Karl Lagerfeld

Heute war ein guter Tag..

 …der schon damit begann, dass ich den ganzen Tag trällernd durch die Gegend sauste, weil ich so happy bin über mein neues Werk. Vor lauter Begeisterung wollte ich gleich noch eines malen, doch ich wusste nicht so recht wen oder was. Außerdem war es heute viel zu heiß. So lag ich im Liegestuhl und genoss endlich mal wieder ein Buch. Karl hängt vorerst in meinem Schlafzimmer. Immer wieder seh ich es an und denke „Ja, es ist gut, es ist verdammt gut!“ Doch vor allem hängt es dort,  damit ich jeden Morgen wenn ich aufwache und wenn ich schlafen gehe mich daran erinnere, dass diese oder eines meiner anderen in New York oder London hängen wird. Gegenüber hängt eine Tafel auf der meine Visionen geschrieben sind, Dinge die sein werden. Es ist das Gesetz der Anziehung, ganz einfach. Noch nichts davon gehört? Googeln!

Als ich noch unter der Dusche sang, stand ich einmal auf unserem großen Fest in Coburg, dem Schlossplatzfest und  sah mich auf der Bühne stehen und singen. Es hat fast 10 Jahre gedauert, doch ich stand einmal mit der Combo und einmal mit der Big Band auf der Hauptbühne und sang. Ich habe mich die letzten Jahre bevor ich nach Spanien ging immer am Meer leben sehen, in der Sonne. Mein Bruder sagte irgendwann zu mir „ Warum redest du immerzu in Coburg davon, dass du auswandern willst, dir werden die Kunden wegbleiben, bei dem Reden.“ Ich sagte damals nur zu ihm, „genau deshalb rede ich davon und ich werde es solange tun, bis es ist.“ Niemand hatte damals gedacht, dass ich den Schritt wirklich tun werde. Mein Geschäft einfach zu schließen ohne ersichtlichen Grund meine Existenz aufzugeben. Ich redete solang darüber bis ich das Meer schon fast riechen konnte und dann tat ich es einfach. Davon zu reden, dass man mal etwas möchte, oder es sich wünsche macht noch keine Absicht. Dazu gehört etwas anderes, dazu gehört vor allem an sich zu glauben, die Vision in Gedanken zu leben, sie spüren zu können. Nur dann kann man seine Vision erreichen.  Ich möchte nicht irgendwann mal in London und New York ausstellen, ich werde das tun und sehe den Raum schon vor mir in dem meine Bilder hängen. Ah, da sind wieder die Zweifler, die, die sagen „Jetzt spinnt sie ja total.“ Natürlich spinne ich für diese Menschen, doch was macht das aus? Es interessiert mich nicht. Der Weg ist das Ziel und wie hat mein Dad mir einen so schönen Spruch geschrieben: „ Der Weg kann lang und steinig sein, wenn er doch am Ende Nachhause führt.“ Wer aufhört an sich zu glauben der hat verloren. Mein neues Bild bringt mich wieder ein Stück näher… 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0