefroren. Das Ergebnis dessen was mir hier so ergiebig geschenkt wird jeden Tag aufs Neue. „Freundlichkeit, Liebenswürdigkeit, Interesse.“ Heute war gerade so viel los, dass man auch zwischendurch einmal mit den Gästen reden konnte, die gerne ein wenig mit mir reden möchten, und ich dankbar dafür bin, spanisch zu üben.

Es dauerte genau 30 Minuten, bis der Erste mich zur Seite nahm und sagte, „Dein Lächeln ist einfach unschlagbar.“ Weitere 10 Minuten, „Ich hab noch nie so ein Lächeln gesehen“ und an einem Tisch mit drei Jungs fragten sie mich wo ich herkomme, als ich sagte ich sei aus Deutschland „Seit wann hat es so freundliche deutsche Frauen mit diesem Lächeln“ . Doch so etwas kommt nicht nur von Männern. Die Frauen sind da nicht anders. Sie sagen es zwar nicht so wie die Jungs, doch, oft nehmen sie mich in den Arm, bevor sie gehen und sagen „Me encanto, guapa.“ Das ist schön. Der einzige Mensch der in Deutschland je zu mir sagte, dass er nie einen fröhlicheren Menschen zuvor gesehen hat wie mich war meine große Liebe aus Nürnberg. Warum ist das so? Warum ist die Mentalität der Deutschen so anders? Warum traut sich keiner das aussprechen was er denkt, vor allem was er über andere denkt. Niemals ist mir das in Deutschland, geschweige denn in Coburg passiert. Wenn mir ein Mensch gefällt, sage ich ihm das, auch wenn ich ihn nicht kenne. Ich bin oft zu Frauen und hab ihnen gesagt, dass ich die Ausstrahlung toll finde. Aber vielleicht können das nur Menschen die selbstbewusst sind. Hier in Spanien sind die Menschen selbstbewusst, viele identifizieren sich nicht über Erfolg oder materielles, sie sind einfach stolze Spanier. Ich mag das. Mein Jon der beobachtet das immer aus dem Augenwinkel. „You are such a funny Girl“ …. Nein, ich möchte nicht mehr zurück nach Deutschland. Mein Dad sagte zu mir „Was willst du denn dort wenn du kein Geld verdienst, hier in Coburg hattest du doch alles, du verschwendest Zeit“ Ich hatte in Coburg nichts außer mein Business. Ich hatte Jahre meine Pferde die mich sehr glücklich gemacht hatten. Sie waren wie Schutzengel für mich. Ich war immer allein, solange ich denken kann. Hier bin ich es das erste Mal in meinem Leben nicht. Und ich lerne hier 2 neue Sprachen. Mit Englisch und Spanisch kann ich überall auf der Welt arbeiten, mit diesen Sprachen bin ich frei. Niemand weiß was morgen ist, nicht mal die Wettervorhersage. Ich habe Freunde sterben sehen oder schwer erkranken. Ich möchte die Kiste zumachen und sagen können „Ich habe meinen Lebensweg gefunden und es war ein gutes Leben“ Es ist mein verdammtes Leben!

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Mi

13

Okt

2010

Willkommen..

der Strand ist leer, wie schön...

Der erste Tag an dem ich heißen Tee in meinem Laden trinke. Es wird nun kühler am Abend, doch die Türe ist offen und mir ist kalt. Ich hab lang geschlafen, nachdem ich gestern um 2h aus der Bar nach Hause gegangen bin. Jon hat zwar gemumpft, aber was soll ich da rumstehen wenn nichts los ist und noch eine Bedienung da ist. Ich bin nur für die Zeiten, an denen viel los ist. Es hatte so sehr geregnet gestern Nacht, das die meisten Bars geschlossen hatten, weil eh keiner aus dem Haus geht. Als ich Nachts dann noch einmal meine Post checkte, sah ich eine Nachricht von dem Herrn aus Valencia. Er ist an meinen Ideen interessiert. Oh, ich hab 2 so gigantische Ideen der Animation in meinem Kopf. Ich werd sie nun versuchen in eine Art Daumenkino zu verwandeln als Präsentation.

Mit der Agentur für VOX hab ich auch telefoniert. Wenn das klappt, geht das ab Frühjahr los. Doch bis dahin brauchen sie Videomaterial von Jon und mir, vom Laden, vom Haus und und…

Als ich dann Mittag im Laden stand hab ich doch 2 Bilder verkauft und am Abend noch ein Kleid. Wer sagt´s denn!

Was bin ich froh gestern mit Jon zu der Geburtstagsfeier gegangen zu sein. Es ist einfach schön Freunde zu treffen und Spaß zu haben. Dabei lernte ich wieder ein sehr nettes deutsches Paar kennen die hier schon Jahre leben. Sie finden das so gut was ich hier tue und freuen sich mich kennengelernt zu haben. Gleichfalls, sie sind mir sehr sympathisch.

Nie zuvor in meinem Leben hab ich mich so wohlgefühlt, so überhaupt nicht alleine, so willkommen und so verstanden….

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Di

12

Okt

2010

Er regnet..

Nein nicht wie in Deutschland. Wenn es in hier regnet ist das als wenn einer Eimer aus dem Fenster schüttet. Für dieses Wetter gibt es nur einen Schuh, der Croc! Vorne Wasser rein, hinten wieder raus, immer saubere Füße. Jon findet die Schuhe hässlich, doch gestern Nacht als wir aus dem Club sind war er ziemlich neidisch auf die Plastiktreter als er mit seinen schönen Lederschuhen bis über dem Knöchel im Wasser stand, großes grins…

Es ist Feiertag in Denia und alles hat geschlossen, der Regen trägt dazu bei, dass keiner auf der Straße ist und ich mach den Laden heute nicht auf, sondern geh mit Jon zu einer Geburtstagsparty. Ich brauch das. Freunde pflegen, quatschen.

Der Club, oh, das darf man hier in Spanien nicht sagen, hier ist das die Bar, denn der Club ist in Spanien ehr der Puff. Ok, also ab jetzt, die Bar, war gestern Nacht wieder so voll. Fiesta und Flamenconacht. Alisha und ich haben für drei gearbeitet und dementsprechend sind wir gerannt. Ich bin um 3.45h auf den Barhocker gefallen und hab einen GinTonic gebraucht. In das Zeug bin ich ja echt verliebt. Die Spanier sind verrückt nach Gin und Ron. In der Bar haben wir 5 verschiedene Gin. Irgendwann hab ich die alle mal versucht um den Unterschied zu schmecken. Ich hab mit einen kleinen Schuck in ein Chupittoglas (Schnapsglas) geschenkt und alle getestet. Doch Eines ist mir nun klar, die Unterschiede sind gewaltig. Doch der Bombay Saphir schlägt alle anderen. Ein riesen Unterschied. Ich liebe ihn. Dafür kostet er auch das doppelte. Den trinke ich nur wenn Jon nicht hersieht. „Du trinkst mich arm“ Sagt er dann und lacht. He Baby, dafür arbeite ich auch wie ein Tier für dich. Keiner will meinen Aperol trinken. Nun hab ich doch 3 Flaschen mitgebracht, aber die Spanier kennen das nicht und dann trinken sie das nicht, puh..anstrengend.

Heute Morgen setzte ich mich erst mal an die Website von der Organisation für die ich ein Kunstprojekt machen soll (vielleicht). Es geht da um eine Animation. Also gemacht hab ich das ja noch nicht, doch Kunst ist doch auch sich immer neu erfinden und entdecken. Wenn ich diese Chance bekomme dann mache ich das. Eine Idee ist schon im meinem Kopf..

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Mo

11

Okt

2010

Wo bleibt der Regen, den ich nicht brauche..

Der Strand gehört nun wieder mir allein

Also dieser App mit dem Wetter von Apple ist echt klasse. Seit Tagen soll es regnen aber wen ich morgens mit den Crocs vor die Türe gehe, ist Sonne und heiß. J

So nun hab ich heute meinen ersten freien Tag im Club und den Laden eigentlich ab 14.30h geschlossen. Und? Was mache ich? Ich sitze ab 19h im Laden. Nähe und geh um 22.30h nach Hause. Aber ich hab ja auch einen Grund. Es ist Fiesta und 5 Tage geht die Post ab. Fragt mich bitte nicht welches Fest das ist, denn hier hat es so viele und ich komm da nicht mit. Viele Madrilenen und Valencianer sind hier und das will ich mir nicht entgehen lassen. Aber irgendwie ging da auch nichts. Reine Gewissensberuhigung. So und nun ist es fast 1h und ich könnte schon lange schlafen doch der Schlafrhythmus hat sich geändert und ich bin putzmunter. Blöd!

Nächster Morgen:

Um 11h aufgewacht. 10 Stunden geschlafen. Das ist echter Luxus. Und wieder scheint die Sonne. Dafür geht aber heute kein Internet. Öfter mal was Neues. Jon ist im 5h nach Hause gekommen. Der Club war so voll. Da bin ich ja schon froh dass ich nicht gearbeitet habe. Doch heute ist Flamencoabend. Da ist es schon voll wenn keine Madrilenen da sind, schnauf..

Morgen bin ich auf einen Geburtstag eingeladen, von einem lieben Freund. Ich kann nicht hin weil ich einfach keine Zeit habe. Ich hab für gar nichts Zeit, das nervt mich schon langsam. Ich möchte an meinem 2. Buch schreiben, Perlen arbeiten, so gerne mal was von der Gegend sehen, Sport machen, doch ich habe immer diesen Druck „arbeiten, arbeiten, im Laden sein, nichts verpassen was möglich sein könnte“. Ich muss es schaffen, dass ich nicht mehr jede Nacht im Club arbeiten muss. Das ich ganz normale Öffnungszeiten im Laden habe und 2 Tage frei….

So nun is es wieder mal 23h. Es fängt an zu regnen und das Internet ging heute überall nicht. Aber nun läuft es wieder und ich bekam sehr spannende Post. Post von dem interessanten Herrn, der mit seiner Jacht von Valencia nach Denia kommt. Er schickte mir den Link von dem Projekt, bei dem er mich dabei haben möchte. Nachdem ich mir das angesehen habe, war ich erst richtig stolz darauf, dass er schrieb, dass meine Web Seite großartig und professionell ist. Wow, danke!

Verdammt, ja! Ich bin gut, aber irgendwie bin ich immer noch kurz vorm absaufen. Aber ich bin bereit und ich fühle es, es kommt, meine große Chance kommt und dann werde ich mein Bestes geben und noch mal 100% darauflegen. Ich hab so großartige Ideen im meinem Hirn, doch solange ich finanziell nicht frei bin kann ich das alles nicht tun. Ich hab den Kopf nicht frei. Stattdessen nähe ich Kleidung, die ich unter Preis verkaufe, wenn sie denn mal Jemand kauft. Ach scheiß!!! Auf in die Neue Woche....

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Fr

08

Okt

2010

Ungarische Kuh..

 

Ex Frauen sind ja schon meistens was Schlimmes, vor allem wenn noch Kinder dranhängen, aber Ex Freundinnen die auch noch betrunken in den Club kommen um Stress zu machen sind erbärmlich. Gestern war´s mal wieder soweit. Diese doofe Kuh setzt sich aber dann immer noch an die Bar, an der ich arbeite. Ich hab kein Wort zu ihr gesagt und sie übersehen, ich wusste sie ist ein Pulverfass das gerne hochgehen möchte. Nachdem sie Jon, als ich in Deutschland war ja ein wenig das Händchen gehalten hatte als er in der Klinik war, hat der natürlich ein schlechtes Gewissen sie vor die Tür zu setzen. So nach einer Stunde ca. ging das Pulverfass hoch, aber wie. Die wollte doch schon wieder auf mich los. Diesmal hab ich mich nicht darauf eingelassen und ging zu Jon der sich hinter dem Piano versteckte. „He, Baby, Deine Ex macht Ärger“ Augenroll.. Und schon ging’s richtig ab, denn Jon verdrückte sich auf die Terrasse um dem aus dem Weg zu gehen. Da schreit die ungarische Kuh lautstark durch den Club „!!Ven aqui, ven aqui!!“ das sag ich immer zu meinem Hund wenn er kommen muss. „Komm her!“ dabei schlug sie mit der Faust volle Kanne auf den Tresen, mehrmals. Diesmal musste ich mir echt das Lachen verkneifen, sowas hab ich noch nicht erlebt. Nachdem Jon nicht reagierte, rannte oder besser versuchte sie schwankend, ihm hinterher zu gehen. Alle schüttelten nur mit dem Kopf. Jon redete dann eine Weile auf der Terrasse mit ihr und dann saß die wieder an der Bar. Wir sind dann gegangen, doch diesmal gemeinsam…

 

Heute Abend saßen Jon und ich in meiner Straße im Cafe gegenüber von meinem Laden und ich sagte zu ihm „He du weißt schon dass du dich benehmen musst wenn sie uns filmen.“ „Rüps…“ war seine Antwort und dabei lachte er sich kaputt. Das wird ein Spaß. Ein ungleicheres Paar gibst nicht. Bei uns ist es wirklich nicht langweilig und wie viel ich mit diesem Mann lache und mich aufrege und streite und und…

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Do

07

Okt

2010

Was für ein Tag...

So siehts aus wenn Mr J. seinen Kaffee tinkt, grins

Was für ein Tag.

Ab 12.30h steh ich im Laden und arbeite an meinen neuen Entwürfen für die Kollektion. Ich hab mir vorgenommen hier in Denia ein Modenschau zu machen wie die in Coburg im Goldenen Kreuz. Ich muss hier echt mal ein wenig Glamour reinbringen. Heute kam wieder der Nachbar vom Lokal unterhalb meines Ladens „Ich seh dich nur arbeiten“, sagt er und ich „Ne, stimmt nicht, im Club hab ich dich noch nicht gesehen.“ Er war ziemlich erstaunt darüber dass ich das auch noch tue. Tja, geht halt im Moment nicht anders..

Mit Jon hab ich auch immer wieder Disput. Es tut nicht gut, dass wir so dicht aufeinander wohnen. Gestern hab ich mich darüber beklagt „Wir haben überhaupt keine Romantik mehr“ Da schaut er mich an „Klar wir wohnen und arbeiten zusammen“ Toll!

Ich versuche es ihm echt schön zu machen. Ich schlafe von uns am Wenigsten und arbeite am Meisten, zwischendurch geh ich noch einkaufen und koche was Leckeres. Da steht er ja richtig drauf auf meine Thaiküche, die hier noch lange nicht so gut ist wie in Deutschland, weil ich einfach hier so wenig Gewürze bekomme. Dann setzt er sich an den Tisch, wartet nicht auf mich und isst, na ja, halt wie Jon. Wenn ich mich dann mokiere geht er mit seinem Teller raus. Heute hab ich echt gedacht, jetzt reicht’s. Ich erwarte sehnsüchtig meine eigene Wohnung für mich allein im neuen Haus.

Ich hab Jon echt so lieb, aber einen 56 Jährigen den Knigge beizubringen ist echt hoffnungslos. Gerade als ich so im Laden sitze und darüber nachdenke wie ich am besten mit der Situation umgehe bis das Haus fertig ist und meine Mails lese muss ich lächeln. Ich habe Post von einer Agentur, die für VOX die Sendungen „Auf und davon“ und „Goodbye Deutschland“ abdreht. Sie möchten mich gerne in der Sendung haben. Mich im Laden, im Club und im Haus mit meinem Freund begleiten. Ich lach mich ab, Jon im TV, kann ich mir gut vorstellen, da er echt der Knaller an Witz ist, aber bitte nicht beim Essen, grins…Ich hab zugesagt! Kennt mich doch. Werbung ist immer gut, man weiß nie was daraus werden kann.

Anschließend kam noch ein Mann aus Valencia zu mir in den Laden, der mich schon vom Club kannte und meine Bilder dort sah. Er fragte mich ob ich an einem Künstlerprojekt Interesse hätte, anscheinend ein großes Ding und der jetzige Künstler malt wohl zu dunkel, schwer auszudrücken, pessimistisch, und ihm gefallen meine Bilder weil sie Power haben und positiv sind. Das werde ich mir auf jeden Fall ansehen. Ach übrigens, ist er gerade mit seiner Jacht von Valencia gekommen… Ich bin gespannt.

Ja, es ist und bleibt spannend, doch eines weiß ich sicher. Ich werde es schaffen, denn ich bin so positiv und so fleißig und ich bin verdammt gut in den Dingen die ich tue, weil ich nur das tue was ich auch liebe!

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Mi

06

Okt

2010

Na sowas...

Tja, die Saison ist nun vorbei. Meine Straße viel ruhiger. Seit gestern habe ich neue Öffnungszeiten.

Völliger Quatsch bis um 24h im Laden zu sitzen. Dafür habe ich wieder am Mittag geöffnet. Wie lange ich das allerdings durchhalten werde ist nicht sicher. Den seit heute arbeite ich fest im Club 6 mal sie Woche ab 24h bis ca. 3h, das heißt vor 4h komme ich nicht ins Bett. Nachdem unser Barmann mit seinem Freund bei Nacht und Nebel plötzlich verschwunden ist und niemand, auch die Familie nicht weiß was passiert ist und wo sie sind, hat Jon ein Problem. Gerade nach dem Tag an dem er mir verkündet, dass ich den Montag nicht mehr arbeiten werde, da er nun die andere Aushilfe arbeiten lässt, weil sie Spanierin ist. Der Flamencoabend sei eh sehr speziell und ich bräuchte einen Tag mehr frei für mich. Klasse! Wo ich auf jeden verdammten Cent angewiesen bin. Mir standen die Tränen auf halb8 als er mir das verkündete und ich konnte keinen Bissen mehr essen, was ihn wieder sauer machte, da es ein indisches Buffet war das seinen festen Preis hat und ich grad mal 3 Blätter Salat gekaut hatte (Schotte und so..). Der Abend war gelaufen und ich nur enttäuscht. Aber das hatte er ja schon mal ganz am Anfang mit mir gemacht, als er mir verkündete, dass ich nur den Mittwoch arbeite und das WE nur eine Ausnahme war. 2 Wochen später stand ich fast jeden Abend im Club und arbeitet, weil die Kikii nämlich da ist, wenn ihn die Anderen einfach sitzen lassen. Gestern hatte ich mich dann mental auf den ersten freien Tag alleine eingestimmt. Meinen Laden umgeräumt, die Pakete aus Coburg umgeschichtet, Curry gekocht und joggen gewesen. Gerade in dem Moment als ich mich um 23h in die Mausefalle legen wollte kam Jon ganz aufgewühlt zurück. „Kikii, ich brauch deine Hilfe. James ist nicht gekommen, der Club nicht geöffnet. Maria kommt erst in einer Stunde. Kannst du arbeiten?“ Na klar kann ich, grins..

Jetzt ist der Flamencoabend nicht mehr zu speziell. Ich musste schon ein wenig in mich hinein schmunzeln, hab nur nach oben gesehen und mich bedankt. Somit musste Jon mal wieder bitter erfahren, dass seine Kikii die Zuverlässigste ist. Wenn ich das Geld nicht brauchen würde, arbeitete ich sicher nicht jeden Tag, doch in solch einer Situation wäre ich immer da. Maria und ich verstehen uns prima, ich arbeite sehr gern mit ihr. Sie ist wie ich, schnell, aufmerksam und sie kann auch keine vollen Aschenbecher sehen. Wir sind ein perfektes Team.

Heute Mittag kam Jon dann zu mir in den Laden und schlug mir vor mit Maria zu arbeiten. Sie bekäme den Job von James und ich wäre dann ab 24h mit ihr. 6 Tage die Woche. Als ich ihn fragte, ob ich am Montag (Flamenco) frei habe? „Nein, da brauche ich dich.“ Kein Kommentar von mir, ok..

Also gut, ich verdiene dann ein wenig mehr aber in der Stunde weniger. Doch eigentlich steh ich eh immer noch ne Stunde im Club rum. So kann ich wenigstens was tun…

 

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So

03

Sa

02

Okt

2010

Die Schallmauer durchbrochen..

Verkauft!

 

Jon sagte ja immer zu mir. „Warte bis du dein erstes Bild verkauft hast, dann ist der Knoten geplatzt.“

Ja, so ist das. Heute habe ich eines meiner großen teuren Bilder verkauft. „Marisa“ das Lieblingsporträt meines Bruders. Jetzt hängt es in Madrid bei einem Schriftsteller. Ja, es fühlt sich gut an, denn es ist wieder ein Zeichen dafür das ich mich auf meinem Lebensweg befinde. Es ist so schwer sich abzunabeln, von der Erziehung und den Konventionen. Wie viele Jahre habe ich beruflich das gemacht, um in den Augen Anderer etwas darzustellen. Meine Familie sollte stolz auf mich sein. Doch wie unglücklich hat mich das gemacht. So unglücklich, dass ich am Schluss gehen musste oder mich gegen das Leben entscheiden. Ich hab mich noch einmal für das Leben entschieden und werde jeden Tag dafür beschenkt. Wenn ich mutlos bin, bekomme ich ein Zeichen, wenn ich denke es geht nicht mehr weiter, öffnet sich eine Tür. In den letzten Jahre haben sich die Türen immer geschlossen wenn ich kam, weil ich nicht auf dem richtigen Weg war.

Ich bin so glücklich, dass ich diesen Mut hatte. Das ich wieder an Gott glaube und mich beschützt fühle nach so viel Jahren…..

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Fr

01

Okt

2010

Der Alchemist..

Der Blick vom Haus

Ich liege auf der Terrasse. Es hat 25 Grad und die Sonne brennt mir auf den Bauch. Langsam komme ich runter. Die Fahrt war anstrengend und das Erlebte steckt mir irgendwie noch in den Knochen. Mir ist das passiert, was ich schon gelesen hatte und wovor immer gewarnt wird. Doch das mir das innerhalb 2 Stunden gleich 2 Mal passiert ist schon heftig. Das erste Mal fuhr ich gerade auf der Autobahn, ganz vertieft in das Hörbuch von Paulo Coelho „Der Alchemist“, als mich jemand anblinkte und mir Zeichen machte, dass irgendwas nicht mit meinem Auto in Ordnung sei. Ich ignorierte es erst, doch er fuhr mir 5 Minuten hinterher und machte die Warnblickanlage an und fuchtelte mit seinen Armen, bis er auf den Seitenstreifen hielt. Ich war so unsicher geworden, denn der Fahrer saß in einem eleganten BMW und war Businessmäßig angezogen. Der Beifahrer auch. Ich fuhr also an den Seitenstreifen und versperrte erst mal die Türen von innen. Der Beifahrer stieg aus und rief, ich müsse ein Warndreieck aufstellen. Ich verließ das Auto nicht, mir war das alles zu suspekt. Doch irgendwie hat der Typ meine Tür aufgerissen und ich krallte mir sofort meine Handtasche und das Pfefferspray. Da verschwand er. Als sie weggefahren waren stieg ich total verunsichert aus und sah auf meinen Reifen. Nichts! Langsam fuhr ich in die 5 spurige Autobahn ein und hielt am nächsten Parkplatz um noch einmal mein Auto zu kontrollieren. Nichts! Neben mir stand ein Spanier der gerade aus einem Mercedes stieg und ich sprach ihn an. Er sagte nur „Tranquilo, das sind Verbrecher, Ihr Auto hat nichts.“ Ich brauchte erst mal einen Kaffee und fuhr dann weiter.  Kurz vor Valencia wurde ich so müde. Kein Wunder, ich bin ja fast 900 km ohne Pause gefahren. Ich ging erst einen Kaffee trinken und legte mich anschließend ins Auto um ein paar Minuten meine Augen zu schließen. Ich hatte mich kaum abgelegt, klopfte es an meiner Scheibe. Ein Mann stand draußen und fragte mich ob ich Englisch spreche. Er würde die Kappe von meinem Autoventil benötigen. He??? Ich dachte ich spinne. Ich sitze im Auto und der schraubt an meinem Reifen rum. Ich sieg also aus und schupste ihn mir voller Kraft mit der Schulter weg und schrie ihn an. Gleich ging ich zurück zu meiner offenen Tür, da stand auch schon ein Zweiter. Ich schmiss die Tür zu den dort lag die Handtasche und fing an laut zu schreien und zu schimpfen und das ich die Polizei rufe. Da verschwanden die Beiden schimpfend. Unglaublich. Der Eine wenn schnell genug gewesen wäre, hatte meine Tasche nehmen können. Aber es ist nichts geschehen. Beide Male nicht. Doch ich saß im Auto und begann an zu schluchzten, meine Hände zitterten und ich rief Jon an. Ich musste mit Jemanden sprechen. Ich war so geschockt, dass mir das 2 Mal hintereinander passiert ist und ich war so wütend, dass ich alleine war und mir genau deshalb das passierte, weil ich verdammt noch mal immer alleine bin und das mein ganzes Leben lang. Ich hätte so gerne mal das Jemand sagt „He Baby, ich mach das für dich.“ Oder „Mach dir keine Sorgen, ich steh hinter dir.“ Nein, das werde ich wohl nicht erleben. Als ich dann nach Hause kam war kein Jon da. Auch kein Zettel. Er wusste das ich komme und was passiert war. Er kam eine Stunde später. Blumen oder so was? Nö. Alles so als wäre ich nicht weg gewesen. Natürlich geht’s ihm noch nicht gut, er nimmt immer noch Antibiotika und Cortison, doch ich war enttäuscht. Mein Hund den wir dann eine Stunde später holten freute sich auch mehr über Jon als über mich. Klasse!

Und heute? Ich weiß nicht. Ich bin traurig weil ich denke hat recht wenn er sagt, dass er noch nie geliebt hat und nicht weiß wie sich das anfühlt. Manchmal kann er so aufmerksam sein und liebevoll, doch im Moment könnte ich ihn an die Wand klatschen. In stundenlanger Recherche habe ich im Internet ein homöopathisches Globuli gefunden für seine Krankheit und bestellt ,kaufte Aperol für die Bar, bestellte gesundes Brot und kaufte Agavendicksaft ein, damit er endlich den Zucker weglässt, Tofu und Teebaumöl, drei Flaschen Barolo und Frankenweine. Doch kein Danke oder sowas. Nö, Nix.

Heute Morgen brachte ich ihm ein Brot und sagte, dass ich auf der Terrasse frühstücken werde, damit Chiara nicht alleine ist. „Ich hab aber noch keinen Kaffee.“ Sagte er. Ich schüttelte nur mit dem Kopf und meine „Ich bin doch nicht dein Hausmädchen, mach deinen Kaffee selber und gewöhn dich dran.“ Das kam an. Als ich dann so zum Laden ging wurde ich schon herzlich von meinen Camareros mit Umarmung und Küssen empfangen, mit einem „Herzlich Willkommen.“ Schön!

Der Laden war so wie ich ihn verlassen hatte und ich schraubte erst mal die Ikeatische zusammen. Dabei fluchte ich, weil ich mir eine Blase vom Schrauben zugezogen hatte. Und ich fluchte weil ich wieder allein war als ich das schwere Regal versuchte zu verschieben. Da stand plötzlich eine älterer Herr am Fenster „Ich hab den Bericht in der CBN gelesen. Bin auch Künstler, aber ich male jetzt nicht mehr, weil ich keine Wände mehr frei habe in meine Haus.“ So kamen wir ins Gespräch. Es war wieder eines von den Gesprächen die mir so viel Kraft geben und mir sagen warum ich hier bin. Man ist hier nicht allein. Dann kam Sergio mein ehemaliger Mitbewohner und drückte mir erst mal einen Kuss auf. „Schön das du gesund hier bist“. Meine Straße…

Übrigens ist das Buch, der Alchemist an all diesen Gedanke schuld. Als ich es hörte dachte ich er erzählt meine Geschichte, auf der Suche meines Lebensweges und ich lasse ihn nicht aus den Augen sondern werde mutig weitergehen egal was alle denken, ich lebe hier nur einmal und mein Leben gehört nur mir allein...  Ein wundervolle Buch!

Heimweh...

Eigentlich wollte ich erst morgen fahren. Doch den Tag konnte ich gut arrangieren. Es ist 16h, nun fahre ich doch schon heute. Ich denke bis Frankreich kann ich es gut schaffen. Das Auto ist so gepackt, dass ich hinten schlafen kann und nicht ins Hotel muss. Ich hab so furchtbar Heimweh, Sehnsucht nach meinem Hund und Jon. Der wird schaun wenn ich plötzlich früher kommeJ Meine Mum hat das schon gespürt. Sie vermisse ich schon, doch mir ihr hab ich jeden Tag Email Kontakt oder ein Telefonat. Das tut uns Beiden gut. Sie ist echt tapfer. Ich hab heute noch mal eine Perle mit Gisela (Feuer-Werk, Judengasse) gedreht und es hat noch geklappt. Sie ist so lieb und hat mir alles bestellt was ich dafür brauche. Sobald ich im Haus wohne geht’s los. Ich freu mich so sehr. Ich hab nun auch ein Umzugsunternehmen gefunden die mir zu einem vernünftigen Preis meine Möbel bringen. Alles wird gut…

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Di

28

Sep

2010

Ich vermisse Nichts!

  

Kaum bin ich ein paar Tage in Coburg, verfalle ich wieder in das alte Muster, das mir deutlich macht warum ich hier weg gegangen bin. Nach dem ich nun alles arrangiert habe, das Auto gepackt vor der Türe steht und nur auf den Ausritt wartet sitze ich um 20h im Bett am PC. Erst hatte ich gedacht, ich fahre in die Stadt und trinke einen Wein, aber mir ist das Wetter zu kalt und eigentlich hab ich keine Lust alleine rumzusitzen. In Denia würde ich mich jetzt in meine Straße setzten und es würde laufend Jemand vorbeikommen den man kennt und einen Talk halten. Ja, es fehlt mir. Ich wohne zwar mit meiner Familie in einem Haus und ich bin nur eine Woche hier aber. Tja, das ist in Spanien anders, da wird die Familie ganz groß geschrieben. Heute hatte ich einen Pressetermin mit einer wundervollen Frau die schon einmal über mich geschrieben hatte und sie fragte mich „Gibt es irgendwas was du vermisst?“ Wie aus der Pistole geschossen kam „Nichts!“ Traurig finde ich das. Doch es hat mir die Entscheidung so leicht gemacht. Aber ich bin hier in Coburg und vermisse so viel. Mein Meer, meinen Hund, die Wärme, meine Freunde und die Menschen und natürlich Jon. Selbst mein Steuerberater hier in Coburg fragte mich was mich den so in Denia hält, nach dem ich im Moment echt am Existenzminimum rumkratze. Verdammt noch mal, weil einfach Manches nicht mit scheiß Kohle zu bezahlen ist. Ich kauf mir halt grad nicht mein 99zigstes Paar Schuhe und meine Kleider nähe ich selber. Ich brauch das alles nicht. Ich hab allen Luxus gehabt und er hat mich nicht glücklich gemacht. Ich hab mich damit immer nur abgelenkt oder getröstet. Ich brauch jetzt ne gescheite Private Krankenversicherung und Geld um meine laufende Kosten zu decken alles andere bekomme ich gerade geschenkt. Und ich schaff das, auch wenn mich alle für total verrückt halten. Ich muss jetzt loslassen um neu anfangen zu können und wenn ich das mental geschafft hab werde ich auch Erfolg haben. Ich hab es immer geschafft und mit der Energie die ich jetzt habe sowieso. Ich hab so viel erreicht in der kurzen Zeit und die Früchte müssen reifen!

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So

26

Sep

2010

Das Meer mein finanzieller Luxus..

  

Ich könnte heulen. Nun wollte ich alle Sachen mitnehmen die ich so für den Laden brauche. Nähmaschinen, Stoff, Zubehör, Schneiderpuppe, die Sachen zum Perlendrehen, meine Winterklamotten, ein paar Bücher und meine Werkzeugkiste. Wenn ich diesen Umzug endlich mal hinter mir habe, was sicherlich noch eine ganze Weile dauern wird, mache ich drei Kreuze! Da wohne ich auf nur 40 qm aber was so alles in die Dachschrägen reinpasst ist unglaublich. Ein großes Packet kostet 33€ und das ist beim Stefan Kosicki im Le Futon, noch am günstigsten, da es 40 Kg haben darf. So ich Null-Kohle-Haber muss sicher 4 oder 5 von den Dingern verschicken. Aua! Früher hab ich gejammert weil ich so unglücklich war, nun jammer ich weil ich kein Geld hab fürs Nötigste, ach Mist! Ich beneide alle, die das nicht alleine durchziehen müssen, mir steht es echt bis zum Hals. Heute Nacht hab ich auch noch von meinem Hund geträumt, nach dem ich laufend gerufen hab. Sie fehlt mir so und ich mach mir Sorgen um sie, dabei geht’s ihr gut. Jon ist jetzt endlich wieder aus der Klinik und sein einziger Besucher in der Zeit war seine Ex, die Schlange, grrrrrr. Ich will so schnell es geht wieder heim (Dénia). Aber so wie es aussieht muss ich wohl noch ein paar Tage bleiben. Ach menno…

Hat nicht jemand eine gute Idee für mich wie ich meine Sachen hier wegbringe ohne Pleite zu gehen?

Jetzt hab ich mir auch noch nen guten Franken aufgemacht und??? Er korkt, bäh! Das passiert dir in Spanien nicht so schnell, die Weine haben Plastikkorken und dafür schmecken sie auch nicht. Ich liebe den deutschen Weißwein. Vielleicht sollte ich den in Dénia verkaufen. Gestern Abend hat meine liebe Antje für mich gekocht und ich hab eine Flasche Chianti Classico Reserva von 1997 mitgebracht. War die letzte Flasche aus dem letzten Hochzeitsgeschenk vor etlichen Jahren, grins.. Da muss man nicht viel zu sagen. Das Essen und der Wein waren perfekt. Aber das kann sie ja die Süße. Nun hab ich nur noch drei von den Flaschen die ich seit Jahren im Keller hüte. Ich sag nur Barolo uralt. Aber die trinke ich mit Silverfox und wenn ich sie auf der Fahrt auf den Schoß nehmen muss. Jetzt will er auch noch Coburger Bratwürste haben und Aperol, den das kennen die Spanier ja gar nicht. Aber das führe ich nun im Club ein. Ich weiß nur nicht wo ich dann Nachschub herbekomme. Morgen muss ich mich um so viel kümmern. Ich hab noch immer keine Private Krankenversicherung in Spanien, das macht mich ganz kirre. Seit Tagen hab ich Schmerzen in den Händen. Meine Mutter sagt ich soll zum Arzt. Klasse, ich hab noch nicht mal die Krankenkarte von Spanien. Aber ich zahle schon drei Monate dafür. Da muss man sich echt daran gewöhnen. Eins sag ich Euch, das Meer und das Klima ist der größte finanzielle Luxus den ich mir je geleistet hab….

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Fr

24

Sep

2010

Es wird nicht ruhiger..

  

Die Aufregungen hört nicht auf. Nun bin ich in Coburg und Jon immer noch in der Klinik. Gestern sagte ihm sein Arzt, dass er sofort das Rauchen stoppen muss, im Club zurücktreten muss und der Hund(Chiara) nicht mehr in seiner Wohnung leben kann. Als er mir das sagte blieb mir das Herz stehen. Die Wohnsituation mit Jon ist einfach nur schön. Wir verstehen uns prima und genießen uns Beide. Der Gedanke daran wieder ausziehen zu müssen trieb mir sofort die Tränen in die Augen, vor allem weil ich weiß wie schwer ihm das fällt mir das zu sagen, da er Chiara auch so gern hat. „Wenn wir im Haus leben ist das kein Problem, nur im Apartment wo wir alle so dicht aufeinander wohnen.“ Ich kann das auch 100%tig verstehen und seine Gesundheit geht nun wirklich vor. Mir fiel kein Ausweg ein. Die Nacht hab ich nicht geschlafen. Immer wieder zermarterte ich mir den Kopf um eine Lösung zu finden. Ich muss Chiara holen und hier bei meiner Mutter lassen bis das Haus fertig ist. Meine Mutter hatte sich ja schon angeboten doch ich bin grad 2000km gefahren und das hieße noch 6000km und das zusätzlich noch mal 600€ für Sprit und Autobahngebühren. Ja das ist der Preis für einmal Deutschland und zurück. Gerade jetzt wo ich mir echt alles an Luxus verdrücke und jeden Cent 20 Mal umdrehen muss. Puh, mir wurde ganz schlecht, aber mir erschien es die Einzige Möglichkeit. Am Abend hatten Jon und ich dann ein langes Gespräch. „Du bist verrückt 6 Tage im Auto zu sitzen und Nachts im Auto zu schlafen um deinen Hund zu holen. Ich will das nicht. Du wirst nächste Woche kommen und Chiara mit in die Wohnung bringen und sie darf nur in deinem Zimmer sein und du musst jeden Tag die Terrasse öffnen um zu lüften und die Haare wegsaugen.“ Ja, so könnte es gehen. Chiara ist ja den ganzen Tag mit mir und nur allein wenn wir im Club arbeiten und da kann sie gut allein im Zimmer sein weil sie da eh pennt. „Wir werden sofort die Wohnung von dir im Haus renovieren damit du als Erste in das Haus ziehen kannst.“ Wow! „You make me love, Kikii.“ und das von einem Mann der sagt, dass er noch nie geliebt hat. Jon zeigt mir das ich ihm wichtig bin, er muss mir nicht sagen dass er mich liebt, ich kann das spüren. Meine große Liebe hat mir gesagt dass er mich liebt und mich am selben Tag beschissen. Ha, was für ein Hohn. Jon ist ein richtiger Mann. Jemand der zu dem steht was er sagt und es durchzieht. „Ich versteh nicht warum du so verrückt nach mir bist, du könntest hier Jeden haben.“ Mag sein, doch kein Anderer ist wie er! Er ist das Piano auf dem ich sitze …

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Mi

22

Sep

2010

Silverfox in der Klinik..

  

Nun bin ich endlich nach 33 Stunden in Coburg angekommen und schon am ersten Tag bekomme ich die Nachricht das Jon wieder krank ist und in die Klinik muss. Chiara ist nun bei (für sie) Fremden. Einem wirklich tollem Paar die gerade vor 2 Monaten ihren Hund nach 14 Jahren haben einschläfern lassen müssen. Ich kann hier aber nicht weg und muss bis zum 28.9. bleiben, da ich fürs Perlendrehen alles bestellt habe und das noch nicht da ist. Ich muss noch so viel organisieren, unmöglich vorher zu fahren. Ich bin nun nur froh das Silverfox freiwillig in die Klinik ist, dort ist er gut aufgehoben. Ich hoffe, dass er nun das verdammte Rauchen aufhört und wenn ich heimkomme gibt’s erst mal ne Tracht Prügel von mir und einen riesigen Anschiss. Keine Minute kann man diesen Mann aus den Augen lassen….

Sowieso nicht. Die Story hab ich ja noch nicht erzählt. Musste erst mal überlege ob das was für den Blog ist, doch heute hat mir eine Freundin in Coburg wieder gesagt wie spannend das ist ihn zu lesen und eigentlich war das schon der Hammer.

Montag letzte Woche, Flamenco im Club. So gegen 2h kommen zwei Frauen in den Club und erst spät bemerke ich dass eine der Damen die Ex von Silverfox ist. Frau Ex ist wie immer gut angetrunken und legt einen heißen Flamenco aufs Parkett, die Dame trägt nur ein kurzes Sommerkleidchen, das grad mal über den netten Hintern geht. Sie ist eigentlich ne Süße wenn sie nicht das Problem mit dem Alk hätte. Sie, tanzend vor der Bühne auf der die spanischen Jungs Flamenco machen. Im Club an der Tanzfläche die Zigeuner (die, die ich so gar nicht mag und ihnen auch Nachts nicht begegnen möchte). Ich weiß nicht was sie da tanzte aber es sah ähnlich aus wie ein Flamenco, nur bezweifle ich dass eine stolze Spanierin jemals ihr Kleid so hochziehen würde das man den Hintern sieht. Na wenigstens hatte sie einen String an. Den Zigeunern tropfte schon das Wasser aus der Gusche und sie machte sie auch noch an indem sie die zum Tanzen aufforderte. Mein Boy traute sich schon gar nicht mehr von der Bühne um jeglichen Stress zu vermeiden und da blieb er auch bis zum Schluss. Zwischendurch kam die Gute auch noch an mir vorbei und ich begrüßte sie freundlich. Dabei drückte sie mir einen Kuss ins Gesicht „Ich freu mich, wirklich“ sagte sie in Spanisch zu mir und gleich bekam ich wieder einen Kuss. Bei mir gingen alle Alarmleuchten an. War wie wenn die Polizei, der Krankenwagen und die Feuerwehr gleichzeitig durch mich durchfährt. An dem Abend war Antje grad da, meine Freundin aus Coburg und schüttelte nur den Kopf. Jon kam von der Bühne „He Baby, wenn ich hier gleich verschwinde folge mir unauffällig“ 5Minuten später ging er aus den Club und seine Ex gleich hinterher. 2 Minuten später stand er mit ihr an der Bar und trank Chubito. Ich stand mit Antje am anderen Ende der Bar und beobachtete das ganze aus dem Augenwinkel. Sie saß ihm schon fast auf dem Schoß als sie anfing ihn zu küssen. Poh eh, das ging nun echt zu weit! Habt ihr mich schon mal wütend erlebt? Nein? Seid froh. Mir kam der Rauch aus den Nasenlöchern und aus den Ohren. Ich stürzte hinter die Bar und schrie sie an (Bitte alles in Spanisch) „Jetzt reicht, hiermit ist Schluss und du gehst jetzt. Jon ist mein Freund und damit wirst du dich wohl abfinden müssen!“ Gut das die Bar zwischen uns war sonst hätte ich ihr mal ne richtige verpasst. Aber ich hab ja Stil. Sie nicht, denn sie hat mir gleich mal den Chubito ins Gesicht geschüttet. Da wurde ich ganz ruhig und hab sie nur ausgelacht. Ohoh… Jon hat sich sofort verdrückt, das Weichei. Ich hab meine Tasche gepackt und den Club verlassen. Die dumme Kuh gleich hinter mir her und der Rest der Gäste. Auf der Straße drehte ich mich um, ging auf sie zu und fragte sie was sie jetzt nach dem sie ihr Gesicht verloren hat von mir will. Sie faselte irgendwas von Jon und ihr und sah sie nur an „Ich lebe das was du immer wolltest und nie hattest, du bist nur eifersüchtig, werd nüchtern.“ und ging. Einer der Gäste nahm mich dann aufs Motorrad und fuhr mich nach Hause. Und dann war Jon dran. Wir saßen lange und haben geredet und ich sagte ihm „Das war das erste und letzte Mal, dass ich mich auf so ein Niveau herabgelassen habe. Das ist nicht mein Stil und ich möchte das wir nur noch Freunde sind.“ Ich wollte nicht mehr, ich hatte ihm das vorausgesagt, dass sie nicht loslassen wird auch wenn sie versucht einen auf Freundschaft zu machen. Hallo, ich bin einen Frau und weiß wie die ticken! Er saß vor mir und sagte „Dann hat sie ja das erreicht was sie wollte.“ „Ja“ sagte ich „weil du ein Idiot bist.“

Ich hätte mich das früher nie getraut zu sagen, immer Angst gehabt jemanden zu verlieren, doch heute? Meine Liebe ist Spanien und das Meer, kein Mann mehr und ich lass mich nicht mehr verletzen. Jon weiß wie die Jungs hinter mir her sind, er bekommt es ja jeden Abend im Club mit. Ich liebe meinen Jon, doch meine Liebe zu mir selber ist viel größer und das weiß er. Nur weil mir ein anderer schöne Augen macht bin ich noch lang nicht weg. Ich weiß was ich an Jon habe und auch wenn er nicht über Gefühle reden kann, hat er mir doch schon so oft gezeigt, wie wichtig ich ihm bin und das ich mich auf ihn verlassen kann. So schnell bin ich nicht weg, doch das muss er nicht wissen. So musste er doch eine Nacht mit dem Gedanken leben mich verloren zu haben. Er muss lernen und er lernt. Vorgestern ging es mir nicht gut. Ich fühlte mich nicht wohl und er wusste das, ließ mich aber mit den Einkäufen am Auto stehen und ging vergnügt zu einem Laden. Er war grad 10 m vom Auto entfernt als das Hundefutter hinter ihm her flog und als er sich umdrehte das Toilettenpapier für den Club. „Du weißt mir geht’s nicht gut und lässt mich mit dem Einkauf hier stehen, glaubst du ich schlepp das alleine?“ Jon lachte sich fast kaputt „Ist ja gut, ich habs ja kapiert“ war sein Kommentar und schleppte die Sachen in die Wohnung. Jup, ich bin wieder die Alte!!!

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Do

16

Sep

2010

Danke!

 Ein Traum wird wahr..

22.15h und ich sitze endlich mal auf meiner Terrasse. Genieße einen Aperol mit Cava und freu mich über diese wundervolle Wetter, meinen freien Tag, darüber das Jon und Chiara schlafen und wir in einer Stunde ins „Blanco y Negro“ gehen und Flamenco hören werden. Während ich schreibe höre ich Spotify und die neuste CD von Luis Miquel. Den ganzen Tag sind wir in der Ikea rumgesaust und haben tolle Ideen fürs Haus mitgebracht. Auch all das macht mich so glücklich! Es vergeht kein Tag an dem ich nicht einmal sage „Danke“. Ich hab wundervolle Seide bestellt und kaufe in Deutschaland noch Walkstoff, dann geht’s los. Wenn ich dann wieder nix verkaufen sollte werd ich mich auf den Campo stellen und mal richtig laut mit den Spaniern reden und ihnen sagen dass sie an mir nicht vorbeikommen! Im Club auf jeden Fall nicht, grins…

 

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Mi

15

Sep

2010

Keine Lust zu gar nichts..

  

Heute Morgen bin ich um 5h aus dem Club, am Nachmittag konnte ich nicht schlafen weil mich Jon wegen dem Umbau des Hauses durch die Gegend jagt. Ohne mich will er gar nichts entscheiden. Ich bin da auch ganz stolz drauf, dass ihm so viele von meinen Ideen gefallen, aber ich bin müde. Er kann ja schlafen bis um 23h, doch ich sitze dann im Laden. Meine Freizeit ist extrem knapp hier. Ich hab noch nichts von der Gegend gesehen. An den Strand komme ich seit Tagen nicht. Ich würde mich so gerne mal Abends auf die Terrasse setzten mit einem Glas Wein und einfach nichts tun. Ich schieß hier wie ein angeschossenes Huhn durch die Gegend, weil ich immer noch nicht viel verkauft habe und noch von meinen Reserven leben muss. Ich arbeite für 16€ in der Nacht, manchmal hab ich 24€. Die Spanier geben kein Trinkgeld. Von dem Geld kaufe ich für den Kühlschrank ein. Klamotten oder Schuhe kaufen? Ein Traum. Bin froh, dass ich so viele Sachen habe, die ich wegen dem schlechten Sommers in Deutschland noch nie angezogen hatte.

Nun habe ich mich dafür entschieden heute alles zu bestellen, was ich fürs Perlendrehen brauche. Ich werde den Laden umstellen müssen. Meine Nähmaschinen hole ich nächste Woche und Seide hab ich schon bestellt. Scheiße ist das schwer, aber ich werde hier nicht mehr weggehen. Es hat sich ausgedeutschland…

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Fr

10

Sep

2010

Wieder so schöne Erlebnisse...

  

Sitze in meinem Laden, als zwei Personen am Fenster stehen und sich meine Bilder betrachten. Ich höre das die Frau Deutsch spricht und ihren Mann fragt, woher sie den nur diese Bilder kenne. „Kommen sie doch herein“ bitte ich sie und wir kommen ins Gespräch. Die Beiden haben den Zeitungsartikel gelesen und kennen daher die Bilder. Sie leben die meiste Zeit hier in Dénia und wollen in ca.2 Jahren ständig hier sein. „Wir haben hier ein kleines Haus und mehr Freunde als in Deutschland.“ Sagt sie und er lächelt. „Ja,“ sage ich „Ich habe hier auch mehr Freunde als in Deutschland.“ Sie grinst „Na, dann haben sie es geschafft und das ist nun ihr Zuhause.“

Ja, so ist es! Meine Familie lebt in Coburg, doch mein Zuhause ist Dénia geworden und es fühlt sich wundervoll an. Ich weiß das ihr alle schon friert. Doch ich habe es immer noch so heiß, dass man nicht in der Sonne sitzen kann. Ich hatte seit April nur eine Tag Regen, jeden Tag Sonne, Licht und fröhliche, freundliche Menschen. Ich will das nicht mehr missen.   Als ich anschließend in den Club zum Arbeiten kam, saßen die Beiden grinsend an einem Tisch. „Wir haben doch gesagt, dass wir vorbeikommen“. Und als die Beiden gingen, verabschiedeten sie sich mit einem „Wir kommen wieder und bringen unsere Freunde mit und ich hoffe wir kommen uns näher.“ Schön ist das.

Und als ich heute in meine Post sah, las ich diese Nachricht, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

 

Nachricht: Hallo Frau KikiiRose ich war mit meinem Mann Ende Aug.2010 bei ihnen im Laden. Vielleicht können sie sich noch erinnern (Sie erlaubten mir ,ein paar Foto`s von den tollen Bildern zu machen).Ich besuchte ihre Webseite und bin total begeistert. Erstens von den schönen Bildern und dann als zweites von ihrer Person als solches. Ich finde es einfach toll, was sie in ihrem Leben schon alles gemacht haben und das sie den Mut hatten, auszuwandern. Hab selten einen Menschen getroffen, der so eine glückliche und zufriedene Ausstrahlung hat wie sie. Wünsche ihnen viel Erfolg für die Zukunft und ich bin mir ganz sicher, dass sie viele Bilder verkaufen werden.

Alles Gute

 

 

 

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Mi

08

Sep

2010

Warum ich die Zigeuner hier nicht mag..

  

Das war nicht von Anfang an so. Als ich nach Dénia kam war ich für alles offen. Meine Freundlichkeit war unbegrenzt. Mit Rassismus hab ich nie was am Hut gehabt. Ich habe Freunde in jeder Hautfarbe und bin schon deshalb, weil ich wusste, dass die Gitanos hier ein unbeliebtes Volk sind, sehr freundlich. Ich höre im Laden viel Flamenco von Nina Pastori und die Zigeuner, die in der Nähe wohnen laufen am Laden vorbei und fragten mich ob ich Flamenco mag, und dass es ihnen gefällt, das ich Flamenco mag. Ich dachte doch wie nett sie doch sind. Das denke ich jetzt nicht mehr, seit sie ein Handy eines Freundes bei mir im Laden gestohlen haben. Kamen zu Zweit und verwickelten uns in ein Gespräch und schwupps war das Telefon weg. Es folgte eine Anzeige und drei Wochen später stellte sich heraus, dass ein Einbruch auch auf das gleiche Konto ging. Ich will nun nicht sagen dass alle Zigeuner hier Diebe sind, nein, aber seit dieser Zeit weiß ich warum Alle sagen, dass man vorsichtig sein soll. Was sie richtig gut können ist Flamencomusik machen, Gitarre spielen, singen und dazu klatschen. Montag ist im Club der Flamencoabend und sie kommen dann auch. Stehen rum und du musst 100mal fragen, bis sie was bestellen. Die Männer sind ziemlich arrogant und ich bediene sie nicht gerne, geb ich echt zu. Sie nuckeln den ganzen Abend an einem Bier und geben kein Trinkgeld, was die Spanier sowieso nicht gerne tun. Eine Unsitte die wir in Deutschland nicht kennen. Müsste ich hier vom Trinkgeld leben, wäre ich verhungert. Nachdem ich dann heute auch noch krank arbeitet und mich nicht gut fühlte ging mir das ganz schön auf die Nerven. Nächste Woche bin ich wieder fit und dann werde ich das auch wieder mit einem Lächeln ertragen….

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Mo

06

Sep

2010

Schon wieder krank...

  

Mist, nun hat mich Jon doch angesteckt. War ja irgendwie klar. Huste wie verrückt. Gestern konnte ich nicht arbeiten, heute muss ich arbeiten, nützt ja nichts. Die 3 Stunden bekomme ich schon irgendwie rum. Ja, so ist das wenn man jeden Cent braucht. Seit Tagen sind wir am planen für die neue Cocktailbar im Club. Die Cocktailkarte hab ich mit dem Publisher erstellt. Das liebe ich. Da kann ich Stunden vorm PC sitzen und basteln. Heute Mittag traf ich mich mit Besuch aus Coburg, die  20 Minuten von hier ein Haus haben. Große Freude. Am Sonntag kommt dann meine beste Freundin aus Coburg zu Besuch und bleibt eine Woche, na das wird ein Spaß.

Bis dahin muss ich wieder fit sein. Aber ich werde ja gut gepflegt... 

 

 

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Fr

03

Sep

2010

:-)

  

Sein Leben zu ändern ist nur möglich wenn man Dinge tut, die man nie zuvor getan hat. Das ist gar nicht so einfach. Man ist doch so festgefahren in seinen Mustern, glaubt zwar was zu ändern, doch am Schluss ist man wieder und wieder in seinem Laufrad. Das Ergebnis ist einfach, man hat wieder nicht das getan was komplett neu ist. Ich wollte das unbedingt und beim ersten Versuch bin ich gescheitert, bis ich gemerkt habe, was es bedeutet „Dinge zu tun die neu sind“ Aber was ist das. Wie fühlt sich das an?

Nun sitze ich an der Bar im Jazzclub und sehe in die Bar, in der ich vor 5 Minuten noch arbeitet. Es ist 3h, trinke meinen Absacker und dabei wird mir bewusst, dass ich es geschafft habe. Ich lebe ein Leben, dass ich mir nie hätte zugetraut zu leben. Keine finanziellen Pampers, keine eigene Wohnung, Nachtarbeit, das ich unter allen Umständen vermeiden wollte (und ich liebe es), wenig Schlaf, kein Sport, falsches Essen, Englisch reden obwohl ich Spanisch lernen muss, malen und kreativ sein und davon auch noch leben zu wollen. Doch nun bin ich glücklich, wirklich zu tiefst glücklich. Mein Leben macht wieder einen Sinn. Ich muss nicht mehr frieren, bin in der Nähe vom Meer und lebe eine neue Liebe, werde mit ihm in ein wundervolles Haus ziehen und darf Nähe zulassen. Habe meine Kreativität für mich alleine und eine Arbeit mit ihm gemeinsam, was für ein wundervolles großes Glück.

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Sa

28

Aug

2010

 Aquarell auf Leinwand

Hier ist es so heiß im Moment das man zerläuft. Es ist zu heiß um Sport zu machen oder sich zu bewegen. Chiara ist nur am rumhecheln und schmeißt sich von einer Ecke in die nächste. Das Zimmer bei Jon hab ich mir richtig schön gemacht. Ich hab eine Terrasse dabei, die direkt neben dem Pool ist. Kann man nicht meckern, grins..

Jeden Tag nehmen ich was von der WG mit und schlepp es mit meiner Omakutsche (Einkaufswagen auf Rädern) zu Jon. Es sind gut 800m zur Wohnung, doch ich bin völlig fertig wenn ich da ankomme. Bin schon allein außer Atem weil ich von Schatten zu Schatten hechte, im Schlepptau mein Hundi.

Die erste Nacht in dieser neuen Wohnung ging ich im 4h in Bett. Der folgende Tag ist unser freier Tag und ich wollte so richtig schön lang schlafen. Pfeifendeckel, um 8.10h stand ein gut gelaunter Jon vor mir und rief „ Darling, aufstehen du verschläfst ja dein Leben.“ Ne, oder? Aber diesem Kindskopf kann man einfach nicht wiederstehen. Die Nacht war somit vorbei und ich happy, das mein Jon langsam auf dem Weg der Besserung ist und, das Beste, das rauchen aufhört. Heute hat er mich schon mal vorgewarnt. „Wenn ich schlecht gelaunt sein sollte oder dich anpöble, nimm es bitte nicht ernst. Entzugserscheinungen, ok.“ Claro..:-)

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Mi

25

Aug

2010

Die neusten New´s..

 

Ja die Neuigkeiten reißen nicht ab…

Seit gestern weiß ich wie es sich anfühlt so richtig Angst zu haben etwas verlieren zu können, was man doch so lieb hat. Ich wusste das Jon eine Hundehaarallergie hat, aber nichts von seinem Asthma. Als ich gestern zu ihm kam um nach ihm zu sehen da ich wusste er bekommt eine Erkältung und fühlte sich schon am Abend nicht wohl, saß er am Tisch und schnappte immer wieder nach Luft. Ich fuhr ihn sofort in die Klinik, die ihn gleich Sauerstoff gaben und eine Infusion. Seine Bronchien waren total dicht und er kann erst heute wieder aus der Klinik. Somit hab ich mich gestern um den Club gekümmert und alles organisiert. Nachdem ich da schon ein paar Wochen arbeite war das ganz gut zu schaffen. Unsere Sängerin war da und so haben wir den Club zu Zweit geschmissen. Nun hatten wir auch noch die beste Band im Club die ich je gehört hatte. „Dio mio“, habe diese Jungs gespielt und einer cooler als der Andere. Um 4h bin ich dann nach Hause und hab erst mal so richtig losgeheult. Den ganzen Tag musste ich mich zusammenreißen, aber dann war´s vorbei. Meine Mitbewohner saßen in der Küche, rauchten wie immer ein Pfeifchen und standen völlig neben sich. Die Küche war wie immer ein Dreckloch. Seit Tagen sag ich sie sollen den Herd sauber machen, da ich vielleicht auch mal kochen will. „Ja Morgen“ Ich sehe es nicht mehr ein ihnen das abzunehmen, ich mach nur noch das von mir sauber, den Rest lasse ich liegen. Dementsprechend sieht es auch aus. Gut das es Domestos auch hier gibt. Sonst würde ich mich im Bad übergeben müssen. Als ich am Morgen sah, das nichts gemacht wurde und Mittag auch noch von meinen Sachen gegessen wurde, war das Fass übergelaufen und dazu fehlte nicht viel, nachdem mein deutscher Mitbewohner mal wieder das Gas die Nacht über vergessen hatte auszustellen. Ich ging zu Jon in die Klinik. „Ich muss mit dir reden“ Uh, dieser Satz ist ja für gewöhnlich ein rote Karte. Ich erzähle Jon von dem Vorfall, die ihn nicht überraschten, da er ja die Wohnung kennt. „Darling, ist es möglich dass ich bis das Haus soweit renoviert ist, was noch gut 2 Monate dauern kann, zu dir ziehe in das hintere große Zimmer?“ Jon sagte sofort ja. Wow! Das hatte ich nicht erwartet. Das ist doch mal eine Aussage. Somit werde ich den Jungs morgen sagen dass ich meine 2 Sachen packe und verschwindigus machen J Soll sie sich doch das restliche Hirn rauskiffen und ich bin mal wieder so glücklich….

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Mo

23

Aug

2010

Costa Blanca Nachrichten

 

Vor lauter Müdigkeit hätte ich fast das Allerbeste vergessen zu erwähnen. Also ich bin ja Eine. Am Freitag war doch das Porträt von mir in der Costa Blanca Nachrichten. Eine ganze Seite mit Farbfoto. Am nächsten Tag hatte ich dann auch schon die ersten Besucher im Laden die wegen des Berichtes gekommen sind. Im Club hat man mich auch schon mehrmals angesprochen „Du bist doch die Artista die auf dem Campo ausgestellt hat und den Laden in der Loreto.“ Ich werde auch auf der Straße angesprochen „Tolle Bilder in deinem Laden“ Das hier ist echt ein Dorf. Es ist wie Coburg so familiär. Doch muss man schon sagen dass der Start hier gelungen ist. Zumindest der Erkennungswert und im Gegensatz von Coburg finden mich die Leute hier nicht arrogant und eingebildet, nur weil ich ein wenig anders bin. Ich hab das Gefühl die Menschen hier sind viel zufriedener und selbstbewusster. Sie freuen sich über den Erfolg Anderer und sehen dich nicht neidisch an. Sie klopfen dir auf die Schulter und wünschen dir Glück. Klasse!

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So

22

Aug

2010

bin so müde..

Unser Sängerin im Club

Die letzten Tage hab ich wirklich viel gearbeitet. Am Tag im Laden bis um 24h, in der Nacht bis um 4h im Club.

Das Problem ist, dass ich schlecht schlafe. Es ist einfach zu laut in der Straße. Ich wache ständig auf und schlafe nicht durch. Nur wenn ich bei Jon übernachte, dann bin ich am Morgen fit, da es sehr ruhig ist in seiner Wohnung. Ich freue mich so sehr darauf in das neue Haus einzuziehen, denn meine Arbeit im Club wird wohl nicht weniger. Ich hab schon seit einigen Wochen die Idee, eine Cocktailbar wäre super im Club. Platz dafür wäre da und die Bar hätte mehr Zeit für die normalen Drinks. Außerdem können die hier alle keine Cocktails machen. Der Mojito schmeckt grauenvoll und der Rest auch. Ich erzählte Jon von der Idee und dass das doch eine gute Idee für nächstes Jahr wäre. Ha, von wegen. Er war total begeistert, „Das machen wir gleich“. Somit werd ich nun wohl demnächst ein wenig shaken und eine regelmäßiges Einkommen haben. Jippi, ich werde mein Sortiment im Kühlschrank erweitern könnenJ

Gestern Abend nahm mich der Barmann zur Seite und fragte mich wie lange ich schon kellner. Ich sagte ihm, erst seit ich hier bin und früher als ich jung war neben der Schule in den Ferien. „Kikii, du bist verdammt gut.“ Hm, es ist vielleicht nicht das Wichtigste ein guter Kellner zu sein, aber ich liebe es. Ich verwöhne Menschen gerne und mich ärgert ein schlechter Service. Mich sprechen viele Gäste an, dass ich die freundlichste Camarera in Denia bin. Gestern wieder drei Personen. Mein Ausstrahlung wäre was besonderes. Jon sagt immer die Madrilenen wären so arrogant, nö, nicht bei mir. Ich entzauber sie mit meinem Lächeln. Ich denke, es ist egal was man tut, man muss es gerne machen und dahinter stehen. Ich werde sicher nicht mein Leben lang kellnern, aber jetzt ist es gut für mich und ich lerne sehr viele Menschen dadurch kennen und knüpfe Kontakte und solange ich das mache, werde ich 100% dazu stehen.

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Mo

16

Aug

2010

Glück...

 

Heute hat es ein wenig abgekühlt und geregnet. Es sind nur noch 26 Grad, brrrr…, aber ideal zum joggen. Das war nun wirklich nicht möglich in den letzten Wochen vor 23 Uhr. Somit habe ich das nach der Siesta ausgenutzt. Ich laufe immer in die Richtung Marinas, wo ich 2 Monate gewohnt hatte und dann am Meer zurück über las Rotas, das ist so ca. eine Stunde. Von dem Touristentrubel bekomme ich kaum etwas mit, außer in meiner Straße. Als ich da so lief ist mir wieder vieles bewusst geworden. Schon mal, dass ich echt viel arbeite. Ich schlafe nur noch die Hälfte von dem in Deutschland, was glaube ich immer noch genug ist, wenn man bedenkt, dass ich in Deutschland 10-12 Stunden geschlafen habe. Doch habe ich wieder nicht das Gefühl, zu arbeiten, da alles was ich tue mir so viel Freude bereitet, sogar das Gläserschupsen im Club. Ich hab jetzt auch schon Stammgäste die wegen mir kommen. Jon sagt immer, der das natürlich mitbekommt „Ist schon ok, wenn du ein bisschen flirtest, aber gegessen wird Zuhause!“ Dies wäre mit einem Spanier undenkbar. Die sind alle sehr nett und zuvorkommend solange sie dich nicht haben, aber wehe wenn! Da hast du nichts mehr zu lachen. Ne, ne, ich hab zu viele Geschichten von Frauen gehört. Sergio mein Mitbewohner ist Chilene und er ist der Meinung wenn er eine Frau als Novia akzeptiert, dann darf sie mit keinem Anderen tanzen. Echt!

Jon hat ein Haus gekauft. Am Berg und ca. 5 Minuten mit dem Auto in die Stadt. Ein Traumhaus. Er hat mich mitgenommen zum ansehen und ich hatte mich sofort in das Haus verliebt. Drei Tage später nach Verhandlungen des Preises, und er hat gepokert, es wirklich gekauft. Es ist ein Haus mit „Alma“(Seele) ich hab das sofort gespürt. Es hat drei Terrassen, eine Pool, einen Terrassengrill, eine großen verwilderten Garten, eine Blick auf das Meer, keine Nachbarn die noch bauen können und zwei abgeschlossene Wohnungen. „Magst du die Einliegerwohnung mieten?“ fragt er mich. Was für eine wundervolle Idee. So sind wir zusammen und haben doch Beide unser Reich zum zurückziehen. Es ist einfach wundervoll. Wir kennen uns ja erst 4 Monate, somit ist es doch eine fantastische Lösung sich kennenzulernen ohne das Gefühl zu haben, sich zurück nehmen zu müssen, nur weil man mit dem Anderen zusammen wohnt. Ich finde das sehr modern und perfekt. Ich werde also mit diesem wundervollen Mann in einem Haus leben und es mit ihm gemeinsam renovieren. Es stand einige Zeit leer und gerade meine Wohnung hat es nötig, da die Wände ein wenig feucht sind. Ich freu mich so sehr darauf. Mein Glück ist einfach nicht mehr greifbar. Einmal die Woche gehe ich in die Kirche, was ich nie zuvor tat und bedanke mich. Wenn all der Schmerz der vergangenen Jahre dazu geführt hat, dass ich hier endlich glücklich sein darf, dann würde ich das Ganze noch einmal leben. Denn das hier ist nicht von dieser Welt. Jeden Tag denke ich es ist keine Steigerung mehr möglich und dann passiert wieder etwas was mich nur mit dem Kopf schütteln lässt, weil es so wundervoll ist. Es sind oft die kleinen Dinge die mich so glücklich machen. Ein Wein den mir der Verein von Gegenüber bringt und sagt „He du arbeitest zu viel, entspann mal“ oder ein Gespräch mit einem interessanten Menschen, der am nächsten Tag wiederkommt. Die Jungs, die seit einer Woche vor meiner Tür Musik machen und mich auf der Straße ansprechen „Du bist doch die Artista, tolle Bilder die du malst.“ Oder der Senior, der jeden Tag ins gleiche Cafe geht und mich dann in ein Gespräch verwickelt und mir seinen Freund vorstellt der Kunstprof ist. Die alten Damen die jeden Tag mehr mit mir reden, die Kunden die hier in meinem Laden stehen und die Bilder bewundern und mir dann Email aus Madrid schicken, mit Glückwünschen dass ich es schaffe. Jon der mich immer zum Lachen bringt und dann wieder Momente hat in dem er mich ansieht ohne zu sagen wie lieb er mich doch hat. Die Gespräche in Spanisch, die mich manchmal zur Verzweiflung bringen und ich weiß ich werde wieder zur Schule gehen sobald die Saison vorbei ist. Dafür wird mein Englisch jeden Tag besser. Mich macht diese Wärme so glücklich und meine Freundin das Meer und dass sich Chiara wohlfühlt. Manchmal ist es nur der Gang in den Supermarkt, wenn ich Fisch kaufe und denke „Das wäre in Deutschland unbezahlbar, was ich hier kaufe“. Das Lächeln der spanischen Männer die mich grüßen und mich nicht kenne, die Camareros die jeden Tag fragen wie es mir geht, meine Ladennachbarn mit denen ich plaudere und und und … Das ist Glück!!!

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Sa

14

Aug

2010

Fr

13

Aug

2010

 

 

Do

12

Aug

2010

Heute bin ich echt zornig…

"Du bist wie ein Honigtopf..."

Klasse wenn man nach Hause kommt und die Küche wie ein Saustall aussieht. Leider nicht das erste Mal. Mein deutscher Mitbewohner macht hier echt keinen Schlag zu viel und wenn er in der Nacht noch kocht schaut’s jedes Mal aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Nur war heute um 15h immer noch alles so eklig, dass mir das Kochen vergangen ist. Also Obst und mein Magen knurrt. Sergio und ich sind hier die vollen Putzschlampen. Er hat dann die Küche sauber gemacht. Puh, ein Dauerzustand darf das hier nicht werden. Die Jungs sind echt supernett aber manchmal könnte ich schreien, so wie heute.

 

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Mi

11

Aug

2010

Hat nicht lange gedauert...

 

Nachdem ich nun den Auftrag nicht verkauft habe und die Auftraggeber sich nicht mehr gemeldet haben, steht das Bild als Beispielbild im Laden. Was soll´s. Hält mich nicht vom Malen ab. Nun sitze ich vorm Laden, trinke einen Kaffee und genieße es zu sehen, dass meine schüchterne Chiara, das erste Mal aus dem Laden kommt und sich 5m vom Laden entfernt um Zeitung zu lesen. Ja die Nachbarschaft schreibt viel Neues an die Hauswände. Eigentlich wollte mich Marisa eine Bekannte aus Madrid um 13h abholen um gemeinsam zu essen, aber, das ist auch Spanien. So sitze ich halt in der Sonne und genieße den Augenblick, während ich auf mein angefangenes Bild sehe, das ich zu dem Satz von Jon male.“Du bist wie ein Honigtopf, alle Männer fliegen auf dich.“ Ja mein Jon und ich.

Bin ich doch wie jeden Tag um 18h, gestern zum Stand um eine halbe Stunde zu schwimmen. Und wer liegt da und grinst mich an? „He wo warst du gestern, ich lieg hier schon 2 Tage und warte auf dich“ Stimmt, die letzten Tage war ich 2 Stunden früher. „Ich hab dich vermisst.“ Hm… Ich ihn ja auchJ Das Ganze endete in einer pubertären Sandschlacht und liebvollen Küssen. Herrlich.

Ich bin wirklich jeden Moment im Laden um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen, auch nicht einen kaufkräftigen Kunden zu verpassen. Somit saß ich gestern bei meiner Kunstvereinsitzung, bei der ich allemal nur die Hälfte verstehe und konnte meinen Hintern nicht ruhig halten. Nach 20 Minuten sah mich der Vorsitzende an „Los, geh schon“. Ich muss einfach die Saison ausnutzen und diese geht nur noch ein paar Wochen. Um 23h begann es an zu regnen, aber wie. Wurde auch mal Zeit. Gegenüber meines Ladens ist ein Verein und dieser feiert mit den anderen Vereinen der Stadt irgendwas hochoffizielles und alle sind verkleidet und machen einen riesen Radau. Plötzlich hatte ich einen Whiskey-Cola in der Hand, ein Gespräch, zwei Namen bei denen ich wegen den Bildern vorsprechen soll. Also diese Freundlichkeit erstaunt mich Franken doch immer wieder aufs Neue.

Um 0.00h bin ich dann in den Club und wurde erst mal zum arbeiten verdonnert, was mir grad recht kam, ob ich da nun rumstehe oder arbeite ist mir das Zweite schon lieber….

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Mo

09

Aug

2010

Lernerfahrung..

 

Da steht man drei Tage an einem Bild und nun kommt das Pärchen zum abholen und will 50€ dafür bezahlen. Ich hab sie angesehen wie ein Auto das über ne Katze fährt. Ja, sie hätten das so verstanden. Klar, ich sag ihnen das ich drei Tage brauche und sie verstehen statt 500€, 50 €. Dabei hängt kein Bild von mir im Laden in der Größe unter 500 €. Nun gut, eine neue Erfahrung, und dass ich nichts mehr ohne Anzahlung und Vertrag machen werde. Gut, nun hab ich ein Beispielbild für die Auslage, was soll´s. Mich bringt hier wirklich nichts so schnell aus der Ruhe. Von Jon hab ich mich am Samstag getrennt. Warum? Weil er im Gegensatz zu mir nicht weiß was er will. Einmal stellt er mich als sein Freundin vor, dann will er das ich die Einliegerwohnung in einem Haus miete das er kaufen will, ich soll mit zu einer Einladung seiner Exfrau und dessen Mann und im nächsten Moment sagt er mir, dass er keinen Freundin will. Schluss damit, ich hab`s satt mich wie ein Spielzeug behandeln zu lassen und ich hab die Nase voll von Männern die sich nicht sicher sind was sie wollen. „Du bist einfach nicht alt genug für mich“ hab ich ihm gesagt. Aber mir geht es gut, ich bin nicht traurig, weil mein Glück das Leben hier ist und ich nicht alleine bin. Sagte er doch zu mir „Ich weiß erst das ich eine Frau liebe wenn sie mich verlässt.“ Gut, das kann er haben und ich hab ihm gesagt, dass die Wölfe vor der Tür sitzen und nur darauf warten. Das weiß er auch. Aber mich interessieren die Wölfe gar nichtJ Das weiß er aber nicht. Somit sitze ich das ganze aus. Was mir nicht schwer fällt, den ich hab hier genug zu tun. Wär nur schön, wenn ich endlich mal ne Einnahme im Laden verbuchen könnte. Ich sag nur, dass werd ich wohl auch aussitzen müssen. Schon komisch, wenn man den Kühlschrank aufmacht und nix gescheites drin ist außer Salat und Sojamilch.

Es ist fast 1.00h und es hat immer noch 30 Grad, was will ich mehr. Alle schnaufen, auch meine Chiara. Ich hab mir das untersagt. Dieses Jahr noch nicht. Nächstes Jahr sag ich dann auch in jedem 2ten Satz „Hace calor (es ist zu heiß)“ Ich finde es einfach herrlich!

Das Meer war heute so ruhig, dass man beim schwimmen bis auf den Grund sehen konnte wie durch eine Glasscheibe. Da kann man die Fischle sehen und das Seegras. Ich möchte das nicht mehr missen.

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So

08

Aug

2010

Platt...

 

So, nun ist der erste Auftrag fertig und ich auch. Es ist echt anstrengend Porträts zu malen, damit die Gesichter so genau sind, dass sich die Personen erkennen. Nach 4 Stunden bin ich so platt, wenn jemand reinkommt und mich was fragt, bin ich nicht fähig einen vernünftigen Satz auf Spanisch zu reden, weil ich noch so auf das Bild konzentriert bin. Eine neue Erfahrung für mich.

Seit ich Musik im Laden habe, dank der Anlage von Jon ist das alles schon viel Angenehmer. Dazu das Geschenk von ihm, dass ich auf Spotify Zugriff habe. Ich kann damit jede Musik hören die ich will, es ist wie ein CD Kaufhaus, oder besser wie ITunes, nur dass ich alle Titel vollständig hören kann. Nina Pastori ist mein Favorit im Moment und höre es rauf und runter. Flamenco vom Feinsten!

Nachdem ich die letzten 2 Tage bis 24h im Laden arbeitet und anschließend im Club arbeitet, werde ich heute die Pinsel nicht mehr ansehen und lieber an meinem Buch arbeiten…

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Sa

07

Aug

2010

Ausstellung ...

Es ist einfach ein Glück, gleich auf die richtigen Menschen und Kontakte zu treffen, wenn man in ein neues Land kommt. Freunde zu finden ist hier gar nicht so schwer, wenn man auf die Bevölkerung zugeht und einmal die deutsche Mentalität ein wenig hinten anstellt. Doch berufliche Kontakte zu finden ist schon eine andere Sache. Ich weiß nicht ob es an meiner Fröhlichkeit liegt, die mir hier alle Türen öffnet, es Glück ist oder einfach eine Führung von Oben? Die Ausstellung war auf jeden Fall ein großes Ding und hat die Presse aufgescheucht und die Menschen die reichlich da waren, um die Bilder zu betrachten. In der Künstlergruppe haben wir ein paar richtig gute Maler, das mich stolz macht dazu zugehören. Ich bin dort so herzlich aufgenommen, dass ich es manchmal gar nicht glauben mag. Das erste Mal in meinem Leben habe ich das Gefühl richtig dazu zugehören und voll akzeptiert zu sein. Vor allem aber mit meiner Malerei. Ich bin hier Künstler, durch und durch und so werde ich auch gesehen. In Deutschland war ich meistens der bunte Hund. Die Konkurrentin der Frauen, die Nageltussi, die Arrogante, wenn ich mal wieder in Gedanken an jemanden vorbei gelaufen bin ohne zu grüßen, die Pilipp, sehr selten die Freundin oder die, die so komische Gedanken hat und sich traut das auszusprechen. Hier bin ich die Guapa aus Alemania, die Artista. Immer wieder höre ich, dass mein Lächeln und meine Ausstrahlung etwas besonders sei, meine Fröhlichkeit unschlagbar. Ja, vielleicht ist es das was mit die Herzen der Menschen hier öffnet. Ich bin so in meiner Mitte wie nie zuvor. Doch wie viele Jahre hab ich gesagt, dass ich ans Meer möchte, dass mir Deutschland zu kalt ist, dass mir die Menschen zu kalt sind. Mein Bruder sagte immer „Das liegt nur and dir, wie du auf die Menschen zugehst.“ Das Mag schon sein, doch ich habe es oft genug versucht und bin immer wieder enttäuscht worden, irgendwann habe ich einfach resigniert. Hier lächle ich die Menschen auf der Straße an, die alten Señoras die Abends auf der Straße sitzen und mit ihren Nachbarn ratschen. Jeden Abend reden sie ein wenig mehr mit mir. Und dann höre ich wieder Ausländer die gar nicht an die Bevölkerung herankommen und wie schwierig das sei. Ja, aber die sprechen nicht mal Spanisch oder versuchen es. Was erwarten sie. Wenn ich in ein Land reise muss ich mich mit der Landessprache und den Gegebenheiten anfreunden. Ich muss akzeptieren, dass es hier Vorteile und Nachteile gibt, wie in Deutschland auch. Aber die Meisten sind so eingefahren in ihren Gewohnheiten und ihrer Erziehung und denken sie könnten hier herkommen, alles Gute aus Deutschland integrieren und sich das beste von hier rauspicken. Das geht aber nicht! Wenn ich hier leben will muss ich lernen wie ein Spanier zu denken und zu leben und dabei muss ich meine deutsche Mentalität nicht vergessen. Ein gutes Beispiel, der Mann der mich gestern Nacht als er aus dem Club ging und ich nach der Arbeit auf der Straße stand um Luft zu schnappen ansprach. Ich hab schon beim Arbeiten gemerkt, dass er interessiert war. Nicht gerad unattraktiv um die 50 Jahre alt, Deutscher. Wie sich herausstellte, ein Nürnberger der seit 10 Jahren in Spanien lebt. So, der glaubte nun mich damit beindrucken zu können in dem er mir erzählte, wie Wichtig er sei und was er alles erreicht hat und wie gut er sich hier auskennt und dass er erst seit 2 Jahren Spanisch spricht, da er vorher keine Lust hatte sich auf das Niveau der Bevölkerung seines Dorfes zu begeben, denn es wäre sowieso kein intellektuelles Gespräch möglich. Na, da war er ja genau richtig bei mir. Er redete 20 Minuten nur von sich, wenn er mich mal was fragte, ließ er mich kaum ausreden, so beeindruckt war er von sich selber. Als er mich dann aber etwas fragte, was ich ihm schon beantwortet hatte, sagte ich zu ihm „He, sag mal, hörst du eigentlich zu?“ „Oh, hab ich das nicht?“ fragte mich, „das ist aber toll das du mir das sagt.“ Ich sah ihn an „Ja, und merkst du nicht, dass du nur von dir sprichst und von dem wie toll du bist?“ „Na, das hat mir auch noch niemand gesagt, danke das du das tust.“ Beindruckte mich aber auch nicht. „Würdest du mit mir trotzdem essen gehen und wir vertiefen das Gespräch?“

Meine Freundlichkeit hatte nun ein Ende, „Nein danke, ich hab ein tollen Freund mit dem ich gute Gespräche führe, wenn auch nicht in Deutsch.“

Also da begeb ich mich doch lieber auf das Niveau der Dorfbevölkerung und hab ein richtig nettes Gespräch übers Wetter, die Familie oder den Hund….

 

http://www.denia.com/3248/la-calle-marques-de-campo-se-convierte-por-unas-horas-en-una-galeria-de-arte/ 

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Mi

04

Aug

2010

schon der vierte Bericht..

 

Con la intención de dar a conocer las manifestaciones artísticas de un grupo de creadores que forman parte de la Asociación de Artistas de la Marina Alta (ADAMA), la iniciativa Art al Carrer convertirá un tramo de Marqués de Campo en sala de exposiciones por un día. Escultores, pintores y fotógrafos contarán con un espacio para mostrar sus creaciones a quienes paseen por la calle el jueves que viene, a partir de las cinco de la tarde. La iniciativa, que ha partido de la Concejalía de Cultura, se enmarca en la filosofía del programa Artístics de promocionar a los artistas locales y de llevar la cultura a la vía pública.

Ángel Ruiz, Javier Saldaña, Rosa Montoro, Fátima García, Txin,
Kikii Rose, Mercejuan, Mamalú, Jenko, Mario Cardona, Guadalupe y Jeane Feitosa son algunos de los integrantes de ADAMA. Les une “la chispa del arte y la creación”, según ha indicado Montoro, y el entusiasmo por ofrecer sus obras a todo el mundo. Saldaña ha precisado por su parte que la intención es repetir la experiencia del próximo jueves en otros municipios de la Marina Alta y la Safor con nuevas exposiciones del colectivo de artistas.

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Di

03

Aug

2010

Bericht in der Zeitung..

 

La Regidoria de Cultura, amb Juan Sancho al cap, i l´Associació d´Artistes de la Marina Alta (ADAMA) han anunciat hui la celebració de la primera edició d´"Art al carrer", amb la qual es pretén que els creadors de la comarca puguen mostrar les seues obres als ciutadans. L´esdeveniment tindrà lloc dijous que ve, 5 d´agost, en el carrer del Marqués de Campo, de 17 a 23 hores.

Com ha dit el regidor Sancho, este no és l´únic objectiu de l´esdeveniment, sinó també que "els artistes manifesten la seua creativitat en el vessant pictòric, l´escultòric i el fotogràfic i que l´art no es quede en les galeries". Sancho ha afegit que "Art al carrer" serà un reclam per als "habitants de Dénia, però també per als que visiten la ciutat".

Els artistes mostraran les seues obres (unes deu cadascun) en uns estands que estaran ubicats en el carrer del Marqués de Campo i en ells, més de deu creadors tindran la possibilitat de donar a conéixer diverses de les seues obres en estes "galeries improvisades" que el públic podrà contemplar i conéixer, que és el que es pretén amb "Art al carrer".

Juan Sancho ha estat acompanyat en la roda de premsa per diferents membres d´ADAMA que han coincidit a recalcar que es tracta d´una associació que treballa diverses tendències artístiques i la seua il·lusió és poder mostrar al públic les seues creacions. El seu objectiu és, segons Guadalupe, component de l´associació, "unir-nos per a oferir el nostre art i, una vegada cohesionats, donar a conéixer i mostrar a la gent l´art que es fa a Dénia".

El titular de Cultura ha manifestat que, des d´Artístics, "continuem donant veu a les associacions de la nostra ciutat i recolzem esta iniciativa d´"Art al carrer", ja que cal acostar les obres i manifestacions a la gent perquè sàpia la qualitat i el nivell que tenen els artistes de Dénia".

 

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Sa

31

Jul

2010

Mittelalter??

 

Bild des Anstoßes..

Tja Spanien ist ein katholisches Land, weiß ich ja, aber im Mittelalter leben wir nun wirklich nicht mehr. Stolz stellte ich das Bild als Blickfänger auf die Straße. Nachdem ich nur eine Staffelei habe, stand es einen Nachmittag vor dem Landen. Gestern 14 Tage später nahm mich ein Bekannter der auch hier in der wohnt mich im Jazzclub zur Seite und fragte mich was ich mir dabei dachte als ich das Bild ausstellte. Ich könne hier in der Fußgängerzone nicht ein Bild von mir ausstellen auf dem eine „Titte“ von mir zu sehen ist. Ich sah ihn verdutzt an. Und ich könnte auch nicht das neue Bild ausstellen, auf dem eine Frau mit Netzstrümpfen und einem Hund zu sehen ist, die sonst nichts anhat und man die „Titten“ sehen kann. Ich solle doch meine Vergangenheit nicht öffentlich verarbeiten. Es wäre besser ich malte Landschaften und das Meer. Dieses neue Bild ist ohne Vorlage gemalt und alle denken ich würde mich selber malen, nur weil ein Hund zu sehen ist und eine Frau mit dunklen glattem Haar. Und wenn, ich kann das nicht wirklich nachempfinden. Ich bin Künstlerin und wer glaubt ich kümmere mich um das was Andere sagen, der kennt mich nicht wirklich. Ein Künstler hat die Freiheit das zu malen was er will und wenn ich nackte Unterkörper malte, worauf ich gar nicht stehe, dann wäre das meine künstlerische Freiheit. Ob der Laden in der Fußgängerzone ist oder sonst wo. Vor allem sage einer Kikii nie sie darf etwas nicht tun, mein nächstes Bild wird sicher ein klein wenig nackter. So und nun geh ich erst mal mit Jon ans Meer und halte Siesta…

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Fr

30

Jul

2010

Pressetermine..

 

Pressetermine…

Um 10.30h kam die Journalistin der Costa Blanca Nachrichten für das Interview. Nach einer halben Stunde musste ich lossausen um rechtzeitig im Rathaus zu sein. Dort fand ein Interview mit der Künstlergruppe Adama statt. Doch das dies so hoch offiziell wusste ich vorher nicht. Gut das ich ein wenig gestylt war in eines der schönen KikiiRose SeidenkleiderJ

Da saßen 9 Presseleute an einem großen Tisch, auf dem Tisch Kameras und Aufnahmegeräte. Wir saßen wie die Stars in der Front an einem großen Extratisch und hatten 6 Mikrofone vor uns stehen. Es war das Radio anwesend, 2 Fernsehsender und die Presse. Hatte schon was, kann ich Euch sagen.

Nach dem Termin ging ich zurück zu der Reporterin der CBN und saß mit ihr noch bis um 14 Uhr am Interview. Gelungener Vormittag!

Ach übrigens: Die Ikea ist wie überall gleich und wir haben gerade knapp 2 Stunden gebraucht für die 170 Km. Hab also die Wette gewonnen, smile…

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Do

29

Jul

2010

Wir fahren zu IKEA…

neues Bild

 

Na da bin ich ja mal gespannt. Mein Boss brauch Gläser für den Club und was weiß ich nicht so alles. Ikea ist hier 144km entfernt in Murica, doch mein Boss denkt wir brauche 4 Stunden dorthin. Na Ja, selbst bei einer Geschwindigkeit von 120 km wird es wohl weitaus weniger. Ich musste auf jeden Fall arg schmunzeln. Ich hab grad mal dreieinhalb Stunden geschlafen, denn ich war in der Nacht arbeitent und um 3.30h aus dem Club. Es war eine so super Stimmung und ich hab einfach irre viel Spaß an dem Job. Nun kenne ich schon einige Stammgäste, weiß was sie gerne trinken, plaudere ein wenig mit ihnen. Chris unseren Barmann verstehe ich weniger als die Spanier hier. Er kommt aus, ich weiß nicht wo England, und spricht ein Englisch als hätte er einen Kaugummi am Kiefer hängen. Ich spreche wirklich viel Englisch hier, aber das ist nicht zu verstehen. Jon fragte mich gestern am Strand, als ich mein Spanisch-Grammatik Buch aus der Tasche zog, wann ich Englisch lerne. „Wenn ich perfekt Spanisch spreche“ Ich red hier eh schon mehr Englisch als Spanisch. Er wird wohl mit meinem schlechten Englisch noch eine Weile leben müssen, doch bis jetzt hat er noch alles verstanden..

Morgen hab ich meinen ersten Pressetermin, oder besser gleich zwei. Den Ersten um 10h mit der Costa Blanca News, die ein Interview mit mir machen wollen und den zweiten um 11h mit der Künstlergruppe wegen der Ausstellung am 5. August in der Calle Marqués de Campo. Unglaublich was in den ersten 4 Wochen alles passiert ist.

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Mo

26

Jul

2010

Dumme Menschen...

 

Da gibt es doch wirklich eine Person, die mir hier in meinem Blog eine derartig blöde Bemerkung schrieb, dass ich mir immer mehr klar werde, wie oberflächlich doch Menschen sein können und wie weit ich mich von dem entfernt habe. Dachte Dieser, Ian, der Gitarrist wäre Jon und mokierte sich über dessen Optik, ziemlich einfältig. Und selbst wenn Ian, Jon wäre, wäre das ganz allein meine Sache über die Optik eines Menschen zu entscheiden. Wenn ihr Ian reden hörtet, mit was für einer Ausstrahlung er Gitarre spielt, dieses Charisma, das ist das was Menschen schön macht. Deswegen hat er auch eine wunderschöne und liebenswerte Frau an seiner Seite. Jon selber ist sich unsicher, was ich von ihm will, doch ich sehe ihn an und bin fasziniert von ihm. Wenn er Piano spielt, lacht oder mit mir über die wichtigen Dinge im Leben spricht. Ja, manche Menschen brauchen einfach noch ein paar Leben um zu kapieren um was es wirklich geht und was Glück bedeuten kann. Doch wer nur nach der Optik geht wird nie wissen was Schönheit sein kann und hat selber noch nichts im Leben gelernt.

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So

25

Jul

2010

Männer...

Sombra

Männer

Das im Jazzclub eine Klimaanlage angebracht wäre ist nun auch dem Boss klar und am Mittwoch kommt das Ding um den Club endlich in einen Kühlschrank zu verwandeln. Viele Gäste gehen gleich wieder, weil du es nicht aushältst. Dann kam gestern noch dazu, dass Jon an diesem Samstag keine Lifemusiker buchen konnte und sich notgedrungen einen DJ buchte. Er hatte schon bessere Launen, doch ich kenne das ja nun schon. Nach dem ich keine Lust auf das hatte, bin ich nach einer Stunde wieder verschwunden. Ich war eh so müde, da wir in der Nacht erst um 5 h ins Bett sind. Heute hat er sich dann auch nicht gemeldet. Soll er sich doch ausmoggeln. Er wird wieder grübeln ob das alles so richtig ist mit uns. Aber ich lass ihn dann einfach in Ruhe. Melde mich nicht und geh auch nicht in den Club. Irgendwann steht er dann wieder vor der Tür. Wenn nicht werd ich´s auch überleben. Ich bin so froh, dass mein Glück nicht mehr von einem Mann abhängt. Mein Glück ist das Leben hier und ich bin hier nicht allein. Heute Abend saßen zwei Freunde mit mir in dem Laden. Er ist Deutscher und sein Lebensgefährte Spanier. Wir haben einen Wein getrunken, gemalt, Musik gehört. Schön. Um 23h bin ich mit den Hunden ans Meer. Die Beiden liegen den ganzen Tag platt in der Wohnung und so ab 22h wird es hier erträglicher. Was für ein Spaß wenn die kleine Hündin sich am Meer austobt. Sie rennt wie angestochen durch das Wasser und Chiara ihr hinterher. Ein Genuss dem Schauspiel zuzusehen. Bin dann am Club vorbeigekommen als ich nach Hause lief. Hab Jon durch die Tür gesehen. Es war noch nichts los, viel zu früh, doch ich bin nicht stehengeblieben.

Jetzt ist es 0.00h und ich sitze an meinem Balkon und sehe dem Treiben unter mir zu. Ich bin müde. Ich schlafe sehr schlecht hier in der Wohnung. Es ist so heiß in der Nacht…

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Fr

23

Jul

2010

Wolke 7

Jon(LInks) Leila und Ian (Rechts)

Also jetzt wird hier schon gemotzt, wenn ich meinen Blog nicht regelmäßig schreibe. Na das sollte mir doch zu denken geben. Ich war allerdings selber erstaunt, dass ich ihn 4 Tage vernachlässigt habe. Doch ich schwebe hier im Moment auf Wolke 7 und bin ein wenig abgelenkt. Jon und ich haben uns nun doch endlich mal eingestanden ganz schön verliebt zu sein. Ich weiß das ja schon lange, doch Jon wollte sich das einfach nicht eingestehen, dabei hab ich es doch lange in seinen Augen gesehen, doch nun ist es raus und es fühlt sich einfach nur gut an. Wir haben so viel Spaß. Sein schottischer Humor ist einfach zu herrlich. Entweder er steht unten am Balkon und hält ein Ständchen für mich und freut sich das ich vor Lachen mich krümmen muss, da er irgend einen Quatsch singt, der ihm grad so einfällt. Ist ihm auch total egal, dass die Straße grad voll ist. Vorgestern saßen wir in der Bar gegenüber meines Ladens und ich steckte ihm die Ohrenstöpsel meines IPODs in die Ohren, da ich ihm ein Lied anhören lassen wollte. Da saß er nun und lauschte der Musik und ich fragte ihn was, als er das schreien begann „Hey baby, ich kann dich nicht verstehen, ich hab die Ohrenstöpsel drin, was sagst du?“ Alles drehte sich um weil er doch sehr laut war. Ich bin fast vom Stuhl gefallen vor Lachen, denn er verzog keine Miene dabei. He, der Mann ist 56 ok! Aber ein herrlicher Kindskopf. Und dann sieht er mich wieder ganz ernst an, nimmt mich in den Arm und sagt „You are a so nice woman, i am glad to meet you.“ Ja, ich bin schon ganz schön glücklich. Donnerstag ist Karaoke im Club und sein freier Tag, so hab ich den Tag auch zu meinem freien gemacht. Er hat mich nach Javea gefahren um in einer Bucht zu Picknicken. Ich hab Meeresfrüchtesalat gemacht, Obstsalat und Kuchen gebacken, Wein und Wasser. Das Meer in der Bucht ist kristallklar. Man kann von den Klippen springen und weit hinaussehen. Am Abend als die Sonne weg ging sind wir bei einem seiner Freunde vorbeigefahren. Ian Bairnson der ehemalige Gitarrist von Alan Parsons Project. Eine Legende. Wow und ich durfte ihn sogar spielen hören. Was für ein Erlebnis. Jeden Tag lerne ich hier neu Künstler kennen. Sei es Musiker durch Jon oder durch meinen Laden oder den Club. Nun bin ich hier zu Künstlergruppe hier in Denia gestoßen und sie haben mich zu sich genommen. Ich hab nun die erste Ausstellung hier in der Hauptstraße am 5. August. Unglaublich wie schnell das alles geht. Nun hoffe ich auch endlich mal ein Bild zu verkaufen.

Grad an meinem Angsttag ist das passiert, so als will mir jemand sagen „schau mal, das ist dein Weg, geh ihn weiter und hab keine Angst.“ Nein, ich will keine Angst mehr haben! Mein Glück ist so unbeschreiblich….

Wundervoller Tag

  

Was für ein schöner Tag..

Am Vormittag war ich im Laden um zu malen und Nachmittag mit Jon verabredet. Ein Freund von ihm hat ihn eingeladen. Ich war doch ein wenig überrascht, als Jon fragte, ob ich mit ihm dorthin gehen möchte. Jon sollte vor einiger Zeit auf den Goldfisch von seinem Freund Phil achtgeben als dieser im Urlaub war, doch der Fisch verstarb am zweiten Tag. Ich sah das schon voraus, denn diese armen Kreatur schnappte unentwegt nach Luft, so dass ich schon mit dem Trinkhalm nachhalf. Nun musste er das leere Glas zurückbringen. Ich malte also einen kleines Porträt von dem Goldfisch und stellte es in das Glas. Das kam gut! Phil hat in Denia auch ein Lokal und dort kann ich nun auch ausstellen. Das Barbecue im Garten war großartig. Als wir hereinkamen lagen da ca. 9 Gitarrenbags rum. Im Garten saßen die Musiker und machten Musik. Jon erzählte es seinen Freunde von Phil, die aus London und Texas hier sind um ein Konzert zu geben. Nun saßen sie hier und machten die tollste Musik. Was für ein tolles Erlebnis. Am Frühen Abend waren wir dann mit Chiara am Meer, die mal wieder Meerwasser säuft und darauf kotzt. Blöder Hund. Noch kurz auf das Konzert und die Jungs hören, dann erst mal nach Hause. Jon geht in den Club, ich brauch ne Dusche. Auf der Straße spricht mich der Nachbar an, der auch einen Laden hier hat und der Ladenbesitzer gegenüber, der seit 3 Tagen geöffnet hat und auch Künstler ist, ob ich nicht mit ihnen ein Bier trinken möchte. Klar doch. Ich sause nach Hause, dusche, umziehen zurück. Marco spielt Violine und hatte auch noch einen Gig im DeLola. Ob ich nicht Lust hätte mitzugehen? Das war schon auch ein Ohrenschmaus. Bossa-Nova und dazu Violine. Großartig. Der Typ fing an zu flirten und so ging ich nach einer Stunde wieder in den Jazzclub, sah auf die Bühne, sah Jon und dachte > das fühlt sich gut an<

Heute Morgen bin ich nach dem Aufstehen in den Laden zum arbeiten, aber heute hab ich ein Tief. Ich hab heute einen Angsttag, dass ich es vielleicht doch nicht schaffen kann. Seit ich nur noch den einen Tag im Club habe fahr ich Sparflamme, der Kühlschrank ist fast leer und auf Leckereinen wird verzichtet. Aber irgendwie wird es schon weitergehen. Es wird schon irgendwas passieren. Nur Geduld, Kikii.

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Sa

17

Jul

2010

Fast fertig..

Fast fertig..

Heute stand ich bei 38 Grad in der Sonne an meinem Laden und habe die Fassade gestrichen, das Schweinchenrosa hat mir nicht wirklich gefallen. Also entschied ich mich für ein dunkles und ein helles Grau. Es fehlt nur noch das Schild.

Um 16h hat mir dann der Kellner von nebenan ein eiskaltes Bier hingestellt und mich kopfschüttelnd angesehen „Mucho Calor!“ Das was die Spanier laufend sagen, so ungefähr wie “Hallo“ und heißt, Dio Mio ist das heiß heute! Na wir Deutschen halten da doch schon mal was aus, was?! Nach dem ich nun mein Leben lang gefroren hab ist mir das so schnuppe. Jetzt klemme ich mir Küchentücher ins Dekolleté und Sergio lacht sich fast tot, vor allem wenn sie irgend ein Küchendesign haben das durchschein. Mir egal, ich schwitze.

So stand ich nun bis um 18h und hab das fertig gemacht. Hatte nun wirklich keine Lust noch mal anzufangen. Jetzt bin ich fertig, fix und fertig aber happy. Sitze im Laden, trinke ein Jazzygirl (Sanbitter mit Cava) eine Erfindung von mir, denn die Spanier kennen weder einen Aperol, Ramazotti oder sonstiges was wir Zuhause so wegschlabbern. Am Mittwoch mache ich im Jazzclub einen Ramazotti Abend und werde den Jazzygirl vorstellen. Mal sehn obs klappt, aber Jon ist für so was ja offen.

Aber heute Abend werde ich nicht malen, mein Part mit Farbe war für heute reichlich. Ich werde an meinem neuen Buch schreiben. Nicht „Nautghy Girl“ Das hab ich bei Seite gelegt. Nein, Ich schreibe nun an einem Roman. „Mia-Lotta und das Leben an der Costa Blanca“ Nachdem es äußerst schwierig ist eine Biografie zu veröffentlichen, selbst wenn man Pseudonyme verwendet, hat mich mein Anwalt erst mal eingebremst das Erste, das ja nun fertig ist, so zu veröffentlichen. Also muss ich es umschreiben, dazu hab ich aber grad wenig Lust. Also schreib ich mal ein Neues. Mia, ist eine Frau die von Deutschland an die Costa Blanca auswandert und beschreibt ihre Gründe, Hindernisse, Erfolge aber vor allen alles was sie durchstehen musste um hier Fuß zu fassen, was doch recht Hilfreich sein kann. Ich werde alle Adressen weitergeben, Bars, Ämter, Adressen die Mia geholfen haben. Doch vor allem wird das ganze natürlich ein Roman, witzig, zynisch, traurig. Das Mia etwas mit mir gemeinsam hat ist reiner Zufall ;-)

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Fr

16

Jul

2010

La Vida Loca…

 so feiert Spanien die WM

 

Vorgestern bin ich noch fast gestorben(so hat es sich wenigstens angefühlt) und heute sitze ich schon wieder lächelnd in meinem Laden. Das erste Mal in der Nacht. Es ist fast 23 Uhr und die Menschen sitzen auf meiner Straße und essen. Menschen kommen in meinen Laden, bewundern die Bilder. Ich spreche Spanisch, Englisch, Deutsch, es ist einfach nur wundervoll. Ich gehöre nun in diese Straße. Ein Kellner von gegenüber grüßt und fragt ob ich etwas trinken möchte. Jeden Tag haben sie gefragt, ob es mir denn endlich besser geht. Richtig erleichter kamen sie mir vor, als ich gestern von meiner Besserung berichtete. Jon hatte gestern seinen freien Tag und nach dem wir ja eine „Jueves Affair“ haben, dass so viel heißt, dass wir seinen freien Tag immer gemeinsam verbringen, waren wir erst mit Chiara am Meer, dort wo die Steine sind, nicht der Sand und das Wasser so klar. Am Abend hatten wir gemeinsam gekocht. Das erste Mal. Es ist so lange her, das ich das tat und ich finde das so romantisch, gemeinsam kochen, einen guten Wein und viel und lange zu genießen. Wir haben uns Gambas gekauft und Polio, das sind die Krakenarme, Dorade, die wir gar nicht mehr schafften und einen Ananas. Ach was für ein herrliches Festessen. Doch der schönste Moment ist dann doch, wenn wir gemeinsam am Piano sitzen, er für mich spielt und ich dazu singe, was gestern natürlich nicht möglich war, da ich immer noch huste und keine Stimme habe. Ich hab den Schotten echt gern. Manchmal sehe ich ihn an und frage mich was es wohl ist, was ich so anziehend finde. Aber wenn er mich dann mit seine Augen ansieht, mit diesem Dackelblick der so schelmisch schauen kann und mich küsst, wie es nicht liebevoller sein kann, dann weiß ich warum ich ihn so mag. Und trotzdem, ich lass es nicht so weit kommen, dass er mich verletzten kann, das brauche ich grad gar nicht. Deshalb treffe ich mich mit meinem Fischer, flirte mit meinem Mitbewohner Sergio der ein großartiger Koch und Salsatänzer ist und mich seit heute immer küssen will, ach wie herrlich dieses Kinderschauspiel was wir Beide da abziehen. Nein, ich kann mich jetzt nicht verletzen lassen, ich brauche dieses wundervolle Gefühl des Glücks, das ich gerade habe noch sehr lange. So lange bis alle Wunden verheilt sind, so lange bis ich hier meiner Existenz sicher bin und ich mir keine Sorgen um meinen Unterhalt mehr machen muss. Jon lässt mich nun auch nicht mehr am Wochenende arbeiten. „Du bist nicht stark genug. Der Wechsel von Deutschland nach hier, das Klima, der Schlafmangel, der mentale Stress, der Rauch am Wochenende und die Ventilatoren im Club das war das was dich umgehaun hat. Du arbeitest den Mittwoch wenn Jazzabend ist und sonst malst du und verkaufst Bilder im Club oder in deinem Laden. Jetzt ist Saison, jetzt musst du im Laden sein.“ Ja, ich vergesse manchmal, dass der Kindskopf doch 11 Jahre älter ist als ich und hier schon 4 Jahre lebt und mit dem Wechsel lange die gleichen Probleme hatte. Tja, nur hab ich jetzt grad mal ein Einkommen von 30 € in der Woche. Wow! Was soll da schon schiefgehen? Erst war ich enttäuscht, doch eigentlich hat er recht. Ich bin nicht hier um Nachts die Gläser durch die Gegend zu tragen und krank zu sein. Ich bin hier um meinen Traum zu leben, zu malen und Künstler zu sein!!! Und Der Herr über mir, hat alles gegeben damit ich mich hier schnell einlebe. Das ich meine unendliche Fröhlichkeit widerfinde und Menschen treffe die so wundervoll sind wie ich es nie zuvor erfahren hatte, das Meer meine Freundin, mein gesunder alter Hund, mein Laden nach drei Tagen, meine Agentur die alles arrangiert, Jon, meine WG, Luis mein Fischer, Nachbarn, zwei neue Sprachen die ich spreche, meine Familie zu der ich wieder gefunden habe und einfach verdammt glücklich zu sein. Und daran hab ich gedacht und weiß das es einen Grund hat nicht mehr so viel im Club zu arbeiten. Nein, ich muss in meinem Alter nicht mehr Nachts so hart arbeiten, da hat er recht, der Herr da Oben. Und somit werde ich die Lösung erwarten….

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Do

15

Jul

2010

hab nun endlich Internetanschluss..

  

So, nun lieg ich mal wieder im Bett, aber nicht weil ich müde bin sondern krank. Halsschmerzen vom Schlimmsten. Es ist ja auch wirklich kein Wunder bei den Temperaturen. Es sind in unserer Wohnung gut 35 Grad und mehr. Das Wasser läuft einem nur so runter und kaum kommst du irgendwo rein denkt man, man geht in einen Kühlschrank. Die spinnen die Spanier, anstatt sie sich freuen dass es so warm ist. Meine Jungs lachen sich schepps, weil ich auch noch mit meinem Kaschmirschal am Hals rumrenne und heißen Tee trinke. Ja, Kikii hat einen Knall, weiß doch Jeder. Das ich trotz Halsschmerzen gearbeitet hab hat mir wohl den Rest gegeben. Wen wundert es, bei uns im Club fliegt man ja weg von den Ventilatoren. Jetzt hat gestern auch noch Spanien gespielt und gewonnen. Die Party war perfekt. Mein neuer Rhythmus und der Lärm ließen mich nicht schlafen so bin ich um 2 Uhr noch mit den Jungs um die Häuser und im Club gelandet. Na das war eine Überraschung. Mein Jon war ganz anhänglich. Ich hab ihn ja schon sehr gern. Er ist derjenige, der keine Beziehung möchte, aber sagt, dass wir ja doch irgendwie eine haben, weil wir Beide uns regelmäßig treffen, essen gehen, am Strand liegen oder zusammen arbeiten. Wir haben einen Deal gemacht: Sollte sich einer von uns Beiden für eine oder einen Anderen interessieren, es auszusprechen bevor es alle Anderen im Dorf wissen. Ich hab ihm gesagt, solange wir nur „Amigos“ sind (Das ist der Partner mit dem man Spaß hat aber keinen Stress und Verpflichtungen) und keine“ Novios“ Das ist der Lebensgefährte, werde ich meinen Blick auch auf andere Männer richten, da ich nicht auf Dauer alleine sein will. Das hat ihn zum Nachdenken gebracht, denn er sieht genau auf mich, wer im Club mit mir flirtet. Blödes Spiel, aber funktioniert nach wie vor. Somit rufe ich ihn selten an, außer ich hab ne Frage zum Club und der Arbeit und seit dem steh oft unerwartet vor der Tür um mit mir zum Stand oder zum Essen zu gehen. Das freut mich ungemein, er ist zwar 11 Jahre älter als ich und er sagt „was willst du von mir, ich bin noch nicht mal schön, du kannst hier Jeden haben“, doch hat er etwas, das ich mag. Wundervolle Augen, Tiefsinn, er ist Künstler wie ich und seine Küsse sind die süßesten von Allen. Seit ich meine Einstellung geändert habe und loslasse, küsst er mich auch wieder im Club vor den Gästen. So ungefähr wie „He Jungs, das ist meine. Flirten könnt ihr aber küssen tu ich sie.“ Ein herrliches Schauspiel, das ich gerne zulasse. Aber gestern war er doch anders. „Ich hab dich heute den ganzen Tag vermisst“ und dabei sieht er mich mit seinem Dackelblick an, dem ich nie widerstehen kann. „Das ist schön, dass du das sagst“ und küsse ihn kurz. „Hm, und ich hasse mich dafür“ seine Antwort. Männer!!! Normalerweise würde ich nach dieser Szene wundervoll schlafen, doch die Halsschmerzen waren zu schlimm. Um 7h hab ich das letzte Mal auf die Uhr gesehen. Als ich dann um 12h ins Bad wollte und das Licht nicht ging war mir klar, der Strom ist weg. Die Jungs hatten vergessen die Rechnung zu bezahlen. Klasse, wenigstens reichte das Gas noch für einen Kaffee, den das war dann auch leer. Ich nahm’s mit einem Lächeln. Meine Mitbewohner sind sofort losgeschossen um das zu regeln. Nachdem der Kühlschrank auch flöten ist war es eh wurscht. Das einzige was mich an diesem Morgen wirklich aufregte war die extrem laute Musik der Nachbar. Ein rumänische Familie. Grauenvolle Musik. Ich hätte sie so gerne mit Simply Red übertönt, aber ohne Strom? Eine Stunde ging das bis mir die Ohren abgefallen sind. Am Abend war dann alles wieder Ok und Sergio kochte uns ein gigantisches chilenisches Essen mit Huhn und Muscheln. Das Beste was ich hier bis jetzt gegessen habe. Ich hätte so viel Lust in meinem Laden zu arbeiten, doch ich bin einfach richtig krank. Gut, aber nun bleib ich im Bett, den am Mittwoch muss ich wieder im Club arbeiten…

 

Der nächste Tag..

Die Nacht war der Horror. Ich hab vor Schmerzen nicht geschlafen. Zusätzlich hab ich noch einen Ausschlag am Hals der furchtbar juckt. Selber schuld wenn man dauernd ein Halstuch trägt bei 40 Grad. Jon hatte mir noch in der Nacht homöopathische Medizin gebracht, doch es half nichts. Um 7 Uhr rufe ich Luis an, ob er einen Arzt weiß. Er kommt sofort und fährt mich in die Klink, die ist gleich um die Ecke von mir. Er besteht darauf zu warten, obwohl er gerade mit dem Schiff für ein paar Tage fischen gehen muss. An der Rezeption stellt er mich als seine „Pareja“ vor, dass so viel wie seine Lebensgefährtin heißt, was mir ein wenig aufstößt, aber ich bin so froh, dass er das mit mir macht. Ich muss drei Tage Antibiotikum nehmen und ins Bett. Kein Problem, so wie ich mich fühle ist eh an nichts anderes zu denken.

 

2Tage später..

Ich dachte zeitweise ich sterbe. Also ich kann mich nicht erinnern so krank gewesen zu sein. Aber nun hab ich das Schlimmste überwunden und… ich hab endlich einen Internetzugang im Laden und muss nicht laufend ins Cafe rennen. Somit kann ich mich wieder mehr um meinen Blog kümmer und um alle anderen Dinge. Jetzt muss ich erst mal noch ein Problem lösen: Der Provider hier hat einfach nach Anfrage einer eventuellen Kündigung meiner Fingerfertig-Immerschön Seite ohne Bestätigung von mir die Seite gelöscht und meine Emailadresse und die Seite sofort weitergegeben. Unglaublich!

Bis zur Klärung hab ich einen neue Emailadresse: KPilipp@gmail.com..

 

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So

11

Jul

2010

Heiß, heiß, heiß..

  

Da gab es doch wirklich einen kleinen Moment in dem ich am zweifeln war, nach dem ich mich mit einem Steuerberater getroffen habe um die Geschäftseröffnung zu besprechen. Also, das das so schwierig ist, hätte ich nicht gedacht. Und jeder hält erst mal die Hand auf. Mein Laden war vorher ein Internet/Telefon Laden. So und nur weil ich nun nicht das Gleiche mache braucheich eine neue Lizenz. Schlappe 1000€ kostet das mal. So und dann hab ich gleich wieder das Problem mit der Krankenversicherung, denn hier MUSS ich in das soziale Netzwerk eintreten und bin dann Renten und Krankenversichert, aber halt nur normal, nix mit schnell mal zum Spezialisten gehen, oder so. Das stinkt mir am meisten. Also muss ich nun doch in Deutschland kündigen und hier noch eine Zusatzversicherung anlegen. Auf vier Ämter muss ich rennen, das eine Amt braucht das eine Papier und das andere Amt das Nächste und so weiter. Es kann sich also nur um Jahre handeln bis ich da fertig bin. Puh, in Deutschland ist da schon einfacher. So jetzt hab ich das Gespräch auch noch in Englisch geführt und war mir nicht sicher ob ich alles richtig verstanden habe, doch meine kleine Familie die hier ja schon ne Weile lebt, hat sofort ein anders Büro für mich. Also ab zum nächsten äußerst sympathischen Büro. Spanisch aber perfekt Deutsch redend. Super! Diesen Service hätte ich nicht erwartet. Für einen geringen Aufschlag machen die mir alles. Jeden Behördengang, Lizenz und und. Schon in der nächsten Stunde war ich mit dem Herren beim Ingenieur, der den Laden abnehmen muss . Perfekt. Der Moment des Zweifelns war so schnell verflogen wie er gekommen ist. Meine Probleme lösen sich alle in Luft auf. Wahnsinn. Jetzt muss nur mein Geld reichen. Also renne ich weiter mit meinem Dauergrinsen durch die Gegend.

Gestern war ich mit meinem Jon wieder am Meer. Es ist einfache herrlich. Es ist so unglaublich heiß hier, dass ich schwitze wie in der Sauna und ich schwitze doch nie! (In Deutschland) Alle jammern, ich glaub bei mir dauert es auch nicht mehr lang, grins. Abends um 22h sind wir zum Essen. Ja, ich um 22h, wo ich sonst um 18h das letzte Mal esse. Ha, dafür schlafe ich nun auch bis um 11h und frühstücke gar nicht mehr sondern esse zu Mittag um 14h. Anderer Rhythmus halt, gell. Das wird ganz schön hart, wenn der Laden auf ist und ich Nachts noch arbeiten muss. Tja, mit dem Lotterdeutschleben ist nun Schluss.

Heute stand ich im Laden um ein neues Regal aufzubauen. Es dauerte keine 15 Minuten stand schon mein Mitbewohner grinsend in der Tür und half mir. Die Menschen gehen neugierig vorbei und fragen was ich hier machen möchte. Die Bilder stehen noch am Boden und jeder wünscht dir Glück. Ach ist das herzlich alles hier. So aber nun muss ich noch ne halbe Stunde schlafen denn um 24.30h beginnt meine Arbeit im Jazzclub….

 

Der Tag danach..

Das Wochenende im Club zu arbeiten ist wirklich hart. 24.30h bis 3.30h und ich geh mit 29€ heim.

Prima, wenn man bedenkt das mein Stundenlohn in Deutschland oft 100€ oder mehr betrug. Die Musik ist life und laut. Rauch, Hitze und die verdammten Ventilatoren überall. Ich merke schon beim Arbeiten wie ein Anflug von Halsschmerzen immer schlimmer wird. Die Nacht gibt mir den Rest. Ich hab kaum geschlafen und wache vom Lärm früh auf. Meine Augen muss ich suchen und Stimme nicht mehr vorhanden. Also wie lange ich das körperlich durchhalte weiß ich nicht. Aber ich brauch das Geld um nicht nur von meinen Reserven zu leben, das eh für Behörden und Miete draufgehen werden. In solchen Momenten packt mich die Angst und ich frage mich ob das alles richtig ist. Doch dann denke ich an den Herren da oben, der mich echt hierher geprügelt hat und mir die Probleme alle in kürzester Zeit vom Hals hält. Ich bin echt gespannt was er für mich noch vorgesehen hat. Heute Abend muss ich wieder arbeiten und egal wie ich mich fühle, da muss ich durch….

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Sa

10

Jul

2010

So

04

Jul

2010

Trallala und dideldum..

 

Unbeschreiblich..

Nun sitze ich in meiner Straße, gerade ging hier die Post ab, mit Musik und Trara.. Es ist einfach nur herrlich. Über mir mein Balkon und gegenüber mein neuer Laden. Ja, ich hab mir einen Laden gemietet und werde ein Atelier eröffnen und das tun, was ich immer schon machen wollte. Am Meer als Künstler arbeiten. Mein großer Traum ist nun endlich Wirklichkeit geworden. Ich kann es kaum glauben und zwicke mich ständig selber. Das Glück das ich empfinde ist unbeschreiblich. Nicht nur, dass ich jetzt meinen Traum verwirklicht, nein, ich habe auch eine kleine Familie geschenkt bekommen. Ich wohne in meiner WG mit zwei Jungs, einer Katze und zwei Hunden. Es ist immer jemand zuhause, wir helfen uns alle gegenseitig und die Harmonie ist nicht normal. Gestern stand Sergio in der Küche mit Ingo und sie haben gekocht. Währenddessen habe ich die Hemden der Jungs gebügelt. Mir standen die Tränen in den Augen, echt. Ich kenne das nicht. Immer war ich allein, selbst wenn ich in einer festen Beziehung war. Ich musste immer alles alleine managen, niemand hat mir je was abgenommen und nun ist immer jemand da. Ich muss keine Regale mehr zusammenschrauben, das wird nun für mich gemacht, dafür schrubbe ich halt mal die Wohnung, oder bügle. Der Laden wird nun von Sergio und einem Freund renoviert, für einen guten Preis. Seit 10h sind sie schon am arbeiten. Ich denke ich hab schon genug in der Hinsicht geschuftet.

Das Bild von Miles Davis hängt jetzt im Jazzclub direkt über der Bühne. Auf einer schwarzen Wand und man sieht nur noch die Konturen und Schattierungen des Gesichtes. Einen besseren Platz dafür gibt es nicht. Jeder ist beeindruckt. Das tut so gut.

Das Leben ist so anders wie es keiner in Deutschland verstehen wird. Ich muss hier viel lernen, eigentlich alles. Der Rhythmus ist es an dem ich als brave Deutsche zu knabbern habe. Aufstehen um 7.30h ist nicht, wenn man erst um 3 h ins Bett geht. Sei es weil ich im Club gearbeitet habe oder wie gestern Abend mit Sergio Salsa tanzte. Um 0.30h war im Club noch nichts los und innerhalb von einer halben Stunde das Lokal brechend voll. Lifemusik und Salsa, eine gigantischen Lehrer und dessen Freunde. Jeder will tanzen, egal ob man das kann oder nicht, dann wird einem das gezeigt und keiner schämt sich. Wenn man dann so gegen 10h einigermaßen ausgeschlafen ist oder besser vom Lärm der Straße geweckt wird, dann wird gefrühstückt und beginnt ganz langsam den Tag. Wenn der Laden fertig ist werde ich um 11h anfangen und um 13h schließen. In dieser Zeit sitzen die Menschen auf der Straße und essen. Ab 13h geht nichts mehr, viel zu heiß. Man schläft. Ich auch. So ab 16h geht ich dann mit Jon an den Strand. Und ab 19h werde ich den Laden wieder öffnen und bis 23h arbeiten. Doch dann ist der Tag noch nicht vorbei, jetzt geht erst los. Heim, duschen, umziehen und um 24h geht’s zum Tanzen oder für mich 3 mal die Woche in den Club arbeiten. Das ist alles so neu für mich aber ich werde es lernen. Sehr schnell.

Denia ist wirklich ein Dorf. Nicht anders als Coburg. Jeder kennt jeden nur mit dem Unterschied, dass die Herzlichkeit hier viel größer ist. In der Straße in der ich lebe ist das nicht anders. Mich kenntman nun auch und weiß das ich mit den Jungs wohne. Seit gestern wissen auc alle in der Straße, dass ich einen Laden habe und seit Miles Davis im Club, dass ich Künstlerin bin. Jeder grüßt hier, jeder spricht mit jedem, alle sitzen auf der Straße, auch die Besitzer der Geschäfte sitzen gegenüber im Cafe. Die nächsten 7 Tage ist hier Fiesta. Das Fest an dem die Jungs sich von den Stieren durch die Straße jagen lassen und am Ende in den Hafen springen. Ein Konzert jeden Tag. Die besten spanischen Musiker. Da freu ich mich drauf. Nein, ich kann mein Glück kaum fassen und renne hier nur mit einem Dauergrinsen durch die Gegend, das ist wiederrum so anziehend, das die Jungs in der Reihe stehn. Aber auch das hab ich nun mal verdient! Nur komisch, es interessiert mich im Moment nicht im Geringsten J

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Fr

02

Jul

2010

Hatte gestern mal wieder Probleme mit dem Server..

Blick aus meinem Fenster

So, nun wird das hier mal ein wenig ausführlicher. Ausgeschlafen bin ich zwar gar nicht, aber heute spielt Spanien gegen Portugal und es ist die Hölle los vor meinem Fenster. Chiara hat sich schon verdrückt, da die Spanier ja immer knallen wenn sie ein Tor schießen, gut gelaunt sind oder Feiertag ist. Nachdem es gerade getobt hat im Lokal gegenüber, nebenan und unter mir, denke ich sie haben ein Tor geschossen. Ja, so wohne ich gerade. Inmitten einer der wenigen Straßen hier, in denen so richtig die Post abgeht. Calle Loreto. Hier ist eine Tapasbar neben der Anderen und die Menschen sitzen auf der Straße. Engländer, Spanier, Deutsche und und.. Es ist ein herrliches Gefühl, dort leben zu dürfen wo andere Urlaub machen. Heute Mittag hab ich aus Verzweiflung noch den Putzteufel bekommen und war ein wenig traurig. Doch genau in diesem Moment rief mein lieber Pianist und jetziger Chef an um mich mit an den Strand zu nehmen. Er zeiget mir einen wunderschönen Abschnitt in Las Rotas, hatte 2 Stühle dabei, die man in Wasser stellt und so saßen wir ein wenig romantisch verträumt im Meer und sahen den Schiffen zu. „Weißt du“ sagte ich zu ihm „mein Leben lang habe ich davon geträumt am Meer zu leben und die Sonne spüren zu dürfen, nun sitze ich hier und lebe hier.“ „Yes Darling“ und dabei nahm er mich in den Arm „du hast dir diesen Traum erfüllt, so wie ich, denn auch ich wollte immer am Meer leben und kann dich so gut verstehen.“

Ich hab ihn mir erfüllt, alleine. Ohne Hilfe. Ohne Unterstützung oder finanzielle Mittel anderer. Ich bin so sehr stolz auf mich! Auch wenn ich vielleicht noch nicht in der Wohnsituation bin die ich gerne hätte, hab ich es doch geschafft hier zu leben und abgesehen davon, dass es in dieser Straße sehr laut ist, ist auch so nett mit 2 Jungs zu wohnen. Ich glaube sie genießen es ein wenig das jetzt wieder ein Mädel hier ist, die ein wenig nach dem Rechten sieht und ihnen Knöpfe annäht. Dafür lerne ich von Sergio Salsa tanzen, Chiara hat eine entzückende Freundin, ein kleines Kampfhundemischlingsmädchen die so liebenswert ist und sich immerzu freut. Im Moment ist es so heiß dass ich mit den Hunden vor 20h nicht vor die Tür kann, aber hier in der Wohnung ist Steinboden und die Mäuse liegen darauf um sich abzukühlen. Mein Pianist sagt, in 14 Tagen wird es hier unerträglich heiß sein und wenn wir dann aus dem Club gehen um 3h morgens, dann erst einmal ans Meer. Schon schön, was? 25 Jahre war ich in einem Hamsterrad und schon da hatte ich das große Glück nie das Gefühl zu haben, arbeiten zu müssen, da ich all das mit dem ich meinen Lebensunterhalt verdiente mit Freude und Leidenschaft tat. Doch nun darf ich wie ein Künstler leben. Mein Job ist nun malen, schreiben, denken. Ja, unglaublich, doch jeden Satz den ich denke ist nun Arbeit, jede Idee die ich habe ist Arbeit, jede Emotion die ich habe ist nun Arbeit, jedes Gefühl sei es Freude oder Trauer ist nun meine Arbeit. Selbst der Moment mit meinem Pianisten am Strand ist Arbeit, den dieses romantischen Stunden nehme ich mit in meine Bilder. Was bin ich doch für ein glücklicher Mensch. Und wie dankbar bin ich dafür mich wieder spüren zu dürfen. Jetzt in Freude und Glück, morgen vielleicht in Traurigkeit, Wut oder Verzweiflung. Doch das ist die Waage des Lebens. Ich habe das lange akzeptiert…

Was mich aber überaus glücklich macht ist, dass ich mich nach den letzen 2 Jahren, die mit mir sehr anstrengend waren für meine Familie, mich ausgesöhnt habe. In den 4 Wochen Coburg ist mir sehr bewusst geworden was es heißt einer solchen Familie anzugehören. Auch war es ein wundervoller Moment als Gast nach Coburg zu kommen und die Stadt mit ganz anderen Augen zu sehen. Doch den einzigen Menschen den ich nach meiner Familie wirklich vermisse ist meine liebste Freundin Antje. Wir sind uns in den letzten Jahren sehr nahe gekommen. Eine wirklich tiefe und liebevolle Freundschaft mit gegenseitigem Respekt ist daraus gewachsen. Etwas sehr wertvolles. An meinem letzten Abend in Coburg saß ich mit ihr in der Cortina und trafen 2 Bekannte von uns. Nach diesem Gespräch war mir mal wieder klar, warum ich hier in Denia bin und mich in Coburg nicht wohl fühlte. Einer der beiden Personen ist mir ein sehr lieb gewordener Mensch den ich schätze und seine Menschlichkeit mag. Der Andere eine Person der immer zum Coburger Bild gehört und eines der größten Klatschweiber ist. Das ganze Gespräch ging es nur über seine Familie die dem Sohn alles ermöglicht um ein Snob zu werden, über eine Frau die vorbeilief und an der sofort herum gelästert wurde, es ging um, mein Haus, mein Sohn, meine Wohnung, meine Jacht usw. Doch in dem Moment in dem dieser damit begann „ach übrigens ich habe deinen Ex(Sowieso) gesehen und weiß du was der für ein Haus hat und…“ „STOP“ sagte ich, „Halt die Klappe, es interessiert mich nicht im geringsten was meine Vergangenheit tut und wenn du dich profilieren möchtest bitte nicht bei mir.“ Oh, da schluckte dieser, aber mein Ton war wohl unmissverständlich. Nein, ich will das nicht mehr. Menschen die so leer sind und glauben sich wichtig zu machen in dem sie von Anderen berichten. Aus diesem Grund hab ich mich schon von ganz Anderen distanziert. Es ist ein herrliches Gefühl sich selber zu genügen und auf die Gesellschaft solcher Menschen verzichten zu können. Zu sagen was man denkt macht unheimlich frei. Aber vor allem weil dein Gegenüber deine Stärke spürt und dich in Ruhe lässt und es auch nicht erneut versuchen wird. Großartig.

 

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Di

29

Jun

2010

So, nun bin ich wieder in Denia…

 

Die Fahrt was sehr anstrengend und ich bin so froh endlich hier zu sein. Mein Zimmer in der WG ist sehr klein. Vielleicht so 8 m2. Ein kleines Bett, ein kleiner Kleiderschrank und ein Nachtischchen. Dafür ist aber die Küche groß, ich hab Gas zum kochen und einen Herd um mein Brot zu backen. Das Wohnzimmer ist auch groß und in der Abstellkammer hab ich genug Platz um die Kisten vom Atelier unterzubringen. Aber es ist immer erst mal ein Schock. Neue Umgebung, neue Mitbewohner, die sehr nett sind. Sergio ist Chilene und hört den ganzen Tag Salsa, singt und tanzt in der Wohnung. Ingo hat gestern gemerkt wie traurig ich war und hat mich gleich mal zu einem Glas Wein zu viel verführt. Bis um 2 war ich dann noch im Jazzclub und ab Mittwoch arbeite ich das erste Mal dort. Ingo hat vielleicht ein sehr schönes Lokal in dem ich ausstellen kann und auch arbeiten. Ich seh schon, ich werd mal wieder `ne Gastrofee. Ach was soll´s, Hauptsache ich hab Sonne und ein Dach über den Kopf. Und die Männer können mir im Moment eh alle mal gestohlen bleiben. Ich werd jetzt malen, arbeiten und viel schlafen. So, und nun werde ich erst mal Putzzeug kaufen, denn die Jungs sind halt Jungs….

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Fr

25

Jun

2010

Ich werde in meine erste WG ziehen..

Neue Technik

Der Herr da oben will das ich nach Spanien gehe. Bis heute Nachmittag hatte ich noch keine Wohnung. Mir ging es nicht gut. Ich hatte richtig schiss und noch nichts gepackt. Ich wartet auf den Anruf von einem Freund der mit seinem Mitbewohner reden wollte ob ich mit in die WG ziehen kann, nachdem ein Zimmer frei ist und noch ein Hund in der Wohnung. Ich wusste nicht was ich machen soll, mein Bauch sagte mir „Geh nicht zum Fischer, mach dich nicht abhängig, geh jetzt deinen Weg allein“. Als der Anruf kam war ich den Tränen nah aber er hat mir das Zimmer zugesagt. Ich kann nun bei den Beiden einziehen. Wie glücklich ich bin! Ich werde den Weg nun allein gehen und ich habe heute wieder erfahren, dass ich den richtigen Weg gehe, denn alle Probleme lösen sich auf. Alle Zeichen stehen auf grün. Nun hab ich nur noch eine Sorge: wie bekomme ich alle Sachen in meine Karre? Meine Mutter lacht nur noch und schüttelt laufend mit dem Kopf als sie mich nach dem Anruf hat packen sehen. „Das willst du alle mitnehmen? Wo!“ war Ihr Kommentar. Oh je….

Abends war ich noch auf der Vernissage in Schloss Callenberg von Gerd Kanz. Diese Ausstellung ist wirklich gigantisch. Läuft noch bis 13.3.2011. Ein gelungener Abend und heute Nacht werde ich ruhig schlafen und mich endlich auf die Fahrt am Sonntag freuen.

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Do

24

Jun

2010

Die Spannung steigt..

So, nun wollte ich ja eigentlich bei meinem Fischer einziehen. Nachdem in sein Apartment keinen Hunde dürfen wollte er sich einen neue Wohnung für uns suchen. Doch er ist auf dem Meer und hat immer noch keine andere Wohnung gefunden, oder gesucht. Das heißt, ich hab am Montag kein Bett wenn ich in Denia ankomme. Das Auto bis oben hin voll und todmüde. Prima! Jeder normale Mensch würde sagen, „Ok, ich verschiebe es“ Nö, Kikii nicht! Ich werde fahren und wenn ich am Strand schlafen muss oder in meiner Dachbox. Nun sind auch noch meine Stoßdämpfer hinüber und müssen bis morgen gemacht werden, klasse, wieder ein Haufen Kohle. Aber ich geb jetzt nicht auf, jetzt nicht, verdammt noch mal!!!! Aber spannend bleibt es. Nun hab ich ja schon ein paar Freunde in Denia und hab den einen, der auch Wohnungen makelt angerufen. Vielleicht komme ich ja sogar bei ihm in der WG unter, das wäre mir am Allerliebsten. Es ist eine Wohnung direkt in der Stadt, groß genug und noch ein Hund. Wenn der Mitbewohner kein Problem mit 2 Hunden hat, dann geht das in Ordnung. Morgen weiß ich mehr. Also Daumen drücken…

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So

20

Jun

2010

Nur noch eine Woche..

Neues Bild für den Jazzclub Öl auf Maltuch 100cm x 100cm

 

Dann sitze ich schon wieder im Auto in Richtung Spanien. Ich bin sehr gespannt, ob ich all meine wichtigen Dinge wie Atelier, Klamotten , Hund, Essen usw. ins Auto bekomme. Nun hab ich mir wenigstens eine Dachbox gekauft um meine Bilder mitzunehmen aber der Rest ist nicht ohne. Doch es muss für mindestens ein Jahr reichen. Langsam werd ich wirklich aufgeregt, denn ich hab werde einen Laden noch eine Wohnung. Gut, wohnen werd ich erst mal bei meinem Fischer und arbeiten bei meinem Pianisten. Was will man mehr. Zwei Fliegen mit einer Klappe! Hab doch gesagt, dass die brave Kikii gestorben ist, es lebe das „Naughty Girl“. Übrigens hab ich nun einen Verlag für mein Buch gefunden. Ja! Bis zur Veröffentlichung dauert es aber noch ein paar Wochen. Ich brauche noch einen Buchumschlag und einen Rat vom Rechtsanwalt, der mir sagen muss wie weit ich mich aus dem Fenster legen darf, auch wenn ich alle Namen mit einem Pseudonym belegt habe. Ich freu mich so sehr. Ich werde bald mein erstes Buch in den Händen halten, wow…..

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Di

15

Jun

2010

Zwei Tage Kurs…

 

 

Also erst mal ein großes Kompliment an Gisela Pröls-Beck, von dem wunderschönen Geschäft in der Judengasse „Feuerwerk“. Ich habe selten so eine Gastfreundlichkeit erlebt. Sie kann es einem einfach vermitteln mit einer unendlichen Ruhe und Sachlichkeit. Dazu wird man noch vom Feinsten bekocht und hat ein tolles Gespräch. Gisela ist eine kreative Seele durch und durch. Wir haben viel Gemeinsamkeiten und verstanden uns sofort. Zusätzlich gab´s noch eine kurze Einleitung des Bilderschlagens, das ich schon immer lernen wollte. Gerd Kanz ist für mich der Pionier hier in dieser Technik und ich liebe seine Bilder. Gisela hatte einen Kurs bei ihm belegt und arbeitet wunderschöne Bilder in dieser Technik. Ich hab ihr riesen Löcher in den Bauch gefragt wie das geht und werde mich morgen sofort daran machen das zu erlernen. Nachdem ich diese Woche eines meiner schönsten Porträts an eine Firma verkauft habe, welches ich niemals verkaufen wollte, ich aber ein Vollidiot gewesen wäre dieses Angebot auszuschlagen, bin ich grad wieder voll motiviert mich auf die Malerei zu konzentrieren. Das Perlendrehen ist schön und macht Spaß, doch es ist sehr anstrengend für die Augen und die Handgelenke. Mein Karpaltunnelsyndrom war grad weg und nach zwei Tagen drehen wieder da. Ich wollte immer ein Atelier am Meer und malen. Das werd ich nun tun und mit dem Erlös des verkauften Bildes ist mir das Möglich. Ich werde mir in Denia einen Atelier einrichten, in der Stadt, mit Verkaufsfläche und gebe mir ein Jahr Zeit. Ich schaffe das, denn meine Bilder sind verdammt gut und ich weiß die geschlagenen Abstrakten werde auch super! Morgen fahre ich zum Großhändler und kaufe für mein Atelier ein und hoffe, dass ich alles in meine Auto bekomme.

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So

13

Jun

2010

Coburger Klatsch..

 

Nun bin ich seit über einer Woche in Coburg zu Besuch und wollte in der ersten Woche seit langem mal wieder in die Adria oder besser zu Antonio zum Essen. Ich war seit August nicht mehr dort, weil mir einige Dinge aufgestoßen waren, aber ich wollte sehen ob sich was geändert hatte in fast einem Jahr. Und was sich geändert hat. Antonio hat wohl pleite gemacht. Ups.., na am Umsatz kann es ja wohl eher nicht gelegen haben, denn das Ding war ja immer voll. Die Preise waren leider nicht der minderwertige gewordenen Qualität angepasst und die tunesischen Deppen als Bedienungen die immer einen auf Kumpel machten gingen mir ziemlich auf die Nerven. Doch als mir Antonio beim Verabschieden des letzten Besuches ungefragt von seinem Liebesleben erzählte und wie toll doch seine kleinen Jungs wären, natürlich mit dem Nachsatz, dass diese ja schon das 18 Lebensjahr erreicht hätten. Echt, das war zu viel. Kann er das nicht für sich behalten? Ich bin auf jeden Fall froh, wenn Luciano das Lokal wieder übernimmt, denn da war die Qualität des Essens und der Gäste immer vom Feinsten und das Auge isst ja schließlich mit J Und was ist eigentlich aus dem Tapeos geworden? In das geh ich ja auch nicht mehr seit der Architekt von mir 10 € für ein Glas Lugano wollte, das ich Tagelang für 5.80 €, was auch schon viel ist, verlangte. Größenwahn, sag ich da nur. Coburg ist zwar klein, aber alles muss man sich wirklich nicht antun. Da geh ich doch lieber ins Kreuz oder ins Miles and More und im Miles gibt’s eh das beste Essen. Und wenn ich italienische Gelüste habe mach ich einen Tisch im „Mama Mia“ oder im „Maccaroni“. Nen`Guten!

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Fr

11

Jun

2010

Alles nicht so einfach..

 

Tja, da sitze ich nun im meinem Garten in Löbelstein und sinniere vor mich hin. Im Ohr die Musik von Liza Minelli die ich mir geladen habe, nachdem ich mir gestern Abend Sex an the City mit Begeisterung angesehen habe. Was für ein Spaß und ich dachte schon ich müsse mir das in Spanien ansehen und dann nur die Hälfte verstehen. Oh ne, geht gar nicht. Den ganzen Tag war ich heute am organisieren meiner Krankenversicherung. Die EU hat halt Vor und Nachteile. Ich bin nun 25 Jahre in der privaten Krankenversicherung und habe im Moment Null Einnahmen und zahle 505 € im Monat ohne Extras. In Spanien würde ich die Hälfte bezahlen, doch ich kann nicht einfach kündigen. 18 Monate muss ich noch warten. Ich hab die Möglichkeit mich arbeitslos zu melden, Sozialversicherung zu bekommen und dann kann ich sofort kündigen, dann kann ich aber nicht mehr aus dem Land und bin verpflichtet hier Arbeit anzunehmen und natürlich finanziellen Anspruch vom Staat was ich gar nicht will und brauche. Klasse was? Ich kann auch kündigen wenn ich in Spanien sozialversichert bin. Aber da hab ich noch keinen festen Arbeitsplatz. Nur einen Aushilfsjob im Jazzclub. Brauche ja die meiste Zeit zum Malen. Ich war völlig verzweifelt, doch ich hab was gemacht, was in den letzen Monaten sehr neu ist von mir. Ich hab mich daran erinnert, das ich seit geraumer Zeit das Gefühl habe „beschützt zu sein, von da Oben“ und das ist mir in diesem Moment wieder eingefallen und ich sah Chiara an und sagte „ Ich hör jetzt auf zu heulen und verlasse mich mal auf den da Oben, ich bin beschützt!“ Eine halbe Stunde später, ich saß gerade an der Nähmaschine um mir ein neues Hammerteil zu designen, klingelte das Telefon und die nette Mitarbeiterin der Versicherung war am Apparat. „Mir ist da noch was eingefallen“ sagte sie. „ Sie haben die Möglichkeit einer Auslandsversicherung wenn sie mindestens 6 Monate bleiben.“ Was kein Problem für mich sein wird.“Dann zahlen sie nur 247€ und haben eine höhere Selbstbeteiligung im ambulanten Bereich. „Und sie können jederzeit, wenn sie wieder nach Deutschland zurückkommen wollen in ihren alten Vertag.“ Wow, was war ich froh. Das hört sich doch gut an. „Ich brauche nur Unterlagen von Spanien, dass sie dort ab Juli wohnen.“ Na, die ID Nummer hab ich schon und Jon schreibt mir sicher was, dass ich im Club ab Juli arbeite. Perfekt, Problem gelöst, Kikii happy! Und das Beste, ich muss mindestens 6 Monate bleiben und meine Reserven werden auch reichen. Jippiii…. Somit konnte ich mich auf die wichtigen Dingen des Lebens konzentrieren, Rasen mähen. Und weil ich das so gerne mache, gleich den Rasen von meinem Bruder mit. Ja, wir wohnen ja hier alle in einem Haus. Bruder mit Familie, Mum und ich. Eigentlich ein südländisches Modell. Klar gibt’s Streit ab und zu aber ist das nicht normal, doch am Ende hocken wir alle gemeinsam im Garten und Grillen. Ich finde es herrlich! Und ich weiß meine Mum ist nicht allein wenn ich nicht da bin.

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Di

08

Jun

2010

Glücksmoment..

Öl auf Maltuch 100cm x 100cm

Am Sonntag wollte ich eigentlich ein Meerbild malen. Groß 115cm x 150cm in Acryl. Weil das Zeug schneller trocknet. Wenn ich nach Denia zurückfahre nehme ich viele meiner Bilder mit. Nun sind die aber so groß, dass sie nicht in mein Auto passen. Also Dachbox kaufen, die Bilder vom Rahmen nehmen, rollen und in Spanien wieder aufspannen. Puh... An dem Bild hab ich nun 2 Tage gemalt und es anschließend in den Müll geworfen. Schade ums Material. Ich bin fast geplatzt vor Wut. Wie ein HB Männchen. "Scheiß Acryl" Hab ich geflucht. So heute hab ich mein geliebtes Öl rausgekramt und ???? Die Leinwand war weiß und vorgezeichnet und nun beginnt das ewige Spiel mit mir selber. Den ganzen Vormittag bin ich um die Leinwand geschlichen. Ach, ich müsste das noch machen, oder das, aber das auch noch. Jedesmal das Gleiche! Ich sprech dann mit mir selber und lach mich aus, weil ich mich dabei beobachte. Doch dann kommt der Moment in dem mir keine Ausrede mehr einfällt und nehme die Farbe und gebe sie auf die Palette, dann den Pinsel in die Hand und dann, dann gehts los. Der erste Strich. Ich bin nicht mehr zu halten. Mein Kopf ist völlig frei und ich denke an nichts. Manchmal vergesse ich zu atmen so gespannt bin ich und konzentriert. Die Musik im Raum ist laut, sehr laut. Die Zeit vergeht im Flug. Dann der Moment in dem man schon etwas erkennen kann. Ich stehe davor und mir stehen die Tränen in den Augen "Ich kann´s noch, nach fast 2 Jahren, als wäre nie Zeit verstrichen." Das ist Glück! Mir wird wieder so sehr bewusst, dass malen alles für mich ist. Dann brauche ich nichts und niemanden mehr und ich höre erst auf wenn das Bild fertig ist...

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Sa

05

Jun

2010

Sonne..

Na, was sagt ihr zu der Sonne die ich mitgebracht habe? Kann man nicht meckern, was? 

Stand heute endlich mal wieder an der großen Staffelei. Schon ein gutes Gefühl, wenn ich mich auch erst wieder daran gewöhnen muss. Acryl ist halt einfach keine Öl. Aber wenn ich die Bilder in drei Wochen mitnehme sind die in Öl nicht getrocknet. Und nach dem ich ja ab Juli eine Job im Jazzclub habe muss ich fleißig Texte lernen....

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Do

03

Jun

2010

In Coburg...

Mein erstes Meerbild

So, nun bin ich wieder in Coburg. Mal schnell 2000km hinter mich gebracht und schon bin ich wieder in der vertrauten kalten Heimat. Nur diesmal hatte ich ein ganz freudiges Gefühl in mir, als ich in Coburg eintraf, denn ich bin hier nur als Gast. Genau so hab ich mir das auch vorgestellt. Nach Coburg zu kommen und zu wissen wieder in die neue Heimat zurückzukehren, Spanien. Schön wieder in meiner kleinen hellen Wohnung mit einem Blick der hier in Coburg unübertrefflich ist, zu sitzen, zu schreiben und die letzten 9 Wochen Revue passieren zu lassen. Die letzte Woche in Spanien war nun wirklich so ereignisreich, wie alle Wochen zusammen. Noch am letzen Tag vor meiner Abreise geschah so viel, das es mir so sicher machte den richtigen Weg zu gehen. Seitdem laufe ich mit einem gebräunten Dauergrinsen durch die Gegend. Leider hat sich der letzte Blogbericht nicht setzten lassen, wer weiß wofür das gut warJ Aber ich werd natürlich meine Gedanken trotzdem los. Der Anstoß waren die Gedanken einer ehemaligen mir sehr vertrauten Kundin, die nicht versteht, dass ich mir immer wieder diesen Klotz(Mann) ans Bein hänge und nicht viel lieber nur Spaß hätte. Es würde sich fast wie eine Midlifecrisis anfühlen. Hm, also dann hab ich diese Midlifecrisis schon mein Leben lang. Blöd! Warum sagt man mir erst jetzt, dass es dafür einen Namen gibt? Also ich kann das ja schon irgendwie verstehen, dass der Eindruck herrscht, ich suche einen Mann dabei mein Auswandern völlig aus den Auge verliere. So, und nu sind ma mal ehrlich, alle! Wer bitteschön ist schon gerne alleine, he? Ich manage mein Leben alleine seit ich denken kann. Bestand bei Heirat auf Eheverträge und verzichte gerne auf gemeinsame Konten in der Ehe. So also an der Kohle liegts ja wohl eher nicht. Gut aber da gibt es natürlich andere Gründe die sich dann wohl eher in den Vordergrund drängen. Zweisamkeit? Zuneigung? Gemeinsamkeit? Vertrautheit? Gespräche? Hab bestimmt noch was vergessen. Ich hab´s jetzt endlich mal satt, diesen Mist mit „Du musst erst mal zu dir selber finden, dich selber lieben bevor dich jemand richtig liebe kann.“ So, also erstens liebe ich mich richtig. Jeden Abend wenn ich vorm Spiegel stehe, vor allem vorm Ausgehen sag ich zu mir „Wow Baby, du bist der Hammer.“ Ich finde ich sehe superklasse aus, vor allem seit ich mich erholte und eine gigantische Farbe von der Sonne habe. Mein Innerstes, damit meine ich meine Intellektualität ist so ausgeprägt, dass es mir schwer fällt eine Gesprächspartner zu finden, deswegen bin ich auch nach Spanien, denn durch das noch vorhandene Sprachdefizit erübrigt sich ein intellektuelles Geplauder. Aber wieso auch reden, ich bin ja schließlich nicht zum Spaß nach Spanien gegangen sondern zum Auswandern, also schön mein Ziel vor Augen behalten und nicht einen Moment abweichen. Das mir nun 2 sehr unterschiedliche männliche Objekte vor die Linse laufen, damit war natürlich nicht im Vorfeld zu rechnen. Was nun? Die Augen verschließen, sich abwenden mit einem „Oh nein, ich bin noch nicht auf der richtigen Spur“ oder lieber, „Kiss me, baby“ Ich hab mich für das zweite entschieden und für mich war es das Richtige. Ich hab nämlich was gelernt. Den Schritt den ich grad gemacht hab, den Weg den ich grad eingeschlagen habe, den verdammten Mut den ich hatte und nun diesen Weg weiter zu verfolgen ist verdammt noch mal ziemlich schwer alleine durchzuziehen. Nur einen Moment zu erleben in der Zeit in der man zweifelt, einen Menschen an seiner Seite, der sagt “Kikii, kämpfe für deinen Traum. Du bist nicht allein. Male, das was du fühlst, ich helfe dir.“ Jeder Mensch braucht Hilfe, Kontakte. Ich reiße ja bekanntlich jede Tür auf und stecke meine neugierige Nase hinein, doch den Schritt um meinen Fuß dazwischen zu klemmen den geh ich schon allein. Ich will damit sagen, jeder der einen Schritt nach vorne macht, braucht Hilfe oder Kontakte. Sei es Mitarbeiter oder einen Vermieter, einen Freund zum Reden, eine Bank zur Unterstützung oder die Familie oder was weiß ich, aber alleine zieht das keiner durch. Ich, mach das auch nicht alleine. In meinem Leben sehen mich immer wieder zwei Augen an, denen ich mich nicht entziehen will. Das ist einfach meine Art von Energie rauben. Wenn ich verliebt bin, reiße ich Bäume aus. Wenn ich das nicht bin sind es Büsche. Mamma Mia, Dio mio, so ist es halt. Jeder hat da sein eigenes Rezept. Ich bin Künstlerin und ich mal die besten Bilder wenn ich, nein, nicht unglücklich, sondern verliebt bin. Wenn ich unglücklich bin male ich gar nicht! Da leide ich wie ein Hund. Und grad bin ich nicht zu bremsen, mit dem malen. Warum? Weil ich entschieden habe mein Leben komplett zu ändern. Ich will in Spanien leben und so wie ich hier gelebt habe ist das in Spanien nicht Möglich, das hab ich nun auch verstanden. Meine brave Mentalität passt nicht ans Meer. Und Paulo Coehlo schrieb in einem seiner Bücher „Um dein Leben ändern zu wollen, musst du Dinge tun die du nie zuvor getan hast“ Das tut ich gerade und beginne gleich noch mit meinem neuen Buch: „Naughty Girl“ oder, jetzt dreh ich den Spieß um. Seit dem hab ich eine Wohnung in Denia und eine Job…. Noch Fragen? Ach wer es noch nicht weiß, ich liebe Zynismus. 

 

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Do

27

Mai

2010

230 Seiten und kein bisschen schlauer..

 

Den letzte Satz vom Buch geschrieben! 230 Seiten, fast 2 Jahre Arbeit. Und jetzt?

Beginne ich mit dem zweiten Teil? Nein. Das Leben der KikiiRose muss mal zum Ende kommen und außerdem glaube ich nicht mehr an ein Happy End. Deshalb ist nun Schluss, aber vielleicht sollte ich mich nun einmal an einem scheußlichen Schnulzenroman trauen, oder an einen Krimi. Erfahrungen, hab ich nun genug von mir gegeben und bin keinen Deut schlauer als vorher. Nur das ich dem Autor des Buches „Scheißkerle“ völlig Recht geben muss. Frauen die attraktiv sind, unabhängig und intelligent, haben in der Liebe die Arschkarte gezogen. Nun gut, gibt es schlimmeres? NeinJ

Somit auf zu neuen Abenteuern. Meines hab ich schon vor Augen….

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So

23

Mai

2010

Das Wort zum Sonntag...

letzter Tag mit meiner Süßen

Es ist schon erstaunlich, dass ich Nachrichten bekomme in denen mir liebe Menschen etwas sagen wollen, betreffend dessen was ich das so von mir gebe. Es sind vor allem die männlichen Leser, die sich fragen "Spinnt sie jetzt?". Also so sagen sie es nicht, aber sie meinen es so. Genauso wie sie sagen, dass sie dich lieben und sich im nächsten Moment einen anderen Hintern ansehen. Die Frauen sind es die da schon mehr Verständnis haben, sei es weil sie sich wieder erkennen oder es auch leben möchten. Ich hätte gerne Kommentare. Ich kann gut mit Kritik umgehen. Warum schreib ich das den alles. Ich kanns auch lassen. Mein ganzes Leben ist ein Liebesroman. Es hat schon einen Grund warum ich ein Buch schreibe. Es gab viele Männer in meinem Leben die mir sagten dass sie mich lieben. Doch wenn ich ehrlich bin, hat das nicht einer von ihnen wirklich so gemeint. Liebe ist das wundervollste auf der Welt. Ein Gefühl von "Ich lebe". Der Moment des Verliebt seins auszukosten, Schmetterlinge im Bauch, Übelkeit, der erste Kuss, das erste Wort der Liebe, Jahre der Zweisamkeit und dann der Verrat. Der Schmerz, der Kummer. Wieder Übelkeit, Tränen, Wut. Angst sich erneut einzulassen. Viele trauen sich gar nicht mehr sich einzulassen. Aber ich schon. Ich werde nicht aufhören. Ich werde daran glauben, dass es den Deckel für mich gibt. Manchmal glaubt man einen Moment es sei ein Fischer, ist halt dann doch nicht so. Denn im Laufe der Jahre der Erfahrungen wird man zum Fuchs und wachsam, glaubt nicht mehr alles was einem so erzählt wird. Das war ich, gut so. Und das mir der Herr da oben mir nun ein anderes Exemplar vorstellt, kann ich was dafür? Und das mir dieser auch noch ausgesprochen gefällt ist doch wunderbar. Und das dieser anscheinend auch nicht ohne ist und glaubt ich bin ein bisschen blond, ja mei, so sind sie halt die Jungs. Wenn sie nicht ans Ziel kommen sind sie beleidigt. Ich bleib mir auf jeden Fall treu und ich hab gesagt, dass der nächste Mann dem ich das Dessert serviere, mir die Sterne vom Himmel holen muss und zwar vorher. Ich habs nicht eilig.

Aber mal zurück zu dem Thema, „die spinnt ein wenig“. Ja, ich hab einen Knall, und? Langweiler gibt’s doch genug auf dieser schönen Erde. Und nur weil Männer nicht Multitasking fähig sind und sich nur auf ein Ziel Konzentrieren können, muss das Frau noch lange nicht sein. Frauen können gut ihr Ziel im Auge behalten, in meinem Fall, der Wunsch mir in Spanien etwas aufzubauen und sich trotzdem den schönen Dingen des Lebens widmen, wie in meinem Fall sich ein wenig zu verlieben. Ja und? Was glaubt ihr eigentlich da draußen, dass das hier leicht ist für mich? Das das ein Zuckerschlecken ist? Nur weil ich das Meer vor der Haustüre habe und nicht so frieren muss wie Ihr in Deutschland? Ich hab meine Existenz aufgegeben, schöne warme finanzielle Pampers. Meine Ersparnisse hat mein toller Ex in eine Bank angelegt in der er nicht arbeitet und ich froh sein kann, wenn ich es tröpfchenweise zurück bekomme. Hier in Spanien tobt der Krieg, jeder kämpft ums Überleben. Ein Laden zu mieten ist kein Problem, denn sie stehen zum großen Teil leer. Doch was nützt mir ein Laden wenn keiner kauft? Soll ich es wagen? Nicht? Für 5 Euro im Service arbeiten? Was mach ich mit meiner Privaten Krankenversicherung? Melde ich mich in Deutschland ab? Oder warte ich noch?

Den ganze Mist muss ich alleine durchkauen. Da ist keine Schulter an der ich mich mal ausheulen kann, niemand der mir sagt, „das schaffen wir schon.“ Ne…, da muss ich allein durch. Also, was bitte ist so spinnert daran, dass ich mich dabei zwischendurch verliebe und vom küssen bekommt man nicht gleich Kinder. Hab ich zumindest in der Schule gelernt. Und wenn das jemand nicht glaubt was ich da so von mir gebe, dann sollte derjenige erst mal mein Buch lesen. Das Wort „Leben“, kommt von dem Wort Leben und nicht von dem Wort „Ich trau mich nicht oder lass erst mal die anderen voraus gehen.“ In diesem Leben, leben wir nur einmal und ich mach mal meine Kiste zu und sag „Klasse war´s.“ Ich denke, wenn man Menschen so behandelt wie man selber gerne behandelt werden möchte, mache ich nichts verkehrt, und dass mein Gegenüber manchmal nicht so denkt, damit muss nur ich klar kommen, in dem Moment wo ich mal wieder verständnislos mit dem Kopf schüttle und ohne mich umzudrehen des Weges gehe. Und das war das Wort zum Sonntag… Halleluja würde Stefan Gwildis sagen und in seinen nächsten Song einstimmen.

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Fr

21

Mai

2010

Das Universum...

 

Das Universum lenkt uns halt doch dahin, wo es uns gerne hat. Der erste Tag an dem ich mich wieder stundenweise vor die Tür wage, nachdem ich nun 4 Tage das Bett gehütet hatte, sitze ich mit meiner Freundin in Once. Seit dem letzten Gespräch mit dem wundervollen Pianisten, kein Kontakt. Doch Dieser stand nun plötzlich vor mir, strahlte mich an und fragte mich ob er mich am Abend zum Essen einladen darf. Ha…, wusste ich es doch, ihm geht’s nicht anders als mir. Mein Gefühl hatte sich nicht getäuscht. Das bisschen Stimme was ich noch hatte nutzte ich um ihm zu sagen, dass ich mich noch krank fühle, doch er gab nicht auf und ich ließ mich überreden (dauerte ca.3 Sekunden). Das Lokal in dem wir am Abend saßen ist eines der Schönsten in Denia „EL PEGOLI“ http://elpegoli.restaurantesok.com Anscheinend hat man es mir an den glänzenden Augen angesehen, denn wir bekamen den schönsten Platz direkt am Fenster mit Blick auf das Meer, Und dieses hatte an diesem Abend auch noch die schönsten Farben die ich sah. Der Sonnenuntergang stand bevor und eine Postkarte hätte nicht kitschiger sein können. Ja und da saßen wir nun. Ich strahlend mit glasigen Augen von diesem Anblick, er irgendwie erleichtert, dass ich doch nicht gleich ausgerissen bin nach unserem Gespräch. Der Moment war so perfekt und so romantisch. Er nahm meine Hand und sah mich an, so wie man jemanden ansieht der nicht nur das Dessert möchte. „Du hast es geschafft, dass ich mich getraut hatte mein Herz zu öffnen, doch nach unserem Gespräch bin ich damit beschäftigt es wieder zu stopfen, mit all den Fäden die ich finden konnte. Solange du dir nicht sicher bist, werde ich es nicht zulassen, dass du diese Fäden wieder herausziehst, auch wenn ich gerade der glücklichste Mensch dieser Welt bin“ Als ich das sagte, stand er auf, ging um den Tisch herum, küsste mich und nahm mich fest in den Arm, das die Leute sich umdrehten störte ihn recht wenig dabei. Der Abend endete mit einem Spaziergang am Hafen, eine Menge heiße Zitrone und Halswehtabletten und keinem Ergebnis, doch dieser Moment war es wert. Im Übrigen geht er jeden Tag den gleichen Weg von seiner Wohnung zum Club, nur an diesem Tag nicht, er sagte es gäbe keinen Grund und er war selber überrascht als er plötzlich im Once vor mir stand. Danke, liebes Universum.

Frosch geküsst ?

  

Tja, so schnell kann´s gehen. In einem Moment ist alles noch perfekt und der nächste Moment kommt einem doch gleich wieder so bekannt vor. Nur diesmal bin ich erstaunt, dass sich jemand offenbart, bevor er sich bis zum Dessert durchgegessen hat. Nun gut, mein Pianist, machte mir klar, dass er zwar gerne etwas näher kommen würde wollen, doch er keine Beziehung möchte, da seine langjährige Trennung erst 6 Wochen zurückliegt und er Zeit für sich braucht, da er sich eigentlich immer in langjährigen Beziehungen befand. Hm, was soll man dazu sagen? Ich wusste es ja schon und war nicht wirklich überrascht. Meinen Lenormand Karten hab ich ja immer an der Frau. Letzte Woche legte ich diese und sagte noch zu meiner Freundin: „Der liegt noch viel zu weit weg von mir und zwischen uns liegt die Schlage, der ist noch nicht richtig frei, da fahr ich mal lieber einen Gang runter.“ Ja, das war dann wohl auch gut so. Doch sich das Dessert trotzdem schmecken lassen ist halt nicht. Das hab ich ihm schon deutlich gemacht und das hat ihm nicht gefallen. Darauf hat er gleich mal die Woche mit mir verplant. Alles klar… Aber so läuft das nicht. Ich weiß das ich ihm gefalle, wie stolz er mich in seinem Club nicht aus den Augen ließ und sich sofort vor mich stellte wenn jemand mit mir flirten wollte. Ich weiß schon was er will, doch Kikii gibst nur ganz oder gar nicht. Männer sind so einfach gestrickt und das Muster kann man gut erkennen solange man die blickdicht-rosarote Brille nicht aufhat. Meine Brille ist im Moment ziemlich klar und ich werde mich hüten sie abzusetzen. Ich bin gespannt was passiert. Aber jetzt lieg ich erst mal mit fetten Halsschmerzen im Bett und ärger mich, dass ich nicht in die Schule gehen kann. Hab ich doch nun nur noch 2 Wochen, dann bin ich Obdachlos und die Schule ist beendet und keine Ahnung was dann wird, doch ich bin komischerweise ganz ruhig und lass alles auf mich zukommen. Notfalls packe ich meine Koffer und fahre wieder nach Löbelstein. So einfach ist das.

 

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Mi

12

Mai

2010

Keine Fischergeschichte..

  

 

Manchmal bedarf es einfach nur einer Freundin, die einen mal so richtig schüttelt. Ach wie schön, denn eigentlich bestätigte sie mir ja nur das was mir mein Verstand sagte. „Ne, Süße, das geht ja gar nicht, das ist nun wirklich nicht deine Liga.“ Tja, nur lieb sein und hartnäckig reicht halt einfach nicht aus. Aber ich wusste es ja schon bevor sie kam, denn ich hatte auf einmal einen Vergleich der mir blitzartig die Augen und mein Herz öffnete. Dieser Vergleich ist groß, schlank, um die Mitte fünfzig, charmant, lebt seit 4 Jahren in Denia, hat zwei Beine, zwei Arme mit Händen die wundervoll Piano spielen können und nur einen klitzekleinen Fehler, ist ein Scottishboy, das heißt nix mit spanisch reden. Dafür hat er die weichsten Lippen. Ach küssen ist so schön, vor allem wenn es so lange her ist. Ich dachte schon ich hatte vergessen wie das geht. Das das schön sein kann hab ich allerdings nicht vergessen. Dieser Schotte hat mir ja vom ersten Tag an gefallen, als ich in seinem Jazzclub mit ihm Musik gemacht habe. Ach ich steh halt auf Stil und vor allem auf vornehme Zurückhaltung, auf eine feine Art. Somit wird mein Buch nicht zu einem Fischer und Mädchen Pilcher Kitschroman, sondern eher zu einem zumindest für mich spannende Geschichte, denn ich weiß ich werd mich schrecklich verlieben und hab so eine scheiß Angst davor. Jeden Abend sag ich mir, „Nein Kikii, nicht verlieben!“ und dann sieht er mir so lange in die Augen, die sagen „Schön, das du hier bist, lauf nicht gleich wieder weg, ich weiß noch viel zu wenig über dich.“ Nimmt mich fest in den Arm und küsst mich so sanft wie das nur einmal zuvor erlebt habe und das ist sehr viele Jahre her. Also ich finde ja, dass ein Kuss besser sein kann als Sex. Nene, gelacht wird jetzt aber nicht, gell… Mein nächstes Buch schreib ich ja eh über den Kuss. He, ich hab den Lacher nun doch gehört! Meine Mum wird mich gleich wieder schimpfen und sagen ich soll hier nicht immer so ins Detail gehen. Ja mei, ich weiß doch das die Meisten genau das wissen wollen, aber ich kann auch gern übers Wetter reden.“He, Mum, ich wird nun doch keine Fischerin!“ Im Übrigen bin ich nach wie vor über die Statistik meines Blogs überrascht, denn ich dachte den lesen halt so`n paar Freunde oder meine Kundinnen, aber so viele Kundinnen hab ich nicht gehabt und Freunde schon gar nicht und ich bekomme richtig Spaß an dem Ding. Ich werd mich auch anstrengen jeden zweiten Tag etwas zu schreiben. Es passiert ja auch jeden Tag was neues und spannendes. Seit Sonntag ist ja nun meine liebe Antje hier und nun leben wir auf 18 m2 mit Hund, obwohl Angie sag, „ne, das sind nie und nimmer 18 m2, höchstens 15“ , auch egal. Sonntag musste sie natürlich mit mir in den Jazzclub. Wir sind um 2.30 Uhr dort wieder raus, nach dem wir drei Stunden zu gigantischer Lifemusik getanzt haben. Ich genieße es einfach so sehr, dass Denia zwar ein genauso kleines Kaff wie Coburg ist in dem sich alles kennt und man nach einer Woche dieselben Leute trifft, nur mit dem Unterschied, dass die Menschen hier aus der ganzen Welt kommen, meistens über 35 sind und einfach nur gut drauf weil sie fast alle aus demselben Grund hier leben: die Sonne und dem Meer. Irgendwie haben sie alle die gleiche Geschichte: Lange Selbständig und die Nase voll vom Trott und dem Wetter und den Wunsch dem Leben noch mal eine kompletten Wechsel zu unterziehen, bevor man sich festgefahren hat. Mein Scottishboy hatte zuvor in England Musik produziert und hatte es satt jeden Tag 12-15 Stunden im Tonstudio zu sein, hat sich ein Apartment hier gekauft um zu pendeln und sich dann doch entschieden hier neu anzufangen, da er den Jazzclub angeboten bekommen hatte. In dem Club sind Spanier, Holländer, Deutsche, Engländer einfach alles gemischt und jeder hat Spaß. Heute ist wieder Jamsession und Antje hat mein Songbook aus Coburg mitgebracht und ich freu mich aufs singen und einen schönen Abend, auch wenn ich am nächsten Morgen ziemlich müde in der Schule sein werde. Da bin ich ja echt konsequent. Schule wird nicht geschwänzt. Es gab Zeiten da hab ich anders gedacht, aber da war ich ja auch noch gaaaaaz jungJ

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So

09

Mai

2010

Meine Freundin kommt

  

Jippi, heute kommt meine Freundin und wird 14 Tage bei mir Urlaub machen. Ich freu mich vielleicht. Das wird ein Spaß, in meiner 18 m2 Wohnung mit Hund und zwei Weibern.

Hier scheint die Sonne endlich wieder und es ist heiß und einfach nur schön. Mir geht es sagenhaft gut. Ich hab mich in den letzten Wochen so sehr erholt. Langsam bekomme ich wieder Ideen und ich schlafe auch nicht mehr den ganzen Tag, gehe wieder Abends lange weg und bin trotzdem am nächsten Tag in der Schule fit. Schon irre wie sich Krankheit äußern kann, bei mir in einer unendlichen Erschöpfung. Lese gerade ein klasse Buch das mir einen Liebe Freundin und Kundin auf den Weg mitgab. „Scheißkerle“ heißt das und ich lese es gerade im richtigen Moment. Einfach nur herrlich. Leider bestätigt es nur, das was ich ja schon weiß, dass genau der Typ Frau, der ich auch bin, einfach die Arschkarte gezogen hat im Hinblick auf Männern. Und es sind immer die tollen Weiber, unabhängig, stark, attraktiv die sich die Deppen aussuchen und auch hereinfallen. Ich lach mich fast kaputt, den in jedem zweiten Abschnitt erkenne ich mich wieder. Solche Bücher braucht die Frau, das ist sicher! So und nun hole ich meinen Süße in Alicante ab, wenn die wüsste was ich alles auf dem Programm stehen hab in den 14 Tagen. Heute Abend geht’s erst mal mit Lifemusik im Jazz`n&Blues Club los, aber das Schätzle kann ja im Gegensatz zu mir morgen ausschlafen.

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Mi

05

Mai

2010

Doch`n kitschigen Roman..

  

 

Was mich immer wieder glücklich macht sind Menschen die mir sagen was sie denken, ohne Rücksicht zu nehmen ob das jetzt gut oder weniger gut ankommt. Heute bekam ich von so einem Freund eine Mail der mich nicht so gut kennt wie wohl viele andere, die diesen Blog lesen. Und doch hat er mir Worte vermittelt, die mich sehr nachdenklich gemacht haben. Im Bezug auf Oberflächlichkeit. Wie kann er behaupten, dass mein bisheriges Leben oberflächlich war, was für einen Annahme! Doch im Nachhinein, muss ich ihm recht geben. Vielleicht ist oberflächlich nicht der richtige Ausdruck, den dieser ist doch negativ belegt. Denn nicht jeder lebt seine Oberflächlichkeit auch bewusst. Oft sind Faktoren wie Erziehung, Erwartungshaltung Anderer nicht unbegründet. Sich davon frei zu machen ist oft nach dem Erkenntnis ein sehr großer Schritt. Mich hat das auf jeden Fall wachgerüttelt, dieser einzige Satz meinen Zweiflern zu widerstehen und meine Situation doch noch einmal neu zu betrachten. Zu erkennen, dass ich intuitiv in die richtige Richtung gegangen bin und doch fast wieder einen riesen Umweg machen wollte.

Ich hab so viel Mut bewiesen, das zu tun um hier zu sein, hab viel zurück gelassen was mir immer Wichtig war, was ich mir in vielen Jahren aufgebaut habe um nun Menschen zu treffen die Besonders sind, einen Menschen der so sehr um mich kämpft, wie nie ein anderer zuvor. Nein, ich mache keinen Umweg, ich muss lernen was für mich wirklich richtig ist, wer meiner Seele guttut und genau deshalb bin ich doch von Coburg so weit weg, damit ich mich nicht beeinflussen lasse sondern in mich hinein höre.

Und somit wird das ganze wohl doch noch ein Rosamunde Pilcher Roman auf Kikiisch..

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So

02

Mai

2010

Kein kitschiger Roman..

 

Die meisten Menschen leben doch in ihrer Schublade. Ich schließe mich da gar nicht aus. Wenn ich so in meinen Vergangenheit blicke hab ich mir mein Kästchen schön ausgeschmückt mit allen möglichen Dingen die mir wichtig geworden sind. Dazu gehört vor Allem Menschlichkeit und Freundschaft. Zuverlässigkeit und Dinge aus und anzusprechen auch wenn es unbequem ist. Doch zu all den schönen Idealen gehört natürlich auch mein kleiner materieller Luxus, der mich glücklich macht. Designermöbel, mein Auto das ich am liebsten sauber habe, Klamotten vom Feinsten die ich mir selber nähe, denn von dem Markenfanatismus hab ich mich ja schon vor Jahren frei gemacht. Schuhe, denen kann ich mich einfach nicht entziehen und die Dinger sind meistens teuer. Meine Wohnung ist ein Schmuckstück und auf meinen Dreikaräter möchte ich auch nicht verzichten, obwohl, doch auf den schon. Doch was mein Kästchen immer am meisten geschmückt hatte war meinen Liebe. Ein Mann der besonders ist. Immer intelligent, oft sehr vermögend, gutaussehend mit fetter Kiste in der Garage und im Nachhinein, ein Verräter, Betrüger oder einfach nur ein Blödmann.

Ich war stolz auf den Typ wenn er erfolgreich war. Ein Mann den Jede haben wollte und ich bekam. Fragt sich bloß zu welchem Preis.

Und nun? Nun dreht sich auf einmal die Welt andersherum und mir wird schwindelig davon.

Der Kummer und der Schmerz dieser so tollen Schmuckstücke auf zwei Beinen haben mich einen riesigen Schritt machen lassen auf den ich jeden Tag immer stolzer werde, das ich das wirklich durchgezogen habe, denn jetzt beginnt meine Seele sich zu erholen und mein Kopf beginnt klar zu denken und mein Herz beginnt sich zu öffnen. Ich spüre wie sich mein Horizont erweitert in eine Richtung, in die ich immer wollte mich aber nie getraut habe zu sehen. Vielleicht liegt es einfach nur an den Menschen hier in Spanien, die nichts so sehr lieben wie das Leben. Ich lerne hier jeden Tag, dass der materielle Besitz nicht im Vordergrund steht. Bei Denen die ihn haben gleich so wie Denen die weniger haben. Die Lebensfreude ist in allen Gesichtern die Gleiche. Niemand sieht den anderen anders an nur weil er mehr oder weniger hat. Nun treffe ich auf einen Menschen dessen Art und Liebeswürdigkeit, seine Ruhe und Geduld mich nachdenken werden lassen was wohl wichtiger ist im Leben. Ein erneuter Supermann auf Zeit, der mich irgendwann bescheißt, weil er so ein Tolli ist und eigentlich kein Selbstbewusstsein hat, aber ein Schmuckstück, oder ein Mann mit diesen Charaktereigenschaften. Ein Mann der keinen Porsche vor der Türe geparkt hat sondern ein Fischerboot, für das man sich übrigens 3 Porsche kaufen könnte, dafür aber raue Hände , weil er so schwer arbeitet. Wundervolle Augen die ganz groß werden wenn ich ihm sage wie wundervoll sein Fisch schmeckt den er mir mitgebracht hat. Der mir sagt, wenn ich glücklich bin, ist auch er glücklich und wenn ich traurig bin ist auch er traurig, und wenn mir mal wieder die Tränen in den Augen stehen weil ich so viel sagen möchte und mir die Vokabeln fehlen mich in den Arm nimmt und sagt, „Bleib ruhig und entspann dich, ich habe so viel Zeit.“ Der sich nichts mehr wünscht mit mir zu leben obwohl ich ihn immer wieder zurückstoße und sage „Ich kann nicht meine Narben sind nicht verheilt“ und er lächelnd sagt „Ich habe Zeit zu warten“. Der sagt, wenn du in Not bist dann sag es mir, oder rufe meinen Bruder an wenn ich auf dem Meer bin, sie haben dich lang akzeptiert. Ich ihm sage, dass ich schwierig bin und eine Vergangenheit habe, die ihn überhaupt nicht interessiert. „Lebe jetzt, Kikii und lass die Vergangenheit hinter dir, komme nach Spanien und male.“ Ist das denn nicht immer mein größter Wunsch gewesen am Meer zu leben und zu malen. War ich nicht auch dafür bereit mein Geschäft aufzugeben, hab ich nicht gesagt, ich bin lieber am Meer allein als in Coburg? Hab ich nicht die letzten 2 Jahre nur Zuhause verbracht und war traurig. Fange ich nicht gerade jetzt wieder an zu leben, begegne ich nicht jetzt Menschen nach dem ich keine suchte.

Soll ich mich verschließen nur auf Grunde meiner schlechten Erfahrungen und nie wieder einem Menschen vertrauen der mir sagt, dass er mich liebt? Ich möchte nur glücklich sein und das bin ich hier am Meer. Warum nicht auch mit einem Mann der das Meer so liebt wie ich auch wenn dieser Fischer ist und kein Schreibtischhengst. Liegt es denn nicht an mir selber mir meinen kleinen Luxus zu verwirklichen? Vielleicht ist das viel leichter als man denkt, wenn ich erst einmal zur Ruhe komme und von allen Zweiflern dieser Welt mich fernhalte um wieder zu spüren was leben ist. Oder ist es besser auf das zu hören was einem gesagt wird? Ich weiß nur eines ganz sicher, ich werde aufpassen und zwischen den Zeilen lesen und meine Alarmglocken stehen auf Sturm. Denn das klingt alles zu schön.

Ich glaube nicht, dass ich das auf Dauer kann. Und ich glaube auch nicht an Engel auf Erden sondern nur noch das was mir mein Bauch sagt, und der sagt, „Pass auf dich auf.“

Ich glaube, dass ich besser zu einem spannenden Blödmann passe. Und hab mich entschieden keinen

kitschigen Rosamunde Pilcher Roman zu schreiben. J

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Di

27

Apr

2010

Ich spreche...

 

Heute bin ich wirklich richtig glücklich. Es ist der erste Tag an dem es so richtig heiß ist und der erste Tag, an dem ich strahlen und stolz wie Oskar aus der Schule gegangen bin. Denn heute war der Tag an dem ich merkte, es zieht, ich fange an zu reden ohne so viel nachzudenken. Dank dem Tipp meiner Lehrerin die sagte, „du lernst nicht einen Moment am Wochenende sondern entspannst und sprichst auf der Straße, oder in der Bar mit Freunden, keine Bücher!“ Ich hab das auch gemacht und Louis hat am Wochenende fleißig mit mir über die Liebe und über das Leben mit mir geredet. Also in Sachen Liebe bin ich jetzt fit. In der Schule sind wir nun auch nur noch zu dritt. Perfekt. Das italienische Ehepaar ist so weit wie ich und wir reden sehr viel. Nach der Schule bin ich mit Chiara ans Meer um meine Hausaufgaben zu machen. In der Sonne war es so heiß und im Schatten zu kalt. Nach einer Stunde musste ich gehen. Sonnenbrand ist nicht so mein Ding, macht schnell alt! Außerdem bin ich eh schon schwarz von so wenig Sonne. Die Sonne ist hier intensiver als in Thailand, unglaublich ich war noch nie so dunkel nach so kurzer Zeit. Chiara liegt in der prallen Sonne und hechelt sich einen ab, liegt im Schatten um sich abzukühlen und liegt wieder in der Sonne. Ein Straßenköter halt, sie liebt es. Heute hab ich an eine deutsche Zeitung geschrieben, ob sie nicht jemanden für eine Kolumne brauchen, mal sehn was dabei rauskommt. Themen hätte ich ja genug.

Am Nachmittag rief dann der Bruder von Louis an, einfach so und fragte wie es mir geht und er sei im „Clima“ mit seinen Freunden. Ich war so gut gelaunt und hatte Lust auf reden und sagte, ich komme auf ein Cafe. Das waren dann doch 2 Stunden und ich hab so viel verstanden dass mein Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht verschwand. Einer der Freunde hat für Chiara ein Parasitenhalsband gekauft. Hier hat es am Stand ziemlich fiese Mücken von denen ein Hund sterben kann. Seinen hat er erst vor 2 Monaten einschläfern müssen und ist immer noch so traurig darüber, das ihm jedes Mal die Tränen in den Augen stehen. Ich bat ihm mir eines zu besorgen und schon war eines da. Klasse.

Wenn Chiara etwas zustoßen sollte, das wäre für mich wirklich das Schlimmste, sie ist mir so wichtig.

Sein Bruder sagt immer zu mir „Du bist immer am lachen, ich hab das noch nie bei einem Menschen gesehen wie bei dir.“ Ja, ich kenn das, meine große Liebe sagte immer “du bist der fröhlichste Mensch den ich je kennengelernt habe“. In den letzten 2 Jahren seit der Trennung von diesem habe ich wenig gelacht. Aber hier, hab ich meine Fröhlichkeit wiedergefunden und die Menschen bemerken es. Ich bin wieder ich….

 

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Sa

24

Apr

2010

Traumtag

 

Frauchen ist heute schon ganz früh mit mir an den Strand weil es heute der erste richtige heiße Tag ist. Ach, ist das schön, wau... , es sind kein Menschen da, wir waren ganz alleine. Ab und zu laufen mal ein paar Leute mit kleinen Kollegen vorbei mit denen ich mich dann beschnuffel. Ist aber selten. Dann kam der Fischer, den mag ich, der streichelt mich immer ganz viel und lacht immer, außer wenn Frauchen böse wird, wenn er davon spricht wie lieb er sie hat. Dann lacht er nicht mehr und sieht sie genauso an, wie ich wenn ich ein Guddi haben will. Da muss ich immer lachen. Wouuuu...

Und jetzt liege ich mal wieder im Cafe und warte bis Fraule fertig ist mit dem tippen, dann gehn wir heim und ich darf ins Bett, weil sie nämlich ein schlechtes Gewissen hat, da sie heute Abend zum Salsaabend geht. Und dann sehe ich sie mit gaaanz traurigen Augen an bevor sie geht und ich bekomme dann ein Guddi, grins.....

 

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Do

22

Apr

2010

Vida Loco

 

Nach meinem vorletzten Blogeintrag hat mich ein lieber Mensch gefragt, ob ich mich hier nicht, ich sags mal in meinen Worten, „Mich zu nackig mache“.

Hm, mag schon sein, dass ich ein wenig viel preisgebe, doch: Bin das nicht Ich?

Ja, das ist das meine Persönlichkeit. Ich tuschel nicht hinter einen Nachbarn oder lästere über Menschen die ich kenne, oder halte meinen Mund nur um gut da zustehen. Nein, ich hab mich daran gewöhnt das meine Leben bunt ist. Mit all seinen Höhen und all seinen Tiefen. Menschen die mich kennen wissen, dass ich zu all dem Blödsinn den ich so verzapfe auch stehe, dafür passiert aber auch sehr viel wundervolles. Ich suche das Ereignis. Und ich lasse Menschen daran teilhaben, schon allein um Mut zu machen. Das Leben ist verdammtes Glücksspiel. Einmal gewinnst du, einmal verlierst du. Ist es Dummheit davon zu erzählen? Erzählt man denn nicht auch gerne die schönen Dinge dass Lebens? Wenn man Erfolg hatte oder frisch verliebt ist, einen Job bekommt den man sich immer gewünscht hat, sollte man dann nicht auch von den Dingen reden die einem Kummer bereiten? Das ist doch menschlich. Den Weg den ich genommen habe, ist ein großes Wagnis gewesen, ob er richtig war, wird sich noch herausstellen. Wichtig war allerdingst die Entscheidung für Mich. Die Entscheidung zur Auszeit nach 25 Jahren Selbständigkeit und vor allem den letzten 2 Jahren des Kummers. Ich stand oft in meinem Leben auf dem Gleis und wartet auf den Zug, doch irgendwas hat mich dann doch abgehalten. Vor dieser Auszeit, stand ich auch auf dem Gleis und hab entschieden mir doch erst mal eine Chance zu geben. Viele bewundern meinen Mut dafür, doch es war kein Mut dabei, sondern der Wunsch zu leben. Ich bin sehr hin und hergerissen. Mir fehlen meine Kundinnen. Wirklich! Diese wundervollen Frauen die einmal im Monat zu mir kamen zum Kaffeeklatsch und sich dabei verschönert lassen haben. Mir fehlt die tägliche Aufgabe, mir fehlt aber auch so sehr mein Atelier, mein Loft, das ich ja schon vor 2 Jahren aufgeben musste. Seit dem fehlen mit die Abenden mit meinen Freunden die an meinem drei Meter fünfzig Tafel saßen und ich sie bekochen durfte. Mir fehlt meine große Liebe die mich so verraten hat und die intellektuellen Gespräche und Diskussionen mit Ihm und damit meinen ich nicht den jüdischen Betrüger. Mir fehlen die Kinder die mir das Universum nicht geben wollte, mir fehlen meine zwei besten Freudinnen, meine Mutter und mein Bruder. Und trotz allem ist die Sehnsucht in mir eine gewisse Leere auszufüllen stärker gewesen.

Das Meer hier und der Strand an dem Chiara und ich jeden Tag fast alleine sind tut meiner Seele so gut. Die Wärme unter den Fußsohlen vom Sand fühlt sich toll an. Jeden Tag hat das Meer eine andere Farbe je wärmer es wir riecht es mehr. Die Menschen sind so freundlich wenn sie merken dass du spanisch reden willst. Die Mentalität ist schon sehr anders, sehr schön. Ich würde so gerne hier bleiben oder an einem anderen Ort am Meer. Das Leben findet draußen statt. Ich gehe alleine aus, sitze im Cafe und arbeite. Man wird immer angesprochen, selten angemacht. Es ist normal hier. Keiner bezeichnet dich hier als Freiwild. Ich vermisse das Leben im Freien in Deutschland. Hier regnet es heute auch, aber ich werde trotzdem ein oder zwei Stunden mit Chiara rausgehen und meinen Blog bearbeiten. Es ist gut das ich kein Internet zu Hause habe. Das alles macht mich glücklich und auch Angst, weil ich glaube das meine Zeit hier begrenzt ist, weil es sehr schwer wird seinen Lebensunterhalt hier zu bestreiten.

Morgen kommt mein Fischer wieder nach drei Tagen auf dem Meer. Er bringt mir sicher wieder den tollsten Fisch mit und wird mich bekochen wollen. Er wird mir wieder sagen wie sehr er mich liebt und ich werde ihm wieder sagen, dass ich nicht verliebt bin und werde dabei schmunzeln, weil ich ihn überhaupt nicht ernst nehme. Und das mache ich alles auf Spanisch, das kann dauern…

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Di

20

Apr

2010

Frusttag..

 

Wahrscheinlich kennen das Einige. Man will etwas unbedingt erreichen und macht und tut und überhaupt, aber in einem Moment geht einfach nichts mehr.

Heute ist so ein Tag. In der Schule hatte ich ein völliges totales Blackout, dass sich schon mutig den ganzen Tag über breitgemacht hat. Meine Laune ist am Boden und die Tränen stehen mir nicht nur auf halb8. Ich hab angefangen zu malen, doch natürlich nicht in der mit gewohnten Größe sondern viel kleiner und nicht mit Öl sondern Acryl wegen der Trocknungszeit. Es ist ein ganz anderes Arbeiten und ich muss mich umgewöhnen und umlernen. Das fällt mir nicht schwer, aber alles nervt mich heute. Louis hat mir gestern Abend eine riesen Liebeserklärung gemacht und möchte sich mit mir einen neue Wohnung suchen damit ich malen kann und Chiara kein Problem hat. Prima! Da lerne ich einen Mann kennen, der mir genau das geben möchte was ich immer gesucht habe, all die Jahre. Und ich? Ich bin einfach nicht verliebt! Gehört ja wohl schon dazu, was?

Übrigens, in dem Moment als ich das hier schreibe, sitzt Jon am Tisch vor mir und flirtet mit mir. Jon ist der Betreiber der Jazzclubs und der Pianist. Er gefällt mir ganz gut. Ca. um die 55 würde ich schätzen, sehr groß schlank und ein verdammt markantes Gesicht. Der hat was. Aber leider raucht er wie alle hier, außer Louis. Und er ist Engländer, also wieder nix mit Spanisch.

Was mich so richtig frustriert ist einfach die Tatsache, dass es für mich hier nichts zu tun gibt. Die halbe Stadt steht leer. Alles zu vermieten.

Und dann frustriert es mich, dass ich für ein kleines Bild genauso lange brauche wie für ein großes.

Ach heute ist nicht mein Tag. Morgen ein Neuer und jetzt treffe ich mit Juan der mir seine Wohnung in der Stadt vermieten möchte, groß mit Dachterrasse. Einen Wein hab ich hier im Cafe getrunken dann werd ich wohl ein paar Sätze rausquetschen. Morgen ist wieder Jazzsession und Jon hat mich schon gefragt ob ich komme um zu singen. Na klar, das kann ich wenigstens....

Hast luego!

Salsaabend

Man soll es nicht glauben, aber ich hab es doch wirklich geschafft mich um 23.30h aus dem Bett zu rollen und noch mal aufzusteilen. Salsaabend im Jazzclub Denia. Die 12 cm High Heels schenke ich mir das nächste mal. Den die Jungs können mir dann nicht in die Augen sehen beim Tanzen.

Was für eine Stimmung, da gehts ab. Da steht man keinen Moment allein, sofort wird man zum Tanzen aufgefordert. Ich hab das bis um 2h ausgehalten und dann noch eine halbe Stunde gebüffelt weil ich so aufgekratzt war. Ach wie schön...

Werd ich mich wirklich noch vom einem Couch Potato zur Partymieze wandeln?

 

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Fr

16

Apr

2010

Fin de Semana

So können Fischer aussehen, das ist aber nicht Louis

Fin de Semana oder Wochenende. Es ist zwar Regen angesagt aber was solls. In den Kneipen regnet es ja nicht. Heute Abend ist Salsa im Jazzclub und vorher hab ich so viel Schulaufgaben zu erledigen, dass ich eh wenig Zeit habe. Gestern war ich zum Essen bei meinem Fischer eingeladen und zum Nachtisch gab es noch einen Liebeserklärung. Oh jeh, ich bin doch gar nicht verliebt und schon gar nicht an einer Liebesbeziehung interessiert.

Willkommen im Kikiileben!

 

 

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Di

13

Apr

2010

Pause von der Sonne

El Novio de Chiara

Seit ein paar Tagen hab ich das Gefühl dasselbe Problem wie die Rentner zu haben. Ich hab überhaupt keine Zeit mehr. Mein Fischer und seine Brüder vereinnahmen mich und zwischendurch raucht mir der Kopf vom vielen Spanisch. Aber gut so, deswegen bin ich ja auch hier. Diese Menschen sind so nett, das ist unglaublich. Richtig blöd finde ich es, dass die Spanier mit Hunden so doof sind. Mein Fischer wohnt in einer so feinen Gegend, da ist nicht mal ein Hund in der Straße erlaubt. Unglaublich aber wahr, dabei hatte Chiara  gestern das erste Mal ein Date mit einem Straßenhund vor unserer Haustür. Ja meine Gegend ist halt nicht so fein, grins.. Das war echt klasse, weil sie sich sofort verliebt hat. Ja, da ist sie schneller als ich.

Sitze oft am Abend im ONCE und schreibe an meinem Buch. Komisch, in Coburg würde ich nie alleine weggehen, hier tue ich das ständig. Jeden Tag lerne ich neue Leute kennen. Deutsche, Holländer, Spanier.., alle habe Lust zu reden, sind gut gelaunt und kontaktfreudig. Das fehlt mir so sehr bei uns!

Hier hat es ganz viele „Residenzier“ die seit Jahren hier leben und kein Wort Spanisch sprechen und echt unverschämt zu den Spaniern sind wenn die nicht deutsch mit ihnen reden.  Ich finde es so unhöflich in einem Land zu leben und sich nicht zu integrieren.

Na ja, nicht mein Problem. Ich werde alles tun um Spanisch zu lernen. Es ist so schön diese freundlichen Menschen zu verstehen.   

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Do

08

Apr

2010

Bin nun angekommen..

Nun bin ich eine Woche in Spanien und wie traurig war ich doch die ersten Tage.  Doch nun bin ich angekommen. Seit heute hab ich eine spanische Telefonnummer, weil mir das mit meinem Deutschen viel zu teuer wird. In den letzen Tagen bekomme ich laufend Anrufe oder SMS von Menschen die hier leben. Vorgestern war ich eingeladen in einem der typischen spanischen Lokale, in dem zb. berühmte Toreros zum Essen  kommen. In der Sonne hängen die Kraken zum trocknen und werden dann scharf angebraten und in einer Sauce aus Zitrone und Olivenöl serviert. Diese Spektakel durfte ich mit einem sehr bekannten Denianer erleben und Louis, dem Sizilianer, seinem Ziehsohn. Wie wundervoll, ich durfte mich wie ein Prinzessin fühlen. Benito, einer der im Baugeschäft tätig ist , marschierte erst mal in die Küche und begrüßte alle, bevor wir an seinem Tisch gebracht wurden. Er sprach ganz langsam mit mir, damit ich auch alles verstehe. Allein diese wenigen Stunden in denen ich spanisch reden musste,  zeigte mir, wie viel ich doch durch das Lernen im Kopf hatte. Es war fast wie wenn sich ein Hebel umlegt.

Seit gestern habe ich Schule und nachdem ich die einzige Schülerin bin habe ich Einzelunterricht. Perfekt!

Nach der Schule gehe ich ins ONCE um eine Cafe mit Katherina zu trinken. Dadurch, dass ich jeden Tag dort bin, lerne ich die Menschen kennen. Ein sehr nettes Ehepaar, das seit 15 Jahren hier lebt und den Lebensabend hier verbringt. Sie sind auch jeden Mittag hier. Den Chef, der sehr zuvorkommend ist und Chiara mag, eine Bauunternehmer der immer am Abend da ist und sein Feierabendbier trinkt und mit mir spanisch oder deutsch redet. Wir haben uns geeinigt, dass er nach 14 Tagen Schule nur noch Spanisch redet.  Denia ist so klein, dass man schnell erkennt, dass doch immer die gleichen Menschen unterwegs sind.

Jeden Tag bin ich 2mal am Meer mit Chiara. Sie liebt es. Am Meer ist sie so entspannt wie ich. Es  hat jeden Tag andere Farben und seit 2 Tagen hat es große Wellen, wundervoll.

Das Meer ist meine Freundin und wenn ich davor sitze weiß ich genau warum ich hier bin. Nichts kann so schlimm oder so traurig sein, was das Meer nicht wieder gut machen kann. Selbst mein Hund merkt das.

Ja, ich möchte hier leben. Ich möchte nicht mehr zurück. Schon, aber nur als Gast. Diese Mentalität der Menschen beeindruckt mich so sehr. Für sie zählt das Leben, nicht das materielle. Ich bin noch nicht so weit, doch auf einem richtigen Weg. Genau das ist das was ich zu lernen habe. Sich komplett frei zu machen. Ich bin gespannt ob ich das schaffe. Ich kann es nicht beantworten. Noch nicht!

Heute geht es mir gut und ich möchte bleiben, Morgen ist ein neuer Tag.

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Mo

05

Apr

2010

Ostermontag

No Once, mein Mittagscafe

Das Restaurante No11 ist mein tägliches Cafe um hier meine Post zu machen. Chiara darf hier mit hinein. Die Spanier sind ja mit Hunden ein wenig blöd in den Lokalen. Aber das gehört einem sehr nette Holländer.

Gestern hab ich das erste mal nicht rumgejammert. Wird auch Zeit, dass ich endlich mal Urlaub mache und mich daran gewöhne hier zu sein, an dem schönen Meer.

Heute treffe ich mich mit Louis einem sehr netten Italienern. Er ist Fischer und der Freund meiner letzten Gastmama. Und superliebeswert. Mit ihm muss ich Spanisch oder Italienisch sprechen. Gut dass ich das nicht verstehe was ich da für einen Quatsch rede, aber er lächelt immer sehr erfreut.

Deswegen trinke ich jetzt auch einen Cava. Ja, ist schon Mittag! Dann rede ich bestimmt auch noch Chinesisch....

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So

04

Apr

2010

Ostersonntag

mein neuer Lieblingsplatz zu Chillen

Noch schlafe ich nicht gut. Die Klappcoach ist nicht sehr bequem. Die Wohnung ist direkt neben der Eingangstür und man hört jedes Wort vor der Tür oder den Fenstern.

Sorgen macht mir vor allem meine Chiara. Ich nehme sie ja überall mit hin und sie ist in der Stadt ständig am zittern weil so viele Menschen da sind. Laufend wird hier rumgeballert wegen Ostern, nur am Meer ist sie entspannt.

Ob es richtig war diesen Schritt zu tun, war richtig, selbst wenn es sich herausstellt, dass ich doch nicht für Spanien gemacht bin. Somit hab ich es versucht.

Es fällt mir so schwer von meinem Business loszulassen, mich fallen zu lassen und diese 2 Monate zu genießen. 25 Jahre Selbständigkeit lässt sich nicht einfach mal so abschütteln.

Alles nicht so leicht

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Fr

02

Apr

2010

?

Denia

Chiara findet das Meer richtig klasse. Ich ja sowieso.

Man wird es nicht glauben, aber ich hab Heimweh?! Oder es fällt gerade der Schmutz und Dreck der letzten Monate von mir ab. Auf jeden Fall stehn mir die Tränen auf halb8. Werde heute mit Chiara an den Hafen gehen, mich in die Sonne legen und lesen. Abends ist SalsaNight im Jazzclub angesagt. Mal sehen ob ich das schaffe, denn das geht erst um 1.30h los. Daran muss ich mich gewöhnen. Nix mehr mit schlafen um diese Uhrzeit!

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Mo

29

Mär

2010

Gähn...

Bin nun in Frankreich bei meiner Freundin angekommen und könnte nur schlafen. Ich hoffe, dass diese chronische Müdigkeit endlich mal aufhört wenn ich mich von den letzten Monaten erholt habe...

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Sa

27

Mär

2010

Ende/Anfang

Nach einem so schönen Abschiedsabend mit meinen Freunden, bin ich nun endlich am packen. Ich stehe vor meinen Taschen und muss schallend lachen, denn ich werde einen Lkw brauchen.

Dabei habe ich nur 200 Paar Schuhe dabei und 50 Sommerkleider, Kissen und Decke, Hundesachen, Elektroartikel und die Ladesstationen, DVD Player für meinen Sportdvd`s, Aquarell und Acrylfarben, Staffelei, Blöcke und Leinwand. Oh jeh... dabei werde ich in 2 Monaten noch einmal zurück kommen, da ich einen Lehrgang machen will. Ich möchte Perlendrehen lernen und den Schmuck dann in meinem Künslerladen mit meinen Anderen Sachen arbeiten und verkaufen.

Als ich den Schmuck im "Feuer-Werk" in der Judengasse sah, war es um mich geschehen und es war wie eine Eingebung. Genau das ist das Richtige in einer Stadt mir viel Touristen. Und somit fällt es mir sehr leicht morgen zu fahren :-)

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Di

23

Mär

2010

6 Tage

Die Itz ist mir nicht mehr genug.

Ich muss ans Meer.

 

Ein Dankeschön geht an meine lieben Kundinnen die mir 25 Jahre ihr Vertrauen geschenkt haben und das Verständnis für meine Entscheidung.

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Fr

19

Mär

2010

9 Tage

Was für eine Woche!

Was für tolle Frauen sind doch meine Kundinnen. Ich bin so glücklich, dass sie so viel Verständnis für mich und meine Entscheidung haben. Den Satz den ich immer wieder hörte "Ich werde dich vermissen nicht nur weil so gut arbeitest, sondern haupsächlich wird mir das Menschliche fehlen."

Es tut mir so gut, weil meine Kundinnen für mich ja wie eine kleine Familie geworden sind, die zu mir zum reden, lachen oder weinen kommen. Nebenbei hab ich meine Job gemacht. Ich kann das Gefühl schwer beschreiben, doch ich würde es mit "Glück" benennen. Ich bekomme einen Freibrief von Menschen die mir wichtig sind und kann zurückkommen wenn ich das möchte.  

Vielen, vielen Dank!!!!

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Di

16

Mär

2010

12 Tage

Der Laden sieht traurig aus. Es hallt wenn man ihn betritt. Die Bilder seit Wochen auf Ausstellung, die Stoffe und die Nähmaschinen bei mir Zuhause gelagert. Ein paar Möbelstücke schon weggegeben.

Doch die Sonne scheint heute, es hellt mein Gemüt auf.

Hab mich nun doch mal in Facebook angemeldet um mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben wenn ich 2200 km von Coburg entfernt bin. Und wie es natürlich so ist, wenn man kurz vorm aussteigen ist, lerne ich auch noch viele liebe Menschen kennen.

Sellerie, wie die Franzosen sagen würden… J

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So

14

Mär

2010

Warum weg aus Deutschland?

Der Blick aus meiner neuen Wohnung, 100m vom Meer entfernt..

 

Wieder jeglicher Vernunft verlasse ich meine finanziellen Pampers meiner über 20 jährigen Selbständigkeit.

Der Traum am Meer leben zu dürfen schlummert schon mein Leben lang in mir. Die Trennung einer für wichtigsten Menschen bis jetzt, hat mich diesen Traum wieder auflodern lassen.

Der Wunsch zu gehen war nun manifestiert, doch  die Angst eine Fehler machen zu können ließ mich abwarten.

 

Die folgende  Begegnung mit einem Menschen vor  18 Monaten,  gab mir den Mut meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.  Zwar mit dem Hintergrund das Gemeinsam zu tun, aber wer will schon mit einen Betrüger sein Leben verbringen? Na ja, irgendwann hab ich es sogar mal kapiert, was meine Umwelt schon Monate vorausgeahnt hatte. Spätestens als mir die Kriminalpolizei sagte „Der ist frei net ohne!“

Hm, jetzt sucht ihn der Staatsanwalt, und ich mein Eigentum.

Gut das ich darüber lachen kann. Obwohl man mir sagte, diesen anzuzeigen wäre nicht ungefährlich.

Aber was ist schon ungefährlich in diesem Leben. Sich in einen Zug zu setzten oder zu fliegen, ist auch alles andere als sicher, also warum sollte gerade ich, die ziemlich angstfrei durchs Leben marschiert so einen Gangster nicht versuchen einzubuchten.  Und ich werde alles geben, dass es das nicht noch einer anderen Frau antun wird. Und ich hab da noch einige Trümpfe in der Hand.

Das muss ich alles noch erledigen, bis ich abreise.

 

Der Laden war längst gekündigt. Ich fühlte mich befreit, mutig aber auch ein wenig besorgt das Richtige gemacht zu haben. Doch diese Sorge wurde immer geringer.

Jeden Tag, nach dieser Entscheidung, öffnete sich eine Tür nach der Anderen. Ich rechnete damit, dass mir Steine in den Weg geworfen werden, doch diese blieben aus.

Der Freund meiner Freundin in Spanien, welche  ich im Oktober 09  in der Schule in Spanien kennenlernte, besorgte mir in kürzester Zeit ein kleine Wohnung, 100 m von Meer entfernt.  

Ich kündigte alle laufenden Verpflichtungen, Verträge, Anschlüsse. Sogar die GEZ, die sonst ja gern mal Probleme macht, ohne Einwände oder Verzögerungen. Gespräche mit Ämtern und Steuerberater, alles lief reibungslos. Monate schon suchte ich nach Platz für meine Möbel, doch auf einmal hatte ich von einem auf den anderen Tag ein professionelle Firma die sich für einen akzeptablen Preis darum kümmert.

Sogar der erste Interessent für meinen Laden zahlte mir die Ablöse und kaufte Möbel und Lampen aus meinem Laden dazu.

Ich würde von Tag zu Tag fröhlicher und mir wurde immer mehr bewusst, es ist der richtige Weg.

 

Selbst die Rennerei, zwischen meinem Anwalt und der Kripo. Ich nahm es einfach hin und versuchte das Beste daraus zu machen um wieder an meine Eigentum zu gelangen. Die Aussichten waren gut, dass ich mit einem blauen Auge davon kam. Doch dazu musste ich ein Spiel spielen, dass mir nicht schwer fiel.

 

Nun sind es aber nur noch 14 Tage bis zu meiner Abreise. Und die heftigste Aufgabe steht mir noch bevor. Meine Kunden zu verabschieden. Und das wird für mich nach so vielen Jahren sehr traurig. Denn viele meiner Kundinnen sind mir sehr freundschaftlich an mein Herz gewachsen. Viele haben mit mir gelacht , doch auch mit mir geweint. Es ist ein so großes Glück für mich gewesen, diese Frauen als meine Kundinnen bedienen zu dürfen.