Kleine Weihnachtsgeschichten..

Ein Haus kann man sich aussuchen, die Nachbarn nicht…

Jons Haus ist wirklich etwas Besonderes mit dem freien Grüngürtel um das Haus, den Blick auf das Meer und nicht, wie so viele andere einen Blick auf den Nachbarspool. Wir wohnen nun seit eineinhalb Jahren hier im Haus und nach wie vor einer Meinung, dass dieses Haus etwas magisches hat. Bis auf unsere Nachbarn direkt neben uns und einer Nachbarin schräg gegenüber leben um uns ziemlich eigenartige Menschen. Sie lieben es zu tratschen und sich einen Kopf um andere machen bevor sie vor der eigen Tür kehren. Sind ignorant, einfach und einfältig. Es ist viel amüsanter  mit intelligenten Menschen zu kommunizieren als mit solchen, denn sie verstehen die Sprache nicht.

Als wir hier einzogen wunderte ich mich schon, dass so viel Hundehaufen im Grundstück sind, was mir damit beantwortete wurde, als einer der Nachbar seine Labradore in  unser Grundstück laufen ließ während wir die Kisten auspackten. Es ist das einzige Haus dass keine Mauer hat und kein Tor, somit anscheinend für eine geringe Intelligenz einladend. Ein anderer Nachbar, der zwei sehr große Hunde hat ließ diese jeden Tag direkt vor unserm Eingang koten. Die Haufen waren auch dementsprechend groß, darüber hinaus ließ er seine Hunde regelmäßig in unser Grundstück, während er auf der Straße lief. Da half auch kein Reden, man wurde völlig ignoriert. Irgendwann hatten wir genug und legten die Haufen von seinem Hund vor seiner Tür ab. Dann war es erst mal Schluss. Dafür fuhr er mich einmal fast auf der Straße an, als er mit voller Geschwindigkeit auf mich losfuhr und ich gerade noch zur Seite springen konnte.

Und dann wir haben ja noch so ein nettes Pärchen, die drei große Labradore haben. Sie wohnen einige Häuser weg, doch sie lieben es ihre Hunde genau bei uns abkoten zu lassen. Die Strafen den Kot nicht wegzunehmen sind in Denia hoch, doch es interessiert sie nicht, denn sie kommen so früh, dass es keiner mitbekommt.

Auch springen diese armen Tiere, die wohl kaum Auslauf finden oft über deren Mauer und finden sich dann lautstark auf der Straße wieder. Einmal hatte ich grad noch bremsen können als mir einer vors Auto lief während der Andere an mein Auto sprang. In der Nacht kamen sie dann in unser Grundstück und suchten nach Katzenfutter. Ich bat deren Besitzer zwei Mal höflich das zu unterlassen bis ich ihm dann beim dritten Mal mit einer Anzeige drohen musste. Ach je, dass hätte ich tunlichst vermeiden sollen, denn dieser Mensch rannte nun hysterisch mit meiner ausgedruckten Email zu allen Nachbar und erzählte ihnen er müsse nun seinen Hund einschläfern lassen, da ich ihn anzeigen will. Dabei hatte ich nur gedroht.  Es sah schon sehr lustig aus wie er da mit dem Brief fuchtelnd von Tor zu Tor ging, wie Dirk Bach in seiner besten Comedy. Er sieht auch ein wenig so aus mit seinem riesigen Bauch der mich beim Anblick überlegen lässt wie er sich ohne nach vorne umzukippen damit auf den Beinen halten kann. Seit dem läuft er an unserem Grundstück vorbei und redet immer mit seinem Hund „Schau mal, da ist wieder die böse Frau“ und sowas. Oder er  beschimpft mich als Nutte und zeigt mir den Stinkefinger.

Als ich dann im Winter vier Monate in Coburg war schickte er mir regelmäßig Stalkermails mit Beschimpfungen oder Auszügen aus dem Blog diesen verbitterten Senioren-Ex-Zuhälters, und dass er seiner Meinung sei. Natürlich ist er seiner Meinung, es ist ja ein Niveau. Mein Anwalt riet mit dann die Mails zu speichern was ich auch tat, seit dem ist allerdings Ruhe.

Okay, doch das sind ja nicht alle Nachbarn. Einen hätt `ich noch. Der direkt über die Straße hinter uns. Im ersten Jahr parkten wir unwissend unser Auto auf einer Einbuchtung direkt vor einem Haus in dem keiner wohnte. Ein paar Monate später wurden wir am Morgen mit einem lauten hupen geweckt. Als ich auf die Straße lief brüllte mich ein VoKuHiLa mit riesigem Goldkettchen an ich solle gefälligst das Auto von seinem Parkplatz fahren. Was ich natürlich sofort machte und mich entschuldigte. Sie seien zwar nur selten da, doch das Haus sei den Sommer über vermietet. Danach wurde sich erst einmal vorgestellt. Was mich noch der Aktion nicht wirklich interessierte.  Mein erster Eindruck wurde dann auch schnell bestätigt. Jon parkte nun sein Auto am Straßenrand neben seinem Grundstück. Eines Morgens, Jon und ich wollen gerade in die Stadt fahren, lehnt sich dieser VoKuHiLa mit freiem Oberkörper, der nicht wirklich ansehnlich ist, in mein Autofenster und sagte „Das Auto an der Straße muss weg, er bekommt einen Container und den Gärtner“ Nein, kein Bitte, nene.. Jon parkte also sein Auto um und wir warteten eine Woche und nichts geschah. Ja, er wüsste denn nun auch nicht wann die Gärtner kämen. Jon parkte sein Auto wieder am alten Platz vor dem doch noch, gelieferten Container. Ein paar Tage später, ich hatte gerade Besuch aus der Schweiz und eine lange Nacht hinter uns, hämmerte es an meiner Eingangstür um 7.30 Uhr. Dazu muss man sagen, die Eingangstür ist in unserem Grundstück und  40 Stufen vom Eingang entfernt. Ich sah auf die Uhr und drehte mich wieder um. Eine halbe Stunde später das selbe noch einmal, diesmal mit rufen. Wieder in unserem Grundstück. Diesmal öffnete mein Besuch die Tür somit stand ich auch auf. Es waren die Gärtner vom Nachbarn die arbeiten wollten. Ich sagte ihnen dass das Hausfriedensbruch sei einfach hier im Grundstück rumzutrampeln und schickte sie weg. Mein Besuch und ich schüttelten nur den Kopf und frühstückten auf meiner Terrasse. Als nicht schon wieder der aufgebrachte Nachbar, diesmal aber auf meiner Terrasse stand und mich anblaffte, dass das Auto GEFÄLLIGST zu verschwinden hat. Ich fragte ihn ob er Drogen genommen hätte, er sei unerlaubt in meinem Grundstück, kennt seit Tagen kein Bitte und ist nur am Fordern. Diesmal platze meinem Besuch der Kragen und er fuhr den Nachbarn an, was ihm einfiele so mit mir zu reden, dass er kein Recht hat ins Grundstück zu kommen und er sein Auto am Nachmittag wegfahren würde da es ein öffentlicher Platz sein und er seine Gärtner halt solange warten lassen müsse. Rums, und weg war er.

Das Auto stand dann noch 6 Stunden länger an seinem Platz bis mein Besuch zum Flughafen aufbrach. Als ich am nächsten Tag diesen VoKuHiLa völlig ignorierte meine er „ man solle vielleicht sich mal um ein Miteinander bemühen.“ Ha! da musste ich wirklich laut lachen.

Nicht sehr witzig war allerdings, dass der andere Nachbar mit den beiden großen Hunden, wo nun wohl einer gestorben ist, seinen Hund wieder in unser Grundstück ließ und eines unserer Katzenkinder biss. Die großen Pfotenabdrücke waren bis zum nächsten Regen bei uns zu sehen. Ich musste in die Klinik mit der Katze weil sie eine Infektion bekam und Antibiotika gespritzt werden musste. Es sah so schlimm aus, dass ich schon dachte das Bein sei gebrochen. Noch eine Tag später als ich im Garten eine Holztür für den Eingang zimmerte kam doch dieser große Hund wieder in unser Grundstück, diesmal aus dem Nachbarsgrund und der Besitzer lief seelenruhig an der Straße. Ich jagte den Hund aus dem Grundstück und rief diesmal die Polizei. Diese kam dann auch später und in null Komma nichts hatte sich das ganze Volk vor dessen Haus versammelt und schimpfte nun über mich wie schlecht ich doch sei.

Tja, dass sind so die kleinen Geschichten die einem das Leben versüßen wenn man sich die Situation im nachhinein noch einmal zurückholt. Doch meine Freunde hier, haben noch mehr solcher Geschichten, eine unglaublicher als die Andere… Kein Einzelfall also. Ich denke die Menschen die hier seit Jahren leben, langweilen sich und haben keine Aufgabe. Die einzige Spannung in deren Leben ist es sich aufzuregen und zu tratschen.. Ich reg mich nun nicht mehr auf. Wir werden eine Kamera  installieren um zu sehen wer jeden Tag die Straße zukotet und dann eine Anzeige erstatten. So einfach ist das…

 

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